DE2017669A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Bestim men des Zeitpunkts des Zeit/Amplituden Schwerpunktes eines Impulses oder Signals wahrend einer endlichen Zeit - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Bestim men des Zeitpunkts des Zeit/Amplituden Schwerpunktes eines Impulses oder Signals wahrend einer endlichen ZeitInfo
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Description
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§ f 'i«333Üaii α. Μ. 1
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13
6242
ASSOCIATED E1EC5SICM, INDUSTRIES LIMITED, London, England
Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen des Zeitpunkts
des Zeit/Amplituden-Schwerpunktes eines Impulses oder Signals während einer endlichen Zeit ■
Die Erfindung befaßt sich mit der Messung der Kurvenform
von Signalen, insbesondere mit der Messung des Zeitpunkts des Auftretens des Zeit/Amplituden-Schwerpunktes eines
Impulses oder eines Signals mit ähnlicher Kurvenförm,
dessen Amplitude während einer endlichen Zeit nicht Null
wird (oder oberhalb eines vorbestimmten Wertes liegt).
Das bevorzugte, aber nicht ausschließliche Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Bestimmung des Auftrittszeitpunktes
des Zeit/Amplituden-Schwerpunktes (Flächenschwerpunktes)
eines Ausgangssignals eines Massenspektrometers.
Die Erfindung wird in Anwendung auf die Massenspektrometrie
beschrieben.
Um Aufschluß über die Art und den Molekülbau chemischer
Proben zu gewinnen, kann man die Molekularmaxima und Fragmentipnenmaxima messen. Zweckmäßigerweise wird dabei
ein Massenspektrometer mit verhältnismäßig hohem Auflö-
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suhgsvermögen verwendet (etwa 10ÖÖÖ nach der 10% Minimumdefihitiöri,
d.h. wenn zwei Maxima gleicher Höhe aufgelöst
werden sollen, wenn die Amplitude des Massenspektrometerausgangssignals
zwischen den beiden Maxima bei i0% der Höhe des Maximums liegt), um die genaue Masse
der unbekannten Maxima durch Vergleich mit genau bekannten Massen von Maxima, die man durch eine Bezugsverbindung erhält, bei der es sich beispielsweise um Perfluorkerosen
oder Heptakosafluörtributylamin handeln kann, zu bestimmen*
Die Masse kann auf verschiedene Weise gemessen werden. '
Ein bekanntes Verfahren ist das des Maximumabgleichs, bei
dem das interessierende unbekannte Maximum und ein Bezugs maximum abwechselnd auf dem Bildschirm eines Oszillographen
wiedergegeben werden. Andere bekannte Ablenkverfahren beruhen auf der genauen Bestimmung der relativen Zeit
punkte während einer Ablenkung, in denen das unbekannte und das Bezugsmaximum auftreten.
Die genaue Masse unbekannter Maxima wird dann an Hand der Masse bekannter Bezugsmaxima und der bekannten Art,
mit der sich die Ablenkgeschwindigkeit ändert, die sich ihrerseits aus den Zeitpunkten der Bezugsmaxima ergibt,
berechnet. Bei den Ablenkverfahren kann es sich um sehr
einfache Verfahren handeln, z.B. um das Aufzeichnen eines Diagramms auf einem Papierstreifen, wobei die relativen '
Zeitpunkte, in denen die Maxima auftreten, an Hand einer eigens dafür vorgesehenen Zeitspur gemessen werden, die
eine genaue Zeitgeberschaltung erzeugt, oder es können sehr komplizierte und kostspielige Verfahren angewandt
werden, bei denen ein Digitalrechner über eine Schnittstelle
im On-line-Betrieb direkt mit dem Massenspektrometer verbunden ist» .
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Der Erfindung liegt daher im wesentlichen die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren und Gerät zum Bestimmen des Äuftrittszeitpunktes
des Zeit/Amplituden-Schwerpunktes eines ■ Impulses oder Signals mit ähnlicher Kurvenform anzugeben,
das gleichzeitig als eine billige Zwischenlösung den Anforderungen einer Massenmessung gerecht wird, die beschriebenen
Nachteile sehr einfacher Einrichtungen vermeidet
und dennoch mit der Genauigkeit einer digitalen Rechenanlage arbeitet.
Nach der Erfindung besteht das Verfahren zur Bestimmung
des Auftrittszeitpunktes des Zeit/Amplituden-Schwerpunktes
eines Impulses oder eines Signals mit einer anderen Kurvenform, dessen Amplitude während einer endlichen Zeit
größer als Null ist oder oberhalb eines vorbestimmten Wertes liegt darin, daß der zeitliche Verlauf des Signals
integriert wird, während seine Amplitude einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet, um ein erstes Integral zu
bilden, daß dieses erste Integral während der Zeit integriert wird, während der die Amplitude des Signals den
Schwellwert überschreitet, so daß ein zweites Integral gebildet wird, daß dann, wenn die Amplitude des Signals den
Schwellwert unterschritten hat, der Endwert des zweiten Integrals durch den Endwert des ersten Integrals dividiert
und dadurch ein Signal gebildet wird, das eine Zeitspanne
darstellt, und daß diese Zeitspanne von der Zeit bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Signalamplitude den Schwellwert
unterschritt und die Integration beendet wurde, subtrahiert wird, um dadurch den Auftrittszeitpunkt des Zeit/Amplituden-Schwerpunkts des Signals oder Impulses zu bestimmen.
Vorzugsweise wird dieses Verfahren zur Bestimmung der
Auftrittszeitpunkte von Maxima während einer Massenspektrometer-Ablenkung verwendet, wobei das Signal das Ausgangesignal
des Massenspektrometers ist.
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Das Gerät zur Ausführung des Verfahrens enthält nach der ·
Erfindung eine erste Integriervorrichtung zum Integrier-ren des Impulses oder zeitlichen Verlaufs des Signals.,.·
während seine Amplitude den Schwellwert überschreitet, eine der"ersten Integriervorrichtung nachgeschaltete
zweite Integriervorrichtung, die während der Zeit eingeschaltet ist, in der die Amplitude des Impulses oder Si-'
gnals den Schwellwert überschreitet, eine Dividiervor- .
richtung, die dann eiiischaltbar ist, wenn die Signalamplitude
den Sehwellwert unterschreitet, und das Ausgangs— signal der zweiten.Integriervorrichtung durch das Ausgangs signal der ersten Integriervorrichtung dividiert·
und ein Signal bildet, das eine Zeitspanne darstellt,
und eine Subtrafriervorrichtung, die das1 eine Zeitspanne-' darstellende
Signal von einem die Zeit bis zum Ende der
Integration darstellenden Signal subtrahiert und dadurch den Äuftrittszeitpunkt des Zeit/Amplituden-Schwerpunkts
durch, ein Signal darstellt. ..
Die Erfindung beruht auf der Tatsache,- daß», wie sich mathematisch
(durch Integralrechnung)- zeigen läßt;,, wenn
das Signal, bei dem es sich um das: Massenspektrometer—
Ausgangssignal handeln kann, den zeitlichen Verlauf F(t)
hat, wobei t die Zeit ist, und F(t) größer als der
Sehwellwert zwischen .den Zeitpunkten t = 0 und t = T ist,
für den Auftrittszeitpunkt t. des Schwerpunkts von P(t)
gilt t = T - TrHjH- , wobei G(T) der Wert des, zeitlichen
Integrals von F(t) im Zeitp,unkt t = T und H(T) der Wert des zeitlichen Integrals von. G(t) im Zeitpunkt t = T ist.
Vorzugsweise enthält das Gerät eine einen Auftrittszeitpunkt aufzeichnende und/oder anzeigende Vorrichtung,
Eine V/eiterbildung dieses Gc-räts besteht nach der Erfindung
darin, daß sv.'ischen der Subtrahiervorrichtung und
der Auf2eich:-junrs/:.nzei3e-Vorrichtun^ ein .,'■;:.jicher ange-
0l)(J8 8ß/ 1-9 4 3
ordnet ist, so daß, wenn Impulse oder Maxima mit einer Frequenz auftreten, daß es nicht möglich ist, eine Auftrittszeit
aufzuzeichnen oder anzuzeigen, bevor die nächste ermittelt worden ist, keine Auftrittszeitergebnisse
verloren oder verfälscht werden, wenn die Betriebsgeschwindigkeit der Aufzeichnungs/Wiedergabe-Vorrichtung
geringer als die der Integrier-, Dividier- und Subtrahierrvorrichtung
ist. · .
Vorzugsweise enthält das Gerät weitere Integriervorrichtungen geringerer Empfindlichkeit als die normalerweise
verwendeten Integriervorrichtungen und eine Wählvorrichtung zum Auswählen der Ausgangssignale der weiteren Integriervorrichtungen.
Durch die Verwendung von mehr als ein Paar von Integriervorrichtungen,
von denen jedes Paar eine andere Empfindlichkeit aufweist, läßt sich der dynamische Bereich des
Gerätes vergrößern. Die Ausgangssignale werden normalerweise vom empfindlichsten Paar abgenommen . Falls es jedoch in die Sättigung geht, wird das nächst empfindlichere
Paar von Integriervorrichtungen verwendet, usw. bis alle Integriervorrichtungen benutzt sind. Alle Integriervorrichtungspaare
integrieren gleichzeitig.
Obwohl man bei Anwendung der Erfindung auf ein Massenspektrometer nicht direkt die elementaren Zusammensetzungen eines Massenspektrums erhält, stellt die Erfindung
dennoch ein verhältnismäßig billiges Verfahren zur Ge winnung aller Informationen dar, die zur genauen Bestimmung
von Massen und mithin elementarer Zusammensetzungen
erforderlich sind.
Im folgenden werden bevorzugte Ausfuhrungsbeispiele der
Erfindung an Hand von Zeichnungen näher beschrieben.
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Fig. 1 stellt ein Blockschaltbild eines Geräts nach der Erfindung dar und .
Fig. 2 stellt eine Skizze einer typischen Aufzeichnung '
dar, die man mit Hilfe des Geräts nach Fig. 1 erhält.
Das Gerät nach Fig; 1, das zur Bestimmung der Auftrittszeitpunkte der Maxima während einer Massenspektrometer-Ablenkung
dient, hat einen Eingangsanschluß 10, der an den Ausgang eines (nicht dargestellten) Massenspektrometers
angeschlossen werden kann. An den Eingangsanschluß 10 schließt sich ein Zweifach-Integrator 12 an, der zwei
hintereinander geschaltete Integriervorrichtungen 14 und 16 enthält. Der Integrator 12 enthält noch zwei weitere
Integriervorrichtungen 18 und 20, die ebenfalls hintereinander geschaltet sind und eine geringere Empfindlichkeit
als die beiden Integriervorrichtungen 14 und 16 aufweisen.
Die Ausgangssignale der Integriervorrichtungen 14,16 und
18,20 sind über eine Wählvorrichtung 22 mit einer Dividiervorrichtung 24 verbunden. Die Wählvorrichtung 22 ist
so betreibbar, daß sie die Ausgangssignale der empfindlicheren Integriervorrichtungen 14,1.6 der Dividiervorrichtung
24 zuführt, sofern jene nicht gesättigt sind. In diesem Falle werden die Ausgangssignale der weniger
empfindlichen Integriervorrichtungen 18,20 durchgelassen. Eine Sättigung der Integriervorrichtung 14 und 16 wird
durch einen Amplitudenfühler in einer Steuerschaltung 30 festgestellt.
Der Integrator 12 kann weitere (nicht dargestellte) Integriervorrichtungspaare
mit fortlaufend abnehmender Empfindlichkeit enthalten, wodurch der dynamische Bereich
des Integrators 12 vergrößert wird. Dabei wird das ge-
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eignete Paar von Integriervorrichtungen (d.h. das emp-. findlichste nicht gesättigte Paar) durch die Wählvorrichtung
22 ausgewählt. Bei einer anderen Ausführung . ■
des Geräts können für jeden Kanal, in dem zwei Integratoren liegen (z.B. 14,16 und 18,20) eigene Dividiervorrichtungen
vorgesehen sein. Die Verbindungen zwischen den Integratoren und den jeweiligen Dividiervorrichtungen
sind dann von der Wählvorrichtung 22 unabhängig. Dann wird jedoch eine andere Wählvorrichtung zum Auswählen des Ausgangssignals der geeigneten Dividiervorrichtung,
in Abhängigkeit davon, welcher Kanal des Zweifachintegrators 12 in Betrieb ist, verwendet, um dasjenige
digitale Ausgangssignal zu bestimmen, das einer Gruppe
von Eingängen einer Subtrahiervorrichtung 44 zugeführt wird.
Ein. quarzstabilisierter Taktimpulsgeber 26 führt einem ;
Zähler 28 Impulse zu, der diese "Impulse addiert. Bei dem Zähler 28 kann es sich um einen Binär/Dezim.äl-Zähler
mit sechs Dekaden"handeln, der vom Taktimpulsgeber 26
alle 2,5 Mikrosekunden während einer zehn Sekunden dauerndenAbtastung
"öder Ablenkung des Massenspektrometers
einen Impuls erhält. ■
Ein in der Steuerschaltung 30 angeordneter Schwellwertdetektor ist ebenfalls mit dem Eingangsanschluß 10 verbunden
und spricht an, wenn das Ausgangssignal des Massenspektrometers einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet
. Wenn der Schwellwert überschritten wird, d.h.
wenn das Massenspektrometerausgängssignal auf ein Maximum
anzusteigen beginnt, wird der Schwellwertdetektor in der Steuerschaltung 30 vom nächsten Taktimpuls des Taktimpulsgebers 26 ausgelöst, so daß er den Integrator 12
betätigt und die Integriervorrichtung 14 mit der Integration des Massehspektrometerausgangssignals beginnt. Gleichzeitig
integriert die Integriervorrichtung 16 das Ausgangs-
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signal der Integriervorrichtung 14.
Wenn das Ausgangssignal des Massenspektrometers unter
den Schwellwert sinkt, d.h. wenn das Maximum beendet
ist, wird der Schwellwertdetektor in der Steuerschaltung 30 erneut vom nächsten Taktimpuls des Taktimpulsgebers
26 ausgelöst, so daß er eine Vorrichtung in der Steuer- ' schaltung 30 betätigt, die bewirkt, daß die Integriervorrichtungen 14 und 16 (oder 18 und 20, wenn sie verwendet werden) mit der Integration aufhören und die Dividiervorrichtung
24 das Ausgangssignal der zweiten Integriervorrichtung 16 (das zweite Integral H(T)) durch
das Ausgangssignal der ersten Integriervorrichtung 14 (das erste Integral G(T)) dividiert,. Wenn die weniger
empfindlichen Integriervorrichtungen 18 und 20 gewählt worden sind, dann dividiert die Dividiervorrichtung 24
das Ausgangssignal der Integriervorrichtung 20 durch das
Ausgangssignal der Integriervorrichtung 18. Wenn der' Schwellwertdetektor in der Steuerschaltung 30 am Ende
des Massenspektrometer-Maximums ausgelöst wird, bewirkt
er gleichzeitig, daß ein Speicherregister 32 den Zählerstand des Zählers 28 und mithin den Zeitpunkt Tr während
der Ablenkung oder Abtastung speichert, in dem die Integration beendet ist. Der Zähler 28 ist so ausgebildet,
daß sein Zählerstand erhalten bleibt, wenn dieser im Register
32 gespeichert wird.
Wenn die Dividiervorrichtung 24 die Division des zweiten
Integrals durch das erste Integral abgeschlossen hat, so daß sie ein Signal abgibt, das ein Maß für die Zeitspanne
- zwischen dem Auftrittszeitpunkt t des SchwerpunktstLes
Ausgangsimpulses des Massenspektrometers und dem Zeitpunkt T ist, in dem die Integration beendet ist
(d.h. dem Ende des Maximums oder Impulses), subtrahiert
ti/m\
eine Subtrahiervorrichtung 34 die relative Zeit ■■■■' $ die
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die Dividiervorrichtung 24 gemessen hat, von der im Register 32 gespeicherten absoluten Zeit T1, um den absor
luten Zeitpunkt t· zu ermitteln, in dem der Schwerpunkt
c ■ . ■ .
des Impulses oder Maximums während der Massenspektrometer-Ablenkung
bzw. -Abtastung auftrat.
Das Ausgangssignal der Subtrahiervorrichtung 34, das die
Zeit t« (= T1 — Bffi-) darstellt, wird über ein Schreibtor
36, das durch eine Schreibsteuerschaltung 38 gesteuert wird, einem Zwischenspeicher 40 zugeführt, der Register
enthält, die aufeinanderfolgende Ausgangssignale der Subtrahiervorrichtung 34 so lange speichern, bis sie
ausgedruckt werden können.
Eine Registerwählschaltung 42, die durch eine Druckst
euer schaltung ^,46 gesteuert wird, wählt die Register
des Zwischenspeichers 40 in der Reihenfolge aus, in der die Register Ausgangssignale der Subtrahiervorrichtung
speicherten, und leitet diese Signale über ein Druck-Tor 44, das von der Druck-Steuerschaltung 46 gesteuert wird,
in ein Druckwerk 48, wo sie ausgedruckt werden. Der Zwischenspeicher 40 verhindert, daß Ausgangssignale der
Subtrahiervorrichtung 34 verloren gehen oder verzerrt werden, wenn die Maxima schneller auftreten, als sie; vom
Druckwerk 48 ausgedruckt werden können.
Das Druckwerk 48 kann in verschiedener Weise ausgebildet
sein» Bei einer Ausführungsform können mehrere (nicht dargestellte) Galvanometer in einem Ultraviolett-Papier-Aufzeichnungsgerät
enthalten sein, das zum Aufzeichnen der Massenspektra verwendet wird, wobei die Anzahl der
Galvanometer gleich der Anzahl, der Dekaden des Zählers
ist. Jedes Galvanometer wird um die vier Datenbits seiner:
Jeweiligen Dekade ausgelenkt, und die Daten werden in
binär/dezimal-verschlüsselter Form als eine horizontal
auseinanderliegende Folge vertikaler Striche oder Aus-
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schlage auf dem Registrierstreifen aufgezeichnet, wobei
ein langer Strich beispielsweise eine binäre Eins und ein kurzer Strich eine binäre Null darstellt.
Um das zur Aufzeichnung der Ergebnisse erforderliche
Registrierpapier nicht zu lang werden zu lassen, also um Registrierpapier einzusparen, werden vorzugsweise die
den aufeinanderfolgenden Maxima entsprechenden Daten in vertikaler Richtung versetzt, und zwar abwechselnd nach
oben und nach unten um einen Betrag, der etwas größer als
die Höhe eines langen Strichs ist, so daß die ausgedruckten
Daten abwechselnd verschachtelt werden und keine horizontalen Abfände zwischen den auf dem Registrierpapier
ausgedruckten Datengruppen eingehalten zu werden brauchen.
Ein anderes Äusführungsbeispiel eines Druckwerks ist der
"Visiprinter11 von Honeywell, dessen Anschluß durch eine
gestrichelte Linie dargestellt ist, da es sich um eine alternative Äusführungsform handelt, und der Daten in
numerischer Form ausdruckt.
Ein anderes Ausführungsbeispiel eines Druckwerks ist ein
Streifenlocher 52, der es ermöglicht, später einem (nicht dargestellten) Off-line-Rechner genaue Zeitdaten zuzuführen,
der die Massen und mithin elementaren Zusammensetzungen genau berechnen kann.
Als eine weitere Alternative können die Maximum- oder
Impulsschwerpunktszeiten t· direkt vom Ausgang der Subtrahieryorrichtung
34 (über das Schreibtor 36) abgenommen und einem On-line-Rechner 54 zugeführt werden, so daß der
Zwischenspeicher 40 umgangen wird. Der Rechner kann die Massen der im Massenspektrometer analysierten Substanzen
genau berechnen, und die Ergebnisse werden vom Honeywell-* Visiprinter 50 oder dem Druckwerk 48 ausgedruckt. Statt-
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dessen kann auch ein.Schnelldrucker, der als Streifen-Drucker
(strip-printer) bekannt ist, verwendet werden.
Die Schwerpunktszeiten einiger Maxima werden nicht berechnet,
weil ihre Amplitude stets unter dem Schwellwert
liegt. Einige Schwerpunktszeiten können ausgelassen wer- /
den, wenn Maxima so häufig auftreten, daß der Zwischenspeicher
40 kurzzeitig vollständig gefüllt ist. Um zu
vermeiden, daß die Ergebnisse ,durcheinander geraten,
werden daher vorzugsweise in der Aufzeichnung des Massenspektrometer-Ausgangssignals
diejenigen Maxima oder Impulse gekennzeichnet, deren Schwerpunktszeiten bestimmt
wurden. Die Kennzeichnung kann durch eine zusätzliche Spur oder Linie in der Aufzeichnung der Ergebnisse er-.
folgen und als kurzer vertikaler Strich in der Nähe und
mit dem Maximum fluchtend, dessen Schwerpunktszeit bestimmt
wurde, ausgeführt sein. Das Fehlen.eines Striches
in der Nähe eines Maximums zeigt dann an, daß das Maximum
entweder unter dem Schwellwert lag oder der Zwischenspeicher
40 in dem betreffenden Zeitpunkt vollständig gefüllt
und mithin nicht in der Lage war, eine weitere Schwerpunktszeit zu speichern. Das Maximumkennzeichnungsgalvanometer
wird: durch ein Ausgangssignal der Schreibsteuerschaltung38
gesteuert. In Fig. 2 -sind derartige Kennzeichen dargestellt.
In Fig. 2 stellen 56 eine Aufzeichnung des Massenspektrometer-Ausgangssignals
und 58 eine Reihe von Kennzeichen dar, die mit denjenigen Maxima oder Impulsen fluchten
(zeitlichjzusammenfallen), deren Schwerpunktszeit bestimmt
wurde. Wie man sieht, sind den Maxima oder Impulsen 60
keine Kennzeichen zugeordnet, da diese Maxima 60 unter dem Schwellwert 62 liegen. 64 stellt schematisch eine
Zeile mit digital ausgedruckten Daten dar, wie sie der
Visiprinter 50 im Normalbetrieb des Geräts ausdruckt.
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Im folgenden, wird beschrieben, wie das Gerät auf einfache und zweckmäßige Meise geeicht werden kann.
Wenn das Gerät eingeschaltet ist, wird dem Eingangsanschluß
10 ein Rechteckimpuls mit einer Dauer von 0,5 Millisekunden,
vom: Taktimpulsgeber 26 zugeführt., .In diesem Falle liegt der Schwerpunkt in der Mitte des Impuls.es,
so daß die Zeit ττΗττ zwischen dem errechneten Schwer—..
punktszeitpunkt (tc) des Impulses und dem Ende des Im- . ;
pulses (T) Q ,,25 Millisekunden, betragen-sollte. Dies kann:,
durch Anschließen einer- geeign.eten. Prüfänzeigevorriciitung
66 an den Ausgang der Dividiervarrichtung' 24 festgestellt
werden. Wenn der Taktimpulsgeber 26 dem; Zähler 28 alle
2,5 Mikr ο Sekunden einen Impuls zuführt,, müßte die· Prüfanzeigevorrichtung
26 die Zahl 100. aaazeigeai. Wenn,, sie
eine andere Zahl anzeigt, bedeutet dies t daB aas Gerät
falsch geeicht ist. Mit' Hilfe (nicht - dargestellter) At>gleiehpotentiometer
im Zweifach-Integratqr 12 und in der.
Dividiervorrichtung 24 kann dieser Fehler korrigiert werden.
Für eine optimale Eichung werden künstliche Impulse
(Maxima) mit verschiedener Breite und Höhe verwendet
und das Gerät mit Hilfe der nicht dargestellten Abgleich-Potentiometer
im Zweifach-Integrator 12 und in der Dividiervorrichtung
24 zusätzlich abgeglichen.
Obwohl die Ausführungsbeispiele der Erfindung in Anwendung
auf ein Massenspektrometer beschrieben wurden, soll
dies nicht heißen, daß dieses Gerät nur für ein Massenspektrometer verwendet werden kann. Es kann vielmehr auch
irgendeine andere Vorrichtung an den Eingangsanschluß; 10
angeschlossen werden, die einen Impuls oder ein Signal
mit einem anderen Kurvenverlauf abgibt, dessen Zeit/ Amplituden-Schwerpunkt (Flächenschwerpunkt) bestimmt werden soll.
So kann die Erfindung beispielsweise in der Analogrechentechnik
angewandt werden.
009-886/194 3.
Claims (6)
1. Verfahren zur Bestimmung des Auftrittszeitpunktes des
Zeit/Amplituden-Schwerpunktes eines Impulses oder eines
Signals mit einer anderen Kurvenform, dessen Amplitude während einer endlichen Zeit größer als KuIl ist oder
oberhalb eines vorbestimmten Wertes liegt, da durch ge k e η η ζ e i c h η e t ,
daß der zeitliche Verlauf des Signals integriert wird, während seine Amplitude einen vorbestimmten Schwellwert,
überschreitet, um ein erstes Integral zu bilden, daß dieses
erste Integral während der Zeit integriert wird, während der die Amplitude des Signals den Schwellwert überschreitet
* so daß ein zweites Integral gebildet wird, daß
dann, wenn die Amplitude des Signals den Schwellwert unterschritten
hat, der Endwert des zweiten Integrals durch den Endwert des ersten Integrals dividiert und dadurch
ein Signal gebildet'wird, das eine Zeitspanne darstellt,
und daß diese Zeitspanne von der Zeit bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Signalamplitude den Schwellwert unterschritt
und die Integration beendet wurde, subtrahiert wird, um dadurch den Auftrittszeitpunkt des Zeit/Amplituden-Schwerpunkts des Signals oder Impulses zu bestimmen.
2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1,zur Bestimmung
der Auftrittszeitpunkte der Maxima während einer Massenspektrometer-Ablenkung oder -Abtastung, wobei das
Signal das Ausgangssignal des Massenspektrometers ist.
009 8 8 6/1943
3. Gerät zur Ausführung des.Verfahrens nacti Anspruch
1 oder 2,
gekennzeichnet durch
eine erste Integriervorrichtung (14) zum Integrieren des Impulses oder zeitlichen Verlaufs des Signals, während
seine Amplitude den Schwellwert überschreitet, eine der ersten Integriervorrichtung nachgeschaltete zweite Integriervorrichtung (16), die während der Zeit eingeschaltet
ist, in der die Amplitude des Impulses oder Signals den Schwellwert überschreitet, eine Dividiervorrichtung (24),
die dann einschaltbar ist, wenn die Signalamplitude den Schwellwert unterschreitet, und das Ausgangssignal der
zweiten Integriervorrichtung durch das Ausgangssignal der ersten Integriervorrichtung dividiert und ein Signal bildet,
das eine Zeitspanne darstellt, und eine Subtrahiervorrichtung (34), die das eine Zeitspanne darstellende Siganl
von einem die Zeit bis zum Ende der Integration darstellenden Signal subtrahiert und dadurch den Auftrittszeitpunkt des Zeit/Amplituden-Schwerpunkts durch ein Signal
darstellt.
4. Gerät nach Anspruch 3, , gekennzeichnet durch eine einen Auftrittszeitpunkt aufzeichnende und/oder
anzeigende Vorrichtung (48;50;52).
5. Gerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Subtrahiervorrichtung (;54) und der Aufzeichnungs/Anzeige-Vorrichtung
(48;50;52) ein Speicher (40) angeordnet ist, so daß, wejan Impulse oder Maxima mit
einer Frequenz auftreten, daß es nicht möglich ist, eine Auftrittszeit aufzuzeichnen oder anzuzeigen, bevor die
nächste ermittelt worden ist, keine Auftrittszeitergebnisse verloren oder verfälscht werden, wenn die Betriebsgeschwindigkeit
der Aufzeichnungs/Wiedergabe-Vorrichtung (48;50j52) geringer als die der Integrier-, Dividier- und
Subtrahiervorrichtung (14,16,24,34) ist.
009886/1943
— A R —
6. Gerät nae& eia«m"-der Aiisprüche'3 bis 5y .·-. ^. -· ■
gekennzeichnet durch .-':■; ·
weitere Integriervarrichtungen (18,20) geringerer' Emp*- :
findlichkeitäl^ die-normalerweise verwendeten. Integrjiervorrichtungen
(ή4;16:) sand eine Wählvorrichtung (22) zum
Auswählen der Äusgangssignäle der weiteren Integriervorrichtungen (18^,200% .
0098 86/ 19 4
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