DE2017479A1 - Hochmolekulare Copolymere, ihre Verwendung und Herstellung - Google Patents
Hochmolekulare Copolymere, ihre Verwendung und HerstellungInfo
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- DE2017479A1 DE2017479A1 DE19702017479 DE2017479A DE2017479A1 DE 2017479 A1 DE2017479 A1 DE 2017479A1 DE 19702017479 DE19702017479 DE 19702017479 DE 2017479 A DE2017479 A DE 2017479A DE 2017479 A1 DE2017479 A1 DE 2017479A1
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F210/00—Copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond
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Description
9 Π1 7 A 7 Q
KoLNl4DEiCHMANNHAUS
Köln, den 10.4.197-0 Ke/Ax
MONTECATINI ED I SO N S.p.A.,
fforο Buonaparte 31, Mailand (Italien).
Hochmolekulare Copolymere,-ihre Verwendung und Herstellung
Die Erfindung betrifft A'thylen-Propylen-Dieyclopentadien-AlkyltricycloCö^,1,0
* )4,9-undecädien-Copolymere
und ein Verfahren zu ihrer Herstellung unter Verwendung
von Katalysatoren vom Ziegler-Natta-Typ.
Die italienische Patentschrift 741 045 der Anmelderin
"beschreipt die Herstellung von Ä'thylen-Propylen-Alkyltricycloundecadien-Copolymeren
unter Verwendung von löslichen Katalysatoren oder Katalysatoren, die im flüssigen
Polymerisationsmedium fein dispergiert sind. Die hierbei erhaltenen Terpolymeren sind bereits auf Grund ihres
niedrigen Gehalts an ungesättigten Stellen (1,5 bis 2 Gew.-$) nach bekannten Verfahren .leicht vulkanisierbar
und zeigen besonders hohe Vulkanisationsgeschwindigkeiten.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß Äthylen-Propylen-Elastomere,
die die gleiche Vuikanisierbarkeit
und hohe Vulkanisationsgeschwindigkeiten zeigen, hergestellt werden können, wenn im Verlauf der Herstellung
dieser Elastomeren das Alkyltricycloundecadien durch ein
009842/1833
_ 2 —
Gemisch von Alkyltrlcycloundecadien und Sicyclopentadien
in Molverhältnissen zwischen 5?1 und 1s5 ersetzt wird.
Da Dicyclopentadien und Alkyltricycloundecadien in Gegenwart
von Äthylen und Propylen völlig vergleichbare PoIymerisationsgeschwindigkeiten
haben, treten durch den vorstehend genannten Ersatz keine Komplikationen "beim
(^polymerisationsverfahren auf. Dieser Austausch bringt im Gegenteil einen großen wirtschaftlichen Vorteil beim
Verfahren zur Herstellung von Ätbylen-Propylen-Alkyltricycloundecadien-CopolymereVn
mit sich, da wenigstens die Hälfte der notwendigen Menge an Alkyltricycloundecadien
durch ein anderes, billigeres Dien, nämlich Dicyclopentadien ersetzt werden kann.
Die A'thylen-Propylen-Dicyclopentadien-Alkyltricycloundecadien-Copolymeren
gemäß der Erfindung werden nach Verfahren hergestellt, die in der oben genannten Patentschrift
der Anmelderin beschrieben sind. Im Einzelnen wird die Polymerisation unter Verwendung von Katalysatoren
durchgeführt, die vorzugsweise im Polymerisatiοnsmedium
löslich oder fein dispergiert sind, ein Halogen enthalten und durch Umsetzung der nachstehend genannten
Bestandteile (a) mit den'Bestandteilen (b) erhalten werden! '
a) Hydride oder metallorganische Verbindungen von Beryllium, Aluminium und Lithium-Aluminium, z.B.
Berylliumdialkyle, Aluminiumtrialkyle, Mthiumaluminiumtetraalkyle,
Berylliumalkylchloride, Aluminiumalkylchloride (Mono-, Di- oder Sesquichloride),
Aluminiumphenylbromide, Litbiumaluminiummonofluortrialkyle
und Berylliumphenyloodid.
b) Vanadinverbindungen, die in Kohlenwasserstoffen löslich sind, z.B. Vanadinhalogenide und -oxyhalogenide,
Vanadin- und Vanadylalkoholate, Vanadin- und Vanadylacetylacetonate,
Vanadin- und Vanadylhalogenalkoholate
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.I1 -.ι·' /=■
und -halogenacetylaoetonateund Komplexe, die aus Vanadinhalogeniden
und Yanadinoxyhalogeniden mit Lewis-Basen
erhalten werden..
Bevorzugt werden Katalysatoren, in denen wenigstens eine
der Komponenten a) oQer b) ein Halogenatom enthält. Die
Polymerisation wird bei Temperaturen zwischen -80° und
+1550C*: vorzugsweise zwischen -30° und +3O0C durchgeführt,
da in diesem Bereich die vorstehend genannten Katalysatoren ihre höchste Aktivität und Stabilität haben,
Die Polymerisation wird in der Flüssigphase in Gegenwart
oder Abwesenheit von Lösungsmitteln für das gebildete Copolymere durchgeführt. Als Lösungsmittel eignen sich
beispielsweise aliphatisch^, aromatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe. Chlorierte Köhlenwasser-
stoffe, die mit den verwendeten Katalysatoren nicht reaktionsfähig sind, z.B. Chlorbenzol, Tetraohloräthylen
und Methylchlorid, können ebenfalls verwendet werden.
Wenn in Abwesenheit von Lösungsmitteln gearbeitet wird,
* besieht das flüssige Polymerisationsmedium überwiegend £0 aus einem verflüssigten Äthylen-Propylen-Gemisch, in dem
das gebildete Copolymere unlöslich ist. In diesem Fall
- findet die Polymerisation "in Suspension* statt. Zur
Herstellung von Polymeren mit einem nicht zu hohen Molekulargewicht
können beim Verfahren gemäß der Erfindung bekannte* Molekulärgewichtaregler, z.B. Wasserstoff oder
■ · "-' zinkalkyle, verwendet werden.
'4\xt Herstellung von Copolymeren mit sehr homogener Zusammensetzung
müssen die Verhältnisse zwischen den Konzentrationen der vier Monomeren im flüssigen Polymerisatiönsmedium
während der gesamten Polymerisation konstant gehalten werden. Durch Änderung dieser Verhältnisse kann
die Zusammensetzung der Copolymeren innerhalb eines weiten Bereichs variiert werden. Zur Herstellung von
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. ' ORlQlNALfNSPECTED
amorphen Copolymere^, die i^eniger als 85 .Mol-# Äthylen
enthalten* beträgt das !^©!verhältnis von Äthylen zu
Propylen in der Fluss igph'ase vorzugsweise 1i200 bis 1
Wenn dieses Verhältnis über 1§4 liegt, werden im allge-■ ■
meinen Polymere- erhalten 9 die die für Polyäthylen typische
Kristallinität habea» D®r bevorzugte Propylengehalt
liegt zwischen 50 and-15 Mol—^ sand der Anteil der beiden
Diene insgesamt zwischen O9I-und 20 Mol—$<,·
Das Molverhältnis von ALkyltricyeloundecadien und Dicyclopentadien
in den Copolymere?* liegt vorzugsweise zwischen
5s1 und 1s5, jedoch können gate Vulkanisationseigen- .
schäften aiach mit Copolymere« erreicht werden, ■ bei 'denen
dieses Verhältnis zwiaehen 1 s 10 und .1 Os 1 liegt.
Die Oopolymeraa gen&B üer Erfindung habeo eine lineare
Struktur^ äohö sie siaä frei von langen Verzweigungeß9
erkennbar an äes Satsaehes äaB sie praktisch die gleichen
Eigenschaftens insbesondere das gleiche Viskositätsverhalten
haben wie "bekaaot® lineare ItMyIeo-PropyIea-Oopolymereo
Die Gopolymerisa geaii der 1^fladimg Ssa'beo Molekularge=»
wieirtSj öle im allg©aslasn über 20000 .liegen, äohe "
.Uwe Grensviskositätsß liegen über O05 öl/g» bestisamt
Io SetrahyarOoapIitihaliQ tesi 135°G oä®T Iq Toluol "bsi 300C
3©i eiaera 'GaJjalt asa osgissEtirigtea Süellea toq oiehr als
©94 MoX-^ sind, die 0©pol;pa©r@o gesaäl öer Erfiaduag aaoli
üblichen Vulkanisatioas^erfahren;, goBo oat er \
lg©rn «nd HuS0 leieht
Eioe Äßzahl" voa TKilfeaaiisatiößsgeselawiiaäigksitsa ist la den
folgenden Beispi@l@a geaaaiito DIss® Beispiele seigea ■
fe^aerj, daß die ^ulteaalslsrten Go polymere ο awsgeseicli·=-
taste physikaliscliSo eselaaaisohe und öjnaiaiaelie ligeo-'
AL INSPECTED
• ' schäften haben. Auf Grund'dieser Eigenschaften können,
die Copolymeren gemäß der Erfindung auf allen Gebieten
verwendet werden, auf denen Naturkautschuk und andere Synthesekautschuke verwendet werden, da sie die letzteren
ohne weiteres ersetzen können» · ''
Die Reaktionsapparatur besteht aus einem Glaszylinder, der einen Durchmesser von 10 cm und ein Fassungsvermögen
von 4000 ml hat und/mit einem Rührer, Thermometer - und Eintritts- und Austrittsleitungen für die Gase versehen
ist. Das Gaseinführungsrohr ist bis zum Boden des Reaktionsgefäßes geführt und endet in einer Frittenschei-.
be.
In den Reaktor, der durch Eintauchen in ein Temperaturbad
bei -200C gehalten wurde, wurden 3000 ml n-Heptan, 2 ml
Dicyclopentadiene 2 ml 4-Methyltrieyelo(6,2,19O2»^)4,9-undecadien
und 0,3 Millimol Zinkdiäthyl gegeben...Durch
das Gaseinführungsrohr wurde ein Gemisch von Propylen und Äthylen im Molverbältnis von 2:1 eingeführt. Dieses
Gemisch wurde in einer Menge von 1200 Hl/Stunde umgewälzt/
.
Nach einer Sättigungszeit von 30 Minuten wurden 7,5 Millimol Aluminiumdiäthylchlorid und 0,25 Millimol Vanadyldiacetylaeetonat
als Lösung in 20 ml Toluol in den Reaktor eingeführt. Während des Versuchs wurde das Propylen-Äthylen-Gemisch
kontinuierlich in einer Menge von 1200 ΕΤΙ/Stunde zugeführt und abgeführt.
Nach 30 Minuten, gerechnet von der Zugabe des Katalysators,
wurde die Reaktion durch Zusatz von 10.ml Methanol
abgebrochen. Das Produkt wurde in einem Scheidetrichter
durch wiederholtes Waschen mit verdünnter Salzsäure und dann mit Wasser und abschließend mit einem Aceton-Methanol-Gemisch
gereinigt. Nach dem Trocknen unter vermin-
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dertein Druck wurden 58 g eines festen Produkts erhalten, ·
das röntgenamorph war, wie ein nicht vulkanisiertes
Elastomeres aussah und in siedendem n-Heptan löslich war.
Die Infrarotanalyse ergab, daß das Produkt 32 Gew.-^
Propylen, 1,8 Gew.-s£ Dicyclopentadien und 2,3 Gew.-$
Methyltricyclöimäecadien enthielt. Die Mooney«Viskosii;ät
(ML-4 bei 1000O) betrug 103.
.100 Gew,-Teile des Copolyraeren wurden mit 80 Gfew.-Teilen
ISAF-Ruß, 5,5 Gew.-Teilen Öl "Plexon 766», 1 Gew.-Teil
Stearinsäure, 5 Gew.-Teilen Zinkoxyd, 0,75 Gew.-Teilen
Mercaptobenzothiazolj 185 GeWe-TeiLsn Tetramethylthiuramfc
monosulfid und 1,5 Gew.-Teilen Schwefel gemischt» Die
Mischung wurde in einer Presse bei 15O0C unterschiedlich
lange vulkanisiert. Die Eigenschaften der Vulkanisate
sind in der folgenden Tabelle genannt.
Vulkanisationszeit, Min.
2 Zugfestigkeit, kg/cm
Bruchdehnung, i»
Elastizitätsmodul bei
200%Dehnung, kg/cm2 28 54 63 70 68 65 64
200%Dehnung, kg/cm2 28 54 63 70 68 65 64
Elastizitätsmodul bei
3009$Dehnung, kg/cm2 ' 58 107 125 133 138 138 139
j Formänderungsrest, % 36 22 11 10 10 8 8
w Die vorstehenden V/erte zeigens daß der maximale Vernet-
zungsgrad (feststellbar aus den Werten des Elastizitätsmoduls)
nach 90 Minuten erreicht ist. Nach 60 Minuten
betrug der Vernetzungsgrad etwa 95$ des maximalen Wertes.
Der Versuch wurde unter den gleichen Bedingungen wie der
in Beispiel 1 beschriebene Versuch, jedoch unter verwen-,
dung eirjes Gemisches von 3 ml Dicyclopentadien und 1 ml
Methyltricycloundecadien durchgeführt. Hierbei wurden 50 g eines amorphen Copolyrneren erhalten, das 33 Gew.-$
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| 15 | 30 | 60 | 90 | 120 | 180 | 240 |
| 242 | 232 | 215 | 176. | 208 | 203 | 206 |
| 690 | 500 | 420 | 370 | 400 | 390 | 390 |
Propylen, 3,4 Gew.-36 Dlcyclopentadien und 1,5
Metbyltricycloundecadien enthielt und eine Mooney-Viskosität
von 97 hatte.
Das Copolymere wurde in der gleichen Mischung und unter den gleichen Bedingungen, wie in Beispiel 1 beschrieben,
vulkanisiert. Die Sigenschaften der Vulkanisate sind in
der folgenden Tabelle genannt»
Vulkanisatiohszeit, Min. 15 30 60 90 120 180 240
Zugfestigkeit, kg/cm2 ,232 239 238 226 239 222 221
Bruchdehnung, $ 780 610 500 460 480 450 440
Elastizitätsmodul bei
2OO56 Dehnung, fcg/cm2 27 38 53 58 54 56 61
£iasti*itätsaodul bei
300Ji Dehnung, kg/cm2 50 75 107 117 113 116 117
? Formiixterungsreafc» % 40 26 18 16 16 \2. 14
Die vorstehenden Werte zeigen, daß das Copolymere eine ähnliche Vulkanisationegesch^indiglreit ha'c wie das gemäß
Beispiel 1 hergestellte Cop·.-<■ \r-:m?ν-.
Die Copolymerisate» wurde unter den iß '^sianie 1 ί ee«
öanqten Beaini«s|«j(j «ater Verwendung von 4 ml 4-Methy!«
tricyolo(6,2,1»0^y)-4i9-undecadien durchgeführt, Hierbei
wurden 44 g ein#s Copolymeren erhalten, das eine Mooney-=
Tiskosit^t von 129 hatte und 35 Gew.-ji Propylen and
3»5 &ew«-ji Methyltricyclounäecadien enthielt« Das Copoly-.
mere wurde in der gleichen Mischung und unter den gleichen Bedingungen, wie in Beispiel 1 beschrieben, vulkanisiert.
Die Eigenschaften der Vulkanisate sind in der folgenden Tabelle genannt·
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| 15 | 30 | 60 | 90 | 120 | 180 | 240 |
| 227 | 192 | 186 | 183 | 190 | 186 | 184 |
| 560 | 440 | 370 | 340 | 350 | 340 | 340 |
Vulkanisationszeit,Min,
Zugfestigkeit, kg/cm Bruchdehnung, $
Elastizitätsmodul bei
200$ Dehnung, kg/cm2 57 73 83 86 79 80 87
200$ Dehnung, kg/cm2 57 73 83 86 79 80 87
Elastizitätsmodul bei
300$ Dehnung, kg/cm?, 108 148 157 162 158 159 166
j Formänderungsrest, % ■ 25 15 10 9 8' 8 8
Die vorstehenden Weite zeigen, daß das Copolymere eine
ähnliche Vulkanisationsgeschwindigkeit hat wie die in den
Beispielen 1 und 2 beschriebenen Copolymeren.
Die Copolymerisation wurde unter den in Beispiel 1 genannten Bedingungen unter Verwendung von 4 ml Dicyclopentadien
durchgeführt«, Hierbei wurden. 53,8 g eines amorphen Polymeren erhalten, das eine Mooney-Viskositat
von 82 hatte und 32 Gew.-$ Propylen und 3»5 Gew.~$
Dicyclopentadien enthielt.
Das Copolymere wurde in der gleichen Mischung und unter den gleichen Bedingungen, wie in Beispiel 1 beschrieben,
vulkanisiert. Die Eigenschaften der Vulkanisate sind in der folgenden Tabelle genannt.
»VulkanisationszeitjMin,
ο Zugfestigkeit, kg/cm
25 Bruchdehnung, $
Elastizitätsmodul bei
200$ Dehnung, kg/cm2 18 26 38 44 53 54 56·
Elastizitätsmodul bei
300$ Dehnung, kg/cm^ 30 52 77 94 106 112
Formänderungsrest, # ^0 50 2A 24 24 14
Die vorstehenden Werte zeigen, daß die Vulkanisations-
| 15 | 30 | 60 | 90 | 120 | 180 | 240 |
| 190 | 224 | 246 | 216 | 235 | 238 | 236 |
| 820 | 680 | 590 | 490 | 490 | 480 | 460 |
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tAD
geschwindigkeit viel niedriger ist als bei dem in den %
Beispielen 1 und 2 beschriebenen Copolymeren. Die Werte des Elastizitätsmoduls bei 300$ Dehnung stiegen mit der
Vulkanisationszeit. Beispielsweise betrug nach 60 Minuten
der Wert des Moduls 65$ des nach 240 Minuten gemessenen
Wertes. ■ .
Äthylen, Propylen, Dicyclopentadien und 4,^-Dimethyltricyclo(6,2,1,0
' )-4,9-um3ecadien wurden unter den
gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 unter Verwendung von 2 ml Dimethyltricycloundecadien bei einem Propylen/Äthylen-Molverhältnis
von 3 s1 copolymerisiert. Hierbei wurden 47 g eines Produkts erhalten, das eine Mooney-Viskosität
von 125 hatte und 40 Gew.-$ Propylen und 2,2 Gew.-$ Dicyclopentadien enthielt. Dieses Copolymere
j wurde in der gleichen Mischung und unter den gleichen Bedingungen, wie in Beispiel 1 beschrieben, vulkanisiert.
Die Eigenschaften der V.ulkariisate sind in der folgenden
Tabelle genannt. . ■ ■ . "
20- Vulkanisationszeit, Min. 15 30 60 90 12Ox 180 240
Zugfestigkeit, kg/cm2 235 212 190 182 197 198 196
Bruchdehnung, fo 650 480 410 370 370 380 370,
Elastizitätsmodul bei .
200$ Dehnung, kg/cm2 32 53 69 73 70 71 67.
Elastizitätsmodul bei ■ · ·
300$ Dehnung, kg/cm2 67 99 127 137 140 HO 139
Formänderungsrest, % | 36 16 10 8 10 10 10
Die Werte in der vorstehenden .Tabelle zeigen, daß das
Copolymere eine ähnliche Vulkanisationsgeschwindigkeit hat wie die in den Beispielen 1 und 2 beschriebenen
Copolymeren.
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| 15 | 30 | 60 | 90 | 120 | 180 | 240 |
| 237 | 231 | 203 | 204 | 211 | 205 | 202 |
| 730 | 580 | 440 | 420 | 420 | 400 | 400 |
- ίο - .
■ Beispiel 6
Dieser Versuch wurde, unter den gleichen Bedingungen wie
in Beispiel 59 jedoch unter Verwendung eines Gemisches
von 3 ml Dicyclopentadien und 1 ml 4,5-Dimethyltricycloundecadien
durchgeführt. Hierbei wurden 44,g eines Produkts erhalten, das eine Mooney-Viskosität von 112 hatte
und 37 Gew.-Jo Propylen und 3»1 Gew.-$ Dicyclopentadien
enthielt.
Das Copolymere wurde in der gleichen Mischung und unter
den gleichen Bedingungen,'wie in Beispiel 1 beschrieben, vulkanisiert. Die Eigenschaften der Vulkanisate sind in
Bk der folgenden Tabelle genannt.
Vulkanisationszeit,Min,
2
Zugfestigkeit, kg/cm
Zugfestigkeit, kg/cm
Bruchdehnung, $
Elastizitätsmodul bei
200$ Dehnung, kg'/cnr 25 38 56 59 61 62
Elastizitätsmodul bei'
300$ Dehnung, kg/cm2 45 ' 77 111 117 125 125
Pormänderungsrest, % 40 24 12 12 10 10
Die vorstehenden Werte „zeigen, daß das Copolymere eine
ähnliche Vulkanisationsgeschwindigkeit hat wie die in den Beispielen 1 und 2 beschriebenen Copolymeren.
Die Reaktionsapparatur bestand aus einem 1 1-Autoklaven
aus Glas, der mit einem Rührer und einem Thermoelement
versehen war. In diesen bei -200C gehaltenen Autoklaven '
v/urden 2 ml 4-Methyl-tricycloundecadien, 2 ml Dicyclopentadien,
0,3 Millimol Zinkdiäthyl, 7 Millimol A1(C2H5)2C1 und 500 ml Propylen in dieser Reihenfolge
gegeben. Nach der Einführung des Äthylens bis zu einem Druckanstieg von 1 A+,-.losphäre wurden 0,03 Millimol Vanadintriacetylaceton.
« als Lösung in 1,5 ml wasserfreiem
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Toluol zugesetzt. Während der Polymerisation wurde der
Druck durch wiederholtes nachdrücken von Äthylen konstant'
gehalten.
Die Polymerisation wurde nach 40 Minuten, gerechnet von
der Einführung der Vanadinverbindung, abgebrochen., Nach
der Entfernung von nicht umgesetzten Olefinen wurde das Polymere in Toluol gelöst, von Katalysatorresten gereinigt
und dann mit einem Aceton-Methanol-Gemisch koaguliert.
Nach dem Trocknen unter vermindertem Druck wurden 18 g Produkt erhalten. Die RÖntgenanalyse ergab,
daß das Produkt 3»7 Gew.-y» Propylen, 2,8 Gew.-# Methyltricycloundecadien
und 2,6 Gew.-# Dicyclopentadien enthielt. Seine Mooney-Viskositat betrug 147. Die Eigenschaften
der Vulkanisate sind in der folgenden Tabelle
15 genannt. .
Vulkanisationszeit, Min. Zugfestigkeit, kg/cm2 Bruchdehffung, fi
Elastizitätsmodul bei 20 200$ Dehnung, kg/cm2
Elastizitätsmodul bei 3OQJ6 Dehnung, kg/cm2
Porraänderungsrest, %
Die vorstehenden Modulwerte zeigen, daß das Copolymere
eine höhere Vulkanisationsgeschwindigkeit hat als ein
Äthylen'-Propylen-Dicyclopentadien-Copolymeres.
| 15 | 30 | 60 | 90 | 120 | 180 | 240 |
| 235 | 219 | 209 | 189 | 207 | 206 | 207 |
| 550 | 440 | 370 | 350 | 350 | 350 | 350 |
| 45 | 65 | 77 | 83 | 85 | 87 | 88 |
| 90 | 132 | 160 | 168 | 170 | 173 | 175 |
| 20 | 12 | 10 | 8 | 8 | 6 | 6 |
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Claims (21)
- .- 12 - - ' PatentansprücheX^J/Hochmolekulare, mit Schwefel vulkanisierbare ungesättigte Copolymere aus Äthylen, Propylen, Dicyclopentadien und Alkyltrieyclo-(6,2 1,0! ** )4,9-undecadienen.
- 2.) Copolymere nach Anspruch 1 mit einer in Tetrahydronaphtha lin bei 1
0,5 dl/g.lin bei 135°C bestimmten Intrinsic Viscosity von mehr eis - 3.) Copolymere nach Anspruch 1 und 2, enthaltend 15 bis 50 Pröpyleneinheiten und 0,1 bis 20 Mol# Gesamtdieneinheiten.
- 4.) Copolymere nach Anspruch >, enthaltend mindestens 0,4 Mol# ungesättigte Stellen.
- 5.) Copolymere nach Anspruch I bis 4, enthaltend Alkyltricyclo undecadien- und Dicyclopentadien-Einheiten im molaren Verhältnis zwischen 1:10 und 10:1, vorzugsweise zwischen 1:5 und 5ϊ1·
- 6.) Copolymere nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens 85 MoIJg Äthyleneinheiten enthalten und bei Prüfung mittels Röntgenstrahlen amorph sind.
- 7·) Copolymere nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Vulkanisationsgescjiwindigkeit beim Vulkanisieren mit üblichen schwefelhaltigen Mischungen größer ist als die eines Äthylen-Propylen-Dicyclopentadien-Copolymeren.
- 8.) Copolymere nach Anspruch 1 bis 7 aus Äthylen, Propylen, Dicyclopentadien und 4-Methyltricyclo-(6,2 1,0 *')-4,9-undecadien.009842/18332Ό17Α79
- 9.) Copolymere nach Anspruch 1 bis 7 aus Äthylen, Propylen, ·2 7Dicyclopentadien und 4,5-Dimethyltricyclo-(6,2 1,0 *')-4,9-undecadien.
- 10.) Verwendung von Copolymeren nach Anspruch 1 bis 9 in Sehwe- · fei oder schwefelabgebende Verbindungen als Vernetzungsmittel und Vulkanisationsbeschleuniger enthaltenden Gemischen, gegebenenfalls zusammen mit verstärkenden Füllstoffen, wie Ruß, zur Herstellung von vulkanisierten Elastomeren»
- 11.) Verfahren zur Herstellung von Produkten nach Anspruch 1 bis 10, dadurch.gekennzeichnet, daß man Äthylen, Propy-2 7 len, Dicyclopentadien und Alkyl-trieyclo-(6,2 1,0 ■ )-4,9-undecadiene bei Temperaturen im Bereich zwischen -80°. und 1200C mittels eines Katalysatorsystems ausa) mindestens einer metallorganischen Verbindung oder einem Hydrid von Beryllium, Aluminium oder Lithium-Aluminium und öb) mindestens einer in Kohlenwasserstoffen löslichen Vanadiumverbindungpolymerisiert und die Copolymeren gegebenenfalls in Schwefel oder schwefelabgebende Verbindungen enthaltenden Gemischen vulkanisiert.
- 12.) Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß man als Komponente a.) des Katalysator systems Aluminlumtrialkyle oder Aluminiumalkylhalogenide verwendet.
- 12.) Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß man als Komponente a) des Katalysator syst ems Aluminiumdiäthyl-' monochlorid verwendet.
- 14.) Verfahren nach Anspruch 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, „■■ daß man als Komponente b) des Kätalysatorsystems Vänadiumhalpgenide, Vanadiumoxyhalogenide, Vanadium- oderVanädyialkoholate, Vanadium- oder Vanadylhalogenalkoholate, Vana- '0098A2/1833dium- oder Vanadylacetylacetonate oder Vanadium- oder Vanadylhalogenacetylacetonate verwendet.
- 15.) Verfahren nach Anspruch 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß man als Komponente b) des Katalysatorsystems Komplexverbindungen aus Vanadiumhalogeniden oder -oxyhalogeniden mit Lewis-Basen verwendet.
- 16.) Verfahren nach Anspruch 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß man Katalysatorsysteme verwendet, in denen mindestens eine Komponente Halogen enthält.
- P 17.) Verfahren nach Anspruch 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß man die Copolymerisation bei Temperaturen im Bereich zwischen -30° und +J5O°C durchführt.
- 18.) Verfahren nach Anspruch 11 bis 17* dadurch gekennzeichnet, daß man die Copolymerisation in flüssiger Phase in Abwesenheit eines Lösungsmittels für das gebildete Copolymere durchführt.
- 19.) Verfahren nach Anspruch Xl bis 17, dadurch gekennzeichnet» daß man die Copolymerisation in flüssiger Phase in Gegenwart eines Lösungsmittels für das gebildete Copolymere fc durchführt.
- 20.) Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel chlorierte, gegenüber dem Katalysatorsystem inerte Kohlenwasserstoffe, aliphatische Kohlenwasserstoffe, cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe oder deren Gemische verwendet.
- 21.) Verfahren nach Anspruch 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß man in der flüssigen Polymerisationsphase bei einem molaren Verhältnis zwischen Äthylen und Propylen im Bereich zwischen 1:20" .uitl ii4 arbeitet.008842/1833SAD
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