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Anordnung zum Befestigen einer Deckplatte.
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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Befestigen einer waagerechten
Deckplatte, insbesondere einer Waschtischeinfassung, an einer senkrechten Wand.
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Das Anbringen waagerechter Abdeckplatten an senkrechten Wänden, insbesondere
in Einbaunischen, bereitet vielfach Schwierigkeiten, da sich die zwischen der Deckplatte
und der senkrechten Wand auftretende Stoßfuge nur mit verhältnismäßig großem Aufwand
klein halten und abdichten läßt. In dieser Stoßfuge sammelt sich nach kurzer Zeit
bereits Schmutz und Staub, so daß diese Ubergangsstelle unansehnlich aussieht.
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Ein Reinigen der übergangsstelle ist mühevoll, da aus der Stoßfuge
vielfach immer neuer Staub austritt. Bei Verwendung einer waagerechten Deckplatte
als Waschtischeinfassung kommt erschwerend hinzu, daß sich auf der Oberseite der
Deckplatte die Feuchtigkeit bis zur Stoßfuge erstreckt und in die senkrechte Wand
eindringen kann. Dies ist besonders bei Holzwänden sehr schädlich. Im übrigen trägt
die Feuchtigkeit aber auch dazu bei, den sich in der Stoßfuge sammelnden Staub zu
einem neben der Stoßruge verlaufenden Schmutz film zu verwandein.
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Einen dichten Abschluß zwischen der Deckplatte und der senkrechten'Wand
zu erreichen, ist durch Erhöhung der Bearbeitungsgenauigkeit theoretisch zwar denkbar,
in der Praxis Jedoch nicht erreichbar, auch wenn man den hierdurch verursachten
zusätzlichen AuSwand in Kauf nehmen würde. Wenn sich das
Material
der Deckplatte oder der Wand einige Zeit nach dem Einbau setzt oder verzieht, können
sich die Stoßfuge bilden, auch wenn der Einbau der Deckplatte mit besondere Genauigkeit
erfolgte.
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Hiervon ausgehend lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung
zum Befestigen einer waagerechten Deckplatte an einer senkrechten Wand zu schaffen,
mit der es möglich ist, zwischen der Deckplatte und der Wand einen vollständig dichten
Abschluß zu erzielen, ohne daß hierbei eine Erhöhung der Bearbeitungsgenauigkeit
erforderlch ist. Es gehört ferner zur Aufgabe der Erfindung, die Nachteile und Schwierigkeiten
des Standes der Technik zu beseitigen.
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Für eine Anordnung der eingangs genannten Art wird zur Lösung dieser
Aufgabe erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Wand eine dem Kantenverlauf der Deckplatte
angepaßte, waagerechte Nut aufweist, deren Höhe größer ist als die Höhe der Deckplatte,
und daß an der Unterseite der Deckplatte eine diese an die obere Nutwand oder eine
Auskleidung derselben pressende Andruckvorrichtung angreift.
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Durch die Anordnung nach der Erfindung wird es möglich, eine Deckplatte
an einer senkrechten Wand so zu befestigen, daß ein vollständig dichter Abschluß
entsteht. Durch das Andrücken der Deckplatte an die obere Nutwand oder eine Auskleidung
derselben wird erreicht, daß sich auch bei einem späteren Setzen oder Verziehen
der Wand oder der Deck platte Stoßfugen nicht bilden können. Bisher war vielfach
ein Nacharbeiten der Deckplatte an der Einbaustelle erforderlich, um die Größe der
Stoßfuge auf ein erträgliches Maß zu verringern. In vielen Fällen mußte die Stoßfuge
dennoch mit Fugenkitt oder dergleichen ausgeschmiert werden, der nach einiger Zeit
meist seine Farbe verändert oder Risse bildet, Ln
denen sich ebenfalls
Schmutz sehr gut sammeln kann. Das Abdecken der Stoßfuge zum Beispiel mit einer
Profilleiste läßt zwei neue Fugen entstehen, so daß auch dies keine geeignete Lösung
zur Behebung der Schwierigkeiten sein konnte. Dieser zusätzliche Aufwand entfällt
bei Anwendung einer Anordnung nach der Erfindung, so daß die gerade an der Einbaustelle
besonders teure Arbeitszeit trotz der Notwendigkeit, eine Nut in der Wand herzustellen,
insgesamt verkürzt wird. Die Nut erfordert kaum mehr Aufwand als zum Beispiel das
Herstellen von Falzen, Kehlen oder dergleichen, wie sie für dieeigentliche Befestigung
der Deckplatte vielfach verwendet werden.
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Bei einer Anordnung nach der Erfindung sind die Befestigungsfunktion
und die Dichtungsfunktion vereinigt, was zur Erleichterung der Montage erheblich
beiträgt. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Deckplatte selbst
an den an die Wand angrenzenden Kanten nicht mehr ganz so genau wie bisher bearbeitet
werden zu braucht, da die betreffenden Seitenflächen imerhalb der Nut liegen und
dort ein gewisser Raum zum Ausgleich von Ungenauigkeiten zur Verfügung steht Eine
besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist gegeben, wenn die Nut mit
einer im Querschnitt U-förmigen Zarge ausgekleidet ist, deren lichte Höhe größer
ist alE die Höhe der Deckplatte, und wenn die Andruckvorrichtung zwischen der unteren
Zargenwand und der Unterseite der Deckplatte angreift Die Zarge ermöglicht eine
gleichmäßige Aufnahme und Verteilung der von der Andruckvorrichtung sowohl nach
unten als auch nach oben ausgeübten Belastungskräfte, in-dem eine punktförmig angreifende
Belastung, die zur Beschädigung der Wand führen könnte, vermieden wird0 Auch ermöglicht
die Zarge eine besonders günstige Anordnung der Andruckvorrichtung, zum Beispiel
derart, daß gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung die untere Zargenwand breiter
ist als die obere Zargenwand
und daß die untere Zargenwand ein
Stück aus der Wand herausragt. Bei einer solchen Ausfuehrung können als Andruckvorrichtung
dienende Stellschrauben durch den herausragenden Teil der unteren Zargenwand hindurchgeführt
sein, wobei die Stellschrauben an der Unterseite der Deckplatte angreifen.
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In diesem Zusammenhang ist es gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
vorteilhaft, wenn in der IJnterseite der Deckplatte topfförmige Büchsen aus Metall
oder Kunststoff eingelassen sind, an deren Boden die tellschrauben aufliegen.
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Hierdurch wird die von einer jeden Stellsehraube ausgehende, punktförnig
angreifende Kraft so verteilt, daß eine Beschädigung der Deckplatte an der Unterseite
nicht auftreten kann.
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Bei Anwendung dei erfindungsgemäßen Anordnung zum Einbau der Deckplatte
in eine I4ische ist es vorteilhart, wenn die Zarge aus drei U-förmig zueinander
liegenden Teilen besteht und wenn der aus der Wand hervorragende Teil der unteren
Zargenwand an den freieii Enden der Zarge ein Stück ausgespart ist.
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In diese Aussparung läßt sich eine Abdeckung einsetzen, so daß die
Stirnseiten der Zarge nicht sichtbar werden.
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Der aus der Wand herausragende Teil der unteren Zargenwand kann insbesondere
bei der Anwendung der zuvor beschriebenenc Stellschrauben mit einem Verstärkung's
trei fen versehen sein.
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Die Unterseite der oberen Zargenwand erhält günstigerweise einen DichtungC5treifen,
der elastischer ist als das Material der Deckplatte und der Zarge.
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Bei einer vereinfachten Ausführungsform können als Andruckvorrichtung
auch Keile vorgesehen sein.
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Ein AusfUhrungsbeispiel der Erfindung wird nac}lRolgend anhand einer
Zeichnung näher beschrieben. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 die Vorderansicht
einer Einbaunische mit einer zwischen senkrechten Wänden eingesetzten waagerechten
Deckplatte; Fig. 2 eine Draufsicht auf die Darstellung nach Fig. 1;-Fig. 3 eine
Teilansicht einer Zarge in vergrössertem Maßstab; Fig. 4 als Schnitt in vergrössertem
Maßstab den Einbau der Deckplatte mittels einer Zarge in die Wand.
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In eine aus drei senkrechten Wänden 10 11, und 12 bestehende Einbaunische
ist eine Deckplatte 13 mit einem Waschbecken 14 eingesetzt. De Befestigung erfolgt
mittels einer U- förmigen, aus drei rechtwinklig zueinander abgebogenen Teilen bestehenden
Zarge 15, die Bohrungen 16 zum Durchführen von Zugankern 17 aufweist. Die Wände
10, 11 und 12 bestehen aus einem aus Mauersteinen gebildeten Wandteil 18 und einer
Putzschicht 19, die mit einer Verkleidung 20 aus Holz, kunststoff oder Fliesen abgedeckt
ist. Die Zarge 15 ist direkt am Wandteil 18 befestigt und wird an diesem durch die
Zuganker 17 gehalten.
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Die Zarge 15 hat eine obere Zargenwand 15a, eine untere Zargenwand
15b und einen zwischen diesen liegenden senkrechten Steg 15c. Die untere Zargenwand
15b ist breiter als die obere Zargenwand lfa. Letztere ist so breit, wie es der
Tiefe der Nut 21 in der Wand 10 entspricht. Der über die Verkleidung 20 herausstehende
Teil der unteren Zargenwand 15b ist mit einem Verstärkungsstreifen 22 versehen.
Im Bereich dieser Verstärkung sind Gewindebohrungen 25 angebracht, durch die Stellschrauben
24 hindurchgeführt sind. In din Unterseite der Deckplatte 13 sind topfförmige Büchsen
25 eingelassent an deren Boden die Stellschrauben 2 auflegen. Der Durchmesser
der
Büchsen 25 ist etwas größer gewählt als der Durchmesser der Stellschrauben 24, so
daß es hierdurch möglich ist, durch Verschieben der Deckplatte 13 deren Lage in
der Zarge 15 genau auszurichten, bevor die Stellschrauben 24 angezogen werden. Die
Unterseite der oberen Zargenwand 15a ist mit einem Dichtungsstreifen 26 verstehen,
der zum Beispiel aus Gummi oder einem anderen elastischen Dichtungsmaterial bestehen
kann. Der Dichtungsstreifen 26 dient nicht nur zur Abdichtung, sondern auch zum
Schutz der oberen Kunststoffabdeckung 27 der Deckplatte 13 vor einer Beschädigung
durch die aus Metall bestehende Zarge 15.
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Zum Einbau der Deckplatte 13 wird zuerst die Nut 21 in der Putzschicht
19 und in der Verkleidung 20 hergestellt. Anschließend wird die Zarge 15 mit den
Zugankern 17 an dem Wandteil 18 befestigt. Die Zarge 15 wurde bereits vorgefertigt
angeliefert, so daß sie bereits mit den Bohrungen 16, dem Verstärkungsstreifen 22,
den Gewindebohrungen 23 und dem Dichtungsstreifen 27 versehen war. Auch kann regelmäßig
bereits eine Aussparung 28 an den zur Vorderseite der Nische zeigenden Enden der
Zarge 15 vorhanden sein, so daß die Verkleidung 20 bis zu derjenigen Stelle herangeführt
werden kann, an der der Verstärkungsstreifen 22 beginnt. Wenn die Deckplatte 13
von der Stirnseite der Wände 10 und 12 ein StUck zurUcktreten soll, ist die Aussparung
28 in jedem Fall erforderlich0 Anschließend wird die Deckplatte 15 in die Zarge
15 hineingeschoben und ausgerichtet. Dann werden die Stellschrauben 24 durch die
Gewindebohrungen 23 geschraubt, so daß sie am Boden der BUchsen 25 aufliegen. Durch
festes Andrehen der Stellschrauben 24 wird die Deckplatte 15 gegen den Dichtungsstreifen
26, der hierbei zusammengepreßt wird, Imd gegen die obere Zargenwand 15a geflrti(kt,
so daß an dieser stelle ein
vollständig dichter Abschluß entsteht.
Es sind auch keine hervorspringenden Kanten oder dergleichen vorhanden, die ein
Sauberhalten dieser Über2angsstelle erschweren.
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Be zugszi ffe rnli s te 1o Wand 11 Wand 12 Wand 13 Deckplatte 14
Waschbecken 15 Zarge 15a Zargenwand 15b Zargenwand 15c Steg 16 Bohrung 17 Zuganker
18 Wandteil 19 Putzschicht 20 Verkleidung 21 Nut 22 Verstärkungsstreifen 27 Gewindebohrung
24 Stellschraube 25 BUchse 26 Dichtungsstreifen 27 Kunststoffabdeckung 28 Aussparung0