DE2016503A1 - Aus Baustahlmatten bestehende Bewehrung für winklige Bauteile aus Beton - Google Patents
Aus Baustahlmatten bestehende Bewehrung für winklige Bauteile aus BetonInfo
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Description
674 LANDAU/PFALZ · AM SCHÜTZE NHOF
6. April 1970
Bau-Stahlgewebe GmbH., Düsseldorf-Oberkassel
"Aus Baustahlmatten bestehende Bewehrung für winklige Bauteile aus Beton"
Die Erfindung bezieht sich auf eine aus Baustahlmatten
bestehende Bewehrung für winklige Bauteile, vorwiegend für eine symmetrisch ausgebildete Winkelstützmauer aus Beton.
Winkelstützmauern sind für den Stahlbetonbau typische Bauformen. Sie bestehen aus einem Mauerfuß, auf dem mittig
oder ausmittig die eigentliche Stützmauer aufgesetzt ist. Die Herstellung solcher Winkelstützmauern vollzieht sich üblicherweise
in der Form, daß zunächst der Mauerfuß mit einem entsprechenden Bewehrungskorb hergestellt wird, wobei Anschlußeisen
für die aufgehenden Teile der Mauer einbetoniert werden und daß dann die Wandbewehrung für diese aufgehenden Teile
eingebaut und diese Teile selbst betoniert werden.
Durch diese Unterbrechung der aufgehenden Bewehrung zwischen Mauerfuß und aufgehendem Mauerteil entsteht nicht nur
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ein Mehrverbrauch an Bewehrungsstahl, sondern auch an Arbeitszeit zum Einbau derselben. Dabei spielt es keine Rolle,
ob, wie auch schon bekannt geworden ist, für den Mauerfuß allein oder die aufgehenden Teile der Stützmauer Baustahlmatten
als Bewehrung verwendet werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Möglichkeit zu finden, um diesen zusätzlichen Material- und Arbeitszeitaufwand bei
der Herstellung von mittigen WinkelStützmauern aus Beton zu
vermeiden.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die für die Bewehrung des Mauerfußes sowie der aufgehenden Wände bestimmten
Bewehrungsteile aus einer einzigen ebenen Baustahlmatte durch mehrmaliges gleichsinniges Abkanten der Längsstäbe
hergestellt sind. Zweckmäßig verläuft von der am Mauerkopf zusammenhängenden Bewehrung jeweils ein Teil an den
beiden Außenseiten der Mauer bis zur Unterseite des Mauerfußes und weiter an den Außenseiten des Fußes, während die Enden der
Bewehrungsteile im Bereich des Mauerfußes auslaufen, wobei sich die einzelnen Bewehrungsteile sowohl im Bereich der Unterseite
des Mauerfußes als auch am Fuß der Mauer durchdringen.
Dabei können im Bereich der Bewehrungskörbe für den Mauerfuß zusätzliche Montagestäbe angeordnet sein.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine Bewehrungsmatte zur Herstellung einer solchen Bewehrung und sich dadurch aus-
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zeichnet, daß der Abstand des letzten Querstabes im inneren
Mattenbereich vom inneren Randquerstab um ein Vielfaches größer ist als der vorwiegend gleiche Abstand der
übrigen Querstäbe im inneren Mattenbereich. -
Bei dieser Baustahlmatte können die LängsstMbe und/
oder Querstäbe als Mehrfachstäbe ausgebildet sein bzw. unterschiedliche Querschnitte aufweisen, und die Randquerstäbe
einen lichten Abstand voneinander haben, der kleiner ist, als der lichte Abstand der übrigen Querstäbe, jedoch
mindestens so groß, daß eine einwandfreie Betonununantelung gewährleistet ist.
Die Erfindung umfaßt schließlich auch noch ein Verfahren zum Herstellen einer solchen Bewehrung, bei dem
zunächst die beiden querstabfreien Teile der Längsstäbe einer ebenen Bewehrungsmatte nacheinander durch dreimaliges
Abwinkein nach innen zu korbartigen Gebilden gebogen werden, in denen die Randquerstäbe dem ebenen inneren Mattenteil
benachbart liegen und sodann die inneren Mattenteile um die Mittellinie S-S annähernd um 90° im gleichen Sinne,
wie die korbartigen Randteile nach innen gebogen werden, wobei sich die Randteile gegenseitig durchdringen. Der Hauptvorteil
der erfindungsgemäßen Bewehrung für eine Winkelstützmauer aus Beton besteht darin, daß die gesamte Bewehrung, also
die Bewehrungsteile für den Mauerfuß, wie auch die für
die aufgehenden Wandteile aus einer einzigen Bewehrungsmatte hergestellt werden können, wobei jeglicher Stoß der Bewehrungs-
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stäbe zwischen Mauerfuß und aufgehenden Wandteilen entfällt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den beigegebenen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen»
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine zur Herstellung der erfindungsgemäßen Bewehrung zu verwendende
Bewehrungsmatte, die
Fig. 2 a bis h in schematischer Darstellung im Schnitt die einzelnen Phasen der Herstellung der Bewehrung
und
Fig. 3 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Bewehrung.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Bewehrung für eine Winkelstützmauer wird von einer ebenen Bewehrungsmatte
ausgegangen, wie sie in Fig. 1 in Draufsicht dargestellt ist. Die Matte besteht aus Längsstäben 1 und Querstäben 2.
Die Querstäbe 2 sind nur im inneren Bereich der verhältnismäßig langen Matte angeordnet. Zu den Rändern hin sind Bereiche
ohne Querstäbe vorgesehenr die Enden der Längsstäbe sind an den äußersten Rändern durch Randquerstäbe 3 zusammengefaßt,
die zweckmäßig paarweise vorgesehen sind.
Um zu einer erfindungsgemäßen Bewehrung zu kommen, werden, wie die Fig. 2 a bis h zeigen, einzelne Biegevorgänge
durchgeführt, die zweckmäßigerweise in der dargestellten Reihenfolge aufeinander folgen. So wird zunächst,
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wie Pig. 2 a zeigt, an einem Mattenrand ein Teil 4 nach unten,
d.h. zu der Seite hin abgebogen, auf der sich die Querstäbe und 3 befinden. Sodann wird in geringem Abstand von der Biegestelle
5 eine weitere Biegung bei 6 vollzogen, auf die wiederum
in größerem Abstand eine Biegung bei 7 erfolgt.
Auf diese Weise entsteht ein nahezu geschlossener Bewehrungskorb, in dem die Randquerstäbe 3 dem ebenen Teil des
inneren Mattenbereiches benachbart liegen. Sodann werden auf der gegenüberliegenden Mattenseite die gleichen Biegevorgänge
durchgeführt. Das Ergebnis ist dann die in Fig. 2 f dargestellte Bewehrungsform.
Schließlich werden noch im Bereich der Mittellinie S
zwei etwa im Abstand der oberen Wand dicke voneinander liegende Biegungen 3, 9 vorgenommen, wobei insbesondere bei der
Vornahme der Biegung bei 9 bewirkt wird, daß die an beiden
Mattenrändern vorhandenen Bewehrungskörbe aus den von Querstäben freien Mattenbereichen sich gegenseitig durchdringen
(Fig. 2 h). In der dadurch erhaltenen Bewehrung für den Mauerfuß können noch in den Eckpunkten zusätzliche horizontale
Stäbe 10, bzw. 11 nachträglich angeordnet werden.
Die Herstellung dieser Bewehrung kann entweder im Herstellerwerk im Wege der Vorfertigung oder direkt auf der
Baustelle erfolgen. Die Durchführung der Biegungen ist mit jeder handelsüblichen Biegemaschine möglich. Von besonderem
Vorteil ist, daß alle Biegungen in der gleichen Richtung verlaufen,
so daß ein Wenden der Matte während des Biegevorgangs nicht erforderlich ist.
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Eine weitere Ausfuhrungsform der erfindungsgemäßen Bewehrung
ist in Fig. 3 gezeigt. Abweichend von dem in Fig. 2 h dargestellten Bewehrungsgebilde, sind hier die die Randquerstäbe
3 enthaltenden Mattenränder nach oben aufgebogen. Dadurch wird gerade im Bereich der Einspannung der aufgehenden
Wandteile in das Mauerfundament eine bessere Verankerung der
die Einspannmomente aufnehmenden Stäbe erreicht.
Die in Fig. 1 dargestellte Matte stellt in Querrichtung
nur einen Ausschnitt aus einer Bewehrungsmatte dar. Die Querstäbe 2 und 3 können auch in größeren Längen angeordnet sein
und mit weiteren Längsstäben 1 verbunden werden. Damit kann die gesamte Bewehrung für eine sehr lange Stützmauer erstellt
werden.
Wenn auch die erfindungsgemäße Bewehrung vorwiegend für eine zweiseitige Winkelstützmauer angewendet werden soll, so
ist sie jedoch nicht darauf beschränkt. Es läßt sich auch für andere winklige Betonbauteile der gleiche Erfindungsgedanke
verwenden. So z.B. für Stützmauern, die nur einen einseitigen Fuß aufweisen oder auch für wandartige Träger mit
Kragplatten. In diesen Fällen muß jedoch jeweils von einer dem Zweck angepassten Baustahlmatte ausgegangen werden, die
entsprechend den Erfordernissen zu biegen ist.
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Claims (5)
- - 7 Patentansprüche :I l.J Aus Baustahlmatten bestehende Bewehrung für winklige Bauteile, vorzugsweise für eine symmetrisch ausge-, bildete Winkelstützmauer aus Beton, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Bewehrung des Mauerfußes sowie der aufgehenden Wand bestimmten Bewehrungsteile aus einer einzigen ebenen Baustahlmatte durch mehrmaliges gleichsinniges Abkanten der Längsstäbe hergestellt sind.
- 2.) Bewehrung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von der am Mauerkopf zusammenhängenden Bewehrung jeweils ein Teil an den beiden Außenseiten der Mauer bis zur Unterseite des Mauerfußes und weiter an den Außenseiten des Fußes verläuft und die Enden der Bewehrungsteile im Bereich des Mauerfußes auslaufen, wobei sich die einzelnen Bewehrungsteile sowohl im Bereich der Unterseite des Mauerfußes als auch am Fuß der Mauer durchdringen.
- 3.) Bewehrung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Bewehrungskörbe für den Mauerfüß zusätzliche·Montagestäbe (10) angeordnet sind.
- 4..) Baustahlmatte aus sich kreuzenden und in ihren Kreuzungspunkten miteinander verbundenen Längs- und Querstäben für die Bewehrung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand des letzten Querstabes (2) im inneren Mattenbereich vom inneren Randquerstab (3) um ein Vielfaches größer ist als der vorwiegend gleiche Abstand der übrigen Querstäbe (2) im inneren Mattenbereich.109845/0560
- 5.) Baustahlmatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstäbe (1) und/oder die Querstäbe (2) als Mehrfachstäbe ausgebildet sind, bzw. unterschiedliche Querschnitte aufweisen, und die Randquerstäbe (3) einen lichten Abstand voneinander haben, der kleiner ist als der lichte Abstand der übrigen Querstäbe (2), jedoch mindestens so groß, daß eine einwandfreie Betonumhüllung gewährleistet ist.™ 6.) Verfahren zum Herstellen einer Bewehrung nach Anspruch 1, mit Matten nach den Ansprüchen 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden querstabfreien Teile der Längsstäbe (1) einer ebenen Bewehrungsmatte nacheinander durch dreimaliges Abwinkein nach innen zu korbartigen Gebilden gebogen werden, in denen die Randquerstäbe (3) dem ebenen inneren Mattenteil benachbart liegen und daß dann die inneren Mattenteile um die Mittellinie S-S annähernd um 90° im gleichen Sinne wie die korbartigen Randteilefc nach innen gebogen werden, wobei sich die Randteile gegenseitig durchdringen.109845/0560
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