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"Verfahren zum Entnehmen von Gasproben und Gasbombe zum Durchführen
des Verfahrens".
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Die Erfindung betrifft ein Vorfahren zum Entnehmen von Gasprobon,
insbesondere flüssigg@sproben und eine Vorrichtung, insbesondere eine Gasbombe zur
Durchführung dieses Verfahrens.
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Herkömmlicherweise werden zum Entnehmen von Gasproben druckfeste Stahlbombon
verwendet, die schwer und unhandlich sind und keine rasche Probenahem zulassen.
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Überdies kann bei solchen Gas- bzw. Probenbomben Menge und Färbung
des Inhalts nicht festgestellt und die, Sildung von (Korrosions-) Flecken an der
Innenseite dor Somben nicht
beobachtet werden. Weiterhin kam oti
bereits vor, daß durch beim Aufschlagen erzeugte Funken bereits Brände oder Explosionen
ausgelöst nurden und die Methode, Gasproben unter Verwendung solicher Probenbomben
zu ziehen, ist überdies mit dem Nahcteil behaftet, daß man mit Rücksicht auf die
Materialeigenschaften keine Proben korrosiver Ga@e, wie HCl und H2S, zichen kann.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein neu@@ Verfahren zum Entneh@en
von Gasproben zu @ch@fften, das frei von den vorstehend genannten N@chteilen ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß die Gasproben mit Probebomben aus einem stoßfesten
bzw. berührungs@sicheren Harz entno@men werden, die an mindestens einem Ende mit
einem Stecker ausgerüstet sind, der ein Nad@lventil aufweist, das norm@lerweise
mittels einer F@derkraft in Schließstellung gehalten wird, indem man einen Stecker
der Probenbombe @o in eine Fa@sung einführt, die an dem B@hälter, aus dem die Gasprobe
ge@ogen werden soll, angeordnet und, wie der Stecker, mit einem normalerweise durch
Federkraft in Schließstellung gehaltenen Nadelventil ausgerüstet ist, daß gleichzeitig
die beiden Nadelventile des Steckers einerseits und der Bombe andererseits geörffnet
werden, eine dichte Verbindung zwischen Stecker und Fassung hergestellt wird und
das
hierauf durch die geöffneten N@delventile strömende Gas sich
in der Probenbombe sammelt.
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Die den Stecker der erfindungsgemäß verwendeten Probenbomben aufnehmenden
rassungon sind d an der Haupteinheit oder an Rohrleitungen der Anlage angebracht,
in der das zu untersuchende Gas erzeugt wird, Wenn man in der erfindungsgemäßen
Weise den Stecker einer Probenbonbe direkt in die Fassung einschiebt, so stoßen
die Spindeln der beiden Nadolventile alt ihren Spitzen aufeinander, wodurch die
beiden Nadelventile gegen die sie normalerweise in Schließstellung holtenden Federkräfte
geöffnet werden. so daß das zu untersuchende Gas in die Probenboe strömen kann.
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Wenn man die erfindungsg@mäß verwandeten Probenbomben mit einem zweiten
Stecker der vorstehend beschriebenen Bauart versieht, der beispielsweise am Boden
der Probenbombe angebracht wird, so kann man mittels einer eigenen F@seung das Gas
in der Probenbombe leicht spülen, um es durch Luft zu ersetzen und umgekehrt, indem
Man auf den zweiten Stecker die @weite, lose Fa@sung aufsetzt.
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Die erfindungsgemäß verwendeten Probenbomben können neicht nur preiswort
hergestellt, sondern aufgrund ihres geringen
Gewichts auch leicht
gebandhabt werden und bioten den wetteren Vorteil, daß die Probanahme rasch durchgeführt
werden kann, und daß man bei der Verwendung eines transparenten oder halbtransparenten
Materials Färbung und Menge ber in der Probenbombe befindlichen Probe und die Bildung
von (Korrosions-) Flecken im Inneren der Bombe sehen kann.
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Überdies weisen die erfindungsgemäß verwendeten probenbomben don Vorteil
auf, daß keine Gefahr einer Funkenbildung besteht, da sie au. berührung@sicherem
Material hergestellt sind und dadurch die Sicherheit bei der Probenahme erheblich
gesteigert wird.
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Da überdies nach der Lehre der Erfindung der Stecker und die Fassung
leicht und direkt miteinander gekuppelt werden können, braucht im Gegensatz zum
herkömmlichen Verfahren bzw.
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bei der Verwendung der Bislang üblichen Stahlbomben nicht jedesmal
eine Verbindung mittel@ eines Zwischenstücks aus berührungssicherem Gu@@irohr hergestellt
zu werden, wodurch die Schnelligkeit der Probenahrrle höher wird. Lin weiterer Vorteil
besteht darin; daß nur die in der Probenbombe enthaltene Luft ersetzt bzw. verdrängt
zu werden braucht.
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Die Erfindung wird nach@tehend unter B@zugnah@e auf figur 1, in der
das bekannte Verfahren darge@tellt ist, sowie die Figuren 2 und 3 b@schrieben, die
eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung erläutern.
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Beim herkömmlichen Verfahren wird, wie in Figur 1 dargestellt, eine
druckfeste Stahlbombe 1 verwendet. An einer Hauptanla@ ge Pl, die das zu untersuchende
Gas enthält oder zur lrseugung dieses Gases dient, oder aber an einer Rohrleitung
dieser Anlage ist ein Absperrorgan bzw. Ventil V1 angeordnet, das sum Entnehmen
einer Gasprobe mittels eines druckfesten Gummischlauchs 2 oder dgl. mit einem Mundstückabsperrorgan
bzw.
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Ventil V2 der Bombe 1 verbunden wird, worauf durch Öffnen von V1 und
V2 das zu untersuchende Gas in die Bombe 1 eingelassen wird, worauf V1 und V2 wieder
gezchlossen und die Bombe 1 durch Abziehen des Gummischlauchs 2 abgenommen wird.
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Um die Luft in der Bombe 1 und im Gummischlauch 2 bei der Probenahmo
verdrängen zu können, ist die Bombe 1 mit einem Ventil bzw. Absperrorgan V3 vers@hen.
Das als Probe zu entnehmende Gas wird dabei zunächst -in die Bonibe 9 eingeleitet
und dann durch das Ventil V3 gopreßt, um die im System enthaltene Luft vollständig
zu verdrängen.
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Wenn man nach einer derartigen Methode arbeitet, so ist die dazu bislang
verwendete Ausrüstung schwer und unhandlich, da eine druckfeste Stahlbombe verwendet
wird und die Probenahme kann nicht ra@ch durchgeführt werden.
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In Fig. 2 ist eine Probenbombe 1 aus einem druckfesten, berUhrungssicheren
Harz wie Nylon, Polycarbonat oder A.B.S.
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(Acrylnitril-Butadien-Styrol-Mischpolymerisat) dargestellt, das zweckmäßig
haibtransparent oder transparent ist. An der Spitze der Probenbombe 1 ist ein Stecker
P angebracht, der mit einem Nadelventil versehen ist, das aus einem Gehause 3 und
einer Spindol 8 besteht, die durch eine auf einem in den Vorderabichnitt 4 des Gehäuses
3 eingeschraubten Feder sitz 3 angeordnete Feder 6 stets gegen den Ventil sitz 7
gedrUckt und normalerweise in Schließstellung gehalten wird.
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Im Gehäuse 3 ist weiterhin eine ringförmige Einkerbung 9 ausgebildet,
deren Funktion später beschrieben wird. Der Stecker P besteht aus Lagerbronze, Gußeisen
oder druckfestem Harz.
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Weiterhin ist in Figur 2 eine Fassung S dargestellt, die an einem
(nicht dargestellten) Gefäß oder Rohr, aus dem Gasproben entnommen werden sollen,
angeordnet ist. Die Fassung S weist ein am Gasbehälter bzw. Rohr zu befestigendes
Gehäusestück iO, eine Ventilsitzplatte ii, ein den Stecker P aufnehmendes Aufnahmeteil
12 und eine Spindel 15 auf, die gewöhnlich von einer auf einer Federsitzplatte 13
angeordneten Feder 14 in Schließstellung gegen den Ventilsitz gepreßt wird.
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bs Aufnahmeteil 12 ist auf seiner Innenseite mit einer Anzahl von
über seinen Umfang verteilten Löchern 16 versehen, in die Jeweils eine Kugel 17
eingesetzt ist.
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Das Aufnahmeteil 12 der Passung 5 ist von einer verschiebbar angeordneten
Muffe 19 umgeben, die von einer Feder 18 in Richtung des pfeils zur Vorderseite
des Aufnahmeteils 12 hin das heißt in der Zeichnung nach rechts gedruckt wird. Bein
Einführen, des Steckers P in das Aufnahmeteil 12 der Fassung S wird die Muffe 19
gegen den Druck der Feder 18 nach links geschoben, wobei eine auf der Innenseite
der Muffe 19 vorgesehene (ringförmige) Vertiefung 20 über die in den Löchern 16
sitzenden Kugeln 17 zu liegen kommt. Da die Kugeln 17 mit einem gewissen Spiel in
den Löchern i6 angeordnet sind, kann man hierauf den Stecker P ausreichend weit
in die Öffnung des Aufnahmeteils 12 einschieben, so daß die ringförmige Einkerbung
9. des Steckers P unter die Kugeln 17 der Fassung S zu liegen kommt und die Ventil
spindeln 8 bzw. 15 des Steckors P bzw. der Fassung S aufein@nderstoß@n und sich
dadurch gegenseitig von ihren jeweiligen Vontil@it@en wegdrücken, so daß das zu
entnehmende Gas durch die beiden Ventile in die Probenbombe 1 strömen kann. Läßt
nan nun die Muffe 19 los, so wird sie durch die Kraft der Feder 18 nach rechts in
ihre Normallage zurückgedrückt und drückt dabei die Kugeln 17 nach innen, die dabei
in die ringförmige Vertiefung 9 des Steckers P eingreifen und dadurch den Stecker
P und die Fassung S fest miteinander kuppeln.
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Nach beendeter Probenahme wird die Muffe 17 nach link@ geschoben,
wodurch die Kugeln 17 freigegeben werden und. die
Kupplung zwischen
dem Stecker P und der Fassung S durch die Kraft der Federn 6 und 14 gelöst wird.
Die Fassung S be@ steht aus den gleichen Material wie der Stecker P. Beim Arbeiten
mit korrosivem Gas, wie HC1, wird zweckmäßig ein säurefestes Harz verwendet.
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Der Stecker P kann fest mit der Probenbombe 1 verbunden sein, jedoch
ist es vorteilhaft1 den Stecker P an der Probenbombe 1 mittels einer Schraubverbindung
zu befestigen, insbesondere in die Probenbombe 1 einzuschrauben, da dgr Stecker
P hierdurch leicht ersetzt werden kann und auch das Auswaschen der Probenbombe 1
durch einen abnehmbaren Stecker erleich tert wird. Wenn nur der Kopfteil der Probenbombe
t nit einen Stecker P versehen ist, so wird @weckmäßig an der Rohrleitung zwischen
der Fassung S und der Hauptanlage ein Zufuhrabsperrorgan und an eine@ Zweigrohr
der Rohrleitung ein weiteres Absperrorgan, insbesondere ein Rückschlagventil vorges@hen,
um bein Entnchmen einer Gasprobe die in der Probenbombe 1 befindliche Luft aus@pülen
bzw, abbl@@en zu können.
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Wenn solche Vorkehrungen getroffen mind, kann man die Luft in der
Probenbombe 1 vollstandig ersetzen bzw. verdrängen, indem man zunäch@t da@ Zufuhrabsperorgan
öffnet, nachdem die Fassung S und der Stecker P miteinander gekuppelt sind, um das
zu untersuchende Gas einaal einzuleiten, worauf dann das Zufuhr@bsperrorgan geschlossen
und das an der Zweigleitung angeordnote Absperrorgan bzw. Rückschlagventil geöffnet
wird.
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Hierauf kann man das zu untersuchende Gas in die Probenbombe i einleiten,
indem man das Rückschlagventil und das Zufuhrabsperrorgan öffnet.
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Wenn hingegen, wie bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform
am boden der Probenbombe 1 ein Stecker P' angeordnet ist, um die in der Probenbombe
i befindliche Luft bei dor Probenahme ersetzen bzw. ausspülen tu können, so kann
man die in dor Probenbombe 1 befindliche Luft abblasen, indem man eine weitere lose
Fassung S verwendet, in, die der Stecker P' eingeschoben wird. Eo ist klar, daß
der zweite Stecker P' nicht erforderlich ist, falls die in der Probenbombe t befindliche
Luft nicht abgeblasen zu werden braucht.
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Außerdem kann die Anordnung des zweiten Steckers P' beliotig gewählt
werden, das heißt, daß dor Stecker P' nicht unbedingt am Boden der Probenbombe 1
angeordnet zu@ werden braucht.
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Die Konstruktion des Steckers P und der Fassung S sind nicht auf die
in der Zeichunung dargestellten Ausführungsformen beschfäßkt. Beispielsweise kann
der Aufnahmeteil 12 der Fassung s durch Schlitzen in zwei Teile unterteilt werden,
so daß der Vorder. bzw. Spitzenabschnitt 4 des Steckers P, nachdem man die Muffe
19 nach links geschoben hat, @o in den Aufnahmeteil 12 ein@chiebbar ist, daß er
mit Preßsitz in dem Aufnahmeteil 12 stockt, worauf er durch Loslassen der
Muffe
19, die dann durch die Federkraft der Feder 18 nach rechts geschoben wird, festgeklemmt
und in dem geschlitzten Aufnahieteil 12 sicher gehalten wird.
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Weiterhin kann der Stecker P, wie bei der in Figur 3 dargestellten
Ausführungsform in der Passung S, die in diese@ Fall nicht mit einer Muffe 19 versehen
ist, sondern stattdessen an Aufnahmeteil 12 ein Au@engewinde aufweist, mittels einer
Überwurf@utter 21 und eines am Vorderteil 4 des Steckers P angeordneten Flansches
4' befestigt werden.