DE2015166B - Verfahren und Vorrichtung zum Anrei ehern von Kissen mit Duftstoffen oder ahn liehen Substanzen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Anrei ehern von Kissen mit Duftstoffen oder ahn liehen SubstanzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anreichern von Kissen mit Duftstoffen
od. ä. Substanzen, wie mentholha'igen Stoffen und
Desinfektionsstoffen.
Es ist schon eine Körperdecke oder -unterlage, insbesondere
Kopfkissen, mit einer Trägerschicht für verdunstende Heilmittel geschaffen worden, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß die Trägerschicht aus einem bei Körpertemperatur erweichenden und bei
niedriger Tempera'ur sich wieder verfestigenden Stoff
besteht, an den die Heilmittel gebunden sind.
Nachteilig bei der bekannten Körperdecke ist es, daß die Herstellung verhältnismäßig teuer ist und daß
im Nachherein normale Körperdecken bzw. Kopfkissen nicht mit der Trägerschicht ausgestattet werden
können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Kissen auf einfache Weise und mit langer Wirkdauer mit
Duftstoffen od. dgl. Substanzen anreichern zu können. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß die Stoffe in gasförmigem Zustand in das Kisseninnere eingeführt werden.
Bei dieser Verfahrensweise liegt der wesentliche Vorteil darin, daß die Stoffe sich vom Kisseninneren
her ausbreiten und sich an der Kisscnfüllung, insbesondere an den Federn oder Daunen, anlagern, so
daß die Abgabe der Stoffe nach außen sehr langsam und mit großer Vorratswirkung erfolgt. Auf diese
Weise können in Kissen die Atmung fördernde Stoffe, wie Menhol, eingegeben werden, um beispielsweise Erkältungen vorzubeugen; es können aber auch
andere Stoffe eingegeben werden, so beispielsweise für die Verwendung in Krankenhäusern Desinfektionsmittel
od. dgl.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt in der leichten Ausführbarkeit und in der leichten Widerholbarkeit
des Verfahrens, weil die gasförmigen Stoffe einfach durch Ansetzen einer Vorratsflasdie
an beispielsweise einen Anschlußstutzen am Kissen und Betätigen der Vorratsflasche in das Kissen eingegeben
werden können.
Die Erfindung ist vorteilhaft anwendbar nicht nur auf mit Federn oder mit Daunen gefüllte Kissen
(Schlafkissen, Sitzkissen, Sofakissen, Cocktailkissen), Betten oder Decken, sondern auch anwendbar für
fasergefüllte Kissen, schaumstoffgefüllte Kissen, Steppdecken od. dgl.
Das gasförmige Medium kann aus einer Vorratsflasche,
die eine lange Kanüle hat, in das Kisseninnere eingegeben werden. Es kann aber auch im Kissen
eine Schlauchleitung angeordnet sein, durch die das gasförmige Medium unter Ansetzen der Vorratsflusche
eingegeben wird, und durch die das Kissen ν η Zeit zu Zeit immer wieder mit neuem Medium versorgt
werden kann.
Bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist am Kissen
ein Anschlußstutzen befestigt, an dessen Inneneiide
sich eine flexible Schlauchleitung anschließt, die in das Kisseninnere hineingeführt ist. Durch die
Schlauchleitung wird der Duftstoff od. dgl. in d:r, Kissen hineingepreßt. Der Anschlußstutzen kann mit
oder ohne Ventil ausgeführt sein. Die Schlauchleitung kann am Ende offen sein, Gasdurchtrittsöffnungen
haben, oder so beschaffen sein, daß das Gas durch die dünne Schlauchwand hindurch diffundiert.
Vorzugsweise wird man für den Schlauch sehr leichten, flexiblen Kunststoff verwenden.
Ausführungsbeispiele d.^r Eriiiidung sind in der
Zeichnung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf ein Kissen mit eingelegter, gestrichelt gezeichneter Schlauchleitung und
F i g. 2 einen Anschlußstutzcn für ein Kissen.
Bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführung ist in einer Ecke des Kissens 1 ein Anschlußstutzen 2 angeordnet, auf dessen Innenende eine Schlauchleitung 3 i'Us flexiblem Kunststoff aufgesteckt ist. Die Schlauchleitung 3 ist in das Kisseninnere geführt und dort in Kreisform verlegt, was den Vorteil ergibt, daß sich die Schlauchleitung praktisch nicht verschiebt, wsnn sie allseitig von Federn oder Daunen umgeben ist. Der Anschlußstutzen 2 kann in die Kissenhülle eingeklebt sein, an der Kissenhülle mit Nieten od. dgl. befestigt sein oder mit der Kissenhülle vernäht sein.
F i g. 2 einen Anschlußstutzcn für ein Kissen.
Bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführung ist in einer Ecke des Kissens 1 ein Anschlußstutzen 2 angeordnet, auf dessen Innenende eine Schlauchleitung 3 i'Us flexiblem Kunststoff aufgesteckt ist. Die Schlauchleitung 3 ist in das Kisseninnere geführt und dort in Kreisform verlegt, was den Vorteil ergibt, daß sich die Schlauchleitung praktisch nicht verschiebt, wsnn sie allseitig von Federn oder Daunen umgeben ist. Der Anschlußstutzen 2 kann in die Kissenhülle eingeklebt sein, an der Kissenhülle mit Nieten od. dgl. befestigt sein oder mit der Kissenhülle vernäht sein.
Fig. 2 zeigt einen Anschlußstutzen 2 aus Kunststoff mit einem Rohrstück 4. welches seitliche Fahnen
5 aufweist. Die Fahnen sind sehr dünn und flexibel und haben Fadenlöcher, womit ein Annähen der
Fahnen an der Kissenhülle erleichtert wird. Möglich ist es auch, die Fahnen so dtinn auszubilden, daß sie
beim Annähen von der Nähnadel durchstochen werden können.
Claims (4)
1. Verfahren zum Anreichern von Kissen mit Duftstoffen od. ä. Substanzen, wie mentholhaltigen
Stoffen und Desinfektionsstoffen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stoffe in gasförmigem Zustand in das Kisseninnere eingeführt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch J, dadurch gekennzeichnet,
daß am Kissen (1) ein Anschlußstutzen (2) befestigt ist, an dessen Innenende sich eine flexible
Schlauchleitung (3) anschließt, die in das Kisseninnere hineingeführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlauchleitung (3) im Kisseninneren
in Form eines Kreises verlegt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußstutzen
(2) seitlich vorstehende Fahnen (5) zum Befestigen, insbesondere Annähen, an der
Kissenhülle hat.
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