DE2014524B2 - Vorrichtung zum Abscheiden von festen Teilchen aus Gasen - Google Patents
Vorrichtung zum Abscheiden von festen Teilchen aus GasenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abscheiden von festen Teilchen aus Gasen durch
mehrmaliges Umlenken des in einen aus in Strömungsrichtung konvergierenden Leitwänden gebildeten Gaseinlaßraum
eintretenden Gasstroms, dessen Auslaß eine mit Abstand zu diesem angeordnete Umlenkplatte
gegenüberliegt, durch die der Gasstrom längs der Rückseiten der Leitwände entgegen der Strömungsrichtung
im Gaseinlaßraum geführt ist, und mit im Abstand von den Rückseiten der Leitwände angeordneten,
zwischen sich jeweils einen Gasdurchlaß bildenden Jalousiewänden, die zusammen mit den Rückseiten der
Leitwände in Strömungsrichtung konvergierende Gasbehandungsräume bilden und den Gasstrom in mehrere
Einzelströme aufteilen, die anschließend wieder vereinigt zu einem Gasauslaß strömen.
Bei einer solchen aus der GB-PS 6 66 566 bekannten Vorrichtung gelangt der zu reinigende Gasstrom durch
einen etwa in der Mitte der Mantelfläche des Gehäuses vorgesehenen kreisringförmigen Einlaßquerschnitt, der
sich in die gleiche Richtung öffnet wie der an der einen Endseite des Gehäuses vorgesehene Gasauslaß nach
einer ersten Umlenkung in den Gaseinlaßraum hinein. Aus diesem als konvergierender Ringraum des Gehäuses
ausgebildeten Gaseinlaßraum kann der Gasstrom nach einer erneuten Umlenkung in die Gegenrichtung
nur durch einen relativ kleinen kreisringförmigen Öffnungsquerschnitt hindurch in einen zweiten Ringraum
eintreten, dessen eine Mantelfläche durch die Jalousiewände begrenzt ist Die Jalousiewände sind
dabei etwa quer zur ursprünglichen Strömungsrichtung in dem weiteren Ringraum angeordnet und sinusförmig
geformt, so daß sich zwischen benachbarten Jalousiewänden jeweils sinusförmige Einzelströmungen ausbilden.
Diese Einzelströmungen vereinen sich in einem weiteren Raum des Gehäuses und strömen dann in
Richtung des Gasauslasses, wonach sie jedoch nochmals in ihrer Strömungsrichtung umgekehrt werden, damit
sie in einen weiteren Raum des Gehäuses gelangen, aus dem sie nach einer nochmaligen Strömungsrichtungsumkehr
schließlich an den Gasauslaß gelangen. In der Nähe des kreisringförmigen Durchlasses engen Öffnungsquerschnittes
ist eine mit öl gefüllte Wanne vorgesehen, aus der infolge der hohen Strömungsgeschwindigkeit
des Gases in dem engen Durchlaß öltröpfchen mitgerissen werden, die in dem Gasstrom
gleichmäßig verteilt und beim Durchtritt des Gasstroms durch die Jalousiewände auf diesen niedergeschlagen
werden. Die bekannte Vorrichtung benutzt also eine relativ aufwendige und komplizierte Konstruktion aus
einer Vielzahl von Leitwänden und Umlenkplatten, mit Hilfe derer der Gasstrom vom Gaseinlaß bis zum
Gasauslaß insgesamt fünfmal vollständig in seiner Strömungsrichtung umgekehrt wird. Dadurch ergibt
sich ein erheblicher Strömungswiderstand der Vorrichtung, so daß für die Beschleunigung des zu reinigenden
Gasstroms entsprechend hohe Gebläseleistungen erforderlich sind. Außerdem führt die Benutzung des Öls
oder einer vergleichbaren Benetzungsflüssigkeit zu einer erheblichen Verschmutzung der Vorrichtung und
birgt die Gefahr, daß sich einzelne Einzelströmungsquerschnitte zwischen den benachbarten Jalousiewänden
durch mit dem öl gebundene Feststoffteilchenansammlungen
zusetzen.
Aus der GB-PS 11 24 620 ist eine weitere Vorrichtung
zum Abscheiden von festen Teilchen aus einem Gasstrom bekannt, bei der der durch einen Gaseinlaß in
das Gehäuse eintretende Gasstrom von einem zentrischen und sich in Strömungsrichtung parabolisch
erweiternden Körper aufgeteilt und radial nach außen abgeleitet wird. Der parabolische Körper ist konzentrisch
von kreisringförmigen Jalousiewänden umfaßt, durch deren Zwischenräume hindurch der radial nach
außen abgeleitete Luftstrom hindurchtritt. Die in dem Gasstrom enthaltenen Feststoffteilchen haben das
Bestreben, längs der Außenmantelfläche des parabolischen Körpers in axialer Strömungsrichtung infolge
ihrer größeren Trägheit weiterzufliegen, so daß sie am Ende des parabolischen Körpers durch einen schmalen
Ringspalt hindurch in eine Staubsammelkammer eintreten,
aus der sie über einen Staubablaß aus der Vorrichtung abgeführt werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß diese bei
einem relativ geringen Konstruktionsaufwand ohne das Erfordernis von Benetzungsmitteln eine ausreichende
Abscheidung von Feststoffteilchen aus dem Gasstrom ermöglicht und dabei einen vergleichsweise nur
geringen Strömungswiderstand für den Gasstrom zwischen Gaseinlaß und Gasauslaß darstellt.
Bei einer Vorrichtung der genannten Art ist diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die
Gasbehandlungsräume an ihrem stromabwärts liegenden Ende mit Staubauslaßkammern verbunden sind und
daß die Jalousiewände so geneigt sind, daß den Eirizelströmen eine mit der ursprünglichen Strömungsrichtung des Gasstroms in dem Gaseinlaßraum fluchtende
Richtung erteilt wird, die bis zum Hind.'irchströmen
durch den Gasauslaß beibehalten wird.
Bei der neuen Vorrichtung wird der durch den Gaseinlaß in das Gehäuse eintretende Gasstrom mit
Hilfe der konvergierenden Leitwände stark beschleunigt, ohne daß dabei jedoch seine Strömungsrichtung
geändert wird. Nach dem Durchtritt des Gasstroms durch einen am Ende der konvergierenden Leitwände
ausgebildeten Auslaß der Gaseinlaßkammer prallt der Gasstrom mit hoher Geschwindigkeit auf die gebogene
Umlenkplatte, durch die er entgegen seiner ursprünglichen Strömungsrichtung umgelenkt wird, so daß er
damit etwa in Richtung des Gaseinlasses in Gasbehandlungsräume eintritt, die durch die Rückseite der
Leitwände und Jalousiewände begrenzt sind und in Strömungsrichtung ebenfalls wiederum konvergieren.
Die einzelnen Platten der Jalousiewände sind dabei so angeordnet und geneigt, daß der Gasstrom aus den
Gasbehandlungsräumen nur durch eine im wesentlichen wieder vollständige Strömungsrichtungsumkehr austreten
kann, wobei er gleichzeitig in eine durch die Anzahl der Jalousiewände gegebene Vielzahl von Einzelströmen
aufgeteilt wird. Dadurch hat der Gasstrom bisher eine zweimalige nahezu vollständige Richtungsumkehr
erfahren, so daß die Strömungsrichtung der Einzelströme bereits in Richtung des Gasauslasses gerichtet sind.
Diese Einzelströme treten daher nach ihrer Wiedervereinigung gemeinsam durch den Gasauslaß aus dem
Gehäuse aus. Am stromabwärts liegenden Ende der Gasbehandlungsräume, also an dem diese durch ihre
konvergierende Gestalt den schmälsten Öffnungsquerschnitt haben, sind Staubauslaßkammern mit den
Gasbehandlungsräumen verbunden, in denen die Feststoffteilchen gesammelt werden, die längs der Rückseite
der Leitwände iniolge ihrer größeren Massenträgheit
durch den kleinen Öffnungsquerschnitt hindurch in die Stabauslaßkarnmern eintreten. Bei der neuen Vorrichtung
findet also nur eine zweimalige vollständige Richtungsumkehr des zu reinigenden Gasstroms statt,
wodurch der Strömungswiderstand der Vorrichtung vergleichsweise klein ist. Durch die Anordnung des
Gaseinlasses und des Gasauslasses im wesentlichen fluchtend zueinander an den gegenüberliegenden
Stirnseiten des Gehäuses ergibt sich außerdem ein einfacher Einbau der Vorrichtung in Gasführungsleitungen
und dgl. Da andererseits die neue Vorrichtung mit einer geringen Anzahl von Leitwänden, nur einer
einzigen Umlenkplatte und auch einer relativ geringen Anzahl von Jalousiewänden auskommt, ist der K.onstruktionsaufwand
relativ gering.
Weitere, die besondere Ausbildung der neuen Vorrichtung betreffende Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt durch die Vorrichtung und
F i g. 2 eine gegenüber F i g. 1 abgewandelte Einzelheit der Vorrichtung.
In einem Gehäuse 2 sind vom Gaseinlaß 3 für
verschmutztes Gas zum Gasauslaß 4 hin für gereinigtes Gas in konvergierender Weise Paare von gegenüberliegenden
gasundurchlässigen Leitwänden 6 angeordnet, die zwischen sich Gaseinlaßräume 7 bilden, welche sich
vom Gaseinlaß 3 des Gehäuses 2 konvergierend in Richtung zum Gasauslaß 4 hin erstrecken. Im Abstand
vom Auslaß 8 des Gaseinlaßraiims 7, durch den das schmutzige Gas aus jedem Gaseinlaßraum 7 austritt, ist
eine gebogene Umlenkplattt 9 vorgesehen, die quer zum Auslaß 8 liegt und von diesem so weit entfernt ist,
daß ein Rückströmkanal 11 von im wesentlichen gleichförmigem Querschnitt gebildet wird Hierdurch
wird der zu reinigende Gasstrom von der Außenseite des konvergierenden Gaseinlaßraums 7 in entgegengesetzter
Richtung zurückgeführt
ι« Aus Fig.2 der Zeichnung ist ersichtlich, daß die
gasundurchlässige Umlenkplatte 12 eine Doppelkurvenform bzw. einen W-förmigen Querschnitt haben kann,
so daß der zu reinigende Gasstrom an dieser ersten Umlenkstelle als einheitliche Gasmasse außen auf jede
Seite des konvergierenden Gaseinlaßraums 7 umgeleitet wird, so daß ein Minimum an Verlust von kinetischer
Energie entsteht
Innerhalb des Gehäuses 2 sind außerhalb der konvergierenden Gaseinlaßräume 7 in Abstand angeordnete
und mit den Leitwänden 6 zusammenwirkende Paare von Jalousiewänden 14 vorgesehen, die
zusammen mit den Leitwänden 6 Gasbehandlungsräume 13 bilden. Zu bemerken ist, daß die konvergierenden
Gasbehandlungsräume 13 sich vom Gasauslaß 4 des Gehäuses 2 gesehen in Richtung zum Gaseinlaß 3
desselben erstrecken, wobei sich die Einlasse der Gasbehandlungsräume 13 an den Rückströmkanal 11
anschließen. Die in Abstand angeordneten Platten 16 der Jalousiewände 14 sind so geneigt, daß die von ihnen
in festgelegten, in Abstand liegenden Durchgänge mit
ihren stromaufwärts liegenden Teilen näher am Gaseinlaß 3 des Gehäuses 2 liegen als mit ihren
stromabwärts liegenden Teilen.
Demgemäß wird der in den Gaseinlaß 3 des Gehäuses
i'j 2 eintretende Strom verschmutzten Gases zum ersten Mal als einheitlicher Gasstrom in seiner ursprünglichen
Richtung plötzlich geändert, wenn er aus dem konvergierenden Gaseinlaßraum 7 in den konvergierenden
Gasbehandlungsraum 13 mittels der gasundurchläs-
·»» sigen Umlenkplatte 9 geleitet wird. Der Gasstrom wird
dann zum zweiten Mal plötzlich umgelenkt und in seine ursprüngliche Richtung zurückgeführt und zugleich in
mehrere Ströme aufgeteilt, wenn er aus dem konvergierenden Behandlungsraum 13 durch die Durchgänge
zwischen den Platten 16 der Jalousiewände 14 zum Gasauslaß 4 für gereinigtes Gas des Gehäuses 2 strömt.
Bei dieser Anordnung wird der Gasstrom zunächst als einheitliche Gasmasse in einen Rückströmkanal 11 von
im wesentlichen gleichförmigem Querschnitt erstmalig umgelenkt, so daß ein Minimum an Energieverlust
entsteht. Ferner strömt das Gas aus den konvergierenden Gasbehandlungsräumen 13 in mehreren Strömen
ab, ohne daß ein Umleiten in einem nicht abgegrenzten Bereich erforderlich ist, wie dies bisher der Fall war. Auf
diese Weise wird ein wesentlicher Verlust an kinetischer Energie vermieden.
Mit den konvergierenden Gasbehandlungsräumen 13 wirken Staubauslaßkammern 17 am stromabwärts
liegenden Ende der Gasbehandlungsräume 13 zusam-
w) men. Diese Staubauslaßkammern 17 nehmen die Staubteilchen aus den konvergierenden Gasbehandlungsräumen
13 auf. Durch angeschlossene Leitungen 18 werden die Staubteilchen aus den Staubauslaßkammern
17 abgeführt.
>>"> Beim Betrieb wird das zu reinigende Gas in die
Gaseinlaßräume 7 des Gehäuses 2 durch den Gaseinlaß 3 mittels eines Gebläses eingeleitet, das den Gasstrom
vom Gaseinlaß 3 zum Gasauslaß 4 durch das Gehäuse
hindurchdrückt. Das Gas tritt in die konvergierenden Gaseinlaßräume 7 ein, strömt durch die Auslässe 8
dieser Gaseinlaßräume 7 und wird als einheitliche Gasmasse mittels der Umlenkplatten 9 umgelenkt, so
daß es in die konvergierenden Gasbehandlungsräume 13 gelangt. Aus diesen Gasbehandlungsräumen 13 wird
das Gas mit nochmaliger Umlenkung in mehrere Ströme aufgeteilt und gelangt schließlich mit einem
Minimum an Verlust von kinetischer Energie in den freien Bereich am Gasauslaß 4 des Gehäuses 2.
Die Vorrichtung kann so in ein Leitungssystem eingebaut werden, daß der Gasstrom vom Gaseinlaß 3
zum Gasauslaß 4 horizontal verläuft. Es ist aber auch eine senkrechte Anordnung möglich, bei der die
Staubauslaßkammern 17 unten liegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Abscheiden von festen Teilchen aus Gasen durch mehrmaliges Umlenken
des in einen aus in Strömungsrichtung konvergierenden Leitwänden gebildeten Gaseinlaßraum eintretenden
Gasstroms, dessen Auslaß eine mit Abstand zu diesem angeordnete Umlenkplatte gegenüberliegt,
durch die der Gasstrom längs der Rückseiten der Leitwände entgegen der Strömungsrichtung im
Gaseinlaßraum geführt ist, und mit im Abstand von den Rückseiten der Leitwände angeordneten,
zwischen sich jeweils einen Gasdurchlaß bildenden Jalousiewänden, die zusammen mit den Rückseiten
der Leitwände in Strömungsrichtung konvergierende Gasbehandlungsräume bilden und den Gasstrom
in mehrere Einzelströme aufteilen, die anschließend wieder vereinigt zu einem Gasauslaß strömen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gasbehandlungsräume (13) an ihrem stromabwärts liegenden
Ende mit Staubauslaßkammern (17) verbunden sind und daß die Jalousiewände (14, 16) so geneigt
sind, daß den Einzelströmen eine mit der ursprünglichen Strömungsrichtung des Gasstroms in dem
Gaseinlaßraum (7) fluchtende Richtung erteilt wird, die bis zum Hindurchströmen durch den Gasauslaß
(4) beibehalten wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, aus Gaseinlaßraum (7),
Umlenkplatte (9) und zwei Gasbehandlungsräumen (13) bestehende Einheiten in einem gemeinsamen
Gehäuse angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die U'mlenkplatte (9) dem
Auslaß (8) zugewandt konkav gebogen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkplatte (12)
eine Doppelkurvenform (F i g. 2) hat.
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