DE2014545A1 - Vorrichtung zur Unterdrückung störender Höchstfrequenzwellentypen - Google Patents
Vorrichtung zur Unterdrückung störender HöchstfrequenzwellentypenInfo
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- H01P7/00—Resonators of the waveguide type
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Description
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Pottscheckkonlot München 117078
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101 ScL.Murat, Paris 16eme, ^Frankreich
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Vorrichtung zur Unterdrückung störender Höchstfrequenzwellentypen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Unter- ·
drückung von störenden Höchstfrequenz-Wellentypen sowie auf Hohlräume und Elektronenröhren, die mit solchen Vorrichtungen
ausgestattet sind. Die Erfindung betrifft insbesondere eine Vorrichtung, die zur Unterdrückung der
störenden Wellentypen im Innern von Hohlräumen bestimmt
ist, die als Eingangs- oder Ausgangskreise von Elektronenröhren verwendet werden.
Bei Höchstfrequenzen versagt die Technik der Schaltungen mit verteilten Konstanten, weil die.Abmessungen
der Schaltungen so klein werden, dass sie bei den üblicherweise vorkommenden Leistungen nicht mehr praktisch
realisierbar sind. Andrerseits ist zur Vermeidung einer übermässigen Strahlung die Verwendung von Zweidrahtleitungen
vorgeschrieben. Man ist somit gezwungen, abgeschirmte Übertragungsleitungen, Koaxialleitungen oder Wellenleiter zu
verwenden. Die Abstimmkrei.se sind dann durch Hohlraumresonatoren
ersetzt, die durch abgeschlossene Abschnitte von Hohlleitern oder Koaxialleitungen gebildet sind.
Der Abschluss wird im allgemeinen am einen Ende durch einen Kurzschlusskolben bewirkt, der entlang der Längsachse
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des Hohlraums beweglich ist. Da der Abstand dieses Kolbens vom anderen Ende des Hohlraums im wesentlichen
einer ungeraden Zahl von Viertelwellenlängen entspricht, ermöglicht die Einstellung dieses Kolbens die Abstimmung
in Abhängigkeit von der Betriebsfrequenz.
Bei einer Koaxialleitung muss natürlich der ΪΕΜ-Wellentyp
verwendet werden, da dieser Wellentyp in einer solchen Leitung vorherrscht und ausserdem den Vorteil ergibt,
dass er eine breitbandige Übertragung ermöglicht, weil er keine Grenzfrequenz aufweist. Je nach der
Einstellung des Abstitnmkolbens kann es aber vorkommen,
dass die Frequenz des 333M-WeIlentyps gleich der Resonanzfrequenz
eines störenden Wellentyps höherer Ordnung ist, beispielsweise eines ^mn - Wellentyps oder eines TMffln-Wellentyps,
wobei die Indices., M und η für ganze Zahlen
stehen. Das durch die Interferenz zwischen dem vorherrschenden Wellentyp und dem störenden Wellentyp verursachte
Anwachsen der Verluste führt zu einer beträchtlichen Herabsetzung der Ausgangsleistung der Sender und Oszillatoren,
wodurch Lücken in dem nutzbaren Frequenzbereich erzeugt werden.
Zur Abschwächung dieses Nachteils sind bisher verschiedene Verfahren herangezogen worden. Filter wie sie üblicherweise
für die Unterdrückung der unerwünschten Wellentypen verwendet wurden, enthielten leitende Platten, die senkrecht
zu den Kraftlinien des elektrischen Feldes des erwünschten Wellentyps angeordnet waren. So wurde in einem runden Hohlleiter
für die Übertragung des TMQ^-Wellentyps, bei dem
das elektrische Feld radial verläuft, und zur Unterdrückung der TEQn-Wellentypen eine Reihe von koaxialen zylindrischen
Platten verwendet. Diese Platten mussten aber einerseits eine beträchtliche Länge im "fcrgleich zu der Wellenlänge im
Hohlleiter haben, und andererseits störte ihr Vorhandensein im Innern des Hohlleiters die Betätigung eines Abstimmkolbens.
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_ 3 —
Gemäss einem anderen Verfahren der jüngsten Zeit hat man
versucht, den SE11-Welle nt yp dadurch zu unterdrücken, dass
in den von den Elektroden einer Elektronenröhre gebildeten
koaxialen Hohlraum ein schlecht leitender Hing eingesetzt wurde. Dieser Ring wird aber bei der Herstellung der Röhre
bleibend befestigt; seine Wirkung kann bei einer bestimmten Frequenz ausreichend sein, doch nimmt die Wirksamkeit
schnell ab, wenn man diese Frequenz verändert.
Bei bestimmten Hohlräumen hat man versucht, die Durchmesser
der Innen- und Aussenleiter des Hohlraums zu verändern, damit die Grenzfrequenz des TE11-Wellentyps erhöht wird.
Im allgemeinen sind aber bei Abstimmhohlräumen für Elektronenröhren
die Abmessungeapraktisch durch die Dimensionen der
Röhre bedingt, so dass dieser Kunstgriff nicht anwendbar ist.
Das Ziel der Erfindung ist.die Schaffung einer Vorrichtung,
die es ermöglichtj die -Wellen des-TE-Wellentyps im Innern
eines Hohlraums ohne merkliche Dämpfung des gewünschten
Wellentyps zu unterdrücken.
Eine Vorrichtung zur Unterdrückung störendenTE-Wellentypeη
in einem koaxialen oder zylindrischen Hohlraum mit einem
koaxial zu dem Hohlraum angeordneten ringförmigen Gebilde . aus einem Material mit elektrischem Widerstand ist nach
der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige
Gebilde, öffnungen oder Schlitze aufweist, deren Ebenen
die Kraftlinien des Magnetfelds des zu unterdrückenden Wellentyps schneiden, und dass Einrichtungen zum Verschieben
des ringförmigen Gebildes entlang dem Hohlraum vorgesehen sind·,· · '
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Vorzugsweise ist das Verhältnis der grössten Abmessung
der Öffnungen zu der Wellenlänge des zu unterdrückenden Wellentyps so bemessen, dass die Öffnungen für diesen
Wellentyp in Resonanz sind.
Das die unerwünschten Wellentypen unterdrückende ring fö'rmige
Gebilde ist entlang der Achse des Hohlraums verstellbar, damit es an eine Stelle gebracht werden kann,
an der das Magnetfeld ein Maximum hat.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Darin zeigen:
Fig.1 eine Schnittansicht einer Elektronenröhre mit einem
Abstimmhohlraum, der mit einer erfindungsgemassen
Vorrichtung ausgestattet ist,
Pig.2 , 3 und 4 Darstellungen des Verlaufs der elektrischen
und magnetischen Felder des TEM-WeIlentyps in einem auf 3/4 der Wellenlänge abgestimmten koaxialen Hohlraum,
Fig.5 und 6 Darstellungen des Verlaufs der elektrischen und
magnetischen Felder des TE^1-Wellentyps im gleichen
Hohlraum,
Fig.7 ein Diagramm zur Darstellung der gemeinsamen Resonanzfrequenzen
der TEM-WeIlentypeη und TE1^-Wellentypeη
als Funktion der Abstimmung des Hohlraums.,
Fig.8 und 9 schematische Schnittansichten einer bevorzugten
Ausführuflg§form der erfindungsgemassen Vorrichtung,
Fig,10 und 11 schematische Schnittansichten einer anderen
Ausführungsform der Erfindungsgemassen Vorrichtung,
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Pig. 12 und 13 schematisehe Schnittansiiehten einer weiteren
Ausftuhrungsfora) ;ä.er erfindungsge-iDassen Vorrichtung
. H eine vereinfachte Sclhnitta:nsißM eines Äbstimmhohlraums
zur Darstellung der gegenseitigen lage des
TMteräriickungSTings, des KiarEsctiilsusskBlbeins und
! zeigt in ei;ner-aclaejDatistsihfiia S-ckjait-taösic-ht eine
als Verstärker geschaltete Eomre To mit einer X-atcie
einem Giibter 12 und einer Anode 13, wobei ziar Vereinfach'ang
der Zeichnung die Vorspannungs- Jini iEatodenheizkreise nieht
dargestellt sind. Die Eingangs- und Ausgangskreiise .siind
jeweils durch einen koaxialen Hohlraum 14 bzw, 15 gebildets
wooei der Gitter-Anoden-Abstimmhohlrauni 15 als Beispiel
um den Katoden-Gitter-Hohlraum 14 gefaltet dargestellt ist, " was einer üblichen Massnahme bei den Senderöhren des
lOOOMHz-Bandes entspricht. Der Hohlraum 15 ist also von
dem Leiter 16, der durch die in einer linie mit dem Gitter
12 liegende Stirnwand 17 verschlossen ist, und von den durch die Stirnwand 19 verschlossenen Leiter 18 gebildet.
Die Eingangsspannung wird der Röhre 10 mit Hilfe einer kapazitiven Sonde 20 zugeführt, die durch eine Öffnung
in den Katoden-Gitter-Hohlraum 14 ragt. In gleicher Weise
wird die Ausgangsspannung über eine kapazitive Sonde 22
abgenommen, die durch eine Öffnung 23 in den Gitter-Anoden-Hohlraum
15 ragt und mit dem nicht dargestellten Verbraucherkreis verbunden ist. Jeder der beiden Hohlräume ist im all-,
gemeinen auf eine ungerade Anzahl von Viertelwellenlängen
abgestimmt; dies geschieht durch Kurzschlusskolben 24 bzw.
26 von ringförmiger Gestalt, die durch Einstellstangen bzw. 27 in axialer Richtung verschiebbar sind, Glimmerkondensatoren
28 und 29, die in die ^atodenzuleitung bzw. in die Anodenzuleitung eingefügt sind, dienen lediglich
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dem Zweck, die Grieichstrorakomponenten der Katoden- und
Anodenströme abzublocken.
Wie bereits zuvor angegeben wurde, ist der vorherrschende Wellentyp in einem solchen Hohlraum der IEM-WeIIentyp,
der in Pig.2 im Querschnitt und in Pig.3 im Längsschnitt
dargestellt ist, wobei die in vollen Linien gezeichneten Pfeile das elektrische PeId und die in gestrichelten Linien gezeichneteiPfeile
das Magnetfeld darstellt. Es wird angenommen, dass der H0 hl raum auf 2A abgestimmt ist, wobei λ die
Wellenlänge ist. In erster Annäherung wird die Wirkung der Abschlusswand 19 vernachlässigt. Bas offene Ende des so
gebildeten koaxialen Wellenleiters entspricht einem Spannungsbauch,
an dem das .elektrische PeId ein Maximum und das Magnetfeld ein Minimum haben. Der gleiche Zustand besteht
in der Querebene 32, die im Abstand -4j· vom offenen Ende
liegt. Das vom Kurzschlusskolben 27 geschlossene Ende entspricht dagegen einem Spannungsminimum und einem Strommaximum;
der gleiche Zustand besteht in der Querebene 30 , die im Abstand -4r vom offenen Ende liegt. Die den
Hohlraum abschliessende Wand 19 verhält sich annähernd
wie eine Parallelkapazität am offenen Ende von Pig.3;
das PeId wird in der in Pig.4 dargestellten Weise verändert
und wirkt somit axial auf die vom Gitter 12 zur Anode laufenden Elektronen ein.
Der häufigste Störwellentyp in einem koaxialen Hohlraum ist der TE1 .j-Wellentyp, weil dies der Wellentyp mit
der niedrigsten Grenzfrequenz ist, der sich in einem solchen Hohlraum ausbilden kann. Die TE-Wellentypeη
können sich zwar unter bestimmten Bedingungen dauernd in einer Koaxialleitung ausbilden, doch tritt eine
besonders störende Erscheinung auf, wenn eine dem TEM-Wellentyp und dem TE11-Wellentyp gemeinsame Resonanz
bei bestimmten Betriebsfrequenzen und Abstimmungen des
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Hohlraums besteht.Die Porm des TE1 ,.-Wellentyps ist
im Querschnitt in Pig.5 und im Längsschnitt in Pig.6
dargestellt, wobei die in vollen Linien gezeichneten Pfeile das elektrische PeId und die gestrichelten Linien,
das Magnetfeld darstellen. Pig.6 lässt insbesondere erkennen, dass die TE11-WeIIe die Eigenschaft hat, dass
sie ehe Längskomponente des Magnetfelds aufweist. Es ·
sindbereits mehrere ünter-suehungen den Erscheinungen gemeinsamer Resonanzen zwischen der TEM-Welle und der
TE11-WeIIe in einem koaxialen Hohlraum gewidmet worden.
Von den bekanntesten Werken können insbesondere "Microwave
theory and techniques", Verlag Van Uostrand Company (Ausgabe 1953, Seiten 473 ff.) und "Very high frequency
techniques" Verlag Mac Graw Hill (Ausgabe. 1948, Band 2, Seiten 911 ff.) genannt werden.
Pig.7- zeigt die Zahl der gemeinsamen Resonanzen, die
zwischen der TEM-Welle und der TE11-WeIIe bestehen,
als Punktion der Abstimmung des Hohlraums und der Betriebsfrequenz. Auf der Abszisse ist das Verhältnis L/X Λ
zwischen der Länge des Hohlraums und der Grenzwellenlänge
des TE -j-Wellentyps im. Hohlraum aufgetragen, und auf der
Ordinate das Verhältnis Ji/Xc /zwischen der verwendeten Wellenlänge
und der Grenzwellenlänge des TE11-Wellentyps . Die
in vollen Linien gezeichneten Kurven beziehen sich auf
die TEM-Welle.Die Parameter K= 1, 2, 3, 4 beziehen
sich auf Abstimmungen des Hohlraums bei χ » *~τ » *Tf" bzw. <
21. Die gestrichelten Kurven.betreffen den TE11-Wellentyp.
Die Parameter K11= 1, 2, 3 drücken die entsprechenden
Abstimmungen desHohlraums aus. Aus'Pig.7 ist zuerkennen,
dass'bei einer Abstimmung des Hohlraums auf χ für die
TEM-Welle (K « 1) keine gemeinsame Resonanz, zwischen dem
TEM-Wellentyp und demJDE11-Wellentyp besteht.Dagegen
tritt für eine Abstimmung der TEM-Welle auf ψ- (K = 2)
eine Resonanz zwischen dem SEM-Wellentyp und dem TE11-Wellentyp
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auf, die durch den Schnittpunkt der Kurven K = 2 und K-i-i-i
ausgedrückt ist.
Pur Abstimmungen höherer Ordnung zeigen die Kurven, dass immer
mehr geraeinsame Resonanzen bestehen. Zur Vermeidung dieser
Resonanzen wäre es daher erwünscht, systematisch die Abstimmung bei j für den ΪΕΜ-WeHentyp zu suchen, doch ist
bei höheren JrecLuenzen des Bereichs eine solche Abstimmung
nicht mehr möglich, weil der Kurzschlusskolben entweder an der Sonde anstösst, oder, je nach der Ausbildung der
Röhre in den Elektrode1 ana um eindringt, so dass man sich
zu einer Abstimmung bei jr^t ^-p- usw. entschliessen muss.
Im übrigen kann sich der SE11-Wellentyp, selbst wenn für
ihn keine Resonanz besteht, unter bestimmten Betriebsbedingungen stets mit den zuvor angegebenen Nachteilen
ausbilden, und deshalb ist es in höchstem Masse erwünscht, in dem Hohlraum eine Vorrichtung anzubringen, welche die
Unterdrückung dieses störenden Wellentyps ermöglicht.
Pig.8 und 9 zeigen im Querschnitt bzw. im längss'chnitt
eine bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung dieser
Art. Die Vorrichtung 33 besteht aus einem Ring, der aus zwei Teilen aufgebaut ist, nämlich einem Aussenkranz 34,
der in Pig. 10 und 11 genauer dargestellt ist, und eSaem
Innenkranz 35, der auch in Pig.12 und 13 wiedergegeben ist. Diese beiden Kränze sind fest miteinander verbunden
und aus einem Material hergestellt, das zwar leitend ■ ist, aber für Hochfrequenzströme einen grossen Widerstand
hat. Der Kranz 35 ist mit einer Reihe von konzentrischen Schlitzen 36 versehen (sechs bei dem dargestellten Beispiel),
deren Länge im wesentlichen in der Grossenordnung der
halben Wellenlänge des geführten TE1^-Wellentyps liegt.
In Wirklichkeit ist es angebracht, diese Schlitze im allgemeinen kürzer zu machen, damit die kapazitive Wirkung
der Wände berücksichtigt wird, wie später noch erläutert
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wird. Ausser den Halbwellenlängen-Schlitzen besitzt
. der Kranz 35 drei Löcher 37, die zur Befestigung von
isolierenden Betätigungs"tangen 38 (Pig. 14.) dienen.
Der grösste Durchmesser des Kranzes 34 ist etwas kleiner als der Innendurchmesser der Wand 18, so dass der Ring
im Innern des Hohlraums 15 .gleiten kann, ohne in Berührung
mit der Wand 18 au kommen. Der -seitliche Abschnitt des
zylinder for tD igen Kranzes 34 besitzt eine Reihe vom im
' awes-öntlichen kreisrunden I/o ehern 3,9, deren .Dur eh mess er
im wesentlichen in der Grosse nordnung von 1/10 der
Wellenlänge liegt.. In einigen dieser Löcher bringt:-
man isolierende Stöpsel 40, beispielsweise aus Teflon
an, Ton denen einer in Jig,9 in derjherausgenOsimenen
Stellung gezeigt ist. Die Stöpsel haben die .Aufgate., ,
jede Berührung, zwischen dem Sing 33 and der Wand 18
des Hohlraums zu verhindern und die mechanische Zentrierung und die elektrische Isolierung des Rings
zu gewährleisten.
Beim Betrieb der Röhre ist zu erkennen, dass für den TEM-We He nt yp die Kraftlinien des Magnetfelds, die
in Pig.2, 3 und 4 dargestellt sind, sowohl zu der ebenen Fläche des·Kranzes 35 als auch zu der zylindrischen
Fläche 41 des Kranzes 34 parallel sind. Somit wird in der Vorrichtung keine Spannung induziert, und die TEM-Welle
erleidet keine Dämpfung. Für die TE11-WeIIe ist
dagegen die Feldverteilung anders: Das Magnetfeld der TE11-V/elle
besitzt eine Komponente in der Ausbreitungsrichtung der Welle, die also senkrecht zur Oberfläche des Kranzes·
35 verläuft, wie in Fig.6 gezeigt ist. Die Längsschleifen des Magnetfeldes schliessen sich quer durch die HaIbwellenschlitze
36 und erzeugen im Kranz 35 edne induzierte
Spannung, die ihrerseits einen Strom hervorruft, der in Form von Wärme durch das den Ring bildende Widerstandsmaterial
abgeführt wird. Die Schlitze 36, deren Länge in der Grössenordnung der halben Wellenlänge der TE11-WeIIe
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liegt, verhalten sich wie Resonanzachlitze, so dass die störende IE11-WeIIe beträchtlich gedämpft wird. Pig.5
lässt erkennen, wie eine ähnliche Wirkung mit dem Kranz erhalten wird, dessen die Löcher 39 enthaltende Seitenwand
im wesentlichen senkrecht zu den Kraftlinien des Magnetfelds an dessen beiden Maxima steht, die in Pig.5
durch die beiden Konvergenzpunkte des Feldes dargestellt sind. Damit die von den V/änden hervorgerufene Kapazitive
Wirkung berücksichtigt wird, sind die Schlitze 36 etwas
kleiner als die halbe Wellenlänge der störenden TE11-WeIIe.
Wenn von einem Hohlraum mit vorgegebenen Abmessungen ausgegangen
wird, für den man folglich die Eigenfrequenz des TE11-Wellentyps berechnen oder messen kana, lässt sich
leicht die Länge der Schlitze 36 bestimmen und damit die Zahl der Schlitze, die aus dem Kranz 35 ausgeschnitten
werden können. Pur die in der Seitenwand des Kranzes 34 angebrachten Löcher 39 ist die kapazitive Wirkung der
Wände merklich grosser, weshalb diese Löcher beträchtlich kleiner als die halbe Wellenlänge sein müssen, damit
sie die gleichen Resonanzerscheinungen hervorrufen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass man ihnen die Ponn von
kreisrunden Öffnungen geben kann, deren Durchmesser in der Grössnordnung von 1 /10 dar Wellenlänge liegt.
Die vorstehenden Überlegungen zeigen, dass es besonders
günstig ist, den Ring 33 in einer Zone anzuordnen, die dem Maximum des Magnetfelds der TE11-WeIIe entspricht.
Wenn man die ketriebsfrequenz und damit die Abstimmung des Hohlraums verändert, ändert sich die Lage dieses
Maximums , und die Stellung der Vorrichtung 33 muss theoretisch erneut eingestellt werden. Diese Einstellung
kann mit Hilfe einer der Betätigungsstange η 38 erfolgen, von denen eine im Schnitt in Pig.14 dargestellt ist. Die
am Ring 33 mit Hilfe der Löcher 37 befestigte Stange 38 besteht aus einem Isoliermaterial und gleitet reibungslos
durch entsprechende Öffnungen im Kurzschlusskolben, ao dass
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dieser immer noch, mit Hilfe der Betätigungsstangen 27
verstellt werden kann. Die Verstellung des Rings 33 mit den Betätigungssfcangen 38 ermöglicht also das Aufsuchen
der optimalen Lage, bei der die maximale Dämpfung des störenden Wellentyps erhalten wird. In der Praxis hat
die Erfärung gezeigt, dass man nach dem Feststellen dieser lage die Betriebsfrequenz um etwa 50 MHz verändern -"
kann, ohne dass es notwendig ist, die Einstellung des Rings 33 zu berichtigen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass es in bestimmten Fällen erwünscht sein kann, den Ring 33„entweder nur auf den
Kranz 34 oder nur auf den Kranz 35 zu beschränken, der dann jeweils mit Hilfe von Stangen nach Art der Stangen
einstellbar ist. Die Verwendung des Kranzes 35 allein erweist sich wegen dessen geringer Dicke besonders dann als
vorteilhaft, wenn man bei hohen Frequenzen des Betriebsbereichs eine Abstimmung bei j oder —τ— sucht.
Von den für die Herstellung einer solchen Vorrichtung
geeigneten Materialien ervesen. sich insbesondere ferromagnetische
Legierungen als vorteilhaft» wie Eisen-, Nickel' egierungen, Kovar usw., damit man den Skin-Effekt
für den Hochfrequenzstrom ausnutzen kann. Man hat auch mit Vorteil Teile aus nickelplattiertem Kupfer
verwendet, weil dieses Material sowohl den gewünschten · Skin-Effekt als auch einen brauchbaren Wärmegradient
ergibt.
Die folgenden Angaben über ein praktisches Ausführungsbeispiel beziehen sich auf den Abstimmhohlraum einer
Röhre, die bei Frequenzen in der Grössenordnung von
bis 860 MHz arbeitet, die den Fernsehbändern 4 und 5 entsprechen. Der koaxiale Hohlraum war durch einen Aussendurchmesser
von 142 mm und einen Innendurchmesser von
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120 mm definiert. Man verwendete einen Ring 33, bei dem
der Kranz 34 snen grössten Durchmesser von 141,4 mm
und der Kranz 35 einen Innendurchmesser von 125 mm
hatte . Jeder der sechs Resonanzschlitze hatte eine Länge in der Grb'ssenordnung von 118 mm und eine
Breite von 12 mm. Im Betrieb mit einer Änodenspannung
von 3500 V und einer Schirmgitterspannung von 500 V trat die IE..-Welle bei einem Anodenstrom von 500 mA
auf, wenn die Unterdrückungsvorrichtung nicht vorhanden war. Mit dem Ring 33 konnte man einen Anodenstrom von
5A erreichen.
Bei einer Untersuchung der gegenseitigen Lage der elektrischen und magnetischen Felder in verschiedenen
Wellenleitern lässt sich leicht erkennen, dass eine Vorrichtung nach Art der Vorrichtung 33 ebensogut zur
Unterdrückung von IE-WeIIentypen höherer Ordnung dienen
kann, also der .Wellentypeα IE21, TE3i usw. in einem
koaxialen Hohlraum und der Wellentypen ^Eq., IE.. usw.
in einem runden Hohlleiter.
Das zuvor beschriebene Ausführungsbeispiel bezog sich zwar auf eine Vorrichtung zur Unterdrückung unerwünschter
Wellentypen im Anoden-G-itter-Hohlraum, doch ist es
selbstverständlich, dass diese Vorrichtung auch gleichzeitig oder für sich allein im Gitter-Katoden-Hohlraum
angebracht werden kann.
1 R46
Claims (4)
1./Vorrichtung zur Unterdrückung störender lE-Wellen- . ·
typen in einem koaxialen oder zylindrischen Hohlraum,
mit einem koaxial zu dem Hohlraum angeordneten ringförmigen Gebilde aus einem Material mit elektrischem
Widerstand, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige
Gebilde Öffnungen oder Schlitze aufweist, deren Ebenen die Kra'ftlinien des Magnetfelds des zu unterdrückenden
Wellentyps schneiden, und dass Einrichtungen zum Verschieben des ringförmigen Gebildes entlang dem Hohlraum
vorgesehen sind. ■ ■
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verhältnis der grössten Abmessung der Öffnungen zu
der Wellenlänge des zu unterdrückenden Wellentyps so bemessen ist, dass die Öffnungen für diesen Wellentyp in
Resonanz sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das ringförmige Gebilde einen Ring aufweist, der mit einem sich senkrecht dazu erstreckenden Kranz versehen ist,
dass der Ring in einer senkrecht zur Achse des Hohlraums stehenden Ebene liegt und mit um · seinen Umfang verteilten
Öffnungen versehen ist, und dass der Kranz zylindrisch ist und eine parallel zur Achse des Hohlraums verlaufende Wand
hat, die Öffnungen aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das3 das ringförmige Gebilde
aus einer ferromagnetischen legierung besteht.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| OHN | Withdrawal |