DE2014307C3 - Pneumatischer Zweipunktregler - Google Patents
Pneumatischer ZweipunktreglerInfo
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- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15C—FLUID-CIRCUIT ELEMENTS PREDOMINANTLY USED FOR COMPUTING OR CONTROL PURPOSES
- F15C3/00—Circuit elements having moving parts
- F15C3/04—Circuit elements having moving parts using diaphragms
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- Y10T137/2202—By movable element
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Description
Die Erfindung betrifft einen pneumatischen Zweipunktregler nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
Unter Zweipunktreglern werden Regeleinrichtungen verstanden, die beim Überschreiten und Unterschreiten
einer Regelgröße in der Lage sind, Schaltvorgänge auszulösen, welche zum Beispiel ein Ventil öffnen oder
schließen. Es ist bekannt (Kretzschmer, Pneumatische Regler, 1958), zu diesem Zweck ein Meßwerk
bestehend aus einer Balgwaage mit einem der Regelgröße entsprechenden Druck zu beaufschlagen
und einen der Regelgröße proportionalen Ausschlag zu erzeugen. Dieser Weg wird auf eine Steuerfahne
übertragen, welche den Luftstrahl zwischen einer Strahl- und einer Fangdüse einer Abtasteinrichtung
unterbricht. Solche Zweipunktregler sind aufwendig und machen einen erheblichen Raumbedarf erforderlich.
Es sind auch Zweipunktregler nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 bekannt (DE-AS 11 89 820), bei
denen bei einer Ausführungsform zwei Bälge und eine Zusatzfeder vorgesehen sind, wobei ein Balg als
Meßwerk ausgeführt ist. Mit steigendem Eingangsdruck hebt der als Meßwerk ausgeführte Balg einen Hebel an
und bringt so eine Prallplatte in die Nähe einer Düse. Dadurch steigt der Eingangsdruck eines Verstärkers an
und der Einlaß eines weiteren Balges öffnet, der sich ausdehnt und den Ausgang des zweiten Balges öffnet.
Dabei wirkt der Druckanstieg bis auf einen Restdruck in dem dritten Balg des Verstärkers in der Schließrichtung
eines Einiaßventiles und der Druck im zweiten Balg schließt die Düse. Der Druck am Verslärkercingang
steigt daher an. Die Wirkungen sind gegenläufig. Geschaltet wird erst, wenn der Druck im zweiter Balg
bis auf die Höhe ansteigt, die dem Restdruck im dritten Balg entspricht Steigt jedoch der Druck im dritten Balg
schneller an als im zweiten Balg, dann wird das Ventil wieder geschlossen, und der Schaltvorgang ist daher
rückläufig. Ein stabiles Umschalten ist mit dieser Bauart nicht möglich. Dazu kommt, daß die mechanisch
wirkende Bauart auch gegen Lageänderung und Erschütterung anfällig ist
Eine zweite dort gezeigte Bauart verwendet zwei ineinander gesetzte Bälge (DE-AS 11 89 820, Abb. 2), die
gemeinsam gegen einen vom Ausgangsdruck beaufschlagten kleineren Balg auf einen Ventilstößel wirken,
der bei entsprechend großen Eingangssignalen nach oben abgehoben wird und so die Verbindung zwischen
dem Zuluftdruck und dem Ausgangssignal freigibt, gleichzeitig aber die bis dahin vorhandene Verbindung
des Zuluftdruckes mit der freien Atmosphäre abschließt. Diese Bauarten sind sehr aufwendig, weil es nur unter
Inkaufnahme von Schwierigkeiten möglich ist, zwei Bälge ineinander zu setzen. Es dürfte auch fraglich sein,
ob diese Bauarten in der Lage sind, den Verstärker wieder zurückzuschalten, wenn der Ausgangspunkt eine
gewisse Höhe erreicht hat. Bei allen bekannten Bauarten müssen auch die Nachteile in Kauf genommen
werden, die sich durch die Verwendung von Druckbälgen hinsichtlich der erforderlichen Einbautoleranzen
und der Toleranzen der Balgfederkonstanten ergeben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Zweipunktregler zu schaffen, der den Einsatz von
Bälgen vermeidet und dadurch einfacher herzustellen und zu bedienen ist und einen geringeren Raumbedarf
hat.
Die Erfindung besteht in den Merkmalen des Patentanspruches 1. Durch diese Ausgestaltung entfallen
die bei bekannten Einrichtungen nötigen mechanisehen Teile, wie Steuerfahne, Druckbälge u.dgl. Der
Raumbedarf ist daher sehr klein. Auch die Störanfälligkeit ist gering.
Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. So bringen die Merkmale des Anspruches 2 den
Vorteil mit sich, daß ein Druckgebei eingespart wird.
Da das Verhältnis der Drosselwiderstände bei dieser Ausführung die Größe der Schaltdrücke bestimmt und
diese symmetrisch zu den Ausgangsdrücken liegen, ist es vorteilhaft, die Merkmale des Anspruches 3 vorzusehen.
Durch diese Ausgestaltung wird es möglich, die Symmetrie der Schaltpunkte zu den Ausgangsdrücken
zu beseitigen. Der Druckteiler zur Einstellung des Schaltpunktes wird bei dieser Ausführung von einem
der beiden Ausgangsdrücke unmittelbar und über den Druckteiler mittelbar gespeist.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung gezeigt und in der nachfolgenden
Beschreibung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 die Schaltung eines erfindungsgemäßen Zweipunktreglers, dessen Schaltpunktdruckteiler vom
Ausgang des Differenzdruckverslärkers und einem einstellbaren Hilfsdruck p;/gespeist wird,
Fig. 2 eine Ausführung, deren Schaltdrücke mit ein- oder zwei Druckteilern gebildet werden, die von den
Ausgangsdrücken A+ und A- des Verstärkers gespeist
werden und
Fig. 3 eine besonders günstige Ausführungsform eines Differenzdruckverstärkers, der erfindungsgemäß
geschaltet ist.
Fig. 1 zeigt einen Differenzdruckverstärker 1, dessen
Ausgangsdrücke A+ und A- proportional sind der
Differenz der Drucksignale χ (Regelgröße) und ps- Mit
Αλ ist da^ Ausgangssignal bezeichnet, das mit steigen-
dem Eingangsdruck χ ebenfalls steigt Demzufolge steigt A~ mit zunehmendem ps (Schaltdruck) und fällt
mit steigendem Druck x. Der Differenzd.-uckverstärker wird von dem Verstärkungsdruck pz gespeist
Zwischen den Widerständen 2 unu 3 des Schaltpunkt-Druckteilers
stellt sich der Schaltpunkt ps ein, der dem zweiten Eingangsdruckraum des Differenzverstärkers 1
zugeleitet wird. Der Widerstand 3 des Druckteilers ist
vom A --Ausgang, der einstellbare Widerstand 2 von einem einstellbaren Hilfsdruck pH beaufschlagt. Der
Wert des Schaltpunktes ps wird bestimmt von Verhältnis
der Drosselwiderstände 2 und 3 und von den Werten der Druckgrößen A- und pn, die den Druckteiler speisen.
Erreicht beispielsweise χ den Wert von p*,, dann hat A -den
Maximal-Wert eingenommen, wobei A- max = pz
ist Für pso gilt
— A max +
1 +
Pn
Pn
ke A+ und A- erzeugt Der Schaltpunkt-Druck teiler,
bestehend aus den Widerständen 2 und 3 ist zwischen den beiden Ausgangsdrücken A - und A+ angeordnet.
Für χ < pM ist A ' = p. = A~ max und A * — pu = 0
so daß
20
wobei λ das Verhältnis der Drosselwiderstände des Druckteilers ist
Hat χ den Wert X50 erreicht, bzw. überschritten, dann
wird der Verstärker durchgesteuert und A~ fällt auf Atmosphärendruck po ab. Dann stellt sich zwischen dem
Druckteiler, der nunmehr von p« gespeist wird, der Druck psu ein nach der Beziehung
In beiden Beziehungen ist λ und p« voneinander
unabhängig einstellbar, so daß auch pso und ρλ,
voneinander unabhängig einstellbar sind.
An die Stelle des Druckminderers 4, der zur Einstellung des Hilfsdruckes pn erforderlich ist, kann — j5
wie gestrichelt dargestellt — auch ein weiterer Druckteiler treten mit den Widerständen 5 und 6, der
wie der Verstärker 1 vom Zuluftdruck pz gespeist wird.
Der Hilfsdruck pn ist dann durch das Verhältnis der
Drosselwiderstände 5 und 6 bestimmt, von denen mindestens einer (5) einstellbar ist. Bei der Ausführung
nach F i g. 1 ist es nicht erforderlieh, daß der Differenzdruckverstärker die zwei Ausgangsdrücke A-
und A+ erzeugt, da nur ein Ausgangsdruck verwertet
wird.
F i g. 2 geht dagegen aus von einem Differenzdruckverstärker 1, der notwendigerweise zwei Ausgangsdrük- Psü =
1 + χ
10 gilt.
Hat χ den Wert xM erreicht, wird der Verstärker
durchgesteuert und A ~ nimmt den Wert A - min = po =
0 während A+ auf pz ansteigt Der Schaltdruck nimmt
den Wert
an, wobei λ < 1 ist Bei dieser Ausführung stellt sich psu
und ρ«, symmetrisch zu pJ2 ein, d. h. p» und psu sind
nicht voneinander unabhängig einstellbar, da pz = const,
ist. Dieser Nachteil ist zu vermeiden, wenn wiederum ein weiterer Druckteiler mit den Widerständen 7 und 8
vorgesehen wird, der vom A+-Ausgang gespeist wird
und gegen Atmosphärendruck po entlüftet. Zwischen
den Widerständen 7 und 8 ist nun mit Hilfe des einstellbaren Widerstandes 8 der Druck A+ einstellbar,
so daß der Schaltdruck psu nunmehr durch
Psu =
bestimmt ist.
Gemäß Fig. 3 ist eine einfache Ausführung eines Differenzdruckverstärkers 1 vorgesehen. Dieser Verstärker
besitzt zwei Kugeln 9 mit gleichem Durchmesser, die in einer Gehäusebohrung 10 verschiebbar
angeordnet sind, und mindestens zwei Kanäle 11, die in
diese Gehäusebohrung einmünden, wobei der Abstand der Kanäle 11 von Mitte zu Mitte gemessen dem
Durchmesser der Kugeln entspricht Der Abstand des Zufuhrkanales (pz) von einen der Kanäle 11 entspricht
— von Mitte zu Mitte gemessen — etwa dem halben Durchmesser der Kugeln 9.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Pneumatischer Zweipunktregler, der zwei von elastischen Wänden begrenzte Eingangsdruckräume
aufweist, von denen einer von der zu regelnden Größe und der andere von einer Druckgröße
beaufschlagt ist, die einem vom Ausgangsdruck des Verstärkers und von einem einstellbaren Hilfsdruck
gespeisten Druckteiler zur Einstellung des Schaltvorganges entnommen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verstärker als Differenzdruckverstärker (1) mit mindestens einem sich gegensinnig
zum Eingangssignal (x) ändernden Ausgang (A-) ausgebildet ist und daß an diesem Ausgang (A~) der
Druckteikr (2,3) zur Einstellung von Schalthöhe und
Schaltdifferenz angeschlossen isL
2. Pneumatischer Zweipunktregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsdruck (pn)
einem Druckteiler entnommen ist, der von der Verstärkerdruckquelle (Pz) gespei st wird.
3. Zweipunktregler nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein
weiterer Druckteiler (7, 8) vorgesehen ist, der zwischen dem sich gleichsinnig mit dem Eingangssignal
(x) ändernden Ausgangsdruck (A + ) des Differenzdruckverstärkers (1) und dem Druckteiler
(2, 3) zur Einstellung des Schaltpunktes angeordnet ist.
ίο
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|---|---|---|---|
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- 1971-04-19 GB GB2525371*A patent/GB1346509A/en not_active Expired
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