DE2013654C3 - Sedimentationsvorrichtung mit mindestens zwei vertikal übereinanderliegenden Absetzkammern - Google Patents
Sedimentationsvorrichtung mit mindestens zwei vertikal übereinanderliegenden AbsetzkammernInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft gemäß dem Gattungsbegriff des Anspruches 1 eine Sedimentations-■in
vorrichtung mit mindestens zwei vertikal übereinanderliegenden Absetzkammern, die durch eine Zwischenwand
getrennt sind, in der sich eine zentrale Öffnung befindet, durch die sich eine Welle zum Antrieb von
jeweils einer Absetzkammer zugeordneten Krähleinrichtungen erstreckt und an der ein erster Rohrstutzen
angebracht ist, der von einem zweiten Rohrstutzen umgeben ist, und mit einer Einrichtung zum Zuführen
der Bcschickungssuspension in jede Absetzkammer und einer Einrichtung zum Abzug des Schlammes sowie
·"> Übcrlaufeinrichlungcn für die Abseizkammern.
Eine derartige Sedimentationsvorrichtung ist durch die DF.-PS 5 61 417 bekanntgeworden.
Im bekannten Fall erstreckt sich der erste Rohrstutzen von oben nach unten in die untere Absetzkammer
hinein; sein freies Ende befindet sich etwa in der Mitte der unteren Absetzkammer.
Der zweite Rohrstutzen umgibt den ersten Stutzen tcleskoparlig teilweise; er ist fußseitig mit einer
Kühleinrichtung der unteren Kammer verbunden, und SU weist kopfscitig ein freies Encic auf.
Alle Krähleinrichuingcn sind c'irekl mit der zentralen
Antriebswelle verbunden, und es ist ein zentraler Schlammabzug für alle Absetzkammern vorgesehen.
Bei der bekannten Scdimcntalionseinrichtiing sind
1JS die Absetzkammern untereinander hydraulisch verbunden
und stehen über eine Sclilammdichlung im Boden der oberen Kammer im gegenseitigen Gleichgewicht,
Im bekannten Fall dienen dabei die beiden Rohrstutzen
zur Herstellung der Schlammdichtung in der fal) zentralen Öffnung der Zwischenwand am Boden der
oberen Kammer.
Die Dichtung um die Antriebswelle der Krählcinrichlungen
hat dabei den Zweck, einen Kurzschluß oder eine Vermischung zwischen den Absetzkammern zu
br' verhindern. Bei der Schlammdichtung müssen deren
Überlaufniveaus hydraulisch durch eine entsprechende Steuerung des Betriebes der übereinanderliegenden
Absetzkammern relativ zueinander ausgeglichen sein.
Ein hydraulischer Ausgleich erfordert für die Einstellung der Überlaufniveaus die Aufmerksamkeit des überwachenden
Arbeiters; dies erfordert eine mehr oder weniger kritische Betriebssteuerung, de es praktisch
sehr schwierig macht, die betreffenden Absetzkammern einzeln unter optimalem Wirkungsgrad zu betreiben.
Die Absetzkammern sind deshalb gewöhnlich überdimensioniert, um die notwendigen Werte für die Klarheit
der Klärflüssigkeilen und die Festkörperkonzentration des Schismms einzustellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von der eingangs bezeichneten Sedimeniationsvorrichtung
diese so auszubilden, daß unter Wegfall der Dichtungsproblcme beide Absetzkammern unabhängig
voneinander arbeiten, so daß beide Absetzkammern einzeln mit einem voneinander unabhängig optimal
steuerbaren Wirkungsgrad betrieben werden können.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt gemäß der Erfindung dadurch, daß sich der erste Rohrstutzen von
der zentralen Öffnung aus nach oben mit einer solchen Länge in die obere Absetzkammer hinein erstreckt, daß
das freie Rohrstutzenende oberhalb des durch die zugeordnete Überlaufeinrichtung vorgegebenen Flüssigkeitsspiegels
liegt, daß der zweite, nur mit der Kühleinrichtung der oberen Absetzkammer verbundene,
fußseitig mit der Schlammzone in der oberen Absetzkammer in kommunizierender Verbindung stehende
Rohrstutzen, der eine solche Länge aufweist, daß er mit seinem oberen Ende das freie Ende des ersten
Rohrstutzens überragt, zum Antrieb der zugeordneten Krähleinrichtung mit seinem oberen Ende mit der Welle
verbunden ist, wobei nur die Krählcinrichlutig der
unteren Absetzkammer direkt mit der Welle verbunden ist und daß jede Absetzkammer eine Einrichtung /um
Abzug des Schlammes aufweist.
Das Wesen der Erfindung bestehl somit darin, daß die
Absetzkammern hydraulisch unabhängig voneinander arbeiten, gleichgültig ob die Zufuhr von Beschickungssuspension
parallel oder in Reihe erfolgt. Erreicht wird diese unabhängige Arbeitsweise durch die besondere
Ausbildung der Rohrstutzen und dm cn den Antrieb der
Krähleinrichtung der oberen Absetzkammer mittels des äußeren, zweiten Rohrstut/ens, so daß antricbsseitig die
Notwendigkeit einer verbindenden Öffnung zwischen beiden Kammern (die die Antriebswelle aufnimmt)
entfällt.
Dadurch, daß der erste Rohrstutzen, der ja die alleinige Verbindung der unteren Absetzkammer nach
oben darstellt, über den Flüssigkeitsspiegel in der oberen Kammer hinausragt, ist die hydraulische
Verbindung zwischen beiden Kammern unterbrochen. Es stellt sich daher beim Betrieb der Sedimenialionsvorrichtung
im Innern des ersten Stutzens entsprechend der Lage der Überlaufcinrichtung der unteren Kammer
ein hydraulisch ausbalancierter Flüssigkeilsspiegel hinsichtlich der geklärten Flüssigkeil der unteren Kammer
ein, während der in der oberen Kammer sich absetzende Schlamm in dem Ringspall /wischen beiden Stutzen nur
bis zu der hydraulisch abgeglichenen Höhe ansteigt, d. h. nicht in den inneren Stutze ! ^einfließen kann.
Durch diese neuartige strenge hydraulische Trennung beider Absetzkammern wird mil Vorteil ein gegenseitig
unbeeinflußtes Arbeilen der Kammern erziell.
Weitere ausgestaltende Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbcispiclcn. Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnilt einer Ausführungsform einer Sedimentationsvorrichtung für den parallelen
Betrieb zweier vertikal übereinander angeordneter Absetzkammern,
Fig. la eine Ausführungsform einer Einrichtung für
die Zufuhr von Beschickungssuspensionen unterschiedlicher
Eigenschaften,
F i g. 2 eine schematische Wiedergabe des Paralleibetriebes
der zwei Absetzkammern,
F i g. 3 eine schematische Wiedergabe des Reihenoder Gegenlaufspülbetriebes der zwei Absetzkammern
ίο und
F i g. 4 eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung mit einer Zweikammer-Sedimentationsvorrichtung,
die mit einem Speicherraum für Faulraumflüssigkeit in der oberen Kammer des Beckens versehen ist.
In der Ausführungsform der Fig. 1 weist die Sedimentationsvorrichtung eine zylindrische Wand 10
und einen horizontalen Boden 11 auf. Innerhalb der Vorrichtung befinden sich flache, konische, tellerförmige
Wände 12 und 13, von denen die Wand 13 die Zwischenwand zwischen zwei Absetzunterkammern
/4-1 und B-X bildet. Die Sedimentationsvorrichtunj:
weist somit zwei vertikal übercinanderliegende Absetzkammern auf, die durch eine Zwischenwand getrennt
sind. Die Zwischenwand 13 weist eine zentrale Öffnung 14 auf, durch welche sich eine vertikale Welle f5 zum
Antrieb von Krähleinrichtungen 24 und 29 frei erstreckt. Das obere Ende dieser Welle ist hängend mit einem
Antriebskopf 16 verbunden, der auf einem Paar paralleler Träger 17 und 18 befestigt ist. die sich quer
über die obere Absetzkammer erstrecken und vom oberen Rand dieser Kammer getragen werden. Eine am
Umfang der Kammer umlaufende Überlaufrinne 19 gibt das Überlaufniveau L-X für die obere Absetzkammer
A-X vor.
Zur gegenseitigen Abdichtung der beiden Absetzkammern
im Bereich der Antriebswelle entsprechend den Maßnahmen gemäß der vorliegenden Erfindung ist
ein sich vertikal nach oben erstreckender erster Rohrstutzen 20 und ein sich nach unten erstreckender
4U zweiter Rohrstutzen 21 vorgesehen, der den ersten
Rohrstutzen umgibt. Beide Rohrstutzen sind konzentrisch zur Welle angebracht. Das Fußende des
Rohrstulzens 20 schließt mit der zentralen Öffnung 14
ab: nach oben erstreckt sich der Stutzen mit seinem freien Ende in die obere Absetzkammer hinein mit einer
solchen Länge, daß er sich um den Abstand A-X
oberhalb des Überlaufnivcaus L-X befindet. Der sich
nach unten erstreckende Rohrstutzen 21 hai an der Oberseite eine entlüftete Verschlußplatte 22, die den
so Rohrstutzen mit der Welle 15 an der Stelle mit einem
Absland d-2 über dem Flüssigkeitsniveau fest verbindet.
Das untere freie Ende des Rohrstulzens 21 endet im Abstand d-3 vor dem unteren Ende des ersten
Rohrstulzens 20. Eine Führungsstülze kann /wischen dem Rohrstutzen 21 und dem unteren Endteil des ersten
Rohrstutzens vorgesehen sein.
Am Rohrstutzen 21 ist ein Satz oberer Krählarme 24 mit den üblichen Krählschaufeln 25 zur Bewegung des
Schlamms zu einer zentralen Sammelzone oder einem
f)0 ringförmigen Pumpensumpf 26 befestigt, der das untere
Endteil des ersten Rohrstulzens 20 umfängt. Der Abzug des Schlammes geschieht durch eine Unterwasserleit"ng
27, die mit der Schlammpumpe 28 verbunden isl. Zur Veränderung oder Einstellung der Schlammabzugsrate
oder -menge sind entsprechende, nicht dargestellte Einrichtungen vorgesehen.
Am unteren Ende der Antriebswelle 15 ist ein unlerer
Satz Krähiarme 29 zur Bewegung des Schlammes zu
einer zentralen Sammelzone 30 zum Abzug durch die Unterwasserleitung 31, die die Verbindung zu einer
Schlammpumpe 32 schafft, fest angebracht.
Nicht dargestellte Mittel zur Veränderung oder Einstellung der Schlammabzugsmenge sind vorgesehen.
In der Ausführungsform der Fig. 1 ist zum parallelen
und unabhängigen Betreiben jeder Absetzkammer A-\ und B-\ im Einzelbeckenbetrieb ein Beschickungsbehälter
33 vorgesehen, der eine Beschickungstrübe oder Suspension von Festkörpern 34 über eine Teilvorrichtung
35 für die zugeführte Suspension aufweist. Auf diese Weise können gleiche Teilmengen 34-a und 34-6
der Beschickungssuspension zu den entsprechenden Absetzkarnrncrn gefördert werden, wobei ein Beschikkungsrohr
36 zum Beschickungsbrunnen 37 in der oberen Kammer und eine Beschickungsleitung 38 zum
Beschickungsbrunnen 39 in der unteren Kammer führt. Der obere Beschickungsbrunnen wird von einer
Beckenabdeckplatte 40 getragen, während der untere Beschickungsbrunnen sich nach unten von der Unterseite
der Zwischenwand 13 erstreckt.
Geklärtes Wasser der unteren Absetzkammer wird durch ein Überlaufrohr 41 abgeführt, welches das
Überlaufniveau L-2 für die untere Absetzkammer und im wesentlichen die identischen Niveaus L-3 für den
ersten Rohrstutzen 20 und L-4 in der Beschickungsleitung 38 bestimmt.
Fig.2 stellt zur besseren Übersicht schematisch den
Parallelbetrieb der oben im Zusammenhang mit der Fig. 1 beschrieben wurde, dar. Sie zeigt die konzentrischen
Rohrstutzen der Dichtungsvorrichtung, die sich um einen bestimmten Abstand über das Flüssigkeitsniveau
der oberen Absetzkammer erstrecken.
Weiterhin sind die paralbn Beschickungsleitungen 42,
43. (entsprechend 36 und 38 in Fig. 1), die zu den entsprechenden Absetzkammern 4-2 und ß-2 führen,
und die parallelen Unterwasserentnahmeleitungen 44 und 45. (entsprechend 27 und 31). die die Schlämme von
den betreffenden Kammern abführen, dargestellt. Die Überläufe 46 und 47 der beiden Kammern können
getrennt oder gemeinsam abgeführt werden.
Fig. 3 zeigt schematisch die Sedimentationsvorrichtung
nach Fig. 2. wobei jedoch die beiden Absetzkammern nicht parallel sondern in Reihe arbeiten. Eine
derart aufgebaute Vorrichtung kann z. B. beim Gegenlaufspülen eines Schlammes verwendet werden, wobei
die Feststoffteilchen des Schlammes vom flüssigen Träger oder der Mutterlauge freigespült werden müssen
zwecks Rückgewinnung entweder der Feststoffteilchen oder der verdünnten Mutterlauge oder beider Teile.
Während die Ausführungsform der Fig. 1 den parallelen Betrieb der beiden Absetzkammern mil einer
einzigen Quelle des Beschickungsschlammes darstellt, die in gleiche Teilmengen für die beiden Kammern
aufgeteilt wird, stellt die Fig. IA einen Parallelbetrieb
dar. bei dem Beschickungssuspensionen P-I und P-2 verschiedener Eigenschaften unabhängig und getrennt
zu den entsprechenden oberen und unteren Kammern gefördert werden können.
Die in F i g. 3 dargestellte Gegenlaufspülung arbeitet wie folgt:
Ein Schlamm 48, der von seiner Trägerflüssigkeit oder Mutterlauge freizuspülen ist, wird in eine erste
Mischstation 49 zum Mischen mit geklärter Flüssigkeit oder teilweiser verbrauchter Spüllösung 50 von der
unteren Absetzkammer ß-3 geführt. Wie gezeigt, fließt diese Klärflüssigkeit durch das Rohr 49a in den Behälter
50a. von wo sie zur Pumpe 50ό gelangt, welche die
Flüssigkeit in die Mischstation 49 befördert. Die Mischung wird vom Becken 49 aus in einen Beschikkungsbrunnen
51 der oberen Absetzkammer A-Z geführt. Der sich ergebende Schlamm 52 wird von
dieser Kammer durch die Pumpe 53 unter Steuerung des Durchflusses zu einer zweiten Mischstation 54 geführt,
während die verbrauchte Spüllösung für die verdünnte Mutterlauge bei 55 überläuft. Frische Spülflüssigkeit 56
wird in die zweite Mischstation 54 geführt und die sich
lü ergebende Mischung 57 wird dann in den Beschickungsbrunnen
58 der unteren Absetzkammer geführt. Die Pumpe 59 leitet die gespülten Schlammfestkörper 60
von der Anlage ab.
Im folgenden wird ein Betrieb beschrieben, bei dem der in Fig. 2 dargestellte Parallelbetrieb und der
Reihen- oder Gegenstromspülbetrieb, wie er in Fig. 3
gezeigt ist, verwendet werden. Bezug genommen wird dabei auf die Papierindustrie.
Die sich aus dem Faser- oder Fiberkochprozeß ergebende grüne Flüssigkeit wird einer ersten Sedimentation
in den parallel arbeitenden Kammern A-2 und ß-2 der F i g. 2 unterworfen. Die sich ergebenden kombinierten
Schlämme von diesen Kammern, die als Festkörper die sogenannten »dregs« haben, werden
dann in die erste Mischstation 49 der F i g. 3 geführt und folglich dem Gegenlaufspülbetrieb, der oben beschrieben
ist, unterworfen. Dies führt zu verbrauchter Spülflüssigkeit oder verdünnter grüner Flüssigkeit, die
das obere Ende der oberen Kammer als Überlauf 55 verläßt, während die gespülten »dregs« 60 als Schlamm
vom Boden der unteren Kammer der Anlage gefördert werden.
Bei der Ausführungsform der Fig.4 können die
beiden Absetzkammern AA und ß-4 der Sedimentationsvorrichtung entweder parallel oder in Reihe
betrieben werden, und zwar im wesentlichen in derselben Weise, wie oben im Zusammenhang mit der
F i g. 2 bzw. 3 beschrieben wurde: in F i g. 4 ist dabei nur der Parallelbetrieb dargestellt. Diese Ausführungsform
unterscheidet sich jedoch von den in den Fig.! bis 3 dargestellten Beispielen darin, daß sich die Vorrichtungswand
nach oben derart erstreckt, daß ein Volumen V zur Speicherung eines schwankenden Volumens von
Klärflüssigkeit gebildet wird. Somit ist in der oberen Absetzkammer eine Sedimentationszone Z-I konstanter
Tiefe, sowie eine darüber angeordnete Zone Z-2 gespeicherter Klärflüssigkeit mit sich verändernder
Tiefe vorhanden. Diese beiden Zonen werden weiter unten noch beschrieben.
so Zum Antrieb der Kühlvorrichtung beider Absetzkammern
ist eine vertikale Welle 61 vorgesehen, die mit einem Antriebskopf 62 verbunden ist, der diese Welle
trägt und der auf sich quer oben über das Becken erstreckenden Trägern 63 und 64 befestigt ist. Die Welle
erstreckt sich zentral durch die Zwischenwand 65, die die obere Absetzkammer von der unteren trennt und
Führungslager für die Welle aufweisen kann.
Eine Dichtungsvorrichtung im Bereich der Welle funktioniert in derselben Weise wie oben beschrieben.
b0 Sie weist einen inneren ersten Rohrstutzen 67 und einen
äußeren zweiten Rohrstutzen 68 auf, die beide konzentrisch zur Welle liegen. Das Fußende des inneren
Rohrstutzens ist mit der Zwischenwand verbunden, während das obere Ende des äußeren Rohrstutzens mit
f>5 der Platte oder Nabe 69 verbunden ist, die ihrerseits an
der Welle befestigt ist. Beide Rohrstutzen begrenzen nach oben einen Sicherheitsabstand über dem maximalen
Niveau LA. bis zu welchem die Klärflüssigkeit
innerhalb des Speichervolumens Vim Becken ansteigen kann, wobei dieses Niveau durch einen Überlauf 70
bestimmt ist, der am oberen Ende der Sedimentationsvorrichtung vorgesehen ist.
Der äußere Rohrstutzen 68 trägt einen oberen Satz Krählarme 70a zur Bewegung des Schlammes in eine
ringförmige Senke oder einen Sumpf 706, der das Fußende des ersten inneren Rohrstutzens umgibt. Ein
unterer Satz Krählarme 70c ist am unteren Ende der Welle 61 zur Bewegung des Schlammes zum zentralen
Auslaß oder Sumpf 70</befestigt.
Der äußere Rohrstutzen der Dichtungsvorrichtung ist seinerseits von einem rohrförmigen Beschickungsbrunnen
71 umgeben, der von Trägern gchaltcrt wird und ein oberes Ende, das im Abstand d-4 oberhalb des
möglichen maximalen Flüssigkeitsniveaus LA endet, sowie ein unteres Ende aufweist, das im Abstand d-S
über dem Zwischenboden endet.
Die zu einem Beschickungsbehälter 73 geförderte Beschickungssuspension 72 wird durch einen Teiler 74
in gleiche Mengen 74a bzw. 74f> geteilt. Die Teilmenge
74b erreicht die obere Absetzkammer durch eine Beschickungsleitung 75, die in den Beschickungsbrunnen
71 führt, wogegen die Teilmenge 74a die untere Absetzkammer durch ein Beschickungsrohr 76 erreicht,
das in einen Beschickungsbrunnen 77 führt, der sich nach unten von der Zwischenwand erstreckt.
Der Schlamm der oberen Absetzkammer wird durch eine Unterwasserleitung 77a und eine Schlammpumpe
78 mit gesteuertem Durchsatz abgezogen. Der Schlamm aus der unteren Absetzkammer verläßt den Beckenboden
durch eine Unterwasserleitung 79 und eine Schlammpumpe 80, die ebenfalls im Durchsatz steuerbar
ist.
Damit die Sedimentationsvorrichtung die Speicherung für ein beachtliches Volumen von Klärflüssigkeit
vornehmen kann, ist eine um die Vorrichtung laufende Ringleitung 81 vorgesehen, die radiale Zweigrohrverbindungen
82 mit der Vorrichtung zum Abzug der Klärflüssigkeit beim Niveau L-5 durch die Pumpe 83 mit
steuerbarem Durchfluß aufweist. Das Ventil 84 am Auslaßende der Pumpe ist zur Steuerung der Ausflußmenge
der Klärlüssigkeit vorgesehen, die gleich der mittleren oder normalen Durchsatzmenge der Beschikkungssuspension
in dem Beschickungsbehälter 73 sein soll. Im Idealfall würde daher eine so eingestellte
Bedingung das Flüssigkeitsniveau in der Sedimentationsvorrichtung bei L-5 im ausgeglichenen Zustand
halten.
Wenn die Durchsatzmenge der Beschickungssuspension am Teiler 74 über die Durchsatzmenge steigen
sollte, für die die Pumpe 83 ausgelaugt ist, würde dies in einfacher Weise bewirken, daß das sich ergebende
Überschußvolumen der Kiärflüssigkeit die Zone Z-2 des
Speichervolumens V einnimmt, wenn die Flüssigkeit zum Niveau L-6 steigt. Dieses Niveau wird jedoch
absinken, wenn die Durchsatzmenge der Beschickungssuspension unter den Mittel- oder Normalwert absinkt,
und würde aber konstant bleiben, wenn die Durchsatzmenge der Beschickungssuspension beim Mittel- oder
Normalwert gehalten würde. Der Überlauf von der unteren Absetzkammer kann durch die Überlaufleitung
86 in den Überlaufbehälter 87 abgeführt werden, der ein Überlaufniveau L-I bestimmt, unbeachtlich der Schwankungen
in der Beschickungsdurchflußmenge, wobei ein Überlaufentnahmeventil 88 offenbleibt. Klärflüssigkeit
von der unteren Absetzkammer kann auch in der Sedimentationsvorrichtung durch öffnen eines Ventiles
89 gespeichert werden, das in einer Zweigleitung 90 vorgesehen ist, die die Überlaufleitung 86 mit der
Vorrichtung bei einem geeigneten Niveau beispielsweise dem Niveau L-8 verbindet. Als Alternative zu einem
solchen Speicherbetrieb können die Ventile 88 und 89 geschlossen werden, während ein Ventil 91 offen ist,
welches den Abfluß der Klärflüssigkeit vom Überlaufbehälter durch eine Rohrverbindung 92 zum unteren
Endteil der Sedimentationsvorrichtung ermöglicht, und zwar zur gemeinsamen Speicherung mit Klärflüssigkeit
der oberen Absetzkammer.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Sedimentationsvorrichtung mit mindestens zwei, vertikal übereinanderliegenden Absetzkammern,
die durch eine Zwischenwand getrennt sind, in der sich eine zentrale Öffnung befindet, durch die
sich eine Welle zum Antrieb von jeweils einer Absetzkammer zugeordneten Krähleinrichtungen
erstreckt und an der ein erster Rohrstutzen angebracht ist, der von einem zweiten Rohrstutzen
umgeben ist, der mit einer der Krähleinrichtungen verbunden ist, und mit einer Einrichtung zum
Zuführen der Beschickungssuspension in jede Absetzkammer und einer Einrichtung zum Abzug
des Schlammes sowie Überlaufeinrichtungen für die Absetzkammern, dadurch gekennzeichnet,
daß sich der erste Rohrstutzen (20) von der zentralen Öffnung (14) aus nach oben mit einer
solchen Länge in die obere Absetzkammer (A-I) hinein erstreckt, daß das freie Rohrstutzenende
oberhalb des durch die zugeordnete Überlaufeinrichtung (19) vorgegebenen Flüssigkeitsspiegels
(L-I) liegt, daß der zweite, nur mit der Kühleinrichtung
(24) der oberen Absetzkammer (A-1) verbundene, fußseitig mit der Schlammzone in der oberen
Absetzkammer in kommunizierender Verbindung stehende Rohrstutzen (21), der eine solche Länge
aufweist, daß er mit seinem oberen Ende das freie Ende des ersten Rohrstutzens (20) überragt, zum
Anirieb der zugeordneten Krähleinrichtung (24) mit seinem oberen Ende mit der Welle (15) verbunden
ist, wobei nur die Krähleinrichtung (29) der unteren Absetzkammer (ß-1) direk; mit der Welle verbunden
ist und daß jede Absetzkammer eine Hinrichtung (27, 28; 31,32) zum Abzug des Schlammes aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einrichtung (33, 35, 36, 38) zum Zuführen der Beschickungssuspension für einen
parallelen Betrieb der Absetzkammern vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (48, 49, 50; 52, 53, 54,
57) zum Zuführen der Beschickungssuspension für einen Scrienbetrieb der Absetzkammern sowie zur
Erreichung einer Gegenstromspülung der Besehik· kungssuspension, die der oberen Kammer zugeführt
wird, vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rohrverbindung (86, 90)
vorgesehen ist, die von der Klärzone der unteren Absetzkammer zu der Klär/one der oberen
Absetzkammer führt, derart, daß die Überlaufeinrichlung (87) der oberen Absetzkammer die
Übcrlaiifpegel in beiden Absetzkammern bestimmt.
r>. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der oberen Absetzkammer wesentlich größer als die Tiefe der
darunterliegenden Absetzkammer ist, und zwar so lief, daß nicht nur eine einzige, mit derjenigen der
unteren Kammer vergleichbare Absetzzone sondern auch eine darüberlicgendc Speicherzone von wesentlicher
Tiefe mit überstehender geklärter Flüssigkeit vorsehbar ist in Verbindung mit einer
Überlaufeinrichtung für diese Speicherzone, die den maximalen Flüssigkeitspegel dieser Speicherzone
bestimmt und einer Abzugsvorrichtung zum gesteuerten Abziehen überstehender Flüssigkeit aus
der oberen Schicht der Absetzzone der oberen Kammer unter Bestimmung der Tiefe der oberen
Absetzzone (Z-X) relativ zu der darüberliegenden Speicherzone, wobei beide Rohrstutzen (67, 68) sich
über die Überlaufeinrichtung der Speicherzone und diejenige der unteren Kammer hinaus erstrecken.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugsvorrichtung der überstehenden
Flüssigkeit für die untere Absetzkammer eine Verbindungsanordnung (86,90,92) aufweist, die
von der unteren Absetzkammer zu der Speicherzone führt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsanordnung eine
Bypaß-Rohrleitungsverbindung (86,90) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlaufeinriehtung zum
Abziehen der überstehenden Flüssigkeit aus der unteren Absetzkammer eine Verbindung (90) zwischen
der Überlaufeinrichtung und der Speicherzone aufweist, die in Verbindung mit der
Überlaufeinrichtung so ausgebildet und angeordnet ist, daß überlaufende Flüssigkeit von der Überlaufeinrichtung
in die Speicherzone eintritt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US80956669A | 1969-03-24 | 1969-03-24 |
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