DE20121602U1 - Steckverbinder mit Flachbandleitung und Zugentlastung - Google Patents
Steckverbinder mit Flachbandleitung und ZugentlastungInfo
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Classifications
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Description
-1 -/&Egr;.&EEgr;&Igr;.0190A.DE GM
30.10.2002
Hirschmann Austria GmbH, Rankweil, Österreich
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Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder mit zumindest einem an einer Flachbandleitung angeordneten Kontaktpartner gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des ,-Paterytanspruchs 1.
Steckverbinder mit Flachbandleitungen (Folienleitern) sind bekannt. An dem einen Ende der Flachbandleitung ist ein Kontaktpartner oder sind mehrere Kontaktpartner (wie beispielsweise Buchsen oder Stifte) angeordnet, die zur Erhöhung der mechanischen Stabilität und auch zur elektrischen Isolierung in einem Steckverbindergehäuse angeordnet sind.
0 Probleme bei solchen Steckverbindern tauchen dann auf, wenn das Steckverbindergehäuse bzw. die Flachbandleitung auf Zug oder Druck beansprucht wird. Diese Beanspruchung wirkt sich aus auf die Verbindung zwischen dem elektrischen Leiter der Flachbandleitung und dem Kontaktpartner, die geschwächt oder sogar gänzlich unterbrochen werden kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Steckverbinder starken 5 Temperaturschwankungen oder auch Vibrationen unterworfen ist.
Zur Zugentlastung ist daher schon vorgeschlagen worden, daß in dem Steckverbindergehäuse ein Zapfen, ein Stift oder dergleichen angeordnet ist, der durch eine vorgefertigte Öffnung der Flachbandleitung stößt, um somit eine Zugentlastung zu realisieren. Bei der 0 Herstellung der Öffnung in der Flachbandleitung wird ein Stanzverfahren angewendet, wobei mittels eines Stanzwerkzeuges ein Teil der Flachbandleitung in dem Bereich neben einem elektrischen Leiter (oder zwischen zwei elektrischen Leitern) ausgestanzt wird. Dabei hat sich herausgestellt, daß zum einen das Stanzwerkzeug bei der Serienproduktion von Steckverbindern schnell verschleißt, wodurch hohe Werkzeugkosten bedingt sind. 5 Außerdem führt dies zu einer Unterbrechung des Produktionsvorganges, wenn das Stanzwerkzeug ausgetauscht werden muß. Zum anderen ist der wesentlich stärkere
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Nachteil gegeben, daß das Material, was aus der Flachbandleitung ausgestanzt wird, die Umgebung des Stanzortes verschmutzt. Daher ist es erforderlich, Maßnahmen zu ergreifen, um die ausgestanzten Teile zu beseitigen, wodurch auch Abfallmaterial anfällt, welches kostenintensiv zu entsorgen ist. Ergreift man solche Maßnahmen nicht, besteht die Gefahr, daß die Öffnung in der Flachbandleitung nicht mehr ordnungsgemäß eingestanzt wird oder auch Abfallmaterial beim Ausstanzen die nächsten Verarbeitungsschritte zur Herstellung der Steckverbinder beeinträchtigt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Nachteile zu vermeiden, insbesondere zu vermeiden, daß beim Einbringen der Öffnung in die Flachbandleitung Abfallmaterial entsteht.
Diese Aufgabe ist durch die Merkmale denspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Öffnung mittels Wärmebehandlung in die aus einem Kunststoff bestehende Flachbandleitung eingebracht wird. Durch die Wärmebehandlung wird eine Verformung des Bereiches zwischen zwei elektrischen Leitern oder neben einem elektrischen Leiter derart bewirkt, daß die Öffnung, in welche später der Stift oder der Zapfen oder dergleichen eingreifen kann, entsteht, wobei in vorteilhafter-&ogr; weise kein Abfallmaterial entsteht. Neben der Vermeidung des Anfalles von Abfallmaterial ist ein weiterer, großer Vorteil der Einbringung der Öffnung mittels Wärmebehandlung darin zu sehen, daß der Bereich um die Öffnung herum aufgrund der Wärmebehandlung verstärkt wird, so daß ein Einreißen der Flachbandleitung in diesem Bereich bei Zug- oder Druckbeanspruchung wesentlich unterbunden wird, da sich aufgrund der Wärmebehand-5 lung eine Verstärkung dieses Bereiches ergibt.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Flachbandleitung mit zumindest einem erhitzten Stift durchstoßen wird. Die Temperatur des Stiftes wird auf ein solches Niveau gebracht, welches es zuläßt, daß der zu durchstoßende Bereich der Flachband-0 leitung (Träger und/oder Schutzschicht) aufgeschmolzen wird. Dadurch entsteht die Öffnung, während im Randbereich der Öffnung eine Verstärkung (Wulst) entsteht, durch die ein Einreißen der Öffnung wirksam verhindert wird.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind mehrere Stifte derart angeordnet, daß 5 sie mehrere sich über die Breite der Flachbandleitung erstreckende Öffnungen einbringen. Diese mehreren Stifte sind derart angeordnet, daß sie die Flachbandleitung im
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Randbereich neben einem elektrischen Leiter und im Mittenbereich zwischen zwei elektrischen Leitern durchstoßen, um auf diese Art und Weise mit einem Arbeitsschritt mehrere Öffnungen zur Zugentlastung in die Flachbandleitung einzubringen. Es kann auch daran gedacht werden, die Öffnungen nur im Randbereich der Flachbandleitung oder nur im Mittenbereich anzuordnen. Die Anordnung von mehreren Öffnungen ist abhängig von der Geometrie des Steckverbinders sowie der erforderlichen Zugentlastung in bezug auf die vorliegende Zug- oder Druckbeanspruchung.
In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung wird die Flachbandleitung an wenigstens einer Stelle auf eine solche Temperatur erwärmt, daß die Öffnung mittels eines gezielten Luftstoßes auf die erwärmte Stelle in die Flachbandleitung einbringbar ist. Durch die Erwärmung und den gezielten Luftstoß kann ebenfalls eine Öffnung hergestellt werden, ohne daß Abfallmaterial anfällt. Es entsteht ebenso wieder ein verstärkter Randbereich um die Öffnung herum durch die Wärmebehandlung der Flachbandleitung, so daß auch mit dieser Einbringung der Öffnung ein Ausreißen der Öffnung bei Zug- oder Druckbeanspruchung vermieden wird. Der Luftstoß kann mittels einer Düse oder mehrerer Düsen durch Überdruck erzeugt werden, während es auch denkbar ist, den erwärmten Bereich der Flachbandleitung über einer Matrize zu positionieren, welche Öffnungen aufweist, die mit einem Unterdruck beaufschlagt werden. In diesem Fall wird 0 die Öffnung in der Flachbandleitung quasi durch Ansaugen des erwärmten Bereiches hergestellt.
Ein Ausführungsbeispiel und mehrere Möglichkeiten zur Einbringung der Öffnung in die Flachbandleitung sind im folgenden beschrieben und anhand der Figuren erläutert. 25
Es zeigen:
Figur 1 eine Flachbandleitung mit Kontaktpartnern,
0 Figur 2 einen Steckverbinder mit Flachbandleitung,
Figur 3
und 4 eine Flachbandleitung vor und nach der Behandlung mittels eines erhitzten Stiftes,
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Figur 5 eine Flachbandleitung, in die die Öffnung mittels eines Luftstoßes eingebracht worden ist.
Figur 1 zeigt beispielhaft einen Steckverbinder 1 (hier noch ohne Gehäuse), der Kontaktpartner 2 (Buchsen oder Stifte) aufweist. Die Kontaktpartner 2 sind elektrisch mit elektrischen Leitern 3 einer Flachbandleitung 4 verbunden, die auf wenigstens einem Träger 5 aus Kunststoff angeordnet sind. Der Träger 5 der Flachbandleitung 4 weist Öffnungen 6 auf, die vor der Montage der Flachbandleitung 4 mit ihren Kontaktpartnern 2 in das Gehäuse des Steckverbinders 1 einzubringen sind. Die Art und Weise, wie diese Öffnungen 6 erfindungsgemäß eingebracht werden, wird noch weiter unten beschrieben.
Figur 2 zeigt einen fertigen Steckverbinder 1, wobei noch gezeigt ist, daß die elektrischen Leiter 3 mit einer Schutzschicht 7 zwecks elektrischer Isolation versehen sind. Der Steckverbinder 1 weist ein Steckverbindergehäuse 8 auf, in welchem sich der Kontaktpartner 2 befindet und durch welches auch die Flachbandleitung 4 nach außen geführt ist. Im Innern des Steckverbindergehäuses 8 ist ein Zapfen 9 angeordnet, der in die schon eingebrachte Öffnung 6 der Flachbandleitung 4 eingreift und somit die Zugentlastung für Zug- und Druckbeanspruch auf die Flachbandleitung 4 gewährleistet. An dieser Stelle sei noch einmal das Problem verdeutlicht, daß dann, wenn die Öffnung 6 in den Träger 5 der 0 Flachbandleitung 4 eingestanzt wird, sich eine scharfkantige Öffnung 6 ergibt, die bei Zug- oder Druckbeanspruchung leicht einreißen kann. Deshalb ist es erfindungsgemäß vorgesehen, die Öffnung 6 mittels Wärmebehandlung in die Flachbandleitung 4 einzubringen, wie dies an Beispielen im folgenden verdeutlicht wird.
Figur 3 zeigt den aus Kunststoff bestehenden Träger 5 (und ggf. die Schutzschicht 7) der Flachbandleitung 4 vor und Figur 4 den Träger 5 nach der Wärmebehandlung mittels eines erhitzten Stiftes. Ein Stift 10, dessen Durchmesser auf den Durchmesser des Zapfens 9, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Toleranzen bei der Wärmebehandlung, abgestimmt ist, kann an seinem einen Ende eine Spitze Form oder dergleichen 0 aufweisen. Der Stift 10 wird auf eine solche Temperatur erhitzt, die gewährleistet, daß der thermisch verformbare Kunststoff des Trägers 5 „durchschmolzen" wird. Dabei ist es denkbar, vor dem Durchstoßen des Trägers 5 mit dem Stift 10 den zu durchstoßenden Bereich des Trägers 5 ebenfalls einer Wärmebehandlung zu unterziehen. Wie in Figur 4 deutlich ist, wird, nachdem der Stift 10 entfernt ist, die Öffnung 6 sichtbar, während um 5 die Öffnung 6 herum ein umlaufender Wulst 11 entstanden ist, wobei der Wulst 11 ein Einreißen der Öffnung 6 bei Zug- oder Druckbeanspruchung wirksam verhindern.
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In Figur 5 ist noch die Alternative gezeigt, daß die Öffnung 6 mittels eines gezielten Luftstoßes erzeugt wird, wobei vor dem Durchstoßen des Trägers 5 durch den Luftstoß ein Erwärmen des Trägers 5 an dieser Stelle erforderlich ist. Bei Betrachtung der Figur ist erkennbar, daß oberhalb des Trägers 5 eine Luftdüse 12 angeordnet ist, die den erwärmten Bereich des Trägers 5 derart durchstößt, daß die Öffnung 6 hergestellt wird. Auch hierbei entsteht wieder in vorteilhafterweise eine Art Wulst, ohne daß Abfallmaterial anfällt. Alternativ dazu ist es denkbar, eine Matrize mit mehreren Drucköffnungen zu erhitzen und auf den Träger 5 aufzudrücken, so daß dadurch ein entsprechender Bereich des Trägers 5 erhitzt wird. Nach dem kurzzeitigen Aufdrücken dieser Matrize wird der Luftstoß erzeugt, der dann die Öffnung 6 in den Träger 5 einbringt. Bei dem Luftstoß kann es sich um einen solchen handeln, der mit Überdruck arbeitet, während es auch denkbar ist, daß die Matrize mit Unterdruck arbeitet.
Claims (5)
1. Steckverbinder (1) mit zumindest einem Kontaktpartner (2), der elektrisch mit einem elektrischen Leiter (3) einer Flachbandleitung (4) verbunden ist, wobei der zumindest eine Kontaktpartner (2) in einem Steckverbindergehäuse (8) angeordnet ist und die Flachbandleitung (4) zumindest eine Öffnung (6) aufweist, in welche ein am Steckverbindergehäuse (8) angeordneter Zapfen (9) zwecks Zugentlastung eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (6) mittels Wärmebehandlung in die aus einem Kunststoff bestehende Flachbandleitung (4) eingebracht wird.
2. Steckverbinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachbandleitung (4) mit zumindest einen erhitzten Stift (10) durchstoßen wird.
3. Steckverbinder (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Stifte (10) derart angeordnet sind, daß sie mehrere sich über die Breite der Flachbandleitung (4) erstreckende Öffnungen (6) einbringen.
4. Steckverbinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachbandleitung (4) an wenigstens einer Stelle auf eine solche Temperatur erwärmt wird, daß die Öffnung (6) mittels eines gezielten Luftstoßes auf die erwärmte Stelle in die Flachbandleitung (4) einbringbar ist.
5. Steckverbinder (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstoß durch Über- oder Unterdruck erzeugbar ist.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10332146A1 (de) * | 2003-07-15 | 2005-02-24 | Siemens Ag | Flachbandkabel mit einer Kontaktvorrichtung und Elektrogerät mit einem derartigen Kabel |
-
2001
- 2001-02-16 DE DE20121602U patent/DE20121602U1/de not_active Expired - Lifetime
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| R207 | Utility model specification |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
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| R071 | Expiry of right |