DE20120110U1 - Vorrichtung zum Wickeln einer Warenbahn - Google Patents
Vorrichtung zum Wickeln einer WarenbahnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wickeln einer Warenbahn gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
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Bei Warenbahn-Behandlungsmaschinen ist am auslaufseitigen Ende eine Vorrichtung zum Wickeln der fortlaufend transportierten, breitgeführten Warenbahn vorgesehen. Die Warenbahn wird dabei auf einem Wickelkörper, beispielsweise einer Papphülse, zu einem Warenwickel aufgewickelt. Um einen kontinuierlichen Betrieb der Warenbahn-Behandlungsmaschine zu gewährleisten, muß daher sichergestellt werden, daß der fertige Warenwickel nach dem Querschneiden der Warenbahn abgelegt und ein neuer Wickelkörper bereitgestellt und angewickelt wird.
Aus der DE-A-36 29 216 ist eine Vorrichtung zum Wickeln einer Warenbahn bekannt, die ein Schwenkgestell aufweist, das an seinem oberen Ende über eine Drehachse zwei paarweise- zusammengeordnete, im Wendebetrieb arbeitende Tragarme trägt. Die beiden einander entgegengesetzten Enden der zweiarmig ausgebildeten Tragarme weisen Halterungen zur drehbaren Aufnahme und Lagerung je eines Wickelkörpers auf, auf den die von der Behändlungsmaschine kommende Warenbahn zu einem Wickel aufgewickelt wird. Ferner ist eine horizontal ausgerichtete Andrückwalze vorgesehen, über die die Warenbahn dem Wickelkörper zugeführt wird und die in abstützendem Kontakt mit dem Warenwickel steht.
Sobald der Warenwickel fertig ist, wird das Schwenkgestell von der Andrückwalze weggeschwenkt und außerdem werden die beiden Tragarme um etwa 180° gedreht, so daß ein neuer Wickelkörper mit der Warenbahn in Kontakt
kommt. Nach dem Zurückschwenken des Schwenkgestells erfolgt das Querschneiden der Warenbahn und Anwickeln des neuen Wickelkörpers.
Wenngleich diese bekannte Vorrichtung einen reibungslosen und kontinuierlichen Betrieb ermöglicht, sind jedoch für das Verschwenken des Schwenkgestells und das Drehen der Tragarme äußerst leistungsstarke Motoren erforderlich.
Die in der EP-B-O 424 423 offenbarte Vorrichtung zum Anwickeln eines neuen leeren Wickelkörpers zum Ersatz eines vollen Warenwickels geht einen anderen Weg, indem sie auf das Schwenkgestell mit den zweiarmigen Tragarmen verzichtet. Bei der Vorrichtung gemäß der EP-B-O 424 423 besteht die Vorrichtung zum Wickeln einer Warenbahn im wesentlichen aus einer Einrichtung zum Zuführen eines Wickelkörpers, auf den die Warenbahn zu einem Warenwickel aufgewickelt wird, einer ersten, horizontal ausgerichteten Wickelwalze, über die die Warenbahn dem Wickelkörper zugeführt wird, und einer zweiten, horizontal ausgerichteten Wickelwalze, die in abstützendem Kontakt mit dem Warenwickel steht und gemeinsam mit dem fertigen Warenwickel von der ersten Wickelwalze wegschwenkbar ist. Außerdem wird der Warenwickel an den Enden des Wickelkörpers in Führungsschienen geführt.
Bei dieser bekannten Vorrichtung wird ein neuer Wickelkörper von oben gegen die Wenbahn geführt, so daß die oben über die erste Wickelwalze geführte Warenbahn auf den neuen Wickelkörper übergeleitet wird. Weiterhin ist unterhalb der Warenbahn eine Einrichtung vorgesehen, mit deren Hilfe das, abgeschnittene Ende der Warenbahn
um den neuen Wickelkörper gelegt wird. Der hierfür erforderliche Mechanismus ist relativ aufwendig, ohne daß dadurch ein sicheres und gutes Anwickeln gewährleistet wird.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung zum Wickeln einer Warenbahn gemäß dem Oberbegriff des Anspruches l insbesondere hinsichtlich eines zuverlässigeren Anwickelverhaltens zu verbessern.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Wickeln einer Warenbahn besteht im wesentlichen aus einer Einrichtung zum Zuführen eines Wickelkörpers, auf den die Warenbahn zu einen Warenwickel aufgewickelt wird, einer ersten, horizontal ausgerichteten Wickelwalze, über die die Warenbahn dem Wickelkörper zugeführt wird, und einer zweiten, horizontal ausgerichteten Wickelwalze, die in abstützendem Kontakt mit dem Warenwickel steht und gemeinsam mit dem fertigen Warenwickel von der ersten Wickelwalze wegschwenkbar ist. Die Einrichtung zum Zuführen des Wickelkörpers ist erfindungsgemäß derart angeordnet, daß ein neuer Wickelkörper von unten gegen die Warenbahn geführt wird, so daß die von unten um die erste Wickelwalze geführte Warenbahn auf den neuen Wickelkörper übergeleitet wird und diesen teilweise umschlingt.
Die der Erfindung zugrundeliegenden Versuche haben gezeigt, daß bei der erfindungsgemäßen Lösung ein verbessertes Anwickeln ermöglicht wird. Zudem läßt sich auch eine wesentlich bessere Wickelhärte erzielen.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß ist weiterhin eine Gegenhaltevorrichtung vorgesehen, die zwischen einer Ruhe- und einer Arbeitsstellung hin- und herbewegbar ist, wobei sie bei einer Bewegung von der Ruhe- in die Arbeitsstellung mit der Warenbahn derart in Kontakt kommt, daß sich der Umschlingungswinkel der Warenbahn um den neuen Wickelkörper vergrößert.
Weiterhin ist zweckmäßigerweise eine Einrichtung zum Querschneiden der Warenbahn in einem Bereich zwischen dem abgeschwenkten Warenwickel und dem neuen Wickelkörper vorgesehen.
In einer besonderen Ausgestaltung der Gegenhaltevorrichtung weist diese einen vorderen Kontaktbereich und einen hinteren Kontaktbereich auf, wobei die Warenbahn in der Arbeitsstellung der Gegenhaltevorrichtung über den vorderen und hinteren Kontaktbereich geführt wird. Die Einrichtung zum Querschneiden der Warenbahn ist dann bezüglich der Gegenhaltevorrichtung vorteilhafterweise auf der anderen Seite der Warenbahn angeordnet und wirkt mit der Gegenhaltevorrichtung derart zusammen, daß der Schnitt der Warenbahn im Bereich zwischen dem vorderen und hinteren Kontaktbereich der Gegenhaltevorrichtung erfolgt.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Gegenhaltevorrichtung weist diese einen Tragarm auf, an dessen einen Ende ein doppelarmiger Hebelarm schwenkbeweglich gelagert ist, der an seinem einen Ende den vor-
deren Kontaktbereich und an seinem anderen Ende den hinteren Kontaktbereich aufweist, wobei die Warenbahn in der Arbeitsstellung der Gegenhaltevorrichtung über den vorderen und hinteren Kontaktbereich geführt wird.
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In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der vordere Kontaktbereich in der Arbeitsstellung der Gegenhaltevorrichtung in den von der ersten Wickelwalze und dem neuen Wickelkörper gebildeten nach unten offenen Zwickel, wobei dieser vordere Kontaktbereich als eine mit Druckgas beaufschlagbare Düse ausgebildet ist, um - nach dem Querschneiden der Warenbahn - das abgeschnittene Ende in den zwischen der ersten Wickelwalze und dem neuen Wickelkörper gebildeten Zwickel zu blasen.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung werden im folgenden anhand der Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele und der Zeichnung näher erläutert.
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In der Zeichnung zeigen
Fig.l eine schematische Seitenansicht der Wickelvorrichtung während des Wickeins,
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Fig.2 eine schematische Seitenansicht der Wickelvorrichtung mit abgeschwenktem Warenwickel ,
Fig.3 eine schematische Seitenansicht der Wickelvorrichtung mit eingeschwenkter Gegenhaltevorrichtung,
Fig. 4
Fig.5
Fig. 6
eine schematische Seitenansicht der Wickelvorrichtung kurz vor dem Schneidvorgang,
eine schematische Detäilansicht im Bereich der Gegenhaltevorrichtung während des Schneidvorgangs,
eine schematische Seitenansicht der Wickelvorrichtung im AnfangsStadium des neuen Warenwickels,
Fig. 7
Fig. 8
Fig. 9
eine Schnittdarstellung der Zuführeinrichtung im Bereich eines Endes eines Wickelkörpers,
eine schematische Seitenansicht der Wickelvorrichtung in der Wickelstellung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel und
eine Seitenansicht der Wickelvorrichtung gemäß Fig.8 in der Schneidstellung.
Die Wickelvorrichtung gemäß Fig.l besteht im wesentlichen aus einer Einrichtung 3 zum Zuführen eines Wickelkörpers 4, auf den eine Warenbahn 5 zu einem Warenwickel 6 aufgewickelt wird, einer ersten, horizontal ausgerichteten Wickelwalze 1, über die die Warenbahn 5 dem Wickelkörper 4 zugeführt wird, und einer zweiten, horizontal ausgerichteten Wickelwalze 2, die in abstützendem Kontakt mit dem Warenwickel 6 steht und gemeinsam mit dem fertigen Warenwickel von der ersten Wickelwalze wegschwenkbar ist (siehe Fig.2).
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Weiterhin ist eine Gegenhaltevorrichtung 7 vorgesehen, die zwischen einer Ruhestellung (Fig.l) und einer Arbeitsstellung (Fig.4) hin- und herbewegbar ist, wobei sie bei einer Bewegung von der Ruhestellung in die Arbeitsstellung mit der Warenbahn derart in Kontakt kommt, daß sich der Umschlingungswinkel der Warenbahn um den neuen Wickelkörper 4 vergrößert (siehe Fig.5).
Die Gegenhaltevorrichtung 7 weist einen vorderen Kontaktbereich 7a und einen hinteren Kontaktbereich 7b auf, wobei die Warenbahn in der Arbeitsstellung (Fig.5) der Gegenhaltevorrichtung über den vorderen und hinteren Kontaktbereich geführt wird. Im übrigen besteht die Gegenhaltevorrichtung 7 aus einem Tragarm 7c, der schwenkbeweglich um eine Achse 7d gelagert ist und der an seinem der Achse 7d gegenüberliegenden Ende einen doppelarmigen Hebelarm 7e schwenkbeweglich lagert. Wie insbesondere aus Fig.5 zu ersehen ist, ist der vordere Kontaktbereich 7a an einem Ende und der hintere Kon-0 taktbereich 7b am anderen Ende des doppelarmigen Hebelarms 7e ausgebildet.
Weiterhin ist eine Einrichtung 8 zum Querschneiden der Warenbahn 5 in einem Bereich zwischen dem abgeschwenkten Warenwickel 6 und dem neuen Wickelkörper 4 vorgesehen, während die Gegenhaltevorrichtung 7 oberhalb der Warenbahn 5 angeordnet ist, befindet sich die Einrichtung 8 zum Querschneiden der Warenbahn unterhalb der Warenbahn, wobei beide Vorrichtungen derart zusammen- ·■ ■ - wirken, daß der Schnitt der Warenbahn im-Bereich zwi-~ sehen dem vorderen und hinteren Kontaktbereich 7a, 7b der Gegenhaltevorrichtung erfolgt (siehe Fig.5).
Die Einrichtung 3 zum Zuführen eines Wickelkörpers sieht im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Hubvorrichtung (siehe Fig.3) vor, mit der ein neuer Wickelkörper 4 aus einem Magazin 9 gegriffen wird und der neue Wickelkörper mittels der Hubeinrichtung von unten gegen die Warenbahn 5 geführt wird.
Zum Greifen eines neuen Wickelkörpers 4 weist die Zuführeinrichtung zwei als Pinolen 3b ausgebildete Haltemittel auf, die gemäß Fig.7 seitlich in den Wickelkörper 4 einführbar sind. Über einen lediglich schematisch angedeuteten Antrieb 10 können die Pinolen und damit der Wickelkörper 4 angetrieben werden.
Im folgenden wird die Betriebsweise der Wickelvorrichtung anhand der Fig.l und 7 näher erläutert:
In der Wickelstellung gemäß Fig.l wird die Warenbahn 5 über eine Umlenkwalze 11 der ersten Wickelwalze 1 zugeführt. Die von unten um die erste Wickelwalze 1 geführte Warenbahn wird auf den Wickelkörper bzw. den sich bildenden Warenwickel übergeleitet. Der sich bildende Warenwickel wird über die erste und vor allem auch über die zweite Wickelwalze 2 gestützt. Am Anfang der Wickelphase ist der Wickelkörper 4 seitlich durch die Haltemittel 3b geführt. Durch einen eigenen Antrieb des Wickelkörpers läßt sich der Wickelvorgang und insbesondere die Wickelhärte gezielt steuern.
Mit zunehmenden Durchmesser des Warenwickels 6 wird dann die Führung des Warenwickels durch Führungsschienen 12 übernommen, indem die Enden des Wickelkörpers mit den Führungsschienen in Kontakt kommen. Die Halte-
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mittel 3b werden dann seitlich abgezogen und in eine Warteposition gebracht.
Die Umfangsgeschwindigkeit der ersten Wickelwalze 1 entspricht der Geschwindigkeit der Warenbahn in der Behandlungsvorrichtung. Die Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Wickelwalze kann, sofern sie mit einem Einzelantrieb ausgerüstet ist, mit Vor- oder Nacheilung angetrieben werden, um so auf die Wickelfestigkeit Einfluß zu nehmen.
Wenn der Warenwickel 6 den gewünschen Durchmesser erreicht hat, wird er mit Hilfe einer Verstelleinrichtung 13 zusammen mit der zweiten Wickelwalze 2 abgeschwenkt, wie das aus Fig.2 zu ersehen ist. Ein neuer Wickelkörper 4 wird mit Hilfe der Zuführeinrichtung 3 aus dem Magazin 9 von unten gegen die Warenbahn 5 geführt, so daß die von unten um die erste Wickelwalze 1 geführte Warenbahn 5 auf den neuen Wickelkörper 4 übergeleitet wird und diesen teilweise umschlingt.
Dann wird die Gegenhaltevorrichtung 7 gemäß Fig.3 eingeschwenkt, wobei deren Tragarm so ausgerichtet ist, daß die Gegenhaltevorrichtung mit ihrem vorderen Kontaktbereich 7a als erstes mit der Warenbahn 5 in Kontakt kommt. Alsdann wird der Tragarm 7c gemäß Fig.4 in Position gedreht, wobei der vordere Kontaktbereich 7a der Gegenhaltevorrichtung in den von der ersten Wickelwalze 1 und dem neuen Wickelkörper 4 gebildeten, nach unten offenen Zwickel 16 weist, so daß sich der Umschlingungswinkel der Warenbahn 5 um den neuen Wickelkörper 4 vergrößert (siehe Fig.4).
Der Schneidvorgang erfolgt unmittelbar danach innerhalb von Sekundenbruchteilen (siehe Fig.4 und 9) , wobei die Einrichtung 8 zum Querschneiden der Warenbahn unmittelbar nach dem Schneidvorgang wieder in die Wartestellung gemäß den Fig.l bis 4 gefahren wird.
Die Warenbahn 5 ist in Fig. 5 vor dem Schneidvorgang durch eine strichpunktierte Linie dargestellt. Die sich durch den Schneidvorgang ergebenden beiden Enden 5a bzw. 5b der Warenbahn sind gestrichelt dargestellt. Während das Ende 5b durch den Antrieb der zweiten Wickelwalze 2 auf den Warenwickel 6 fertig aufgewickelt wird, erfolgt mit dem anderen Ende 5a das Anwickeln des neuen Wickelkörpers 4. Die Drehrichtungen der ersten Wickelwalze 1 und des neuen Wickelkörpers 4 werden durch die Pfeile 14 und 15 angezeigt.
Wie insbesondere aus Fig. 5 zu ersehen ist, wird der neue Wickelkörper 4 mit der Warenbahn 5 mit Hilfe der Gegenhaitevorrxchtung 7 bereits zu etwa drei Vierteln umschlungen. Um nun das Einführen des Endes 5a der Warenbahn in den zwischen der ersten Wickelwalze 1 und dem neuen Wickelkörper 4 gebildeten Zwickel 16 zu erleichtern, ist der vordere Kontaktbereich 7a der Gegenhaltevorrxchtung als eine abgerundete, im Querschnitt etwa dreieckförmige Leiste ausgebildet. Der vordere Kontaktbereich ist zudem mit Düsen 17 versehen, die mit Druckgas beaufschlagbar sind. Durch eine entsprechende Druckluftbeaufschlagung nach dem Schneidvor-0 gang wird das abgeschnittene Ende der Warenbahn in den Zwickel 16 geblasen, wodurch das Anwickeln erheblich unterstützt wird.
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Nach erfolgtem Anwickeln wird auch die Gegenhaitevorrichtung 7 wieder in ihre Ruhestellung gedreht, während gleichzeitig der fertige Warenwickel 6 in eine nicht näher dargestellte Vorrichtung abgelegt wird. Anschlie-Send wird die Wickelwalze 2 mit den Führungsschienen 12 in eine Zwischenposition eingeschwenkt, um das Anwickeln (siehe Fig.6) fortzuführen. Sobald ein vorgegebener Durchmesser des neu angewickelten Warenwickels erreicht ist, wird die Wickelwalze 2 wieder in die Wickelposition gemäß Fig.l geschwenkt.
Die beiden Wickelwalzen l, 2, die Gegenhaltevorrichtung 7 und die Einrichtung 8 zum Querschneiden der Warenbahn sind für eine maximale Arbeitsbreite ausgelegt. Lediglieh die als Pinolen ausgebildeten Haltemittel, die Führungsschienen 12 und das Magazin 9 müssen auf eventuell geringere Arbeitsbereiten einstellbar sein.
Die Einrichtung 8 zum Querschneiden der Warenbahn ist üblicherweise mit rotierenden Schneidmessern versehen (siehe Fig.5). Es sind in diesem Zusammenhang jedoch auch feststehende Messer denkbar.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in den Fig.8 und 9 dargestellt. Es unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel im wesentlichen nur durch die Einrichtung 31 zum Zuführen eines neuen Wickelkörpers 4. Anstelle der Hubvorrichtung 3a gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ist hier ein Schwenkarm 3'a vorgesehen, der eine etwas kompaktere Bauweise ermöglicht. Während des Wickelvorgangs wird mit dem Schwenkarm 3'a der neue Wickelkörper 4 aus dem Magazin 9 genommen und in Wartestellung gemäß Fig.8 gebracht.
Wenn der Warenwickel 6 den gewünschten Durchmesser erreicht hat, wird dieser abgeschwenkt, so daß der in Wartestellung befindliche Wickelkörper 4 in die Wickelposition gemäß Fig.9 gedreht wird.
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Die als Pinolen ausgebildeten Haltemittel 3'b sind als separate Einrichtung oberhalb der Warenbahn angeordnet und werden dann nach unten geschwenkt, um den in Wickelposition befindlichen Wickelkörper 4 aufzunehmen.
Es erfolgt dann das Einschwenken der Gegenhaltevorrichtung 7, das Schneiden, das Anwickeln, das Zurückdrehen der Gegenhaitevorrichtung und das Ablegen des Warenwickels in der bereits oben bezüglich des ersten Ausführungsbeispieles gezeigten Art und Weise.
Beide Ausführungsbeispiele zeichnen sich durch ein verbessertes Anwickelverhalten aus.
Claims (17)
1. Vorrichtung zum Wickeln einer Warenbahn (5), mit
- einer Einrichtung (3, 3') zum Zuführen eines Wickelkörpers (4), auf den die Warenbahn zu einem Warenwickel (6) aufgewickelt wird,
- einer ersten, horizontal ausgerichteten Wickelwalze (1), über die die Warenbahn dem Wickelkörper zugeführt wird, und
- einer zweiten, horizontal ausgerichteten Wickelwalze (2), die in abstützendem Kontakt mit dem Warenwickel steht und gemeinsam mit dem fertigen Warenwickel von der ersten Wickelwalze wegschwenkbar ist,
- dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Zuführen des Wickelkörpers (4) derart angeordnet ist, daß ein neuer Wickelkörper von unten gegen die Warenbahn (5) geführt wird, so daß die von unten um die erste Wickelwalze (1) geführte Warenbahn auf den neuen Wickelkörper (4) übergeleitet wird und diesen teilweise umschlingt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Gegenhaltevorrichtung (7), die zwischen einer Ruhe- und einer Arbeitsstellung hin- und herbewegbar ist, wobei sie bei einer Bewegung von der Ruhe- in die Arbeitsstellung mit der Warenbahn (5) derart in Kontakt kommt, daß sich der Umschlingungswinkel der Warenbahn um den neuen Wickelkörper (4) vergrößert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (8) zum Querschneiden der Warenbahn in einem Bereich zwischen dem abgeschwenkten Warenwickel (6) und dem neuen Wickelkörper (4).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenhaltevorrichtung (7) einen vorderen Kontaktbereich (7a) und einen hinteren Kontaktbereich (7b) aufweist, wobei die Warenbahn (5) in der Arbeitsstellung der Gegenhaltevorrichtung über den vorderen und hinteren Kontaktbereich geführt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (8) zum Querschneiden der Warenbahn, die bezüglich der Gegenhaltevorrichtung (7) auf der anderen Seite der Warenbahn (5) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (8) zum Querschneiden der Warenbahn, die bezüglich der Gegenhaltevorrichtung (7) auf der anderen Seite der Warenbahn (5) angeordnet ist, und mit dieser derart zusammenwirkt, daß der Schnitt der Warenbahn im Bereich zwischen dem vorderen und hinteren Kontaktbereich (7a, 7b) der Gegenhaltevorrichtung erfolgt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenhaltevorrichtung (7) einen Tragarm (7c) aufweist, an dessen einen Ende ein doppelarmiger Hebelarm (7e) schwenkbeweglich gelagert ist, der an seinem einen Ende einen vorderen Kontaktbereich (7a) und an seinem anderen Ende einen hinteren Kontaktbereich (7b) aufweist, wobei die Warenbahn in der Arbeitsstellung der Gegenhaltevorrichtung über den vorderen und hinteren Kontaktbereich geführt wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Kontaktbereich (7a) der Gegenhaltevorrichtung (7) durch eine abgerundete, im Querschnitt etwa dreieckförmige Leiste gebildet wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Kontaktbereich (7a) in der Arbeitsstellung der Gegenhaltevorrichtung (7) in den von der ersten Wickelwalze (1) und dem neuen Wickelkörper (4) gebildeten, nach unten offenen Zwickel (16) weist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Kontaktbereich (7a) in der Arbeitsstellung der Gegenhaltevorrichtung (7) in den von der ersten Wickelwalze (1) und dem neuen Wickelkörper (4) gebildeten, nach unten offenen Zwickel (16) weist und dieser vordere Kontaktbereich als eine mit Druckgas beaufschlagbare Düse (17) ausgebildet ist, um - nach dem Querschneiden der Warenbahn - das abgeschnittene Ende (5a) in den zwischen der ersten Wickelwalze und dem neuen Wickelkörper gebildeten Zwickel (16) zu blasen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickelkörper (4) einen eigenen Antrieb aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung (3) eine Hubvorrichtung (3a) aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung (3') einen Schwenkarm (3'a) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Warenwickel (6) während des Wickelns in abstützendem Kontakt mit der ersten und der zweiten Wikkelwalze (1, 2) steht.
15. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wickelwalze (2) einen eigenen Antrieb aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ferner Führungsschienen (12) zur Führung der Enden des Wickelkörpers (4) vorgesehen sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung zwei Haltemittel (3b) aufweist, die zur Halterung des Wickelkörpers (4) seitlich in diesen einführbar sind.
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