DE20120745U1 - Kondensatwasserablauf - Google Patents
KondensatwasserablaufInfo
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Description
(18 702)
Die Neuerung betrifft einen Kondensatwasserablauf für Brennwertheizgeräte, bestehend aus einem gas- und flüssigkeitsdicht abgeschlossenen Behälter mit Kondensateinlauf und Kondensatablauf.
Ein derartiger Kondensatwasserablauf ist bspw. nach dem DE 93 07 833.1 Ul bekannt, der aus einem an Heizkesselabgaszügen angeschlossenen Gehäuse mit Abgasanschlußstutzen und Kondensatwasserablaufstutzen besteht. Außer dieser Ausbildung ist vor der Kondensatwasserablauföffnung des AblaufStutzens in einem Halter begrenzt beweglich ein Aufschwimm- und Öffnungsverschlußkörper angeordnet, wobei in besonderer Ausführungsform vorgesehen ist, diesen Kondensatwasserablauf in Form eines Siphons auszubilden. Ein solcher Siphon, der dem gleichen Zweck dient, nämlich für eine gasseitige Abdichtung im Bereich des erforderlichen Kondensatablaufes eines Brennwertkessels zu sorgen, ist in Fig.6 dargestellt, da für diesen Siphon, der ohne Öf fnungsverschluiSkörper auskommt, kein druckschriftlicher Nachweis geführt werden kann. Mit solchen als Siphon wirkenden Kondensatwasserabläufen ist eine Rückhaltung von unverbrannten Heizöltröpfchen, die bei Fehlfunktion des Brenner mit dem Kondensat anfallen können, und auch von niedergeschlagenen Brennstoffresten, die gegf . vom ablaufenden Kondensat mitgeführt werden, nicht möglich, d.h., solche Kondensatanteile würden, sofern Einrichtungen zur Kondensatneutralisation nachgeschaltet sind, solche Einrichtungen belasten oder auch direkt die Umwelt bei Einleitung des Kondensats in die Abwasserkanalisation.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kondensatwasserablauf der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß nicht nur, wie bisher, auch schon, eine gasseitige Abdichtung gewährleistet ist, sondern auch im Kondensat enthaltene Schadstoffe bei einfacher Bauweise eines solchen Ablaufes zurückgehalten und einer einfachen Entsorgung zugänglich sind.
Diese Aufgabe ist mit einem Kondensatwasserablauf der eingangs genannten Art nach der Neuerung dadurch gelöst, daß der Innenraum des Behälters durch ein Trennelement in einen Absetzraum und einen Abflußraum gegliedert ist, daß der Kondensateinlauf im Absetzraum ausmündet, daß die Einmündung des Kondensatablaufes im Abflußraum tiefer angeordnet ist als die Ausmündung des Kondensateinlaufes und daß der Kondensatablauf zwischen Anordnungsniveau der Ausmündung des Kondensateinlaufes ,und dem Verschlußdeckel des Behälters seitlich aus dem Behälter herausgeführt ist.
Noch näher zu erläuternde vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich nach den Unteransprüchen.
Durch diese neue und denkbar einfache Ausbidlung ist dafür gesorgt, daß sich zum einen vom einlaufenden Kondensat mitgeführte Feststoffe im Absetzraum absetzen und in dessen Bodenbereich sammeln können und daß sich zum anderen von Spuren von nicht verbranntem, flüssigem, ebenfalls vom Kondensat mitgeführten Brennstoff ein dünner Ölfilm auf dem im Kondensatablauf angesammelten Kondensat bildet, der aber nicht in den Kondensatauslauf gelangen kann. Voraussetzung dafür ist die oben zitierte Maßgabe, daß die Einmündung des Kondensatauslaufes im Abflußraum tiefer angeordnet ist als die Ausmündung des Kondensateinlaufes und daß der Kondensatablauf, d.h.,
dessen tiefstliegende Begrenzung bzw. Mantellinie des den Ablauf bildenden Rohres zwischen dem Anordnungsniveau der Ausmündung des in den Absatzraum gerichteten Kondensateinlaufes und dem Verschlußdeckel des Behälters seitlich aus dem Behälter herausgeführt ist.
Es handelt sich bei diesem neuartigen Kondensatwasserablauf also gewissermaßen um eine besondere Art von* Siphon, mit dem zum einen für einen gasdichten Verschluß gesorgt ist, zum anderen aber auch durch die Aufteilung in einen Absetzraum und einen Abflußraum für eine Abscheidung bzw. Trennung von solchen Teilen, die nicht in eine gegf. nachgeschaltete Neutralisationseinrichtung oder direkt in die Kanalisation gelangen dürfen. Zu berücksichtigen ist dabei, daß der Anteil von aus dem permanent zulaufenden Kondensat abzusetzenden bzw. abzutrennenden Komponenten bezogen auf die anfallende Gesamtkondensatmenge relativ gering ist, so daß eine Reinigung des neuartigen Gerätes bzw. Kondensatablaufes nur in relativ großen Zeitabständen erforderlich ist.
Der neuartige Kondensatwasserablauf wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt schematisch
Fig.l einen Schnitt durch den Kondensatablauf;
Fig.2 einen entsprechenden Schnitt einer besonderen Ausführungsform;
Fig.3 eine Ausfuhrungsform der Herausführung des Kondensatauslaufes
aus dem Behälter;
aus dem Behälter;
Fig.4,5 Ausführungsformen eines sogenannten Sorptionsteiles
und
und
Fig.6 im Schnitt zum Vergleich einen bislang schon für einen
Gasverschluß dienenden Kondensatablaufsiphon.
Gasverschluß dienenden Kondensatablaufsiphon.
Der Kondensatwasserablauf für Brennwertheizgeräte besteht nach wie vor aus einem gas- und flüssigkeitsdicht abgeschlossenen Behälter 1 mit Kondensateinlauf 2 und Kondensatablauf 3, für den aber nunmehr wesentlich ist, daß der Innenraum des Behälters 1 durch ein Trennelement 4 in einen Absetzraum 5 und einen Abflußraum 6 gegliedert ist. Der Kondensateinlauf 2 mündet dabei unter Verweis auf die Fig.l und 2 im Absetzraum 5 aus, und die Einmündung 7 des Kondensatablaufes 3 ist im Abflußraum 6 tiefer angeordnet als die Ausmündung 8 des Kondensateinlaufes 2, wobei der Kondensatablauf 3 zwischen Anordnungsniveau der Ausmündung 8 des Kondensateinlaufes 2 und dem Verschlußdeckel 9 des Behälters 1 seitlich aus dem Behälter 1 herausgeführt ist.
Der Kondensateinlauf 2 ist dabei vorteilhaft am dicht aber lösbar am Behälter 1 aufgesetzten Verschlußdeckel 9 angeordnet, d.h., bei Abnahme des Deckels 9 zu Reinigungszwecken ist das den Kondensateinlauf 2 bildende Rohr bzw. Röhrchen gleich mit entfernt, das bspw. in Form einer Schlauchtülle ausgebildet sein kann, die mit einem Schlauch S aus geeignetem Material mit dem Kondensatablaufstutzen am Brennwertheizkessel bzw. am Brennwertheizgerät in Verbindung steht.
Das vorerwähnte Trennelement 4 kann in Form einer Trennwand 4■ und/oder eines den Abflußraum 6 definierenden Sorptionsmittels 4", wie Aktivkohle, ausgebildet sein.
Diese mit "und/oder" in Betracht gezogene Alternativausbildung hat folgenden Grund:
Die vorbeschriebene Doppelfunktion des Kondensatablaufes, nämlich Absetzen und Getrennthaltung von Feststoffteilchen und Aufschwimmen eines dünnen Brennstofffilmes F kann an sich schon allein durch eine entsprechend hoch bemessene Trennwand 4' im Behälter 1 erreicht werden.
-5-
Um sicherzustellen, daß in den Abflußraum 6 aus welchen Gründen auch immer gelangte Brennstofftropfchen nicht in den Kondensatauslauf 3 gelangen können, ist vorteilhaft vorgesehen, ein sogenanntes Sorptionsmittel 4" zur Anwendung zu bringen, und zwar solche Mittel, die flüssige Brennstoffe zu binden in der Lage sind, was u.a. bspw. Aktivkohle leistet.
Sofern das Sorptionsmittel 4" in Form einer Partikelschüttung im Abflußraum 6 angeordnet werden soll, ist dies natürlich nur in Verbindung mit einer Trennwand 4' möglich, um einen definierten Abflußraum 6 darstellen zu können.
Möglich ist aber auch, das Sorptionsmittel 4" als durchsrömbaren, porösen Formkörper 10 (siehe Fig.4,5) auszubilden und diesen fest oder lösbar mit dem zuströmseitigen Endbereich des Kondensatauslaufes 3 zu verbinden. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig.4 ist ein solcher Formkörper mit einer an das Röhrchen des Kondensatauslaufes 3 angepaßten Ausnehmung 11 versehen, in die das Ende des Auslaufrohres dicht passend aber lösbar eingesetzt werden kann.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig.5 handelt es sich demgegenüber um einen direkt mit dem Endbereich des Kondensatauslaufes 3 verpreßten Formkörper 10.
Abgesehen davon, daß ein entsprechend dimensionierter Formkörper natürlich auch in einen von einer Trennwand 4' im Behälter 1 definierten Abflußraum 6 eingesetzt werden kann, kann ein in sich formbeständiger, aus einem Sorptionsmittel gebildeter Formkörper auch ohne Trennwand im Behälter 1 angeordnet werden, der dann selbst den Abflußraum 6 definiert.
Bei fester oder gesteckter Anordnung des Formkörpers 10 am Endbereich des Kondensatauslaufes 3 ist dieser abgedichtet und
entnehmbar in einem Wanddurchgriff 12 des Behältnisses 1 angeordnet, wie dies bspw. in Fig.3 dargestellt ist. Bei diesem Wanddurchgriff 12 handelt es sich bspw. um einen straff und dicht in eine entsprechende Wandausnehmung 14 des Behälters 1 aufschiebbare Dichtung aus geeignetem Material.
Eine weitere, diesbezüglich mögliche und "auch bevorzugte Ausführungsform besteht unter verweis auf Fig.l darin, daß bei ebenfalls fester oder gesteckter Anordnung des Formkörpers 10 am Endbereich des Kondensatablaufes 3 dessen im Behälter befindlicher Teil 3' flüssigkeitsdicht lösbar mit einem außen am Behälter 1 angeordneten Ablaufanschluß 13 verbunden ist. Nach Lösung einer solchen Verbindung kann das Teil 3 ' mit dem daran befindlichen Formkörper 10 bzw. Sorptionsteil 4" problemlos zu Reinigungszwecken entnommen, gereinigt oder gegen einen entsprechenden Ersatz ausgetauscht werden.
Im übrigen sei darauf hingewiesen, daß dieser Kondensatwasserablauf keineswegs zwingend, wie dargestellt, kastenförmig und mit nebeneinander angeordneten Räumen 5, 6 ausgebildet sein muß, d.h., der Behälter 1 kann im Querschnitt auch kreisförmig ausgebildet sein, was auch für den Formkörper 10 und gegf. auch, soweit vorhanden, für die Trennwand 41 gilt. Der Kondensatzulauf 2 würde dabei exzentrisch in den dann ringförmigen Absetzraum 5 einmünden, der die Trennwand 7 bzw. den Formkörper 10 umgibt.
Um eine Vorstellung von de,.r Größe eines solchen Kondensatablaufes zu vermitteln, sei ferner darauf hingewiesen, daß der Behälter 1 mit einem Volumen in der Größenordnung von 1-2 Litern bemessen ist.
·♦♦.··
Claims (8)
1. Kondensatwasserablauf für Brennwertheizgeräte, bestehend aus einem gas- und flüssigkeitsdicht abgeschlossenen Behälter (1) mit Kondensateinlauf und Kondensatablauf (3), dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum des Behälters (1) durch ein Trennelement (4) in einen Absetzraum (5) und einen Abflußraum (6) gegliedert ist,
daß der Kondensateinlauf (2) im Absetzraum (5) ausmündet,
daß die Einmündung (7) des Kondensatablaufes (3) im Abflußraum (6) tiefer angeordnet ist als die Ausmündung (8) des Kondensateinlaufes (2) und
daß der Kondensatablauf (3) zwischen Anordnungsniveau der Ausmündung (8) des Kondensateinlaufes (2) und dem Verschlußdeckel (9) des Behälters (1) angeordnet und seitlich aus dem Behälter (1) herausgeführt ist.
daß der Kondensateinlauf (2) im Absetzraum (5) ausmündet,
daß die Einmündung (7) des Kondensatablaufes (3) im Abflußraum (6) tiefer angeordnet ist als die Ausmündung (8) des Kondensateinlaufes (2) und
daß der Kondensatablauf (3) zwischen Anordnungsniveau der Ausmündung (8) des Kondensateinlaufes (2) und dem Verschlußdeckel (9) des Behälters (1) angeordnet und seitlich aus dem Behälter (1) herausgeführt ist.
2. Ablauf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensateinlauf (2) am dicht aber lösbar am Behälter (1) aufgesetzten Verschlußdeckel (9) angeordnet ist.
3. Ablauf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennelement (4) in, Form einer Trennwand, (4') und/oder eines den Abflußraum (6) definierenden Sorptionsmittels (4"), wie Aktivkohle, ausgebildet ist.
4. Ablauf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sorptionsmittel (4") in Form einer Partikelschüttung im Abflußraum (6) angeordnet ist.
5. Ablauf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sorptionsmittel (4") als poröser Formkörper (10) ausgebildet und dieser fest oder lösbar mit dem zuströmseitigen Endbereich des Kondensatauslauf (3) verbunden ist.
6. Ablauf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei fester oder gesteckter Anordnung des Formkörpers (10) am Endbereich des Kondensatauslaufes (3) dieser abgedichtet und entnehmbar in einem Wanddurchgriff (22) des Behältnisses (1) angeordnet ist.
7. Ablauf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei fester oder gesteckter Anordnung des Formkörpers (10) am Endbereich des Kondensatablaufes (3) dessen im Behälter befindlicher Teil (3') flüssigkeitsdicht lösbar mit einem außen am Behälter (1) angeordneten Ablaufanschluß (13)
8. Ablauf nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) im Horizontalschnitt kreisförmig ausgebildet und in diesem der Abflußraum (6) zentrisch angeordnet ist.
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|---|---|---|---|
| DE20120745U DE20120745U1 (de) | 2001-12-21 | 2001-12-21 | Kondensatwasserablauf |
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| DE20120745U DE20120745U1 (de) | 2001-12-21 | 2001-12-21 | Kondensatwasserablauf |
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| DE20120745U Expired - Lifetime DE20120745U1 (de) | 2001-12-21 | 2001-12-21 | Kondensatwasserablauf |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE20120745U1 (de) |
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| WO2025126095A1 (en) * | 2023-12-12 | 2025-06-19 | Innova S.R.L. | Condensation injection kit for air-conditioning units, in particular for waterloop plants |
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- 2001-12-21 DE DE20120745U patent/DE20120745U1/de not_active Expired - Lifetime
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