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DE2012041C3 - Mangan-Zink-Ferritkern und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Mangan-Zink-Ferritkern und Verfahren zu dessen Herstellung

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DE2012041C3
DE2012041C3 DE19702012041 DE2012041A DE2012041C3 DE 2012041 C3 DE2012041 C3 DE 2012041C3 DE 19702012041 DE19702012041 DE 19702012041 DE 2012041 A DE2012041 A DE 2012041A DE 2012041 C3 DE2012041 C3 DE 2012041C3
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mol
manganese
sintered
tio
temperature
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DE19702012041
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DE2012041A1 (de
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Ingrid Dr. 8000 Muenchen Hanke
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Siemens AG
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Siemens AG
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/26Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on ferrites
    • C04B35/2658Other ferrites containing manganese or zinc, e.g. Mn-Zn ferrites

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  • Magnetic Ceramics (AREA)

Description

49 bis 53 Mol-% Fe2O3.
31 bis 35 Mol-% MnO,
7 bis 19 Mol-% ZnO,
1,5 bis 3,5 Mol-% TiO2,
zusätzlich etwa
0,05 bis 0,2 Mol- % CaO.
3. Verfahren zur Herstellung eines Mangan-Zink-Ferritkerns einer Anfangspermeabilität < etwa 1800 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsoxide gemischt, gegebenenfalls vorgesintert und anschließend mit etwa 0,05 bis 0,2 Gew.-% CaCO3 oder einer entsprechenden Menge CaO versetzt, gepreßt, in Luft oder in inerter Atmosphäre auf eine Sintertemperatur von etwa 1000 bis 12000C aufgeheizt, etwa 1 bis 4 Stunden in einer inerten Atmosphäre (Sauerstoffgehalt < etwa 0,5 Vol.-%) gesintert und in inerter Atmosphäre abgekühlt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsoxide gemischt, gegebenenfalls vorgeüintert und anschließend mit etwa 0,05 bis 0,2 Gew.-% CaCO3 oder einer entsprechenden Menge CaO versetzt, gepreßt, in Stickstoff auf eine Sintertemperatur von etwa 1100 bis 12000C aufgeheizt, etwa 2 Stunden in einer inerten Atmosphäre (Sauerstoffgehalt < etwa 0,05 Vol.-%) gesintert und in reinem Stickstoff (Sauerstoffgehalt < etwa 0,01 Vol.-%) abgekühlt werden, wobei wenigstens bis 500°C die Abkühlung mit etwa 2000C pro Stunde erfolgt.
5. Verfahren zur Herstellung eines hochpermeablen Mangan-Zink-Ferritkcrns nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsoxide gemischt, gegebenenfalls vor-Für den Einsatz, insbesondere als Ferromagnetika
für magnetische Spulen in elektromagnetischen Filtern, in einem weiten Betriebstemperaturbereich, z. B. zwischen —60 und +8O0C, sind mittel- oder hochpermeable ferromagnetische Bauelemente erforderlich, deren gesamte Eigenschaften nicht nur den höchsten Ansprüchen bei Raumtemperatur genügen, sondern diese Eigenschaften sollen sich in einem weiten Betriebstemperaturbereich nur wenig ändern. Insbesondere für die vorerwähnten Filterzwecke benötigt man Ferromagnetika, die sich in einem weiten Tempe-
raturbereich durch einen konstanten oder äußerst geringen Temperaturkoeffizienten der Anfangspermeabilität, des bezogenen Verlustfaktors und des bezogenen Hysteresebeiwertes auszeichnen. Dafür ist eine hohe Curietemperatur besonders vorteilhaft.
Die Erfindung betrifft geeignete Ferromagnetika, nämlich mittel- oder hochpermeable Mangan-Zink-Ferritkerne, und ein Verfahren zur Herstellung dieser Kerne.
Wie an sich bekannt ist, weisen Mangan-Zink-
Ferrite hohe Anfangspermeabilitäten von mehr als μι = 1000 und geringe Verluste auf, wenn ihr Anteil an Fe2O3 in der Ausgangsmischung mehr als 50 Mol-% betrügt. Der den Betrag von 50 Mol-% Fe2O3 übersteigende Eisenoxidanteil wird bei der Fertigung des
Ferrits teilweise oder vollständig in die zweiwertige Form FcO umgesetzt und als FeO · Fe2O3 in das kubische Spinellgitter des Ferrits eingebaut. So enthält beispielsweise die DE-AS 10 54 002 den Hinweis, daß optimale Gütewerte dann erreichbar sind, wenn das gesinterte Endprodukt 49,7 bis 50,6 Mol-% Fe2O3 und 0,3 bis 7,5 Mol-% FeO aufweist. Der Anteil an Manganoxid in der Ausgangsmischung beträgt dabei 24 bis 38 Mol-% (als MnO berechnet). Der Rest besteht im wesentlichen aus Zinkoxid. Es ist durch diese Patentschrift auch bekannt, daß man eine äußerst gute Temperaturstabiität derartiger Ferritkerne erreichen kann, wenn eier MnO-Anteil 31 Mol-% und der Fe2O3-Anteil der Ausgangsmischung 53,6 Mol-%
beträgt. Die Anfangspermeabilität eines solchen Kernes ist 2710, während seine bezogenen Hystereseverluste h/μϊ1 = 0,375 · ΙΟ"3 cm/kA bei 100 kHz sind. Dabei soll darauf geachtet werden, daß der Verunreinigungsgrad des Ferrits 0,2 Gew.-% der Gesamtmasse nicht überschreitet. Neben anderen störenden Verunreinigungen ist vor allem Titan als nachteilig bezeichnet, das allenfalls nur in Spuren im Ferrit auftreten soll.
Durch die französische Patentschrift 14 04 042 ist es bekannt, daß Mangan-Zink-Ferrite mit geringen Verlustfaktoren erhältlich sind, wenn neben 0,05 bis 0,5 Gew.- % Kalziumoxid auch geringe Anteile Titanoxid in der gleichen Größenordnung bei der Herstellung des Ferrits verwendet werden. Dabei ist eine Anfangspermeabilität von 1780 und ein bezogener Verlustfaktor tan δ/μι = 1,1 · 10~β bei 100 kHz erreichbar. Gesintert wird ein derartiger Kern bsi 12000C 3 Stunden in einer 7VoI.-% Sauerstoff enthaltenden Stickstoffatmosphäre. Die Oxide der Ausgangsmischung werden vor dem Sintern eine Stunde bei 85O0C thermisch vorbehandelt und erst anschließend, d. h. zwischen Vorbehandlung und Sinterung, mit Kalziumkarbonat versetzt und 2 Stunden gemahlen. Die Abkühlung nach der Sinterung erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 100° C pro Stunde. Die Stabilität dieser, 53,5 Mol-% Fe2O3 enthaltender Mangan-Zink-Ferrite läßt jedoch sehr zu wünschen übrig.
Durch die DE-AS 11 23 243 ist es bereits bekannt, zur Verbesserung des Verlustfaktors von Mangan-Zink-Ferrit diesem neben 0,05 bis 0,3 Gew.-% Kalziumoxid 0,005 bis 0,035 Gew.-% Siliziumdioxid zuzugeben. Dabei wird auch bereits beschrieben, zur Verbesserung des Temperaturkoeffizienten der Permeabilität Oxide des Aluminiums, Zinns und des Titans in Anteilen von etwa 0,5% zuzusetzen. Bei einem Anteil von 54 MoI-% Fe2O3, 35 Mol-% MnO, Rest Zinkoxid, weist dieser Ferrit in einem Temperaturbereich zwischen 0 und +400C einen bezogenen Temperaturbeiwert «///( = 0,8 · 10~e/°C bei einem bezogenen Hysteresebeiwert Ιι/μ^ — 0,25 · 10~3 cm/kA bei 100 kHz auf.
Zur Verbesserung der Temperatur- und der zeitlichen Stabilität der Anfangspermeabilität von derartigen Mangan-Zink-Ferritkernen, die geringe Verluste bei mittlerer und hoher Anfangspermeabilität aufweisen, d. h. zur Verminderung der Desakkommodation und der Temperaturabhängigkeit der Anfangspermeabilität, schlägt das Hauptpatent 16 71035 einen Ferrit folgender Zusammensetzung der Ausgangsoxide vor:
51,5 bis 53,5 Mol-% Fe2O3 und TiO2,
davon 0,7 bis 3,5 Mol-% TiO2 und mindestens
etwa 49 bis höchstens
52,8 Mol-% Fe2O3,
MnO,
ZnO,
26 bis 30,5 Mol-%
17 bis 22 Mol-%
zusätzlich etwa 0,05 bis 0,2 Gew.-% Kalziumoxid.
Dieser Mangan-Zink-Ferritkern kann so zusammengesetzt sein, daß die Summe der Anteile an Fe2O3 und TiO1, 52 bis 53 Mol-% ist, wobei der Titandioxidanteil 0,7 bis 2,0 Mol-% beträgt. Dieser Ferrit enthält 28 bis 30 MoI-% Manganoxid und 17,5 bis 19,5 Mol-% Zinkoxid.
Die vorliegende Verbesserung der Lehre nach dem Hauptpatent beruht auf der Erkenntnis, daß ein mit geringstmöglichen Verlusten und einem in einem weiten Temperaturbereich konstanten oder äußerst geringen Temperaturkoeffizienten der Anfangspermeabilität, des bezogenen Verlustfaktors und der bezogenen Hysteresebeiwerte ausgezeichneter Mangan-Zink-Ferrit möglich ist, wenn die Curietemperatur nach hohen Temperaturen verschoben wird.
Hierzu sei bemerkt, daß es bisher nur bekannt war, daß sich die Curietemperatur durch Zugabe einer geringen, beispielsweise etwa 1 Mol-% betragenden FeäO3-Menge um jeweils mehrere Grade nach höheren Temperaturen verschieben läßt, wobei jedoch durch die Fe2O3-Zugabe in Höhe von 1 Mol- % der Desakkommodationsbeiwert D etwa vervierfacht und das für die Einstellung kleiner Verluste im Anwendungstemperaturbereich erforderliche sekundäre Maximum der Anfangspermeabilität um etwa 60°C nach tiefen Temperaturen verschoben wird.
Erst Untersuchungen, die schließlich zur vorerwähnten Erkenntnis führten, haben gezeigt, daß zwischen der Curietemperatur, der Temperaturlauge des sekundären Permeabilitätsmaximums und der Zusammensetzung des Ferrits der folgende Zusammenhang besteht:
Änderung der
Komponenten
Änderung der
Curietemperatur
Änderung der Temperatur
lage des sek. //(-Maximums
+ 1 Mol-%
Fe2O3
+ 12,8 grd as -60 grd
+ 1 Mol-%
TiO2
+9,9 grd * 100 bis -130 grd
+ 1 Mol-%
ZnO
-8,5 grd as —10 grd
Ausgehend von der aus diesen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnis schlägt die Erfindung zur Schaffung eines mittel- oder hochpermeablen Mangan-Zink-Ferritkerns, der sich durch die eingangs bzw. vorstehend erwähnten Eigenschaften auszeichnet, die folgende auf die Ausgangsoxide bezogene Zusammensetzung vor:
49 bis 53 Mol-% Fe2O3,
31 bis 35 MoI-%O MnO,
7 bis 19 Mol-% ZnO,
1 bis 5 Mol-% TiO2, insbesondere
1,5 bis 3,5 Mol-% TiO2,
zusätzlich etwa 0,05 bis 0,2 Gew.-% CaO. Die Summe aus den Mol-% Fe2O3 und den Mol-% TiO2 soll 54 Mol-% nicht überschreiten.
Eine hohe Curietemperatur ohne gleichzeitige Erhöhung des Desakkommodationsbeiwertes läßt sich erzielen, wenn man innerhalb der vorerwähnten Grenzen den Zinkoxidgehalt vermindert, den Manganoxidgehalt erhöht und die Verschiebung des sekundären Permeabilitätsmaximums nach höheren
Temperaturen infolge derZinkoxidverminderung durch Erhöhung des TiO2-Anteils ausgleicht, wobei je -1 Mol-% ZnO die Zugabe von +0,1 Mol-% TiO2 ausreicht. Bei Beachtung dieser Lehre wird der Desakkommodationsbeiwert praktisch nicht beeinflußt. Bei einem Mangan-Zink-Ferrit mit einem Fe2O3-Anteil um etwa 50 Mol- % und einem MnO-Gehalt von über 31 Mol-% lassen sich somit durch die vierte Ferritkomponente, nämlich TiO2, der TK. der Anfangspermeabilität und die Verlustbeiwerte in einem weiten Temperaturbereich steuern.
Zur Herstellung eines Mangan-Zink-Ferritkerns einer mittleren Anfangspermeabilität, d. h. einer Permeabilität < etwa 1800 und ^l 800, schlägt die Erfindung vor, daß die Ausgangsoxide gemischt, gegebenenfalls vorgesintert und anschließend mit etwa 0,05 bis 0,2 Gew-% CaCO3 oder einer entsprechenden Menge CaO versetzt, gepreßt, in Luft oder in inerter Atmosphäre auf eine Sintertemperatur von etwa 1000 bis 12000C aufgeheizt, etwa 1 bis 4 Stunden in einer inerten Atmosphäre (Sauerstoffgehalt < etwa 0,5 VoI-%) gesintert und in inerter Atmosphäre abgekühlt werden. Die Abkühlung erfolgt vorzugsweise in reinem Stickstoff (Sauerstoffgehalt < etwa 0,01 VoI-%), wobei wenigstens bis unterhalb 5000C die Abkühlung mit etwa 2000C pro Stunde erfolgen soll.
Zur Schaffung hochpermeabler Mangan-Zink-Ferritkerne empfiehlt es sich, die in vorerwähnter Weise gemischten, vorgesinterten und mit Kalziumkarbonat bzw. CaO versetzten und gepreßten Kernpreßlinge in Luft oder in inerter Atmosphäre, vorzngsweise Stickstoff, auf eine Sintertemperatur von etwa 1200 bis 13500C aufzuheizen, etwa 1 bis 4 Stunden in einer etwa 3 bis 10 VoI-% Sauerstoff enthaltenden Stickstoffatmosphäre zu sintern und die gesinterten Ferritkerne in reinem Stickstoff (Sauerstoffgehalt < etwa 0,01 VoI-%) abzukühlen, wobei wenigstens bis unterhalb 900° C die Abkühlung mit etwa 300 bis 5000C pro Stunde erfolgen soll.
Da TiO2 Flußmitteleigenschaften besitzt, lassen sich diese Mangan-Zink-Ferrite bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen sintern.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert:
Beispiel A
von etwa 200°C pro Stunde in reinem Stickstoff (O2-Anteil < 0,01 VoI.-%) abgekühlt.
Es wurden für die in vorstehender Weise gefertigten Ferritringkerne folgende Daten gemessen:
5
μι bei 200C 1200 bis 1600, wobei diese Werte
jeweils durch spezielle Sinterbedingungen wählbar sind;
tan<5///( (H-O-O, 200C, 100 kHz) = 1,3 · 10"e, ίο wobei
tan δ/μ{ (H -t O, 20° C, 500 kHz) < 5 · 10"e für μι = < 1400;
Λ/μί2 (100 kHz) = 0,25 cm/M A;
—Dfrir (gemessen bei 600C, zwischen 2 h und 20 h und nach einem magnetischen Vollschock (Wechselfeldentmagnetisierung)) < 2 · 10~e;
οίίμι (+20 ... +600C und höher) = 0,8 bis 1,2-10-6Z0C;
α/μι (-60 ... +200C) = 1,5 bis 2,5 · 10"6/°C; Tc «» 180°C.
Hierbei bedeuten:
μι — Anfangspermeabilität;
tan δ/μι = bezogener Verlustfaktor des Werkstoffs bei H ->O;
Λ/μι2 = bezogener Hysteresebeiwert;
—DIμι = negativer bezogener Desakkommodationsbeiwert;
χ/μι = bezogener Temperaturbeiwert des Werkstoffes ;
Tc = Curietemperatur
35
Soweit Frequenz-, Temperatur- und Zeitangaben in Klammern gesetzt sind, bedeutet dies, daß die ermittelten Werte unter diesen Bedingungen gemessen worden sind.
Der Ferrit nach Beispiel A ist ein sogenannter mittelpermeabler Ferrit, d. h. μι etwa < 1800°C mit einer Curietemperatur Tc etwa 18O0C und kleinsten Verlusten bei gleichzeitigkleinembezogenenDesakkommodulationsbeiwert ϋ\μι für einen normalen Temperaturbereich zwischen 20 bis 600C und höher.
Eine durch die folgende Zusammensetzung und durch einen niedrigen Verunreinigungsgrad (< 0,2%) gekennzeichnete Mischung der Ausgangsoxide von
52,5 Mol-% Fe2O3 und TiO2,
davon 1,9 Mol-% TiO2,
32 Mol-% MnO,
15 Mol-% ZnO
55
60
wurde 4 h naß gemahlen, bei 85O0C 1 Stunde thermisch vorbehandelt und anschließend 2 h naß gemahlen. Dabei wurde eine solche Menge CaCO3 zugegeben, daß im Endprodukt mindestens 0,06 Gew.-% CaO enthalten war. Die mit 1 t/cm2 verpreßten Ringkerne wurden bei etwa 1100 bis 12000C in einer sauerstoffarmen Atmosphäre (O2-Anteil < 0,5 Vol.-%) gesintert und mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit
Beispiel B
Die nachstehenden, mit ihrer auf die Ausgangsoxide bezogenen Zusammensetzung (Einwaagezusammensetzung) und mit ihren gemessenen, interessierenden Daten tabellarisch jeweils in benachbarten Spalten zusammengefaßten Beispiele betreffen Ferrite mittlerer Permeabilität mit Isopermschleife und annähernd konstantem Temperaturkoeffizienten in verschiedenen Temperaturbereichen. Die Linearisierung des Temperaturkoeffizienten oder/und Verkleinerung desselben bei Temperaturen unter +2O0C und die Erhöhung der Curietemperatur Tc erfolgt durch Erhöhung des TiO2-Gehalts im Ferrit, wie der Tabelle zu entnehmen ist. Die Hystereseschleifen sind im gesamten Anwendungstemperaturbereich isopermartig.
Die Herstellung der in der Tabelle aufgeführten Ferrite unterschiedlicher Zusammensetzung der Ausgangsoxide erfolgt gemäß Beispiel A, weshalb sich ihre Wiederholung erübrigt.
Titangehalt Mol.-% 1,95 2,2 2,4
MnO Mol- °o 32,5 32,4 32,3
Fe2O3 Mol- °u 50,5 50,4 50,3
Rest jeweils ZnO
μ< bei 2O0C 1000 bis 1500, wobei diese Werte jeweils durch spezielle Sinterbedingungen
8 3,1
2,65 2,9 32,0
32,2 32,1 49,9
50,1 50,0
wählbar sind. 1,5 1,7 1,8 1,9 2,0
ίαηδ/μ([10-η bei 2O0C 1,3 3,0 2,7 2,5 2,5 3,0
(H ->0, bei -6O0C 3,5 2,3 2,5 2,5 2,6 2,6
2O0C, 100 kHz) bei+6O0C 2,0 0,25 0,35 0,4 0,5 0,6
h//i,!![cm/MA]bei20cC 0,2 1,0 0,7 0,7 1,0 1,0
gemessen bei 100 kHz bei -60°C 1,3 0,6 0,7 0,7 1,0 1,0
gemessen bei 100 kHz bei -1-6O0C 0,6 0,9 1,0 0,9 1,0 1,0
a/^([10-7°C] 20 ... 8OgC*) 1,1 1,2 1,0 0,9 1,0 0,8
O ... 2O0C 1,6 1,3 1,2 1,0 1,0 0,8
-20 ... +2O0C 2,0 1,5 1,5 1,2 1,0 0,8
-60 ... 2O0C 2,0 <2 < 2 < 2 <2,5 <3
-/V, (ΙΟ"6] (bei 6O0C <2
gemessen, zwischen 2 h u. 20 h
und nach magnetischem Vollschock 185 186 187 188 189
Tc [0C] 184
·) Da auf mittlere Permeabilitäten ausgesinterte TiO2-haltige Stoffe auch kein ausgeprägtes Curiemaximum der Permeabilität haben, ändert sich der Temperaturkoeffizient bis über 10O°C nur wenig gegenüber dem zwischen 20 und 80 C gültigen.
Beispiel C wurde in der in Beispiel A erläuterten Weise na£
gemischt, thermisch vorbehandelt, erneut naß ge-
Eine durch die folgende Zusammensetzung und mahlen, mit CaCO3 versetzt, gepreßt und — im Unter-
durch einen geringen Verunreinigungsgrad gekenn- 35 schied zu den Beispielen A bis C — bei etwa 128O0C
zeichnete pulverförmige Mischung der Ausgangsoxide in einer etwa 5Vol.-% O2 enthaltenden N2-Atmo-
53 3 Mo!-° Fe O und TiO Sphäre gesintert und in reinem Stickstoff (O2-Anteil
' ° davon 1 9 MoI-V TiO < °'01 Vo'-"°o) mit einer Geschwindigkeit zwischen
31,8 Mol-% MnO, ' " ° 2' 300 bis 500°C/h abgekühlt.
14 9MoI-0' ZnO 4° Es wurde ein hochpermeabler Ferrit mit einer Curie-
c temperatur Tc > 180°C und mit einem Temperaiur-
wurde in der in Beispiel A erläuterten Weise auf- koeffizienten ungefähr 0 in einem sehr weiten Tempe-
bereitet und gesintert. raturbereich erhalten, der folgende Daten besitzt:
Folgende Daten des Ferrits wurden gemessen:
/κ bei 20 C etwa 1400: 45 μι bei 20°C ^ 2500;
tanii->, (H-O, 2O = C, 100 kHz) = 2,1 · 10"e; tan δ/μ, (H-* O, 200C, 100 kHz) = 3,5 · 10-6
ΗΙμη· a(^nkrZ\ Γ κ°"5 ™ J^ ■ u ν ., tan *■'/'« (H "* °- "4^ C, 100 kHz) = 2,6 i 10-»
— ΰ!μί (OC, 2 h bis 20 h, masnetischer Voll- ./ v , ' ^Λ= ' „,„ : ' .
schock) = ■- 3 · ΙΟ-6· " tan <V<"'· <H -* °> +6O0C, lOO kHz) = 5,0 · 10"6
ιχίμχ (-60 ... +60--C) = - 0.5 · lO-e/ = C: 5° W? (20rC lOOkHz) = l,2cm/MA;
Tc > 18O°C. Ι,ίμ^ (-2O0C, lOOkHz) = l,0cm/MA;
BeisPiel D /,/^2 ( + 60°C, lOOkHz) = l,5cm/MA;
Eine durch die folgende Zusammensetzung und α/μ( (+20... +600C) = ±0,1 - 10-6/°C;
durch einen niedrigen Verunreinigungsgrad gekenn- 55 a^( (0...200C) = —0,5 · 10-6/°C;
zeichnete pulverförmige Mischung der Ausgangsoxide . , 2q +200C) = 01- 10-s/°C·
52,6 Mol-% Fe8O3 und TiO2, «'* <·~ω ■ · ■ +20°C) = °'5 ' 10^0C'
davon 2,2 bis 2,4 Mol-% TiO2, -Dlμι (60° C, 2 h ... 20 h, magnetischer VoII-
32,4 Mol-% MnO, 60 schock) < 2 · 10"6;
15,0 Mol-% ZnO T0 «« 1900C.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    ϊ. Mittel- oder hochpermeabler Mangan-Zink-Ferritkern mit hoher Curietemperatur und mit in einem weiten Temperaturbereich konstantem oder äußerst geringem Temperaturkoeffizienten der Anfangspermeabilität, des bezogenen Verlustfaktors und des bezogenen Hysteresebeiwerts, der einen Anteil an TiO2 und sehr geringe Zusätze CaO enthält, nach Patent 16 71 035, gekennzeichnet durch folgende auf die Ausgangsoxide bezogene Zusammensetzung:
    49 bis 53 Mol-% Fe2O3.
    31 bis 35 Mol-% MnO,
    7 bis 19 Mol-% ZnO,
    Ibis 5 Mol-% TiO2, ao
    zusätzlich etwa
    0,05 bis 0,2 Mol-% CaO.
    2. Mangan-Zink-Ferritkern nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende auf die Ausgangsoxide bezogene Zusammensetzung:
    gesintert und anschließend mit etwa 0,05 bis 0,2 Gew.- % CaCO3 oder einer entsprechenden Menge CaO versetzt, gepreßt, in Luft oder inerter Atmosphäre auf eine Sintertemperatur von etwa 1200 bis 13500C aufgeheizt, etwa 1 bis 4 Stunden in einer etwa 3 bis 10 Vol.-% Sauerstoff enthaltenden Stickstoffatmosphäre gesintert und in reinem Stickstoff (Sauerstoffgehalt < etwa 0,01 Vol.-%) abgekühlt werden, wobei wenigstens bis 9000C die Abkühlung mit etwa 300 bis 500° C pro Stunde erfolgt.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsoxide gemischt, bei etwa 800 bis 90O0C vorgesintert, unter Zugabe einer entsprechenden Menge CaCO3 naß gemahlen und anschließend gepreßt v/erden.
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