DE20119526U1 - Brandschutzunterdecke - Google Patents
BrandschutzunterdeckeInfo
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Description
Knauf 278 Me-2
Anmelderin:
Titel:
Firma Gebr. Knauf Westdeutsche Gipswerke
Brandschutzunterdecke
Brandschutzunterdecke
Die Erfindung betrifft eine Brandschutzunterdecke, bei der mehrere zueinander parallele Metallträger jeweils beiderends wandseitig gelagert sind, bei der den Metallträgern zumindest an der Oberseite eine Brandschutzschicht zugeordnet ist, bei der der Unterseite der Metallträger zugeordnete Deckenplatten an den Metallträgern angebracht sind und bei der die Deckenplatten als Gipsbauplatten ausgebildet sind.
Eine Brandschutzdecke dieser Art hat in Richtung der Metallträger eine große Spannweite, von z. B. 4 m, und die Metallträger müssen entsprechend der großen Spannweite stabil sein. Über der Brandschutzdecke befindet sich Isolation, die brennbar ist, und die Brandschutzdecke muss einen Brandschutz F30 gewährleisten.
Bei einer durch die Praxis bekannten Brandschutzdecke der eingangs genannten Art sind die Metallträger dickwandige, gewalzte Stahlträger, die für sich alleine die für die große Spannweite erforderliche Stabilität gewährleistet. Jeder Stahlträger ist rundum umhüllend mit Brandschutzmaterial beschichtet. An diesen Stahlträgern ist ein Gitterwerk über Abhängemittel abgehängt, an dem die Deckenplatten anliegend fest angebracht sind. Diese bekannte Brandschutzunterdecke benötigt die umhüllten dickwandigen gewalzten Stahlträger, die Abhängemittel und das Gitterwerk und ist somit nicht nur bezüglich des benötigten Materials, sondern auch bezüglich der Montage aufwendig.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Brandschutzunterdecke der eingangs genannten Art zu schaffen, die im Materialaufwand und im Montageaufwand vereinfacht ist. Die erfindungsgemäße Brandschutzunterdecke ist, diese Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Metallträger von mindestens einem dünnwandigen, gebogenen Blechprofil mit einem U/C-Querschnitt mit zwei Flanschen und einem Steg gebildet ist, dass jeweils der eine Flansch die Oberseite und der andere Flansch die Unterseite bildet, dass jeweils der obere Flansch an der Oberseite mit einem Streifen aus Gipsbauplattenmaterial belegt und mit dem Streifen über die Länge hin fest verbunden ist, und dass die Deckenplatten an den unteren Flansch anliegend mit diesen über die Länge hin fest verbunden sind.
Knauf 278 Me-2
Das dünnwandige Blechprofil ist durch den unmittelbar befestigten Streifen und durch die unmittelbar befestigte Deckenplatte derart versteift, dass ein Verbundträger vorliegt, der die für die große Spannweite erforderliche Stabilität aufweist. Die feste Verbindung des Streifens und der Deckenplatte erfolgt in der Regel mittels Schrauben. Der von Gipsbauplatte gebildete Streifen ist nicht brennbar und durch das im Gips gebundene Kristallwasser brandschutzaktiv und stellt somit eine Brandschutzschicht an der Oberseite dar. Der Streifen aus Gipsbauplatte hat eine versteifende und eine brandschützende Funktion. Der stabile Trägerverbund wird von den weniger aufwendigen dünnwandigen Blechprofilen und den weniger aufwendigen Streifen, die unter weniger Aufwand angebracht sind, gebildet. Die Deckenplatten werden unmittelbar an den Metallträgern befestigt, was die Montage weniger aufwendig macht.
Große Spannweite von z. B. 4 m und Brandschutz F30 sind gewährleistet. Unter Gipsbauplatten sind zu verstehen ummantelte Gipsplatten, z. B. Gipskartonplatten, und Gipsfaserplatten. Die Brandschutzunterdecke deckt Isolation ab, die sich zwischen der Unterdecke und einer Rohdecke des Gebäudes befindet. Die Brandschutzunterdecke ist statisch und brandschutzmäßig ertüchtigt und gewährleistet auch Brandschutz von oben her. Das Blechprofil hat entweder einen typischen U-Querschnitt oder einen C-Querschnitt. Es wird der durch den Streifen versteifte Blechprofil-Träger vorher hergestellt und dann montiert.
Bei der erfindungsgemäßen Brandschutzunterdecke haben die dünnwandigen, streifen-versteiften Blechprofile im Normalfall eine hohe Beul- und Knickstabilität. Im Brandfall bleibt durch die Kühlwirkung des Kristallwassers des Gipses die Temperatur der Blechprofile relativ niedrig und bleibt so die Stabilität der Blechprofile lange erhalten.
Jeder Metallträger weist z. B. nur ein einziges Blechprofil auf. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch auch, wenn jeder Metallträger zwei dünnwandige gebogene Blechprofile mit U/C-Querschnitt aufweist, die einander die Stege zuwenden, die miteinander fest verbunden sind. Dies bringt vergrößerte Stabilität, die
z. B. bei besonders großen Spannweiten oder besonders schwerer Belastung durch die Deckenplatten erforderlich ist.. In der Regel ist der obere Flansch beider Blechprofile mit dem versteifenden und brandschützenden Streifen versehen. Die zwei dünnwandigen Blechprofile bilden eine Art Doppl-T-Träger und sind in der Regel mittels Schrauben miteinander verbunden.
Knauf 278 Me-2
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es sodann, wenn zusätzlich der Steg an der Außenseite mit einem Streifen aus Gipsbauplatte belegt und mit dem Streifen über die Länge hin fest verbunden ist.
Dieser am Steg des Blechprofils vorgesehene zusätzliche Streifen verbessert die Stabilität des Verbundträger und den Brandschutz. Weist der Metallträger zwei Blechprofile auf, dann ist der zusätzliche Streifen zwischen den Stegen der beiden Blechprofile angeordnet.
Es ist möglich, auf der Oberseite der Deckenplatte vorgesehene brandschutzaktive Wolle, z. B. dämmende Steinwolle, vorzusehen und zwischen die Flansche des dünnwandigen Blechprofils zu schieben. Dies verbessert die Brandschutzwirkung im Bereich des als dünnwandiges Blechprofil ausgebildeten Metallträgers. Es ist aber auch eine bevorzugte Ausführungsform, eine solche brandschutzaktive Wolle völlig, also auch am Steg und den Flaschen des Blechprofils wegzulassen. Die erfindungsgemäße Brandschutzunterdecke erreicht den Brandschutz F30 nämlich auch ohne die brandschutzaktive Wolle.
Unter dünnwandig ist z. B. ein Blechprofil mit einer Materialdicke 0,4 — 1,5 mm zu verstehen. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn die Materialdicke des dünnwandigen Blechprofils 0,5 — 1,0 mm beträgt. Dies sind Materialdicken, die bei den hier zur Rede stehenden Blechprofilen für verschieden Anwendungen hergestellt werden.
Eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausführungsform liegt vor, wenn der Metallträger jeweils einseitig in einem U-Profil gelagert ist, das mit dem Steg wandseitig befestigt ist und mit den beiden Flanschen den Metallträger zwischen sich aufnimmt, und wenn das dünnwandige Blechprofil mit samt dem Gipsbauplatte-Streifen zwischen die U-Flansche geschoben ist. Der Streifen entfaltet eine brandschutzaktive Wirkung also auch im Bereich des lagernden U-Streifens.
In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt und zeigt
Fig. 1 einen Schnitt gemäß Linie I — I in Fig. 2 eines Teiles einer Brandschutzunterdecke,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie II - II in Fig. 1 und
Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie II - II in Fig. 1 und
· a
Knauf 278 Me-2
Fig. 3 einen weiteren Schnitt der Brandschutzunterdecke gemäß Fig. 1, in einem gegenüber Fig. 1 verkleinerten Maßstab.
Die Brandschutzdecke gemäß Zeichnung erstreckt sich zwischen zwei lagerseitigen Wänden 1, von denen nur eine gezeigt ist, und zwei stoßseitigen Wänden 2, von denen nur eine gezeigt ist. Sie befindet sich mit Abstand unter einer nicht gezeigten Rohdecke und zwischen der Rohdecke sowie der Brandschutzunterdecke befindet sich nicht gezeigte Isolation. Die Unterseite der Brandschutzunterdecke ist von Deckenplatten 3 gebildet, die jeweils entweder Einzelplatten oder Verbundplatten aus mehreren Platten sind, die auf Stoß 4 nebeneinander angeordnet sind und die jeweils bis dicht an die Wände 1, 2 heranreichen. An den beiden lagerseitigen Wänden ist jeweils ein U-Profil vorgesehen, dessen Steg mittels Dübel-Schraube 6 an der Wand 1 festgelegt ist und zwischen dessen beiden Flansche 7 ein versteifter Träger ragt. Der versteifte Träger ist in dem U-Profil eingeklemmt. Es ist eine Schraube 8 durch den unteren Flansch 7 des U-Profils in den versteiften Träger geschraubt ist. Die Deckenplatte 3 untergreift den unteren Flansch 7 und die Schraube 8 ist auch durch die Deckenplatte geschraubt.
Die versteiften Träger bestehen - mit einer weiter unten geschilderten Ausnahme — jeweils aus zwei gebogenen Blechprofilen 9 mit U/C-Querschnitt, die einander die Stege 10 zuwenden, und versteifenden Streifen 11. Die Blechprofile 9 sind so angeordnet, dass sich der eine Flansch 12 oben befindet und sich der andere Flansch 13 unten befindet. Die Deckenplatten 3 sind an den Blechprofilen 9 und zwar an den unteren Flanschen 13 mittels Schrauben 14 festgelegt. Zwischen den beiden Stegen 10 befindet sich ein versteifender Streifen 15. Die beiden Stege 10 und dieser Streifen 15 sind durch Schrauben 16 miteinander fest verbunden. Die vorher erwähnte Ausnahme ist in Fig. 3 gezeigt und besteht darin, dass der versteifte Träger bei der stoßseitigen Wand 2 von nur einem dünnwandigen Blechprofil 9 gebildet ist. Der Steg 10 dieses Blechprofils 9 ist über einen Dämmstreifen 17 gegen die stoßseitige Wand 2 gestoßen. Der versteifende Streifen 11 überragt über seine Länge hin das freie Ende des zugeordneten Flansches 12 jeweils mit einem Überstand 18. Die versteifenden Streifen 11 sind mit dem zugeordneten oberen Flansch 12 jeweils durch Schrauben 19 fest verbunden.
Claims (5)
1. Brandschutzunterdecke,
bei der mehrere zueinander parallele Metallträger jeweils beiderends wandseitig gelagert sind,
bei der den Metallträgern zumindest an der Oberseite eine Brandschutzschicht zugeordnet ist,
bei der der Unterseite der Metallträger zugeordnete Deckenplatten an den Metallträgern angebracht sind und
bei der die Deckenplatten als Gipsbauplatten ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Metallträger von mindestens einem dünnwandigen gebogenen Blechprofil (9) mit einem U/C-Querschnitt mit zwei Flanschen (12, 13) und einem Steg (10) gebildet ist,
dass jeweils der eine Flansch (12) die Oberseite und der andere Flansch (13) die Unterseite bildet,
dass jeweils der obere Flansch (12) an der Oberseite mit einem Streifen (11) aus Gipsbauplattenmaterial belegt und mit dem Streifen über die Länge hin fest verbunden (19) ist und
dass die Deckenplatten (3) an dem unteren Flansch (13) anliegen und mit diesem über die Länge hin fest verbunden (14) sind.
bei der mehrere zueinander parallele Metallträger jeweils beiderends wandseitig gelagert sind,
bei der den Metallträgern zumindest an der Oberseite eine Brandschutzschicht zugeordnet ist,
bei der der Unterseite der Metallträger zugeordnete Deckenplatten an den Metallträgern angebracht sind und
bei der die Deckenplatten als Gipsbauplatten ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Metallträger von mindestens einem dünnwandigen gebogenen Blechprofil (9) mit einem U/C-Querschnitt mit zwei Flanschen (12, 13) und einem Steg (10) gebildet ist,
dass jeweils der eine Flansch (12) die Oberseite und der andere Flansch (13) die Unterseite bildet,
dass jeweils der obere Flansch (12) an der Oberseite mit einem Streifen (11) aus Gipsbauplattenmaterial belegt und mit dem Streifen über die Länge hin fest verbunden (19) ist und
dass die Deckenplatten (3) an dem unteren Flansch (13) anliegen und mit diesem über die Länge hin fest verbunden (14) sind.
2. Brandschutzunterdecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Metallträger zwei dünnwandige gebogene Blechprofile mit U/C-Querschnitt aufweist, die einander die Stege (10) zuwenden, die miteinander fest verbunden (16) sind.
3. Brandschutzunterdecke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich der Steg (10) an der Außenseite mit einem Streifen (15) aus Gipsbauplattenmaterial belegt und mit dem Streifen (15) über die Länge hin fest verbunden (16) ist.
4. Brandschutzunterdecke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialdicke des dünnwandigen Blechprofils (9) 0,5 -1,0 mm beträgt.
5. Brandschutzunterdecke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallträger jeweils endseitig in einem U-Profil (5) gelagert ist, der mit dem Steg wandseitig befestigt (6) ist und mit den beiden Flanschen (7) den Metallträger zwischen sich aufnimmt, und dass das dünnwandige Blechprofil (9) mit samt dem Gipsbauplatte-Streifen (11) zwischen die U-Flansche (7) geschoben ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20119526U DE20119526U1 (de) | 2001-11-30 | 2001-11-30 | Brandschutzunterdecke |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE20119526U DE20119526U1 (de) | 2001-11-30 | 2001-11-30 | Brandschutzunterdecke |
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| Publication Number | Publication Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20119526U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005049932A1 (en) * | 2003-11-20 | 2005-06-02 | Dampa Aps | A ceiling for covering a room |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2432010B2 (de) * | 1973-07-04 | 1977-11-03 | Kitson's Byalex Ltd., Barking, Essex (Grossbritannien) | Waermeisolierter balkenartiger traeger |
| DE3126839A1 (de) * | 1981-07-08 | 1983-01-27 | Promat Gesellschaft für moderne Werkstoffe mbH, 4000 Düsseldorf | Feuerwiderstandsfaehige unterdecke |
| DE3215706A1 (de) * | 1982-04-28 | 1983-11-03 | Promat Gesellschaft für moderne Werkstoffe mbH, 4000 Düsseldorf | Bauelement |
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-
2001
- 2001-11-30 DE DE20119526U patent/DE20119526U1/de not_active Expired - Lifetime
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