DE102008064354A1 - Verbindungsbeschlag - Google Patents
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Abstract
Ein Verbindungsbeschlag (1), der zwei, insbesondere winklig zueinanderstehende, vorzugsweise stabförmige Bauteile (5, 6) miteinander verbindet und ein erstes (2) sowie ein zweites Anschlusselement (3) aufweist, ist so ausgebildet, dass ein Anschlusselement (3) mit einer Druckfeder (4) am zugeordneten Bauteil (5) anliegt.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Verbindungsbeschlag nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Verbindungsbeschläge finden in vielen Anwendungsbereichen Verwendung. So werden sie beispielsweise im Holzbau eingesetzt, wo sie üblicherweise zwei winklig zueinander stehende stabförmige Bauteile, wie Holzpfosten, miteinander verbinden.
- Bekannt sind Verbindungsbeschläge, die als Winkel oder Laschen ausgebildet und durch Schrauben oder Nägel an den Bauteilen angebracht sind, wobei die Verbindungsbeschläge die Bauteile verbindend übergreifen.
- Im Innenausbau werden vielfach in so genannter Trockenbauweise Wandelemente hergestellt, aus einem Rahmen und einer beidseitigen Beplankung. Hierbei werden definitionsgemäß die Bauteile nach dem Gattungsbegriff durch insbesondere Holzbalken gebildet, aus denen der Rahmen besteht.
- Teile des Rahmens, beispielsweise waagerecht angeordnete Holzbalken, werden fest mit dem Baukörper in Form einer Decke oder einer gemauerten Wand verbunden, während die anderen Rahmenteile, also lotrechte Holzbalken an den waagerechten angeschlossen werden.
- Sinngemäß können derart auch Wandelemente hergestellt werden, die als Deckenverkleidungen dienen und bei denen dann sowohl die stabförmigen Bauteile wie auch die Beplankungen waagerecht oder abweichend von der Lotrechten ausgerichtet sind.
- Allerdings stellt die Art der Verbindung der winklig zueinander stehenden Bauteile mittels der bekannten Verbindungsbeschläge hinsichtlich einer einfachen, schnellen und kostengünstigen Montage eine äußerst unbefriedigende Lösung dar.
- Neben dem relativ umständlichen Befestigen der bspw. Verbindungswinkel durch Schrauben oder Nageln, ist besonders eine notwendige exakte Positionierung der Bauteile zeitaufwendig und damit teuer.
- Darüber hinaus gestaltet sich eine Demontage der genannten Trockenbauwand als sehr mühselig, da hierzu die Beplankung entfernt werden muss, um einen halbwegs freien Zugriff auf die Verbindungsbeschläge zu erhalten und sie mit geeignetem Werkzeug zu lösen. Ein Versetzen einer solchen Trockenbauwand, wie es vielfach gewünscht wird, um eine Veränderung eines durch die Trockenbauwand begrenzten Raumes zu erreichen, ist bislang jedenfalls nur mit einem entsprechenden Aufwand möglich.
- Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Verbindungsbeschlag der gattungsgemäßen Art so weiter zu entwickeln, dass mit konstruktiv geringstem Aufwand seine Verwendungsfähigkeit und Handhabung verbessert und eine einfachere und kostengünstigere Montage möglich wird.
- Diese Aufgabe wird durch einen Verbindungsbeschlag mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Ein in diesem Sinn ausgebildeter Verbindungsbeschlag bietet gegenüber einem gemäß dem Stand der Technik eine ganze Reihe bemerkenswerter Vorteile.
- Vor allem ist die außergewöhnlich einfache Montage nicht nur des Verbindungsbeschlages, sondern der gesamten mit einem oder, wie üblich, mit einer Mehrzahl von Verbindungsbeschlägen versehenen Konstruktion zu nennen.
- Beispielhaft sei hierzu der bereits erwähnte Aufbau eines Wandelementes in Trockenbauweise angeführt, bei dem ein Rahmen aus mehreren, winklig miteinander mittels der Verbindungsbeschläge verbundenen Holzbalken besteht, die mit geeigneten Platten, bspw. Gipskartonplatten, beplankt werden. Selbstverständlich kann der Rahmen auch aus anderen stabförmigen Bauteilen bestehen, wie aus Leichtmetallprofilen mit unterschiedlichen Querschnitten.
- Zur Montage wird der jeweilige Verbindungsbeschlag mit seinem ersten Anschlusselement auf das erste, vorzugsweise nicht ortsfest installierte Bauteil gesteckt, wobei das erste Anschlusselement am Bauteil reib- oder formschlüssig gehalten sein kann, und zwar ohne zusätzliche Bearbeitung.
- Das zweite Anschlusselement liegt erfindungsgemäß federbelastet am zweiten Bauteil an, wozu nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung an der dem ersten Bauteil benachbarten Abstützfläche des zweiten Anschlusselementes eine Druckfeder befestigt ist. Diese kann als Blatt-, Teller- oder Schraubenfeder ausgebildet sein, an der sich die entsprechende Fläche des zweiten Bauteiles abstützt.
- Das erste Bauteil steht gegenüberliegend auf einem weiteren Bauteil, z. B. einem parallel zum zweiten Bauteil verlaufenden auf, das gleichfalls Bestandteil des Rahmens sein kann. Das erste Bauteil liegt somit unter Federdruck am zweiten Bauteil an und wird so in seiner Position im Sinne einer Verspannung gehalten, ohne dass der Verbindungsbeschlag zusätzlich befestigt werden muss.
- Dabei ist diese Verbindung beider Bauteile einerseits ausreichend fest, um eine für die weitere Montage notwendige Fixierung der Bauteile zueinander zu erhalten, andererseits so weit beweglich, dass eine maßgenaue Verstellung problemlos möglich ist.
- Allein schon der nun mögliche Verzicht auf Verbindungsmittel, wie Schrauben oder Nägel, bringt einen erheblichen zeitlichen und damit Kostenvorteil. Hinzu kommt noch die genannte einfache Verstellmöglichkeit vor einer Endmontage, d. h., vor einer endgültigen Positionierung.
- Diese kann bevorzugt durch die Beplankung erreicht werden, die sowohl an ersten wie auch an zweiten Bauteilen befestigt wird, insbesondere durch Schrauben oder Nageln, wobei zweckmäßiger Weise immer zwei Bauteile parallel und abständig zueinander angeordnet sind, bspw. ein Decken- und ein Bodenbalken einerseits und zwei Stiele andererseits. Die Beplankung selbst, die im Übrigen zweiseitig vorgesehen sein kann, bildet somit ein Verbindungselement.
- Daneben können die neuen Verbindungsbeschläge auch als Befestigungsmittel für komplett vormontierte Wände dienen, die aus einem Rahmen und der Beplankung bestehen. In diesem Fall ragen die Verbindungsbeschläge mit ihrem jeweils die Druckfeder aufweisenden Anschlusselement über die Wand im Übrigen hinaus und können mit einem ortsfesten Bauteil verschiebbar verbunden werden, wobei auch hier die Verbindung nur bis zur endgültigen, also festen Montage der Wand reibschlüssig ist.
- Die Herstellung des Verbindungsbeschlages ist sehr einfach und kostengünstig möglich, was vor allem deshalb hervorzuheben ist, da solche Verbindungsbeschläge als Serienteile in großen Stückzahlen zum Einsatz kommen. Dabei können sie aus Metall durch Umformen oder einem anderen geeigneten Material hergestellt sein, das ggf. so elastisch ist, dass eine Druckfeder gleich mit anformbar ist.
- Die Verbindungsbeschläge können unterschiedlich eingesetzt werden, unabhängig von der beispielsweise Flächenform des herzustellenden Wandelementes, mit geraden oder schrägen Kanten. Eine horizontale Anordnung bzw. Montage des Verbindungsbeschlages ist ebenso möglich wie eine vertikale.
- Weiter vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 : Einen erfindungsgemäßen Verbindungsbeschlag in einer Seitenansicht, -
2 : den montierten Verbindungsbeschlag in einer perspektivischen Darstellung. - In den Figuren ist ein Verbindungsbeschlag dargestellt, der insgesamt mit dem Bezugszeichen
1 versehen ist. Der gezeigte Verbindungsbeschlag1 dient der Verbindung von zwei insbesondere winklig zueinander stehenden Bauteilen, in der2 als vertikaler Balken5 (erstes Bauteil) und als horizontaler Balken6 (zweites Bauteil) zu erkennen. - Diese Balken
5 ,6 bilden einen Teil eines Rahmens, der mit einer beidseitigen Beplankung versehen werden kann zur Herstellung eines Wandelementes. - An einem Ende des vertikalen Balkens
6 ist der Verbindungsbeschlag1 gehalten, der dazu ein stirnseitig aufgestecktes hülsenförmiges erstes Anschlusselement2 aufweist, dessen lichtes Querschnittsabmaß geringfügig größer ist als das Querschnittsabmaß des Balkens6 , was ein leichtes Aufschieben erlaubt. - In Längsachsrichtung schließt sich ein weiteres, zweites Anschlusselement
3 an, das im Beispiel U-förmig ausgebildet ist und am Grund, also an dem die beiden parallelen Schenkel miteinander verbindenden Steg, eine Druckfeder4 in Form einer Blattfeder aufweist, die einseitig am Steg befestigt ist und so die Form einer Zunge mit einer konvexen, in den Raum ragenden Wölbung besitzt. - Die Druckfeder
4 stützt sich am horizontalen Balken5 ab, so dass der vertikale Balken6 über den Verbindungsbeschlag unter Federdruck am horizontalen Balken5 anliegt. Bevorzugt ist dieser ortsfest gehalten, beispielsweise mit einer Zimmerdecke, einer Gebäudewand o. dgl. fest verbunden. - Dabei ist der Federhub der Druckfeder
4 so gering ausgelegt, dass zwischen dem Grund des Anschlusselementes3 und dem horizontalen Balken5 , wenn überhaupt, lediglich ein geringer Spalt gebildet ist, bei gleichzeitiger ausreichender Verspannung des vertikalen Balkens6 .
Claims (9)
- Zwei, insbesondere winklig zueinander stehende, vorzugsweise stabförmige Bauteile (
5 ,6 ) miteinander verbindender Verbindungsbeschlag (1 ), mit einem ersten (2 ) und einem zweiten Anschlusselement (3 ), dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlusselement (3 ) mit einer Druckfeder (4 ) am zugeordneten Bauteil (5 ) anliegt. - Verbindungsbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder (
4 ) als Blatt-, Teller- oder Schraubenfeder ausgebildet ist. - Verbindungsbeschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Anschlusselement (
2 ) form- oder reibschlüssig am ersten Bauteil (6 ) gehalten ist. - Verbindungsbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Anschlusselement (
2 ) hülsenförmig ausgebildet ist und auf das stabförmige erste Bauteil (6 ) stirnseitig aufgesteckt ist. - Verbindungsbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das lichte Querschnittsabmaß des ersten Anschlusselementes (
2 ) geringfügig größer als das Querschnittsabmaß des eingesteckten ersten Bauteils (6 ) ist. - Verbindungsbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Anschlusselement (
3 ) U-förmig gestaltet ist, wobei das zweite Bauteil (5 ) weitgehend passgenau einliegt. - Verbindungsbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder (
4 ) im Verbindungsbereich zwischen dem ersten Anschlussele ment (2 ) und dem zweiten Verbindungselement (3 ) vorgesehen ist. - Verbindungsbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder (
4 ) in den gebildeten Raum des zweiten Anschlusselementes (3 ) ragt. - Verbindungsbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die als Blattfeder ausgebildete Druckfeder (
4 ) mit ihrer Wölbung in den Raum des zweiten Anschlusselementes (3 ) ragt.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102008064354A1 true DE102008064354A1 (de) | 2010-06-24 |
Family
ID=42194199
Family Applications (1)
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| DE200810064354 Withdrawn DE102008064354A1 (de) | 2008-12-20 | 2008-12-20 | Verbindungsbeschlag |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102008064354A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ITRM20120494A1 (it) * | 2012-10-16 | 2014-04-17 | Ugo Marrone | Dispositivo di accoppiamento di elementi traviformi e relativo sistema di connessione. |
| CN104294920A (zh) * | 2014-10-30 | 2015-01-21 | 江苏中宝钢构有限公司 | 一种u形钢混凝土组合梁与异形钢管混凝土柱的节点组件及制备方法 |
-
2008
- 2008-12-20 DE DE200810064354 patent/DE102008064354A1/de not_active Withdrawn
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| ITRM20120494A1 (it) * | 2012-10-16 | 2014-04-17 | Ugo Marrone | Dispositivo di accoppiamento di elementi traviformi e relativo sistema di connessione. |
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