DE20118140U1 - Einrichtung zur Befeuchtung von Luft - Google Patents
Einrichtung zur Befeuchtung von LuftInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Befeuchtung von Luft, bei der einem Luftstrom ein Flüssigkeitsnebel zugeordnet wird, der von porösen Plattenelementen aufgefangen wird, an denen eine Verdunstung der Flüssigkeit stattfindet.
Einrichtungen dieser Art sind beispielsweise aus der DE 200 11 821 U1 bekannt. Dort ist eine Befeuchtungseinrichtung gezeigt, bei der in einem von Luft durchströmten Rahmen eingangsseitig eine Reihe von mit Sprühdüsen bestückten Rohren untereinander angeordnet ist, die von einer Pumpe mit Wasser unter Druck versorgt werden, das dann durch die Sprühdüsen den gewünschten Nebel erzeugt, der vom Luftstrom mitgenommen und von Plattenelementen aufgefangen wird. Diese Plattenelemente sind dabei in senkrechten Rahmen angeordnet, welche sich über die gesamte Höhe des Gehäuses erstrecken und gegeneinander geneigt im Ausgangsbereich des Gehäuses vorgesehen sind. Die porösen Plattenelemente werden daher in der Art einer Zickzackwand im Luftstrom angeordnet, und die porösen Platten können vom Luftstrom durchdrungen werden. Einrichtungen dieser Art weisen wegen des
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Strömungswiderstandes der porösen Plattenelemente einen relativ hohen Druckverlust im Strömungsweg auf, der relativ hohe Energien für die Aufrechterhaltung des Luftstromes erforderlich macht. Dieser Strömungswiderstand tritt auch auf, wenn die Einrichtung beispielsweise im Sommer ohne Erzeugung eines Sprühnebels betrieben wird, wo in der Regel keine Luftbefeuchtung benötigt wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass der Strömungswiderstand bei Bedarf erniedrigt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art vorgesehen, dass die Plattenelemente schwenkbar im Luftstrom so angeordnet sind, dass sie aus einer ersten Stellung, in der ihre Seitenflächen quer zur Luftströmungsrichtung stehen und zum Auffangen und Verdunsten des Flüssigkeitsnebels dienen, in eine zweite Stellung bringbar sind, in der ihre Seitenflächen parallel zur Luftströmungsrichtung verlaufen und den Luftstrom ungehindert vorbeiziehen lassen.
Durch diese Ausgestaltung kann im Sommerbetrieb, also dann, wenn keine Flüssigkeitsverdunstung erforderlich ist, der Strömungswiderstand erheblich erniedrigt werden. Die in Richtung der Luftströmung eingeschwenkten Plattenelemente üben nur einen geringen Luftwiderstand aus, so dass es ohne weiteres möglich ist, in dieser Stellung der Einrichtung mit wesentlich höheren Luftmengen zu fahren, die in den entsprechenden Gebäuden auch zu einer höheren Luftwechselrate führt. Dazu kommt, dass für die zur Luftströmung eingesetzten Ventilatoren weniger Energie erforderlich ist und die porösen Plattenelemente in dieser Betriebsstellung, in der sie vom Luftstrom nur überstrichen werden, nahezu keiner Verschmutzung unterliegen.
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Für den Winterbetrieb kann die Einrichtung aber so eingestellt werden, dass die porösen Plattenelemente von dem dann mit einem Feuchtigkeitsnebel versehenen Luftstrom durchdrungen werden. Die Plattenelemente stehen dann quer, unter Umständen sogar senkrecht zum Luftstrom und werden in der gewünschten Weise durchströmt.
In Weiterbildung der Erfindung ist es möglich, die Mittel zur Erzeugung des Flüssigkeitsnebels nur dann aktiv werden zu lassen, wenn die Plattenelemente in ihrer ersten Stellung stehen, d.h. quer oder senkrecht zur Strömungsrichtung der Luft ausgerichtet sind.
In Weiterbildung der Erfindung können die Plattenelemente in einfacher Weise an Schwenkachsen gelagert sein, die horizontal und untereinander im Luftstrom angeordnet sind. Diese Ausgestaltung eröffnet nämlich den Vorteil, dass dann, wenn der Luftstrom ein rahmenartiges Gehäuse durchströmt, das eingangsseitig mit einer Reihe von untereinander und nebeneinander angeordneten Sprühdüsen und stromab von den Sprühdüsen mit den Plattenelementen versehen ist, die Schwenkachsen der Plattenelemente in den vertikal verlaufenden Seitenwänden des Gehäuses gelagert sein können. Dies bedeutet, dass die Lagerstellen und gegebenenfalls auch die Schwenkantriebe seitlich am Gehäuse vorgesehen sind, so dass die Zuluft- und Abluftgeräte in bekannter Weise übereinander angeordnet werden können. Dabei kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen werden, dass mindestens eine der Schwenkachsen auf einer Außenseite einer Seitenwand mit einem Schwenkantrieb versehen ist. Ein entsprechender Antriebsmotor stört nicht den Anbau zusätzlicher Zuluft- oder Abluftgeräte ober- oder unterhalb der Einrichtung. Alle Plattenelemente können bei einer solchen Ausführung im Bereich ihrer von der Schwenkachse abgewandten Anströmkante durch eine gelenkig angeordnete Mitnehmerstange untereinander verbunden sein. Ein Antrieb an einer Schwenkachse genügt dabei zur Verstellung aller in Rahmen angeordneter Platten. Dabei kann zusätzlich noch vor-
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gesehen sein, dass die Rahmen mit Ablaufschlitzen versehen werden, so dass Überschusswasser aus der jeweils oben angeordneten Platte auf die darunter liegenden Plattenelemente und gegebenenfalls bis zum Boden des Gehäuses ablaufen kann.
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Wenn die Rahmen an ihren gegen die Strömungsrichtung der Luft gerichteten Anströmkanten mit Abdichtschürzen versehen werden, dann wird es beim entsprechenden Abklappen der Plattenelemente möglich, ein Durchströmen von Luft zwischen den einzelnen Plattenelementen weitgehend zu verhindern, so dass die gewünschte Durchströmung der porösen Platten erreicht wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispieles
dargestellt und wird im folgenden erläutert. Es zeigen:
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Fig. 1 die schematische Darstellung eines Mittellängsschnittes durch das Gehäuse einer Einrichtung nach der Erfindung in einer ersten Betriebsart und
Fig. 2 einen Schnitt ähnlich der Darstellung nach Fig. 1, jedoch in einer zweiten Betriebsart der erfindungsgemäßen Einrichtung.
Die Fig. 1 zeigt schematisch ein rahmenartiges Gehäuse 1, das aus einer hinteren Seitenwand 2 und einer in dem dargestellten Schnitt nicht sichtbaren vorderen Seitenwand sowie aus einem Boden 3 und einer Decke 4 besteht, die jeweils die beiden Seitenwände untereinander verbinden. Dieses rahmenartige Gehäuse 1 wird in Richtung des Pfeiles 5 von Luft durchströmt, die von nicht gezeigten Ventilatoren bewegt wird. Auf der Eintrittsseite für die Luft ist im Gehäuse 1 eine Reihe von untereinander angeordneten Rohren 6 vorgesehen, die alle über gemeinsame Zuleitungen 7 von einer Druckpumpe 8 mit Wasser beaufschlagt werden, die wiederum von einer regelbaren Pumpe 9 betrieben ist. Die
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Rohre 6 sind jeweils mit im Abstand zueinander angeordneten Sprühdüsen 10 ausgerüstet, die dann, wenn die Druckpumpe 8 Wasser unter Druck in die Rohre 6 leitet, einen feinen Feuchtigkeitsnebel erzeugen, der von der im Sinn des Pfeiles 5 durch das rahmenartige Gehäuse 1 strömenden Luft mitgenommen wird.
Fig. 1 läßt weiter erkennen, dass im Bereich der Austrittsseite des Gehäuses 1 mehrere Plattenelemente 11 untereinander angeordnet sind, die in der gezeigten Betriebsart alle horizontal ausgerichtet und parallel zur Strömungsrichtung 5 der durchströmenden Luft ausgerichtet sind. In dieser Stellung setzen die Plattenelemente 11 der durchströmenden Luft nahezu keinen Widerstand entgegen. Die Plattenelemente 11 bestehen dabei aus porösen Keramikplatten, wie sie üblicherweise in Befeuchtungsanlagen, die aufgrund von Verdunstung arbeiten, eingesetzt sind.
Jedes Plattenelement 11 ist dabei in einen Rahmen 12 eingesetzt oder eingeschoben, der jeweils um die Achse 13 schwenkbar angeordnet ist. Da die Achsen 13 horizontal verlaufen, können sie in einfacher Weise in der Seitenwand 2 und in der ihr gegenüber liegenden nicht gezeigten Seitenwand gelagert werden. Der obersten Schwenkachse 13a wird dabei auf der Außenseite einer der Seitenwände ein Antriebsmotor zugeordnet, der schematisch durch den Kreisbogenpfeil 14 angedeutet sein soll. Diesem Antriebsmotor sind Endschalter bzw. Anschlagstellungen zugeordnet, die schematisch als Anschlag 15 bzw. 16 dargestellt sind.
Alle Rahmen 12 sind an ihrer von der Schwenkachse 13 abgewandten Kante, die also die Anströmkante bildet, über eine gemeinsame Mitnehmerstange 17 untereinander verbunden. Bei Betätigung des durch den Pfeil 14 schematisch angedeuteten Antriebsmotor werden daher alle Plattenelemente 11 in ihrem Rahmen 12 gleichsinnig verstellt.
Die Fig. 1 stellt eine zweite Stellung der Plattenelemente 11 dar. In dieser Stellung ist der Widerstand für die durchströmende Luft, wie bereits
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erwähnt, sehr gering. Diese Stellung entspricht dem Sommerbetrieb der Einrichtung, in der eine Befeuchtung der durchströmenden nicht notwendig ist. Die an den Rohren 6 angeordneten Sprühdüsen bleiben dabei außer Betrieb. Die Pumpe 8 läuft nicht.
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Die Einrichtung besitzt auch eine Betriebsart, in der die Plattenelemente 11 ihre erste Stellung nach Fig. 2 einnehmen. Diese Stellung wird erreicht durch eine Verdrehung der obersten Schwenkachse 13a im Gegenuhrzeigersinn, bis der Motor durch den Endanschlag oder den Anschlag 16 zum Stillstand kommt. In dieser ersten Stellung sind die Plattenelemente 11 mit ihren Rahmen 12 in der Art einer Jalousie in der verschlossenen Stellung angeordnet. Sie stehen damit quer oder sogar nahezu senkrecht zur Strömungsrichtung 5 und stellen daher, wie bei üblichen Befeuchtungseinrichtungen, einen Strömungswiderstand dar, der durch die nunmehr durchströmt porösen Plattenelemente 11 gebildet wird. In dieser ersten Stellung ist die Druckpumpe 8 in Betrieb und die Sprühdüsen 10 erzeugen den zur Luftbefeuchtung erforderlichen Flüssigkeitsnebel. Die Flüssigkeit schlägt sich in dieser Betriebsstellung auf den in ihrem Strömungsweg liegenden porösen Plattenelementen 11 nieder und verdunstet. Die gewünschte Luftbefeuchtung wird auf diese Weise erreicht.
Um zu verhindern, dass nennenswert Luft durch die Zwischenräume zwischen den nicht vollständig aneinander geklappten Plattenelementen 13 hindurchstreicht, sind die Rahmen 12 im Bereich ihrer Anströmkante 12a mit Abdichtschürzen 18 versehen, die den Zwischenraum zwischen den benachbarten Rahmen 12 überdecken. Die Luftströmung wird daher durch die porösen Plattenelemente 11 gezwungen. Die Abdichtschürzen 18 können aus elastischem Kunststoff bestehen. In der Stellung nach Fig. 1 decken sie die Anströmkanten 12a der Rahmen 12 ab. Diese Rahmen 12 können schließlich auch mit - nicht dargestellten - Ablaufschlitzen für überschüssiges Wasser versehen sein, das durch die Ab-
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laufschlitze auf das darunter liegende Plattenelement oder bis zum Boden abfließen kann.
Diese Bauart lässt daher wegen der lamellenartigen Anordnung der Verdunstungselemente einen nahezu Strömungswiderstandfreien Betrieb im Sommer zu. Im Winter erlaubt sie die gewünschte Luftbefeuchtung aufgrund von Verdunstung. Die neue Einrichtung eignet sich auch besonders für kurze Einbaulängen, die beispielsweise kleiner als 1000 mm sind.
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Claims (9)
1. Einrichtung zur Befeuchtung von Luft, bei der einem Luftstrom ein Flüssigkeitsnebel zugeordnet wird, der von porösen Plattenelementen (11) aufgefangen wird, an denen eine Verdunstung der Flüssigkeit stattfindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenelemente (11) schwenkbar im Luftstrom (5) so angeordnet sind, dass sie aus einer ersten Stellung, in der ihre Seitenflächen quer zur Luftströmung (5) stehen und zum Auffangen und Verdunsten des Flüssigkeitsnebels dienen, in eine zweite Stellung bringbar sind, in der ihre Seitenflächen parallel zur Luftströmungsrichtung (5) verlaufen und den Luftstrom ungehindert vorbeiziehen lassen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (8, 9) zur Erzeugung des Flüssigkeitsnebels nur dann aktiv sind, wenn die Plattenelemente (11) in ihrer ersten Stellung stehen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenelemente (11) an Schwenkachsen (13) gelagert sind, die horizontal und untereinander im Luftstrom angeordnet sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom (5) ein rahmenartiges Gehäuse (1) durchströmt, das eingangsseitig mit einer Reihe von untereinander und nebeneinander angeordneten Rohren (6) mit Sprühdüsen (10) und stromab von den Sprühdüsen mit den Plattenelementen (11) versehen ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen (13) der Plattenelemente (11) in den vertikal verlaufenden Seitenwänden (2) des Gehäuses (1) gelagert sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Schwenkachsen (13a) auf einer Außenseite einer Seitenwand mit einem Schwenkantrieb (14) versehen ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass alle Plattenelemente (11) im Bereich ihrer von der Schwenkachse (13) abgewandten Anströmkante durch eine gelenkig angelenkte Mitnehmerstange (17) untereinander verbunden sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenelemente (11) in Rahmen (12) gehalten sind, deren gegen die Strömungsrichtung (5) der Luft gerichteten Anströmkanten (12a) mit Abdichtschürzen (18) versehen sind.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass den Rahmen (12) Ablaufschlitze für überschüssiges Wasser zugeordnet sind, das auf das darunter liegende Plattenelement (11) abfließen kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20118140U DE20118140U1 (de) | 2001-10-31 | 2001-10-31 | Einrichtung zur Befeuchtung von Luft |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE20118140U DE20118140U1 (de) | 2001-10-31 | 2001-10-31 | Einrichtung zur Befeuchtung von Luft |
Publications (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE20118140U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP1541932A1 (de) * | 2003-12-08 | 2005-06-15 | Axair AG | Verdunstereinrichtung für einen Belüftungskanal |
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2001
- 2001-10-31 DE DE20118140U patent/DE20118140U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
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