DE20117854U1 - Effektanlage zur Erzeugung feuer- und pyrotechnischer Effekte auf Vergnügungsveranstaltungen - Google Patents
Effektanlage zur Erzeugung feuer- und pyrotechnischer Effekte auf VergnügungsveranstaltungenInfo
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Description
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s Herr Hinrich Joachims, Postweg 21, 26629 Großefehn
Effektanlage zur Erzeugung feuer- und pyrotechnischer Effekte
auf Vergnügungsveranstaltungen
auf Vergnügungsveranstaltungen
Die Erfindung betrifft eine Effektanlage zur Erzeugung feuer- und pyrotechnischer Effekte auf Vergnügungsveranstaltungen mit einem Verbrennungsmedien leitenden, aus verzweigten Rohrleitungen zusammengesetzten Rohrsystem.
Auf verschiedenen Vergnügungsveranstaltungen werden mit Hilfe feuer- und pyrotechnischer Anlagen optische und gegebenenfalls akustische Effekte erzeugt. Die Anlagen stellen dafür Flammen, Feuerstöße und lokale Explosionen bereit.
Die bekannten Effektanlagen der eingangs genannten Gattung zeichnen sich dadurch aus, daß sie Effekte erzeugen können. Flammenstöße und Explosionsgeräusche können einander abwechseln.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Effektanlage der eingangs genannten Gattung aufzuzeigen, mit der feuer- und pyrotechnische Effekte, die in ein definiertes Ordnungs schema eingeordnet^ sindt>>er zeugbar sind.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem Rohrsystem der Effektanlage eine Einrichtung zur Erzeugung von Flammen in verschiedenen Erscheinungsformen zugeordnet ist und daß der Einrichtung zur Erzeugung von Flammen wenigstens eine Steuer- und Regeleinheit zu ihrer Steuerung und Regelung zugeordnet ist.
Die erfindungsgemäße Effektanlage weist wie bekannte Anlagen dieser Gattung eine Einrichtung zur Erzeugung von Flammen auf. Diese Einrichtung zeichnet sich jedoch dadurch aus, daß Flammen in verschiedenen Erscheinungsformen erzeugbar sind, wobei Flammen mit voneinander verschiedenen Erscheinungsformen vorzugsweise einander abwechseln können. Mit dem Rohrsystem der erfindungsgemäßen Effektanlage sind somit voneinander verschiedene Flammen erzeugbar, die aufeinanderfolgen können.
Zum Einstellen der Aufeinanderfolge der voneinander verschiedenen Flammen ist wenigstens eine Steuer- und Regeleinheit vorgesehen. Diese steuert die Einrichtung zum Erzeugen der Flammen, wobei vorzugsweise eine vollautomatische Steuerung vorgesehen ist.
Die Steuer- und Regeleinheit weist vorzugsweise wenigstens eine mit einer Datenverarbeitungsanlage kompatible Schnittstelle zur rechnergestützten Ansteuerung der Einrichtung auf. Aufgrund dieser Schnittstelle ist die Steuer- und Regeleinheit ihrerseits durch eine Datenverarbeitungsanlage, beispielsweise einen Personalcomputer, ansteuerbar. Mit der
Datenverarbeitungsanlage wird die Regeleinheit in der Weise angesteuert, daß sie bestimmte Effekte der Effektanlage auslöst, die an der Datenverarbeitungsanlage programmiert werden.
Durch die Verwendung einer Datenverarbeitungsanlage kann die Steuer- ' und Regeleinheit mit verschiedener Software angesteuert werden. Beispielsweise kann eine derartige Software Musikstücke beinhalten bzw. auswerten, nach deren Rhythmus bzw. Takt sie über die Steuer- und Regeleinheit die Effektanlage zum Erzeugen der feuer- und pyrotechnischen Effekte steuert. Dabei können beispielsweise bestimmte Flammenstöße bei bestimmten Musikstellen ausgelöst werden, um das Musikstück optisch in feuer- und pyrotechnische Effekte umzusetzen.
Damit die Steuer- und Regeleinheit eine Rückmeldung von der Effektanlage erhält, ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Steuer- und Regeleinheit dem Rohrsystem zugeordnete Meßeinrichtungen zum Erfassen diverser Betriebszustände aufweist. Diese Meßeinrichtungen sind beispielsweise Thermometer, Lichtsensoren oder Wärmesensoren, mit denen feststellbar ist, ob ein bestimmter Abschnitt des Rohrsystems zum Erzeugen eines pyrotechnischen Effektes in Betrieb gesetzt wird oder nicht.
Konstruktiv ist vorgesehen, daß das Rohrsystem eine Vielzahl von Flammendüsen aufweist. Den Flammendüsen ist über das Rohrsystem eine brennbare Flüssigkeit oder ein brennbares
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Gas zuführbar, die bzw. das nach dem Austreten aus den Düsen in Brand gesetzt wird. Dazu weist die Einrichtung zum Erzeugen von Flammen den Flammendüsen zugeordnete Zündeinrichtungen zum Entzünden der aus den Düsen austretenden brennbaren Flüssigkeit bzw. der Verbrennungsgase auf.
Den Flammendüsen können Zuführeinrichtungen zum Zuführen von die Erscheinungsformen der Flammen verändernden Effektstoffen zugeordnet sein. Beispielsweise können in die Verbrennungsgase pulverförmige Stoffe eingeführt werden, die eine Farbänderung der Flamme bewirkt. Es können auch mit Knalleffekten verbrennbare Stoffe zugeführt werden. Über die Zuführeinrichtungen können beispielsweise pulverförmige Stoffe auch dann geführt werden, wenn aus den Flammendüsen keine Verbrennungsgase austreten.
In den Rohrleitungen können in Fließrichtung der zugeführten Brennmittel vor den Flammendüsen Ventile zur differenzierten Druckbeaufschlagung einzelner sowie in Gruppen geschaltener Flammendüsen mit Verbrennungsmedien angeordnet sein. Über diese Ventile ist mit der Steuer- und Regeleinheit die Brennstoffmenge bestimmbar, die einer bestimmten bzw. mehreren bestimmten Flammendüsen zugeführt wird.
Nach einer besonderen konstruktiven Ausbildung ist vorgesehen, daß das Rohrsystem in seiner äußeren räumlichen Erstreckung eine etwa kugelförmige Ausbildung aufweist. Die Rohre des Rohrsystems sind dabei so gebogen, daß ein kugelförmiger innerer Bereich ausgebildet wird. Die Rohre
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können dabei wie die Breitengrade und Längengrade eines Erdglobuses ausgebildet sein. Bei einem kugelförmigen ausgebildeten Rohrsystem ergibt sich vorteilhaft die Möglichkeit, die Einrichtung zur Erzeugung von Flammen im Inneren der Kugel anzuordnen. Vorzugsweise sind sämtliche Bauteile zum Erzeugen der Flammen im Inneren der Kugel angeordnet, so daß die erfindungsgemäße Effektanlage keine äußeren Nebenaggregate aufweist. Sie kann dadurch beispielsweise an einer Aufhängevorrichtung aufgehängt werden und in Betrieb genommen werden.
Das Rohrsystem weist vorzugsweise wenigstens einen Druckbehälter zu seiner Versorgung mit Verbrennungsmedien auf. Der Druckbehälter ist dabei vorzugsweise wiederbefüllbar, weshalb er zum Beispiel an eine Befülleinrichtung zur Aufnahme von wiederbefüllbaren Flüssiggasflaschen angeschlossen ist.
Die Flammendüsen, die an den Rohren des Rohrsystems angeordnet sind, sind vorzugsweise winkelverstellbar. Diese Winkelverstellung kann mit Verstelleinrichtungen motorisch vorgenommen werden, wobei die Verstellung von der Steuer- und Regeleinheit und damit letztlich von der Datenverarbeitungsanlage vorgenommen wird. Auch die Strömungsquerschnitte der Flammendüsen können verstellbar sein, wobei auch hier ferngesteuerte Verstelleinrichtungen vorgesehen sein können.
Wenn aus einer schräg gestellten Düse zum Beispiel ein Flammengas austritt, so stellt sich ein Rückstoßeffekt ein.
Dieser Rückstoßeffekt kann vorteilhaft dazu ausgenutzt werden, die Effektanlage . in eine Bewegung zu setzen. So kann vorgesehen sein, daß die Effektanlage eine Rotations- und/oder Pendelbewegung ermöglichende Aufhängeeinrichtung zu ihrer Aufhängung in lichter Höhe aufweist. Die Aufhängeeinrichtung kann beispielsweise ein Seil sein, das von einem Kran gehalten ist. Am unteren Ende des Seils ist die Effektanlage angeordnet, wobei sie sich durch einen Austritt von Flammengasen aus Düsen in pendelnde und/oder rotierende Bewegungen setzen kann. Dabei treten voneinander verschiedene Flammen aus der Effektanlage aus, so daß sich ein stimmiges Gesamtbild aus austretenden Flammen, Farbe der Flammen, Größe der Flammen, Bewegungen der Effektanlage und gegebenenfalls eingespielter Musik ergibt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1: eine Seitenansicht eines Rohrsystems einer Effektanlage zur Erzeugung pyrotechnischer Effekte und
Fig. 2: eine Einrichtung zum Erzeugen von Flammen, die dem Rohrsystem gemäß Fig. 1 zuordbar ist.
Das Rohrsystem in Figur 1 besteht aus mehreren Rohren 1, die jeweils halbkreisbogenförmig ausgebildet sind. Die Rohre 1
sind zu einer Kugel zusammengesetzt, wobei die Kugel an einem Seil 2 hängend befestigt ist.
Den Rohren 1 sind in ihrem Verlauf Düsen 3 zugeordnet. Aus diesen Düsen 3 können brennbare Flüssigkeiten bzw. Gase austreten, die den Düsen 3 über die Rohre 1 zugeführt werden. Die Düsen 3 können dabei eine schräge Anstellung aufweisen, so daß die Kugel durch während des Austrittes der brennbaren Medien erzeugte Rückstoßkräfte in eine drehende und/oder in eine pendelnde Bewegung versetzt wird, wie mit den Pfeilen 4 und 5 angedeutet.
In das Innere der Kugel wird eine Leitung 6 für die brennbaren Medien und für elektrische Signale hineingeführt. Diese Leitung 6 ist in Figur 2 wiedergegeben, dort ist ein Rohr 1 mit Düsen 3 schematisch dargestellt. Jeder Düse 3 ist eine Zündeinrichtung 7 zugeordnet, die ein aus der Düse 3 austretendes Gas anzünden kann.
Die Leitung 6 kann bis zu einem Druckbehälter 8 geführt sein, auch wenn sie in Figur 2 von diesem separat gezeichnet ist. In Figur 2 ist gezeigt, daß dem Druckbehälter 8 unmittelbar zwei Düsen 3 zugeordnet sind, die jeweils ein Ventil 9 aufweisen. Auch in der Leitung 1 sind Ventile 9 angeordnet. Der an der stirnseitigen Wand des Druckbehälters 8 angeordneten Düse 3 ist wieder eine Zündeinrichtung 7 zugeordnet, die unmittelbar vor der Düse 3 im Bereich der austretenden Flammengase 10 angeordnet ist. In die Flammengase kann zudem über eine Stoff leitung 11 von außen zumindestens
ein Stoff zugeführt werden, mit dem die Flamme beeinflußt wird, über die Stoffleitung 11 können gasförmige, flüssige oder feste Stoffe zur Erzeugung spezieller Effekte, wie Farben, Explosionen und Verformungen der Flamme, den Flammengasen 10 unmittelbar zugeführt werden.
Dem Druckbehälter 8 sowie verschiedenen Abschnitten der Leitung 6 sind Manometer 12 zur Überprüfung der herrschenden Druckverhältnisse zugeordnet.
In den Druckbehälter 8 werden über eine Leitung 6 Gase eingeleitet, die aus vorzugsweise mehreren Gasflaschen 13 entnommen werden. Die in Figur 1 dargestellte Leitung 6 kann auch die Leitung 6 zwischen den Gasflaschen 13 und dem Druckbehälter 8 sein, nämlich dann, wenn der Druckbehälter 8 im Inneren der durch die Rohre 1 gebildeten Kugel angeordnet ist.
Der in Figur 2 dargestellten Einrichtung ist die aus den Ventilen 9 und den Manometern 12 ausgebildete Steuer- und Regeleinheit zugeordnet. Diese Steuer- und Regeleinheit kann eine nicht weiter dargestellte Schnittstelle zu ihrer Ansteuerung durch eine schematisch dargestellte Datenverarbeitungsanlage 14 aufweisen. Diese Ansteuerung kann drahtgebunden, beispielsweise über die Leitung 6 in Figur 1, oder auch drahtlos erfolgen.
Mit der Datenverarbeitungsanlage 14 werden Daten über die von den Manometern 12 gemessenen Drücke verarbeitet. Die Ventile 9, die Düsen 3 und die Zündungseinrichtungen 7 werden
von der Datenverarbeitungsanlage 14 angesteuert, so daß sich jede aus einer Düse 3 austretende Flamme nach Größe und Beschaffenheit reproduzieren läßt.
Durch den Einsatz eines relativ großvolumigen Druckbehälters 8 ist es möglich, schlagartig eine große Gasmenge aus dem Inneren des Druckbehälters 8 herauszuführen. Dadurch können große Flammen erzeugt werden.
Die Gasflaschen 13 werden beispielsweise durch Aufnahme in einer warmen Flüssigkeit auf eine bestimmte Temperatur gebracht, wodurch sie Gas. mit einem gleichmäßigen Druck abgeben.
Claims (14)
1. Effektanlage zur Erzeugung feuer- und pyrotechnischer Effekte auf Vergnügungsveranstaltungen mit einem Verbrennungsmedien leitenden, aus verzweigten Rohrleitungen zusammengesetzten Rohrsystem, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rohrsystem eine Einrichtung zur Erzeugung von Flammen in verschiedenen Erscheinungsformen zugeordnet ist, und daß der Einrichtung zur Erzeugung von Flammen wenigstens eine Steuer- und Regeleinheit zu ihrer Steuerung und Regelung zugeordnet ist.
2. Effektanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und Regeleinheit wenigstens eine mit einer Datenverarbeitungsanlage (14) kompatible Schnittstelle zur rechnergestützten Ansteuerung der Einrichtung aufweist.
3. Effektanlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und Regeleinheit dem Rohrsystem zugeordnete Meßeinrichtungen (12) zum Erfassen diverser Betriebszustände aufweist.
4. Effektanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrsystem eine Vielzahl von Flammendüsen (3) aufweist.
5. Effektanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung von Flammen den Flammendüsen zugeordnete Zündeinrichtungen (7) zum Entzünden der Verbrennungsmedien aufweist.
6. Effektanlage nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung von Flammen den Flammendüsen (3) zugeordnete Zuführeinrichtungen zum Zuführen von die Erscheinungsform der Flammen verändernden Effektstoffen aufweist.
7. Effektanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung von Flammen den Rohrleitungen zugeordnete Ventile (9) zur differenzierten Druckbeaufschlagung einzelner sowie in Gruppen geschalteter Flammendüsen (3) mit Verbrennungsmedien aufweist.
8. Effektanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrsystem in seiner äußeren räumlichen Erstreckung eine etwa kugelförmige Ausbildung aufweist.
9. Effektanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung von Flammen im Inneren der etwa kugelförmigen Gestalt angeordnet ist.
10. Effektanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rohrsystem wenigstens ein Druckbehälter (8) zu seiner Versorgung mit Verbrennungsmedien zugeordnet ist.
11. Effektanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckbehälter (8) an zumindestens eine Befülleinrichtung zur Aufnahme von wiederbefüllbaren Flüssiggasflaschen (13) angeschlossen ist.
12. Effektanlage nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung von Flammen den Flammendüsen (3) zugeordnete Verstelleinrichtungen zum Verstellen ihres Gasaustrittswinkels aufweist.
13. Effektanlage nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung von Flammen den Flammendüsen (3) zugeordnete Verstelleinrichtungen zum Verstellen der Geometrie ihres Strömungsquerschnittes aufweist.
14. Effektanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Rotations- und/oder Pendelbewegungen ermöglichende Aufhängeeinrichtung zu ihrer Aufhängung in lichter Höhe aufweist.
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