DE2011579B2 - Vorrichtung zum kontinuierlichen extrudieren fliessfaehiger stoffe - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen extrudieren fliessfaehiger stoffeInfo
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Description
2 Oil 579 Ί
3 ' 4
,η den Fi g. 1 bis 3 ist eine Extrusionsvorrichtung eine Triebscheibe 40, die einen integralen Bestandteil
zum kontinuierlichen Extrudieren eines polymeren der Welle bildet Zwischen der Triebscheibe 40^ und
Stoffes, beispielsweise Gummi, gezeigt. Die Vorrich- der Stirnwand des Austragsrohres 29 ist ein Längstung
weist zwei Bodenschienen 10 auf, auf denen ein drucklager 39 α angebracht An der Triebscheibe
Stützgerüst und eine Antriebsvorrichtung 12 befestigt 5 sind zwei beabstandete Einsenkungen ausgebildet,
sind. An dem Stützgerüst sind zwei vertikale Fx- die Daumen 43 an dem Umschaltventil 42 aufnehtruderzylinder
13 und 14 festgemacht, die, wie in men (s. F i g. 5). .
F i g. 1 gezeigt, in einem Gehäuse untergebracht sind. Das Umschaltventil 42 besteht aus einem Holuzy-
Die Extruderzylinder sind mit elektrischen Heizern ünder, der am einen Ende geschlossen ist und an der
ausgestattet, die die Temperatur des zu extrudieren- io Außenseite des geschlossenen Endes vorstehende
den Materials erhöhen, und mit einer Isolierschicht Daumen 43 hat, die in die Einsenkungen der Tn.eb"
umkleidet, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Un- scheibe 40 eingreifen. Auf dem Zylinderumfang sind
ter der Antriebsvorrichtung 12 sind nicht gezeigte im Abstand zwei Öffnungen 44 angeordnet. Die Ott-Pumpen
angeordnet, die vor dem Start des Extra- nungen 44 nehmen eine solche Lage ein, daß, wenn
dicrvorgangs Luft aus den Extruderzylindern eva- 15 eine dieser öffnungen sich mit einer der beiden Ottkuieren,
nachdem letztere mit dem Stoff gefüllt sind. nungen 30 im Austragsrohr 29 deckt, die andere On-Eine
horizontale Zwischenplatte 15 erstreckt sich nung 30 geschlossen ist und bei Drehung des Zj1"?"
quer über das Oberende der Er.truderzylinder 13 und ders die offene Öffnung allmählich verdeckt und die
14 Sie ist mit öffnungen 16 und 17 versehen, die mit geschlossene öffnung allmählich freigegeben wird,
den offenen Enden der Extraderzylinder gefluchtet 20 Die Triebscheibe 40 schwingt zwischen den beiden
sind. Die Extruderzylinder werden'durch diese öff- Stellungen, in denen die eine oder die andere der
nungen mit Material gefüllt. Zwei senkrechte Stangen Öffnungen 30 freigelegt ist, hin und her. Dies bewirKt
18 sind an der Zwischenplatte nahe deren Enden ein Hebel 45, der am einen Ende der Antriebswelle
festgemacht. An den oberen Enden dieser Stangen 38, das aus der Nabe 37 vorragt, befestigt ist. tin
und am oberen Ende der Antriebsvorrichtung 12 ist 25 doppeltwirkender Hydraulikzylinder (nicht dargeeine
obere Platte 19 befestigt. Zwischen den beiden stellt) schwenkt den Hebel über den notwendigen
Platten sind an den Stangen 18 zwei nach unten sich Bogenausschlag. .
bewegende hydraulische Kolbeneinheiten 20 und 21 In F i g. 6 der Zeichnungen ist eine zweite Ausschwenkbar
gehaltert. Diese Kolbeneinheiten werden führungsform einer Ventilanordnung gezeigt, bei der
von zwei hydraulischen Stößeln 22 und 23, die an 30 die Scheibe des Umschaltventils 42 mit tunt in
der oberen Platte 19 montiert sind, durch Ver- gleichmäßigen Abständen auf dem Scheibenumtang
schwenken um die Stangen zur und außer Deckung angeordneten Ventilflächen versehen ist. Die veniiimit
den Öffnungen 16 und 17 gebracht. An den unte- flächen der Verschlußteile 47 sind derart angeordnet,
ren Enden der Kolbeneinheiten 20 und 21 sind nach daß, wenn eine davon sich mit einer der Ottnungen
der Seite vorstehende Platten 24 und 25 vorgesehen, 35 30 deckt und diese schließt, die andere Ottnung jo
die in Schlitze 26 und 27 eines auf der Zwischen- freiliegt und ganz geöffnet ist, wobei eine ν cmuplatte
15 sitzenden Bockes eingreifen, wenn die KoI- fläche unmittelbar neben der offenen Otfnung zu iiebeneinheiten
mit den Öffnungen in der Zwischen- gen kommt, so daß bei der Weiterdrehung der Ventilplatte
in Deckung sind. Auf diese Weise wird der anordnung die geschlossene Öffnung treigegeoen
beim Extrudieren nach oben wirksame Rückstoß je- 40 und die freiliegende Öffnung verdeckt wird Der Hedes
Kolbens von dem Bock 28 und der vertikalen bei 45 ist in diesem Fall über einen Schaltklinkennu-Stange,
an welcher der extrudierende Kolben gehal- chanismus mit der hohlen Antriebswelle 38 vermintert
ist, aufgefangen. den, so daß die Ventilanordnung schnttweise weiter-
Zwischen den unteren Enden der Extruderzylin- geschaltet wird. ,„„,.. c· ; ut,ir,„„„
der 13 und 14 erstreckt sich ein horizontales Aus- 45 In dem Austragsrohr 29 können Einrichtungen
tragsrohr 29 (s. F i g. 2), das mit zwei öffnungen 30 untergebracht sein, um den ™*™^™™£.™:
versehen ist. In Fig.4 ist eine der öffnungen sieht- chermaßen zu steuern, daß sich die Druckvertei hing
bar. Diese Öffnungen stehen mit nicht gezeigten Aus- im Extrudat auf der stromaufwärts gelegenen btirnlässen
der Extruderzylinder in Verbindung. Am seite der im Formhalter eingesetzten Form ändert,
einen Ende des horizontalen Austragsrohres 29 ist so Statt dessen oder auch zusätzlich können Einnchtaneine
Formhaltevorrichtung angeordnet, die insgesamt gen zum Sieben oder Verfeine™ ^*™™*!'"
mit 31 (Fig. 1) bezeichnet ist. Die Vorrichtung um- dem Rohr vor der Form ^^™
faßt einen Formhalter 32, der bei 33 an einem unbe- können Einrichtungen zu» Ewa™f"J? Sn die
weglichen Teil 34 der Vorrichtung schwenkbar befe- tes in dem Austragsrohr 29 untergebracht sem, ±e
stift ist, und eine Rastklinke 35 (s. Fig. 3), die den 55 zum Heranschaffen der notigen Warme elektrische
Formhalter in der Schließstellung arretiert. Heizelemente, Dampf, Gas oder em anderes Fluid
Für die nun folgenden Ausführungen wird auf ausnützen. Die an das Extrude ^bgegebene Warme-F
i g 4 Bezug genommen, in der das Austragsrohr 29 menge ist in diesem Fall nach Maßgabe des Ausstoim
Detail gezeigt ist. Das Rohr hat eine Auskleidung ßes durch die Form zu regulieren.
X aus gehartetlm Stahl, die mit öffnungen versehen 60 Das von dem Austr"£»£»«»*£ J^
ist welche sich mit den Öffnungen 30 im Austrags- Ende der Antriebswelle 38 ist in ein Ende eines tiy
ohr 2Ticken Die oben erwähnte Formhaltevor- draulischen Zylinders 50 eingeschraubt der-an se,-richtune
wäre in Fig.4 am linken Ende des Rohres nem anderen Ende verschlossen ist An dem gevo
gesehen Das rechte Ende des Rohres ist als Nabe schlossenen Ende des Zylinders 50 steht em Zapfen
Jgrz S1SS as sä Äg^s
as sä -
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52, die in die hohle Antriebswelle 38 hineinragt. Wenn die Vorrichtung in Betrieb gewesen ist, wird
der Formhalter 32 in die Offenstellung geschwenkt und an das rechte Ende des Zylinders 50 der hydraulische
Druck angelegt. Dadurch wird der Kolben 51 veranlaßl, seine Kolbenstange 52 in einer solchen
Richtung zu bewegen, daß das Ventil von der Triebscheibe 40 angehoben und zum offenen Ende des
Austragsrohres 29 hin geschoben wird. Auf diese Weise kann ein etwaiger Materialrückstand in dem
Rohr nach der Benutzung entfernt werden. Dann wird das hydraulische Druckmittel dem linken Ende
des Zylinders 50 zugeleitet und bewirkt dadurch, daß die Kolbenstange 52 zurückgezogen wird. Das Ventil
und etwaige, vorstehend erwähnte Zusatzeinrichtungen in dem Rohr werden nun von Hand wieder eingesetzt.
Jede hydraulische Kolbeneinheit 20 und 21 nach Fig.2 hat einen unbeweglichen äußeren Zylinder 55
und einen ebenfalls ortsfesten inneren Zylinder 56. Ein äußerer zylindrischer Kolbenteil 57 läuft flüssigkeitsfest
gedichtet durch eine Stopfbüchse, die am unteren Ende des Zylinders 55 befestigt ist. Ein innerer
Kolbenteil 58 bewegt sich in dem inneren Zylinder 56 hin und her. An dem unteren Ende des KoI-benteils
57 ist ein Preßkopf 59 angebracht, der in einem Extruderzylinder hin- und hergeht. Von dem
Preßkopf 59 ragt eine Stange 60 durch eine dichtende Stopfbüchse an dem unteren Ende des Zylinders
56 nach oben und ist mit dem Kolbenteil 58 verbunden. Das Ende des Kolbenteils 57 ist von
einem kappenförmigen Gehäuse 61 umgeben, das gleitend auf dem Kolbenteil 57 sitzt. Der äußere
Rand des kappenförmigen Gehäuses steht über den Preßkopf 59 nach unten vor, wenn letzterer seine in
der Fig.2 links gezeigte obere Lage einnimmt. Wenn der unter dem Preßkopf liegende Extruderzylinder
benutzt werden soll, wird das hydraulische Druckmittel an die oberen Enden der Zylinder 55
und 56 angelegt, wodurch die Kolbenteile 57 und 58 nach unten geschoben werden. Dabei bewegen sich
auch der Preßkopf 59 und das kappenförmige Gehäuse 61 langsam nach unten. An seinem unteren
Umfang ist das kappenförmige Gehäuse mit einer
Dichtung versehen, die einen dichtenden Kontakt mit
der Zwischenplatte rund um die öffnung dieser Platte herstellt, wie dies im rechten Teil der Fi g. 2
zu sehen ist. Gleichzeitig wird die Absaugpumpe in
Betneb gesetzt, um Luft aus dem Extruderzylinder abzusaugen, während der Preßkopf 59 langsam in
«k? Extmderzylmder nach unten lauft. Die Luft wird
dabei durch Kanäle 59 a im Preßkopf 59 abgesaugt,
die mit emem Klappenventil 596 versehen sind, welches
durch den Kontakt mit dem zuextradierenden
Material geschlossen wird. Dann lauft der Preßkopf 59 langsam weiter nach unten in den Extruderzylinder
und preßt das Material durch den Auslaß am Ende des Extruderzylinders aus. Wenn der Vorrat an
zu extrudierendem Material nahezu aufgebraucht ist, wird ein Schalter in einer Abtastvorrichtung 65
(Fig. 7) im äußeren Zylinder 55 ausgelöst, der den Preßkopf des anderen Extruders in Tätigkeit setzt
und das Umschaltventil betätigt. Die Abtastvonichtung enthält noch einen Schalter, der verhindert, daß
die Kolbeneinheit von den Stößeln 22 und 23 beiseite geschwenkt wird, bevor der Preßkopf vollständig aus
dem Extruderzylinder herausgezogen ist Dann wird das hydraulisch Druckmittel an das untere Ende des
Zylinders 56 angelegt, um den Preßkopf 59 und zuletzt auch das kappenförmige Gehäuse 61. rasch zurückzuziehen.
In Fig.7 sind die hydraulischen Schaltkreise für
die Extruder-Einheiten dargestellt, die in der Antriebsvorrichtung
12 untergebracht sind. Aus einem nicht gezeigten Reservoir des hydraulischen Druckmittels
ziehen Pumpen 70, 71 und 72 das Druckfluid ab. Die Pumpe 70 hat eine Auslaßleitung 73 mit
einer Verzweigung 74, die über ein Einwegventil 75 zu einem Entlastungsventil 76 führt, welches den
Maximaldruck in der Pumpe 70 einstellt. Von dem Entlastungsventil führt eine Leitung 77 das durch
das Ventil strömende Druckmittel zum Reservoir zurück. Eine zweite Zweigleitung 78 der Auslaßleitung
73 verbindet mit der Eingangsseite eines Steucrventils 79, das eine nicht gezeigte pneumatische oder
elektrische Steuerung hat.
Das Steuerventil 79 hat eine Auslaßleitung 80, die
mit einem Ende des inneren Zylinders 56 der hydraulischen Kolbeneinheit 21 und über ein T-Stück
auch mit dem äußeren Zylinder 55 verbunden ist. Eine weitere Auslaßleitung 81 des Steuerventils 79
führt zum anderen Ende des inneren Zylinders 56.
Der hydraulische Druck in den Zylindern 55 und 56 wirkt auf die beiden Kolbenteile 58 und 57 und läßt
den Preßkopf in den Extruderzylinder hineinlaufen und das Material aus dem Extruder herauspressen.
Das Steuerventil 79 hat noch eine dritte Auslaßleitung 82, die mit dem Reservoir verbunden ist. Von
der Auslaßleitung 80 zweigt eine Leitung 83 ab. die über ein Einwegventil 84 zu einem T-Stück 85 uihrt,
wo sie eine entsprechende Leitung mit einem eleichen hydraulischen Steuersystem für die andcrcThy-
draulische Kolbeneinheit trifft Das T-Stück ist über eine Leitung 86 mit einem Entlastungsventil 87 verbunden,
dessen erster Auslaß 88 an ein entfemt angeordnetes Druckregelventil 89 angeschlossc und
dessen zweiter Auslaß 90 mit dem Reservoir vbiin-
den ist. Durch Steuern der Menge des Druckmittels, die durch das Entlastungsventil 87 fließen kann läßt
sich der Rückdruck in der Leitung 83 einstellen wodurch die während des Extrudierens in beiden \uslaßleitungen
80 auftretenden Druckmaxima f.-stee-
legt sind. An den Zylinder 55 ist auch noch ein. I "citung
92 angeschlossen, die zu einem Ventil 93 fährt, das über eine Leitung 94 mit dem Reservoir w-bunden
ist. Das Ventil 93 hat eine druckablili neige Steuerung, die mittels einer Leitung 95 an die vom
Steuerventil 79 herkommende Auslaßleitung 81 angeschlossen ist. Diese Anordnung arbeitet folgendermaßen:
Wenn in der Auslaßleitung 81 ein Druck vorhanden ist und der Kolbenteil 57 zurückeezoeen
wird, gelangt dieser Druck durch die Leitung 95 zur
Steuerung für das Ventil 93 welches aufmacht so daß das im dem Zylinder 56voSdeneDraXttel
durch die Leitung"92 Sr^1^94 ηηΰ™οΐ?d£
ins Reservoir abgeleitet wird
Die Pumpe 71 dient eine'gleichartiffe Steuerschal-
tung für die andere hySsctÄihT
Die Pumpe 72 hA^^S^^t einer
ersten Zweibein™ W dfe^SS8·!fit S
nicht it άίϊ£ t ?f
99 und 100 die zuden^ntS τ- T "S
hydraulischen Stößel! 2?ffiFDgesetZte? b?df ff
sehe KolbeneinhS 20 ^ΐ^' ™S ίβ h\ ΐ
verschwlk* ^
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draulische Mittel ins Reservoir zurück. Eine zweite Zweigleitung 102 der Auslaßleitung 96 versorgt ein
gleichartiges Ventil 103, das an die entgegengesetzten Enden des hydraulischen Stößels 23 angeschlossen
ist, der die Aufgabe hat, die hydraulische Kolbeneinheit 21 um seine Stützachse zu schwenken. Eine
dritte Zweigleitung 104 der Auslaßleitung 96 versorgt ein Ventil 105 mit Auslässen 106 und 107, die
zu den entgegengesetzten Enden eines Hydraulikzylinders 108 führen, der die Aufgabe hat, das Ventil
im Austragsrohr 29, das an die beiden Extruder angeschlossen ist, zu drehen. Weitere Zweigleitungen
beliefern das Ventil 109, welches den Hydraulikzylinder 111 steuert, welcher die Aufgabe hat, den
Formhalter 32 in die Offen- und Schließstellung zu verschwenken, sowie das Ventil 110 für den hydraulischen
Zylinder 50, der für die Säuberung des horizontalen Auftragsrohres 29 sorgt.
Ein weiteres Ventil 112 mit einem Hydraulikzylinder 113 kann zur Betätigung etwaiger Zusatzeinrichtungen
vorgesehen sein.
Ein Schalter an jeder der obenerwähnten Abtastvorrichtungen 65 der Extruder ist über eine nicht gezeigte
elektrische Schaltung mit dem Ventil 105 verbunden, welches das Umschaltventil in dem Austragsrohr
29 bewegt. In jeder solchen Verbindung ist eine Schutzvorrichtung (nicht gezeigt) eingebaut, die
verhindert, daß der andere Extruderkolben tätig wird, wenn er sich nicht in der ordnungsgemäßen
Stellung über dem Extruderzylinder befindet.
Vor der Betätigung des Umschaltventils 42 wird entweder durch eine Handbedienung oder automatisch
durch e.n Steuersystem der bisher untätige Kolben in Bewegung gesetzt, um den zu extrudierenden
Stoff in dem zugehörigen Extruderzylinder unter Druck zu setzen, (die Luft ist bereits abgesaugt), so
daß, sobald das Umschaltventil 42 im Austragsrohr 29 den Auslaß des Extruderzylinders zu öffnen beginnt,
der Stoff aus diesem Extruderzylinder in das Rohr auszutreten beginnt.
Beim Betrieb der Vorrichtung erhält man einen kontinuierlichen Fluß von extrudierlem Stoff (beispielsweise
Gummi) über die Form, der aus dem einen oder dem anderen Extruderzylinder stammt,
während der untätige Extruderzylinder mit Materialvorrat gefüllt und bereitgestellt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Extrudie- genaue Steuerung der Auslaßventile mit dem Ziel,
ren fließfähiger Stoffe mit zwei Extruderkolben 5 eine reziprok kontinuierliche Stoffübernahme vom
und mit zwei aus einer gemeinsamen Kraftquelle einen zum anderen Ventildurchlaß zu erreichen, bei
betreibbaren Extrudcrzylindern, die über Steuer- der bekannten Vorrichtung nicht erzielbar.
bare Durchlässe mit einem gemeinsamen Aus- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
tragsrohr verbindbar sind und von deren Durch- eine Vorrichtung zu schaffen, die das kontinuierliche
lassen jeweils der eine fortschreitend aufmachbar io Extrudieren fließfähiger Stoffe ermöglicht,
und der andere gleichzeitig schließbar ist, da- Diese Aufgabe wird bei der eingangs erwähnten
durch gekennzeichnet, daß ein beiden Vorrichtung gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
Durchlässen gemeinsames Ventil mit zwei öff- daß ein beiden Durchlässen gemeinsames Ventil mit
nungen (44) angeordnet ist, das vun einer Kraft- zwei öffnungen angeordnet ist, das von einer Kraftquelle
(72) betätigbar ist, die von derjenigen für 15 quelle bstätigbar ist, die von derjenigen für den Vorden
Vorschub der Extruderkolben getrennt ist. schub der Extruderkolben getrennt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch Ί, dadurch ge- Bei einem für beide Extruderkolben gemeinsamen
kennzeichnet, daß die Durchlässe der beiden Ex- Ventil mit zwei öffnungen kann der Fluß des zu extruderzylinder
mit Öffnungen (30) im Austrags- trudierenden Stoffes absolut genau aus dem einen
rohr (29) verbunden sind, die durch das nach Art 20 Auslaß um den gleichen Betrag verringert werden,
eines Drehschiebers ausgebildete Ventil abwech- um den der Fluß aus dem anderen Auslaß zunimm 1.
selnd verschließbar sind. wobei auch der Ablauf der Stoff Übernahme durch
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da- eine von anderen Einflüssen unabhängige Kraftquelle
durch gekennzeichnet, daß die das Ventil (44) genau beherrschbar ist. Dadurch wird eine bisher
steuernden Verbindungsglieder bestehend aus 25 nicht erreichbare Gleichmäßigkeit des zum Extrudieeiner
Antriebswelle (38), einer Triebscheibe (40), ren gebrachten Stoffes und damit auch eine Qualieinem
Daumen (43) und einem Hebel (45) im tätsverbesserung des extrudierten Produktes erzielt.
Austragsrohr (29) zentrisch und längsverschieb- Gemäß einer vorteilhaften Ausbildungsform der
bar gelagert sind. Erfindung sind die Durchlässe der beiden Extruder-
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge- 3° zylinder mit öffnungen im Austragsrohr verbunden,
kennzeichnet, daß die Kolbenstange (52) des die durch das nach Art eines Drehschiebers ausgebil-Ventils
(44) mit einem doppeltwirkenden Kolben dete Ventil abwechselnd verschließbar sind. Die das
(51) versehen ist, der in einer der Austragsöff- Ventil steuernden Verbindungsglieder sind zweckmänung
gegenüberliegenden Verlängerung des Aus- ßig im Austragsrohr zentrisch und längsverschiebbar
tragsrohres (29) derart verschiebbar ist, daß auch 35 gelagert. Dabei ist vorteilhaft die Welle des Ventils
Stoffrückstände austragbar sind. mit einem doppeltwirkenden Kolben versehen, der
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 in einer der Austragsöffnung gegenüberliegenden
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil Verlängerung des Austragsrohres derart verschiebbar
(44) am Umfang mehrere Verschlußteile (47) ist, daß auch Stoffrückstände austragbar sind.
trägt, schrittweise weiterschattbar ist, und die 40 Es ist ferner vorteilhaft, daß das Ventil am Um-Verschlußteile
nacheinander in und außer Dek- fang mehrere Verschlußteile trägt, schrittweise kung mit den Durchlaßöffnungen gelangen. weiterschaltbar ist, und die Verschlußteile nachein-
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 ander in und außer Deckung mit den Durchlaßöffbis
5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil nungen gelangen. Das Ventil ist zweckmäßig derart
(44) derart ausgebildet ist, daß die gemeinsame 45 ausgebildet, daß die gemeinsame Austragsöffnung
Austragsöffnung des Austragsrohres (29) ver- des Austragsrohres verschließbar und die beiden Exschließbar und die beiden Extruderzylinder über truderzylinder über ihre Öffnungen miteinander verihre
öffnungen (30) miteinander verbindbar sind. bindbar sind. Dadurch kann der Stoff zum Zweck
des Aufweichens vom einen zum anderen Extruder 50 übertreten, worauf er dann von dem einen oder dem
anderen Extruder aus dem Auslaß ausgestoßen wird.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen genauer erläutert. Es zeigt
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kon- 55 F i g. 1 eine allgemeine perspektivische Ansicht
tinuierlichen Extrudieren fließfähiger Stoffe mit zwei einer Extrusionsvorrichtung,
Extruderkolben und mit zwei, aus einer gemeinsa- Fig.2 die Extrusionsvorrichtung teilweise im
men Kraftquelle betreibbaren Extruderzylindern, die Schnitt, teilweise als Aufriß,
über steuerbare Durchlässe mit einem gemeinsamen F i g. 3 eine Ansicht von oben auf die Vorrichtung
Austragsrohr verbindbar sind und von deren Durch- 60 der Fig. 1,
lassen jeweils der eine fortschreitend aufmachbar Fig.4 eine Schnittansicht des Auslaßendes der
und der andere gleichzeitig schließbar ist. Extrusionsvorrichtung,
Bei derartigen Vorrichtungen ist es bekannt (briti- F i g. 5 eine Ausführungsform des Ventils für den
sehe Patentschrift 931748, USA.-Patentschrift Auslaß der Extrusionsvorrichtung in einem Seitenriß,
2366417), die den Fluß des Stoffes in die gemein- 65 Fig.6 eine zweite Ausführungsform des Ventils
same Austragsleitung steuernden Auslaßventile in gleicher Ansicht und
durch getrennte Kraftgeber zu betätigen und deren Fig.7 ein Schaltschema der Extrusionsvorrich-
Betätigungsdruck der Druckquelle für den Vorschub tung und der zugehörigen hydraulischen Schaltung.
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