DE20113589U1 - Vorrichtung zum Greifen und Abtrennen von Baumteilen o.dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Greifen und Abtrennen von Baumteilen o.dgl.Info
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Description
1
LIPPERT, STACHOW, SCHMIDT & PARTNER Ki _A1 &igr;^
P.O. Box 30 02 08 , D-51412 Bergisch Gladbach ■■ c
Telefon +49 (0) 22 04.92 33-0 i ° '
Telefax +49 (0) 22 04.6 26 06
51580 Reichshof-Eckenhagen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Greifen und Abtrennen von Baumteilen oder dergleichen. Die Vorrichtung umfasst dabei ein Fahrzeug, einen auf dem Fahrzeug schwenkbar gelagerten Kranausleger und einen Greifer mit einer Trennvorrichtung.
Solch eine Vorrichtung ist aus der DE 44 16 195 Al bekannt. Dort wird eine Vorrichtung zum Fällen und Verarbeiten von Bäumen sowie das entsprechende Verfahren beschrieben. Bei dem Verfahren wird ein Baum mit einem von einem Kran getragenen Arbeitskopf abgesägt, in die Waagerechte gekippt und dann vom Arbeitskopf in der waagerechten Lage gehalten und entastet, entwipfelt und zu Stammabschnitten abgelängt.
Jedoch eignet sich die in der DE 44 16 195 Al offenbarte Vorrichtung beim Fällen von Bäumen hauptsächlich zum Abtrennen von senkrecht stehenden Baumstämmen. Die Vorrichtung lässt sich nicht zum Abtrennen von Baumstämmen, dicken Zweigen oder Ästen einsetzen, die sich nicht in der Senkrechten, sondern in beliebigen Richtungen erstrecken.
Zum Abtrennen einzelner Zweige oder Äste ist es daher notwendig, dass Menschen in die Baumkrone klettern, um zu dem abzuschneidenden Ast oder Zweig zu gelangen. Alternativ lassen sich die aiszuschnaidenden As ta. ofle.r .,Zweige auch mittels einer
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Hebevorrichtung erreichen. In beiden Fällen jedoch ist das Risiko für den Menschen nicht unerheblich, da er sich in bisweilen gefährliche Höhen begeben muss. Darüber hinaus können die abgesägten Zweige, Äste oder Bäumstammteile zu Beschädigungen oder Verletzungen führen, wenn sie nach dem Abtrennen herunterfallen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Greifen und Abtrennen von Baumstämmen bereitzustellen, durch die das Abtrennen von Zweigen, Ästen, Teilstücken des Baumstammes oder dergleichen vereinfacht wird und das dabei auftretende Verletzungs- und Beschädigungsrisiko möglichst klein gehalten wird.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Greifer mit dem Kranausleger drehbar um wenigstens zwei senkrecht zueinander stehenden Achsen verbunden ist. Der auf dem Fahrzeug schwenkbar gelagerte Kranausleger trägt an seinem dem Fahrzeug abgewandten Ende einen Greifer, der durch den Kranausleger zu beliebigen Stellen beispielsweise innerhalb einer Baumkrone bewegt werden kann. Da der Greifer, bezogen auf den Kranausleger, sich in wenigstens zwei Richtungen drehen kann, kann der Greifer beliebig verlaufende Zweige, Äste, Stammstücke, Strauchwerk oder sonstige Holzteile umgreifen. Dabei hält der Greifer das abzutrennende Teil fest, so dass nach dem Abtrennen das abgetrennte Teil nicht herunterfällt, sondern an einer gewünschten Stelle durch den Kranausleger abgelegt werden kann. Eine optimale Flexibilität des Greifers ist gegeben, wenn er drehbar um drei senkrecht zueinander stehenden Achsen mit dem Kranausleger verbunden ist.
Vorzugsweise umfasst der Greifer wenigstens einen um eine Achse schwenkbaren Greifarm. In der Schwenkebene des Greifarms befindet sich ein zusätzlicher Greifarm, so dass der'Greifer wie. eine Zange Äste, Zweige, Stammstücke oder dergleichen mit unterschiedlichen Durchmessern festhalten kann.
Mit der Trennvorrichtung ^wird der Zusammenhalt des Holzes an der
Trennstelle aufgehoben. Die Trennvorrichtung kann eine Säge, eine Schere oder dergleichen umfassen.
In einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Schnittebene der Säge senkrecht zur Schwenkachse des Greifarms. Somit liegen Schnittebene und Schwenkebene parallel zueinander, so dass ein vom Greifer gefasster Zweig senkrecht durchgeschnitten wird.
Vorzugsweise ist die Säge als Kettensäge ausgebildet. Kettensägen sind vergleichsweise robust und zeichnen sich durch eine hohe Schnittleistung aus.
Wenigstens eine Drehbewegung des Greifers um eine Drehachse kann hydraulisch erfolgen. Dadurch lassen sich zum einen große Kräfte auf den Greifer übertragen, die beispielsweise benötigt werden, wenn der Greifer ein abgetrenntes Baumteil halten muss. Zum anderen kann der Greifer durch den hydraulischen Antrieb exakt gesteuert werden.
Vorzugsweise erzeugt ein Hydraulikzylinder durch Zusammenwirken mit einem Hebel ein Moment um eine Drehachse des Greifers. Damit kommen Hydraulikzylinder zum Einsatz, die in verschiedenen Größen und verschiedenen Ausführungsformen auf dem Markt erhältlich sind.
Alternativ oder zusätzlich kann ein hydraulisches Getriebe eingesetzt werden, das ein Gehäuse und eine darin drehbar gelagerte Welle umfasst. Das Getriebe kann zum einen ein Drehgetriebe mit unbegrenztem Drehwinkel oder ein Schwenkgetriebe mit begrenztem Drehwinkel der Welle sein. Diese Getriebe arbeiten nach dem Bauprinzip der Umlaufverdrängermaschinen, die beispielsweise in Dubbel-Taschenbuch für den Maschinenbau, 17. Aufl., Springer-Verlag, 1990, dargestellt 'sind. Die Drehachse der Welle des. Drehgetriebes oder des Schwenkgetriebes entspricht dabei der einen Drehachse des Greifers.
In einer bevorzugten^Ausführungshorn umfasst das hydraulische
Getriebe einen hydraulisch, linear angetriebenen Kolben, der in Längsrichtung der Welle in dem Gehäuse verschiebbar ist, wobei Kolben und Gehäuse beispielsweise durch eine Schrägverzahnung im Eingriff stehen. Dadurch bewirkt eine Bewegung des Kolbens entlang der Welle eine Drehung des Kolbens und der Welle relativ zum Gehäuse. Auch hier entspricht die Drehachse der Welle der einen. Drehachse des Greifers.
Anstelle der Schrägverzahnung können als Verbindungsmittel zwischen Kolben und Gehäuse sowie zwischen Kolben und Welle auch Feder-Nut-Systeme eingesetzt werden. Dabei verläuft beispielsweise eine Nut spiralförmig auf dem Umfang der Welle. Eine mit dem Kolben verbundene Feder greift in die Nut, so dass bei Axialbewegung des Kolbens die Welle relativ zum Kolben gedreht wird.
Vorzugsweise kann der Kolben koaxial zur Welle angeordnet sein und auf einer Innenseite sowie auf einer Außenseite eine Schrägverzahnung aufweisen, wobei die Schrägverzahnung auf der Innenseite in eine Schrägverzahnung auf der Welle greift und die Schrägverzahnung auf der Außenseite in eine Schrägverzahnung in dem Gehäuse greift. Durch hydraulischen Druck wird der Kolben im Gehäuse entlang der Welle bewegt. Aufgrund der Schrägverzahnung verursacht die Axialbewegung des Kolbens eine Drehbewegung von Kolben und Welle.
Das Gehäuse oder die Welle eines ersten hydraulischen Getriebes können an der Welle oder an dem Gehäuse eines zweiten hydraulischen Getriebes befestigt sein, wobei sich die Welle des ersten Getriebes senkrecht zur Welle des zweiten Getriebes erstreckt. Durch diese Anordnung ist gewährleistet, dass sich der Greifer bezogen zum Kranausleger in zwei zueinander senkrecht stehenden Richtungen bewegen kann. Wird in geeigneter Weise ein drittes Getriebe an dem zweiten Getriebe befestigt,. ist eine Bewegung des Greifers, bezogen auf den Kranausleger, in alle Richtungen möglich.
Anhand der..,f engenden..Figuren wird ein Ausführungsbeispiel der
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Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine Vorrichtung gemäß der Erfindung in perspektivischer Ansicht und
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Figur 2 einen Greifer mit einer Säge in einer Seitenansicht.
Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Greifen und Abtrennen von Baumstämmen mit einem Fahrzeug 2 und einem Kranausleger 3. Der Kranausleger'3 ist auf dem Fahrzeug 1 schwenkbar befestigt. An einem dem Fahrzeug 2 abgewandten Ende 4 des Kranauslegers 3 ist ein Greifer 5 mit einer daran befestigten Trennvorrichtung angeordnet, die eine Säge 6 umfasst. Der Greifer 5 weist zwei zueinander beabstandete Greifarme 7 auf, die in einer gemeinsamen Ebene schwenkbar gelagert sind.
Die Verbindung zwischen Greifer 5 und dem Ende 4 des Kranauslegers 3 ist derart gestaltet, dass der Greifer 5, bezogen auf das Ende 4 des Kranauslegers 3, in zwei Richtungen gedreht werden kann. In Figur 1 ist die Verbindung zwischen Greifer 5 und dem Ende 4 des Kranauslegers 3 nur schematisch durch ein Rechteck mit Rauten dargestellt. Einzelheiten der Verbindung zeigt Figur 2.
Der-Kranausleger 3, die hier als Kettensäge ausgebildete Säge 6, die Greifarme 7 des Greifers 5 und auch die Verbindung zwischen Greifer 5 und dem Ende 4 des Kranauslegers 3 werden hydraulisch angetrieben und gesteuert. Somit können hohe Kräfte und Momente übertragen werden. Darüber hinaus weisen hydraulische Steuerungen und Antriebe ein gutes Zeitverhalten auf, so dass eine exakte Steuerung des Kranauslegers 3, der Verbindung zwischen Kranausleger 3 und Greifer 5 und des Greifers selbst möglich ist. Die Säge 6 weist des Weiteren einen pneumatischen.
Antrieb auf, der nach dem Sägen des Baumstamms die Säge 6 wieder in die in Fig. 2 dargestellte Ausgangsposition zurückführt.
Figur 2 zeigt,
.d,en iire^fer, 5 mit # den Greif armen 7 und der Säge
Die Greifarme 7 können um die Schwenkachsen 8 geschwenkt werden, die in der Darstellung der Figur 2 sich senkrecht zur Zeichenebene erstrecken. Die Schwenkachse 9 der Sage 6 verläuft parallel zu den Schwenkachsen 8, so dass ein von dem Greifarm 7 gehaltener Baumstamm im wesentlichen senkrecht durchgeschnitten wird. An dem Greifer 5 ist ein hydraulisch angetriebenes Drehgetriebe 10 befestigt. Wie auch bei den hydraulisch angetriebenen Greifarmen 7 und auch der hydraulisch angetriebenen Säge 6 sind beim Drehgetriebe 10 die Anschlüsse für Ölleitungen etc. der Einfachheit halber nicht dargestellt. Das Drehgetriebe 10 weist eine Welle 11 auf, die um eine Drehachse 12 gedreht werden kann.
Die Welle 11 ist an einem Gehäuse 13 eines Schwenkgetriebes 14 befestigt. Das Schwenkgetriebe 14 weist eine Welle 15 auf, deren Schwenkachse 16 senkrecht zur Drehachse 12 verläuft. An den Enden der Welle 15 sind Bügel 17 angeordnet, die mit Verbindungsmitteln wie beispielsweise Schrauben in geeigneter Weise an dem Ende 4 des Kranauslegers 3 montiert oder befestigt werden können.
Da die Drehachse 12 und die Schwenkachse 16 senkrecht zueinander verlaufen, lässt sich der Greifer 5, bezogen auf das Ende 4 des Kranauslegers 3, in zwei zueinander senkrechten Richtungen drehen. An Stelle des Endes 4 des Kranauslegers 3 kann an den Bügeln 17 das Gehäuse eines weiteren Schwenkgetriebes (nicht dargestellt) befestigt werden, dessen Welle mit dem Kranausleger 3 verbunden wird, wobei die Wellenachse des zweiten Schwenkgetriebes senkrecht zu den Achsen 12 und 16 steht. Dies sorgt für eine besonders hohe Flexibilität des Greifers beim Greifen und Abtrennen beliebig verlaufender Äste, Zweige, Baumstämme oder dergleichen.
7 LIPPERT, STACHOW, SCHMIDT & PARTNER Kl _A1
P.O. Box 30 02 08 , D-51412 Bergisch Gladbach ic
Telefon +49(0)22 04.92 33-0 10#
Telefax +49(0)22 04.6 26
51580 Reichshof-Eckenhagen
| 1 | Vorrichtung zum Greifen und Abtrennen |
| 2 | Fahrzeug |
| 3 | Kranausleger |
| 4 | Ende |
| 5 | Greifer |
| 6 | Säge |
| 7 | Greifarme |
| 8 | Schwenkachse |
| 9 | Schwenkachse |
| 10 | Drehgetriebe |
| 11 | Welle |
| 12 | Drehachse |
| 13 | Gehäuse |
| 14 | Schwenkgetriebe |
| 15 | Welle |
| 16 | Schwenkachse |
| 17 | Bügel |
Claims (11)
1. Vorrichtung (1) zum Greifen und Abtrennen von Baumteilen oder dergleichen, mit einem auf einem Fahrzeug (2) schwenkbar gelagerten Kranausleger (3) und einem Greifer (5) mit einer Trennvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifer (5) mit dem Kranausleger (3) drehbar um wenigstens zwei senkrecht zueinander stehenden Achsen (12, 16) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifer (5) wenigstens einen um eine Achse schwenkbaren Greifarm (7) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennvorrichtung eine Säge (6) umfasst.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittebene der Säge (6) senkrecht zur Schwenkachse (8) des Greifarms (7) liegt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Säge (6) als Kettensäge ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Anspruche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Drehbewegung des Greifers um eine Drehachse (12, 16) hydraulisch erfolgt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hydraulikzylinder durch Zusammenwirken mit einem Hebel ein Moment um die eine Drehachse (12, 16) des Greifers (5) erzeugt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein hydraulisches Getriebe ein Gehäuse und eine darin drehbar gelagerte Welle (15, 20) umfasst, wobei die Drehachse der Welle der einen Drehachse (12, 16) des Greifers (5) entspricht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe einen hydraulisch angetriebenen Kolben umfasst, der in Längsrichtung der Welle in dem Gehäuse (13) verschiebbar ist, wobei Kolben und Gehäuse (13) sowie Kolben und Welle (15) im Eingriff stehen und wobei durch Bewegung des Kolbens entlang der Welle (15) der Kolben und die Welle relativ zum Gehäuse (13) gedreht werden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben coaxial zur Welle angeordnet ist und auf einer Innenseite sowie auf einer Außenseite eine Schrägverzahnung aufweist, wobei die Schrägverzahnung auf der Innenseite in eine Schrägverzahnung auf der Welle greift und die Schrägverzahnung auf der Außenseite in eine Schrägverzahnung in dem Gehäuse greift.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (13) oder die Welle (11, 15) eines ersten hydraulischen Getriebes an der Welle (11, 15) oder an dem Gehäuse (13) eines zweiten hydraulischen Getriebes befestigbar ist.
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