DE20111806U1 - Pneumatikzylinder - Google Patents
PneumatikzylinderInfo
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Description
Die Erfindung betrifft das Gebiet der Pneumatikzylinder und insbesondere die Verwendung eines doppelten Befestigungssystems zum Befestigen der Verschlußköpfe am Rohrkörper eines Zylinders bzw. zum Befestigen der Köpfe an einer Trägerstruktur.
Bisher sind verschiedene Befestigungssysteme zum Befestigen der Köpfe am Rohrkörper eines Pneumatikzylinders oder zum Verankern des Zylinders selbst an einer Trägerstruktur bekannt.
Eines der am weitesten verbreiteten Systeme verwendet Sicherungsstangen, die sich durch den gesamten Körper des Zylinders und die zwei Verschlußköpfe erstrecken, welche mittels auf die Gewindeenden der Sicherungsstangen geschraubten Schraubmuttern befestigt sind. Die Sicherungsstangen werden ihrerseits verwendet, um den Pneumatikzylinder an einer Trägerstruktur zu befestigen.
Ein weiteres System sieht die Verwendung langer Bolzen anstelle der Sicherungsstangen vor, um jeden Kopf an einem Ende des Rohrkörpers zu sichern. Der Kopf des Bolzens ist seinerseits mit einer Gewindeblindbohrung versehen, wodurch es möglich ist, den Zylinder mittels weiterer Bolzen an einer Trägerstruktur zu sichern, welche in den Gewindeblindkopf geschraubt sind, um die zwei Köpfe am Zentralkörper des Zylinders zu befestigen.
Ein Nachteil dieser Befestigungssysteme liegt genau in der Verwendung der Sicherungsstangen oder Bolzen mit einem Doppelgewinde und ihren vergleichsweise hohen Kosten im Vergleich zu den Kosten des gesamten Zylinders. Tatsächlich können die Kosten der Sicherungsstangen oder Ankerbolzen etwa auf 10 % der Kosten des gesamten Zylinders geschätzt werden.
Ein weiterer Nachteil, der den früheren Systemen zum Befestigen der Köpfe
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und zum Verankern des Zylinders zugeordnet ist, betrifft die Gefahr der Änderung des Anzugsdrehmoments zum Sichern der Köpfe am Zentralkörper des Zylinders während seiner Verankerung an einer Trägerstruktur, wodurch die Abdichtung des Zylinders gefährdet wird.
Anstelle der Bolzen mit einem Doppelgewinde wurde zur Verankerung des Zylinders an einer Trägerstruktur auch vorgeschlagen, Gewindebohrungen zu verwenden, die direkt in den Aluminiumköpfen ausgebildet werden.
Diese Lösung beseitigt zwar teilweise den obenerwähnten Nachteil, hat jedoch den weiteren Nachteil, daß das Gewinde der Ankerbohrungen in den Aluminiumköpfen keine ausreichende mechanische Festigkeit garantiert, mit der daraus folgenden Gefahr einer Ablösung des Zylinders von der Trägerstruktur.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, die obenerwähnten Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen und ein Doppelbefestigungssystem zum Befestigen der Verschlußköpfe am Zentralkörper eines Pneumatikzylinders und entsprechend zum Verankern des Zylinders an einer Trägerstruktur zu schaffen, das sehr kostengünstig, sehr zuverlässig und sicher ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Pneumatikzylinder, der die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale besitzt. Die abhängigen Ansprüche sind auf bevorzugte Ausführungsformen gerichtet.
Das Doppelverankerungssystem gemäß der Erfindung ist so beschaffen, daß es die Konstruktion des Zylinders im Vergleich zu herkömmlichen Pneumatikzylindern sehr kostengünstig macht und die Befestigung des Zylinders an einer Trägerstruktur erleichtert, wodurch die Gefahr einer Beschädigung desselben oder die Gefährdung der Abdichtung zwischen dem Zentralkörper und den zwei Verschlußköpfen an beiden Enden beschränkt wird.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden deutlich beim Lesen der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, die auf die Zeichnung Bezug nimmt; es zeigen:
Fig. 1 eine allgemeine Ansicht des doppelt wirkenden Pneumatikzylinders;
Fig. 2 eine Vorderansicht eines Verschlußkopfes am rechten Ende des Zylinders;
Fig. 3 eine vergrößerte Einzelheit des Zylinders der Fig. 1, teilweise in Längsrichtung aufgeschnitten; und
Fig. 4 eine weitere vergrößerte Einzelheit der Fig. 3.
Wie in Fig. 1 gezeigt, umfaßt ein Pneumatikzylinder 10, &zgr;. B. ein Zylinder des doppelt wirkenden Typs, im wesentlichen einen zentralen rohrförmigen Körper 11 und zwei Endverschlußköpfe 12 und 13, die gemeinsam eine Kolbenkammer definieren, innerhalb der ein nicht gezeigtes Kolbenelement hin und her bewegt werden kann. Der Kolben ist mit einer Stange 15 versehen, die aus einer Führungsbuchse 14 hervorsteht, die z. B. am Kopf 12 in Fig. 1 befestigt ist.
Jeder Kopf 12 und 13 umfaßt ferner Einlaß/Auslaß-Öffnungen oder Anschlüsse fur ein unter Druck gesetztes Fluid, sowie für an sich bekannte Flußdynamik-Dämpfungsmittel .
Gemäß diesem Modell ist jeder Verschlußkopf, z. B. der Kopf 12 in den Fig. 2 und 3, am Zentralkörper 11 des Zylinders mittels eines Satzes von Schrauben 16 befestigt, wie z. B. selbstschneidenden Schrauben, die in entsprechenden Durchgangsbohrungen 17 an jedem Kopf in Eingriff sind, die in Längsrichtung auf entsprechende Bohrungen 18 in der Seitenwand des rohrförmigen Körpers 11 des Zylinders ausgerichtet sind.
Die Fig. 2 und 3 zeigen vier Befestigungsschrauben 16 zum Befestigen der Köpfe 12 und 13. Die Anzahl der Befestigungsschrauben kann sich jedoch von der gezeigten Anzahl unterscheiden, je nach den Abmessungen des Zylinders und den spezifischen Strukturanforderungen.
Die Verwendung einfacher Schrauben 16, die in axial ausgerichtete Bohrun-
gen in den Köpfen 12, 13 und im Körper 11 des Zylinders geschraubt sind, verspricht geeigneter zu sein zum Erzeugen der notwendigen Befestigungskraft und Abdichtung, da die Schrauben 16 nur der Axialbelastung ausgesetzt sind, um somit die Kraft zu erzeugen, die zum Sichern des Kopfes am Körper des Zylinders und zum Garantieren der notwendigen Abdichtung zwischen gegenüberliegenden Oberflächen der Köpfe und des Zentralkörpers des Zylinders erforderlich ist.
Anders als bei den bisher bekannten Lösungen wird die Verankerung des Zylinders 11 an einer Trägerstruktur mittels eines oder beider Köpfe 12 und 13 gemäß dieser Erfindung erreicht mittels eines Satzes von Muttern 22, die in entsprechenden Gehäusedurchgangsbohrungen 19 vorgesehen sind, die in jedem Kopf 12 und 13 ausgebildet sind. Jede Bohrung 19 erstreckt sich in Längsrichtung und ist axial auf eine entsprechende Bohrung 20 im rohrförmigen Körper 11 des Zylinders ausgerichtet.
Genauer, wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist, stellt jeder Kopf 12, 13 entsprechend jeder Ecke eine Längsbohrung 19 mit einem sechseckigen Querschnitt zur Verfügung, um somit eine Drehung der Mutter 22 zu verhindern. Jede Bohrung 19 erstreckt sich mit einer beschränkten Bohrung 21 mit kleinerem Durchmesser nach außen, um mit der Bohrung 19 eine ringförmige Schulter 23 zum axialen Halten der Mutter 22 zu definieren.
Die Mutter 22 kann leicht in die Bohrung 19 gedrückt werden, um somit zu verhindern, daß diese Mutter 22 nach dem Einsetzen eines Ankerbolzens zum Verankern an einer Unterstützungsstruktur zurückgedrückt wird, wodurch es schwierig wird, den Bolzen einzuschrauben.
Um die mögliche Rückwärtsbewegung der Mutter 22 zu verhindern, nachdem diese in die Bohrung 19 eingesetzt worden ist, ist es möglich, die Innenwand der Bohrung 19 leicht zu stauchen, um somit Halteschultern oder Zähne auszubilden, wie in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 24 gezeigt ist.
Die Preßpassung der Mutter 22 erfordert eine größere Genauigkeit beim Bohren der Bohrung 19, um zu verhindern, daß die Mutter 22 im Vergleich zur Bohrung selbst versetzt angeordnet wird.
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Dies kann vermieden werden mittels der Lösung der Fig. 4, die eine vergrößerte Einzelheit der Fig. 3 zeigt, bei der die gleichen Bezugszeichen verwendet worden sind, um ähnliche oder äquivalente Teile zu bezeichnen.
Die Lösung der Fig. 4 sieht einen Sitz 19' mit etwas größeren Abmessungen als die Mutter 22 vor, so daß die letztere mit Spiel aufgenommen wird. Wenn somit ein Ankerbolzen eingeschraubt wird, zentriert sich die Mutter 22 selbst.
Die Mutter 22 kann ein beliebiger Typ sein und kann insbesondere mit einem Kragen 22' versehen sein, der sich in die Bohrung 21 erstreckt, wie mit der gestrichelten Linie in Fig. 4 gezeigt ist.
Aus der obigen Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen wird klar, daß ein Pneumatikzylinder mit einem Doppelbefestigungssystem geschaffen wird, bei dem die Schrauben 16, vorzugsweise selbstschneidende Schrauben, verwendet werden, um die Köpfe 12, 13 am Zentralkörper 11 des Zylinders zu sichern, wobei die Muttern 22 in geeigneten Gehäusen 19 in den Köpfen angeordnet sind, um die Zylinder an einer Trägerstruktur zu verankern, wodurch die anfangs erwähnten Vorteile erreicht werden.
Es ist jedoch klar, daß die obige Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen lediglich beispielhaft sind und andere Abwandlungen oder Änderungen bezüglich der Anzahl und Anordnung der Schrauben 16 und bezüglich der Form und des Typs des Zylinders vorgenommen werden können, ohne vom hier beanspruchten Umfang abzuweichen.
Claims (5)
1. Pneumatikzylinder (10) mit einem rohrförmigen Körper (11), der zwei Endverschlußköpfe (12, 13) aufweist und eine Kolbenkammer für ein hin und her bewegliches Kolbenelement definiert, wobei jeder Verschlußkopf (12, 13) mit einem Einlaß/Auslaß-Anschluß für ein mit Druck beaufschlagtes Medium versehen ist, wobei die Verschlußköpfe (12, 13) abnehmbar am Zentralkörper (11) des Zylinders befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Verschlußkopf (12, 13) einen ersten Satz von Durchgangsbohrungen (17) umfaßt, die in Längsrichtung auf entsprechende Bohrungen (18) in der Seitenwand des rohrförmigen Körpers (11) des Zylinders ausgerichtet sind zum Einschrauben von Befestigungsschrauben (16), um die Verschlußköpfe (12, 13) am rohrförmigen Körper (11) zu Befestigen; und
jeder Verschlußkopf (12, 13) ferner mit einem zweiten Satz von Durchgangsbohrungen (19) versehen ist, die auf entsprechende Bohrungen (26) in der Seitenwand des rohrüörmigen Körpers (11) des Zylinders ausgerichtet sind, wobei jede der zweiten Durchgangsbohrungen (19) im Inneren mit Schultern (23, 24) versehen ist und eine Ankermutter (22) in jeder Durchgangsbohrung (19) des zweiten Satzes von Bohrungen (19) vorgesehen ist, um einen Ankerbolzen zum Befestigen des Zylinders (10) an einer Trägerstruktur einzuschrauben.
jeder Verschlußkopf (12, 13) einen ersten Satz von Durchgangsbohrungen (17) umfaßt, die in Längsrichtung auf entsprechende Bohrungen (18) in der Seitenwand des rohrförmigen Körpers (11) des Zylinders ausgerichtet sind zum Einschrauben von Befestigungsschrauben (16), um die Verschlußköpfe (12, 13) am rohrförmigen Körper (11) zu Befestigen; und
jeder Verschlußkopf (12, 13) ferner mit einem zweiten Satz von Durchgangsbohrungen (19) versehen ist, die auf entsprechende Bohrungen (26) in der Seitenwand des rohrüörmigen Körpers (11) des Zylinders ausgerichtet sind, wobei jede der zweiten Durchgangsbohrungen (19) im Inneren mit Schultern (23, 24) versehen ist und eine Ankermutter (22) in jeder Durchgangsbohrung (19) des zweiten Satzes von Bohrungen (19) vorgesehen ist, um einen Ankerbolzen zum Befestigen des Zylinders (10) an einer Trägerstruktur einzuschrauben.
2. Pneumatikzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsschrauben (16) zum Befestigen der Köpfe (12, 13) am Zentralkörper (11) des Zylinders selbstschneidende Schrauben sind.
3. Pneumatikzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankermuttern (22) in einen Sitz gegen eine Schulter (23) im zweiten Satz von Durchgangsbohrungen (19) eingepreßt sind.
4. Pneumatikzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankermuttern (22) in einen Sitz im zweiten Satz von Durchgangsbohrungen (19) mit Spiel eingesetzt sind.
5. Pneumatikzylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Verzahnungen (24) an der Innenfläche jedes zweiten Satzes von Durchgangsbohrungen (19) vorgesehen sind, um eine Axialbewegung der Ankermutter (22) zu verhindern.
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