DE20110224U1 - Gerät zum Reinigen einer Spülflüssigkeit - Google Patents
Gerät zum Reinigen einer SpülflüssigkeitInfo
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Description
Abreiniger
Hilti Aktiengesellschaft in Schaan
Fürstentum Liechtenstein
Fürstentum Liechtenstein
Die Neuerung betrifft ein Gerät zum Reinigen einer Spülflüssigkeit gemäss dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.
Bei der abtragenden Bearbeitung von Gestein, Beton, Mauerwerk oder dgl. Materialien wird eine Spülflüssigkeit verwendet, mit der das Werkzeug gekühlt und das vom Werkzeug abgetragene Bohrklein bzw. der Bohrstaub in Form eines Bohrschlammes von der Bearbeitungsstelle entfernt wird. Das Entfernen der mit Bohrschlamm verunreinigten Spülflüssigkeit erfolgt mit einem Gerät zur Reinigung einer Spülflüssigkeit, wie es beispielswiese aus der DE 198 10 912 A1 bekannt ist.
Mit Hilfe einer Vakuumpumpe wird in einem verschlossenen Sedimentationsbehälter ein Unterdruck erzeugt, der ausreicht, um die verunreinigte Spülflüssigkeit über eine Absaugleitung von der Bearbeitungsstelle absaugen und dem Sedimentationsbehälter zuführen zu können. Ein grosser Teil des Bohrschlammes lagert sich am Boden des Sedimentationsbehälters ab. Der restliche, mit der Spülflüssigkeit vermischte Bohrschlamm wird mit Hilfe einer Druckpumpe in den Druckbehälter und von dort durch einen Filter über eine Versorgungsleitung zurück zur Bearbeitungsstelle gepumpt. Dabei lagert sich der restliche Bohrschlamm im Filter bzw. an der in den Druckbehälter gerichteten Aussenkontur des Filters ab. Nach einer bestimmten Anzahl erstellter Bohrungen muss dieser Filter manuell gereinigt oder durch einen neuen Filter ersetzt werden.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein wirtschaftlich herstellbares Gerät zur Reinigung einer Spülflüssigkeit zu schaffen, das einfach ist in der Herstellung und bei dem die Reinigung des in dem Druckbehälter angeordneten Filters automatisch erfolgt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch ein Gerät zur Reinigung einer Spülflüssigkeit, welches die im kennzeichnenden Abschnitt des Anspruchs 1 angeführten Merkmale aufweist.
Durch das Versetzen des Abreinigungsventils in die geöffnete Stellung strömt insbesondere die sich zwischen dem Filter und dem Absperrventil befindliche Menge an Spülflüssigkeit mit einer sehr hohen Geschwindigkeit zurück durch den Filter in den Druckbehälter und von dort über die Bypassleitung sowie die Absaugleitung in den Sedimentationsbehälter. Diese hohe Rückströmgeschwindigkeit der Spülflüssigkeit durch den Filter reicht aus, um den sich in dem Filter angesammelten, bzw. den sich an der Aussenkontur des Filters abgelagerten Bohrschlamm zu entfernen, so dass sich dieser am Boden des Druckbehälters ablagern kann.
Der Reinigungsgrad des Filters hängt sehr stark von der Strömungsgeschwindigkeit ab, mit der die Spülflüssigkeit den Filter durchströmt. Eine hohe Strömungsgeschwindigkeit lässt sich mit einem hohen Auslösedruck erreichen. Dieser beträgt vorzugsweise 3 bis 9 bar.
Eine besonders gründliche Reinigung des Filters wird erreicht, indem für eine längere Zeit Spülflüssigkeit den Filter durchströmt. Zweckmässigerweise wird daher nach dem Erreichen des Auslösdruckes das Abreinigungsventil von der Steuerelektronik für 3 bis 10 Sekunden in die geöffnete Stellung versetzt. Der zwischen dem Filter und dem Absperrventil angeordnete Druckspeicher - beispielsweise ein Teil des Druckbehälters - ist derart bemessen, dass die in dem Druckspeicher gespeicherte Spülflüssigkeit ausreicht, um eine Rückspülung für einen Zeitraum von wenigstens zehn Sekunden zu gewährleisten.
Damit das Abreinigungsventil und das Absperrventil von der Steuerelektronik betätigt werden können, sind das Abreinigungsventil und das Absperrventil vorzugsweise Magnetventile.
Um Feststellen zu können, ob Spülflüssigkeit durch die Versorgungsleitung, beispielsweise einem Gerät zur Bearbeitung eines Untergrundes, zugeführt wird, ist vorteilhafterweise zwischen dem Druckbehälter und dem Absperrventil ein Durchfluss-Sensor angeordnet.
Zweckmässigerweise ist zwischen dem Druckbehälter und dem Absperrventil ein Temperaturschalter angeordnet. Dieser Temperaturschalter kann beispielsweise in Verbindung mit einem Temperaturanzeigeelement, der Bedienungsperson die jeweils aktuelle Temperatur der Spülflüssigkeit anzeigen, bzw. die Bedienungsperson mit einem Signal darauf hinweisen, dass die Spülflüssigkeit eine Temperatur erreicht hat, mit der eine ausreichende Kühlung, beispielsweise eines Bohrwerkzeuges, nicht mehr gewährleistet ist.
Die Neuerung wird anhand einer Zeichnung, in der das Schema eines Gerätes zur Reinigung einer Spülflüssigkeit dargestellt ist, näher erläutert.
Das Gerät zur Reinigung einer mit Bohrschlamm verunreinigten Spülflüssigkeit weist einen dicht verschliessbaren Sedimentationsbehälter 1 mit einem Sedimentationsrohr 6 und einen dicht verschliessbaren Druckbehälter 2 mit einem Druckspeicher 13 auf. Der Sedimentationsbehälter 1 steht mit einer Absauganleitung 10 und einer Vakuumpumpe 3 in Verbindung. Zwischen dem Sedimentationsbehälter 1 und dem Druckbehälter 2 erstreckt sich eine Verbindungsleitung 20 mit einer Druckpumpe 4 und einem in dem Sedimentationsbehälter 1 angeordneten Schwimmer 7. Parallel zu dieser Druckpumpe 4 angeordnet weist diese Verbindungsleitung 20 ein Druckbegrenzungsventil 5 auf.
In dem Druckbehälter 2 befindet sich ein Filter 8, durch den Spülflüssigkeit mit Hilfe der Druckpumpe 4 über einen Polizeifilter 12, den Druckspeicher 13, eine Versorgungsleitung 11 und ein Absperrventil 19 zu einer Bearbeitungsstelle bzw. einem Gerät zur Bearbeitung eines Untergrundes gepumpt wird. Zwischen dem Innenraum des Druckbehälters 2 sowie der Absaugleitung 10 erstreckt sich eine Bypassleitung 18 mit einem Abreinigungsventil 9, das mit einer Steuerelektronik 17 in Verbindung steht. Auch das in der Versorgungsleitung 11 angeordnete Absperrventil 19 und ein zwischen dem Filter 8 und dem Absperrventil 19 angeordneter Druckschalter 15 wirken mit der Steuerelektronik 17 zusammen. Zwischen dem Filter 8 und dem Absperrventil 19 sind in der Versorgungsleitung 11 ein Durchfluss-Sensor 14 und ein Temperaturschalter 16 angeordnet. Ein Polizeifilter 12 befindet sich zwischen dem Filter 8 und der Versorgungsleitung 11. Bei dem Abreinigungsventil 9 und bei dem Absperrventil 19 handelt es sich um Magnetventile. Zwischen dem Absperrventil 19 und dem Druckbehälter 2 ist ein Durchfluss-Sensor 14 sowie ein Temperaturschalter 16 angeordnet.
Die Reinigung des im Druckbehälter 2 befindlichen Filters 8 mit Hilfe einer Rückspülung eines Teiles der Spülflüssigkeit erfolgt folgendermassen:
Jedesmal, wenn die Bedienungsperson den Betätigungsschalter eines nicht dargestellten Gerätes zur Bearbeitung eines harten Untergrundes loslässt, wird das Absperrventil 19 beispielsweise mit Hilfe der Steuerelektronik - diese ist beispielsweise mit dem Gerät zur Bearbeitung eines Untergrundes in Verbindung bringbar - in die geschlossene Stellung versetzt. Die Druckpumpe 4 pumpt anschliessend weiter bis in der Versorgungsleitung zwischen dem Filter 8 und dem Absperrventil 19 ein Auslösedruck von 3 bis 9 bar erreicht
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wird und der beispielsweise einstellbare Druckschalter 15 ein Signal an die Steuerelektronik 17 weitergibt. Diese stoppt beispielsweise sofort die Druckpumpe 4 und öffnet das in der Bypassleitung 18 angeordnete Abreinigungsventil 9 für beispielsweise fünf Sekunden.
Die in dem Druckspeicher 13 und der Versorgungsleitung 11 unter Druck stehende Spülflüssigkeit strömt über den Filter 8 zurück in den Druckbehälter 2 bzw. über eine Bypassleitung 18 und das Abreinigungsventil 9 vom Druckbehälter 2 in den Sedimentationsbehälter 1. Durch den ruckartigen Druckausgleich wird der Bohrschlamm, der sich während des Bohrens im bzw. am Filter abgelagert hat, von der zurückströmenden Spülflüssigkeit vom Filter 8 heraus- bzw. abgespült. Nach fünf Sekunden schliesst sich das Abreinigungsventil 9 und die Druckpumpe 4 beginnt wieder zu laufen, um die Spülflüssigkeit in der Versorgungsleitung 11 wieder auf Betriebsdruck zu bringen.
Claims (6)
1. Gerät zur Reinigung einer mit Bohrschlamm verunreinigten Spülflüssigkeit mit einem verschlossenen Sedimentationsbehälter (1) und einem, einen Filter (8) aufweisenden, verschlossenen Druckbehälter (2), wobei der mit einer Absaugleitung (10) in Verbindung stehende Sedimentationsbehälter (1) mit einer Vakuumpumpe (3) und der über den Filter (8) mit einer Versorgungsleitung (11) in Verbindung stehende Druckbehälter (2) mit einer Druckpumpe (4) zusammenwirkt, die in einer Verbindungsleitung (20) zwischen dem Sedimentationsbehälter (1) und dem Druckbehälter (2) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem Druckbehälter (2) sowie der Absaugleitung (10) eine Bypassleitung (18) mit einem Abreinigungsventil (9) erstreckt, in der Versorgungsleitung (1) ein mit einer Steuerelektronik (17) in Verbindung stehendes Absperrventil (19) angeordnet ist und sich zwischen dem Filter (8) sowie dem Absperrventil (19) ein Druckspeicher (13) und ein mit der Steuerelektronik (17) zusammenwirkender Druckschalter (15) befindet, wobei die Steuerelektronik (17) in einer geschlossenen Stellung des Absperrventils (19) und nach dem Erreichen eines von der Druckpumpe (4) erzeugten Auslösedruckes in der Versorgungsleitung (11) von wenigstens 3 bar das Abreinigungsventil (9) für wenigstens zwei Sekunden in die geöffnete Stellung versetzt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösedruck in der Versorgungsleitung (11) 3 bis 9 bar beträgt.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Erreichen des Auslösdruckes das Abreinigungsventil (9) von der Steuerelektronik (17) für 3 bis 15 Sekunden in die geöffnete Stellung versetzt wird.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abreinigungsventil (9) und das Absperrventil (19) Magnetventile sind.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Absperrventil (19) und dem Druckbehälter (2) ein Durchfluss-Sensor (14) angeordnet ist.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Absperrventil (19) und dem Druckbehälter (2) ein Temperaturschalter (16) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20110224U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2335895A1 (de) * | 2009-12-18 | 2011-06-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Vorrichtung und Verfahren zur Aufbereitung einer Kühl- und Spülflüssigkeit |
| EP2335897A1 (de) * | 2009-12-18 | 2011-06-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Vorrichtung zur Aufbereitung einer kühl- und Spülflüssigkeit und Steuerungsverfahren für eine Aufbereitungsvorrichtung |
| EP2335896A1 (de) * | 2009-12-18 | 2011-06-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Vorrichtung zur Aufbereitung einer Kühl- und Spülflüssigkeit |
-
2001
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2335895A1 (de) * | 2009-12-18 | 2011-06-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Vorrichtung und Verfahren zur Aufbereitung einer Kühl- und Spülflüssigkeit |
| EP2335897A1 (de) * | 2009-12-18 | 2011-06-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Vorrichtung zur Aufbereitung einer kühl- und Spülflüssigkeit und Steuerungsverfahren für eine Aufbereitungsvorrichtung |
| EP2335896A1 (de) * | 2009-12-18 | 2011-06-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Vorrichtung zur Aufbereitung einer Kühl- und Spülflüssigkeit |
| US20110180493A1 (en) * | 2009-12-18 | 2011-07-28 | Hilti Aktiengesellschaft | Device and method for processing a cooling and rinsing liquid |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
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