DE20110965U1 - Arbeitszylinder - Google Patents
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Description
G 19596 - les 15. Juni 2001
FESTO AG & Co, 73 734 Esslinqen Arbeitszylinder
Die Erfindung betrifft einen Arbeitszylinder, wie er insbesondere auf dem Gebiet der Pneumatik oder Hydraulik einsetzbar ist.
Bekannte Arbeitszylinder verfügen über ein sich zwischen zwei Zylinderdeckeln erstreckendes Zylinderrohr, das als Profilrohr ausgebildet ist, welches auf Grund seiner Profilierung gewisse Zusatzfunktionen ermöglicht, beispielsweise die Befestigung von Sensoren in Befestigungsnuten oder die Durchführung von Betätigungsfluid durch integrierte Kanäle. Speziell bei einer Ausführung als Aluminium-Strangpressprofil ist eine sehr kostengünstige Integration zahlreicher Zusatzfunktionen möglich.
Gegenwärtig besteht jedoch das Problem, dass sich als stranggepresste Profilteile ausgebildete Zylinderrohre nur bis Kolbengrößen von maximal etwa 12 5 mm Durchmesser ohne größere Probleme herstellen lassen. Bei größeren Durchmessern können die Maßhaltigkeit und die gewünschte geringe Rauhigkeit der vom Zylinderrohr definierten Kolbenlauffläche nicht mehr ohne Weiteres in dem gewünschten Maße gewährleistet werden. Man greift daher bei Arbeitszylindern mit größeren Kolbendurchmessern auf so genannte Zugstangen-Zylinder zurück, bei denen
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das Zylinderrohr glattflächig kreiszylindrisch ausgebildet ist und die Zylinderdeckel durch über den Außenumfang des Zylinderrohres verteilte stangenartige Zuganker mit dem Zylinderrohr verspannt werden. Diese Bauweise ist allerdings mit höheren Herstellkosten verbunden und erfordert technisch aufwendigere Maßnahmen, um Zusatzfunktionen der erwähnten Art, wenn überhaupt, realisieren zu können.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen insbesondere als Pneumatikzylinder ausgebildeten Arbeitszylinder zu schaffen, der auch bei großen Durchmessern eine kostengünstige Integration von Zusatzfunktionen bei hoher Fertigungspräzision gestattet.
Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Arbeitszylinder, mit einem sich zwischen zwei Zylinderdeckeln erstreckenden Zylinderrohr und mit mehreren entlang des Außenumfanges des Zylinderrohres verteilt angeordneten und mit den beiden Zylinderdeckeln verspannten Zugankern, von denen mindestens einer von einem Profilteil gebildet ist, das sich in der Umfangsrichtung des Zylinderrohres ein Stück weit entlang dessen Außenumfanges erstreckt und durch dessen Profilierung Mittel zur Ausübung mindestens einer Zusatzfunktion (nachfolgend "Zusatzfunktionsmittel" genannt) vorgegeben sind.
Der Arbeitszylinder vereinigt die präzisen Herstellungsmöglichkeiten konventioneller Zugstangen-Zylinder mit der kostengünstigen Integrationsmöglichkeit für Zusatzfunktionen der mit einem profilierten Zylinderrohr ausgestatteten Arbeitszylinder, so dass man von einem Hybridzylinder sprechen
könnte. Das Zylinderrohr kann über eine sehr einfach herzustellende Geometrie verfügen, insbesondere über eine zylindrische und vorzugsweise kreiszylindrische Gestaltung, wobei jedoch mindestens ein Zuganker nicht in der bekannten Weise als Zugstange ausgebildet ist, sondern als speziell profiliertes Bauteil (Profilteil), das sich ein Stück weit entlang des Außenumfanges des Zylinderrohres erstreckt und das hinsichtlich seiner Profilierung so ausgebildet ist, dass Zusatzfunktionsmittel gebildet werden, die die Ausübung mindestens einer Zusatzfunktion gestatten. Eine solche Zusatzfunktion kann beispielsweise darin bestehen, die Befestigung von Sensoren, von Zylinderzubehör und/oder des Zylinders selbst zu gestatteten, oder in der Bereitstellung von Durchgangskanälen für die Durchführung von Kabeln und/oder Schläuchen und/oder eines für den Betrieb des Arbeitszylinders vorgesehenen Betatigungsfluides.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Je nach Bedarf besteht die Möglichkeit, nur einen, mehrere oder sämtliche der vorhandenen Zuganker als Profilteil der geschilderten Art auszuführen. Als besonders vorteilhaft hat sich eine Bauform erwiesen, bei der lediglich zwei Zuganker vorhanden sind, die beide von Profilteilen gebildet werden, welche eine sich bezüglich des Zylinderrohres diametral gegenüberliegende Position einnehmen.
Die Umfangserstreckung eines jeweiligen Profilteils ist zweckmäßigerweise so gewählt, dass das Zylinderrohr entlang
eines Teils seines Umfanges umgriffen wird. Insbesondere kann ein jeweiliges Profilteil eine derartige Umfangserstreckung aufweisen, dass es sich über mindestens 45° und vorzugsweise über mindestens 90° des Außenumfanges des Zylinderrohres erstreckt, wobei ein besonders zweckmäßiger Erstreckungsbereich zwischen 90° und 180° der Umfangserstreckung des Zylinderrohres liegt.
Mindestens eines und vorzugsweise sämtliche Profilteile verfügen an der dem Zylinderrohr zugewandten Innenseite zweckmäßigerweise über eine an die Wölbung der Außenkontur des Zylinderrohres angepasste Innenfläche, wobei die Anpassung insbesondere derart vorgesehen sein kann, dass der Krümmungsradius der Innenfläche des Profilteils gleich wie oder geringfügig größer ausfällt als der Krümmungsradius des Zylinderrohres im zugeordneten Bereich.
Um die optimale Relativlage zwischen den Profilteilen und dem ZyLinderrohr bei der Montage und beim späteren Betrieb nicht zu beeinträchtigen, kann es vorteilhaft sein, wenn das betreffende Profilteil radial zumindest geringfügig beabstandet mit Bezug zur Außenfläche des Zylinderrohres angeordnet ist.
Über besonders kompakte Abmessungen verfügt der Arbeitszylinder, wenn mindestens ein und vorzugsweise jedes Profilteil im Querschnitt gesehen bogenartig gekrümmt ausgebildet ist, wobei der konkave Bereich dem Zylinderrohr zugewandt ist.
Um ein optimales axiales Verspannen zwischen den Zylinderdeckeln und dem Zylinderrohr zu gewährleisten, sind die Längenabmessungen der Profilteile einerseits und des Zylinderrohres andererseits vorzugsweise so aufeinander abgestimmt, dass das Profilteil mit axialem Abstand zwischen den Zylinderdeckeln angeordnet ist. Das Verspannen zwischen den Zylinderdeckeln und dem Zylinderrohr wird somit durch die Profilteile nicht behindert.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung mindestens eines und insbesondere sämtlicher Profilteile als Strangpressteile aus Aluminiummaterial. Denkbar wäre allerdings auch eine Ausbildung als Gießformteil, hierbei insbesondere bestehend aus Kunststoffmaterial.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine erste, Bauform des erfindungsgemäßen Arbeitszylinders in perspektivischer Explosionsdarstellung und
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Arbeitszylinder aus Fig. 1 gemäß Schnittlinie II-II im Bereich des von Profilteilen flankierten Zylinderrohres.
Der in seiner Gesamtheit mit Bezugsziffer 1 versehene Arbeitszylinder wird insbesondere mit Druckluft als Betätigungsfluid betrieben und findet seinen Einsatz vorwiegend
als Pneumatikzylinder. Gleichwohl wäre auch ein Betrieb mit einem hydraulischen Betätigungsfluid möglich.
Der in Fig. 1 mit verkürzten Längenabmessungen gezeigte Arbeitszylinder verfügt über zwei mit Abstand zueinander angeordnete, erste und zweite Zylinderdeckel 2a, 2b, zwischen denen sich ein Zylinderrohr 3 erstreckt. Das Zylinderrohr 3 hat einen relativ einfachen Aufbau mit glatter Außenfläche und zylindrischer Gestaltung. Bevorzugt handelt es sich um ein kreiszylindrisches Zylinderrohr 3.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, besitzt das Zylinderrohr 3 zweckmäßigerweise ringsum die gleiche Wandstärke. Es handelt sich bei dem Zylinderrohr 3 insbesondere um ein Metallrohr.
Die beiden Zylinderdeckel 2a, 2b sind im Wesentlichen plattenartig gestaltet, verfügen jedoch an der dem Zylinderrohr zugewandten Innenseite über einen axialen Vorsprung 4, dessen radial orientierte Außenkontur an die Innenkontur des Zylinderrohres 3 angepasst ist, so dass letzteres stirnseitig auf den jeweils zugeordneten axialen Vorsprung 4 aufsteckbar ist. Auf diese Weise erfolgt zwischen den Zylinderdeckeln 2a, 2b und dem Zylinderrohr 3 im zusammengebauten Zustand eine präzise Zentrierung.
Beim Ausführungsbeispiel verfügt jeder axiale Vorsprung 4 an der radial orientierten Umfangsflache über eine mit einem Dichtungsring 5 ausgestattete Umfangsnut - in Fig. 1 ist dies nur im Zusammenhang mit dem links abgebildeten ersten Zylinderdeckel 2a gezeigt -, wobei der Dichtungsring 5 den Über-
gangsbereich zwischen dem Zylinderrohr 3 und dem betreffenden Zylinderdeckel 2a, 2b fluiddicht abdichtet.
Der Innenraum 6 des Zylinderrohres 3 enthält einen in der Zeichnung nicht näher dargestellten Kolben, der über eine Dichtungsanordnung mit der Innenfläche 7 des Zylinderrohres in Dichtkontakt steht. Der Kolben ist relativ zum Zylinderrohr 3 axial beweglich, wobei die Bewegung auf ein Kraftabgabeglied 8 übertragen wird, das außerhalb des Zylinderrohres 3 zugänglich ist. Beim Ausführungsbeispiel ist das Kraftabgabeglied 8 in Gestalt einer Kolbenstange ausgeführt, die den ersten Zylinderdeckel 2a unter Abdichtung gleitverschieblich durchsetzt und in dem Innenraum 6 mit dem nicht dargestellten Kolben bewegungsgekoppelt ist. Der außerhalb des ersten Zylinderdeckels 2a liegende Abschnitt des Kraftabgabegliedes 8 kann mit einem beliebigen zu bewegenden Gegenstand verbunden werden.
Der Kolben unterteilt den Innenraum 6 in zwei axial aufeinanderfolgende Arbeitsräume, bezüglich denen die Einspeisung und die Abfuhr des verwendeten Betätigungsfluides möglich ist. Letzteres geschieht über einen ersten (12a) und einen zweiten (12b) Fluidkanal, die jeweils einenends über einen der Zylinderdeckel 2a, 2b zum zugeordneten Arbeitsraum ausmünden und die andernends jeweils zu einer nicht näher dargestellten Anschlussöffnung führen, die sich an der dem Zylinderrohr 3 entgegengesetzten Außenseite des zweiten Zylinderdeckels 2b befinden. An die Anschlussöffnungen können Fluidleitungen zum Zuführen und Abführen des Betätigungsfluides angeschlossen werden.
Durch entsprechend gesteuerte Fluidbeaufschlagung kann der Kolben zu einer axialen Linearbewegung veranlasst werden, welche sich am Kraftabgabeglied 8 abgreifen lässt.
Um den festen axialen Zusammenhalt der aus den beiden Zylinderdeckeln 2a, 2b und dem Zylinderrohr 3 bestehenden Baugruppe zu gewährleisten, ist der Arbeitszylinder 1 mit mehreren Zugankern 13 ausgestattet, die im Bereich des Außenumfanges des Zylinderrohres 3 angeordnet sind, wobei eine in der durch Doppelpfeil angedeuteten Umfangsrichtung 14 des Zylinderrohres 3 verteilte Anordnung der Zuganker 13 vorgesehen ist und sich die Zuganker 13 jeweils axial parallel zum Zylinderrohr 3 zwischen den beiden Zylinderdeckeln 2a, 2b erstrecken. Die Zuganker 13 sind jeweils mit beiden Zylinderdeckeln 2a, 2b axial verspannt, was mittels Spannelementen 15 geschieht, die beim Ausführungsbeispiel in Gestalt von Spannschrauben 15a ausgeführt sind.
Die quer zur Längsachse 16 des Arbeitszylinders 1 gemessenen Abmessungen der Zylinderdeckel 2a, 2b sind zumindest partiell größer als der Außendurchmesser des Zylinderrohres 3, so dass das Zylinderrohr 3 von den Zylinderdeckeln 2a, 2b radial überragt wird, wobei die Zuganker 13 zwischen Abschnitten 17a, 17b der Zylinderdeckel 2a, 2b eingegliedert sind, die in der erwähnten Weise über das Zylinderrohr 3 hinausragen. Auf diese Weise ragen die Zylinderdeckel 2a, 2b mit den erwähnten Abschnitten 17a, 17b vor die axial orientierten Stirnflächen 18a, 18b eines jeweiligen Zugankers 13.
Im Bereich der über das Zylinderrohr 3 hinausragenden Abschnitte 17a, 17b ist jeder Zylinderdeckel 2a, 2b mit mehreren axialen Durchgangslöchern 22 versehen, durch die die Spannschrauben 15a hindurchgesteckt sind, wobei sie sich mit ihren Schraubenköpfen 23 am zugehörigen Zylinderdeckel 2a, 2b abstützen können. Die Gewindeschäfte 24 sind in fluchtende Befestigungslöcher 25 des zugeordneten Zugankers 13 eingeschraubt, die zur betreffenden Stirnfläche 18a, 18b hin offen sind. Die Gewinde in den Befestigungslöchern 25 werden von den Gewindeschäften 24 beim Einschrauben zweckmäßigerweise selbst eingefurcht.
Die Längenabmessungen der Zuganker 13 sind beim Ausführungsbeispiel so auf die Länge des Zylinderrohres 3 abgestimmt, dass bei fest an der Stirnseite des Zylinderrohres 3 anliegenden Zylinderdeckeln 2a, 2b ein geringfügiger axialer Abstand zwischen den Zugankern 13 und wenigstens einem der Zylinderdeckel 2a, 2b verbleibt. Auf diese Weise wird erreicht, dass durch das Verspannen der Zuganker 13 und der Zylinderdeckel 2a, 2b die letzteren fest gegen die Stirnflächen des Zylinderrohres 3 vorgespannt werden und dadurch das Zylinderrohr 3 fest zwischen den Zylinderdeckeln 2a, 2b eingespannt ist.
Da das Zylinderrohr 3 auf den zentrierend wirkenden axialen Vorsprüngen 4 sitzt, könnte alternativ auch eine Bauform gewählt werden, bei der im festgespannten Zustand die Zuganker 13 mit ihren Stirnflächen 18a, 18b fest gegen die Zylinderdeckel 2a, 2b vorgespannt sind und das Zylinderrohr 3 mit ge-
ringfügigem axialen Spiel zwischen den Zylinderdeckeln 2a, 2b gehalten ist.
Eine Besonderheit der Zuganker 13 besteht darin, dass sie jeweils von einem Profilteil 26 gebildet sind, das sich in der Umfangsrichtung 14 des Zylinderrohres 3 ein Stück weit entlang des Außenumfanges dieses Zylinderrohres 3 erstreckt, wobei durch die gewählte Art der Profilierung gleichzeitig zur Ausübung mindestens einer Zusatzfunktion vorgesehene Zusatzfunktionsmittel 27 gebildet sind. Diese integrierten Zusatzfunktionsmittel 27 ermöglichen es, die Zuganker 13 zusätzlich zu ihrer Zugankerfunktion auch noch für weitere Funktionen einzusetzen.
Die Ausführung der Zuganker 13 in Gestalt von Profilteilen 26 eröffnet in diesem Zusammenhang den Vorteil einer hohen Gestaltungsfreiheit bei der konstruktiven Realisierung der Zusatzfunktionsmittel. Dies insbesondere dann, wenn die Profilteile 26 wie beim Ausführungsbeispiel als insbesondere aus Aluminiummaterial bestehende Strangpressteile ausgebildet sind. Durch entsprechende Realisierung des Extrusions-Werkzeuges können sehr flexibel an den jeweiligen Einsatzfall angepasste Profilierungen realisiert werden.
Die Ausführung als Strangpressteile ist in der Regel einer prinzipiell ebenfalls möglichen Ausführung als Gießformteile vorzuziehen, wenngleich dort bei einer Kunststoffausführung sehr gewichtssparende Teile hergestellt werden können.
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Die Anzahl der vorhandenen, Zugankerfunktion übernehmenden Profilteile 26 ist prinzipiell beliebig, wobei jedoch zweckmäßigerweise mindestens zwei derartige Profilteile 26 vorhanden sind, wie dies beim Ausführungsbeispiel der Fall ist. Eine alternative Bauform, bei der die Zuganker 13 nur teilweise als Profilteile ausgebildet und teilweise in konventioneller Form in Gestalt stabartiger Zuganker ausgeführt sind, ist in der Zeichnung nicht näher dargestellt.
Insbesondere aus Symmetriegründen sind die beiden Profilteile 26 des Ausführungsbeispiels an einander diametral gegenüberliegenden Stellen des Zylinderrohres 3 platziert, und es ist jeweils eine Umfangserstreckung in der Umfangsrichtung 14 gewählt, die zur Folge hat, dass das Zylinderrohr 3 jeweils entlang eines Teils seines Umfanges vom betreffenden Profilteil 26 umgriffen ist. Die Umfangserstreckung der Profilteile 26 liegt beim Ausführungsbeispiel jeweils im Bereich zwischen 90° und 180° der Umfangserstreckung des Zylinderrohres 3. Von Vorteil ist es, wenn die Umfangserstreckung eines jeweiligen Profilteils 26 zumindest so groß gewählt ist, dass es sich über mindestens 45° und vorzugsweise über mindestens 90° des Außenumfanges des Zylinderrohres 3 erstreckt. Sehr kompakte Abmessungen des Arbeitszylinders 1 können realisiert werden, wenn die Profilteile 13 im Querschnitt gesehen bogenartig gekrümmt ausgebildet sind, wobei der konkave Bereich dem Zylinderrohr 3 zugewandt ist. Es ist dadurch eine Gestaltung des Profilteils 26 möglich, bei der dieses dem Umfangsverlauf des Zylinderrohres 3 unmittelbar folgt.
Begünstigt wird dies beim Ausführungsbeispiel noch dadurch, dass die Profilteile 26 an der dem Zylinderrohr zugewandten konkaven Innenseite eine an die Wölbung der Außenkontur des Zylinderrohres 3 angepasste Innenfläche 2 8 besitzen. Der Krümmungsradius dieser Innenflächen entspricht beim Ausführungsbeispiel demjenigen der zugewandten Außenfläche 32 des Zylinderrohres 3, kann aber auch geringfügig größer sein, und zwar insbesondere dann, wenn das betreffende Profilteil 2 6 radial zumindest geringfügig beabstandet zu der Außenfläche 32 des Zylinderrohres 3 angeordnet ist.
Aus Fig. 2 geht des Weiteren hervor, dass bei Vorhandensein mehrerer Profilteile 26 die in Umfangsrichtung benachbart zueinander angeordneten Profilteile mit Abstand zueinander angeordnet sein können. Der von den Profilteilen 2 6 überdeckte Flächenabschnitt der Außenfläche 32 des Zylinderrohres 3 kann sich auf diejenigen Bereiche beschränken, in denen eine Zusatzfunktion zur Verfügung gestellt werden soll.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, verfügen die Profilteile 26 zweckmäßigerweise insgesamt über größere Dickenabmessungen als die Wandstärke des Zylinderrohres 3. Dies gestattet in besonderem Maße die Integration von Zusatzfunktionsmitteln 27 im Innern eines jeweiligen Profilteils 26.
Beim Ausführungsbeispiel sind dementsprechend Zusatzfunktionsmittel 27 vorgesehen, die einen umfangsseitig geschlossenen Kanal 33 bilden, welcher eines der Profilteile 26 in der Längsrichtung durchzieht und zu beiden Stirnflächen 18a, 18b ausmündet. Dieser Kanal 33 ist Bestandteil des ers-
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ten Fluidkanals 12a, durch den hindurch das Betätigungsfluid vom rückwärtig angeordneten zweiten Zylinderdeckel 2b zum vorne angeordneten ersten Zylinderdeckel 2a gefördert werden kann.
Einen vergleichbaren Kanal 33' besitzt auch das andere Profilteil 26, der jedoch beim Ausführungsbeispiel nicht zur Fluidübertragung verwendet wird.
Wie aus Fig. 2 ferner hervorgeht, können solche Materialbereiche der Profilteile 26, die nicht für Zusatzfunktionen benötigt werden, über einen oder mehrere in Längsrichtung durchgehende Hohlräume 34 verfügen, die beispielsweise eine Materialeinsparung bewirken.
Ansonsten können die Hohlräume 34 auch als kanalartige Zusatzfunktionsmittel eingesetzt werden und beispielsweise zur Aufnahme von elektrischen Kabeln und/oder von Schläuchen dienen, die in der Längsrichtung des Zylinderrohres 3 zu verlegen sind und beispielsweise im Zusammenhang mit sensorischen Maßnahmen eingesetzt werden.
Beim Ausführungsbeispiel verfügen die Profilteile 26 des Weiteren über Zusatzfunktionsmittel 27, die Befestigungsmittel 3 5 bilden. Diese Befestigungsmittel 3 5 können insbesondere in Gestalt von Befestigungsnuten ausgeführt sein, die für die Befestigung von Sensoren und/oder von Zylinderzubehör und/oder des Arbeitszylinders selbst einsetzbar sind.
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Auf Grund der einfachen Herstellung der Profilteile 26 lassen sich die gewünschten Befestigungsmittel 35 nach Bedarf vorsehen, wobei ohne Weiteres verschiedene Arten von Befestigungsmitteln 35 gleichzeitig realisiert werden können, die später nach Bedarf verwendbar sind.
Claims (20)
1. Arbeitszylinder, mit einem sich zwischen zwei Zylinderdeckeln (2a, 2b) erstreckenden Zylinderrohr (3) und mit mehreren entlang des Außenumfanges des Zylinderrohres (3) verteilt angeordneten und mit den beiden Zylinderdeckeln (2a, 2b) verspannten Zugankern (13), von denen mindestens einer von einem Profilteil (26) gebildet ist, das sich in der Umfangsrichtung (14) des Zylinderrohres (3) ein Stück weit entlang dessen Außenumfanges erstreckt und durch dessen Profilierung Mittel zur Ausübung mindestens einer Zusatzfunktion (nachfolgend "Zusatzfunktionsmittel" genannt) vorgegeben sind.
2. Arbeitszylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Zuganker (13) von einem Profilteil (26) gebildet ist.
3. Arbeitszylinder nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch zwei einander diametral gegenüberliegend angeordnete Profilteile (26).
4. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangserstreckung mindestens eines Profilteils (26) so gewählt ist, dass es das Zylinderrohr (3) entlang eines Teils seines Umfanges umgreift.
5. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch mehrere Profilteile (26), wobei in Umfangsrichtung des Zylinderrohres (3) benachbarte Profilteile (26) mit Abstand zueinander angeordnet sind.
6. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Profilteil (26) an der dem Zylinderrohr (3) zugewandten Innenseite eine an die Wölbung der Außenkontur des Zylinderrohres (3) angepasste Innenfläche (28) besitzt.
7. Arbeitszylinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius der Innenfläche des Profilteils (26) gleich oder geringfügig größer ist als der Krümmungsradius des Zylinderrohres (3) im Bereich des Profilteils (26).
8. Arbeitszylinder nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Profilteil (26) radial zumindest geringfügig beabstandet zur Außenfläche (32) des Zylinderrohres (3) angeordnet ist.
9. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Profilteil (26) im Querschnitt gesehen bogenartig gekrümmt ausgebildet ist, wobei der konkave Bereich dem Zylinderrohr (3) zugewandt ist.
10. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Längenabmessungen des mindestens einen Profilteils (26) einerseits und des Zylinderrohres (3) andererseits so aufeinander abgestimmt sind, dass zwischen dem Profilteil (26) und mindestens einem Zylinderdeckel (2a, 2b) ein axialer Abstand vorliegt.
11. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Profilteil (26) als Strangpressteil ausgebildet ist.
12. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Profilteil (26) als Gießformteil ausgebildet ist.
13. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Profilteil (26) aus Aluminiummaterial oder aus Kunststoffmaterial besteht.
14. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Profilteil (26) eine derartige Umfangserstreckung aufweist, dass es sich über mindestens 45° und vorzugsweise über mindestens 90° des Außenumfanges des Zylinderrohres (3) erstreckt.
15. Arbeitszylinder nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangserstreckung des Profilteils (26) im Bereich zwischen 90° und 180° der Umfangserstreckung des Zylinderrohres (3) beträgt.
16. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Profilteil (26) über einen oder mehrere in Längsrichtung durchgehende Hohlräume (34) verfügt.
17. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzfunktionsmittel (27) Befestigungsmittel (35) bilden, die beispielsweise in Gestalt einer oder mehrerer Befestigungsnuten ausgeführt sind und die insbesondere zur Befestigung von Sensoren und/oder von Zylinderzubehör und/oder des Arbeitszylinders (1) selbst vorgesehen sind.
18. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzfunktionsmittel (27) umfangsseitig geschlossene Kanäle (33, 33', 34) zur Hindurchführung von Fluid und/oder von Kabeln und/oder von Schläuchen bilden.
19. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinderrohr (3) zylindrisch und vorzugsweise kreiszylindrisch gestaltet ist.
20. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 19, gekennzeichnet durch zu den Stirnflächen (18a, 18b) des mindestens einen Profilteils (26) hin offene Befestigungslöcher (25), in die am zugeordneten Zylinderdeckel (2a, 2b) angreifende Spannschrauben (15a) eingeschraubt sind.
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