DE29507142U1 - Vorrichtung für Linearbewegungen - Google Patents
Vorrichtung für LinearbewegungenInfo
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- F15B15/08—Characterised by the construction of the motor unit
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Description
G 17 112 - 1 es 18.04.1995
Festo KG, 73734 Essiingen Vorrichtung für Linearbewegungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für Linearbewegungen,
mit einem Gehäuse, in dem eine Längserstreckung aufweisende Laufkammer vorgesehen ist, in der
sich ein relativ zum Gehäuse in Längsrichtung bewegbarer Läufer befindet, und mit einer zwischen dem Gehäuse und
dem Läufer wirkenden Feststelleinrichtung, die eine zumindest
im wesentlichen entlang der gesamten Bewegungsstrecke des Läufers verlaufende gehäusesei ti ge erste
Bremsfläche und eine an dem Läufer vorgesehene, sich bei dessen Linearbewegung entlang der ersten Bremsfläche verlagernde
zweite Bremsfläche aufweist, wobei die beiden Bremsflächen zum lösbaren Feststellen des Läufers in Querrichtung
relativ zueinander bewegbar sind.
Eine Vorrichtung dieser Art geht beispielsweise aus der EP
0 370 157 Bl hervor. Es handelt sich dort um einen auch als Schlitzzylinder bezeichneten kolbenstangenlosen
Linearantrieb, dessen als Kolben ausgebildetes Antriebsteil
den im Betrieb eine Linearbewegung längs des Gehäuses ausführenden Läufer bildet. Eine außerhalb des Gehäuses
vorgesehene Feststelleinrichtung ermöglicht es, den Läufer
an beliebiger Stelle seiner Bewegungsstrecke relativ zum Gehäuse lösbar festzusetzen. Diese Feste!1 einrichtung umfaßt
eine sich über die Gehäuselänge erstreckende erste Bremsfläche, die an einem mit dem Gehäuse verbundenen verschwenkbaren
Schenkel angeordnet ist. Durch Beaufschlagung
des Schenkels mittels einer Betätigungseinrichtung wird
die erste Bremsfläche gegen eine an dem Läufer vorgesehene zweite Bremsfläche gedrückt und dadurch ein Bremsvorgang
ausgelöst.
Die eingebaute Feststelleinrichtung führt zu einer Vergrößerung
des Bauvolumens der Vorrichtung. Man hat daher schon mit der EP 0 447 379 Bl vorgeschlagen, die Feststelleinrichtung
in eine häufig vorhandene Linearführung zu integrieren, die am Gehäuse angebracht ist. Auch hier
ist jedoch ein kostenintensiver, relativ großer mechanischer
Aufwand für die Konstruktion der Feststelleinrichtung
erforderlich.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, deren
Feststelleinrichtung bei kostengünstigem Aufbau kompakte
Abmessungen ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß die erste
Bremsfläche an einem im Innern der Laufkammer angeordneten
stangenartigen Feststellglied vorgesehen ist, das sich
axial zwischen den die Laufkammer endseitig begrenzenden Abschlußwänden erstreckt und den Läufer durchsetzt, und
daß die zweite Bremsfläche im Umfangsbereich der von dem
Feststel1glied durchsetzten axialen Durchbrechung des
Läufers angeordnet ist.
Auf diese Weise befindet sich die Feststelleinrichtung im
Innern der Laufkammer, so daß mit ihr ausgestattete Vorrichtungen für Linearbewegungen praktisch keine größeren
Außenabmessungen besitzen als Ausführungsformen ohne Feststelleinrichtung.
Der mechanische Aufwand kann im Vergleich zum Stand der Technik erheblich reduziert
werden, was eine kostengünstige Konstruktion ermöglicht.
Die für den Bremsvorgang erforderliche Relativbewegung der
Bremsflächen quer zur Bewegungsrichtung des Läufers kann je nach Ausgestaltung durch Querbewegung der sich entlang
der Bewegungsstrecke erstreckenden ersten Bremsfläche oder durch Querbewegung der kürzeren, am Läufer angeordneten
Bremsfläche erzeugt werden. Besonders vorteilhaft ist hierbei die erstgenannte Variante, da bei ihr die bewegten
Teile stationär am Gehäuse verbleiben und nicht mit dem Läufer mitbewegt werden müssen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen aufgeführt.
Eine besonders günstige Krafteinleitung ergibt sich, wenn
das Feststellglied koaxial im zentralen Bereich der Laufkammer
angeordnet ist und den Läufer koaxial durchsetzt.
Bevorzugt, ist das Feststellglied als durch Beaufschlagung
mit einem Innendruck aufweitbarer Rohrkörper ausgebildet, an dessen Außenfläche sich die erste Bremsfläche befindet.
Die erste Bremsfläche erstreckt sich vorzugsweise über den
gesamten Umfang des Festste! 1 gl iedes. Die zweite Bremsfläche
kann hier fest am Läufer vorgesehen sein und beispielsweise unmittelbar von der Begrenzungsfläche der
axialen Durchbrechung gebildet sein, durch den sich das Führungsglied hindurcherstreckt.
Ist das Feststel1glied auf diese Weise das aktive Element
der Feststelleinrichtung, erfolgt die erforderliche Querverlagerung
der ersten Bremsfläche bevorzugt durch Beaufschlagung mittels eines im Innenraum des Rohrkörpers
angeordneten fluidisehen Beaufschlagungsmediums,
beispielsweise Druckluft oder unter Druck stehendes 'Öl.
Indem der Rohrkörper zweckmäßigerweise über den gesamten
Umfang gleichmäßig radial aufgeweitet wird, ergibt sich eine gleichmäßige übertragung der Bremskraft auf den
Läufer.
Um eine Sicherheitsfunktion zu erhalten, ist der Innenraum
des Rohrkörpers zweckmäßigerweise ständig mit Beaufschlagungsmedium
gefüllt und an eine Beaufschlagungseinrichtung
angeschlossen, die über ein bewegliches Beaufschlagungsglied,
das ständig unter einer mechanischen Vorspannung steht, den gewünschten Festste!1-Innendruck
erzeugt. Um hier die Feststelleinrichtung zu lösen, bedarf
es einer Beaufschlagung des Beaufschlagungsgliedes mit
einer Stellkraft in Gegenrichtung der mechanischen Vorspannung,
welche letztere beispielsweise von einer Federanordnung
erzeugt wird. Fällt die Stellkraft auf Grund einer Störung aus, wird die Feststelleinrichtung infolge
der Vorspannkraft unverzüglich wirksam.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine bevorzugte Bauform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in einer Ausgestaltung als kolbenstangenloser
Linearantrieb im Längsschnitt und
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung aus Fig. 1 gemäß Schnittlinie II-II.
Bei der beispielsgemäßen Vorrichtung für Linearbewegungen
handelt es sich um einen Linearantrieb 1 in Gestalt eines
f1uidbetätigten kolbenstangenlosen Arbeitszylinders.
• ·
Abgesehen von der noch zu erläuternden Feststelleinrichtung
kann der Aufbau des Linearantriebes 1 dem in der DE
41 37 789 C 2 beschriebenen entsprechen. Es genügt daher an
dieser Stelle eine zusammenfassende Erläuterung des Aufbaues des Linearantriebes 1.
Der Linearantrieb 1 verfügt über ein geradliniges längliches
Gehäuse 2 mit einem rohrförmigen Mittelabschnitt 3
und diesen Mittelabschnitt 3 endsei tig fluiddicht verschließenden
Abschlußwänden 4, 5. Der rohrförmige Mittelabschnitt
3 kann ein Profilrohr sein, das abweichend von der Darstellung gemäß Fig. 2 am Außenumfang mit Befestigungsnuten
für anzubringende Bauteile ausgestattet sein kann .
Der rohrförmige Mittelabschnitt 3 begrenzt eine Laufkammer
6, die Längserstreckung aufweist und in Längsrichtung 7
des Gehäuses 2 verläuft. Die zylindrische Laufkammer 6 kann einen ovalen, vorzugsweise allerdings wie abgebildet
einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
An einer Stelle des Umfanges der Laufkammer 6 ist der rohrförmige Mittelabschnitt 3 mit einem sich über seine
Länge erstreckenden Längsschlitz 8 versehen. Er geht
radial von der Laufkammer 6 bis zur Außenfläche 12 des Gehäuses 2 durch.
In der Laufkammer 6 ist ein in Längsrichtung 7 bewegbarer
Läufer 13 angeordnet, der hier vom Abtriebsteil 14 des Linearantriebes 1 gebildet ist, hier von einem Kolben. Es
muß sich nicht notwendigerweise um einen Kolben handeln,
insbesondere dann nicht, wenn es sich um einen elektromotorisch betriebenen Linearantrieb 1 handelt, dessen
Antriebsteil beispielsweise auf einer rotationsangetriebenen
Spindel läuft.
An dem Läufer 13 bzw. Abtriebsteil 14 greift beim Ausführungsbeispiel
ein stegartiges übertragungsglied 15 an,
das durch den Längsschlitz 8 hindurch nach außen ragt und dort mit einem Mitnehmer 16 in Verbindung steht, der
seinerseits mit einer zu transportierenden Last verbindbar
ist. Der Mitnehmer 16 könnte auch mit einer Linearführung
zusammenwirken, wie sie beispielsweise in der DE 41 37 789
C2 beschrieben ist und die sich zweckmäßigerweise außen am
Gehäuse 2 befindet.
Das Abtriebsteil 14 unterteilt die Laufkammer 6 axial in zwei Arbeitsräume 17, 18, die über im Gehäuse verlaufende
Kanäle 22 mit Anschlüssen 23 kommunizieren, über die das Betätigungsfiuid nach Bedarf zu- oder abgeführt wird, um
das Antriebsteil 14 zu der schon erwähnten Linearbewegung
anzutreiben.
Der Längsschlitz 8 wird durch ein Dichtband 24 von innen her abgedichtet, das im Bereich des Antriebsteils 14 axial
innerhalb an diesem angeordneter Dichtungseinrichtungen
nach innen abgelenkt wird, um dem übertragungsglied 15 den Durchgriff durch den Längsschlitz 8 zu ermöglichen.
Der Linearantrieb 1 ist mit einer auch als Bremseinrichtung
bezeichenbaren Feststelleinrichtung 26 ausgestattet,
die es ermöglicht, den Läufer 13 bzw. das diesen bildende Antriebsteil 14 nach Bedarf an beliebiger Stelle seiner
Bewegungsstrecke gehäusefest lösbar festzulegen bzw. zu arretieren. Auf diese Weise lassen sich zu transportierende
Lasten bzw. Gegenstände sehr exakt positionieren.
Die beim Ausführungsbeispiel verwirklichte bevorzugte Ausgestaltung
der Feststelleinrichtung 26 verfügt über ein stangenartiges Feststellglied 27, das im Innern der Laufkammer
6 angeordnet ist und sich dort axial zwischen den beiden Abschlußwänden 4, 5 erstreckt, an denen es endseitig
festgelegt ist. Es ist bevorzugt koaxial im zentralen Bereich der Laufkammer 6 angeordnet, was aus Fig. 2
gut ersichtlich ist. Das Feststel1glied 27 durchsetzt den
Läufer zweckmäßigerweise koaxial, der eine den Durchtritt
ermöglichende axiale Durchbrechung 28 aufweist.
Das Feststellglied 27 ist vorliegend als Rohrkörper
ausgebildet, so daß es innen hohl ist und einen axial
durchgehenden Innenraum 32 aufweist, der gemäß Pfeilen 33 aus Fig. 2 mit einem Innendruck beaufschlagbar ist. Der
Aufbau des Feststel1gliedes 27 ist derart, daß es in der
Lage ist, sich bei einem bestimmten, nachfolgend als Feststel 1 -Innendruck bezeichneten Innendruck radial aufzuweiten.
Um dies zu ermöglichen, ist der Rohrkörper relativ dünnwandig ausgeführt und besteht beim Ausführungsbeispiel
aus Kunststoffmaterial, das eine gewisse Flexibilität aufweisen
kann. Die Wandung des Rohrkörpers 29 kann über eine
Faser- und/oder Gewebeverstärkung verfugen, beispielsweise
aus textilem Material. Allerdings liegt insgesamt eine
Strukturfestigkeit vor, die ein unkontrolliertes Aufblähen
des Rohrkörpers 29 in den außerhalb der axialen Durchbrechung 28 liegenden Abschnitten verhindert.
Es könnte sich bei dem Rohrkörper 29 auch um ein Metallrohr
handeln, wobei auch dann jedoch zweckmäßigerweise eine schlauchartig dünne Wandung vorgesehen ist.
Das Feststel1glied 27 bildet das aktive Element der beispielsgemäßen
Feststelleinrichtung 26. Seine Außenfläche
bildet eine erste Bremsfläche 34, die sich im wesentlichen
entlang der gesamten Bewegungsstrecke des Läufers 13 erstreckt. Ihr zugeordnet ist eine an dem Läufer 13 bzw.
Antriebsteil 14 vorgesehene zweite Bremsfläche 35, die von
der Innenfläche der axialen Durchbrechung 28 des Läufers 13 gebildet ist.
Die axiale Durchbrechung 28 ist im Querschnitt komplementär zur Außenkontur des Feststel1gliedes 27 gestaltet.
Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß im drucklosen Zustand des Rohrkörpers 29 keine Klemmkraft zwischen den
beiden Bremsflächen 34, 35 wirkt, sondern der Innenquerschnitt
der axialen Durchbrechung 28 minimal größer ist
als der Außenquerschnitt des Feststel1gliedes 27, so daß
der Läufer 13 eine ungehinderte Axial bewegung ausführen kann.
Wird hingegen der Rohrkörper 29 mit einem Innendruck beaufschlagt,
so wird er radial aufgeweitet, in der Regel um den Bruchteil eines Millimeters, wobei die die erste
Bremsfläche 34 bildende Außenfläche des Rohrkörpers 29 gegen die zweite Bremsfläche 35 angelegt und angedrückt
wird. Die erste Bremsfläche 34 führt hier also eine Aufweitungsbewegung
in Querrichtung 36 bezüglich der Längsachse 7 der Laufkammer 6 aus, die gleichzeitig die Längsachse
des Rohrkörpers 29 bildet. Die Klemmbewegung ist vorliegend eine Radialbewegung. Bei ausreichend hohem
Innendruck, dem bereits erwähnten Feststel1-Innendruck,
ist die Anpreßkraft an den Kontaktbereichen zwischen der ersten und der zweiten Bremsfläche 34, 35 so groß, daß der
Läufer 13 axial unbeweglich festgelegt ist. Wird der Innendruck wieder reduziert, verringert sich der Anpreßdruck,
und der Läufer 13 kommt zur weiteren Axial bewegung frei .
Um eine gleichmäßige Übertragung der Bremskraft zu erzielen,
ist es von Vorteil, ein außen kreiszylindrisch
konturiertes Festste!1glied 27 zu verwenden, wobei die
zweite Bremsfläche zweckmäßigerweise eine das Feststellglied 27 koaxial umschließende zylindrisch konturierte
Fläche ist.
Die Bremswirkung kann allein auf den Reibungskräften
basieren, die zwischen den miteinander in Kontakt stehenden ersten und zweiten Bremsflächen 34, 35 vorliegen.
Zusätzlich kann aber auch noch ein formschlüssiger Feststelleffekt
hinzutreten, der insbesondere darauf basiert, daß der Rohrkörper 29 axial unmittelbar im Anschluß an die
1äuferseiti ge Durchbrechung 28 wegen der fehlenden Gegenkraft
weiter aufgeweitet wird als innerhalb der axialen Durchbrechung 28. Dieser Effekt ist in Fig. 1 bei 37
strichpunktiert angedeutet. Der Rohrkörper 29 verfügt in
diesem Zustand im Bereich der axialen Durchbrechung 28 über einen im Vergleich zu den sich anschließenden Bereichen
eingeschnürten Bereich und wird zwischen den aufgeweiteten
Bereichen 37 axial unbeweglich formschlüssig
ei ngespannt.
Beim Ausführungsbeispiel ist die 1 auferseitige zweite
Bremsfläche 35 in mehrere axiale Abschnitte unterteilt. Dies rührt von einem mehrteiligen, hier: dreiteiligen
Aufbau des Antriebsteils 14 her, das über drei axial aufeinanderfolgende,
fest miteinander verbundene Kolbenelemente 38, 38' verfügt, wobei zwischen axial benachbarten
Kolbenelementen 38, 38' ein axialer Zwischenraum 43
vorliegt. Auf diese Weise ist die axiale Durchbrechung in einen zentralen (44) und zwei sich beidseits koaxial
mit Abstand daran anschließende äußere Durchbrechungsabschnitte
45 unterteilt. In den Zwischenraum 43 hinein kann sich der Rohrkörper 29 bei entsprechender Ausgestaltung
geringfügig ausbauchen, um die geschilderte formschlüssige Fixierung zu erzielen. Die zweite Bremsfläche
35 ist hier in drei Abschnitte unterteilt, die von der Innenfläche der zentralen und der beiden äußeren Durchbrechungsabschnitte
44, 45 gebildet sind.
Die Kolbenelemente 38, 38' bestehen vorzugsweise aus AIuminiummateri
al .
Um eine optimale Bremswirkung zu erzielen, können die Bremsflächen 34, 35 nach Bedarf von aus geeignetem Material
bestehenden Bremsbelägen gebildet sein, die auf das
Feststellglied 2 7 und/oder auf die Innenfläche der axialen
Durchbrechung 28 aufgebracht sind.
Die stirnseitige Befestigung des Rohrkörpers 29 erfolgt beim Ausführungsbeispiel mit Hilfe von Anschlußelementen
46, die insbesondere rohrstutzenartig ausgebildet sind und
über einen axial durchgehenden Durchgangskanal 47 verfugen.
Beispielsgemäß ist jeweils ein Anschlußelement 46
mit einem ersten Befestigungsabschnitt 48 stirnseitig in
den Rohrkörper 29 eingesteckt, wobei ein axial aus dem
Rohrkörper 29 herausragender zweiter Befestigungsabschnitt,
z. B. mit Hilfe eines Sicherungsringes 50,
axial unbeweglich in einer Aufnahme 53 der zugeordneten Abschlußwand 4, 5 festgelegt ist. Der Durchgangskanal 47
des einen Anschlußelements 46 ist mit Hilfe eines Stopfens
54 od.dgl. dicht verschlossen. Der Durchgangskanal 47 des
anderen, in Fig. 1 rechts liegenden Anschlußelementes 46
dient zur Einspeisung des fluidisehen Beaufschlagungsmediums,
das von innen her gegen die Wandung des Rohrkörpers 29 arbeitet.
Der vorgenannte Durchgangskanal 47 bildet einen gehäusefesten,
an einer Stirnseite des Gehäuses 2 angeordneten Anschluß 54 zur Zu- und Abfuhr des Beaufschlagungsmediums.
Als Beaufschlagungsmedium kann beispielsweise Druckluft
verwendet werden, die dem Innenraum 32 zur Erzielung einer
Bremswirkung nach Bedarf über den Anschluß 54 zugeführt
wird. Zum Entfernen der Bremswirkung braucht hier der Innenraum 32 lediglich entlüftet zu werden. Man kann mit
einem zwischengeschalteten Druckübersetzer arbeiten, um einen hohen Feststel1-Innendruck zu erhalten.
Die beispielsgemäße Feststelleinrichtung 26 arbeitet mit
einem hydraulischen Medium, vorzugsweise öl, als Beaufschlagungsmedium.
Dieses Beaufschlagungsmedium befindet
sich ständig in dem Innenraum 32 und einem sich daran anschließenden,
beispielsweise in einer Leitung ausgebildeten
Verbindungskanal 55, der eine Verbindung zu einer nur
schematisch angedeuteten Beaufschlagungseinrichtung 56
herstellt. Der Innenraum 32 bildet hier zusammen mit dem Verbindungskanal 55 einen ständig mit dem hydraulischen
Beaufschlagungsmedium gefüllten geschlossenen Druckraum.
Der zum Abbremsen des Läufers 13 erforderliche Feststellinnendruck
wird über ein den Druckraum 32, 55 beaufschlagendes
Beaufschlagungsglied 57 erzeugt, das durch mechanische
Vorspannung 58 im Sinne einer Druckerhöhung auf das
eingeschlossene Beaufschlagungsmedium einwirkt. Die mechanische
Vorspannung 58 wird hier von einer Federeinrichtung
59 erzeugt, die ständig auf das z.B. kolbenartig ausgebildete Beaufschlagungsglied 57 einwirkt. Entgegen der
Vorspannkraft 58 kann eine Stellkraft wirken, die von
einem pneumatischen Steuermedium geliefert wird, welches
der Beaufschlagungseinrichtung 56 gemäß Doppelpfeil 60
bedarfsgemäß zuführbar ist. Dieses StelImedium wird zweck· mäßigerweise von der gleichen Quelle gespeist wie das das Antriebsteil 14 beaufschlagende Betätigungsmedium.
bedarfsgemäß zuführbar ist. Dieses StelImedium wird zweck· mäßigerweise von der gleichen Quelle gespeist wie das das Antriebsteil 14 beaufschlagende Betätigungsmedium.
Um die Feststelleinrichtung 26 zu deaktivieren, wird das
Beaufschlagungsglied 57 durch das Stellmedium 60 entgegen
der mechanischen Vorspannung 58 mit einer Stellkraft beaufschlagt, so daß der im Innenraum 32 herrschende Druck
gering oder gleich Null ist und der Läufer 13 ungebremst verlagert werden kann. Zur Aktivierung der Feststelleinrichtung
26 wird der dem Stellmedium zugeordnete
Anschluß 61 der Beaufschlagungseinrichtung 56 entlüftet, so daß die Stellkraft reduziert oder gleich Null ist und die mechanische Vorspannung voll auf das eingeschlossene Beaufschlagungsmedium wirkt.
Anschluß 61 der Beaufschlagungseinrichtung 56 entlüftet, so daß die Stellkraft reduziert oder gleich Null ist und die mechanische Vorspannung voll auf das eingeschlossene Beaufschlagungsmedium wirkt.
Es versteht sich, daß hier anstelle des hydraulischen
Beaufschlagungsmediums auch ein gasförmiges Beaufschlagungsmedium verwendbar ist.
Beaufschlagungsmediums auch ein gasförmiges Beaufschlagungsmedium verwendbar ist.
Die Beaufschlagungseinrichtung 56 kann unmittelbarer Bestandteil
des Gehäuses 2 sein, zumindest jedoch an das
Gehäuse 2 angebaut sein, um eine kompakte Einheit zu e r halten.
Gehäuse 2 angebaut sein, um eine kompakte Einheit zu e r halten.
Bei der beispielsgemäßen Ausgestaltung ergibt sich eine
Sicherheitsfunktion dadurch, daß bei versehentlich abfallendem
Betriebsdruck sofort die von dem Stellmedium gelieferte Stellkraft wegfällt und die Feststelleinrichtung
26 betätigt wird. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, daß anstelle der mechanischen Vorspannung 58
beispielsweise auch eine fluidische Vorspannung vorgesehen
sein kann, beispielsweise nach Art einer Luftfeder.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, beeinträchtigt das in das
Gehäuse 2 integrierte Feststenglied 27 die üblichen
Funktionen des Linearantriebes nicht. So kann beispielsweise
weiterhin eine zur fluidischen Endlagendämpfung
dienende Hülse 62 an einer jeweiligen Abschlußwand 4, 5
festgelegt sein, die den Rohrkörper 29 koaxial mit
radialem Spiel umschließt, so daß ein ringförmiger Druckmittelkanal 63 definiert wird, über den das Betätigungsfluid
zu- und/oder abströmen kann und der bei Annäherung des Antriebsteils 14 an seine Endlage verschlossen wird,
indem die Hülse 62 von einem am Antriebsteil 14 angeordneten Dichtring 64 umschlossen wird.
• ·
Claims (17)
1. Vorrichtung für Linearbewegungen, mit einem
Gehäuse (2), in dem eine Längserstreckung aufweisende Laufkammer (6) vorgesehen ist, in der sich ein relativ zum
Gehäuse (2) in Längsrichtung (7) bewegbarer Läufer (13) befindet, und mit einer zwischen dem Gehäuse (2) und dem
Läufer (13) wirkenden Feststelleinrichtung (26), die eine
zumindest im wesentlichen entlang der gesamten Bewegungsstrecke des Läufers (13) verlaufende gehäusesei ti ge erste
Bremsfläche (34) und eine an dem Läufer (13) vorgesehene, sich bei dessen Linearbewegung entlang der ersten Bremsfläche
(34) verlagernde zweite Bremsfläche (35) aufweist, wobei die beiden Bremsflächen (34, 35) zum lösbaren Feststellen
des Läufers (13) in Querrichtung relativ
zueinander bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Bremsfläche (34) an einem im Innern der Laufkammer (6) angeordneten stangenartigen Feststel1glied (27)
vorgesehen ist, das sich axial zwischen den die Laufkammer (6) endsei tig begrenzenden Abschlußwänden (5, 5) erstreckt
und den Läufer (13) durchsetzt, und daß die zweite Brems-
• <
fläche (35) im Umfangsbereich der von dem Feststel1glied
(27) durchsetzten axialen Durchbrechung (28) des Läufers (13) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Feststellglied (27) koaxial im zentralen
Bereich der Laufkammer (26) angeordnet ist und den Läufer (13) koaxial durchsetzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Feststel1glied (27) außen kreiszylindrisch
konturiert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Bremsfläche (35)
eine das Feststel1glied (27) umschließende zylindrische
Fläche ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das aktive Element der Feststelleinrichtung
(26) von dem Feststel1glied (27) gebildet
ist, dessen erste Bremsfläche (34) quer und vorzugsweise
radial bezüglich der Längsachse (7) der Laufkammer (6) relativ zu der 1 auferseiti gen zweiten Bremsfläche (35)
bewegbar ist, um mit dieser in oder außer Wirkverbindung
zu gelangen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Feststellglied (27) als
durch Beaufschlagung mit einem Innendruck aufweitbarer
Rohrkörper (29) ausgebildet ist, an dessen Außenfläche
sich die erste Bremsfläche (34) befindet.
7. Vorrichtung nachAnspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohrkörper (29) als dünnwandiges Metall- oder Kunststoffrohr ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohrkörper (29) über eine schlauchartig dünne, vorzugsweise faser- oder gewebeverstärkte Wandung
verfügt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrkörper (29) aus
flexiblem Material besteht.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Beaufschlagungsmedium für
den Innenraum (32) des Rohrkörpers (29) Druckluft vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Beaufschlagungsmedium für
den Innenraum (32) des Rohrkörpers (29) ein hydraulisches
Medium, vorzugsweise 'Öl, vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse (2) ein mit dem
Innenraum (32) des Rohrkörpers (29) kommunizierender Anschluß (54) zur Zu- und Abfuhr des Beaufschlagungsmediums
vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum (32) des Rohrkörpers
(29) wenigstens einen Teil eines ständig mit Beaufschlagungsmedium
gefüllten geschlossenen Druckraumes bildet, der an eine den gewünschten Innendruck erzeugende
Beaufschlagungseinrichtung (56) angeschlossen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beaufschlagungseinrichtung (56) ein den
Druckraum (32, 55) beaufschlagendes Beaufschlagungsglied
(57) aufweist, das ständig unter einer den gewünschten Feststel1-Innendruck liefernden, insbesondere mechanisch
erzeugten Vorspannung steht, und das zum Lösen der Feststelleinrichtung
(26) in Gegenrichtung mit einer Stellkraft beaufschlagbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich-
net, daß die Stellkraft eine fluidisch, vorzugsweise pneu·
matisch, erzeugte Stellkraft ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Beaufschlagung des Innenraumes
(32) des Rohrkörpers (29) unter Vermittlung eines Druckübersetzers erfolgt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als kolbenstangenloser
Linearantrieb, dessen Antriebsteil (14) den Läufer (13) bildet.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29507142U DE29507142U1 (de) | 1995-04-28 | 1995-04-28 | Vorrichtung für Linearbewegungen |
| DE19548264A DE19548264A1 (de) | 1995-04-28 | 1995-12-22 | Vorrichtung für Linearbewegungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29507142U DE29507142U1 (de) | 1995-04-28 | 1995-04-28 | Vorrichtung für Linearbewegungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29507142U1 true DE29507142U1 (de) | 1995-07-06 |
Family
ID=8007400
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29507142U Expired - Lifetime DE29507142U1 (de) | 1995-04-28 | 1995-04-28 | Vorrichtung für Linearbewegungen |
| DE19548264A Withdrawn DE19548264A1 (de) | 1995-04-28 | 1995-12-22 | Vorrichtung für Linearbewegungen |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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