DE20109063U1 - Vorrichtung zum Abziehen von Haftetiketten - Google Patents
Vorrichtung zum Abziehen von HaftetikettenInfo
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Description
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Werner Hermann
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Vorrichtung zum Abziehen von Haftetiketten
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abziehen von Haftetiketten von Etikettenträgerflachen an Gegenständen, insbesondere Flaschenkästen.
Haftetiketten werden in einem weiten Bereich zur Kennzeichnung von Gegenständen verwendet. In vielen Fällen besteht der Wunsch oder die Notwendigkeit, die Haftetiketten wieder von den gekennzeichneten Gegenständen zu entfernen, insbesondere um ein neues, anderes Etikett anzubringen. Ein typischer Anwendungsfall hierfür sind Flaschenkästen aus Kunststoff, die im Regelfall mehrfach verwendet werden. Sowohl nach einer Beschädigung oder Verschmutzung der Etiketten als insbesondere auch bei einer erwünschten Änderung der Kennzeichnung des Inhalts ist es erforderlich, die aufgeklebten Haftetiketten zu entfernen, um neue Etiketten aufbringen zu können. Auch in anderen Bereichen, beispielsweise bei automatisierten Kommissioniervorgängen, besteht ein Bedarf, Haftetiketten von Behältern zu entfernen.
Bisherige Versuche, Haftetiketten durch mechanisches Abkratzen oder Abschaben zu entfernen, führten nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. Einerseits war bei
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einer mechanischen Zerstörung des Haftetiketts nicht sichergestellt, dass alle Teile des Haftetiketts zuverlässig entfernt wurden; andererseits besteht bei einem mechanischen Abkratzen oder Abschaben die Gefahr, dass die Etikettenträgerfläche beschädigt wird.
Gemäß einer zum nicht vorveröffentlichten Stand der Technik gehörenden Patentanmeldung (DE 100 46 594) erfolgt das Abziehen von Haftetiketten durch ein einseitig klebendes Klebeband, dessen Klebekraft gegenüber dem Haftetikett größer als die Haftkraft des Haftetiketts gegenüber der Etikettenträgerfläche ist und das mit seiner Klebeseite gegen das Haftetikett gedrückt wird. Das mit den abgezogenen Haftetiketten verbundene Klebeband wird auf eine Aufwickelrolle aufgewickelt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Vorrichtung zum Abziehen von Haftetiketten der eingangs genannten Gattung zu schaffen, die eine rasche, schonende und vollständige Entfernung von Haftetiketten ermöglicht, ohne die Etikettenträgerfläche zu beschädigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung gelöst, die gekennzeichnet ist durch - eine Längsfördereinrichtung für die mit den Haftetiketten versehenen Gegenstände und
- eine Abziehvorrichtung für Haftetiketten, die mindestens aufweist:
- - einen mit einer Bremseinrichtung versehenen, die Abwickelrolle tragenden Abwickeldorn für ein einseitig klebendes Klebeband,
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- - eine gegen die Etikettenträgerflache bewegbare und davon zurückziehbare Andrückeinrichtung für das Klebeband,
- - einen die Aufwickelrolle tragenden, angetriebenen Aufwickeldorn und
- - eine Spanneinrichtung für das Klebeband.
Das gegen das Haftetikett gedrückte Klebeband verbindet sich mit diesem und nimmt das Haftetikett mit. Dabei unterbleibt jede mechanische Einwirkung auf die Etikettenträgerflache, so dass deren Beschädigung ausgeschlossen ist. Die Klebeverbindung zwischen dem Klebeband und dem Haftetikett bewirkt eine solche Kraftübertragung auf das Haftetikett, dass das Haftetikett ohne Beschädigung zusammenhängend abgezogen wird, so dass keine Etikettenreste zurückbleiben.
Obwohl das intermittierend angetriebene Klebeband gegen das Haftetikett gedrückt und nach dem Abziehen des Haftetiketts wieder von der Etikettenträgerflache abgehoben werden muß, bewirkt der kontinuierlich auf das Klebeband ausgeübte Spannzug, dass das Klebeband zuverlässig und sicher geführt wird und sich insbesondere nicht von seiner Andrückrolle oder sonstigen Andrückeinrichtung löst, wenn diese von der Etikettenträgerflache, beispielsweise der Seitenfläche eines Flaschenkastens, zurückgezogen wird.
Die Vorrichtung ermöglicht in besonders günstiger Weise und mit geringem Bauaufwand die Durchführung des genannten Verfahrens und insbesondere auch die Aufrechterhaltung einer Zugspannung in dem Klebeband während des gesamten Verfahrensablaufs.
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Vorzugsweise ist der Abziehdorn mit einem entgegen der Abzugsrichtung des Klebebands wirkenden Drehmomentantrieb verbunden. Das von diesem Drehmomentantrieb auf den Abwickeldorn ausgeübt, der Abzugsrichtung entgegengesetzte Drehmoment bewirkt die ständige Aufrechterhaltung einer Spannzugkraft auf das Klebeband.
Gemäß einer hinsichtlich des Bauaufwands und der einfachen Konstruktion besonders günstigen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der Drehmomentantrieb des Abwickeldorns ein Drehfeldmagnetmotor ist.
Stattdessen kann der Drehmomentantrieb des- Abwickeldorns auch ein entgegen der Abzugsrichtung drehender Elektromotor sein, der über eine Rutschkupplung mit dem Abwickeldorn verbunden ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt:
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Fig. 1 in vereinfachter Darstellungsweise eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Abziehen von Haftetiketten von Flasehenkästen,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. und
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Fig. 3 in einer Draufsicht entsprechend der Fig. 1 eine abgewandelte Ausführungsform der Vorrichtung.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung dient dazu, Haftetiketten 1 von Flaschenkästen 2 abzuziehen, die auf einer Längsfördereinrichtung 3, beispielsweise einem Förderband, kontinuierlich in Richtung des Pfeiles 4 gefördert werden. Die Seitenflächen der Flaschenkästen 2 bilden Etikettenträgerflachen 5, auf denen die Haftetiketten 1 angebracht sind.
Eine Abziehvorrichtung 6, die in Fig. 2 in einer Seitenansicht dargestellt ist, weist an einer Grundplatte einen drehbar gelagerten Abwickeldorn 8 auf, der auf einer Abwickelrolle 9 einen Vorrat eines einseitig klebenden Klebebandes 10 trägt. Der Abwickeldorn 8 steht in Antriebsverbindung mit einem Drehmomentantrieb 11, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von einem Drehfeldmagnetmotor gebildet wird. Der Drehmomentantrieb wirkt auf den Abwickeldorn 8 entgegen der Abzugsrichtung des Klebebandes 10 und übt auf dieses eine vorgegebene Zugkraft aus.
Eine Andrückeinrichtung 12 weist zwei Andrückzylinder oder Andrückrollen 13 und 14 auf, die jeweils durch einen pneumatischen oder hydraulischen Zylinder 15 bzw. 16 gegen die Seitenflächen 5 der Flaschenkästen 2 ausfahrbar und zurückziehbar sind. Das Klebeband 10 läuft mit seiner nichtklebenden Seite über die beiden Andrückrollen 13 und 14 und von dort an einer Etikettenlichtschranke 17 und über eine Umlenkrolle 18 zu einer Aufwickelrolle 19 auf einem Spanndorn 20, der ebenfalls drehbar an der Grundplatte 7
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gelagert ist. Der Aufwickeldorn 20 wird durch einen regelbaren Wickelmotor 21 angetrieben. Die Umlenkrolle ist mit einem Inkrementalgeber 22 verbunden.
Eine an der Längsfördereinrichtung 3 angeordnete Produktlichtschranke 23 erfaßt einen herangeförderten Getränkekasten 2. Nach einem Zeitintervall, das von der Fördergeschwindigkeit der Längsfördereinrichtung 3 abhängt, bewirkt das von der Produktlichtschranke 23 gelieferte Signal über eine (nicht dargestellte) Steuereinrichtung das Ausfahren der beiden Zylinder 15 und 16. Die Andrückrollen 13 und 14 drücken das Klebeband 10 mit seiner klebenden Seite kurz vor dem abzuziehenden Haftetikett 10 gegen die Etikettenträgerflache 5 und damit auf die Sichtfläche des Haftetikettes 1. Dadurch entsteht eine Haftverbindung zwischen dem Klebeband 10 und dem Haftetikett 1, die infolge der Auswahl der Klebewirkung des Klebebands 10 größer ist als die Haftwirkung zwischen dem Haftetikett und der Etikettenträgerflache 5. Die Breite des Klebebands 10 wird vorzugsweise etwas geringer als die Breite des abzuziehenden Haftetiketts 1 gewählt.
Kurz nach dem Andrücken des Klebebands 10 an das Haftetikett 1 wird der Wickelmotor 21 eingeschaltet und seine Drehzahl wird so geregelt, dass das Klebeband 10 mit der selben Laufgeschwindigkeit bewegt wird wie die Transportgeschwindigkeit der Längsfördereinrichtung 3. Hierzu liefert der mit der Umlenkrolle 18 verbundene Inkrementalgeber 22 ein der Bandgeschwindigkeit entsprechendes Signal an die Steuereinrichtung, um den Wickelmotor zu steuern. Der Wickelmotor 21 bewegt das Klebeband 10 somit mit der gleichen Geschwindigkeit, mit
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der auch das Haftetikett 10 mittels des Klebebands 1 von der Etikettenträgerflache 5 abgezogen wird. Da der Durchmesser der auf dem Wickeldorn 20 gebildeten Aufwickelrolle 19 immer größer wird, kann der Wickelmotor nicht mit einer konstanten Geschwindigkeit angetrieben werden.
Die Etikettenlichtschranke 17 ermittelt die Abstände zwischen den auf der Klebeseite des Klebebands 10 anhaftenden, abgezogenen Haftetiketten 1' und unterbricht den Antrieb des Aufwickeldorns 20 in solchen Zeitabständen, dass die Haftetiketten 1' mit möglichst geringen Abständen auf dem Klebeband 10 angeordnet werden. Dadurch wird eine Minimierung des Klebebandverbrauchs erreicht, wobei eine optimale Einstellung besteht, wenn zwischen aufeinanderfolgenden abgezogenen Haftetiketten 1' ein Abstand von etwa 10-20 mm eingehalten wird. Außerdem erfolgt hierdurch eine Bandrisskontrolle; auch wird erkannt, wenn kein Etikett abgezogen wurde. Die Etikettenlichtschranke 17 kann auch unabhängig vom Inkrementalgeber 22 der Umlenkrolle 18 auch die jeweilige Abzugslänge abhängig von der Etikettenlänger steuern.
Damit das Klebeband 10 ständig unter Zugspannung bleibt, insbesondere auch beim Zurückziehen der Andrückrollen 13 und 14, übt der einen Drehmomentantrieb bildende Drehfeldmagnetmotor 11 ständig ein entgegen der Abzugsrichtung des Klebebands 10 wirkendes Drehmoment auf den Abwickeldorn 8 aus. Bei einer Verringerung der wirksamen Klebebandlänge im Augenblick des Zurückziehens der Andrückrollen 13 und 14 dreht sich daher der
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Abwickeldorn 8 kurzzeitig entgegen der Abzugsrichtung des Klebebands 10, um die Zugspannung aufrecht zu erhalten.
Stattdessen kann der Drehmomentantrieb des Abwickeldorns 8 auch als ein entgegen der Abzugsrichtung drehender Elektromotor ausgeführt sein, der über eine (nicht dargestellte) Rutschkupplung mit dem Abwickeldorn 8 verbunden ist.
Anstelle des beschriebenen Drehmomentantriebs des Abwickeldorns 8 kann auch vorgesehen werden, den Abwickeldorn 8 mit einer Bremseinrichtung zu versehen, gegen deren Wirkung das Klebeband 10 von der Abwickelrolle 9 abgezogen wird, und eine Bandspannrolle vorzusehen, die quer zur Bandlaufrichtung des Klebebands federnd bewegbar ist und somit ständig eine Zugspannung des Klebebands 10 aufrecht erhält. Beispielsweise kann auch die Umlenkrolle 18 als eine solche Bandspannrolle eingesetzt werden, indem sie quer zur Bandlängsrichtung federnd beweglich ausgeführt wird.
Eine andere Möglichkeit der Aufrechterhaltung der Bandzugspannung besteht darin, dass der die Aufwickelrolle 19 tragende Aufwickeldorn 20 von dem steuerbaren, vorzugsweise regelbaren Wickelmotor 21 angetrieben wird, der von dem die Laufgeschwindigkeit des Klebebands 10 erfassenden Inkrementalgeber 22 in der Weise gesteuert wird, dass die Aufwickelgeschwindigkeit des Klebebands 10 im Augenblick des Zurückziehens der Andrückrollen 13 und 14 so weit über die Fördergeschwindigkeit der Flaschenkästen 2 hinaus gesteigert wird, dass dadurch die erforderliche Zugspannung im Klebeband 10 aufrecht erhalten wird.
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Die Andrückrolle 13 kann auch schon in ihre Ausgangsposition zurückfahren, solange der Aufwickeldorn 20 noch zieht und die Zugspannung erst nachlässt, nachdem die Andrückrolle 13 ihre Endlage erreicht hat.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Abziehen von Haftetiketten von Etikettenträgerflächen an Gegenständen, insbesondere Flaschenkästen, gekennzeichnet durch
- eine Längsfördereinrichtung (3) für die mit den Haftetiketten (1) versehenen Gegenstände (2) und
- eine Abziehvorrichtung (8) für Haftetiketten, (1) die mindestens aufweist:
- einen mit einer Bremseinrichtung (11) versehenen, die Abwickelrolle (9) tragenden Abwickeldorn (8) für ein einseitig klebendes Klebeband (10),
- eine gegen die Etikettenträgerfläche (5) bewegbare und davon zurückziehbare Andrückeinrichtung (12) für das Klebeband (10),
- einen die Aufwickelrolle (19) tragenden, angetriebenen Aufwickeldorn (20) und
- eine Spanneinrichtung für das Klebeband (10).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abwickeldorn (8) mit einem entgegen der Abzugsrichtung des Klebebandes (10) wirkenden Drehmomentantrieb (11) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehmomentantrieb des Abwickeldorns (8) ein Drehfeldmagnetmotor (11) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehmomentantrieb des Abwickeldorns (8) ein entgegen der Abzugsrichtung drehender Elektromotor ist, der über eine Rutschkupplung mit dem Abwickeldorn (8) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abwickeldorn (8) mit einer Bremseinrichtung versehen ist und daß eine Bandspannrolle quer zur Bandlaufrichtung des Klebebands federnd bewegbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Aufwickelrolle (19) tragende Aufwickeldorn (20) von einem steuerbaren, vorzugsweise regelbaren Wickelmotor (21) angetrieben wird, der von einem die Laufgeschwindigkeit des Klebebandes (10) erfassenden Inkrementalgeber (22) gesteuert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Inkrementalgeber (22) mit einer Umlenkrolle (18) für das Klebeband (10) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die Aufwickelrolle (19) tragende Aufwickeldorn (20) von einem steuerbaren, vorzugsweise regelbaren Wickelmotor (21) angetrieben wird, der von einer die Abstände der Haftetiketten (1') erfassenden Etikettenlichtschranke (17) gesteuert wird.
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- 2001-02-16 DE DE20109063U patent/DE20109063U1/de not_active Expired - Lifetime
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| R207 | Utility model specification |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20040729 |
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| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20070901 |