DE20108311U1 - Trittschalldämmkörper - Google Patents
TrittschalldämmkörperInfo
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Description
Die vorliegende Neuerung betrifft einen Trittschalldämmkörper, der expandiertes Styro!polymerisat aufweist.
Trittschalldämmkörper kommen beispielsweise mit Belägen aus Steinplatten, bei Treppenstufen, und zusammen mit oder ohne Fliesenbelägen zum Einsatz. Solche Beläge vermögen einen Schalldurchgang wenig mindern, so dass bei solchen Belägen ein äusserst hoher Trittschall entsteht. Um nun bei z.B. Fliesenbelägen den Trittschall zu dämmen, werden diese auf eine Schalldämmschicht gelegt. Eine bekannte solche Schalldämmschicht besteht aus Platten aus einem expandierten, also geschäumten Styrolpolymerisat. Bei solchen Platten, also Trittschalldämmkörpern, weist das Styrolpolymerisat allgemein eine Dichte von weniger als etwa 15 kg/m^ auf und ist elastifiziert.
Bekannt ist jedoch auch die Verwendung von Styrolpolymerisat zur Herstellung von Wärmedämmkörpern. Ein solches Styrolpolymerisat unterscheidet sich vom trittschalldämpfenden Styrolpolymerisat insofern, indem es eine Dichte von mehr als 15 kg/m^ aufweist, beispielsweise eine Dichte im Bereich von 15 - 40 kg/m-3 .
Es ist somit bekannt, beim Erstellen eines Gebäudes zwei unterschiedliche Arten von Dämmkörpern aus expandiertem Styrolpolymerisat zu verwenden, nämlich für Trittschalldämmkörper expandiertes Styrolpolymerisat mit einer Dichte < 15 kg/m^ und für Wärmedämmkörper expandiertes Styrolpolymerisat mit einer Dichte im Bereich von 15 - 40 kg/m^. Folglich ist es notwendig gewesen, beim Erstellen eines solchen Gebäudes diesbezüglich zwei unterschiedliche Materialien zu verwenden, was sich offensichtlich auf die Kosten niederschlägt. Weiter, weil von blossem Auge kein Unterschied zwischen solchen Körpern aus Styrolpolymerisat erkannt werden kann, besteht die
AMS/db 10.05.2001
03734 DE
Gefahr, dass bei einer Baustelle die Styrolpolymerisat-Körper mit schädlichen Folgen verwechselt werden können. Hier will die Neuerung Abhilfe schaffen. Die Neuerung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Styrolpolymerisat mit einer Dichte von weniger als 15 kg/m3 vorliegt und im Styrolpolymerisat mindestens ein teilchenförmiger Zusatzstoff gleichmässig verteilt angeordnet ist, dessen Dichte höher als die Dichte des Styrolpolymerisates ist.
Die durch die Neuerung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass dadurch, dass mittels nur einer Art Körpern aus Styrolpolymerisat unterschiedliche Aufgaben erfüllt werden können, beträchtliche Ersparnisse an Herstellungskosten erzielt werden können. Auch besteht keine Verwechslungsgefahr zwischen von blossem Auge nicht unterscheidbaren Körpern aus Styrolpolymerisat bei unterschiedlichen Anwendungen.
Bis vor kurzem ist mit einem Wärmedämmkörper aus einem Styrolpolymerisat ein Wärmedurchgangswiderstand von &Lgr; = 0,039 W/m/°K erreicht worden. Bei neuen Ausbildungen, insbesondere mit athermanen Zusatzstoffen beträgt nun der Wärmedurchgangswiderstand &Lgr; = 0,033 W/m/°K.
Neuerungsgemäss ist erkannt worden, dass solches mit athermanen Zusatzstoffen versehenes Styrolpolymerisat, obwohl es eine Dichte von 15 kg/m^ oder mehr aufweist, sich ausgezeichnet zur Trittschalldämmung eignet.
Im folgenden wird die Neuerung anhand von einer einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnung näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt einen Schnitt durch einen Eckbereich eines Körpers aus expandiertem Styrolpolymerisat mit Zusatzstoffen, die teilweise in einem vergrössertem Massstab gezeichnet sind.
Das Ausgangsmaterial zur Herstellung des neuerungsgemässen Trittschalldämmkörpers liegt in Form eines Granulates vor, welches expandiert, d.h. geschäumt wird um schlussendlich den Trittschalldämmkörper zu bilden. Das Expandieren, bzw. Schäumen von Styrolpolymerisat in Form eines Granulates ist bekannt, es wird hierzu beispielsweise auf die EP-A-O 177 621, EP-A-O 679 488, CH-A-668 033, die CH-A-676 446 verwiesen. Aus diesen Dokumenten geht auch hervor, dass der neuerungsgemässe Trittschalldämmkörper auch als Teil eines Formkörpers vorliegen kann, der aus unterschiedlichen Styrolpolymerisaten, gegebenenfalls sogar recycliertem Kunststoff aufgebaut ist.
Die Figur zeigt einen Schnitt durch einen Eckbereich eines Körpers aus expandiertem Styrolpolymerisat, welcher Körper ein Trittschalldämmkörper ist.
Die expandierten und zusammengeschmolzenen Bezirke aus Styrolpolymerisat sind mit der Bezugsziffer angedeutet. Neuerungsgemäss weist dieses Styrolpolymerisat eine Dichte von weniger als 15 kg/m^ auf. In diesem Styrolpolymerisat ist nun mindestens ein athermaner Stoff als Zusatzstoff eingebettet.
Bei solchen Stoffen unterscheidet man zwischen infrarotreflektierenden und infrarotabsorbierenden Stoffen.
Man nehme nun an, dass bei einer grundlegenden Ausführung der Neuerung der mindestens ein Zusatzstoff ein infrarotreflektierender Stoff sei. Dieser Zusatzstoff liegt in Form von Metallpartikeln 2 vor, beispielsweise Aluminium oder Bronze.
Bei der gezeichneten Ausführung besteht dieser Zusatzstoff aus Aluminium in Plättchenform. Aluminium weist eine Dichte von ca. 2700 kg/m^ auf, also weit höher als das Styrolpolymerisat. Diese Aluminiumplättchen 2,
die übertrieben gross gezeichnet sind, weisen Abmessungen im Bereich von 1 bis 15 &mgr; auf, wobei der Durchmesser der Aluminiumplättchen 2 mindestens das 10-fache ihrer Dicke beträgt.
Bezogen auf das Polymere sind 0,3-1 Gew.-% Aluminiumteilchen enthalten, wobei jedoch bei weiteren Ausführungen ein Anteil im Bereich von 0,05 - 4 Gew.-% und bis ca. 6 Gew.-% vorgesehen ist.
Ein weiterer Zusatzstoff ist ein infrarotabsorbierender Stoff, der in Form von feinen Körnern angeordnet und mit der Bezugsziffer 3 aufgezeigt ist. Dieser Stoff kann ein Metalloxid, z.B. A^C^, ein Nichtmetalloxid, Aluminiumpulver, Antimonsulfid, oder ein Kohlenstoff enthaltender Stoff wie Russ oder Graphit sein.
Im Trittschalldämmkörper kann nun lediglich einer der weiteren Zusatzstoffe vorhanden sein, oder es können gleichzeitig mehrere solche Zusatzstoffe vorhanden sein. In jedem Fall beträgt der insgesamte Anteil des einen oder der mehreren weiteren Zusatzstoffe(s) maximal ca. 2 Gew.-% bezogen auf das Polymere.
Ein besonders bevorzugter weiterer Zusatzstoff ist Antimonsulfid, das in Form von feinen Körnern mit einer Korngrösse im Bereich von 10 - 60 um liegt.
Weitere derartige Zusatzstoffe sind Kohlenstoff enthaltende Stoffe, insbesondere Russ und Graphit.
Zur Herstellung des Trittschalldämmkörper wird ein körniges Styrolpolymerisat mit mindestens einem der genannten Zusatzstoffe in den angegebenen Mengen geschäumt, danach gekühlt und entspannt. Darauf wird der entspannte Schaumkörper zur Elastifizierung komprimiert. Dabei kann ein Trittschalldämmkörper in Form z.B. einer Platte für sich hergestellt werden, oder auch als ein aus verschiedenen Kunststoffarten aufgebautes Trittschall-
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dämmerzeugnis, analog zu den aus den eingangs beispielsweise genannten Dokumenten ersichtlichen Herstellungsverfahren .
Claims (8)
1. Trittschalldämmkörper, der expandiertes Styrolpolymerisat aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Styrolpolymerisat mit einer Dichte von weniger als 15 kg/m3 vorliegt und im Styrolpolymerisat (1) mindestens ein teilchenförmiger Zusatzstoff gleichmässig verteilt angeordnet ist, dessen Dichte höher als die Dichte des Styrolpolymerisates ist.
2. Trittschalldämmkörper nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens einen infrarotreflektierenden oder infrarotabsorbierenden Zusatzstoff.
3. Trittschalldämmkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein infrarotreflektierender Stoff in Form von Metallpartikeln (2) vorliegt.
4. Trittschalldämmkörper nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein infrarotreflektierender Stoff in Form von plättchenförmigen Metallpartikeln (2) vorliegt.
5. Trittschalldämmkörper nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein infrarotreflektierender Stoff Aluminium ist, welcher mit einem Anteil von weniger als 6 Gew.-%, vorzugsweise 0,05-4 Gew.-%, insbesondere 0,3-1 Gew.-% bezogen auf das Polymere vorliegt.
6. Trittschalldämmkörper nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein infrarotabsorbierender Stoff ein Metalloxid, Nichtmetalloxid, Antimontrisulfid, Russ oder Graphit ist.
7. Trittschalldämmkörper nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein infrarotabsorbierender Stoff in Form von Körnern (3) vorliegt.
8. Trittschalldämmkörper nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger infrarotabsorbierender Stoff, bzw. mehrere infrarotabsorbierende Stoffe mit einem insgesamten Anteil von weniger als 2 Gew.-% bezogen auf das Polymere vorliegt, bzw. vorliegen.
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