DE1769082B2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE1769082B2 DE1769082B2 DE1769082A DE1769082A DE1769082B2 DE 1769082 B2 DE1769082 B2 DE 1769082B2 DE 1769082 A DE1769082 A DE 1769082A DE 1769082 A DE1769082 A DE 1769082A DE 1769082 B2 DE1769082 B2 DE 1769082B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- attenuation
- polyvinyl
- curve
- temperature
- mixture
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K3/00—Use of inorganic substances as compounding ingredients
- C08K3/01—Use of inorganic substances as compounding ingredients characterized by their specific function
- C08K3/013—Fillers, pigments or reinforcing additives
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Vibration Prevention Devices (AREA)
- Dental Preparations (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Entdröhnungsmittel für Bleche, welches aus Mischungen thermoplastischer
Bindemittel. Füllstoffen und gegebenenfalls Weichmachern besteht, wobei die Bindemittel ihrerseits aus einer
Mischung von Polyvinylpropionai und Polyvinylacetat bestehen.
Entdröhnungsmassen werden bekanntlich auf Bleche
aufgebracht, um deren Schwingungen, vor allem deren Biegeschwir.gungen, zu dämpfen und somit ihre
Schallabstrahlung herabzusetzen. Da lärmerzeugende Geräte, wie beispielsweise Spülmaschinen, Waschmaschinen,
Klimaanlagen, Automobile und Flugzeuge im Betrieb verschiedene Temperaturbereiche durchlaufen
und die Dämpfung der bekannten Komponenten für Entdröhnungsmittel stark von der Temperatur abhängig
sind, ist man durch Mischung von verschiedenen Komponenten mit Dämpfungsmaxima bei unterschiedlichen
Temperaturen bestrebt, die Dämpfungsbandbreite in Abhängigkeit von der Temperatur so breit wie
möglich zu machen. Wenn die dadurch erreichte Dämpfungskurve über einen weiten Temperaturbereich
flach, d. h. ohne Höcker ist, so hat sie jedoch nur eine relativ geringe Grunddämpfung. Wenn sich die Dämpfungskurve
dagegen aus Höckern und dazwischenliegenden Einbuchtungen ergibt, so können im Bereich der
Hocker erheblich höhere Dämpfungswerte erzielt werden, als dies mit der überall gleichen Grunddämpfung
einer eingeebneten Dämpfungskurve der Fall ist.
Aus diesem Grund bevorzugt man bisweilen eine Dämpfungskurve mit ausgeprägtem Maxima bei verlchiedenen
Temperaturen, wenn beispielsweise eine Maschine oder Anlage im wesentlichen in zwei
bestimmten Temperaturbereichen arbeitet, wobei die Zwischentemperaturen in relativ kurzer Zeit durchlaufen
werden. Derartige Doppelbandentdröhnungsmittel, bestehend aus Mischungen der eingangs beschriebenen
Art, sind bekannt (GB-PS 9 68 326).
Bekannt sind ferner Mehrband-Entdröhnungsmittel (DT-AS 12 00458) für Karosseriebleche, welche aus
Mischungen für Karosseriebleche, welche aus Mischungen einer oder mehrerer homo- und/oder kopolymeren
Komponenten, die mit geeigneten Weichmachern äußerlich weichgemacht sind, und einer oder mehreren
homo- und/oder kopolymeren Komponenten, die diese Weichmacher gar nicht oder nur wenig aufnehmen und
gegebenenfalls Füllstoffen bestehen.
Die Erfindung befaßt sich mit einem spezielle!
Problem bei Doppelband-Entdröhnungsmitieln. näm
lieh der Abhängigkeit der Höhe der Dämpfungsmaxim; von der relativen Belagsdicke, d. h. von dem Verhältni
der Dicke des Dröhnungsmittel-Belages auf dem Blecl zur Blechdicke.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein*
technische Lehre dafür anzugeben, wie die Mischungs Verhältnisse eines Entdröhnungsmittels der eingang
ίο beschriebenen Zusammensetzung zu wählen sind, dami
bei unterschiedlichen Belagsdicken stets die Dämp fungsmaxima etwa gleich hoch sind.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dal
das Verhältnis von Polyvinylpropionat/Polyvinylaceta
bei einer relativen Belagsdicke von etwa ξ = 3 ungefähi
3, bei einer relativen Belagsdicke | < 3 kleiner als 3 uric
bei einer relativen Belagsdicke j > größer als 3 ist.
Eine der Bindemittelkomponentcn kann teilweise
durch Polyacrylsäureester, Polymethacrylsäureester Polystyrol oder Polyvinylether ersetzt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend
an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 die Abhängigkeit der Dämpfung von der Temperatur zum Vergleich von zwei bekannten
Eradröhnungsmittcin mit dem erfindungsgemäßen Emciröhnungsmittcl.
Fig. 2 die Abhängigkeit der Dämpfung von der Temperatur des crfindungsgemäßen Entdröhnungsmittels mit variiertem Mischungsanteil,
w F i g. 3, 3a die Abhängigkeit der Temperatur von der
relativen Blechdicke bei Variierung der Temperatur,
Fig. 4 die Abhängigkeit der Dämpfung von der Temperatur entsprechend der Kurve des erfindungsgemäßen
Eniclröhmingsmittels in Fig.!. jedoch mit
is variierten Weichmachcranteilen,
Fig. 5 die Abhängigkeit der Dämpfung von der Temperatur, wobei jedoch das Polyvinylpropiona!
teilweise durch Polyacrylsäureester erstelzt ist,
Fig. 6 die Abhängigkeit der Dämpfung von dor Temperatur, wobei das Polyvinylpropionat teilweise
durch Polyvinylether ersetzt ist.
In Fig. 1 zeigt die Kurve 1 den Temperaturgang der
Dämpfungeines Entdröhnungsmiitels,dessen Bindemittel
allein aus Polyacrylsäureester besteht. Die Kurve hat ein einziges schmales Maximum bei einem Temperaturbereich
von etwa 200C. Die Kurve 2 zeigt den Temperaturgang der Dämpfung eines Entdröhnungsmittels,
dessen Bindemittel aus einer Mischung von Mischpolymerisaten besteht, die in der DT-AS 12 00 458
so angegeben sind. Hier tritt ein relativ breites Maximum zwischen etwa 20 und 500C auf. Die Kurve 3 zeigt den
Temperaturgang der Dämpfung eines erfindungsgemäßen Entdröhnungsmittels. Obwohl später noch ausführlich
erläutert, soll bereits hier darauf hingewiesen werden, daß das Verhältnis der hier verwendeten
Bindemittel-Mischung von Polyvinylpropionat bei einer relativen Belagsdicke von ξ — 3 ungefähr 3 ist. Bei
dieser Kurve treten Dämpfungsmaxima im Bereich von 20 und 60°C auf, die etwa gleiche Höhe haben.
do In Fig. 2 ist die Dämpfung aufgetragen, die verschiedene Versuchsmischungen in Abhängigkeit von der Temperatur erreichen. Die Meß-Streifen für die Messungen waren einheitlich mit gleichen Mengen trockner Belagmasse versehen worden. Die Messungen r>5 wurden nach dem von H. O b e r s t und K. Frankenfeld in Acustica 2, 1952, AB 181 ff., beschriebenen Verfahren durchgeführt.
Kurve 1 zeigt diesen Temperaturgang der Dämpfung
do In Fig. 2 ist die Dämpfung aufgetragen, die verschiedene Versuchsmischungen in Abhängigkeit von der Temperatur erreichen. Die Meß-Streifen für die Messungen waren einheitlich mit gleichen Mengen trockner Belagmasse versehen worden. Die Messungen r>5 wurden nach dem von H. O b e r s t und K. Frankenfeld in Acustica 2, 1952, AB 181 ff., beschriebenen Verfahren durchgeführt.
Kurve 1 zeigt diesen Temperaturgang der Dämpfung
17 6S
einer Mischung aus
5.7% Polyvinylazetat,
17.1% Polyvinylpropionat.
77.2% Glimmer
(jeweils bezogen auf die Trockensubstanz).
Kurve 2 wurde mit einer Mischung aus
11,4% Polyvinylazetat.
11.4% Polyvinylpropionat,
77,2% Glimmer,
und Kurve 3 mit einer Mischung aus 17,1% Polyvinylazetat
5,/% Polyvinylpropionat
und Kurve 3 mit einer Mischung aus 17,1% Polyvinylazetat
5,/% Polyvinylpropionat
77,2% Glimmer
erhalten.
erhalten.
Kurve I zeigt nach einem steilen Anstieg der Dämpfung von 0 bis 200C ein Miximum und dann einen
sehr flachen Abfall der Dämpfung mit steigenden Temperaturen, wobei ein zweites Maximum angedeutet
wird.
Kurve 2 zeigt ebenfalls nach einem Temperuturanstieg
von 0 bis 20"C eine steile Dämpfungszunahme bis zu einem ersten Maximum bei etwa 20"JC und mit weiter
steigenden Temperaturen zunächst eine Abnahme der Dämpfung, jedoch dann wieder einen weiteren Anstieg
zu einem zweiten Maximum der Dämpfung.
In Kurve 3 dagegen, die mit der dritten Versuchsmischung
erhalten wurde, ist an Stelle des Dämpfungsmaximums bei 200C nur eine »Ausbeulung« der Dämpfungskurve
angedeutet. In dieser Mischung ist also der Anteil an Polyvinylpropionat bereits so gering, daß im jo
Temperaturbereich um 200C die Dämpfung für die
meisten praktischen Fälle nicht mehr ausreicht.
Die Kurven der F i g. 2 zeigen, daß mit einem höheren Anteil von Polyvinylacetat ein stärker ausgeprägtes
Maximum oberhalb 60"C verbunden isi und mit steigend«.m Anteil von Polyvinylpropionat das Dänipfungsmnximum
im Temperaturbereich um 20 C ansteigt. Die Kurve 2 zeigt insbesondere, daß mit
gleichgroßen Anteilen beider Komponenten nicht unbedingt gleich hohe Dämpfungsmaxima erreicht ,jo
werden. Wird also der Anteil einer der beiden Mischungskomponenten verringert, vermindert sich
zwar die Dämpfung des ihr zugehörigen DämpfungsmaximuiTjS,
jedoch wird das Dänipfungsmaximum, das durch die andere Komponente erzeugt wird, nicht in
gleichem Maße erhöht.
Im Zusammenhang mit diesen Dämpfungsmessungen wurden auch die elastisch-dynamischen Kennwerte der
Belagmaierialien bestimmt, also der Verlustfaktor ώ des reinen Belagmaterials und der Elastizitätsmodul des so
reinen Belagmaterials £2. Bekanntlich nimmt der Elastizitätsmodul solcher Kunststoffe und Kunststoffmischungen
mit steigender Temperatur ab. Demzufolge hat das gleiche Material in den beiden verschiedinen
Temperaturbereichen von 20 und 6O0C verschiedene Kennkurven. Fig. 3 zeigt die beiden Kennkurven, die
für die Mischung 1 bei 200C und bei 6O0C ermittelt
wurden. Die Kennkurve gibt bekanntlich an. in welcher Weise die Dämpfung des Belagmaterials mit eiern
Verhältnis ξ der Belagdicke /12 zur Blechdickc h\ ba
zunimmt (relative Belagsdicke). Diese Zunahme ist für verschieden weiche bzw. für verschieden harte Materialien
unterschiedlich. Da die Härte eines Materials sich mit der Temperatur ändert, ändert sich somit auch die
Kennkurve dieses Materials. fts
Die Eigenart der beiden Kennkurven in F i g. 3 besteht in ihrer Überkreuzung, die bei £ = 3 zu sehen
ist. Das bedeutet, daß bei der Anwendung dieser Mischung in der Praxis mit diesem Verhältnis der
Belagdicke zur Blechdicke in den beiden Temperaturbereichen die Dämpfungen gleich groß sind, (s. Fig. 1.
Kurve 3). Aus diesem Verhalten der Kennkurven kann man nun folgende Regeln zum technischen Handeln
herleiten:
1) Sollen in den getrennten Temperaturbereichen maximaler Dämpfung gleich hohe Dämpfungsmaxima
erreicht werden, dann muß eine vorgegebene Mischung in einem bestimmten Verhältnis der
Belagdicke zur Blechdicke angewandt werden. Bei dem Mischungsbeispiel 1 ist dies ein Verhältnis
3: 1.
2i<) Ist aus Platz- oder Gewichtsgründen nur eine
geringe Schichtdicke der Dämpfungsbeläge möglich, dann wird man stet» ... ":r,teren Bereich der
beiden Kennkurven der F i g. 3 arbeiten müssen. Sollen in diesem Fall die beiden Dämpfungsmaxinia
in den getrennten Temperaturbereichen gleich hoch sein, müßte der Anteil der Komponente, die
Ursache für das Dämpfungsmaximum oberhalb 60" C ist. erhöht werden und/oder der Anteil der
Komponente, die Ursache für das Dämpfungsmaximum bei etwa 20"C ist. vermindert werden. Dies isi
z. B. bei den Mischungsbeispielep 2 und 3 der I-"all.
F i g. 3a zeigt ergänzend die beiden Kennkiirvcn für
Beläge aus der Mischung 2. Diese Kennkurven /eigen, daß beispielsweise mit dieser die Verlustfaktoren
in den beiden Dämpfungsmaxima bei 20'C b/w. oberhalb b0 C etwa gleich groß situ!
wenn die Belagdicke nicht größe ist als die
BlechJickc.
2b) Ist besonders hohe Dämpfung notwendig, und i\:c
Anwendungen des Belagmaterials in einem besonders
großen Verhältnis der Beiagdicke zur Blechdickc möglich, so muß man in dem oberen
Bereich der beiden Kennkurven der F i g. J arbeiten. In diesem Falle erreicht man gleichgroße
Dämpfung in den beiden voneinander getrennter Temperalurbereichr-n, wenn man den Anteil dci
Mischungskomp «neiite, die das Dämpfungsmaxi
mum um 20" bestimmt, erhöht gegenüber der hiei benutzten Mischung, und/oder den Anteil dei
Mischungskomponente, die das Dämpfungsmaxi
mum oberhalb b0° bestimmt, vermindert.
Die in Fig. 1 eingezeichnete Kurve 3 entspricht dei Mischung 1. wenn sie mit einem Verhältnis dei Belagdicke zur Blechdicke von etwa 3 angewendet wird Daß jetzt die Dämpfungsmaxima der Kurve 3 ii Fig. 1 bei etwas niedrigeren Temperaturen liegen, is auf den Weichmachergchalt zurückzuführen. Dei Einfluß des Weichmachers wurde untersucht, indem zt der obengenannten Mischung 2 Dibutylphthalat it verschiedenen Mengen zugesetzt wurde, und zwa maximal 5,2%, 2,7%, 1,6%, jeweils auf die gesamt! Trockenmasse bezogen.
Die in Fig. 1 eingezeichnete Kurve 3 entspricht dei Mischung 1. wenn sie mit einem Verhältnis dei Belagdicke zur Blechdicke von etwa 3 angewendet wird Daß jetzt die Dämpfungsmaxima der Kurve 3 ii Fig. 1 bei etwas niedrigeren Temperaturen liegen, is auf den Weichmachergchalt zurückzuführen. Dei Einfluß des Weichmachers wurde untersucht, indem zt der obengenannten Mischung 2 Dibutylphthalat it verschiedenen Mengen zugesetzt wurde, und zwa maximal 5,2%, 2,7%, 1,6%, jeweils auf die gesamt! Trockenmasse bezogen.
F i g. 4 zeigt den Temperaturgang der Dämpfung de weichmacherfreien Mischung 1 im Vergleich zu dem de
Mischung, der 5,2% Weichmacher auf die Gesamtsub stanz zugesetzt worden sind. Die Mischung, mit der dii
Kurve 3 in F i g. 1 erhallen wurde, hatte etwa l°/ Weichmacher, bezogen auf die gesamte Trockensub
stanz.
Diese Beispiele zeigen, daß man die Tcmperaturlagei der beiden voneinander getrennten Dämpfungsbereich'
durch Weichmacherzugabcn nach tieferen Temperatu ren verschieben kann.
Aus technologischen Gründen ist es oftmals zweck
mäßig, einem lintdröhnungsmittel weitere Mischungsbestandteile
zuzusetzen. In F i g. 5 ist der Temperaturgang der Dämpfung einer Mischung aus
!6% Polyvinylazetat,
4% Polyacrylsäureester,
4% Polyacrylsäureester,
14% Polyvinylpropional,
66% Glimmer
dargestellt. Diese Kurve zeigt, daß ohne weiteres das Polyvinylpropionat teilweise durch Polyacrylsäureester
ersetzt weiden kann.
In einer weiteren Versuchsreihe wurde Polyvinylether
als Beimischung verwendet. In Γ i g. 6 zeigt die Kurve 1 den Temperaturgang der Dämpfung einer
Mischung aus
16% Polyvinylazetat,
4% Polyvinylether,
4% Polyvinylether,
14% Polyvinylpropionat,
66% Glimmer.
Diese Kurve zeigt, daß durch die Zugabe von Polyvinyläther offenbar das Dämpfungsmaximum oberhalb
60r nach niedrigen Temperaturen, hier auf 50°, verlagert wird, während das Dämpfungsmaximum bei
20° in seiner Temperaturlage nicht beeinflußt wird. Zur Klärung dieses Verhaltens wurden die beiden einzelnen
Mischungsbestandteile jeweils für sich mit Polyvinyläther vermischt und die Lage der Dämpfungsmaxima
bestimmt. Kurve 2 zeigt, daß die Temperaturlage des Dämpfungsmaximums von Polyvinylpropionat unbeeinflußt
bleibt, wenn z. B. '/s des Polyvinylpropionates durch Polyvinylälher ersetzt wird u. ä. Kurve 3 zeigt der
großen Einfluß des Polyvinyläthers auf die Temperatur· lage des Dämpfungsmaximums von Polyvinylazetat. Für
diesen Versuch wurden Polyvinylazetat und Polyvinyl-
.s äther in nahezu gleichen Mengenverhältnissen vermischt
und mit Glimmer als Füllstoff versehen. Diese Versuche zeigen, daß durch die Zugabe von Polyvinyläther
zwar die Temperaturlage des vom Polyvinylazetat bestimmten Dämpfungsmaximums verschoben wird.
ίο jedoch nicht die des Polyvinylpropionates. Mit einer
Zugabe von Polyvinyläther läßt sich demnach der Abstand der getrennten Temperaturbereiche großer
Dämpfung ändern.
Bei allen Versuchen, die hier beschrieben wurden, wurde einheitlich Glimmer als Füllstoff verwendet. Es
ist auch möglich, statt Glimmer das ihm verwandte Vermiculit als Füllstoff zu verwenden oder andere
Mineral- oder Gesteinspulver. Soll mit der dämpfenden Wirkung dieser Materialien auch gleichzeitig eine
verbesserte Wärmeisolation verbunden werden, können geschlossenzellige Kunst- oder Naturstoffe zugesetzt
werden. Als Naturschaum kommt z. B. sogenannter Perlit in Frage, der durch Expandieren vulkanischer
Gläser, z. B. von Obsidian, entsteht und als geschlossenzellige Kunstschäume kommen in Frage Körner oder
Flocken von geschäumtem Polystyrol und/oder Zellvulkollan. Durch die Zugabe dieser Schaumstoffe wird
gleichzeitig das spezifische Gewicht des Dämpfungsbelages vermindert.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Entdröhnungsmittei für Bleche, welches aus Mischungen thermoplastischer Bindemittel, Füllstoffen
und gegebenenfalls Weichmachern besteht, wobei die Bindemittel ihrerseits aus einer Mischung
von Polyvinylpropionat und Polyvinylacetat bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verhältnis von Polyvinylpropionat/Polyvinylacetat bei einer relativen Belagsdicke von etwa | = 3
ungefähr 3, bei einer relativen Belagsdicke ξ < -i
kleiner als 3 und bei einer relativen Belagsdicke { > 3 größer als 3 ist.
2. Entdröhnungsmitiei nach Anspruch 1, dadurch fekennzeichnet, daß eine der Bindemittelkompofienten
teilweise durch Polyacrylsäureester, Polymethacrylsäureester, Polystyrol oder Polyvinylether
ersetzt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681769082 DE1769082A1 (de) | 1968-03-29 | 1968-03-29 | Entdroehnungsmittel |
| GB1233161D GB1233161A (de) | 1968-03-29 | 1969-01-21 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681769082 DE1769082A1 (de) | 1968-03-29 | 1968-03-29 | Entdroehnungsmittel |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1769082A1 DE1769082A1 (de) | 1970-11-12 |
| DE1769082B2 true DE1769082B2 (de) | 1975-11-13 |
| DE1769082C3 DE1769082C3 (de) | 1976-07-01 |
Family
ID=5699977
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681769082 Granted DE1769082A1 (de) | 1968-03-29 | 1968-03-29 | Entdroehnungsmittel |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1769082A1 (de) |
| GB (1) | GB1233161A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3317103A1 (de) * | 1983-05-10 | 1984-11-15 | Metzeler Kautschuk GmbH, 8000 München | Mitschwingender, volumenaendernder resonator in form eines silators |
| DE3626349A1 (de) * | 1986-08-04 | 1988-02-11 | Dynamit Nobel Ag | Formmasse fuer einen vernetzten schaumstoff fuer schallschutzanwendungen aus polyolefinen und ethylen-propylen-kautschuk und verfahren zum herstellen des schaumstoffes |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3225786A1 (de) * | 1982-07-09 | 1984-01-12 | Stankiewicz Schallschluck | Matte mit luftschalldaemmenden und koerperschalldaempfenden eigenschaften |
| CN101652296B (zh) | 2006-12-19 | 2011-12-21 | 艾杜亚特·夏斯 | 可重新填装的片状物配送器、片状物包装及配送方法 |
-
1968
- 1968-03-29 DE DE19681769082 patent/DE1769082A1/de active Granted
-
1969
- 1969-01-21 GB GB1233161D patent/GB1233161A/en not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3317103A1 (de) * | 1983-05-10 | 1984-11-15 | Metzeler Kautschuk GmbH, 8000 München | Mitschwingender, volumenaendernder resonator in form eines silators |
| DE3626349A1 (de) * | 1986-08-04 | 1988-02-11 | Dynamit Nobel Ag | Formmasse fuer einen vernetzten schaumstoff fuer schallschutzanwendungen aus polyolefinen und ethylen-propylen-kautschuk und verfahren zum herstellen des schaumstoffes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1769082A1 (de) | 1970-11-12 |
| GB1233161A (de) | 1971-05-26 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2014894C3 (de) | ||
| DE1200458B (de) | Schwingungsdaempfende Materialien mit grosser Temperaturbandbreite hoher Wirksamkeit aus Mischungen hochpolymerer Stoffe mit aeusseren Weichmachern | |
| EP0312937B1 (de) | Dichtungselement | |
| DE3108816A1 (de) | Waermedaemmender pressstoff auf der basis von aus der flammenhydrolyse gewonnenem mikroporoesem oxidaerogel, sowie verfahren zu seiner herstellung, eine daraus hergestellte folie und ein damit hergestelltes kaschiertes waermedaemmelement | |
| DE60124688T2 (de) | Kabelband und verfahren zur herstellung desselben | |
| DE1769082C3 (de) | ||
| DE3316652C2 (de) | ||
| DE1769082B2 (de) | ||
| EP0561216A1 (de) | Schaumstoffplatten mit verbesserten Wärmedämmeigenschaften und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1694087B2 (de) | Schwingungsdämpfendes Verbundsystem | |
| EP2837760B1 (de) | Kraftfahrzeugkomponente | |
| DE3508791C2 (de) | ||
| DE2012037C3 (de) | Entdröhnungsmittel für Bleche | |
| EP1475685B1 (de) | Thermostatisches Arbeitselement | |
| EP3348535A1 (de) | Trockenmörtel | |
| DE3825251A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines schwer entflammbaren polyurethan-verbundschaumstoffes | |
| DE2650100A1 (de) | Daempfungselement | |
| DE3225786A1 (de) | Matte mit luftschalldaemmenden und koerperschalldaempfenden eigenschaften | |
| DE2838326C3 (de) | Dämpfungsmaterial für die Dämpfung eines Tonabnehmers | |
| DE102008057058B4 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Vliesstoffes mit geringer Dichte und erhöhter Stabilität, nach diesem Verfahren hergestellter Vliesstoff sowie Verwendungen des Vliesstoffes | |
| DE3120342A1 (de) | Isolationskoerper, insbesondere waermedaemmplatte | |
| CH686413A5 (de) | Verfahren zur Herstellung von Formteilen und Anwendung desselben. | |
| DE4009775C1 (de) | ||
| DE4420057A1 (de) | Fasermatte | |
| AT229030B (de) | Temperaturbreitband-Entdröhnungsmittel |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EGA | New person/name/address of the applicant |