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DE1769082B2 - - Google Patents

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Publication number
DE1769082B2
DE1769082B2 DE1769082A DE1769082A DE1769082B2 DE 1769082 B2 DE1769082 B2 DE 1769082B2 DE 1769082 A DE1769082 A DE 1769082A DE 1769082 A DE1769082 A DE 1769082A DE 1769082 B2 DE1769082 B2 DE 1769082B2
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DE
Germany
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attenuation
polyvinyl
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temperature
mixture
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DE1769082A
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English (en)
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DE1769082A1 (de
DE1769082C3 (de
Inventor
Alois Dipl.-Chem. Dr. 3101 Adelheidsdorf Stankiewicz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DR ALOIS STANKIEWICZ CHEMISCHE ERZEUGNISSE 3101 ADELHEIDSDORF
Original Assignee
DR ALOIS STANKIEWICZ CHEMISCHE ERZEUGNISSE 3101 ADELHEIDSDORF
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DR ALOIS STANKIEWICZ CHEMISCHE ERZEUGNISSE 3101 ADELHEIDSDORF filed Critical DR ALOIS STANKIEWICZ CHEMISCHE ERZEUGNISSE 3101 ADELHEIDSDORF
Priority to DE19681769082 priority Critical patent/DE1769082A1/de
Priority to GB1233161D priority patent/GB1233161A/en
Publication of DE1769082A1 publication Critical patent/DE1769082A1/de
Publication of DE1769082B2 publication Critical patent/DE1769082B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1769082C3 publication Critical patent/DE1769082C3/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/01Use of inorganic substances as compounding ingredients characterized by their specific function
    • C08K3/013Fillers, pigments or reinforcing additives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)
  • Dental Preparations (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Entdröhnungsmittel für Bleche, welches aus Mischungen thermoplastischer Bindemittel. Füllstoffen und gegebenenfalls Weichmachern besteht, wobei die Bindemittel ihrerseits aus einer Mischung von Polyvinylpropionai und Polyvinylacetat bestehen.
Entdröhnungsmassen werden bekanntlich auf Bleche aufgebracht, um deren Schwingungen, vor allem deren Biegeschwir.gungen, zu dämpfen und somit ihre Schallabstrahlung herabzusetzen. Da lärmerzeugende Geräte, wie beispielsweise Spülmaschinen, Waschmaschinen, Klimaanlagen, Automobile und Flugzeuge im Betrieb verschiedene Temperaturbereiche durchlaufen und die Dämpfung der bekannten Komponenten für Entdröhnungsmittel stark von der Temperatur abhängig sind, ist man durch Mischung von verschiedenen Komponenten mit Dämpfungsmaxima bei unterschiedlichen Temperaturen bestrebt, die Dämpfungsbandbreite in Abhängigkeit von der Temperatur so breit wie möglich zu machen. Wenn die dadurch erreichte Dämpfungskurve über einen weiten Temperaturbereich flach, d. h. ohne Höcker ist, so hat sie jedoch nur eine relativ geringe Grunddämpfung. Wenn sich die Dämpfungskurve dagegen aus Höckern und dazwischenliegenden Einbuchtungen ergibt, so können im Bereich der Hocker erheblich höhere Dämpfungswerte erzielt werden, als dies mit der überall gleichen Grunddämpfung einer eingeebneten Dämpfungskurve der Fall ist.
Aus diesem Grund bevorzugt man bisweilen eine Dämpfungskurve mit ausgeprägtem Maxima bei verlchiedenen Temperaturen, wenn beispielsweise eine Maschine oder Anlage im wesentlichen in zwei bestimmten Temperaturbereichen arbeitet, wobei die Zwischentemperaturen in relativ kurzer Zeit durchlaufen werden. Derartige Doppelbandentdröhnungsmittel, bestehend aus Mischungen der eingangs beschriebenen Art, sind bekannt (GB-PS 9 68 326).
Bekannt sind ferner Mehrband-Entdröhnungsmittel (DT-AS 12 00458) für Karosseriebleche, welche aus Mischungen für Karosseriebleche, welche aus Mischungen einer oder mehrerer homo- und/oder kopolymeren Komponenten, die mit geeigneten Weichmachern äußerlich weichgemacht sind, und einer oder mehreren homo- und/oder kopolymeren Komponenten, die diese Weichmacher gar nicht oder nur wenig aufnehmen und gegebenenfalls Füllstoffen bestehen.
Die Erfindung befaßt sich mit einem spezielle! Problem bei Doppelband-Entdröhnungsmitieln. näm lieh der Abhängigkeit der Höhe der Dämpfungsmaxim; von der relativen Belagsdicke, d. h. von dem Verhältni der Dicke des Dröhnungsmittel-Belages auf dem Blecl zur Blechdicke.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein* technische Lehre dafür anzugeben, wie die Mischungs Verhältnisse eines Entdröhnungsmittels der eingang ίο beschriebenen Zusammensetzung zu wählen sind, dami bei unterschiedlichen Belagsdicken stets die Dämp fungsmaxima etwa gleich hoch sind.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dal
das Verhältnis von Polyvinylpropionat/Polyvinylaceta bei einer relativen Belagsdicke von etwa ξ = 3 ungefähi
3, bei einer relativen Belagsdicke | < 3 kleiner als 3 uric bei einer relativen Belagsdicke j > größer als 3 ist.
Eine der Bindemittelkomponentcn kann teilweise durch Polyacrylsäureester, Polymethacrylsäureester Polystyrol oder Polyvinylether ersetzt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 die Abhängigkeit der Dämpfung von der Temperatur zum Vergleich von zwei bekannten Eradröhnungsmittcin mit dem erfindungsgemäßen Emciröhnungsmittcl.
Fig. 2 die Abhängigkeit der Dämpfung von der Temperatur des crfindungsgemäßen Entdröhnungsmittels mit variiertem Mischungsanteil,
w F i g. 3, 3a die Abhängigkeit der Temperatur von der relativen Blechdicke bei Variierung der Temperatur,
Fig. 4 die Abhängigkeit der Dämpfung von der Temperatur entsprechend der Kurve des erfindungsgemäßen Eniclröhmingsmittels in Fig.!. jedoch mit is variierten Weichmachcranteilen,
Fig. 5 die Abhängigkeit der Dämpfung von der Temperatur, wobei jedoch das Polyvinylpropiona! teilweise durch Polyacrylsäureester erstelzt ist,
Fig. 6 die Abhängigkeit der Dämpfung von dor Temperatur, wobei das Polyvinylpropionat teilweise durch Polyvinylether ersetzt ist.
In Fig. 1 zeigt die Kurve 1 den Temperaturgang der Dämpfungeines Entdröhnungsmiitels,dessen Bindemittel allein aus Polyacrylsäureester besteht. Die Kurve hat ein einziges schmales Maximum bei einem Temperaturbereich von etwa 200C. Die Kurve 2 zeigt den Temperaturgang der Dämpfung eines Entdröhnungsmittels, dessen Bindemittel aus einer Mischung von Mischpolymerisaten besteht, die in der DT-AS 12 00 458 so angegeben sind. Hier tritt ein relativ breites Maximum zwischen etwa 20 und 500C auf. Die Kurve 3 zeigt den Temperaturgang der Dämpfung eines erfindungsgemäßen Entdröhnungsmittels. Obwohl später noch ausführlich erläutert, soll bereits hier darauf hingewiesen werden, daß das Verhältnis der hier verwendeten Bindemittel-Mischung von Polyvinylpropionat bei einer relativen Belagsdicke von ξ — 3 ungefähr 3 ist. Bei dieser Kurve treten Dämpfungsmaxima im Bereich von 20 und 60°C auf, die etwa gleiche Höhe haben.
do In Fig. 2 ist die Dämpfung aufgetragen, die verschiedene Versuchsmischungen in Abhängigkeit von der Temperatur erreichen. Die Meß-Streifen für die Messungen waren einheitlich mit gleichen Mengen trockner Belagmasse versehen worden. Die Messungen r>5 wurden nach dem von H. O b e r s t und K. Frankenfeld in Acustica 2, 1952, AB 181 ff., beschriebenen Verfahren durchgeführt.
Kurve 1 zeigt diesen Temperaturgang der Dämpfung
17 6S
einer Mischung aus
5.7% Polyvinylazetat,
17.1% Polyvinylpropionat.
77.2% Glimmer
(jeweils bezogen auf die Trockensubstanz).
Kurve 2 wurde mit einer Mischung aus
11,4% Polyvinylazetat.
11.4% Polyvinylpropionat,
77,2% Glimmer,
und Kurve 3 mit einer Mischung aus 17,1% Polyvinylazetat
5,/% Polyvinylpropionat
77,2% Glimmer
erhalten.
Kurve I zeigt nach einem steilen Anstieg der Dämpfung von 0 bis 200C ein Miximum und dann einen sehr flachen Abfall der Dämpfung mit steigenden Temperaturen, wobei ein zweites Maximum angedeutet wird.
Kurve 2 zeigt ebenfalls nach einem Temperuturanstieg von 0 bis 20"C eine steile Dämpfungszunahme bis zu einem ersten Maximum bei etwa 20"JC und mit weiter steigenden Temperaturen zunächst eine Abnahme der Dämpfung, jedoch dann wieder einen weiteren Anstieg zu einem zweiten Maximum der Dämpfung.
In Kurve 3 dagegen, die mit der dritten Versuchsmischung erhalten wurde, ist an Stelle des Dämpfungsmaximums bei 200C nur eine »Ausbeulung« der Dämpfungskurve angedeutet. In dieser Mischung ist also der Anteil an Polyvinylpropionat bereits so gering, daß im jo Temperaturbereich um 200C die Dämpfung für die meisten praktischen Fälle nicht mehr ausreicht.
Die Kurven der F i g. 2 zeigen, daß mit einem höheren Anteil von Polyvinylacetat ein stärker ausgeprägtes Maximum oberhalb 60"C verbunden isi und mit steigend«.m Anteil von Polyvinylpropionat das Dänipfungsmnximum im Temperaturbereich um 20 C ansteigt. Die Kurve 2 zeigt insbesondere, daß mit gleichgroßen Anteilen beider Komponenten nicht unbedingt gleich hohe Dämpfungsmaxima erreicht ,jo werden. Wird also der Anteil einer der beiden Mischungskomponenten verringert, vermindert sich zwar die Dämpfung des ihr zugehörigen DämpfungsmaximuiTjS, jedoch wird das Dänipfungsmaximum, das durch die andere Komponente erzeugt wird, nicht in gleichem Maße erhöht.
Im Zusammenhang mit diesen Dämpfungsmessungen wurden auch die elastisch-dynamischen Kennwerte der Belagmaierialien bestimmt, also der Verlustfaktor ώ des reinen Belagmaterials und der Elastizitätsmodul des so reinen Belagmaterials £2. Bekanntlich nimmt der Elastizitätsmodul solcher Kunststoffe und Kunststoffmischungen mit steigender Temperatur ab. Demzufolge hat das gleiche Material in den beiden verschiedinen Temperaturbereichen von 20 und 6O0C verschiedene Kennkurven. Fig. 3 zeigt die beiden Kennkurven, die für die Mischung 1 bei 200C und bei 6O0C ermittelt wurden. Die Kennkurve gibt bekanntlich an. in welcher Weise die Dämpfung des Belagmaterials mit eiern Verhältnis ξ der Belagdicke /12 zur Blechdickc h\ ba zunimmt (relative Belagsdicke). Diese Zunahme ist für verschieden weiche bzw. für verschieden harte Materialien unterschiedlich. Da die Härte eines Materials sich mit der Temperatur ändert, ändert sich somit auch die Kennkurve dieses Materials. fts
Die Eigenart der beiden Kennkurven in F i g. 3 besteht in ihrer Überkreuzung, die bei £ = 3 zu sehen ist. Das bedeutet, daß bei der Anwendung dieser Mischung in der Praxis mit diesem Verhältnis der Belagdicke zur Blechdicke in den beiden Temperaturbereichen die Dämpfungen gleich groß sind, (s. Fig. 1. Kurve 3). Aus diesem Verhalten der Kennkurven kann man nun folgende Regeln zum technischen Handeln herleiten:
1) Sollen in den getrennten Temperaturbereichen maximaler Dämpfung gleich hohe Dämpfungsmaxima erreicht werden, dann muß eine vorgegebene Mischung in einem bestimmten Verhältnis der Belagdicke zur Blechdicke angewandt werden. Bei dem Mischungsbeispiel 1 ist dies ein Verhältnis 3: 1.
2i<) Ist aus Platz- oder Gewichtsgründen nur eine geringe Schichtdicke der Dämpfungsbeläge möglich, dann wird man stet» ... ":r,teren Bereich der beiden Kennkurven der F i g. 3 arbeiten müssen. Sollen in diesem Fall die beiden Dämpfungsmaxinia in den getrennten Temperaturbereichen gleich hoch sein, müßte der Anteil der Komponente, die Ursache für das Dämpfungsmaximum oberhalb 60" C ist. erhöht werden und/oder der Anteil der Komponente, die Ursache für das Dämpfungsmaximum bei etwa 20"C ist. vermindert werden. Dies isi z. B. bei den Mischungsbeispielep 2 und 3 der I-"all. F i g. 3a zeigt ergänzend die beiden Kennkiirvcn für Beläge aus der Mischung 2. Diese Kennkurven /eigen, daß beispielsweise mit dieser die Verlustfaktoren in den beiden Dämpfungsmaxima bei 20'C b/w. oberhalb b0 C etwa gleich groß situ! wenn die Belagdicke nicht größe ist als die BlechJickc.
2b) Ist besonders hohe Dämpfung notwendig, und i\:c Anwendungen des Belagmaterials in einem besonders großen Verhältnis der Beiagdicke zur Blechdickc möglich, so muß man in dem oberen Bereich der beiden Kennkurven der F i g. J arbeiten. In diesem Falle erreicht man gleichgroße Dämpfung in den beiden voneinander getrennter Temperalurbereichr-n, wenn man den Anteil dci Mischungskomp «neiite, die das Dämpfungsmaxi mum um 20" bestimmt, erhöht gegenüber der hiei benutzten Mischung, und/oder den Anteil dei Mischungskomponente, die das Dämpfungsmaxi mum oberhalb b0° bestimmt, vermindert.
Die in Fig. 1 eingezeichnete Kurve 3 entspricht dei Mischung 1. wenn sie mit einem Verhältnis dei Belagdicke zur Blechdicke von etwa 3 angewendet wird Daß jetzt die Dämpfungsmaxima der Kurve 3 ii Fig. 1 bei etwas niedrigeren Temperaturen liegen, is auf den Weichmachergchalt zurückzuführen. Dei Einfluß des Weichmachers wurde untersucht, indem zt der obengenannten Mischung 2 Dibutylphthalat it verschiedenen Mengen zugesetzt wurde, und zwa maximal 5,2%, 2,7%, 1,6%, jeweils auf die gesamt! Trockenmasse bezogen.
F i g. 4 zeigt den Temperaturgang der Dämpfung de weichmacherfreien Mischung 1 im Vergleich zu dem de Mischung, der 5,2% Weichmacher auf die Gesamtsub stanz zugesetzt worden sind. Die Mischung, mit der dii Kurve 3 in F i g. 1 erhallen wurde, hatte etwa l°/ Weichmacher, bezogen auf die gesamte Trockensub stanz.
Diese Beispiele zeigen, daß man die Tcmperaturlagei der beiden voneinander getrennten Dämpfungsbereich' durch Weichmacherzugabcn nach tieferen Temperatu ren verschieben kann.
Aus technologischen Gründen ist es oftmals zweck
mäßig, einem lintdröhnungsmittel weitere Mischungsbestandteile zuzusetzen. In F i g. 5 ist der Temperaturgang der Dämpfung einer Mischung aus
!6% Polyvinylazetat,
4% Polyacrylsäureester,
14% Polyvinylpropional,
66% Glimmer
dargestellt. Diese Kurve zeigt, daß ohne weiteres das Polyvinylpropionat teilweise durch Polyacrylsäureester ersetzt weiden kann.
In einer weiteren Versuchsreihe wurde Polyvinylether als Beimischung verwendet. In Γ i g. 6 zeigt die Kurve 1 den Temperaturgang der Dämpfung einer Mischung aus
16% Polyvinylazetat,
4% Polyvinylether,
14% Polyvinylpropionat,
66% Glimmer.
Diese Kurve zeigt, daß durch die Zugabe von Polyvinyläther offenbar das Dämpfungsmaximum oberhalb 60r nach niedrigen Temperaturen, hier auf 50°, verlagert wird, während das Dämpfungsmaximum bei 20° in seiner Temperaturlage nicht beeinflußt wird. Zur Klärung dieses Verhaltens wurden die beiden einzelnen Mischungsbestandteile jeweils für sich mit Polyvinyläther vermischt und die Lage der Dämpfungsmaxima bestimmt. Kurve 2 zeigt, daß die Temperaturlage des Dämpfungsmaximums von Polyvinylpropionat unbeeinflußt bleibt, wenn z. B. '/s des Polyvinylpropionates durch Polyvinylälher ersetzt wird u. ä. Kurve 3 zeigt der großen Einfluß des Polyvinyläthers auf die Temperatur· lage des Dämpfungsmaximums von Polyvinylazetat. Für diesen Versuch wurden Polyvinylazetat und Polyvinyl-
.s äther in nahezu gleichen Mengenverhältnissen vermischt und mit Glimmer als Füllstoff versehen. Diese Versuche zeigen, daß durch die Zugabe von Polyvinyläther zwar die Temperaturlage des vom Polyvinylazetat bestimmten Dämpfungsmaximums verschoben wird.
ίο jedoch nicht die des Polyvinylpropionates. Mit einer Zugabe von Polyvinyläther läßt sich demnach der Abstand der getrennten Temperaturbereiche großer Dämpfung ändern.
Bei allen Versuchen, die hier beschrieben wurden, wurde einheitlich Glimmer als Füllstoff verwendet. Es ist auch möglich, statt Glimmer das ihm verwandte Vermiculit als Füllstoff zu verwenden oder andere Mineral- oder Gesteinspulver. Soll mit der dämpfenden Wirkung dieser Materialien auch gleichzeitig eine verbesserte Wärmeisolation verbunden werden, können geschlossenzellige Kunst- oder Naturstoffe zugesetzt werden. Als Naturschaum kommt z. B. sogenannter Perlit in Frage, der durch Expandieren vulkanischer Gläser, z. B. von Obsidian, entsteht und als geschlossenzellige Kunstschäume kommen in Frage Körner oder Flocken von geschäumtem Polystyrol und/oder Zellvulkollan. Durch die Zugabe dieser Schaumstoffe wird gleichzeitig das spezifische Gewicht des Dämpfungsbelages vermindert.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Entdröhnungsmittei für Bleche, welches aus Mischungen thermoplastischer Bindemittel, Füllstoffen und gegebenenfalls Weichmachern besteht, wobei die Bindemittel ihrerseits aus einer Mischung von Polyvinylpropionat und Polyvinylacetat bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von Polyvinylpropionat/Polyvinylacetat bei einer relativen Belagsdicke von etwa | = 3 ungefähr 3, bei einer relativen Belagsdicke ξ < -i kleiner als 3 und bei einer relativen Belagsdicke { > 3 größer als 3 ist.
2. Entdröhnungsmitiei nach Anspruch 1, dadurch fekennzeichnet, daß eine der Bindemittelkompofienten teilweise durch Polyacrylsäureester, Polymethacrylsäureester, Polystyrol oder Polyvinylether ersetzt ist.
DE19681769082 1968-03-29 1968-03-29 Entdroehnungsmittel Granted DE1769082A1 (de)

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DE3626349A1 (de) * 1986-08-04 1988-02-11 Dynamit Nobel Ag Formmasse fuer einen vernetzten schaumstoff fuer schallschutzanwendungen aus polyolefinen und ethylen-propylen-kautschuk und verfahren zum herstellen des schaumstoffes

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