DE20105591U1 - Ausstellungsvorrichtung für Boden- oder Wandbeläge - Google Patents
Ausstellungsvorrichtung für Boden- oder WandbelägeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ausstellungsvorrichtung für Bodenoder Wandbeläge, insbesondere für Fliesen, mit einem Gehäuse, das mehrere hintereinander angeordnete Tafeln enthält.
In Geschäften sowie Bau- und Heimwerkermärkten steht ein großer Platzbedarf um eine Vielzahl von Boden- oder Wandbelägen auszustellen. Solche Beläge müssen in einer hinreichend großen Fläche präsentiert werden, damit der Kunde einen realistischen Eindruck über die optische Wirkung erhält. Dies erfordert entsprechende Ausstellungsvorrichtungen. Bekannt sind Ausstellungsvorrichtungen, bei denen Tafeln, die mit Fliesen oder anderen Belägen bedeckt sind, in einer Aufnahmevorrichtung bereitgehalten werden und aus dieser herausgezogen werden können. Die einzelnen Tafeln können dann dem Kunden präsentiert und anschließend wieder in das Gehäuse eingeschoben werden. Dies ist
Telefon: (0221) 916520; · telefax: (022J) &Idigr;34297;- !Telefax: (© EO (0221) Ö1 203Ö1 · eMail: mail@dompatent.de
jedoch eine aufwendige und körperlich anstrengende Arbeit, insbesondere wenn es sich um mit Fliesen bestückte Tafeln handelt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ausstellungsvorrichtung für Boden- oder Wandbeläge zu schaffen, die einfach zu handhaben ist und die jeweils die gewünschten Beläge einzeln und ohne störende Nebeneffekte präsentiert.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Hiernach weist das Gehäuse eine vorderseitig geschlossene obere Rückzugskammer und eine vorderseitig offene untere Ansichtskammer auf. Die hintereinander angeordneten Tafeln verschwinden für den Betrachter im angehobenen Zustand in der Rückzugskammer und sie können einzeln in die Ansichtskammer herabgelassen werden, um sie dort zu betrachten. Dies ermöglicht es, die einzelnen Wandbeläge wie die Kulissen einer Theaterbühne individuell abzusenken, so dass der Kunde jeweils nur einen gewünschten Belag isoliert sieht, während die übrigen Beläge verdeckt sind.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Ausstellungsvorrichtung besteht darin, dass sie vom Kunden selbst bedient werden kann. Der Kunde hat die Möglichkeit, die gewünschten Beläge einzeln auszuwählen und abzusenken bzw. Tafeln mit nicht interessierenden Belägen in die Rückzugskammer hinein anzuheben.
Für die Betätigung der Tafeln gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. So besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die Tafeln durch eine Antriebsvorrichtung zu bewegen, die beispielsweise durch Knopfdruck betätigt wird, wobei der Kunde die abzusenkende Tafel auswählen kann. Eine einfachere Möglichkeit besteht darin, die Tafeln jeweils über einen Seilzug mit einem
Gegengewicht zu verbinden, wobei die Tafeln einzeln manuell bewegbar sind. Der Kunde hat dann die Möglichkeit mit geringem Kraftaufwand eine Tafel anzuheben oder abzusenken.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung haben die Tafeln eine stabile obere Position und eine stabile untere Position, während die dazwischen liegenden Positionen instabil sind. Somit können die Tafeln nur in die Ansichtskammer herabgelassen und in die Rückzugskammer angehoben werden, jedoch keine störenden Zwischenpositionen einnehmen. Die stabile obere Position kann beispielsweise mit einer Rastvorrichtung erreicht werden, während die stabile untere Position durch das Gewicht der Tafel und durch das Aufsetzen auf dem Boden erreicht wird.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gehäuse mehrere nebeneinander angeordnete Gruppen von Tafeln enthält, wobei jeder Gruppe eine eigene Ansicht skammer zugeordnet ist, und dass zwischen benachbarten Ansichtskammern eine rechtwinklig zu den Tafeln verlaufende vertikale Spiegelwand angeordnet ist. Die Spiegelwand ermöglicht es, die Wirkung eines Wandbelages mit einer größeren Fläche zu betrachten, weil sie die Belagfläche optisch verdoppelt. Die Spiegelwand kann längs einer Führungsbahn aus dem Gehäuse ausziehbar sein. Damit besteht die Möglichkeit, die Hinterkante der Spiegelwand so einzustellen, dass sie in der Ebene der betrachteten Tafel liegt, so dass die Spiegelwand für jede Tafel in ihrer Breite zur Verfügung steht.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ansiehtskammer eine horizontal verfahrbare Bodentafel als Belagträger enthält. Auch hier dient die horizontale Verfahrbarkeit dazu, die Bodentafel auf die jeweils in der Ansichtskammer befindliche Tafel einzustellen.
-A-
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Ausstellungsvorrichtung mit mehreren Gruppen von auszustellenden Tafeln,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Teiles von Fig. 1 bei herausgezogener Spiegelwand,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Ausstellungsvorrichtung, und
Fig. 4 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 3 die Präsentation einer Tafel bei herausgezogener Spiegelwand und herausgezogener Bodentafel.
Die Ausstellungsvorrichtung weist ein schrankartiges Gehäuse 10 auf, das aus mehreren gleichartigen Gehäuseeinheiten 11 besteht. Das Gehäuse 10 hat einen Frontrahmen 12 und geschlossene Seitenwände. 13. Jede Gehäuseeinheit weist in der unteren Hälfte eine Ansichtskammer 14 und in der oberen Hälfte eine Rückzugskammer 15 auf. Die Rückzugskammern sind durch eine Frontwand 16 verschlossen, die als Anzeigetafel ausgebildet ist und mit Plakaten, Preistafeln o.a. versehen werden kann. Die Frontwand 16 ist gegenüber der Frontwand 16 des Gehäuses zurückversetzt. Die Ansichtskammern 14 sind unterhalb der Frontwand 16 nach vorne offen.
• ·
In den Rückzugskammern 15 befinden sich zahlreiche Tafeln 17, die parallel zur Frontwand 16 verlaufen und hintereinander angeordnet sind. Die hintereinander angeordneten Tafeln 17 bilden eine Gruppe 18 von Tafeln. Die Tafeln 17 bilden Träger für Fliesen und andere Beläge, die auf den Frontseiten der Tafeln aufgeklebt sein können. Jede Tafel hängt an einem Seilzug 19, der über Umlenkrollen 20,21 geführt und mit einem Gegengewicht 22 verbunden ist. Die Gegengewichte 22 laufen in den senkrechten Räumen hinter dem Rahmen 12. Durch das Gegengewicht 22 wird das Gewicht der betreffenden Tafel 17 im Wesentlichen ausbalanciert, so dass die Tafeln leicht manuell angehoben oder abgesenkt werden kann. An der Unterkante der Tafel 17 befindet sich ein Handgriff 23. Wenn die Tafel 17 sich in der angehobenen Position in der Rückzugskammer 15 befindet, stehen die Handgriffe 23 in die Ansichtskammer 14 hinein vor, so dass sie durch die unterhalb der Frontwand 16 befindliche Durchblicköffnung 24 hindurch ergriffen werden können, um die betreffende Tafel 17 herabzuziehen, während alle übrigen Tafeln oben bleiben.
Zwischen den Gruppen 18 von Tafeln, die sich in einer Gehäuseeinheit 11 befinden, ist eine vertikale Spiegelwand 25 angeordnet, die aus der Durchblicköffnung 24 herausgezogen werden kann. Die Spiegelwand 25 verläuft rechtwinklig zu den Tafeln 17 und sie kann längs einer Führungsbahn 2 6 aus der Durchblicköffnung herausgefahren werden. Die Spiegelwand 25 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel auf beiden Seiten mit Spiegelglas versehen und sie weist an ihrer Vorderkante einen Handgriff 27 zum Herausziehen und Einschieben auf.
Auf dem Boden der Ansichtskammer 14 ist eine Bodentafel 28 auf Rollen 29 verfahrbar, und zwar so, dass sie zusammen mit der
Spiegelwand 25 oder auch getrennt von dieser gemäß Figuren 2 und 4 aus der Durchblicköffnung 24 herausgefahren werden kann. Die Spiegelwand 25 und die Bodentafel 28 werden jeweils so weit aus der Ansichtskammer 14 herausgefahren, wie die Position der betreffenden heruntergelassenen Tafel 17 dies erfordert. Es ist auch möglich, die Tafel 17 mit Anschlägen zu versehen, die das Herausziehen der Spiegelwand 25 und/oder der Bodentafel 28 begrenzen.
Die Bodentafel 28 ist gemäß Fig. 2 mit Bodenfliesen belegt, so dass der Kunde die Kombination von Boden- und Wandfliesen betrachten kann.
Claims (8)
1. Ausstellungsvorrichtung für Boden- oder Wandbeläge, mit einem Gehäuse (10), das hintereinander angeordnete Tafeln (17) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Tafeln (17) aus einer vorderseitig geschlossenen oberen Rückzugskammer (15) in eine vorderseitig offene Ansichtskammer (14) absenkbar sind.
2. Ausstellungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tafeln (17) jeweils über einen Seilzug (19) mit einem Gegengewicht (22) verbunden sind.
3. Ausstellungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tafeln (17) manuell vertikal bewegbar sind.
4. Ausstellungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tafeln (17) eine stabile obere Position und eine stabile untere Position einnehmen können, während die dazwischen liegenden Positionen instabil sind.
5. Ausstellungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) mehrere nebeneinander angeordnete Gruppen (18) von Tafeln (17) enthält, wobei jeder Gruppe (18) eine eigene Ansichtskammer (14) zugeordnet ist, und dass zwischen benachbarten Ansichtskammern (14) eine rechtwinklig zu den Tafeln (17) verlaufende vertikale Spiegelwand (25) angeordnet ist.
6. Ausstellungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spiegelwand (25) längs einer Führungsbahn (26) aus dem Gehäuse (10) ausziehbar ist.
7. Ausstellungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansichtskammer (14) eine horizontal verfahrbare Bodentafel (28) als Belagträger enthält.
8. Ausstellungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückzugskammer (15) eine Frontwand (16) als Anzeigetafel aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20105591U DE20105591U1 (de) | 2001-03-30 | 2001-03-30 | Ausstellungsvorrichtung für Boden- oder Wandbeläge |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE20105591U DE20105591U1 (de) | 2001-03-30 | 2001-03-30 | Ausstellungsvorrichtung für Boden- oder Wandbeläge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20105591U1 true DE20105591U1 (de) | 2001-06-13 |
Family
ID=7955108
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE20105591U Expired - Lifetime DE20105591U1 (de) | 2001-03-30 | 2001-03-30 | Ausstellungsvorrichtung für Boden- oder Wandbeläge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20105591U1 (de) |
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- 2001-03-30 DE DE20105591U patent/DE20105591U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20010719 |
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| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 20010828 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20040607 |
|
| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20071002 |