DE2010387C3 - Lagerung einer mit einem elastischen, nicht absorbierenden Überzug versehenen Feuchtmittelauftragwalze von Offset-Rotationsdruckmaschinen - Google Patents
Lagerung einer mit einem elastischen, nicht absorbierenden Überzug versehenen Feuchtmittelauftragwalze von Offset-RotationsdruckmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Feuchteinrichtung
für lithographische Druckmaschinen mit mindestens einer auf dem Plattenzylinder abrollenden Auftragswalze,
welcher kontinuierlich Feuchtflüssigkeit von einer in einen FeuchtflüssigkeitsbehaUer eintauchenden
Duktorwalze zugeführt wird, der ihrerseits eine Zwischenwalzc und eine Verreibwalze nachgeschaltet
ist, wobei die hintereinandergeschalteten Walzen bei Betrieb in ununterbrochenem Kontakt sind und
die Feuchtigkeitszufuhr durch Ändern der Umfangsgeschwindigkeit der Duktorwaize regelbar ist.
Die Erfindung betrifft die Lagerung einer mit einem elastischen, nicht absorbierenden Überzug versehenen
Feuchtmittelauftragswalze, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 dargestellt ist.
Kontinuierlich arbeitende Feuchteinrichtungen werden in der Praxis immer noch nicht vorbehaltlos aufgenommen,
obwohl die im Prinzip begründeten Vorteile ίο allgemein anerkannt sind. Tatsächlich sind kontinuierlich
arbeitende Feuchteinrichtungen empfindlicher als konventionell arbeitende.
Zur Behebung dieses Nachteils werden die Walzen bekannter Feuchteinrichtungen verstellbar gelagert,
um die gegenseitigen Anpreßdrücke fein einstellen zu können. Bei einer Feuchteinrichtung gemäß US-PS
32 83 707 sind sowohl Feuchtauftrags-, Duktor- als auch Quetschwalze verstellbar gelagert. Die jeweiligen
Lagerungen können aber nicht die in der Erfindung gestellten Aufgaben erfüllen.
Durch die US-PS 34 33 155 ist fernerhin eine kontinuierlich arbeitende Feuchteinrichtung bekannt, bei der
vier Walzen hintereinander angeordnet sind. Bei dieser Feuchteinrichtung sind die drei der Auftragswalze vor-2s
geschalteten Walzen zusammen mit dem Antriebsmotor für den variablen Antrieb der Duktorwalze horizontal
verschiebbar. Außerdem ist vorgesehen, die Duktorwalze gegenüber der ihr nachgeschalteten Walze
und diese nachgeschaltete Walze wiederum gegenüber der anschließend angeordneten Verreibwalze einstellbar
zu lagern. Die beschriebenen Maßnahmen vermögen aber nicht, die bei kontinuierlich arbeitenden
Feuchteinrichtungen auftretenden Mangel zu beseitigen. Außerdem ist die Konstruktion kompliziert, weil
der Duktorantrieb ebenfalls in seiner Lage verstellt werden muß.
Weiterhin ist durch die deutsche Patentschrift 10 55 011 ein heberloses Feuchtwerk bekannt, bei dem
zur Unterbrechung der Flüssigkeitsförderung eine Zwischenwalze unter Aufrechterhaltung der Oberflächenberührung
mit der Duktorwalze von der Verreibwalze abgeschwenkt wird.
Durch die französische Patentschrift 11 05 543 ist
eine Lagerung für Auftragswalzen bekannt, die eine Einstellung der Auftragswalze sowohl gegenüber dem
Plattenzylinder als auch gegenüber der Verreibwalze ermöglicht.
Bei einer Feuchteinrichtung gemäß deutscher Auslegeschrift 12 79 690 ist es bekannt, die Auftragswalzen
erst nach einer wählbaren Anzahl von auf das Anstellen der Feuchtflüssigkeitszufuhr folgenden Maschinentakten
an den Plattenzylinder anzustellen.
Gegenstand des älteren Rechts, (DT-PS 16 11 263) ist es bei einem aus Duktor-, Verreib- und Auftragswalze
bestehenden Feuchtwerk die Auftragswalze gegenüber dem Plattenzylinder und der Verreibwalze an-, ab- unc
einstellbar auszuführen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei heber losen Feuchtwerken mit nicht bezogenen Auftragswal
zen und einer nicht bezogenen Duktorwalze (Feuchtka stenwal/.e) die Abnutzung der Walzen zu verringert
und eine genaue Dosierung der Feuchtmittelmenge zi ermöglichen. Gleichzeitig soll die Vorrichtung kon
struktiv einfacher und betriebssicherer werden. Es is deshalb in Anlehnung an die nach Patent 16 11 263 vor
geschlagene Walzenlagerung mit zweistufiger Anstel lung eine Art der Lagerung der Walzen zu finden, be
der die im Betrieb in Kontakt befindlichen Walzen, dar
nter eine der Reibwalze nachgeordnete Zwischenwale bei Maschinenstillstand voneinander leicht getrennt
herden können, und bei der die formschlüssig angetriebenen
Walzen stationär gelagert sind. U,η ein betriebsicheres
Funktionieren zu gewährleisten, ist fernerhin Sorge zu tragen, daß beim Wiedera.istellen der Walzen
immer nur eine bereits angefeuchtete Walze mit einer noch trockenen Walze in Kontakt kommt.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß bei einem an sich bekannten kontinuierlich arbeitenden,
durch Veränderung der Walzendrehzahl regelbaren Vier-Walzenfeuchtwerk, bestehend aus einer
Duktor-, einer Zwischen-, einer Verreib- und mindestens einer Auftragswalze neben der Auftragswalze
auch die Zwischenwalze jeweils gegenüber den beiden benachbarten Walzen getrennt an-, ab- und einstellbar
Durch diese relativ einfache Maßnahme ist erreicht, daß sämtliche in der Feuchteinrichtung angeordneten
Walzen voneinander ganz getrennt werden können und die Verreib- und die Duktorwalze zur leichteren
Einleitung eines Antriebsmomentes stationär angeordnet werden können. Damit ist es möglich, die Duktorwalze
über einen geräuscharmen, wartungsfreien, dehnungsarmen und zudem noch billigen Zahnriemen von
einem stationären Elektromotor anzutreiben.
Erfindungsgemäß ist eine Einrichtung zur stufenweisen Anstellung der Zwischenwalze zuerst an die Duktorwalze
und anschließend an die Verreibwalze vorgesehen Damit ist die Betriebssicherheil der Feuchteinrichtung
wesentlich verbessert, da das Berühren zweier trockener Walzen und damit Verschleiß oder sogar
»Festfressen« von Walzen vermieden wird. Die stufenweise Anstellung kann so erfolgen, daß die Zwischenwalze
in einem verschwenkbaren Hebel gelagert ist, dessen Schwenkachse so angeordnet ist, daß eine Teilverschwenkung
des Hebels die Zwischenwalze in Kontakt mit der von Feuchtigkeit benetzten Duktorwalze
bringt und erst ein Weiterschwenken des Hebels die nun angefeuchtete Zwischenwalze an die Verreibwalze
anstellt. Vielfach ist ausreichend, daß die Reihenfolge der Walzenanstellung vorgeschrieben ist, während der
Zcitablauf dem Drucker überlassen bleiben kann. In diesem Falle genügt ein gestufter Nockenhebel für Verschwenkung
des Lagerhebels. Die Stellung des Nokkenhebels zeigt dem Drucker an, ob und wo die Zwischenwalze
angestellt ist.
Eine Ausgestaltung der Erfindung kennzeichnet sich durch ein Zeitglied, welches die Zeitdifferenz bestimmt,
mit der die Zwischenwalze an die Duktorwalze und anschließend an die Verreibwalze angestellt wird. Damit
sind die Voraussetzungen für einen automalischen Ablauf des Anstellvorgangs gegeben.
In besonderer Ausführung der Erfindung ist die Zwischcnwalze
in einem ersten Hebel gelagert, der auf einem zweiten Hebel schwenkbar gelagert ist, wobei
dieser zweite Hebel um die Rotationsachse der Duktorwalze schwenkbar gelagert ist. Bei dieser Anordnung
ist ein »Durchschalten« wie bei einem Stufennokken'nicht
möglich, da die Anstellung an die jeweilige e->
Walze durch Verschwenken jeweils eines besonderen Hebels erfolgt. Durch Verschwenken dieses zweiten
Hebels um die Rotationsachse der Duktorwalze ist außerdem ein An-, Ab- oder Einstellen der Zwischenwil/.c
gegenüber der Verreibwalze möglich, ohne daß <>>
die Feineinstellung der Zwischenwalze gegenüber der Duktorwalze verändert würde.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind zwei mit dem ersten Hebel zusammenwirkende Rasten vorgesehen, durch die die an- und abgestellte Lage der Zwischenwalze in bezug auf die Duktorwalze festgelegt ist, wobei die Feineinstellung zwischen Zwischenurd Duktorwalze durch Verstellung von exzentrischen Lagerbüchsen erfolgt, in denen die Zwischenwalze gelagert ist. Bei Verwendung von exzentrischen Lagerbüchsen können für eine Feinverstellung vorteilhafte Übersetzungsverhältnisse angewendet werden, während die An- und Abstellung der Zwischenwalze durch Verschwenken eines Hebels zwischen zwei Endstellungen erfolgt. Durch die Übertragung der Feineinstellung und der An- und Abstellung an unabhängig voneinander zu betätigende Organe ist eine besonders günstige Auslegung auf den jeweils zu erfüllenden Zweck möglich.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind zwei mit dem ersten Hebel zusammenwirkende Rasten vorgesehen, durch die die an- und abgestellte Lage der Zwischenwalze in bezug auf die Duktorwalze festgelegt ist, wobei die Feineinstellung zwischen Zwischenurd Duktorwalze durch Verstellung von exzentrischen Lagerbüchsen erfolgt, in denen die Zwischenwalze gelagert ist. Bei Verwendung von exzentrischen Lagerbüchsen können für eine Feinverstellung vorteilhafte Übersetzungsverhältnisse angewendet werden, während die An- und Abstellung der Zwischenwalze durch Verschwenken eines Hebels zwischen zwei Endstellungen erfolgt. Durch die Übertragung der Feineinstellung und der An- und Abstellung an unabhängig voneinander zu betätigende Organe ist eine besonders günstige Auslegung auf den jeweils zu erfüllenden Zweck möglich.
In Ausgestaltung der Erfindung ist eine Sperre angeordnet,
welche eine Betätigung des zweiten Hebels nur in derjenigen Raststeliung des ersten Hebels zuläßt,
die der angestellten Lage der Zwischenwalze in bezug auf die Duktorwalze entspricht. Damit wird erreicht,
daß die Zwischenwalze nur an die Verreibwalze anstellbar ist, wenn sie auch an der Duktorwalze angestellt
ist. Unabhängig davon kann aber jederzeit die Feinverstellung der Zwischenwalze gegenüber der Verreibwalze
erfolgen. Die erfindungsgemäße Sperre kann elektrisch in Form eines Mikroschalters ausgebildet
sein, dessen Betätigung Voraussetzung für das Tätigwerden eines Arbeitszylinders oder Magneten ist, sie
kann aber auch mechanisch in Form einer Sperrklinke ausgeführt sein.
Ausführungsbeispielc der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 die Seitenansicht einer I euchteinrichtung, F i g. 2 die schematische Darstellung der stufenweisen
An- bzw. Abstellung einer Zwischenwalze gegenüber der ortsfest gelagerten Duktorwalze entsprechend
F i g. 1,
F 1 g. 3 die schematische Darstellung der Feineinstellung der Zwischenwalze gegenüber der Duktorwalze
entsprechend F i g. 1,
F i g. 4 die scheinatische Darstellung der Feineinstellung
der Zwischenwalze gegenüber der Verreibwalze entsprechend F i g. 1,
F i g. 5 die Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Feuchteinrichtung. Fig.6 eine Ausschnitt gemäß Schnittlinie Vl-Vl in
F i g. 5,
F i g. 7 Einrichtung zur automatischen, stufenweisen
Anstellung der Zwischenwalze und
Fig.8 ein Flußdiagramm der Automatik gemäß
F i g. 7.
Die Feuchteinrichtung gemäß F i g. 1 besteht aus einer Auftragswalze i, einer Verreibwalze 3, einer Zwischenwalze
4 und einer Duktorwalze 5. Die Auftragswalze 1 steht mit dem Plattenzyhnder 6 einer im Umriß
angedeuteten Druckmaschine 7 und der Verreibwalze in Kontakt. Sie ist über den Umfang durch Reibkontakt
mit der Verreibwalze 3 und dem Plattenzylinder 6 angetrieben. Die Verreibwiil/e 3 wird formschlüssig über
ein Zwischenzahnrad 8 von einem am Plattenzylindcr befestigten Zahnrad 9 angetrieben. Die Auftragswalze
I ist in Lagerhebeln 10 gelagert, die um die Drehachse
I1 von verstellbaren, exzentrisch gebohrten Büchsen
verschwenkbar gelagert sind. Die exzentrischen Büchsen 12 sind auf an den Maschinenscitenwanden bclestigten
Bolzen 14 gelagert und weiden mittels Handhebel 13 verdreht. Da beide Enden der einzelnen Walzen
jeweils in gleicher Weise gelagert sind, wurde die Beschreibung
auf eine Seite der Feuchteinrichtung beschränkt. Die Verschwenkung des Lagerhebels 10 und
damit die Einstellung der Auftragswalze 1 an den Platten/.ylinder
6 wird begrenzt durch einen Anschlag 15, gegen den der Lagerhebcl 10 durch eine Druckfeder 16
gedrückt wird. Der Ansehlag 15 ist als zweiarmiger Hebel 17 ausgebildet, der um einen Bolzen 18 verdrehbar
gelagert ist. Ein Arm des Hebels 17 stellt den Anschlag für den Lagerhebel 10 dar. während der andere Arm
ein Rollenhebel 19 ist, der mit einem zweistufigen Nokken 20 in Kontakt ist. Der zweiarmige Hebel 17 wird
durch Federkraft 21 gegen einen verstellbaren Anschlag 22 gedruckt und kann durch den Stufennocken
20 entgegen der Federkraft 21 zwecks Abstellung der Auftragswalze 1 vom Plattenzylinder 6, erste Stufe, und
zur Abstellung der Auftragswalze 1 von der Verreibwalze 3, zweite Stufe, im Uhrzeigersinn verdreht werden.
Die Rotationsachse 23 der Auftragswalze 1 liegt, bei an den Plattenzylinder 6 angestellter Auftragswalze
1, außerhalb der Geraden 24, welche die Drehachse U und die Rotationsachse 25 der Verreibwalze 3 schneidet,
und zwar auf der dem Plattenzylinder 6 zugewandten Seite, so daß eine Abstellung der Auftragswalze 1
von der Verreibwalze 3 erst nach einem größeren Verschwenkwinkel des Lagerhebels 10, entsprechend der
zweiten Stufe des Stufennockens 20, erfolgt. Die Feineinstellung der Auftragswalze 1 gegenüber dem Plattenzylinder
6 erfolgt durch Verdrehen eines am Lagerhebel 10 angeordneten Nockens 26. Die Feineinstellung
der Auftragswalze 1 gegenüber der Verreibwalze 3 erfolgt uurch Verdrehen der exzentrischen Büchse 12
mittels des Handhebels 13.
Die ortsfest gelagerte Verreibwalze 3 steht in Kontakt mit der Zwischenwalze 4, der die Feuchtflüssigkeit
durch Kontakt mit der in einen Feuchtflüssigkeitsbehällei
27 eintauchenden Duktorwalze 5 übertragen wird. Die Duktorwalze 5 ist ebenfalls ortsfest gelagert und
wird über einen Zahnriemen 28 von einem in der Drehzahl regelbaren Elektromotor 29 angetrieben. Die Zwischenwalze
4 ist in ähnlicher Weise wie die Auftragswalze 1 in Lagerhebeln 30 um eine Achse 31 schwenkbar
gelagert. Die Rotationsachse 32 der an die Verreib-3 und die Duktorwalze 5 angestellten Zwischenwalze 4
liegt gleichfalls außerhalb der die Schwenkachse 31 und die Rotationsachse 33 der Duktorwalze 5 schneidenden
Geraden 34. und zwar auf der der Verreibwalze 3 zugewandten Seite. Der Lagerhebel 30 wird durch Federkraft 35 gegen einen zweiarmigen Anschlaghebel 36
gedrückt Dieser ist um einen Bolzen 37 drehbar gelagert und wird durch eine Zugfeder 38 gegen einen verstellbaren Anschlag 39 gezogen. Der andere Arm des
Anschlaghebels 36 ist als Rollenhebel 40 ausgebildet, dessen Rolle 41 in Kontakt mit einem zweistufigen,
durch einen Handhebel 42 verdrehbaren Nocken 43 steht. Es ist ersichtlich, daß eine Teilverschwenkung des
Lagerhebels 30, entsprechend der ersten Stufe des Nockens 43, die Zwischenwalze 4 lediglich außer Kontakt mit der Verreibwalze 3 bringt und erst ein weiteres
Schwenken des Lagerhebels 30, entsprechend der zweiten Stufe des Nockens 43, die Zwischenwalze 4 auch
außer Kontakt mit der Duktorwalze 5 bringt Die Feineinstellung der Zwischenwalze 4 gegenüber der Verreibwalze 3 erfolgt durch Verdrehung eines an dem
Lagerhebel 30 angeordneten Nockens 44, welcher in Kontakt mit dem Anschlaghebel 36 steht. Die Feineinstellung der Zwischenwalze 4 gegenüber der Duktorwalze 5 erfolgt durch Verdrehen einer exzentrisch auf
einem Bolzen 2 gelagerten Lagerbüchse 45. auf welcher
der Lagerhebel 30 gelagert ist, mittels eines Handhebels 46.
F i g. 2 zeigt die verschiedenen Stellungen der Zwischenwalzc
4 gegenüber der Verreib- 3 und der Duktorwalze 5. die durch Verschwenken der Lagcrhebel 30
erreichbar sind (gestrichelt gezeichnet).
Die gestrichelt gezeichnete Walze 47 ist sowohl von der Verreib- 3 als auch von der Duktorwalze 5 abgcstellt.
Die gestrichelt gezeichnete Walze 48 ist nur an die Duktorwalze 5 und nicht an die Verreibwalze 3 angestellt.
F i g. 3 zeigt ebenfalls in gestrichelter Darstellung die Feineinstellung der Zwischenwalze 4 gegenüber
der Duktorwalze 5 durch Verdrehen der exzentrisehen Büchse 45. Die Schwenkachse 31 wandert dabei
auf einem Kreis um den Bolzen 2. F i g. 4 zeigt, ebenfalls, gestrichelt gezeichnet, die Feineinstellung der
Zwischenwalze 4 gegenüber der Verreibwalze 3 durch Verdrehung des Nockens 44.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Feuchteinrichtung ist in F i g. 5 dargestellt. Diese Feuchteinrichtung
enthält ebenfalls vier hintereinander angeordnete Walzen: eine Auftragswalze 50, die mit dem Platten/y
linder 51 in Kontakt steht und durch Reibkontakt über dem Walzenumfang angetrieben ist: eine Verreibwalze
52. die über Zahnräder 53, 54 und 85 formschlüssig angetrieben ist; eine Zwischenwalze 55 und eine Duktorwalze
56. Die Duktorwalze 56 wird durch einen unabhängigen, in der Drehzahl regelbaren Elektromotor 57
angetrieben. Die Zwischenwalze 55 wird zweckmäßigerweise durch ein Zahnradpaar 58 . 59 von der Duktorwalze
angetrieben. Die Zahnradübersetziing kann 1 sein, so daß Schlupf zwischen den Walzen 52 und 55
entsteht, sie kann aber auch so gewählt werden, daß Schlupf zwischen den Walzen 55 und 56 oder zwischen
den Walzen 52. 55 und zwischen den Walzen 55. 56 auftritt. Die Auftragswalze 50 ist in einem 1 lebe! 60
gelagert, der um eine außerhalb der Rotationsachse 61 der Verreibwalze 52 gelegene Achse 62 verschwenkbar
ist. Die Lage der Achse 62 ist so gewählt, daß bei Verschwenken des Hebels 60 durch Betätigung eines pneu
matischen Zylinders 63 die Auftragswalze 50 außer Kontakt sowohl mit dem Plattenzylinder 51 als auch
der Verreibwalze 52 kommt. Die Feineinstellung der Auftragswalze 50 gegenüber dem Plattenzyünder 51
erfolgt durch Verstellen des pneumatischen Zylinders 63 mittels einer Mikrometerschraube 64. Die Auftragswalze
50 ist in exzentrischen Büchsen 65 gelagert. Durch Verdrehen dieser Büchsen 65 mittels Handhebel
66 erfolgt die Feineinstellung der Auftragswalze 50 gegenüber der Verreibwalze 52.
In dem Hebel 60 ist weiterhin eine Verteilwalze 67 in
exzentrischen Büchsen 68 gelagert Durch Verdrehen der exzentrischen Büchsen 68 mittels eines Handhebels 69 kann die Verteilwalze 67 an die Auftragswalze 5C an- und von dieser abgestellt werden. Bei Verwendung
einer derartigen Verteilwalze 67 muß die Auftragswal ze 50 formschlüssig über Zahnräder (nicht dargestellt]
angetrieben werden.
Die Zwischenwalze 55 ist in einem ersten Hebe! 7C
gelagert, der um einen Bolzen 71 schwenkbar ist. Dei
Bolzen 71 ist in einem zweiten Hebel 72 befestigt, dei um die Rotationsachse 73 der Duktorwalze 5€
schwenkbar gelagert ist Die Verschwenkung erfolgi
durch Betätigung eines pneumatischen Zylinders 74. Ir
dem zweiten Hebel 72 sind zwei Bohrungen 75,76 vorgesehen (s. auch F i g. 6), die mit einem am ersten Hebe
70 angeordneten Bolzen 77 zusammenwirken und so
mit die beiden Endstellungen der Verschwenkung des Hebels 70 bestimmen. Durch Betätigung des ersten Hebels
70 wird also die Zwischenwalze 55 unabhängig von ihrer Feineinstellung zur Walze 52 und 56 im angestellten
Zustand an die Duktorwalze 56 an- und von dieser abgestellt. Die Feineinstellung der Zwischcnwalzc 55
gegenüber der Verreibwalze 52 erfolgt durch Verstellung des pneumatischen Zylinders 74 mittels der Mikrometerschraube
78. Die Feineinstellung der Zwischenwalzc 55 gegenüber der Duktorwalze 56 erfolgt durch ic
Verdrehen einer exzentrischen Büchse 79, in der die Zwisehenwalze 55 gelagert ist. Die exzentrische Büchse
79 wird durch einen Handhebel 80 verdreht, sie kann aber auch durch ein Zahnradgetriebe verdreht werden.
Der Bolzen 77 ist gemäß Fi g. 6 in einer Bohrung 86 des ersten Hebels 70 verschiebbar. Durch die Kraft
einer Druckfeder 87, die um den Schaft des Bolzens 77 gewickelt ist und sich einerseits auf dem ersten Hebel
70 und andererseits auf einer am Bolzen befestigten Scheibe 81 abstützt, wird der Bolzen 77 in die in F i g. b
dargestellte Lage gedrückt. An der Bohrung 75 des zweiten Hebels 72 ist ein Kontaktpaar 83, 84 angeordnet,
das durch den Bolzen 77 geschlossen werden kann. Der pneumatische Zylinder 74 kann nur betätigt werden,
wenn das Kontaktpaar 83, 84 geschlossen ist. d. h., wenn der Bolzen 77 in der Bohrung 75 eingerastet, die
Zwischenwalze 55 an die Duktorwalze 56 also angestellt ist.
In F i g. 7 und 8 ist in schematischer Form angedeutet,
wie ein stufenweiser Anstellvorgang auiomatisier
bar ist. Ks sind zwei Hubmagnete 90, 91 angeordnet, deren als Anschläge 92. 93 ausgebildete Anker im nicht
erregten Zustand in den Schwenkbereich eines auf der Welle 94 befestigten und mit dieser verdrehen en Mokkens
95 hineinragen. Auf dieser Welle 94 ist gleichfalls der zweistufige Nocken 43 befestigt. Eine Zugfeder 96
greift an einer an der Welle 94 befestigten Lasche 97 an und versucht diese entgegen dem Uhrzeigersinn zu
verdrehen. Die Verdrehung wird gemäß F i g. 7 durch den ersten Anschlag 92 verhindert. Bei Betätigung
eines Schaltelements 98 gemäß F i g. 8 zieht der erste Magnet 90 an und läßt eine Verdrehung der Welle 94
bis zum Anschlag des Nockens 95 gegen den zweiten Anschlag 93 zu. Gleichzeitig wird gemäß F i g. 8 ein
Zeitglied 99 angesteuert, das nach einer einstellbaren Zeitspanne den zweiten Magnet 91 ansteuert, worauf
eine weitere Verdrehung der Welle 94 bis zum Anschlag des Handhebels 42 an einen randanschlag 100
erfolgt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen «09623/3«
Claims (6)
1. Lagerung einer mit einem elastischen, nicht absorbierenden Oberzug versehenen Feuchtmittelauftragswalze
von Offset-Rotationsdruckmaschinen, die an eine dieser Feuchtmittelauftragswalzen vorgeschaltete Walze
und an einen dieser Feuchtmittelauftragswalze nachgeschalteten Plattenzylinder zur Anlage kommt und in
einer um eine außerhalb der Mittelachse der vorgeschalteten Walze gelegenen Schwenkachse gelagerten
Lagerplatte derart schwenkbar ist, daß die Feuchtmittelauftrcgswalze
beim Anstellen zuerst mit der vorgeschalteten Walze und dann mit dem nachgeschalteten
Plattenzylinder in Berührung kommt und wobei sie um den Plattenzylinder unter Beibehaltung des Kontaktes
mi\ diesem verschwenkbar ist, nach der DT-PS 16 11 263, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einem an sich bekannten kontinuierlich arbeitenden, durch Veränderung der Walzendrehzahl regelbaren
Vier-Walzenfeuchtwerk, bestehend aus einer Duktor-(5, 56), einer Zwischen- (4,55), einer Verreib- (3,52) und
mindestens einer Auftragswalze (1, 50) neben der Auftragswalze (1. 50) auch die Zwischenwalze (4, 55) jeweils
gegenüber den beiden benachbarten Walzen getrennt an-, ab- und einstellbar ist.
2. Lagerung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch durch eine Einrichtung (30 bis 43: 70, 72) zur stufenweisen
Anstellung der Zwischenwalze (4. 55) zuerst an die Duktorwalze (5, 56) und anschließend an die Verreibwalze
(3,52).
3. Lagerung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch ein Zeitglied (99). welches die Zeitdifferenz bestimmt,
mit der die Zwischenwalze (4, 55) an die Duktorwalze (5, 56) und anschließend an die Verreibwalze
(3. 52) angestellt wird.
4. Lagerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwalze (55) in einem
ersten Hebel (70) gelagert ist, der auf einem zweiten Hebel (72) schwenkbar gelagert ist, wobei dieser zweite
Hebel (72) um die Rotationsachse der Duktorwalze (56) schwenkbar gelagert ist.
5. Lagerung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch zwei mit dem ersten Hebel (70) zusammenwirkende
Rasten (75. 76), durch die die an- und abgestellte Lage der Zwischenwalze (55) in bezug auf die Duktorwalze
(56) festgelegt ist. wobei die Feineinstellung zwischen Zwischen- (55) und Duktorwalze (56) durch Verstellung
von exzentrischen Lagerbüchsen (79) erfolgt, in denen die Zwischenwalze (55) gelagert ist.
6. Lagerung nach den Ansprüchen 4 und 5, gekennzeichnet durch eine Sperre (83, 84), welche eine Betätigung
des zweiten Hebels (72) nur in derjenigen Raststellung des ersten Hebels (70) zuläßt, die der angestellten
Lage der Zwischenwalze (55) in bezug auf die Duktorwalze (56) entspricht.
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| CH188671A CH536190A (de) | 1970-03-05 | 1971-02-09 | Feuchteinrichtung für lithographische Druckmaschinen |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19702010387 DE2010387C3 (de) | 1970-03-05 | Lagerung einer mit einem elastischen, nicht absorbierenden Überzug versehenen Feuchtmittelauftragwalze von Offset-Rotationsdruckmaschinen |
Publications (2)
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