DE20103520U1 - Profilverbinder zum Anschluss eines Sparrenprofils an ein Traufenprofil - Google Patents
Profilverbinder zum Anschluss eines Sparrenprofils an ein TraufenprofilInfo
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Description
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PATENTANWÄL tS·*.·* ~ **·* ·&idigr;*· *.··* ·*· D-33330 Gütersloh, Vennstraße
Telefon (0 52 41) 130 54 Telefax (0 52 41) 129 61
Dipl.-Ing. Gustav Meldau
Dipl. Phys. Dr. Hans-Jochen Strauß Datum: 26.02.2001
Dipl.-Ing. Hubert Flötotto Unser Zeichen: H2294 JS
Herrn
Johann Henkenjohann
Oesterwieher Str. 80
33415 Verl
Profil verbinder zum Anschluss eines Sparrenprofils an ein Traufenprofil
Die Erfindung betrifft einen Profi!verbinder zum Anschließen eines Sparrenprofils an ein Traufenprofil, insbesondere für verglaste Eindeckungen von Wintergärten o. dgl..
Die Dach-Sparren eines Daches verlaufen in Richtung auf das oft mit einer Regenrinne verbundene Traufenprofil und bilden mit diesem Traufenprofil einen der Dachneigung entsprechenden Winkel. Jedoch sind diese Winkel vorab .nicht so genau zu bestimmen, so dass die Sparren werksseitig winkelgerecht zugeschnitten werden und an die Baustelle angeliefert werden können. Auch sind für das werksseitige Zurichten der Sparren-Enden Spezialmaschinen vorzusehen, wobei dafür zum einen von der Investition abhängige Maschinenstundenkosten und zum anderen auch wegen der mit dem Zurichten verbundenen zusätzlichen Arbeitsgänge entsprechende Lohnkosten verursacht werden.
Somit besteht ein Bedürfnis, das Sparrenende an der Baustelle den Erfordernissen an den Dachneigungswinkel anpassen und einstellen zu können. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabenstellung wird demzufolge darin gesehen, einen Profi!verbinder für die Sparren-Traufen-Verbindung vorzuschlagen, der das Herstellen dieser Verbindung ohne vorherige Bearbeitung der Sparrenenden mit Spezialmaschinen einfach und wirtschaftlich erlaubt, und der sicher einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die im Hauptanspruch aufgeführten kennzeichnenden Merkmale gelöst; vorteilhafte Weiterbildungen und bevorzugte Ausführungsformen beschreiben die Unteransprüche.
Der Profi!verbinder ist mit einem Basiskörper versehen, der in das offene, traufenprofi1-seitige Ende des Sparrenprofils einsetzbar ist. Das freie Ende dieses ProfiIverbinders ist als Auge ausgebildet, durch das einen Bolzen, eine Schraube o. dgl. geführt ist, mit der der Basiskörper an einen Verbinderstab festgelegt bzw. angeschraubt werden kann. Der Verbinderstab ist in eine am Traufenprofil vorgesehene Rinne eingelegt. Dabei ist der Verbinderstab von oben her belastet und diese Konstruktion liegt durch ihr Eigengewicht fest auf; es versteht sich jedoch von selbst, dass der Verbinderstab selbst etwa mit einer den Verbinderstab teilweise übergreifenden Rinne - am Traufenprofil festgelegt werden kann.
Weisen der Verbinderstab und die Rinne zumindest teilweise einen kreisförmigen Querschnitt auf, kann der Verbinderstab um seine in Richtung des Traufenprofils liegende Längsachse verdreht werden. Infolge dieser Verdrehbarkeit kann sich der Basiskörper an den aktuellen Winkel zwischen Sparren und Traufenprofil anpassen. Das auf Länge zugeschnittene Sparrenprofil bedarf somit hinsichtlich des Winkels keinerlei Nachbearbeitung an der Baustelle. Weiter kann der Anbindungspunkt des Sparrens an das Traufenprofil durch den in die Rinne eingelegten Verbinderstab in Richtung des Traufenprofils zum Ausgleichen von diesbezüglichen Abweichungen verschoben werden.
Zum Festlegen des Auges des Profilverbinders an den Verbinderstab ist dieser als Gleitstein mit einer den Bolzen bzw. die Schraube aufnehmenden Bohrung versehen. Vorteilhaft ist es, einen gesonderten Gleitstein einzusetzen. Dazu weist der Verbinderstab eine T-Nut auf, in die dieser Gleitstein eingesetzt ist. Ein durch das Auge des Profil verbinders geführter Bolzen wird an dem Gleitstein so verriegelt, dass eine feste Verbindung gegeben ist. Diese Verriegelung kann etwa durch bajonettartige Mittel erreicht werden, mit denen der Bolzen nach Einführung durch eine Drehung festgelegt wird.
Vorteilhaft wird der Bolzen als mit einem Schraubgewinde versehene Schraube und der Gleitstein als Mutternstein mit einem Gewindeloch ausgebildet. Der durch das Auge des Profilverbinders geführte Schraubbolzen greift in dieses Gewindeloch ein und kann darin festgeschraubt werden. Dieses Anschrauben ermöglicht weiter auch eine Verschwenkbarkeit um die Achse dieser Schraube, die im wesentlichen rechtwinklig zur Längsachse des Sparrens liegt.
Der Basiskörper des Profilverbinders ist so ausgeformt, dass er im wesentlichen formschlüssig in das Ende des anzuschließenden Sparrens eingeführt und dort festgelegt werden kann. Das dazu offene Sparrenende wird durch den eingesetzten Profil verbinder abdichtend verschlossen. Weiter ist der Basiskörper des Profilverbinders mit quer zur Richtung der Längsachse des Sparren-Profils liegenden Schraubkanälen versehen, die ein einfaches Verschrauben des Basiskörpers mit dem Sparren-Profil ermöglichen. Eine beigestellte Bohrschablone erlaubt das Vorbohren der Schraublöcher durch die Sparren-Wandung.
Als Profilverbinder ist im wesentlichen ein formschlüssig in das offene Ende des Grundkörpers·des Sparrenprofils eingeführter Basiskörper vorgesehen. Die Seitenwände weisen angeformte Schraubkanäle auf, in die Schrauben eingreifen, mit denen der in das offene Ende des Sparrenprofils eingesetzte Profi!verbinder an diesem befestigt wird. Mit den Schraubkanälen ist der Profi!verbinder auch gegen die Innenseiten des Lumens des Sparrenprofils abgestützt, so dass ein guter ^ Sitz im Sparren erreicht wird. Die Höhe des Profilverbinders ent-
spricht dabei der lichten Höhe des Lumens des Grundkörpers des Sparrenprofils, so dass der Profil verbinder auch in dieser Richtung abgestützt ist.
An den Profi!verbinder ist eine Augzunge angeformt, die das Sparrenende überragt und die das Auge aufnimmt. Dabei ist die Oberseite dieser Augzunge im wesentlichen bündig zur Oberseite des Profilverbinders ausgerichtet. Damit setzt sich der Innenraum des Grundkörpers des Sparrenprofils über dessen Ende hinaus fort. Die Unterseite weist gegenüber der Unterseite des Profilverbinders einen Rücksprung auf, so dass sich ein Innenwinkel bildet, der sich an das Traufenprofil anlegt, das von der Augzunge übergriffen wird.
Vorteilhaft ist dabei dieser Übergang mit einer Rundung versehen, deren Krümmungsradius dem der Außenkrümmung der Rinne entspricht und geringfügig größer ist. Somit entsteht ein Spalt zwischen dem Profilverbinder und der Rinne des Traufenprofils, der das Verschwenken des Sparrenprofils gegenüber dem Traufenprofil nicht behindert. Die Sparren können bei dieser mit diesem Profi!verbinder hergestellten Sparren-/Traufenprofil-Verbindung mittels eines Endprofils auch über das Traufenprofil hinaus verlängert werden, so dass diese Konstruktion das wirtschaftliche Herstellen auch von Dachüberständen erlaubt.
Der Profi!verbinder selbst kann als Formkörper ausgebildet sein, der als ein Aluminium-Druckgusskörper ausgebildet ist. Alternativ kann als Profilverbinder auch ein Kunststoff-Spritzgusskörper vorgesehen sein, der vorzugsweise mit einer Faserverstärkung versehen ist. Beide Ausführungsformen lassen sich wirtschaftlich und genau herstellen, so dass zum einen die Wirtschaftlichkeit und zum anderen auch die Passgenauigkeit sichergestellt wird.
An diesen den Basiskörper bildenden Formkörper sind Schraubkanäle angeformt, mit denen der in das offene Ende des Sparrenprofils eingesetzte Profil verbinder gegen die Innenseiten des Lumens des Sparrenprofils abgestützt ist und die dessen Verschrauben mit dem Sparrenprofil ermöglichen. So wird ein guter Sitz des Profilverbinders im
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Sparren erreicht. Die Höhe des Profilverbinders entspricht dabei der lichten Höhe des Lumens des Grundkörpers des Sparrenprofils, so dass der Profi!verbinder auch in dieser Richtung abgestützt ist.
Diese vorgeschlagene Art einer Verbindung von Sparrenprofil und Traufenprofil ermöglicht so zum einen durch die Verdrehbarkeit des Verbinderstabes in der Rinne ein nahezu automatisches Einstellen des Winkels von Sparren gegenüber dem Traufenprofil in Vertikal-Ebene. Zum anderen wird durch die Verschiebbarkeit des Verbinderstabes in der Rinne in Längsrichtung des Traufenprofils ein Anpassen an Maßabweichungen ermöglicht. Schließlich erlaubt das Verschwenken des mit dem Sparren verbundenen Profilverbinders um die Achse der Verbindungsschraube auch ein Anpassen der Winkellage des Sparrens in der Dachflächen-Ebene. Diese Verlagerbarkeit und diese Verschwenkbarkeit des Verbinderstabes erlaubt auch ein Auffangen von durch äußere Einflüsse wie z.B. Temperaturschwankungen bedingten Verlagerungen..
Die Erfindung wird an Hand der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, dabei zeigen:
Profi!verbinder (Aufsicht);
Profil verbinder (Seitenansicht);
Verbindung Sparren-/Traufenprofil (perspekt. Schema.
teil-geschnitten).
Fig. 4: Verbindung Sparren-/Traufenprofil (Seitenansicht,
Fig. 4: Verbindung Sparren-/Traufenprofil (Seitenansicht,
teilgeschnitten).
Die Figuren 1 und 2 zeigen einen Profi!verbinder 10 als Einzelteil. Der Basiskörper 11 ist in das Lumen eines Sparrens 20 einfügbar und liegt mit den seitlichen Schraubkanälen im wesentlichen formschlüssig darin. An den Basiskörper 11 ist die Augzunge 13 mit dem Auge 15 angeformt, durch das die Schraube 16 zum Anschrauben des Profilverbinders 10 an den in der Rinne 32 des Traufenprofils 30 liegenden Verbinderstab 35 erfolgen kann. Die Augzunge 13 wird vorteilhaft so an den Basiskörper 11 des· Profilverbinders 10 angeformt, dass eine Abrundung 14 gebildet ist, in die sich die Außenkontur der Rinne 32 einlegen kann. Durch diese Abrundung 14 wird die Verschwenkbarkeit
| Fig. | 1: |
| Fig. | 2: |
| Fig. | 3: |
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des über den Profi!verbinder 10 angeschlossenen Sparrens gegenüber dem Traufenprofil 30 auch über größere Winkelbereiche gewährleistet.
Die Figuren 3 und 4 geben eine Übersicht über die Situation bei einer Anbindung eines (Dach-)Sparrens 20 an ein Traufenprofil 30. Das Sparrenprofil 20, weist einen Grundkörper 21 mit einer Kammer 22 auf, auf die ein Drainageprofil 23 mit innerer Glasleiste 24 eingesetzt ist, dessen den Wärmefluss unterbrechender Steg 25 die äußere Glasleiste 26 trägt, und der zur Wärmeisolation aus einem Kunststoff mit niedriger thermischer Leitfähigkeit besteht. Zwischen das Drainageprofil 23 mit der inneren Glasleiste 24 und der äußeren Glasleiste 26 sind Einfach- bzw. Doppel verglasungen (nicht näher dargestellt) einsetzbar.
In den Grundkörper 21 des Sparrenprofils ist der Profi!verbinder 10 eingesetzt, dessen Höhe der Höhe der Kammer 22 und dessen Breite einschließlich der angeformten Schraubkanäle 12 der Weite der Kammer 22 entsprechen. So kann der Profi!verbinder 10 etwa formschlüssig in die Kammer 22 des Sparrenprofils 20 eingesetzt werden. Mit Schrauben 19 wird der eingesetzte Profi!verbinder 10 mit dem Sparrenprofil 20 fest verbunden. Dabei lassen sich die Schraublöcher durch die Wandung der Kammer 22 mit einer einfachen Bohrschablone an der Baustelle herstellen, so dass es keinerlei besonderen werkseitigen Bearbeitung des Endes des Sparrenprofils 20 bedarf.
Das Traufenprofil 30 weist einen im wesentlichen rechteckigen Grundkörper 31 auf, an den über wärmeisolierende Stege 34 ein Ansetzprofil 33 für die Traufen- oder Regenrinne 39 angesetzt werden kann. Sparrenseitig ist an das Traufenprofil 30 eine angeformte Rinne 32 angeformt, die in einen Verbinderstab 35 einlegbar ist, wobei Rinne 32 und Verbinderstab 35 gleiche, vorteilhaft zumindest teilweise kreisförmige Querschnitte aufweisen. Der Verbinderstab 35 ist so um eine zur Längsachse des Traufenprofils 30 parallele Achse in dieser Rinne 32 verdrehbar. Der Verbinderstab 35 ist mit einer achsparallelen T-Nut 36 versehen, in die ein Mutternstein 37 eingesetzt ist, in den die Schraube 16 zum Herstellen der Sparren-/Traufenprofilverbindung eingeschraubt wird.
Claims (11)
1. Profilverbinder zum Anschließen eines Sparrenprofils (20) an ein Traufenprofil (30), insbesondere für verglaste Eindeckungen von Wintergärten o. dgl., gekennzeichnet durch einen Verbinder (10) mit einem Basiskörper (11), der in den Grundkörper (21) des Sparrenprofils (20) eingeführt und dort festgelegt ist, und an den ein Auge (15) angeformt ist, durch eine an das Traufenprofil (30) angeformte Rinne (32), in die ein Gleitstein eingelegt ist, sowie durch Mittel zum Festlegen des Auges (15) an dem Gleitstein in der Rinne (32).
2. Profilverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitstein mit der Aufnahme für einen Bolzen oder eine Schraube versehen ist.
3. Profilverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitstein als ein in die Rinne (32) eingelegter Verbinderstab (35) ausgebildet ist.
4. Profilverbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt von Rinne (32) und Verbinderstab (35) zumindest teilweise kreisförmig ausgebildet ist.
5. Profilverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gleitstein bzw. dem Verbinderstab (35) eine längsverlaufende, vorzugsweise T-förmig ausgebildete Nut (36) mit einem Muttern- oder Bolzenstein (37) vorgesehen ist, der im wesentlichen formschlüssig in die T-Nut (36) eingesetzt ist.
6. Profilverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen wesentlichen formschlüssig in das offene Ende des Grundkörpers (21) des Sparrenprofils (20) einführbaren Basiskörper (11) des Profilverbinders (10).
7. Profilverbinder nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch an die Seitenwände des Basiskörpers (11) des Profilverbinders (10) angeformte Schraubkanäle (12), mit denen dieser gegen die Innenseiten des Lumens des Grundkörpers (21) des Sparrenprofils (20) abgestützt ist.
8. Profilverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an den Basiskörper (11) des Profilverbinders (10) eine Augzunge (13) zur Aufnahme des Auges (15) angeformt ist, deren Oberseite bündig zur Oberseite des Basiskörpers (10) ausgerichtet ist, während deren Unterseite einen Rücksprung aufweist.
9. Profilverbinder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang vom Basiskörper (11) des Profilverbinders (10) zur Unterseite der Augzunge (13) eine Abrundung (14) aufweist, deren Krümmungsradius zur Außenkrümmung der Rinne (32) korrespondiert.
10. Profilverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Verbinder (10) ein Aluminium-Druckgusskörper vorgesehen ist.
11. Profilverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Verbinder (10) ein Kunststoff-Spritzgusskörper vorgesehen ist, vorzugsweise mit einer Faserverstärkung.
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Publications (1)
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| DE20103520U1 true DE20103520U1 (de) | 2002-04-04 |
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| DE20103520U Expired - Lifetime DE20103520U1 (de) | 2001-02-28 | 2001-02-28 | Profilverbinder zum Anschluss eines Sparrenprofils an ein Traufenprofil |
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| DE (1) | DE20103520U1 (de) |
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