DE20102589U1 - Vorrichtung zum Anschluß elektrischer Bauteile an Kabellitzen - Google Patents
Vorrichtung zum Anschluß elektrischer Bauteile an KabellitzenInfo
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Description
Beschreibung
Anschlußvorrichtung elektrischer Bauteile an Kabellitzen
Herkömmliche Anschlußvorrichtungen, die insbesondere bei Niedervoltlampen und Leuchtdioden Verwendung finden, weisen am anschlussseitigen Ende Bohrungen auf, in die die Kabelenden eingeführt und durch Schraubverbindungen zur Kontaktfuhrung fixiert und gegen Herauslösen gesichert werden, bzw. mit Lötfahnen zum Anschluß an Kabel versehen sind, oder in denen die Anschlußkabel bereits fest mit der Vorrichtung verbunden sind, so daß eine zusätzliche Anschlußverbindung benötigt wird, wobei jeweils ein Abisolieren der anzuschließenden Kabellitzen erforderlich ist. Aufgrund der vorbezeichneten Bauweisen entstehen umständlich zu handhabende, voluminöse, nicht wieder einfach zu lösende und durch die Anzahl der einzelnen Bauglieder in der Herstellung aufwändige Verbindungen, die zudem für den Einsatz im Freien oder in Feuchträumen nur bedingt verwendet werden können, da zusätzliche isolierende Vorkehrungen zu treffen sind.
Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine einfach zu handhabende, gegen Spritzwasser und Feuchtigkeit geschützte Verbindung herzustellen, die durch die Minimierung der Anzahl und Größe der Bauteile kleiner dimensioniert und in der Herstellung kostengünstiger ausgeführt werden kann.
Dieses Problem wird durch die im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Mit der Erfindung wird erreicht, daß durch einfaches Aufstecken der Vorrichtung auf die isolierten Kabellitzen eine elektrisch leitende, gegen zufälliges Herauslösen gesicherte und gegen Spritzwasser und Feuchtigkeit geschützte Verbindung hergestellt wird. Die Handhabung als reine Steckverbindung, die ohne Vor- bzw. Nachbearbeitung der zu verbindenden Bauteile funktioniert, gewährleistet ein äußerst zeitgünstiges Verarbeiten, vermeidet den Einsatz von Werkzeugen und setzt keine besonderen Kenntnisse voraus. Die Anzahl und Dimensionierung
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der erforderlichen Bauteile wird auf ein Minimum reduziert, so daß hierdurch neben einer kostengünstigen Herstellung auch ein weitergehender Anwendungsbereich ermöglicht wird. Aufgrund der einstückigen Bauweise kann eine große Stabilität der Vorrichtung erreicht werden, wobei durch die elastische Ummantelung äußere Einflüsse auf die Verbindung weitestgehend ausgeschlossen werden können und auch von der Verbindung selbst keine Störungen auf angrenzende andere Bauteile einwirken.
Durch die in Schutzanspruch 2 ausgeführten Merkmale ist es möglich, die anzuschließenden Stiftsockellampen oder Leuchtdioden durch Einstecken in die Aufhahmebuchsen elektrisch leitend mit der Vorrichtung zu verbinden und zu fixieren, wobei der Anwendungsbereich sowohl innerhalb geschlossener Bauteile als auch freiliegend gewählt werden kann.
Die Ausgestaltung nach Schutzanspruch 3 verhindert das zufällige Herauslösen der Vorrichtung nach Anspruch 1 aus der Ummantelung, da die hakenförmige Verriegelung in eine entsprechende Aussparung der elastischen Ummanterung eingreift und die Vorrichtung dadurch an der bestimmungsgemäßen Stelle fixiert.
Die Ausgestaltung nach Anspruch 4 ermöglicht durch einfaches Aufstecken der Vorrichtung auf Kabellitzen eine Verbindung zur Verlängerung von Kabellitzen, wobei eine gegen zufälliges Herauslösen gesicherte und gegen Spritzwasser und Feuchtigkeit geschützte Verbindung entsteht, ohne daß die Isolierungsummantelung der Kabellitzen entfernt werden muß. Aufgrund der kleindimensionierten Ausführung und der einfachen Handhabung ist die Vorrichtung auch in Bereichen einsetzbar, die manuell sowie maschinell schwer zugänglich sind, bzw. in denen zusätzliche Isolierungsmaßnahmen nicht ausgeführt werden können. Gleichfalls kann jedoch aufgrund der schlanken Bauweise die Vorrichtung frei sichtbar eingesetzt werden, ohne hierbei optisch störend zu wirken.
Die Ausgestaltung nach Anspruch 5 bietet die Anschlußverteilung einer Zuleitung auf mehrere elektrische Bauteile, sowie die Abzweigung zweier Leitungen bei gleichzeitiger Verlängerung der Zuleitung auf weitere Bauteile. Diese Ausgestaltung kommt zweckmäßigerweise zur Anwendung, wenn einer bereits bestehenden Anschlußverbindung weitere Anschlüsse zugeordnet werden sollen oder eine Zuleitung auf verschiedene Bauteile verzweigt werden soll.
Durch die Durchtrennung einer bereits bestehenden Anschlußverbindung kann die Vorrichtung ohne zusätzliche Arbeitsvorgänge in beliebiger Lage in die durchtrennten Kabellitzen eingesteckt werden, so daß der ursprüngliche Stromfluß ohne Einschränkungen wiederhergestellt ist und zugleich weitere Verbindungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Der Vorteil nach Schutzanspruch 6 liegt in der dadurch ermöglichten stabilen Ausgestaltung der leitenden Verbindung, die erforderlich ist, um die beim Einstecken der Litzen oder der elektrischen Bauteile auftretenden, axial wirkenden Kräfte sicher aufzunehmen, sowie beim Lösen der Verbindung eine Unterbrechung der elektrischen Leitfähigkeit zu verhindern. Zugleich wird die axial oder rechtwinklig ausgeführte Anordnung stabilisiert, so daß die gewünschte Ausrichtung der Kabelführung erhalten bleibt. Die einstückige Ausführung dient ferner der kostengünstigen Herstellung, da zusätzliche Verbindungselemente entfallen und eine gleichbleibende Herstellungsqualität erreicht werden kann.
Das vorteilhafte Merkmal der Ausgestaltung nach Schutzanspruch 7 ist die kegelförmige Ausbildung der Aufsteckdorne, deren Vorteil darin liegt, gegenüber einer stab- oder nadelförmigen Ausbildung eine größere Oberfläche zu besitzen, was zu einer Optimierung der leitenden Verbindung führt. Ferner wird durch die gewählte Ausgestaltung der Druck innerhalb der Kabellitze sowohl auf die einzelnen Litzendrähte als auch auf die die Litze umschließende Isolierung erhöht, so daß der Aufsteckdorn den gegen zufälliges Herauslösen erforderlichen Halt innerhalb der Litze erhält. Durch die in Gegenrichtung zur Kegelspitze angeordnete, jedoch stumpf ausgeführte weitere Kegelform wird verhindert, daß beim Lösen der Verbindung Beschädigungen innerhalb der Litze auftreten. Der Aufsteckdorn weist mehrere, axial hintereinander angeordnete kegelförmige Ausbildungen auf, so daß sich über die gesamte Länge des Aufsteckdornes eine verzahnungsartige Verbindung mit der Kabellitze ergibt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1: Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Anschluß einer 2-poligen Stiftsockellampe an zwei Kabellitzen.
Figur 2: Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Verbindung zweier Kabellitzen mit zwei weiteren Kabellitzen.
Figur 3: Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Anschlußverteilung einer Kabellitze auf drei weitere Kabellitzen.
In der Figur 1 ist eine Vorrichtung zum Anschluß zweier Kabellitzen (2) an eine Sockellampe ( 1) mit zwei stiftförmigen Anschlußelementen (13) und (14) dargestellt. Dort dringt bei Aufstecken der Vorrichtung auf die von einem Isolationsmantel (15) umgebene Kabellitze ( 2) der Aufsteckdorn ( 5) in der Mitte der Kabellitze ein und geht aufgrund der kegelförmigen Ausbildungen (16) eine verzahnungsartige, dauerhafte und leitende Verbindung ein. Durch die kegelförmigen Ausbildungen (16) des Aufsteckdornes wird zugleich mit dem Einstecken der Druck auf den Isolationsmantel (15) der Litze (2) erhöht, so daß der Aufsteckdorn gegen zufälliges Herauslösen gesichert ist. Die elastische Ummantelung (7) der Vorrichtung führt die Litze beim Aufstecken der Vorrichtung zentrisch, fixiert sie nach erfolgtem Aufstecken der Vorrichtung und schützt zugleich die Verbindung gegen Spritzwasser und Feuchtigkeit. Die wulstförmige Ausbildung (17) der Ummantelung gleicht Fertigungstoleranzen des Isolationsmantels der Litze aus und verhindert zuverlässig das Eindringen von Feuchtigkeit in die Vorrichtung. Die anzuschließenden elektrischen Bauteile (1), z.B. 2-polige Stiftsockellampen oder Leuchtdioden, werden durch das Einstecken in die mit den Aufsteckdornen (5) elektrisch leitend verbundenen Aufhahmebuchsen ( 8) befestigt und sind durch ein federndes
Klemmelement ( 9) gegen zufälliges Herauslösen gesichert. Durch die Ausgestaltung der Anschlußbuchsen ( 8) mit einem Verriegelungshaken (10), der in eine entsprechende Ausformung (18) der elastischen Ummantelung einrastet, wird ein Herauslösen der Aufhahmebuchsen ( 8) und der mit diesen verbundenen Aufsteckdorne (5) verhindert. Durch Herausziehen die Kabellitze läßt sich die Verbindung jederzeit werkzeugfrei wieder lösen. Aufgrund der in Gegenrichtung zur Kegelspitze angeordneten, jedoch stumpfwinklig ausgeführten weiteren Kegelform (19) werden Beschädigungen der Litze verhindert. Die Isolationsummantemng der Kabellitze bleibt unversehrt erhalten und die Anschlußvorrichtung kann erneut anderweitig verwendet werden.
In der Figur 2 ist eine Vorrichtung zur Verbindung zweier Kabellitzen (2) mit zwei weiteren Kabellitzen (20) dargestellt. Durch diese Vorrichtung lassen sich die Kabellitzen an beliebiger Stelle verlängern, wobei die jeweiligen Isolationsmäntel (15) der Litzen nicht entfernt werden müssen. Aufgrund der entgegengesetzten Anordnung der untereinander leitend verbundenen Aufsteckdorne ( 5) und (11) wird eine axial ausgerichtete und somit den Leitungsverlauf nicht beeinträchtigende, platzsparende Anordnung ermöglicht. Die wulstförmigen Ausbildungen (17) der elastischen Ummantelung ( 7) der Vorrichtung erlauben durch die aufgrund der vollständigen Umschließung des Isolationsmantels der Litze erreichte Dichtigkeit gegen Staub und Feuchtigkeit einen problemlosen Einsatz der Vorrichtung im Freien oder in Feuchträumen. Da der Außendurchmesser der Vorrichtung lediglich um die Wandstärke der elastischen Ummantelung gegenüber dem Außendurchmesser der Kabellitze erhöht ist, kann die Verbindungsvorrichtung ohne optische Beeinträchtigung auch als sichtbares Verbindungselement eingesetzt werden. Die geringen Abmessungen erlauben auch den Einsatz an manuell sowie maschinell schwer zugänglichen Stellen.
In der Figur 3 ist eine Vorrichtung zur Anschlußverteilung einer Kabellitze (15) auf drei weitere Kabellitzen (20), (21) und (22) dargestellt. Hierbei kann zum einen durch Zwischensetzen der Vorrichtung in einen bestehenden Kabellitzenverlauf (15) und (20) die Möglichkeit zur Abzweigung zweier weiterer Kabellitzen (21) und (22) gegeben werden, zum anderen kann eine Anschluß verteilung von einer Kabellitze (15) auf drei weitere Kabellitzen (20), (21) und (22) erreicht werden. Der Einsatz bietet sich auch hier bei schwer zugänglichen Stellen an, da bei einem bereits bestehenden Kabellitzenverlauf lediglich die Kabellitze durchtrennt werden
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muß und die Vorrichtung ohne Abisolierungsarbeiten auf die entstandenen Kabellitzenenden(15) und (20) aufgesteckt werden kann. Das Aufstecken von bis zu zwei weiteren Kabellitzen (21) und (22) ist ebenfalls ohne zusätzliche Abisolierungsarbeiten bzw. nachträgliche, zusätzliche Isolierungsarbeiten problemlos durchzuführen.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Anschluß elektrischer Bauteile (1) an Kabellitzen (2), mit ersten Anschlußelementen (3) für die elektrischen Bauteile (1) und zweiten Anschlußelementen (4) für die Kabellitzen (2), dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Anschlußelemente (4) mit einer Verzahnung versehene Aufsteckdorne (5) sind, die in lochförmigen Aufnahmen (6) einer elastischen Ummantelung (7) zentrisch angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Anschlußelemente (3) mit den Aufsteckdornen (5) elektrisch leitend verbundene Aufnahmebuchsen (8) mit einem flexiblen Klemmelement (9) zur Aufnahme 2-poliger Stiftsockellampen oder Leuchtdioden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Aufnahmebuchse (8) eine hakenförmige Verriegelung (10) angebracht ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Anschlußelemente (3) zu den Aufsteckdornen (5) entgegengesetzt angeordnete und mit diesen leitend verbundene weitere Aufsteckdorne (11) sind, die in weiteren lochförmigen Aufnahmen (12) der elastischen Ummantelung zentrisch angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Anschlußelemente (3) mit dem Aufsteckdorn (5) elektrisch verbundene und von diesem T-förmig abzweigende Aufsteckdorne (11) sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsteckdorne (5) einstückig mit den ersten Anschlußelementen (3) sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsteckdorne (5) und (11) kegelförmig ausgebildet sind.
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|---|---|---|---|
| DE20102589U DE20102589U1 (de) | 2001-02-14 | 2001-02-14 | Vorrichtung zum Anschluß elektrischer Bauteile an Kabellitzen |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2877501A1 (fr) * | 2004-11-04 | 2006-05-05 | Yves Talaga | Dispositif de connexion pour un cable plat comportant au moins deux fils conducteurs |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4020339A1 (de) | 1989-06-29 | 1991-01-10 | Amp Inc | Verbindervorrichtung zur verwendung bei feinem draht |
| DE29719000U1 (de) | 1997-10-24 | 1999-02-25 | Leber, Hermann, 90455 Nürnberg | Kabelverbinder und damit ausgerüstete Abzweigdose |
| DE19851529A1 (de) | 1998-11-09 | 2000-05-11 | Coninvers Elektrotechnische Bauelemente Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Kontaktierung von einzelnen Litzenleitern |
| DE10012177A1 (de) | 2000-03-13 | 2001-10-31 | Wieland Electric Gmbh | Anschlussvorrichtung |
-
2001
- 2001-02-14 DE DE20102589U patent/DE20102589U1/de not_active Expired - Lifetime
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