B/41.611/70-pb
Dr. Franz Schneider Kunststoffwerke GmbH & Co.KG. Lindenstraße 10-12, 96317 Kronach-Neuses
Frischluftdüseneinrichtung für ein Fahrzeug
Die Erfindung betrifft eine Frischluftdüseneinrichtung für ein Fahrzeug mit zueinander parallel angeordneten und miteinander verbundenen Horizontallamellen und mit zueinander parallel angeordneten und miteinander verbundenen Vertikallamellen, wobei an einer Horizontallamelle ein Verstellgriff verschiebebeweglich angeordnet ist, der mit einer Vertikallamelle zu deren Verschwenkung beweglich verbunden ist.
Derartige Frischluftdüseneinrichtungen sind in verschiedenen Ausbildungen an sich bekannt, sie kommen im Armaturenbrett oder im Frontbereich eines Fahrzeuges, beispielsweise eines Personenkraftwagens, zum Einsatz.
Bei den bekannten Frischluftdüseneinrichtungen sind die einzelnen Bauteile derartig gestaltet, daß ihr Zusammenbau einen nicht zu vernachlässigenden Aufwand darstellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Frischluftdüseneinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher die einzelnen Teile derartig gestaltet sind, daß sie einfach und zeitsparend zusammenbaubar sind, das heißt ein komplettes Stecksystem bilden, wodurch die Montagekosten beim Zusammenbau der Frischluftdüseneinrichtung reduziert sind.
Diese Aufgabe wird bei einer Frischluftdüseneinrichtung der eingangs genannten Art erfrndungsgemäß dadurch gelöst, daß der Verstellgriff ein Griffunterteil und ein mit diesem zusammesteckbares Griffoberteil aufweist, die im zusammengesteckten Zustand die Horizontallamelle umgreifen, wobei zwischen dem Verstellgriff und der Horizontallamelle ein erstes Federelement vorgesehen ist, und daß mit dem Griffunterteil eine Griffgabel schwenkbeweglich verbunden ist, wobei zwischen dem Griffunterteil und der Griffgabel ein zweites Federelement vorgesehen ist, und die Vertikallamelle eine Eingriffachse aufweist, die mit der Griffgabel spielfrei schwenkbeweglich verbunden ist.
Die erfindungsgemäße Frischluftdüseneinrichtung weist den Vorteil auf, daß ihre Einzelteile, das heißt das Griffunterteil, das Griffoberteil, die Griffgabel und das erste und zweite Federelement einfach und zeitsparend zusammensteckbar sind, so daß die Montagekosten entsprechend gering sind. Durch das erste Federelement zwischen dem Verstellgriff und der aktiven Horizontallamelle ergibt sich der Vorteil, daß die Verstellkraft beim Verschieben des Verstellgriffes entlang der Horizontallamelle jederzeit und bei allen Gegebenheiten, wie unterschiedlichen Temperaturen, usw. stets gleich groß ist. Das zwischen dem Griffunterteil und der Griffgabel vorgesehene zweite Federelement ergibt jederzeit ein konstantes Drehmomentverhalten der Griffgabel in Bezug auf das Griffunterteil des Verstellgriffes der erfindungsgemäßen Frischluftdüseneinrichtung, so daß beispielsweise Klappergeräusche zwischen diesen Komponenten verhindert werden.
Um das Griffunterteü und das Griffoberteü zeitsparend zuverlässig zum die entsprechende aktive Horizontallamelle umschließenden Verstellgriff zusammenbauen zu können, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn das Griffunterteil und das Griffoberteil mit aneinander formmäßig angepaßten Schnapp-Rast-Organen ausgebildet sind. Diese Schnapp-Rast-Organe sind begrenzt federnd gestaltet, um eine zuverlässige Verbindung des Griffunterteiles und des Griffoberteiles zum Verstellgriff zu bewirken.
Erfindungsgemäß weist die Griffgabel vorzugsweise zwei seitlich in entgegengesetzte Richtungen wegstehende, axial fluchtende Lagerzapfen auf, und sind das Griffunterteil und das Griffoberteil mit Lagerabschnitten zur spielfreien Lagerung des Lagerzapfens der Griffgabel ausgebildet. Das Griffunterteil ist hierbei zweckmäßigerweise derartig gestaltet, daß vor dem Zusammenbau des Griffunterteiles und des Griffoberteiles zum Verstellgriff die Griffgabel mit ihren Lagerzapfen an den Lagerabschnitten des Griffunterteiles angeordnet und danach das Griffoberteil mit dem Griffunterteü verrastet wird, wobei automatisch und unmittelbar die Griffgabel mit ihren voneinander abgewandten Lagerzapfen an den Lagerabschnitten des Griffunterteües und des Griffoberteües schwenkbeweglich gelagert wird.
Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn das Griffunterteü mittig mit einem Steckabschnitt für das zweite Federelement ausgebüdet ist. Das zweite Federelement kann spazierstockartig gebogen einen am besagten Steckabschnitt des Griffunterteües festlegbaren Befestigungsabschnitt und einen federnd gegen einen zu den beiden Lagerzapfen koaxialen Schwenkrücken der Griffgabel gezwängten Federabschnitt aufweisen.
Die den Verstellgriff aufweisende aktive HorizontaüameUe kann mit Führungsböcken ausgebüdet sein, die sich an den beiden Hauptflächen der Horizontallamelle,
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vorzugsweise mittig, gegenüber liegen. Eine solche Ausbildung weist den Vorteil auf, daß der VerstellgrifF auf Umschlag verbaubar ist, d. h. durch diese symmetrische Gestaltung mit den mittigen Führungsböcken der Horizontallamelle ist ein Verdrehen des Verstellgriffes um 180° möglich, ohne daß sich hierdurch die Verstelleigenschaften ändern.
Die aktive Horizontallamelle der erfindungsgemäßen Frischluftdüseneinrichtung kann an einer Längsschmalfläche mittig mit einem Lagerbock für das erste Federelement ausgebildet sein. Das erste Federelement kann eine am Lagerbock festklemmbare federnde Befestigungsklemme aufweisen, von der seitlich zwei Federabschnitte wegstehen, die miteinander einen stumpfen Winkel einschließen und die im zusammengebauten Zustand federnd gegen das Griffunterteil gezwängt sind.
Die erfindungsgemäße Betätigungseinrichtung zur wunschgemäßen Verstellung der miteinander verbundenen Horizontallamellen und zur Verstellung der miteinander verbunden Vertikallamellen besteht aus wenigen zusammensteckbaren Einzelteilen, wodurch der Vorteil einer kostengünstigen Montage erzielt wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die von der Griffgabel seitlich in entgegengesetzte Richtungen wegstehenden, axial miteinander fluchtenden Lagerzapfen integrale Bestandteile der Griffgabel sind, so daß zusätzliche Stahlstifte, wie sie bislang zur Anwendung gelangen, entbehrlich sind. Bei einer entsprechend kleinen Dimensionierung der Dicke des Verstellgriffes ist in vorteilhafter Weise eine Reduzierung des Abstandes der Horizontallamellen zueinander möglich. Durch das zwischen dem Griffunterteil und der Griffgabel vorgesehene zweite Federelement wird ein solches Drehmoment erzeugt, daß ein unerwünschtes Klappern der Griffgabel zuverlässig vermieden wird, wie bereits weiter oben erwähnt worden ist.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Frischluftdüseneinrichtung für ein Fahrzeug bzw. wesentlicher Einzelheiten derselben. Es zeigen:
Fig. 1 wesentliche Teile der Frischluftdüseneinrichtung in einer perspektivischen
Explosionsdarstellung, wobei von der Frischluftdüseneinrichtung nur eine, d. h. die aktive Horizontallamelle und eine, d. h. die aktive Vertikallamelle verdeutlicht ist,
Fig. 2 eine Ansicht der Frischluftdüseneinrichtung bzw. wesentlicher Teile
derselben in Blickrichtung von oben, wobei drei Horizontallamellen sowie die aktive Vertikallamelle verdeutlicht sind,
Fig. 3 A eine Ansicht in Blickrichtung des Pfeiles III in Fig. 2 von der Seite auf die
besagten drei Horizontallamellen und die eine Vertikallamelle, wobei der Verstellgriff mit den Horizontallamellen nach unten verschwenkt ist,
Fig. 3B eine der Fig. 3 A entsprechende Seitenansicht, wobei der Verstellgriff und
die Horizontallamellen ihre Grundstellung einnehmen, und
Fig. 3C eine den Fig. 3A und 3B entsprechende Seitenansicht, wobei der
Verstellgriff mit den Horizontallamellen nach oben verschwenkt sind.
Fig. 1 zeigt in einer räumlichen Explosionsdarstellung eine (aktive) Horizontallamelle 10 einer Frischluftdüseneinrichtung für ein Fahrzeug, einen von einem Griffunterteil 12 und einem Griffoberteil 14 gebildeten Verstellgriff, der im zusammengebauten Zustand die aktive Horizontallamelle 10 umgreift, und eine
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Griffgabel 16, die einerseits mit dem Griffunterteil 12 und andererseits mit einer (aktiven) Vertikallamelle 18 schwenkbeweglich verbunden ist.
Die jede Horizontallamelle 10 weist zwei seitliche, voneinander abgewandte und miteinander axial fluchtende Lagerzapfen 20 auf, mittels welchen die/jede Horizontallamelle 10 der Frischluftdüseneinrichtung in einer Gehäuseöffnung eines nicht gezeichneten Gehäuses der Frischluftdüseneinrichtung schwenkbeweglich gelagert ist. Die/jede Horizontallamelle 10 weist außerdem einen Zapfen 22 auf. Die Zapfen 22 dienen zur schwenkbeweglichen Verbindung der Horizontallamellen 10 der Frischluftdüseneinrichtung.
Die zum simultanen Verstellen aller Horizontallamellen 10 vorgesehene aktive Horizontallamelle 10 ist mit Führungsböcken 24 ausgebildet, die sich an den beiden gegenüberliegenden Hauptflächen 26 der Horizontallamelle 10 gegenüberliegen. Die Führungsböcke 24 dienen zur spielfreien verschiebe beweglichen Aufnahme des Griffoberteiles 14.
Die dem Griffunterteil 12 zugewandte Längsschmalfläche 28 der aktiven Horizontallamelle 10 ist mittig mit einem Lagerbock 30 für ein erstes Federelement ausgebildet. Das erste Federelement 32 weist eine am Lagerbock 30 festklemmbare federnde Befestigungsklemme 34 und zwei von der Befestigungsklemme 34 seitlich in entgegengesetzte Richtung wegstehende Federabschnitte 36 auf. Die beiden Federabschnitte 36 schließen miteinander einen stumpfen Winkel ein und sind im zusammengebauten Zustand des Griffunterteiles 12 und des Griffoberteües 14 zum Verstellgriff 38 (siehe die Fig. 2 und 3A bis 3C) federnd gegen eine Widerlagerfläche des Griffunterteiles 12 gezwängt.
Die/jede Vertikallamelle 18 ist oberseitig und unterseitig mit Lagerzapfen 42 ausgebildet, die voneinander abgewandt miteinander axial fluchten. Jede Vertikallamelle 18 weist außerdem eine Aussparung 44 auf, die durch einen zylindrischen Steg 46 überbrückt ist. Mit Hilfe der zylindrischen Stege 46 sind alle Vertikallamellen 18 miteinander verbunden und simultan um die Lagerzapfen 42 herum verschwenkbar. Die aktive Vertikallamelle 18 ist außerdem mit einer Aussparung 48 ausgebildet, die von einer Eingriffachse 50 überspannt ist. Die Eingriffachse 50 ist zu der durch die Lagerzapfen 42 festgelegten Schwenkachse der Vertikallamelle 18 parallel orientiert.
Die Griffgabel 16 weist zwei Gabelzinken 52 auf, die von einer Basis 54 der Griffgabel 16 begrenzt federnd wegstehen. Zwischen den beiden Gabelzinken 52 ist ein Spalt 56 festgelegt, der zur Aufnahme der Eingriffachse 50 der Vertikallamelle 18 dient. Im zusammengebauten Zustand liegen die Gabelzinken 52 an der Eingriffachse 50 federnd an.
Von der Basis 54 der Griffgabel 16 stehen seitlich gegenüberliegend integral Lagerzapfen 58 in entgegengesetzte Richtungen weg, die miteinander axial fluchten und eine Schwenkachse festlegen, um welche die Griffgabel 16 in bezug auf das Griffunterteil 18 verschwenkbar ist.
Zwischen der Griffgabel 16 und dem Griffunterteil 18 des Verstellgriffes 38 ist ein zweites Federelement 60 vorgesehen. Das zweite Federelement 60 ist spazierstockartig gebogen mit einem Befestigungsabschnitt 62 und einem Federabschnitt 64 ausgebildet. Der Befestigungsabschnitt 62 ist mit einem abgewinkelten Profil gestaltet. Das Griffunterteil 12 ist mittig mit einem Steckabschnitt 66 ausgebildet, der einen Einsteckschlitz 68 für den abgewinkelten Befestigungsabschnitt 62 aufweist.
Im zusammengebauten Zustand ist der Federabschnitt 64 des zweiten Federelementes gegen einen Schwenkrücken 70 der Basis 54 der Griffgabel 16 gezwängt.
Das Griffunterteil 12 ist mit Schnapp-Rast-Organen 72 und das Griffoberteil 14 ist mit daran formmäßig angepaßten Schnapp-Rast-Organen 74 ausgebildet, die zum mechanisch festen Verbinden des Griffunterteiles 12 und des Griffoberteiles 14 zum Verstellgriff 38 dienen, wobei sich die aktive Horizontallamelle 10 durch den Verstellgriff 18 spielfrei gleitbeweglich und durch das erste Federelement 32 federnd hindurch erstreckt.
Das Griffunterteil 12 ist mit zwei sich seitlich gegenüberliegenden Lagerabschnitten 76 und das Griffoberteil 14 ist mit zwei sich seitlich gegenüberliegenden Lagerabschnitten 78 ausgebildet. Die Lagerabschnitte 76 und die Lagerabschnitte 78 dienen im zusammengebauten Zustand des Griffunterteiles 12 und des Griffoberteiles 14 zum Verstellgriff 38 zur spielfreien und gleitbeweglichen Lagerung der beiden Lagerzapfen der Griffgabel 16.
Fig. 2 zeigt drei voneinander beabstandete und zueinander parallele Horizontallamellen 10, von welchen eine (aktive) Horizontallamelle 10 mit dem Verstellgriff 38 kombiniert ist, der entlang der besagten aktiven Horizontallamelle 10 linear verstellbar ist. Diese Verstellbarkeit ist in Fig. 2 durch den Doppelpfeil 80 verdeutlicht.
Der Verstellgriff 38 ist über die Griffgabel 16 mit einer (aktiven) Vertikallamelle 18 wirkverbunden, um alle miteinander verbundene Vertikallamellen 18 bei einer Verschiebung des Verstellgriffes 18 in Richtung des Doppelpfeiles 80 wunschgemäß simultan zu verschwenken.
Gleiche Einzelheiten sind in Fig. 2 mit denselben Bezugsziffern wie in Fig. 1 bezeichnet, so daß es sich erübrigt, in Verbindung mit Fig. 2 alle diese Einzelheiten noch einmal detailliert zu beschreiben. In Fig. 2 ist nur eine, d. h. die aktive Vertikallamelle 18 dargestellt, wobei es sich versteht, daß die Frischluftdüseneinrichtung eine Anzahl Vertikallamellen 18 sowie eine Anzahl Horizontallamellen 10 aufweist.
Die Fig. 3A, 3B und 3C verdeutlichen drei voneinander verschiedene Schwenkstellungen des Verstellgriffes 38 und somit drei verschiedene Schwenkstellungen der Horizontallamellen 10, von welchen nur drei Horizontallamellen 10 zeichnerisch dargestellt sind.
Gleiche Einzelheiten sind auch in den Fig. 3A, 3B und 3 C mit denselben Bezugsziffern wie in Fig. 1 bezeichnet, so daß es sich erübrigt, in Verbindung mit den Fig. 3A bis 3C alle diese Einzelheiten noch einmal detailliert zu beschreiben.
Die Figuren zeigen außerdem ein Einlegeteil 82, das als U-förmiger Bügel mit innenliegenden Rastorganen 84 versehen ist. Das Einlegeteil 82 ist in einer am Rand des Griffoberteiles 14 umlaufenden Rille 86 anordenbar und mit Hilfe der Rastorgane 84 mit dem Griffoberteil 14 fest verbindbar. Das Einlegeteil 82 dient als gestalterisches Element, es besteht beispielsweise aus einem Metall wie Chrom oder dergleichen.
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Bezugsziffernliste:
10
10 Horizontallamelle
12 Griffunterteil (von 38)
14 Griffoberteü (von 38)
16 Griffgabel (für 18)
18 Vertikallamelle
20 Lagerzapfen (von 10)
22 Zapfen (von 10)
24 Führungsböcke (an 26)
26 Hauptflächen (von 10)
28 Längsschmalfiäche (von 10)
30 Lagerbock (an 28)
32 erstes Federelement (zwischen 10 und 12)
34 Befestigungskämme (von 32)
36 Federabschnitte (von 32)
38 Verstellgriff (an 10)
40 Wiederlagerfläche (in 12 für 36)
42 Lagerzapfen (von 18)
44 Aussparung (in 18)
46 zylindrischer Steg (an 44)
48 Aussparung (in 18)
50 Eingriffachse (an 48 für 16)
52 Gabelzinken (von 16)
54 Basis (von 16)
56 Spalt (zwischen 52)
58 Lagerzapfen (von 16)
60 zweites Federelement (zwischen 12 und 16)
62 Befestigungsabschnitt (von 60)
64 Federabschnitt (von 60)
66 Steckabschnitt (von 12)
68 Einsteckschlitz (an 66)
70 Schwenkrücken (von 54)
72 Schnapp-Rast-Organe (von 12)
74 Schnapp-Rast-Organe (von 14)
76 Lagerabschnitte (von 12)
78 Lager abschnitte (von 14)
80 Doppelpfeil
82 Einlegeteil (für 14)
84 Rastorgane (an 82)
86 Rille (in 14 für 82)