DE2009926B - Vorrichtung zum Portionieren von Flüssigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zum Portionieren von FlüssigkeitenInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Portionieren von Flüssigkeiten, bestehend aus einer aus
einem elastischen Material gebildeten, mit einem Tauchrohr ausgestatteten Flasche und einem mit dem
Hals der Flasche fest verbundenen oder auf ihm lösbar aufsetzbaren, durchsichtigen oder durchscheinenden
Portionierbehälter, der eine sich übe· seinen ganten
Querschnitt erstreckende, mittels eint Abdichtkappe verschließbare Ausgießöffnung und Markierungslinien
für die Ablesung der Menge der in ihm enthaltenen Flüssigkeit aufweist und in den ein lotrechtes,
oben verschlossenes, mit einer seitlichen Ausströmöffnung ausgestattetes, mit dem Tauchrohr
verbundenes Standrohr hineinragt.
Im Frisierbetrieb, bei der Verwendung von Kosmetika,
Waschmitteln usw. kommt es häufig vor, daß Chemikalien, welche z. B. der Friseur zur Behandlung
der Haare benötigt, dosiert werden müssen, d. h. es muß eine gewisse vorgeschriebene Portion eines
Präparates zu einer Behandlung verwendet werden. Die einfachste Dosierung und zugleich die teuerste ist
eine fertig abgepackte vorbestimmte Portion in einer Flasche, welche für eine Behandlung genau ausreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verschließbare Vorrichtung zu schaffen, mit der eine
Mehrzahl von Portionen von frei wählbarer Größe abgegeben werden können.
Es ist eine aus elastischem Material bestehende Dosierflasche mit einem Tauchrohr bekannt, deren
Hals einen durchsichtigen, mit Markierungslinien versehenen Dosierbehälter trägt. Von dem Dosier-Wvilter
geht eine zunächst dicht verschlossene Gieß' schnauze aus. Erst wenn Flüssigkeit abgefüllt werden
soll, wird die Spitze der Gießschnauze abgeschnitten. Für eine leicht verdunstende Flüssigkeit, z. B, Alkohol
oder Parfüm, ist daher diese Dosierungsflasche nicht geeignet.
Eine andere bekannte Vorrichtung zum I ortionieren von Flüssigkeiten besteht aus einer Flasche aus
elastischem Material, deren Hals einen nach außen durch einen Deckel verschließbaren Meßraum einschließt,
der mit dem Tnnenraum der Flasche durch pin Steigrohr verbunden ist. Innerhalb des Meßraumes
weist das Steigrohr eine öffnung auf, die in einer Höhe liegt, die der Füllhöhe der gewünschten Flüssigkeit
im Meßraum entspricht. Nach Abnehmen des Deckels kann die abgemessene Flüssigkeitsmenge aus
dem Meßraum ausgegossen werden. Da die im Meßraum gelegene öffnung des Steigrohres stets unverschlossen
ist, kann die in der Flasche enthaltene Flüssigkeit durch diese öffnung hindurch verdunsten oder
unbeabsichtigt in den Meßraum austreten.
Eine weitere bekannte Vorrichtung zum Portionieren von Flüssigkeiten ist mit einem in den Hals einer
aus einem starren Material bestehenden Flasche fest eingesetzten undurchsichtigen Portionierbecher ausgestattet,
in den ein mit dem Steigrohr verbundenes, oben verschlossenes, mit einer seitlichen Ausströmöffnung
ausgestattetes Standrohr hineinragt. Der Portionierbecher kann mit einer Abdichtkappe verschlossen
werden, von deren oberer Abdeckwand drei konzentrische Zylindermäntel ausgehen. Der
außen gelegene Zylindermantel weist ein Gewinde zum Aufschrauben der Abdichtkappe auf den Hals
der Flasche auf, der innen gelegene Zylindermantel deckt bei aufgeschraubter Abdichtkappe die Ausströmöffnung
des Standrohias ab, und der mittlere Zylindermantel liegt so dicht an der Innenfläche des
Portionierbechers an, daß beide wie Kolben und Zylinder zusammenarbeiten. Dies hat zur Folge, daß
beim Hochschrauben der Abdichtkappe in dem von ihr und von dem Portionierbecher begrenzten Raum
ein Unterdruck entsteht, durch den Flüssigkeit aus der Flasche in den Portionierbecher gesaugt wird.
Soll der Portionierbecher entleert werden, muß jedesmal vorher die Abdichtkappe von der Flasche abgenommen
werden.
Ziel der Erfindung ist, bei einer Poruoniervorrichtung.
bei der die Ausgießöffnung des Portionierbehälters und die Ausflußöffnung des Steigrohres durch
eine gemeinsame Kappe verschlossen werden, ein solches häufiges Abnehmen der Abdichtkappe zu vermeiden.
Hierzu schlägt die Erfindung vor, daß bei einer Vorrichtung zum Portionieren von Flüssigkeiten der
eingangs beschriebenen Bauart die kegelförmige, elastisch verformbare Abdichtkappe einen unteren
Randwulst hat, der bei auf den Portionierbehälter aufgesetzter Abdichtkappe in eine Ringnut am oberen
Ende des Portionierbehälters eingreift, daß die Abdichtkappe nach unten durchdrlickbar ist und daß
sie an ihrer Spitze eine mit einer Ausströmöffnung ausgestattete, zylindrische Ausbuchtung aufweist,
durch die bei auf den Portionierbehälter aufgesetzter, nach unten durchgedrückter Abdichtkappe die seit'
liehe Ausströmöffnung des in den Portionierbehälter hineinragenden, mit dem Tauchrohr verbundenen
Standrohres abgedeckt wird.
Diese neuartige Ausführungsform der Abdichtkappe bringt den Vorteil, daß sie nur zwecks Reini-
gung des Portionierbehälters von diesem abgenommen werden muß, da dessen Entleerung bei nach
oben ausgestülpter Abdeckkappe durch die an der Spitze der Abdichtkappe vorgesehene Ausströmöffnung
durch Kippen der Vorrichtung erfolgen kann. Bei Nichtgebrauch der Vorrichtung wird die aufgesetzte
Abdichtkappe nach innen umgestülpt, so daß sie mit der an ihrer Spitze vorgesehenen zylindrischen
Ausbuchtung die Ausströmöffnung der Abdichtkappe zwecks Vermeidung einer Verdunstung und
Verstaubung oder eines durch unbeabsichtigtes Zusammendrücken der Flasche erfolgenden Austretens
der in der Flasche befindlichen Flüssigkeit abdeckt.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigt im einzelnen
F i g. 1 die Flasche und den Portionierbehälter,
F i g. 2 die zugehörige Abdichtkappe in ausgestreckter Lage,
F i g. 3 die auf den Portionierbehälter aufgesetzte Abdichtkappe in ausgestreckter Lage,
F i g. 4 die auf den Portionierbehälter aufgesetzte Abdichtkappe in eingedrückter Lage.
Auf den Hals einer aus einem elastischen Material bestehenden, mit Flüssigkeit gefüllten Flasche 1 ist
ein durchscheinender oder durchsichtiger Portionierbehälter 2 aufgeschraubt, der mit Markierungslinien
5 für die Ablesung der Menge der in ihm enthaltenen Flüssigkeit versehen ist. In das Flascheninnere
ragt ein Tauchrohr 3, z. B. ein Schlauch, dessen oberes Ende mit dem oberen Ende eines Kanals 6 verbunden
ist, der in dem Portionierbehälter 2 mittig ansteigt und oben abgedeckt ist. Das obere Ende des
Kanals 6 ist mit einer seitwärts gerichteten Ausströmöffnung 4 ausgestattet.
Durch das Zusammendrücken der elastischen Flasche 1 wird aus ihr Flüssigkeit durch das Tauchrohr
3, den Kanal 6 und die Ausströmöffnung 4 in den Portionierbehälter 2 befördert, bis sich dort die
gewünschte, an den Markierungslinien S ablesbare Flüssigkeitsmenge angesammelt hat. Durch Kippen
der Vorrichtung kann die in dem Portionierbehälter angesammelte Flüssigkeitsmenge durch die Ausgießöffnung
7 α ausgegossen werden.
ία Der Portionierbehälter 11 hat eine angenähert zylindrische
Form und ist oben über seinen ganzen Querschnitt offen. Dadurch wird seine Reinigung erleichtert.
Zum Verschließen des Portionierbehälters
11 dient eine aus einem elastischen Material bestehende Abdeckkappe 12, die angenähert die Form
eines nach außen und oben gerichteten Kegels hat. Die untere Kante der Abdeckkappe 12 ist als Wulst
13 ausgebildet, mit dem die aufgtsetzte Abdeckkappe
12 in eine außen am oberen Teil des Portionierbehälters 11 gelegene Ringnut 14 eingreift. Die in kegeliger
Form auf den Portionierbehälter 11 aufgesetzte Abdeckkappe 12 verhindert ein Umherspritzen von
Flüssigkeit beim Fördern aus der Flasche 1 in den Portionierbehälter 11. Die Abdeckkappe weist innen
an ihrer Spitze eine mit einer Lüftungsöffnung 16 versehene Ausbuchtung 15 auf. Wird nach beendetem
Portioniervorgang die elastische Abdeckkappe 12 nach unten durchgedrückt, umschließt die Ausbuchtung
15 den oberen Teil des Kanals 6 und deckt
dessen Ausströmöffnung 4 ab. Außerdem kann der Portionierbehälter 11 bei einer der F i g. 3 entsprechenden
Stellung der Abdeckkappe 12 durch Kippen der Vorrichtung durch die öffnung 16 hindurch entleert
werden. Die Entleerung kann auch bei abgenommener Abdeckkappe 12 erfolgen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Portionieren von Flüssigkeiten, bestehend aus einer aus einem elastischen Material gebildeten, mit einem Tauchrohr ausgestatteten Flasche und einem mit dem Hals der Flasche fest verbundenen oder auf ihm lösbar aufsetzbaren, durchsichtigen oder durchscheinenden Portionierbehälter, der eine sich über seinen ganzen Querschnitt erstreckende, mittels einer Abdichtkappe verschließbare Ausgießöffnung und Markierungslinien für die Ablesung der Menge der in ihm enthaltenen Flüssigkeit aufweist und in den ein lotrechtes, oben verschlössenes, mit einer seitlichen Ausströmöffnung ausgestattetes, mit dem Tauchrohr verbundenes Standrohr hineinragt, dadurch gekennzeichnet, daß die kegelförmige, elastisch verformbar^ Abdichtkappe (12) einen unteren Randwulst (13) hat, der bei auf den Portionierbehälter (11) aufgesetzten Abdichtkappe in eine Ringnut (14) am oberen Ende des Portionierbehälters eingreift, daß die Abdichtkappe nach unten durchdrückbai ist und daß sie an ihrer Spitze eine mit einer Ausströmöffnung (16) ausgestattete, zylindrische Ausbuchtung \15) aufweist, durch die bei auf den Portionierbehälter aufgesetzter, nach unten durchgedrückter Abdichtkappe die seitliche Ausströmöffnung (4) des in den Portionierbehälter hineinragenden, mit dem Tauchrohr (3) verbundenen Standrohres (6) abgedeckt wird.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0037022A1 (de) * | 1980-04-02 | 1981-10-07 | Cheung Tung Kong | Bedarfsweise nach Entsicherung leicht ausgebender Verschluss für Flüssigkeitsbehälter |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0037022A1 (de) * | 1980-04-02 | 1981-10-07 | Cheung Tung Kong | Bedarfsweise nach Entsicherung leicht ausgebender Verschluss für Flüssigkeitsbehälter |
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