DE2008817B2 - Verfahren zum Abtrennen elektrischer Kontaktdrähte - Google Patents
Verfahren zum Abtrennen elektrischer KontaktdrähteInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abtrennen elektrischer, auf ein Bauelement angelöteter
oder angeschmolzener Kontaktdrähte durch Abschmelzen mittels Gleichstromes in genau bestimmter
Entfernung von der Kontaktierstelle.
Metallische Drähte, die mit elektrischen Kontakten von Bauelementen, wie beispielsweise Transistoren
oder Dioden, oder von integrierten Schaltungen verbunden werden, sollen oft während oder nach diesem
Kontaktiervorgang in ihrer Länge reduziert werden, d. h., die freien Drahtenden sollen abgeschnitten werden.
Dies wurde bei bekannten Verfahren bisher mechanisch von Hand durchgeführt. Dadurch entsteht
aber nach dem Anbringen des Drahtes an dem elektrischen Kontakt ein Zeitverlust, da ein Draht nicht nahezu
gleichzeitig an einen Kontakt angeschmolzen oder angelötet und an seinem überstehenden freien
Ende mechanisch von Hand gekürzt werden kann. Dieser Zeitverlust ist vor allem bei einer Massenfertigung
unerwünscht. Weiterhin hat es sich gezeigt, daß das mechanische Abtrennen von Drahtenden ungenau
ist und daher oft zu Ausfällen führt. Ferner wird durch
das mechanische Abtrennen der Kontakt geschwächt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das ein
möglichst genaues und schnelles Abtrennen von Drahtenden bei elektrischen Bauelementen erlaubt.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß durch einen in einer Lagerung schwenkbaren Kontaktstift
zwischen diesem und dem elektrischen Draht ein elektrischer Kontakt hergestellt und das nicht verbundene
Ende des elektrischen Drahtes abgetrennt wird.
Es ist zwar schon ein Verfahren zur Herstellung von Drahtzäunen aus Maschendraht bekannt (USA.-Patentschrift
2 955 192), welches die Einfassung derselben mittels eines Metallrahmens betrifft, wobei
Drahtenden mittels eines elektrischen Bogens abgetrennt und miteinander sowie mit dem Metallrahmen
verschweißt werden. Ein Kontaktstift ist quer zu den Drahtenden, parallel zum Metallrahmen des Zaunes
beweglich angebracht, wodurch bei linearer Anordnung der zu verschweißenden Drahtenden eine Arbeitszeitverkürzung
erreicht wird.
Weiterhin ist eine Vorrichtung zur Herstellung von elektrisch leitenden Litzenstücken bekannt (deutsche
Auslegeschrift 1 148671), welche von einer Dtzenvorratirolle
Drahtstücke dadurch abteilt, daß zu bd-
den Seiten der Trennstelle metallische Halterungsklemmen
angelegt und mit genügend hohen? Strom beschickt werden, so daß der dazwischen befindliche
Draht durchschmilzt.
Außerdem ist eine Vorrichtung zur Kontaktierung
ίο dünner Drähte mit mehreren Kontaktstellen einer
kreisförmigen Grundplatte bekannt (USA-Patentschrift 2 662 153), wobei der Kontaktdraht alle Kontakte
miteinander verbindet. Soll die Verbindung zweier benachbarter Kontakte unterbrochen werden,
so wird an diese Kontakte eine Spannung gelegt, die
bei Stromfluß den dünnen Draht durchschmilzt.
Des weiteren ist ein Verfahren zum automatischen Durchschneiden von drahtförmigem Gut auf SchneH-wickelvorrichtungen
mit mindestens zwei Spulen be-
kannt (deutsche Offenlegungsschrift 1 959377) wobei
das Gut zum Zeitpunkt seines Durchschneidens mit zwei an eine Stromquelle angeschlossenen Elektroden
in Berührung gebracht wird, um eine Teillange des Gutes kurzzuschließen und dadurch diese Teil-
länge durch Erhitzen zum Schmelzen zu bringen.
Schließlich ist eine Vorrichtung zum Abtrennen von
elektronen Leitungsdrähten auf eine vorgeschriebene Länge mittels elektrischen Stromes bei Halbleiterbauelementen
bekannt (USA.-Patentschrift 3 048 689), wobei diese Vorrichtung ein metallisches
Heizteil und eine diesem Heizteil angepaßte Elektrode enthält, welche beide selektiv mit Strom zu beschicken
sind, der abzutrennende Leitungsdrahte, die mit der Elektrode und dem Heizteil in Berührung stehen,
durchschmilzt.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird es ermöglicht,
bei elektrischen Bauelementen gleichzeitig das eine freie Ende des elektrischen Kontaktdrahtes
eines elektrischen Bauelementes mit einem Kontakt zu verbinden und das andere freie Ende abzuschmel-
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt
Es zeigt
Fig. 1 eine Darstellung des erfindungsgemaßen
Verfahrens mit einem Schaltplan,
Fi g. 2 eine Draufsicht auf einen nach diesem Verfahren
bearbeiteten Halbleiterkörper.
Durch einen Transformator 1 wird eine Wechselspannung von 220 Volt auf 6 Volt transformiert. Der
Wechselstrom wird durch Gleichrichter gleichgerichtet. Der Kondensator 3 dient zur Aufrechterhaltung
einer gleichbleibenden Spannung während des Abschmelzvorganges an einem freien Drahtende. Durch
das Potentiometer 4 kann die Spannung verändert werden, während der Widerstand 5, der etwa 1 Ω
groß ist, das Verbrennen des drehbar gelagerten Kontaktstiftes 6 bei einem Kurzschluß verhindert.
Zunächst wird der Draht 7 durch die Kontaktierdüse 10 gehalten. Der Draht 7 wird dabei durch die Kontaktierdüse 10 lediglich geführt, aber nicht festgeklemmt. Durch die Kontaktierdüse 10 wird eine Kugel 13, die mit einer aus der Düse 11 ausströmenden Wasserstoffflamme an den Draht 7 angeschmolzen wird, auf den Körper 8 gedrückt, der beispielsweise ein Halbleitersystem aus Silicium ist. Nach dem Kontaktieren des Drahtes 7 mit dem Körper 8 wird der Draht 7. wie in der F i g. 1 gestrichelt dargestellt, zum
Zunächst wird der Draht 7 durch die Kontaktierdüse 10 gehalten. Der Draht 7 wird dabei durch die Kontaktierdüse 10 lediglich geführt, aber nicht festgeklemmt. Durch die Kontaktierdüse 10 wird eine Kugel 13, die mit einer aus der Düse 11 ausströmenden Wasserstoffflamme an den Draht 7 angeschmolzen wird, auf den Körper 8 gedrückt, der beispielsweise ein Halbleitersystem aus Silicium ist. Nach dem Kontaktieren des Drahtes 7 mit dem Körper 8 wird der Draht 7. wie in der F i g. 1 gestrichelt dargestellt, zum
Leiterband 9 geführt, und dort ebenfalls kontaktiert. Hierzu ist die Kontaktierdüse 10, wie durch die Pfeile
20 und 21 angedeutet, beweglich ausgebildet. Die Düse 11 kann entsprechend geführt werden.
Nach dem Kontaktieren des Drahtes 7 mit dem Leiterband 9 weist der Draht 7 noch ein Drahtende
12 auf, das abgetrennt werden soM. Hierzu wird zunächst die Kontaktierdüse in der Fig. 1 nach oben
gefahren, so daß nur noch ein kleines Stück des Drahtendes 12 in der Kontaktierdüse verbleibt. Der Kontaktstift
6 wird, wie in der Fig. I durch den Pfeil 23
angedeutet, in die in dieser Figur dargestellte Lage gedreht. Bei der Berührung des Kontaktstiftes 6 mit
dem Drahtende 12 wird der Stromkreis zwischen den Punkten 15 und 16 geschlossen, und das Drahtende *5
12 durch Gleichstrom abgeschmolzen.
Durch die Düse 11, deren Wasserstoff flamme durch einen Mikroschalter auslösbar ist, kann ein
Draht nur auf einer begrenzten Länge abgeschmolzen werden, da sonst durch die hohe Temperatur die gesamte
Anordnung beschädigt würde. Das elektrische Abschmelzen von Drahtenden erlaubt dagegen ein
einfaches und genaues Verfahren, bei dem nicht die Gefahr einer Zerstörung der Anordnung besteht.
In der Fig. 2 wird, in welcher für sich entsprechende
Teil die gleichen Bezugszeichen verwendet werden wie in der Fig. 1, eine nach der vorliegenden
Erfindung hergestellte Anordnung gezeigt. Eine auf einem Leiterband 19 vorgesehene Halbleiteranordnung
8 ist über Drähte 7 mit verschiedenen Leiterbändern 9 verbunden. Bei einer derartigen Anordnung
können überstehende Drahtenden 12 der einzelnen Drähte 7 leicht durch das angegebene Verfahren
abgetrennt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Abtrennen elektrischer, auf ein Bauelement angelöteter oder angeschmolzener
Kontaktdrähte durch Abschmelzen mittels Gleichstromes in genau bestimmter Entfernung
von der Kontaktierstelle, dadurch gekennzeichnet,
daß durch einen in einer Lagerung schwenkbaren Kontaktstift zwischen diesem und dem elektrischen Draht ein elektrischer Kontakt
hergestellt und das nicht verbundene Ende des elektrischen Drahtes abgetrennt wird.
2 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Durchcchmelzen benötigte
Gleichstrom aus einem Kondensator (3) und einer Serienschaltung von zwei Widerständen
(4, 5) gezogen wird, wobei der eine der beiden Widerstände (4, 5) ein Potentiometer (4) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2008817A DE2008817B2 (de) | 1970-02-25 | 1970-02-25 | Verfahren zum Abtrennen elektrischer Kontaktdrähte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2008817A DE2008817B2 (de) | 1970-02-25 | 1970-02-25 | Verfahren zum Abtrennen elektrischer Kontaktdrähte |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2008817A1 DE2008817A1 (de) | 1971-09-09 |
| DE2008817B2 true DE2008817B2 (de) | 1974-07-18 |
Family
ID=5763348
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2008817A Pending DE2008817B2 (de) | 1970-02-25 | 1970-02-25 | Verfahren zum Abtrennen elektrischer Kontaktdrähte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2008817B2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3311256A1 (de) * | 1983-03-28 | 1984-10-11 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Vorrichtung und verfahren zum nailhead-kontaktieren eines bauelements |
-
1970
- 1970-02-25 DE DE2008817A patent/DE2008817B2/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2008817A1 (de) | 1971-09-09 |
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