DE2008526A1 - Verfahren zum Trennen von Aluminiumoxyd von den in Aluminiumoxyd enthaltenden Sanden oder Erzen enthaltenen kieselsäurehaltigen Materialien - Google Patents
Verfahren zum Trennen von Aluminiumoxyd von den in Aluminiumoxyd enthaltenden Sanden oder Erzen enthaltenen kieselsäurehaltigen MaterialienInfo
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- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
- Silicon Compounds (AREA)
Description
Verfahren zum Trennen von Aluminiumoxyd von den in Aluminiumoxyd enthaltenden Sanden
oder Erzen enthaltenen kieselsäurehaltigen
Materialien ■ ■
Die Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren zum Trennen von vergesellschaftetem Hydrargillit (AlJD-χ.»3 HoO) vom
in Hydrargillit enthaltenden Sanden und Aluminiumoxyd enthaltenden
Erzen enthaltenen kieselsäurehaltigen Material, bei welchem zu einer Aufschlämmung des Rohmateriales zum Zwecke der Förderung
der Trennung und des Absetzens des Siliciumdioxydes ein
Reaktionsmittel zugegeben wird. Als Reaktionsmittel wird ein Oxydationsmittel verwendet. Dabei wird vorzugsweise Natriumhypochlorit,
Natriumpyro ρ hosphat und Ammoniumhydroxyd oder Trinatriumphosphat
gewählt, wobei Natriumhypochlorit besonders bevorzugt ist.
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•Die Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Verfahren zum
Aufbereiten von Aluminiumoxyd enthaltenden Sanden und betrifft im besonderen ein Verfahren zum Trennen von Hydrargillit
(AIoO,.3 HpO) vom in Hydrargillit enthaltenden Sanden enthaltenen
kieselsäurehaltigen Material. .
Die Aluminiumgrundindustrie umfaßt typischerweise 2 Arbeitsgänge.
Beim ersten Arbeitsgang wird Rohbauxit in Aluminiumoxyd hoher Reinheit überführt, und zwar im allgemeinen durch das
Bayer-Verfahren, und beim zweiten Arbeitsgang wird das Aluminiumoxyd hoher Reinheit durch das Hai!-Verfahren zu Aluminiummetall
reduziert. Das Bayer-Verfahren besteht im allgemeinen aus dem Aufschließen von Bauxit mit Ätznatronlösung zum Lösen des
Aluminiumoxydes und Trennen desselben von Verunreinigungen im Erz. Das gelöste Aluminiumoxyd wird dann aus der Lösung gefällt,
filtriert, getrocknet und schließlich calciniert, wodurch das reine Aluminiumoxyd zur Verwendung als Wannen- beziehungsweise
Pfannenbeschiokungsmaterial (pot feed material) erhalten wird.
Der erste Arbeitsgang soll in der Weise durchgeführt werden, daß der Siliciumdioxydgehalt des Aluminiumoxyd enthaltenden
Materialee vor dem Calcinieren auf weniger als 10%, vorzugsweise auf 5$ oder weniger, vermindert wird. Materialien mit größeren
Silioiumdioxydmengen können zu ernsthaften verfahrenstechnischen
Problemen, beispielsweise zum Verschmutzen der bei der Calcinierungsetufe verwendeten Trommeln, führen. Bisher wurden
Aluminiumoxyd enthaltende Sande, insbesondere Hydrargillit enthaltende Sande, wegen der großen Mengen von darin enthaltenem
Siliciumdioxyd und des Unvermögens, den Siliciumdioxydgehalt vor der Calcinierung in wirtschaftlicher Weise auf einen annehmbaren
Wert zu verringern, technisch nicht als Rohmaterial verwendet.
Die Erfindung liefert ein praktisches und wirtschaftliches
Verfahren zum Aufbereiten von Aluminiumoxyd enthaltenden Sanden vor der Caloinierung zur Erzeugung eines Wünnenbesohickungealuminiumoxydes
hoher Reinheit. Im besonderer, liefert die Er-
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findtmg ein wirksames Verfahren zum physikalischen Trennen von
Hydrargiliit vom in Hydrargillit enthaltenden Sanden enthaltenen kieselsäurehaltigen Material.
Gegenstand der Erfindung ist ein "Verfahren zum Trennen von
Aluminiumoxyd von den in Aluminiumoxyd enthaltenden Sanden oder Erzen enthaltenen kieselsäurehaltigen Materialien durch
Aufschlämmen des Sandes oder Erzes in Wasser, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß der Aufschlämmung ein Oxydationsmittel
in einer zur Förderung der Trennung und des Absetzens des kieselsäurehaltigen Materiales ausreichenden Menge einverleibt
wird.
Erfindungsgemäß wird die Trennung durch Aufschlämmen des
Sandes in Wasser und einem Reaktionsmittel und SedimenfcLerenlassen
beziehungsweise Ausscheidenlassen des schwereren Siliciumdioxydes bewerkstelligt. Die dünne Aufschlämmung mit
einem Gehalt an einer Suspension des leichteren Hydrargillites zusammen mit dem feinen, jedoch schwereren kieselsäurehaltigen
Material wird dann in einen Zentrifugalscheider geringer Kraft,, in welchem das schwerere kieselsäurehaltige Material von der
Hydrargillitsuspension getrennt wird, eingebracht. Der Hydrargillit wird aus der Suspension mittels eines Zentrifugais eheiders
hoher Kraft gewonnen.
Das im erfindungsgemäßen Verfahren bevorzugt verwendete
Reaktionsmittel ist Natriumhypochlorit (NaOOl). Das Natriumhypochlorit wird normalerweise zum Wasser vor dem Vermischen
desselben mit dem Sand unter Erzielung einer Konzentration von 0,003 bis 6 Gew.-% zugegeben, wobei die optimale Konzentration
0,012 bis 0,014 Gew.-%, insbesondere 0,012 Gew.-%, beträgt.
In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann das Reaktionsmittel entweder Trinatriumphosphat in einer Konzentration
von 0,003 bis 6 Gew.-%, vorzugsweise 0,015 Gew.-%, im Wasser
oder Natriumpyrophosphat in einer Konzentration von 0,003 bis 0,1 Gew.-% im Wasser und Ammoniumhydroxyd in einer Konzen-
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tration von 0,003 bis 6 Gew.-% im Wasser sein. Die optimalen
Konzentrationen des Natriumpyrophosphates und Ammoniumhydroxydes sind 0,008 beziehungsweise 0,02 Gew.-%.
Das erfindungsgemäße Verfahren ergibt ein Produkt mit einem
Gehalt an 92% oder mehr Aluminiumoxyd, 5% oder weniger Siliciumdioxyd
(auf Trockenbasis) und 3% freiem Wasser. Gegebenenfalls kann vor dem Versand das freie Wasser durch Leiten
des Produktes durch einen bei einer Temperatur von nicht über 137»8°C (280°F) arbeitenden Trockner entfernt werden. Im Anschluß
an das Calcinieren kann das gereinigte Aluminiumoxyd als Wannenbeschickungsmaterial in das Hall-Verfahren eingeführt
werden.
Andere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden ausführlichen Beschreibung.
Die Erfindung wird im folgenden speziell in Bezug auf die Behandlung von Hydrargillit (Al2Ox.3 HpO) enthaltenden Sanden
zur Erzielung eines Produktes mit niedrigem Siliciumdioxydgehalt, welches zu einem tfannenbeschickungsaluminiumoxyd hoher
Reinheit calciniert werden kann, beschrieben. Es ist jedoch klar, daß das beschriebene Verfahren auch zum Aufbereiten von
anderen Formen von Aluminiumoxyd enthaltenden Sanden und Erzen vor der Calcinierung angewandt werden kann.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann das Rohmaterial zuerst zum Zerkleinern von Agglomeraten der
Sand/Hydrargillit-Mischung durch eine Hammermühle geleitet werden. Organischer Abfall beziehungsweise Schund, Geroll,
Schlamm- beziehungsweise Lehmklumpen und dergleichen werden von der gepulverten Mischung durch Leiten derselben durch ein Sieb
mit einer Maschenweite von 0,84 bis 9|4 nu& (2 to 20 mesh screen)
entfernt.
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Der Siebdurchgang wird mit Wasser mit einem Gehalt an einer
wäßrigen Lösung des erwünschten Reaktionsmittels zu einer Auf r schlämmung vermischt. Die Wassermenge, welche zur Herstellung
der Aufschlämmung verwendet wird, ist nicht kritisch und kann ohne nachteilige Wirkungen auf die Trennung des Siliciumdioxydes
vom Aluminiumoxyd stark variieren. Eine Aufschlämmung mit einem Gehalt an etwa 15 "bis 20 Gew.-% Feststoffen wird
häufig bei der Durchführung der Erfindung verwendet.
Bei der bevorzugten Verfahrensweise zum !Trennen des
Siliciumdioxydes wird eine verdünnte wäßrige Losung von Natriumhypochlorit
(NaOOl) zum Wasser vor dem Vermischen desselben mit dem Sand zugegeben. Die Konzentration des Natriumhypochlörites
im Wasser kann 0,003 bis 6 Gew.-% betragen. Eine Natriumhypochloritkonzentration
von über etwa 6% hat die nachteilige Wirkung, daß sie das Inlösunggehen von übermäßig viel Aluminiumoxyd
herbeiführt, während eine Konzentration von weniger als etwa 0,003% sich als wenig Wirkung bezüglich der Förderung der
Trennung des Siliciumdioxydes vom Aluminiumoxyd aufweisend erwies. Die wirksamste Trennung des Siliciumdioxydes ergibt sich,
wenn das Reaktionsmittel zum Wasser unter Erzielung einer Natriumhypoehloritkonzentration von 0,012 bis 0,014 Gew.-% zugegeben
wird, wobei die optimale Konzentration 0,012 Gew.-% beträgt.
Das Reaktionsmittel wird normalerweise als 5%-ige
ITatriumhypochloritlösung in das Wasser eingebracht.
Die den Siebdurchgang und das Natriumhypochloritreaktionsmittel
enthaltende Aufschlämmung wird gerührt beziehungsweise geschüttelt und dann absetzen gelassen. Es kann zusätzliche
Natriumhypochloritlösung gerade vor oder während des Rührens beziehungsweise
Schütteins zugegeben werden, um die erwünschte Konzentration des Reaktionsmitbels in der Aufschlämmung aufrechtzuerhalten.
Das kieselsäurehaltige Material in Form von Sandf welches im wesentlichen frei von Hydrargillit ist, stellt
den schwereren unteren Teil der abgesetzten Feststoffe dar und kann vom Absetzbehälter entfernt werden. Das verbliebene sus-
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pendierte Material kann als dünne Aufschlämmung mit einem überwiegend aus Hydrargillit und zu Λ2% oder weniger aus Siliciumdioxyd bestehenden Feststoffgehalt dekantiert oder abgesaugt
beziehungsweise abgehebert werden. Sie dünne Aufschlämmung wird dann durch einen Zentrifugalscheider geringer Kraft geleitet, um den Siliciumdioxydgehalt welter zu vermindern und ein
Produkt mit einem Gehalt an 5% oder weniger Siliciumdioxyd auf
Trookenbasis zu erhalten. Der Hydrargillit wird aus der Suspension mit Hilfe eines Zentrifugalscheidera hoher Kraft gewonnen.
Die verbliebene Flüssigkeit kann mit zusätzlichem Natriumhypochlorit behandelt und noch einmal verwendet werden.
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann das aufgeechlämmte Rohmaterial mit einer verdünnten wäßrigen Lösung
von Ammoniumhydroxyd und Natriumpyrophosphat behandelt werden.
Bas Reaktionsmittel wird zum Wasser vor dem Vermischen mit dem'
Siebdurchgang unter Erzielung einer Natriumpyrophosphatkonzentration von 0,003 bis 0,1 Gew.-% und einer Ammoniumhydroxydkonzentration von 0,003 bis 6 Gew.-% zugegeben. Als optimale
Konzentration des Ammoniumhydroxydea im Wasser wurde etwa 0,02 Gew.-% und als optimale Konzentration des Natriumpyrophosphat es etwa 0,008 Gew.-% festgestellt. Die mit dem Reaktionsmittel behandelte Aufschlämmung wird absetzen gelassen
und die Hydrargillitsuspension wird wie oben beschrieben zentrifugiert, wodurch sich ein Produkt mit einem niedrigen Siliciumdioxydgehalt von etwa 4 bis 5% ergibt.
In einer noch weiteren Ausführungsform der Erfindung wird die Trennung und das Absetzen des Siliciumdioxydes durch Verwendung von Trinatriumphosphat als Reaktionsmittel gefördert.
Ee wird eine verdünnte wäßrige Lösung von Trinatriumphosphat su Wasser unter Erzielung einer Konzentration von 0,003 bis
6 Gew.-# zugegeben, wobei die optimale Konzentration etwa
0,015 Gew.-% 1st. Der Aluminiumoxyd enthaltende Sand wird im
Trinatriumphosphat enthaltenden Wasser aufgeschlämmt und die
Aufschlämmung wird gerührt beziehungsweise geschüttelt und ab-
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sezten gelassen. Die Suspension wird zuerst in einem Scheider
geringer Kraft und dann in einem Scheider hoher Kraft wie.oben
"beschrieben zentrifugiert, wodurch ein aufbereitetes Produkt
mit einem Gehalt" an 6% oder weniger Siliciumdioxyd erhalten wird.
Die Gewinnung des aufbereiteten Aluminiumoxydes kann durch Zugabe eines Flockungsmittels, welches die Trennung der Aluminiumoxydteilchen
durch Zentrifugalkraft in der Endstufe des Verfahrens erleichtert, erleichtert werden. Ein bevorzugtes
Flockungsmittel ist ein Aminacetatsalz. Das Aminacetatsalz kann zum Wasser getrennt vom Reaktionsmittel vor dem Vermischen mit
dem Sand oder Erz in einer Konzentration von 0,001 bis 0,1 Gew.-% zugegeben werden, wobei die bevorzugte Konzentration
etwa 0,004 Gew.-% ist.
Es wurde festgestellt, daß die Verwendung eines Flockungsmittels eine mittelmäßig nachteilige Wirkung auf die Trennung
des Siliciumdioxydes hat. Beispielsweise hat das unter Verwendung eines Natriumhypochloritreaktionsinittels und eines Aminacetatsalzes
erhaltene Produkt einen Siliciumdioxydgehalt von etwa 4- bis 6%, während das unter Verwendung eines Trinatriumphosphatreaktionsmittels
und eines Aminacetatsalzes erhaltene Produkt einen Siliciumdioxydgehalt von etwa 5 bis 8% haben kann.
Daher ist es klar, daß die Verwendung eines Flockungsmittels fakultativ ist und die Erfindung nicht hierauf beschränkt ist.
Das durch das erfindungsgemäße Verfahren erhaltene aufbereitete
Aluminiumoxydprodukt kann zur Entfernung de· freien Wassers durch einen mit einer Höchsttemperatur von 137»8°0
(2800F) arbeitenden Trockner geleitet werden. Wenn das Produkt
ohne Entwässerung versandt wird, kann das freie Wasser durch Trocknen und Calcinieren am Ort der Anlage vor der Verwendung
als Wannenbeschickungsaluminiumoxyd entfernt werden.
Ein einzigartiges Merkmal des obigen Verfahrens ist die am Anfang erfolgende Behandlung der Aufschlämmung mit einem
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Reaktionsmittel, vorzugsweise Natriumhypochlorit, zur Förderung
der Trennung und des Absetzens des kieselsäurehaltigen Llateria-
les. Der genaue Mechanismus, durch welchen das kieselsäurehaltige
Material vom Aluminiumoxyd getrennt wird, ist nicht völligklar,
es kann jedoch davon ausgegangen werden, daß dies von der starken Oxydationswirkung des Reaktionsmittels herrührt.
Es ist allgemein anerkannt, daf sich Hydrargillit durch Witterungseinwirkungen
und "bakteriologische Wirkungen bildet und es ist wahrscheinlich, daß die einzelnen Hydrargillitteilchen mit
irgendeinem organischen Material, welches normalerweise die Trennung des Hydrargillites vom Siliciumdioxyd störend beeinflußt,
überzogen oder vergesellschaftet beziehungsweise verbunden
werden. Die Oxydationswirkung des Reaktionsmittels kann das störende organische Material zerteilen (disperse), um eine
Trennung des Hydrargillites vom Siliciumdioxyd in der Aufschlämmung zu fördern. Das Aufbereiten von Aluminiumoxyd enthaltendem
Sand ist in Abwesenheit des Oxydationsmittels viel weniger wirksam und eine einfache Wasseraufschlämmung ergibt
normalerweise ein Produkt mit einem Gehalt an 9 bis 14% oder mehr Siliciumdioxyd, welches unzweckmäßig zu calcinieren ist.
Es ist klar, daß die Erfindung nicht auf den beschriebenen Mechanismus beschränkt ist und dieser nur als eine mögliche Erklärung
für die tatsächlichen Ergebnisse, welche durch Verwendung der Reaktionsmittel nach der Erfindung erhalten werden,
angegeben wurde.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden nicht als Beschränkung
aufzufassenden Beispiele näher erläutert.
In diesem Beispiel wurde Natriumhypochlorit bei der Behandlung eines Hydrargillit enthaltenden Sandes mit einem Gehalt an
etwa 20% Hydrargillit und 80% Siliciumdioxyd verwendet. Nach
dam Durohleiten des Rohmaterialea durch eine Hammermühle und
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Aussieben des organischen Abfalles, des Gerölles und der Schlammklumpen wurde das Rohmaterial mit Wasser zu einer Aufschlämmung
mit etwa 20 Gew.-% Feststoffen vermischt. Es wurde eine 5%-ige Natriumhypochloritlösung zum Wasser vor dem Aufschlämmen
unter Erzielung einer Natriumhypochloritkonzentration von etwa 0,012 bis 0,014- Gew.-% zugegeben. Die behandelte
Aufschlämmung wurde gründlich gerührt beziehungsweise geschüttelt
und absetzen gelassen. Nach dem Dekantieren des suspendierten Materiales als dünne Aufschlämmung wurde der Siliciumdioxydgehalt
der Feststoffe zu etwa 12% festgestellt. Diese dünne
Aufschlämmung wurde dann durch einen Zentrifugalscheider geringer Kraft geleitet, um weitere Mengen des schwereren Siliciumdioxydes
zu entfernen, und der Hydrargillit wurde unter Verwendung einer Zentrifuge hoher Kraft gewonnen; Das entstandene
Produkt enthielt etwa 4% Siliciumdioxyd.
Das cbige erfindungsgemäße Beispiel wurde unter Zugabe eines
Aminacetatsalzes als Flockungsmittel wiederholt. Die Konzentration
des Salzes im Wasser betrug etwa 0,004 Gew.-%. Das erhaltene
Produkt enthielt etwa 5% Siliciumdioxyd.
In diesem erfindungsgemäßen Beispiel wurden Ammoniumhydroxyd
und Natriumpyrophosphat an Stelle des Natriumhypoehlorites bei der Behandlung einer Aufschlämmung des in den vorhergehenden Beispielen
verwendeten Hydrargillit enthaltenden Sandes auf Wasserbasis verwendet. Die Konzentration des Natriumpyrophosphates
im Wasser wurde auf etwa 0,008 Gew.-% und die Konzentration des
Ammoniumhydroxydes auf 0,02 Gew.-% gehalten. Die behandelte Aufschlämmung
wurde absetzen gelassen und dann wie im Beispiel 1■
durch einen Zentrifugalscheider und eine Zentrifuge hoher Kraft
geleitet. Das entstandene Produkt enthielt etwa 5% Silicium-
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dioxyd,
In diesem erfindungsgemäßen Beispiel wurde als Reaktionsmittel Trinatriumphosphat in einer Konzentration von etwa
0,015 Gew.-% im Wasser verwendet. Die damit hergestellte Aufschlämmung
des in den vorhergehenden Beispielen verwendeten Hydrargillit enthaltenden Sandes wurde gerührt "beziehungsweise
geschüttelt und absetzen gelassen. Die Suspension wurde durch einen Scheider geringer Kraft und einen Scheider hoher Kraft
geleitet, wodurch ein Produkt mit einem Gehalt an etwa 5%
Siliciumdioxyd erhalten wurde.
Die im Beispiel 4 beschriebene Ausführungsform, bei der Trinatriumphosphat als Reaktionsmittel verwendet wurde, wurde
unter Zugabe eines Aminacetatsalzes in einer Konzentration von 0,004 Gew.-% in Wasser wiederholt. Das erhaltene Produkt
enthielt etwa 7% Siliciumdioxyd.
Patentansprüche
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Claims (13)
1.) Verfahren zum Trennen von Aluminiumoxyd von den in
Aluminiumoxid enthaltenden Sanden oder Erzen enthaltenen kieselsäurehaltigen Materialien durch Aufschlämmen des
Sandes oder Erzes in Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß man der Aufschlämmung ein Oxydationsmittel in einer zur
Förderung der Trennung und des Absetzens des kieselsäurehaltigen Materiales ausreichenden Menge einverleibt.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Oxydationsmittel in einer Konzentration von
0,003 bis 6 Gew.-% in der Wasserphase der Aufschlämmung verwendet.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Oxydationsmittel ein Hypohalogenit, vorzugsweise
ein Alkalihypochlorit, insbesondere Natriumhypochlorit, verwendet.
4-.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet,
daß man das. Natriumhypochlorit in einer Konzentration von 0,012 bis 0,014 Gew.-% in der Wasserphase der Aufschlämmung
verwendet.
5·) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Oxydationsmittel ein Alkalipyrophosphat, vorzugsweise Natriumpyrophosphat, und Ammoniumhydroxyd verwendet.
6.) Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 5j dadurch gekennzeichnet,
daß man das Natriumpyrophosphat in einer Konzentration von 0,003 bis 0,10 Gew.-%, vorzugsweise etwa
0,008 Gew.-%, in der Wasserphase der Aufschlämmung verwendet
.
7.) Verfahren nach Anspruch 1, 2, 5 oder 6, dadurch gekennzeich-
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net, daß man das Ammoniumhydroxyd in einer Konzentration von 0,003 "bis 4- Gew«-%, vorzugsweise etwa 0,02 Gew.-%>,
in der Wasserphase verwendet.
8.) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Oxydationsmittel ein Trialkaliphosphat,
vorzugsweise Trinatriumphosphat, verwendet.
vorzugsweise Trinatriumphosphat, verwendet.
9.) Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß man das Trinatriumphosphat in einer Konzentration
von etwa 0,015 Gew.-% in der Wasserphase der Aufschlämmung verwendet.
10.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet,
daß man der Aufschlämmung auch ein Flockungsmittel
einverleibt.
einverleibt.
11.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Flockungsmittel ein Aminacetatsalz
in einer Konzentration von 0,001 bis 0,1 Gew.-?o in der Wasserphase der Aufschlämmung· verwendet.
in einer Konzentration von 0,001 bis 0,1 Gew.-?o in der Wasserphase der Aufschlämmung· verwendet.
12.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß man die schwereren Siliciumdioxydfeststoffe
von der Aufschlämmung absetzen läßt und die verbliebene Suspension zur weiteren Verminderung des Siliciumdioxydgehaltes zentrifugiert.
von der Aufschlämmung absetzen läßt und die verbliebene Suspension zur weiteren Verminderung des Siliciumdioxydgehaltes zentrifugiert.
13.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die erhaltene Aluminiumoxydsuspension zur
Gewinnung des Aluminiumoxydes durch einen Zentrifugalscheider hoher Kraft leitet.
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Applications Claiming Priority (1)
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| US80402369A | 1969-03-03 | 1969-03-03 |
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Family
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- 1969-03-03 US US804023A patent/US3630351A/en not_active Expired - Lifetime
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- 1970-02-24 DE DE19702008526 patent/DE2008526A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
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Legal Events
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