DE2007822A1 - Granate mit unterkalibriertem Kern - Google Patents
Granate mit unterkalibriertem KernInfo
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Description
Dr. Hugo WHcken
Dipi. - ing. T;-.omas Wilcken
Dipi. - ing. T;-.omas Wilcken
f-, :-orivvälte
24 Lübcc:-., Brille Straße 52-54 . n , "
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Fernruf 7 58 88 19. i" 6 5. 1970
3009-70
BREVETS AERO-MECAHIQUES S.A. ·
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Granate mit unterkalibriertem Kern.
Die Erfindung betrifft die Granaten mit
unterkalibriertem Kern, wobei dieser Ausdruck zusammengesetzte
Granaten bezeichnet, welche als Hauptteile einen unterkalibrierten Kern hoher Dichte mit einer (abgestumpften oder nicht
abgestumpften) Spitze, welche gegebenenfalls Bestandteile
mitfuhrt, welche diesem Kern eine Explosions-, Brand- oder Spurfunktion erteilen, einen hinter diesem Kern liegenden
Boden, welcher den Kern zu Beginn seiner Bahn begleitet
aber sich anschlieesend von ihm trennt, und eine den unterkalibrierten Kern aus sen umgebende Haube besitzen, welche
insbesondere der Patrone wenigstens angenähert die Lange
einer Patrone mit normaler Granate (d.h. einer Granate, deren aktiver Teil das Kaliber der Waffe besitzt) geben soll, so dass die Patrone mit einer Granate mit unterkalibriertem Kern ohne weiteres in einer Waffe benutzt werden kann, welche mit einer fur eine Patrone gleichen Kalibers mit normaler-Granate ausgebildeten Zubringeryorrichtung versehen ist, wobei die Haube so ausgebildet ist, dass sie beim Abschuss in sehr kurzer Entfernung von der Abschusswaffe abgetrennt wird,
mitfuhrt, welche diesem Kern eine Explosions-, Brand- oder Spurfunktion erteilen, einen hinter diesem Kern liegenden
Boden, welcher den Kern zu Beginn seiner Bahn begleitet
aber sich anschlieesend von ihm trennt, und eine den unterkalibrierten Kern aus sen umgebende Haube besitzen, welche
insbesondere der Patrone wenigstens angenähert die Lange
einer Patrone mit normaler Granate (d.h. einer Granate, deren aktiver Teil das Kaliber der Waffe besitzt) geben soll, so dass die Patrone mit einer Granate mit unterkalibriertem Kern ohne weiteres in einer Waffe benutzt werden kann, welche mit einer fur eine Patrone gleichen Kalibers mit normaler-Granate ausgebildeten Zubringeryorrichtung versehen ist, wobei die Haube so ausgebildet ist, dass sie beim Abschuss in sehr kurzer Entfernung von der Abschusswaffe abgetrennt wird,
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so dass der unterkalibrierte Kern freigegeben wird, welcher allein seinen Weg in Richtung auf das visierte Ziel fortsetzt.
Die Erfindung betrifft im besonderen,
wenn auch nicht ausschliesslich, von derartigen Granaten Kleinkalibergranaten (mit einem zwischen 20 und 50 mm liegenden Kaliber) und insbesondere Granaten, welche zum Abschuss
mit eines Feuerwaffe mit einem innen gezogenen Lauf bestimmt sind, d.h. einer Waffe, welche der Granate bei ihrem Weg in
dem innen gezogenen Lauf eine Drehbewegung um ihre Achse erteilt.
Vor der Erläuterung der Erfindung sei
daran erinnert, dass derartige Granaten gewiesen Bedingungen genügen müssen, von denen insbesondere die wesentliche Bedeutung
eines dichten Schutzes der inneren Teile der Granate und die Notwendigkeit der Verhinderung einer Zerstörung ihrer
Haube vor dem Abschuss angeführt werden können, wobei diese Notwendigkeit Vorsichtsmaßnahmen zur Berücksichtigung der
heftigen plötzlichen Beschleunigungen bedingt, welchen die
Patrone(und somit auch die Granate) bei ihrer Einführung in die Waffe ausgesetzt ist, und welche hauptsachlich auf den
unterkalibrierten Kern wirken, so dass, da sich der Kern nach dem Austritt aus dem Lauf der Waffe von den Boden und der Haube
der Granate trennen können soll, die Gefahr einer unzeitigen Beschädigung der Haube besteht.
Die Erfindung bessweckt insbesondere, derartige Granaten so auszubilden, dass sie die obigen Bedingungen
besser erfüllen.
Die erfindungsgemasse Granate mit unterkalibriertem
Kern ist dadurch gekennzeichnet, dass ein axiales Spiel zwischen dem Vorderende ihres unterkalibrierten
Kerne und dem diesem gegenüberliegenden Teil der Innenwand ihrer Haube besteht, dass ihre Haube alt ihrer Hinterkante mit
einer querliegenden Schulter ihres Bodens in Berührung steht, derart, dass die Haube und der Boden einen vollständig geschlossenen
Raum mit genau bestimmten axialen Abmessungen abgrenzen, weloher zum gröesten Teil von dem unterkalibrierten
Kern der Granate eingenommen wird, dass durch den Abschuss
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unwirksam gemachte Verriegelungsmittel jede gegenseitige axiale Verschiebung des unterkalibrierten Kerns und der Haube verhindern,
insbesondere bei der Ankunft der Patrone in der Patronenkammer der Waffe, und dass bei einer mit einem Führungsring
zur Erzielung einer Drehbewegung versehenen Granate zwangsläufig wirkende Mittel eine drehfeste Verbindung zwischen dem
unterkalibrierten Kern und dem Boden der Granate herstellen.
Die obigen Mittel zur axialen Verriegelung und die Mittel zur drehfesten Verbindung können entweder
getrennt sein oder zusammenfallen.
Ferner ist die Haube der Granate vorzugsweise so ausgebildet, dass sie ein verhältnismässig widerstandsfähiges
Vorderende besitzt, welches nach hinten durch einen weniger widerstandsfähigen Mantel verlängert wird, welcher
Einschnitte aufweist, welche ihm eine gewisse Zerbrechlichkeit erteilen, so dass bei der Zerstörung der Haube nach
dem Austritt aus dem Lauf der Abschusswaffe diese Zerstörung an dem hinteren Abschnitt der Haube beginnt und nach dem widerstandsfähigeren
Vorderende der Haube fortschreitet, wobei dieses Zerstörungsverfahren insbesondere den Vorteil bietet,
den Durchtritt der (noch mit ihrer in Zerstörung begriffenen Haube versehenen) Granate durch die Mündungsbremse der Waffe
zu erleichtern.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber erläutert.
Fig. 1 zeigt, zum Teil in Seitenansicht und zum Teil im .Axialschnitt, eine erste.Ausfuhrungsform
einer erfindungsgemässen Granate mit einem Führungsring und
einem unterkalibrierten Kern.
Fig. 2 ist eine Ansicht auf das Vorderende der Granate.
Fig· 3 zeigt in gleicher Darstellung wie
Fig. 1 eine zweite Ausfuhrungsform einer erfindungsgemäesen
Granate mit einem Führungsring und einem unterkalibrierten Kern.
Fig. A zeigt in einer zur Hälfte axial geschnittenen Seitenansicht eine dritte Ausführungsform
einer erfindungsgemaseen. Granate mit einem Führungsring und
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einem unterkalibrierten Kern·
Pig. 5 zeigt eine Teilansicht einer
vierten Ausführungsform einer derartigen erfindungsgemässen
Granate in grb'sserem Maßstab, in einer geschnittenen Seitenansieht·
Die in Fig. 1 dargestellte, eine Drehbewegung ausführende Granate besitzt einen unterkalibrierten
Panzerkern 1 aus einem Material hoher (vorzugsweise über 15 liegender) Dichte, z.B. Wolfram, welcher nach vorn durch eine
konische Spitze 1a, verlängert wird, welche abgerundet oder
abgestumpft sein kann, einen leichten Boden 2 (z.B. aus Aluminiumleichtlegierung),
dessen Durchmesser grosser als der des unterkalibrierten Kerns 1 ist, und welcher gleichzeitig
als hintere Abstützung für den unterkalibrierten Kern 1 und als Träger wenigstens eines Führungsrings 3 dient, welcher
der Granate in dem innen gezogenen lauf der Abschusswaffe eine Drehung erteilt, und eine verhältnismassig leichte zerbrechliche
(zweckmässig aus einem wärmehärtenden Kunststoff, z.B. "Nylon" bestehende) Haube 4» welche den unterkalibrierten
Kern 1 aussen umhüllt und so ausgebildet ist, dass sie die auf die Granate vor dem Abschuss wirkenden Beanspruchungen
(insbesondere Transporthandhabungen, Fall auf die Spitze, Bewegung in der Zubringervorrichtung der Abschusswaffe, Einführung
in die Patronenkammer der Waffe) sowie die Beanspruchungen beim Abschuss in dem lauf der Waffe aushalten kann und
nach dem Austritt der Granate aus dem Lauf sich selbsttätig zerstört, wodurch der unterkalibrierte Kern 1 freigegeben
wird, welcher dann allein seinen Flug auf das anvisierte Ziel fortsetzt (da der Boden 2 auf seiner Bahn gebremst wird).
Eine derartige Granate mit unterkalibriertem Kern ist nun erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet,
dass ein axiales Spiel j zwischen dem Vorderende dee
unterkalibrierten Kerns 1 und dem diesem Vorderende gegenüberliegenden Abschnitt der Innenwand der Haube 4 vorhanden
ist, wobei «£eh die Haube 4 mit ihrer Hinterkante 4a mit
einer querliegenden Schulter 2a des Boden 2 in Berührung steht, wobei durch den Abschuss unwirksam gemachte Verriegelungsmittel
Jede gegenseitige axiale Verschiebung zwischen dem Kern
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und der Haube 4 verhindern, insbesondere bei der Ankunft der
Patrone in der Patronenkammer der Waffe, wobei Mittel zur zwangsläufigen drehfesten Verbindung des Kerns 1 mit dem Boden
2 vorgesehen sind.
Der Boden 2 besitzt vorzugsweise eine
vordere Verlängerung kleineren Durchmessers 2b, in weiche der
hintere Abschnitt des Kerns 1 mit Gleitsitz eintreten kann,
so dass er von der Verlängerung gehalten wird, an deren Basis
zweckmässig öffnungen 5 ausgebildet sind, welche den Eintritt
von Luft hinter dem Kern 1 gestatten, wenn dieser sich von dem Boden 2 zu trennen beginnt.
Die Befestigung der Haube 4 an dem Boden
2 erfolgt zweckmassig durch Aufschrauben des Hinterendes der (j
Haube auf den vorher mit Gewinde versehenen Abschnitt kleineren Durchmessers des Bodens 2, wobei die Haube bis zum Anschlagen
aufgeschraubt wird, damit tatsächlich eine dichte Berührung zwischen der Hinterkante 4a der Haube 4 und der Schulter
2a des Bodens hergestellt wird, wobei dann die Schulter in der Ebene der Verbindung zwischen dem Boden 2 und seiner Verlängerung
kleineren Durchmessers 2b liegt.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis 3 sind
zunächst zwei Ausfuhrungsformfin beschrieben, bei welchen die
Mittel zur axialen Verriegelung und die Mittel zur drehfesten Verbindung verschieden sind.
Die Verriegelungsmittel, welche den Kern
1 gegenüber der Haube 4 vor dem Abschuss festhalten sollen, "
können zweckmässig durch einen Schlitzring 6 gebildet werden,
welcher radial durch die bei der Drehung der Granate auftretenden Fliehkräfte aufgeweitet werden kann und in der
Ruheβteilung zum Teil in einem in dem hinteren Abschnitt des
Kerns 1 ausgebildeten kreisförmigen Einschnitt 1b und zum Teil in der Nut 7 liegt, welche von der Vorderkante des Abschnitts
kleineren Durohme»sere 2t>
des Bodens 2 und durch einen inneren Absatz des hinteren Abschnitte der Haube 4 abgegrenzt
wird, wobei diese Nut 7 eine solche Tiefe hat, dass der Schutzring 6 in sie zurücktreten und den Einschnitt 1b
vollständig freilegen,d.h. den Kern 1 axial von dem Boden
2 freimachen kann.
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Die Mittel zur zwangsläufigen drehfesten Verbindung des Kerns 1 mit dem Boden 2, welche jedoch die
axiale trennung dieser beiden Teile zulassen, werden zweckmässig dadurch gebildet, dass in der hinteren Fläche des Kerns
1 eine Rinne 8 ausgebildet wird, welche einen z.B. halkreisformigen,
sich nach hinten erweiternden Querschnitt hat, wobei in der Basis des Abschnitts kleineren Durchmessers 2l>
des Bodens 2 zwei den Enden dieser Rinne 8 gegenüberliegende Bohrungen vorgesehen werden und durch diese und die Rinne 8 ein
Splint 9 gesteckt wird, welcher zweckmassig durch ein dünnes eingerolltes Blech gebildet wird, so dass er eine gewisse
radiale Elastizität besitzt.
Es ist zu bemerken, dass die Haube 4
zweokmässig so ausgebildet wird, dass ihre Zerstückelung von
hinten nach vorne erfolgt, was dadurch erzielt werden kann, dass die Haube 4 ein vernaltnismässig widerstandsfähiges Vorderende
4b erhält, während man ihrem Mantel eine geringere Widerstandsfähigkeit gibt, indem man ihn z.B. mit deutlich in
]?ig. 2 sichtbaren tiefen Langseinschnitten 4c. versieht.
Fig. 3» in. welcher die gleichen Bezugszeichen die gleichen Teile wie in Pig· 1 bezeichnen, zeigt
eine zweite Ausführungsform der Erfindung, welche sich von der vorhergehenden nur dadurch unterscheidet, dass der unterkalibrierte
Kern 1 kurzer ist, und dass er eine reichlicher abgeschnittene Spitze besitzt, welche durch eine ballistische
Kappe 1c, verlängert wird, welche an dem Flug des Kerns teilnimmt,
aber beim Aufschlag keine Rolle spielt, da sie verhalt iiismässig leicht ist.
Fig. 4 und 5, in welchen die gleichen Bezugszeichen die gleichen Teile wie in den vorhergehenden Figuren
bezeichnen, zeigen zwei Ausfuhrungsformen, bei welchen
die Mittel zur axialen Verriegelung und die Mittel eur drehfesten Verbindung zusammenfallen.
Bei der Ausführungsform der Fig. 4 erfolgen die axiale Verbindung und die drehfeate Verbindung des
Kerne 1 mit dem Boden 2 durch eine gewisse Zahl von radial angeordneten Verriegelungesplinten 10, welche je nit Gleiteitz
in einander gegenüberliegende Offnungen O1 und Og in dem
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hinteren Abschnitt des Kerns 1 bzw. in dem Abschnitt kleineren Durchmessers 2b des Bodens 2 der Granate eingesetzt sind,
wobei nach dem Abschuss unwirksam gemachte Blockierungsmittel die Splinte 10 vor dem Abschuss in den für ihre Aufnahme vorgesehenen
Bohrungen halten.
Wenn, wie in Pig. 4 dargestellt, der Boden 2 vorne einen Abschnitt kleineren Durchmessers 2t) in Form
einer Hülse besitzt, in welche der Kern 1 eingesetzt wird, und auf welchen die Haube 4 vollständig aufgeschraubt wird,
wobei ein axiales Spiel 3 zwischen der Spitze des Kerns 1
und dem gegenüberliegenden Teil der Haube 4 bestehen bleibt, liegen die Öffnungen O- und O« zur Aufnahme der Splinte 10
zweckmässig auf der Hohe der Basis des Abschnitts kleineren
Durchmessers 2b des Bodens 2.
Die Splinte 10 sind dann gleichmässig
kranzförmig verteilt, wobei zweckmassig vier Splinte vorgesehen
werden können.
Jeder Splint 10 wird vorzugsweise durch
einen zylindrischen Abschnitt 10a, gebildet, welcher aus8en
liegt, in die entsprechende öffnung 0» eingesetzt ist und
nach innen durch einen in die entsprechende Öffnung O^ eingesetzten
kegelstumpfformigen Abschnitt 10b verlängert wird, wie dies deutlich aus !Fig. 5 hervorgeht.
In Pig· 4 werden die Mittel zur Blockierung der Splinte 10 durch das Hinterende der Innenwand der
Haube 4 gebildet, welches nach vollständigem Aufschrauben
der Haube 4 einen Anschlagkranz bildet, welcher die radiale Verschiebung der vorher eingesetzten Splinte 10 nach aussen
verhindert.
Die Splinte 10 werden dann freigegeben,
wenn der Bruch der Haube 4 auftritt, d.h. in der Nähe der
Mündung der Abschusswaffe·
Bei der in Pig. 5 dargestellten Ausführungsform werden die Blockierungsmittel durch einen dehnbaren
Ring 11 gebildet, welcheifeine Feder bildet, die Splinte
10 aussen umgibt und z.B. auf beiderseits der Bohrungen zur Aufnahme der Splinte 10 vorgesehenen Vorsprüngen 12 liegt.
Bei dieser Ausführung weitet sich der
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Ring 11 auf, wenn die Granate in dem lauf der Waffe eine genügende
Drehgeschwindigkeit erreicht hat, so dass er von den Vorsprüngen 12 freikommt und in eine hierfür zwischen der
Basis der Haube 4 und der Basis des Abschnitts kleineren Durchmessers 2b des Bodens 2 vorgesehene Ausnehmung 13 zurücktreten
kann, wodurch die Splinte 10 freigegeben werden, deren Aufgabe in diesem Stadium des Abschusses des Geschosses beendet ist,
da der Kern 1 durch den Boden 2 in Umdrehung versetzt wurde und durch die auf die Granate wirkende axiale Beschleunigung
fest gegen den Boden gedruckt wird.
Die erfindungsgemässe Granate mit unterkalibriertem
Kern hält also die dem Schiessen vorausgehenden Handhabungen aus, wobei sie insbesondere hinsichtlich der
Ausscheidung der Haube 4 und der Erzielung der Drehung des Kerns 1 besonders sicher arbeitet, da diese Ausscheidung
durch eine von hinten nach vorn fortschreitende Zerstückelung erfolgt, so dass kein Hängenbleiben in der Mündungsbremse zu
befürchten ist, und da der Kern 1 zwangsläufig in Umdrehung versetzt wird.
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Claims (1)
- - 9 - 3009-70Patentansprüche(lΛ Granate mit unterkalibriertem Kernmit einem mit einer Spitze versehenen unterkalibrierten Kern, einem hinter diesem Kern liegenden, das Kaliber des Geschosses besitzenden Boden, und einer den Kern aussen umgebenden Haube, wobei die Ausbildung in an sich bekannter Weise so getroffen ist, dass die Haube beim Abschuss in sehr geringer !Entfernung von der Abschusswaffe ausgeschieden wird, so dass der Kern freigegeben wird, welcher den Boden verlasst und allein seinen Plug in Richtung auf das anvisierte Ziel fortsetzt, dadurch gekennzeichnet« dass ein axiales Spiel "j" zwischen der Spitze des unterkalibrierten Kerns (1) und dem gegenüberliegenden Abschnitt der Innenwand der Haube (4) vorhanden ist, \ dass die Haube (4) mit ihrer Hinterkante (4a) mit einer querliegenden Schulter (2a) des Bodens (2) in Berührung steht, und dass ausserdem die Granate durch den Abschuss unwirksam gemachte Mittel zur axialen Verriegelung aufweist, welche jede gegenseitige axiale Verschiebung zwischen dem unterkalibrierten Kern (1) und der Haube (4) verhindern, insbesondere bei der Ankunft der Patrone in der Patronenkammer der Waffe*2.) Eine Drehbewegung ausfuhrende Granate mit unterkalibriertem Kern nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel zur zwangsläufigen drehfesten Verbindung des unterkalibrierten Kerns (1) und des Bodens (2) der Granate beim Abschuss. I3.) Eine Drehbewegung ausführende Granatemit unterkalibriertem Kern nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem unterkalibrierten Kern (1) zusam-■enwirkenden Mittel zur axialen Verriegelung bzw. zur drehfesten Verbindung getrennt sind (Pig. 1 bis 3)·4.) Eine Drehbewegung ausfuhrende Granate Bit unterkalibriertem Kern nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem unterkalibrierten Kern (1) zuaam- Benwirkenden Mittel zur axialen Verriegelung bzw. zur drehfesien Verbindung zusammenfallen (Pig. 4 und 5)·5·) Granate mit unterkalibriertem Kernnach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet, dass ihr Boden (2) tine vordere Verlängerung kleineren Durchmesser» (2b) auf-009839/1356- 10 - 3009-70weist, in welchen der hintere Abschnitt des unterkalibrierten Kerns (1) mit Gleitsitz eingesetzt ist.6.) Granate mit unterkalibriertem Kernnach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung kleineren Durchmessers (2b) des Bodens (2) an ihrer Basis Öffnungen (5) aufweist, durch welche Luft hinter den unterkalibrierten Kern (1) treten kann, wenn dieser sich von dem Boden (2) zu trennen beginnt·7.) Granate mit unterkalibriertem Kernnach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (4) an dem Abschnitt kleineren Durchmessers (2b) des Bodens (2) befestigt ist und nach ihrer Befestigung mit ihrer Hinterkante (4a) in dichter Berührung mit einer dem Boden (2) angefc hörenden, an der Basis des Abschnitts kleineren Durchmessers (2b) liegenden Schulter (2a) steht.8,) Eine Drehbewegung ausfuhrende Granatemit unterkalibriertem Kern nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur axialen Verriegelung des unterkalibrierten Kerns (1) durch einen Schlitzring (6) gebildet werden, welcher durch die durch die Drehung der Granate erzeugten Fliehkräfte radial aufweitbar ist und in der Ruhestellung teilweise in einem in dem hinteren Abschnitt des Kerns (1) ausgebildeten kreisförmigen Einschnitt (1b) und teilweise in einer durch die Vorderkante des Abschnitts kleineren Durchmessers (2b) dee Bodens (2) ivcl einen inneren Absatz des hinteren Abschnitts der Haube (4) ab-f.egrensten Nut (7) liegt, wobei J dieaa Hut (7) (ü.n radialer Kj.ehtung) so tief ist, dass der Schiitaring (6) durch Aufweitung vollständig in sie zurücktreten kann, wodurch der kreisförmige Einschnitt (1b) freigelegt, d.h, der unterkalibrierte Kern (1) in axialer Richtung von dem Boden (2) freigegeben wird (Fig« 1 und 3).9.) Bine Drehbewegung ausführende Granatemit unterkalibriertem Kern nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeiohnet, dass die Mittel aur drohfesten Verbindung des unterkalibrierten Kerns (1) mit dem Boden (2) durch einen radialen Splint (9) gebildet werden, welcher in eine in der hinteren Flache der unterkalibrierten Kerne (1) ausgebildete Durohmeeeerrinna (8) und in zwei radial« einander gegenuber-009839/1356- 11 - 3009-70liegende in der Basis des Abschnitts kleineren Durchmessers (2b) des Bodens (2) ausgebildete Bohrungen eingesteckt ist (Fig. 1 und 3).10.) Eine Drehbewegung ausfuhrende Granatemit unterkalibriertem Kern nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zusammenfallenden Mittel zur gleichzeitigen axialen Verriegelung des unterkalibrierten Kerns (1) und seiner drehfesten Verbindung mit dem mit einem vorderen Abschnitt kleineren Durchmessers (2b) versehenen Boden (2) durch radiale Verriegelungssplinte (10) gebildet werden, welche mit Gleitsitz in einander gegenüberliegende Bohrungen (O1 und O2) in dem hinteren Abschnitt des unterkalibrierten Kerns (1) bzw. in dem Abschnitt kleineren Durchmessers (2b) des Bodens (2) eingesetzt sind, wobei nach dem Abschuss unwirksam gemachte Blockierungsmittel die Splinte (10) vor dem Abschuss in ihren Bohrungen halten.009839/1356
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