DE2006096A1 - Luftreifen - Google Patents
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Description
Luftreifen.
Die Erfindung betrifft einen Luftreifen, dessen Karkasse
einschliesslich der Seitenwände aus einem ersten elastomer en Material-, z.B. Polyurethan, und dessen Lauffläche
aus einem zweiten, anderen elastomeren Material, wie natürlichem
oder künstlichem Kautschuk, besteht, wobei in dem Laufflächenmaterial ein geschlossener Verstärkungsring eingebettet
liegt, der aus im wesentlichen undehnbarem Baustoff besteht. Der mit der Fahrbahn in Berührung kommende
äusaere Umfang des Laufflächenmaterials weist eine Vielzahl in Umfangsrichtung des Reifens im Abstand voneinander
und im wesentlichen parallel zur Reifenachse gerichtete
Nuten odgl. auf, die mit dem ersten, von einer Reifenseitenwand
zur anderen durchgehenden elastomeren Material ausgefüllt
sind, so dass das Laufflächenmaterial mechanisch in der Karkasse verankert ist. Zweck der Erfindung ist es also,
aus unterschiedlichen Materialien Karkassen und Laufflächen in ihren Stellungen zueinander mechanisch zu sichern.
Erf LnduTigfuiemäss wird diea dadurch "erreicht;, dass sich das
öl Ίθΐϋπιβτο Mat erial der Reifenkarkasse durch Nuten, Kanäle
üd.»r -Öfiöuri^en im glaLohfalls elasbomeren, jedoch andersur·!.
u'sjß -fj\ 'jex'i.nl. der fteifarilauf flächo hin durch θ rri brsclcb, 30
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dass eine innige mechanische Vereinigung bzw. gegenseitige Verankerung von Karkasse und Lauffläche gewährleistet ist.
Dabei besteht die Lauffläche, in der ein nichtdehnbarer Verstärkungsring
eingebettet ist, zweckmässig aus natürlichem oder synthetischen Kautschukmaterial und die Karkasse aus Polyurethan
oder einem ähnlichen Material.
Weitere Einzelheiten und Vorteile gehen aus der nachstehenden Beschreibung einiger auf der Zeichnung veranschaulichter Ausführungsformen
des Luftreifens nach der Erfindung hervor.
Pig. I zeigt einen Querschnitt durch den Luftreifen;
Pig. 2 ist ein Schnitt durch einen Teil des oberen Reifenabschnittes
nach der Linie 2-2 der Pig. I;
Pig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Pig. 2;
Pig. 4 zeigt in Seitenansicht und in kleinerem Maßstab den ringförmigen Laufflächenkörper vor der Einbettung in
den Reifen;
Pig, 5 entspricht der Pig.2, zeigt jedoch im Schnitt eine ande-"
re Ausführungsform des Laufflächenabschnittes;
Pig. 6 zeigt einen Teil des Laufflächenkörpers im Grundriss.
Die Pig. 7 und 8 veranschaulichen in gleicher Darstellung je eine weitere AusfUhrungsform des ^aufflächenkörpers.
Der in den Pig, 1 bis 4 veranschaulichte Reifen 2o besteht im wesentlichen aus einer Karkasse 22, deren Wülste 24, 25 von den
Sei benwänden 27, 28 umschlossen sind, die ihrerseits in einen Laufflächenabschnibb 31 übergehen. Die Seitenwände besbehen au3
einem (et-sben) elasbomeren MaberLal, wie z,B. Polyurethan, das
üLch üLs Maberial für den ReLfenkörpor sehr gub eigneb, jedoch
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den Nachteil--ha't, dass es gegen Abrieb nicht besonders widerstandsfähig
und daher für diejenigen .Abschnitte des Reifens,
die mit der Fahrbahn in Berührung kommen, nicht besonders geeignet
ist. .- -
Wie bei allen Reifen üblich, bildet die Karkasse 22 einen an
ihrem Umfang in sich geschlossenen etwa ringförmigen Körper. Auch der lauf flächenabschnitt 31 am xteif enumfang ist ringförmig
geschlossen und weist einen Ring 34 aus nichtdehnbarem
Baustoff auf, der in einer besonderen ringförmigen laifflächeneinlage
36, 37 eingebettet liegt, die aus einem (zweiten) "vom
Karkassenmaterial abweichenden elastomeren Material besteht. Aus diesem Material bestehen also die inneren und äusseren
Teile 36 und 37 der Laufflächeneinlage, welche zu beiden Seiten des. nicht-dehnbaren Ringes 34 liegen. Das zweite elastomere
Material der Laufflächeneinlage besteht aus dem in der Reifent-echnik bekannten natürlichen oder synthetischen Kautschuk,
wie er in-der Regel für Reifenlaufflächen verwendet
wird. Der nicht-dehrrbare Ring kann aus natürlichem oder syn—
thetischen Kordfaden bzw, Kordgeweben bestehen, die mit dem zweiten elastomeren Material imprägniert sind. Es können auch
entsprechend imprägnierte Kordfaden bzw. -gewebe aus Metall
oder Glasfasern Verwendung finden. Die ringförmig geschlossene
Gestalt der Laufflächeneinlage ist in Fig. 4 unabhängig vom
fertigen Reifen (in kleinerem Maßstab) veranschaulicht.
Aus dieser Abbildung und den Fig. 1 bis 3 ist zu erkennen, dass
die Laufflächeneinlage eine Vielzahl über ihren Umfang im Abstand
voneinander verteilter Nuten 39 aufweist, die sich quer und über die ganze Breite der Laufflächeneinlage erstrecken.
Wie die Fig. 2 und 4 zeigen, sind bei dieser Ausführungsform die Nuten oder xvanäle 33 oben breiter als an ihrem Grunde.
Bei der Herstellung des Reifens wird so vorgegangen, darss zunächst
in irgend einer geeigneten Weise die Laufflächeneinlage 36, 37 etwa in der in Fig. 4 veranschaulichten Gestalt erzeugt
wird. Anschliessend ,gelangt eine Form zur Anwendung, deren
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Innenwandung der äusseren Gestalt des in Fig. 1 veranschaulichten Reifens entspricht, und die einen inneren Formkern hat,
dessen Aussenurafang die Innenwand des Reifens zu bestimmen hat. Es wird nun die vorgefertigte Laufflächeneinlage (Fig. 4) in
die Form so eingesetzt, dass sich die Aussenflache, der Einlage
gegen die Innenwandung der Form legt. Alsdann wird das zur Bildung der Karkasse bestimmte Material in die Form gegossen, wobei
der'Reifen seine fertige Gestalt erhält. Das für die Karkasse verwendete Material, z.B. Polyurethan strömt durch die
* Nuten oder Kanäle 39 hindurch, so dass sich dieses Polyurethanmaterial
schliesslich im Laufflächenbereich von einer Seitenwand * 27 bis zur anderen Seitenwand 28 in Gestalt einer Vielzahl von
Stegen odgl. erstreckt und die Laufflächeneinlage 36, 37 mechanisch
fest mit der Reifenkarkasse 22 verankert.
Die nicht-dehnbare Verstärkung 34 der Laufflächeneinlage hat zusätzlich die Wirkung, dass sie ein Wachsen, bzw. Grösserwerden
des Polyurethans der Karkasse verhindert bzw, begrenzt. Bei dieser Reifenbauart ist erreicht, dass das aussen liegende
Material 37 der Laufflächeneinlage, das mit der Fahrbahn zusammenwirkt, die bei einem Luftreifen gewünschte Widerstandsfähigkeit
gegen Abrieb aufweist, wobei zugleich das sich durch die Nuten 39 der Laufflächeneinlage erstreckende und diese Nuten ^
ausfüllende Karkassmaterial die erforderliche mechanische Ver- f ankerung dieser Einlage bewirkt, so dass diese mit der Reifenkarkasse
in fester Verbindung gehalten wird.
Bei Anwendung dieser Reifenbauart ist es möglich, nach Belieben
die Menge bzw. Flächengrösse des besonderen Lauffläohenmaterials
zu vergrössern, das die eigentliche mit der Fahrbahn zusammenwirkende
Lauffläche des Reifens bildet. Fig. 5 zeigt Nuten 42 einer anderen Quersohnittsform, bei der die Nuten am Grunde breiter
sind als oben in der mit der Fahrbahn zusammenwirkenden Be-' grenzungsflache des Reifens. Dadurch wird der Anteil des in der
Lauffläche befindlichen Polyurethans verringert und die mit der Fahrbahn zusammenwirkende Fläohe des erwünschten Laufflächenkautsohuks
vergrösnert. Bei dieser Ausführung ist überdies die Verankerung zwischen der Laufflächeneinlage und der Karkasse
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weiter verbessert.
Aus Fig.6 ist zu erkennen, daß sich die außen in der Laufflächeneinlage vorgesehenen Nuten 45 genau in Breitenrichtung
bzw. parallel zur Reifenachse erstrecken können.
Bei der Abänderungsform nach Fig.? erstrecken sich die in der
Laufflächeneinlage vorgesehenen Nuten 48 von beiden Seiten der
Einlage aus in spitzen Winkeln zur Mittelebene des Reifens, in der sie sich aus entgegengesetzten Richtungen kommend treffen. Die Nuten 51 der Ausführungsform nach Fig.8 erstrecken
sioh in spitzem Winkel zur Reifenmittelebene ungebrochen über
die ganze Breite der Laufflaohensinlage.
Anstelle der dargestellten form der Nuten können natürlich auch
andere Formen und Muster von Nuten, Kanälen, Rippen und Ansätzen etc. zur Anwendung kommen, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen. Anstelle scharfkantiger Muster können auch glattere,
weichere formen der Nuten etc. vorgesehen sein« Die Lauffläoheneinlagt 57 besitzt nicht nur eine große Widerstandsfähigkeit
gegen Abrieb, sondern se wird auch die Rutsöhneigung des Reifens herabgesetzt. Beim Vulkanisieren sohrumpft nämlich das
Polyurethan beträchtlich, was zur Polge hat, daß die Griffigkeit der Lauffläche beträchtlich verbessert wird.
Aus vorstehender Beschreibung geht hervor, daß bei der neuen Reifenbauart die Lauffläche besonders gut mit der Reifenkarkasse mechanisch verbunden ist. Daduroh wird der sehr wiohtige
Vorteil erzielt, daß bei der Wahl der Materialien für die verschiedenen Reifenteile keine ungünstigen Kompromisse geschlossen zu werden brauchen. Wird, wie bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel eines Reifens nach der Erfindung, eine Karkasse
aus Polyurethan verwendet, so weist der Reifen dennoch eine Lauffläche mit der gewünschten Abriebfestigkeit auf, die aus
einem natürlichen oder synthetischen Laufflächenkautschuk gebildet werden kann und mit der Polyurethan-Karkasse meohanlsoh
vereinigt ist. Bsi einer solchen Reifenbauart kann die Art und Weiss dsr msohanisohen Verankerung sehr verschieden ausgebll-
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det sein. Damit lässt sich der mit der Fahrbahn in Berührung
kommende Flächenbereich des LaufflächenkautBOhuks im Verhältnis zu dem die mechanische Verankerung bewirkenden Anteils
des Karkassenmaterials weitgehend variieren«
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Claims (7)
- Patentansprüche;1J Luftreifen, bei welchem Karkasse und Lauffläche aus verschiedenen, elastomeren Materialien bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß der aus abriebfestem Material, z.B. natürlichem oder synthetischen Laufflächen-Kautschuk bestehende, als ringförmig geschlossene Einlage ausgebildete Laufflächenkörper (56,37) Ausnehmungen (39,42,45,48,51) aufweist, in die das sich von einer Seitenwand (27) des Reifens (20) zur anderen Seitenwand (28) erstreckende Karkassmaterial eingreift und mit dem Laufflächenkörper zusammenwirkend diesen mit der Karkasse (22) mechanisch verbindet.
- 2. Luftreifen nach .Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Aufnahme des Karkassmaterials im Laufflächenkörper (36, 37) vorgesehenen Ausnehmungen aus am äußeren Umfang dieses Körpers im Abstand voneinander liegenden und sich in der Breitenrichtung des Reifens erstreckenden Nuten (39,42,45,48,51) bestehen, die im fertigen Reifen mit Kar- " kassmaterial ausgefüllt sind.
- 3. Luftreifen nach, den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nutenförmigen Ausnehmungen im Laufflächenkörper trapezförmigen Querschnitt haben und zweckmäßig am Grunde breiter sind als an ihren außen liegenden Öffnungen (z.B. Fig.5).
- 4. Luftreifen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die nutenförmigen Ausnehmungen sich parallel zur Achsrichtung des Reifens oder in einem spitzen Winkel zu dieser Richtung über den Laufflächenkörper erstrecken«
- 5. Luftreifen nach den voraufgegangenen.Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufflächenktjrper (36,37)009882/1289aus natürlichem oder synthetischen Laufflächenkautschuk in einer aus Polyurethan bestehenden Karkasse mechanisch verankert ist.
- 6. Luftreifen nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Laufflächenkörper (36,37) ein etwa dessen. Breite entsprechender, nicht dehnbarer Versteifungsring (34) eingebettet liegt, der aus mit einem Elastomer imprägnierten natürlichen oder synthetischen Kordfäden bzw. Kordgeweben bzw, aus entsprechend imprägnierten Fäden oder Geweben aus Metall oder Glasfasern besteht.
- 7. Verfahren zur Herstellung eines Luftreifens nach den voraufgegangenen Ansprüchen, insbesondere nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige, an seinem Umfang mit Ausnehmungen versehene Laufflächenkörper aus abriebfestem Kautschuk in eine der endgültigen Reifengestalt entsprechende Hohlform derart eingesetzt wird, daß sich seine äußeren ümfangsabschnitte unmittelbar gegen die Innenwandung der Form legen, die einen den Innenumfang des Reifens bestimmenden Formkern hat, worauf nach dem Schließen der Form das zur Bildung der Karkasse bestimmte Material (Polyurethan) in die in der Form gebildeten Hohlräume eingegossen und die in der Form befindlichen Materialien anschließend, z.B. durch Vulkanisation, verfestigt werden.009882/1289Leerseite
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