DE2006061B2 - Steuereinrichtung für eine Benzineinspritzanlage mit im Leerlauf wirksamer, elektronischer Spritzdauer-Einstellung - Google Patents
Steuereinrichtung für eine Benzineinspritzanlage mit im Leerlauf wirksamer, elektronischer Spritzdauer-EinstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung zum Betrieb einer mindestens ein elektromagnetisches Einspritzventil
umfassenden Einspritzanlage einer Brennkraftmaschine mit einer Drosselklappe im Saugrohr,
mit einem einen Eingangscransistor und einen Ausgangstransistor enthaltenden, monostabilen Multivibrator
zur Erzeugung von rechteckförmigen, die Öffnungsdauer des mindestens einen Einspritzventils bestimmenden
Schaltimpulsen, deren jeweilige Dauer durch eine Steuerspannung drehzahlabhängig veränderbar
ist, die an dem mit der Basis des Eingangstransistors verbundenen Abgriff eines über der Betriebsspannung
des Multivibrators liegenden Spannungsteilers eingespeist wird, sowie mit einem in der Leerlaufstellung der
Drosselklappe geschlossenen Schalter, der einseitig an einer Betriebsstromzuleitung der Steuet einrichtung
liegt.
In Einspritzanlagen dieser Art erfolgt die Zumessung des für jeden nachfolgenden Arbeitstakt in einen Zylinder
der Brennkraftmaschine gelangenden Kraftstoffs durch die jeweilige Öffnungsdauer des diesem Zylinder
zugeordneten Einspritzventils, dem der Kraftstoff unter praktisch konstantem Druck zugeführt wird. Zur Veränderung
der Dauer der Schaltimpulse enthält der Rückkopplungskreis des monostabilen Multivibrators
einen elektrischen Energiespeicher, bestehend aus einer Eisendrossel, deren Größe durch den im Ansaugrohr
hinter der Drosselklappe herrschenden Druck verstellt wird. Zusätzliche drehzahlabhängige Korrekturen
der Impulsdauer, kann man bei sonst unveränderten Rückkopplungsbedingungen mit Hilfe der vorher erwähnten
Steuerspannung erzielen. Vor allem bei hochtourigen Brennkraftmaschinen kann es notwendig werden,
trotz gleicher Bauweise an jeder einzelnen Ma-Dies läßt sich erfindungsgemäß dadurch erreichen,
daß an den Schalter über eine in Durchlaßrichtung gepolte Diode ein Potentiometer angeschlossen ist, das
an seinem Abgriff mit dem Abgriff des Spannungsteilers verbunden ist und zur Emitter-Kollektorstrecke
eines Transistors in Reihe liegt, dessen Basis mit einem an seinen Emitter und die zweite Betriebsstromleitung
angeschlossenen Widerstand und mit einem an den Schalter angeschlossenen Widerstand verbunden ist
Weil das zur Leerlaufeinstellung dienende Potentiometer mit der Emitter-Kollektorstrecke des Transistors
in Reihe liegt und nur dann stromleitend ist, wenn der Schalter geschlossen und der Transistor demzufolge
leitend ist, wirkt der Transistor wie ein zweiter Schalter, der gleichsinnig wie der eingangs genannte Leerlaufschalter
arbeitet. Das Potentiometer und sein Abgriff sind somit potentialfrei und können daher die
Grundeinstellung des Spannungsteilers nicht mehr beeinflussen, wenn die Drosselklappe auch nur wenig geöffnet
wird.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel, einer elektrisch gesteuerten Saugrohr-Einspritzanlage
näher beschrieben, die in der Zeichnung in ihrem elektrischen Schaltbild und teilweise in
schematischer Darstellung wiedergegeben ist
Die Kraftstoffeinspritzanlage ist zum Betrieb einer Vierzylinderbrennkraftmaschine 1 bestimmt, deren
Zündkerzen 2 an eine nicht dargestellte Hochspannungszündanlage angeschlossen sind. In unmittelbarer
Nähe der nicht dargestellten Einlaßventile der Brennkraftmaschine sitzt auf den zu den einzelnen Zylindern
führenden Verzweigungsstutzen des Ansaugrohres 3 je ein elektromagnetisch betätigbares Einspritzventil 4.
Jedem Ventil wird über eine der bei 5 angedeuteten Kraftstoffleitungen aus einem Verteiler 6 Kraftstoff zugeführt.
Der Kraftstoff wird im Verteiler und in den Leitungen 5 durch eine elektromotorisch angetriebene
Pumpe 7 unter annähernd gleichbleibendem Druck von etwa 2 Atmosphären (2 atü) gehalten.
Jedes der Einspritzventile 4 enthält eine nicht dargestellte Magnetisierungswicklung, deren eines Ende an
Masse liegt, während das andere Ende jeder der Wicklungen über Anschlußleitungen 8 mit einem von vier
Widerständen 9 verbunden ist. Jeweils zwei der Widerstände 9 sind zusammen an den Kollektor eines der
beiden bei 10 und 11 dargestellten Leistungstransistoren angeschlossen, die zu einem im folgenden näher
beschriebenen elektronischen Regel- und Steuergerät gehören.
Dieses Regel- und Steuergerät enthält außer den Leistungstransistoren 10 und 11 einen zur Erzeugung
von elektrischen Impulsen dienenden, mit einem gestrichelten Linienzug umrandeten monostabilen Transistor-Multivibrator
12, zu dem ein Eingangstransistor 13 und ein Ausgangstransistor 14 sowie als zeitbestimmendes
Glied eine Eisendrossel 15 gehören.
Die Eisendrossel 15 ist als Transformator ausgebildet und weist einen verstellbaren Anker 16 auf. Dieser sitzt
an einer Stellstange 17, die mit der nicht dargestellten Membran einer Druckdose 18 verbunden ist Die
Druckdose ist mit ihrer Saugseite an den Ansaugkanal der Brennkraftmaschine unmittelbar hinter der mit
einem Fußhebel 19 verstellbaren Drosselklappe 20 der Brennkraftmaschine angeschlossen und hebt bei abfallendem
Druck den Anker 16 in der mit einem Pfeil bezrchneten
Richtung so an. daß ein sich dann vererößernder Luftspalt in dem nicht dargestellten Eisenkern
die Induktivität der Primärwicklung 21 des Transformators
um so mehr verkleinert, je niedriger der Druck im Ansaugrohr 3 wird.
Die Sekundärwicklung 22 der Eisendrossel 15 ist mit einem ihrer beiden Wicklungsenden an die Basis des
Eingangstransistors 13 und einem mit einer gemeinsamen
Plusleitung 23 verbundenen Widerstand 39 angeschlossen,
während das andere Wicklungsende an einem Verbindungspunkt H liegt. Vom Punkt H führt
S Widerstand 25 zu der Plusleitung 23 und ein Widers and 26 zur gemeinsamen Minusleitung 30, die an Mas- »o
se und an den Minuspol einer nicht dargestellten 12-Volt-Batterie angeschlossen ist. Die Transistoren 13
und 14, die beide vom npn-Typ sind, liegen mit ihren Emittern direkt an der Minusleitung 30. Der Kollektor
S Eingangstransistors 13 ist übe? einen Widerstand *
V und der Kollektor des Transistors 14 über die Pn-14
vermag dann einen exponentiell ansteigenden KoI-lektorstrom
zu führen, welcher die Pnmarwiciuung ^i
durchfließt und in dem nicht dargestellten ^ηι£
und in dem Anker 16 des Transformators ein wachsendes magnetisches FeId e™eutfr
des Stromes erfolgt um so rascher, Je B"^
spalt und je kleiner die mit wachsendem Luftspalt aofallende
Induktivität der Primärwicklung 21·«·
Bei diesem Stromanstieg wird in der ^™™
lung 22 eine Rückküpplungsspannung ι
einer durch die Größe der induktmtat
Geschwindigke.t von ihrem m ^"^
der Schaltkontakte 32,33 entstehenden Hoc^ ponentiell abnimmt und so gepolt ist, daß sie aen
gangstransistor 13 gesperrt zu ha«en versucntuna u
bei der durch die ^««»J
stellten, positiven Basisvorspannung
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bestrebt ist. den Eingangstran s.sto
len, stromleitenden B^^^^
Dies tritt dann ein. wenn die '" der ^ek^
22 induzierte Rückkopplungsspannung ihrem Betrage
nach kleiner afc die ^^"JJ"^^ hält der
Solange der T Trans'; °Γ/1 Κ ε·ηεη Verstärker
stromleitenae Transistor 14 die über einen ve
38 ^^^^^^^ ebenfalls in
S=
Differenzierkondensator 31 zum feststehenden Kontakt 32 eines Schalters, dessen Schaltarm 33 an die M,-nusleitung
30 angeschlossen ist und durch einen zweihöckrigen, mit der Nockenwelle .34 der Brennkraftmaschine
umlaufenden Nocken 35 be, jeder Kurbelwellenumdrehung einmal geschlossen wird und dabei den
Transistor 13 sperrt. Zur Auf- und Entladung des Kondensators 31 ist seine mit dem Kontakt 32 verbundene
Elektrode über einen Widerstand 36 an die Plusleitung
23 angeschlossen, während seme andere Elektrode
über den Widerstand 37 an der Minusleitung 30 hegt. Von der Basis des Eingangstransistors 13 führt ein
Widerstand 38 zur Minusleitung 30. e.n W.derstanc 39
zur Plusleitung 23 sowie eine D.ode 40 zur Sekundärwicklung
22 und von dort zum Punkte H, und schheß-„ch
führt eine zweite Diode 41 zum Widerstand 37 und zum Kondensator 31.
Bevor auf die weiteren der Real.s.erung der Erfindung
dienenden Schaltelemente des Steuergeräts eingegangen
wird, soll im folgenden zunächst begeben
werden, wie sich die bei jeder Schließung der Schaltkontakte
32. 33 entstehenden die Öffnungsdauer der Einspritzventile 4 bestimmenden Impulsstrome , andernPwenn
sich der Druck im Ansaugrohr 3 und damn die Induktivität der Primärwicklung 21 ändert.
Unmittelbar vor den einzelnen Schl.eßungszeitpunkten
des Schaltarms 33 ist der Eing.ngstrans.stor
stromleitend und hält den Ausg.ngstransistor 14 in seinem
Sperrzustand. Sobald der Schaltarm 33 durch den Nocken 35 gegen den Kontakt 32 gedruckt wird, senkt
gangstransisto,J g^
«wieder stromle tend
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rohr 3 Wc ner wird
de T£SZ&
der Sekunda.r™.
spannung ebenfas
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spannung ebenfas
transistor 13 kehrt
^induktivität der
je Ansa
Kollektorstrom g kann, nm die in
fnduzterte Rückkopplungsund der Eingangs-Zusla g nd zu.
transistor
Ze.tpunkt j«der m semen st
DJ^„a,W in dem vorher geschilderten Fall
ssen a,s »1 «e β
^ Induktivität
^^^ifwi«fzwar d^ Länge der öffder
Pnmai «'«lung |11 w roι jeweiligen
Versuche im
^Ζ£^***&™ Jedoch er?e" hPn daß die einzuspritzenden Kraftstoffmengen geänben,
daß die^inzuspm jeweiligen
der we den ste7e S n^mpu a slangen für jeden Wert des
Druck eingestellte MmgJs g unabhangige gleiche
Drucks emc von α Steuergerät zu-
GroBe h..ben enrt -άas K g , mit welcher die
saJf '^Τ^ρ^ H und der Minusleitung 30 anste-
zw.«.h1^^^ m Takt der Einspritzvor-
»"„! Ädert wird Solche, rein elektronisch arbeigange
geander w^ gic · ielsweise aus
£nd« ^
de deuwh™ Paten^"die erwähnten Versuche geh
nau ^a ^ notwendig ist, die
« P^ itzenden Kraftstoff mengen bei jekrhie
einstel.en zu kön-
der Minusleitung 30 hinaus ins Negative ab. Dadurch 65 nen.
wird der Transistor 13 gesperrt und der Mu tmbrator ^u
vorgesehenen Einstellvorrichtung gehierzu vog Drosselklappe » bzw.
,9 gekuppeUer Leer.aufschalter 5,.
der nur in der Leerlaufstellung der Drosselklappe geschlossen ist und ein Potentiometer 52 mit verstellbarem
Abgriff 53, der über einen Begrenzungswiderstand 54 mit den beiden, für die Basisvorspannung des Eingangstransistors
13 maßgebenden Spannungsteiler- S Widerständen 25 und 26 verbunden ist. Das Potentiometer
52 liegt mit einem an seinem Emitter mit der gemeinsamen Plusleitung 23 verbundenen Transistor
56, einem an dessen Kollektor angeschlossenen Widerstand 57 und einer Diode 58 in Reihe. Von dem mit
dieser Diode und dem Leerlaufschalter 51 verbundenen Knotenpunkt K zweigen zwei als Spannungsteiler wirkende
Widerstände 60 und 61 zur Plusleitung 23.
Wenn die Drosselklappe 20 sich in der Leerlaufstellung befindet und der Schalter 51 demzufolge geschlossen
ist, kann über den Transistor 56 Strom fließen. Je nach der Stellung des Potentiometerabgriffs 53 kann
das Potential am Punkt H angehoben oder abgesenkt und durch die hierbei sich ergebende Änderung der Basisvorspannung
des Eingangstransistors 13 eine verkürzte oder verlängerte Einspritzdauer für den Leerlauf
eingestellt werden.
Sobald der Leerlaufschalter 51 geöffnet wird, kann über den Widerstand 60 kein Steuerstrom mehr für den
Transistor 56 fließen. Der Transistor 56 wird gesperrt, das Potentiometer 52 stromlos, und das Potential am
Punkt H richtet sich nur nach dem Spannungsteiler 25, 26 und der von der Steuerschalteinrichtung gelieferten,
drehzahlabhängigen Steuerspannung.
Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung liegt darin, daß der Leerlaufschalter 51
einseitig an Masse liegen kann und daß der Einstellbereich, den das Potentiometer 52 bietet, beliebig gewählt
werden kann, wobei es sich als besonders zweckmäßig erwiesen hat, daß keine Rückwirkungen auf andere Parameteranpassungen
der Steuereinrichtung 12, z. B. auf die Warmlaufanreicherung oder auf eine Kaltstartmehrmenge,
eintreten kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- schine die Einspritzmenge für den Leerlauf einzustel-Patentanspruch:Steuereinrichtung zum Betrieb einer mindestens ein elektromagnetisches Einspritzventil umfassenden Einspritzanlage einer Brennkraftmaschine mit einer Drosselklappe im Saugrohr, mit einem einen Eingangstransistor und einen Ausgangstransistor enthaltenden, monostabilen Multivibrator zur Erzeugung von rechteckförmigen, die Öffnungsdauer des mindestens einen Einspritzventils bestimmenden Schaltimpulsen, deren jeweilige Dauer drehzahlabhängig durch eine Steuerspannung veränderbar ist, die an dem mit der Basis des Eingangstransistors verbundenen Abgriff eines über der Betriebsspannung des Multivibrators liegenden Spannungsteilers eingespeist wird, sowie mit einem in der Leerlaufstellung der Drosselklappe geschlossenen Schalter, der einseitig an einer Betriebsstromzuleitung der Steuereinrichtung Hegt, dadurch ao gekennzeichnet, daß an den Schalter (51) über eine in Durchlaßrichtung gepolte Diode (58) ein Potentiometer (52) angeschlossen ist, das an seinem Abgriff (53) mit dem Abgriff (H) des Spannungsteilers (25, 26) verbunden ist und zur Emitter- »5 Kollektorstrecke eines Transistors (56) in Reihe liegt, dessen Basis mit einem an seinen Emitter und die zweite Betriebsstromleitung (23) angeschlossenen Widerstand (61) und mit einem an den Schalter (51) angeschlossenen Widerstand (60) verbunden ist.Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einstelleinrichtung zu schaffen, welche es ohne Beeinflussung der für die übrigen Betriebszustände (Vollast, Teillast, Drehzahl, Luft- und Motortemperatur, Kaltstart usw.) vorangestellten Einspritzmengen möglich macht, die Leerlaufeinspritzmeiige von einem Normal- oder Mittelwert ausgehend zu vergrößern oder zu verklei
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