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DE2005988A1 - Überspannungsableiter - Google Patents

Überspannungsableiter

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Publication number
DE2005988A1
DE2005988A1 DE19702005988 DE2005988A DE2005988A1 DE 2005988 A1 DE2005988 A1 DE 2005988A1 DE 19702005988 DE19702005988 DE 19702005988 DE 2005988 A DE2005988 A DE 2005988A DE 2005988 A1 DE2005988 A1 DE 2005988A1
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DE
Germany
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arc
wall
surge arrester
chamber
electrodes
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DE19702005988
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DE2005988B2 (de
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Eugene Clement Kresge James Stanley Pittsfield Mass Sakshaug (V St A ) P
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General Electric Co
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General Electric Co
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Publication date
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Publication of DE2005988B2 publication Critical patent/DE2005988B2/de
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Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T4/00Overvoltage arresters using spark gaps
    • H01T4/16Overvoltage arresters using spark gaps having a plurality of gaps arranged in series

Landscapes

  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
  • Thermistors And Varistors (AREA)

Description

Patentanwalt
6 Frankfurt/Main 1
Niddasir. 52
General Electric Company, Schenectady, N.Y,
(USA)
r 9. Feb. 1370
Ueberspannungsableiter
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ueberspannungsableiter mit einer Entladungsstreckenanordnung, die eine Mehrzahl Lichtbogenkammern umfasst, in denen je ein der Lichtbogenbildung dienendes Elektrodenpaar angeordnet ist, welche Elektrodenpaare seriegeschaltet sind und eine Entladung«βtrecke bilden, und in denen je Mittel vorgesehen sind tür Längung der durch Ueberspannungen am Ab- - . leiter !wischen den Elektroden erzeugbaren Lichtbogen und sur Bewegung der gelängten Lichtbogen gegen eine in jeder KiMMr gebildete Lichtbogenkühlfläche.
Herköeeliche Ueberspannungsableiter umfassen in typischer Weise eine Lichtbogenspaltanordnung in Serie »it Ventilwideretandsaitteln mit negativer Spannungsabfallcharakteristik »wischen Erde und einer elektrischen Xraftleitung, deren Isolation gegen Ueberspannungsstösse zu schützen ist.
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Im Betrieb solcher Ueberspannungsableiter trennt dieser bei normaler Leitungsspannung den Kraftleiter von Erde. Erfolgt aber ein Ueberspannungestoss in einer Qrössenordnung über der Durchschlagsfestigkeit des Ueberspannungsableiter, findet über der durch die Lichtbogenspälte gebildete Entladungsstrecke eine Entladung statt, was einen Entladestrom durch den Ueberspannungsableiter zur Erde zur Folge hat. Da der elektrische Anfangswiderstand eines Lichtbogens zwischen den Elektroden der Entladungsstreckenanordnung vergleichsweise dem Spaltwiderstand bei fehlendem Lichtbogen sehr klein ist, erscheint der grösste Teil der Ueberspannung über den seriegeschalteten Ventilwiderstandsmitteln, deren Widerstand infolge der negativen Widerstandabfallcharakteristik augenblicklich auf einen ■ehr geringen Wert abfällt. Hierdurch ist der Ueberspanhungsableiter in der Lage, einen hohen Stromstoss gegen Erde abzuleiten. Hiernach neigt die normale Leiterspannung dasu, den Kraftstromfluss durch den Ueberspannungsableiter su erhalten. Da aber die Spannung an den Ventilwiderstandemitteln auf die normale Leiterspannung abfällt, steigt deren Widerstand an und reduziert bereits den Kraftstromfluss durch den Ueberspannungsableiter, bevor durch die kombinierte Wirkung von Ventilwiderstandsmitteln und seriegeschalteten Ueberschlagsstrecken die Lichtbogen Bwisohen den Elektroden gelöscht werden.
Normale Leiterspannungen heutiger Kraftleitungssysterne erreichen bereits 3Ί5 KW und mehr und ebenso nimmt die Läng· der Uebertragungeleitungen zu, so dass das Bedürfnis einer hohen Energieabsorbtion Ueberspannungsableiter an Bedeutung zunehmen lässt. Teilweise könnt· der Forderung
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nah zusätzlicher Energieabsorbtion dadurch erfUlIt werden, dass in die Ueberschlagsstreckenanordnungen Strombegrenzungswirkungen einbezogen wurden zur Verminderung der Grosse der zur Erreichung einer ausreichend schnellen Unterbrecherfunktion notwendigen Ventilwiderstandemittel. Diese Strombegrenzungswirkung wird bekanntlich durch Verwendung von seriegeschalteten Nagnetspulen o. dgl. erreicht, welche die Lichtbogen beaufschlagen und gegen am Umfang der Anordnung angeordnete Kühlflächen treiben, wodurch die Lichtbogenspannung bzw. der Lichtbogenwiderstand rasch auf einen hohen Wert gebracht wird. Der Vorteil solcher Nassnahaen besteht darin, dass sich solche Ueberspannungsableiter auch für Gleichstromsysteme verwenden lasten, da sieh durch geeignete Kühlmittel eine solch hohe Lichtbogenspannung erzeugen lässt, dass eine Stromunterbrechung ia Oleichstromsystem erfolgt.
Andererseits ergeben sich verschiedene Probleme, wenn Entladungastrecken «it Strombegrenzung für langdauernde Entladungsvorginge hoher Energie in Ueberspannungsableiter ' verwendet werden. Wird etwa eine zu starke Lichtbogenabkühlung vorgenommen, kann die erzeugte Lichtbogenspannung zusammen mit dem Spannungsabfall an den Ventilwiderstandsmitteln den Zflndspannungspegel des Ableiters übersteigen. Andererseits kann eine zu geringe Abkühlung der Lichtbogen nioht genügend Anteile der totalen Ableiterenergie absorbieren, was zu Beschädigungen der nichtlinearen Ventilwiderstandsmittel führen kann. Ferner können bei einer sehr zeitlangen Entladung die an die Kühlflächen getriebenen Lichtbogen an diesen permanente Erosionen hervorrufen, was die Strombegrenzungsfähigkeiten der Entladungestrecken verschlechtert. Aber auch ohne
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permanente Beschädigungen können bei einer langdauernden Entladung doch zeitweilige Erhitzungen auftreten, derart, dass die Strombegrenzungsfähigkeit zeitweilig derart absinkt, dass die Unterbrechung hinausgezögert wird. Diese Nachteile wirken sich insbesondere bei Gleichstromableiter aus, da, falls die Unterbrechung nicht unmittelbar nach dem Ueberspannungsstoss erfolgt, diese Unterbrechung wegen Ueberhitzung der Ueberschlagsstrecken überhaupt nicht mehr erfolgen kann.
Bisher sind keine Massnahmen bekanntgeworden, die geeignet sind, dieses Problem zu beherrschen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, einen Ueberspannungs· ableiter zu schaffen, der die vorgenannten Nachteile vermeidet und insbesondere eine Verwendung in Gleichstromsystemeh gestattet, wobei eine Unterbrechung in jedem Falle unabhängig der Dauer der Entladung und der Grosse der Ueberspannung erfolgen soll.
Dies wird erfindungsgemäss nunmehr dadurch erreicht, dass in Jeder Lichtbogenkammer zwischen dem Elektrodenpaar und der Lichtbogenkühlfläche die Lichtbogenbewegung hemmende Mittel vorgesehen sind.
Hierbei können die die Lichtbogenbewegung hemmenden Mittel einen von einer Kammerwandung abragenden Vorsprung umfassen sur Hemmung der Bewegung von einen Strom über einer vorgegebenen Orösse führenden Lichtbogen gegen die Lichtbogenkühlfläche der Kammer. Dieser Vorsprung kann eine Wandung «wischen den betreffenden Elektroden und der Lichtbogenkahl fläche von vorgegebener Länge und Breite umfassen
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oder auch eine Mehrzahl Wandungsabschnitte, welche dann mindestens einen Durchgang begrenzen können zur Hindurchbewegung von Lichtbogen mit einem Strom unterhalb einem Grenzwert gegen die Lichtbogenkammer.
Die Wandungsmittel können hierbei* aus dielektrischem Material bestehen. Alternativ können auch die Lichtbogenkammer begrenzenden Mittel und die Wandungsmittel aus porösem Isoliermaterial bestehen, wobei dann letztere und ein Tail der die Lichtbogenkammer begrenzenden Mittel aus einem einzigen Gussstück bestehen können. Die die Lichtbogenkammer begrenzenden Mittel können aber auch aus Isoliermaterial und die Wandungsmittel aua elektrisch leitfähigem Material bestehen.
Durch diese Maasnahmen ist es nunmehr möglich, die Lichtbogenspannung klein zu halten bei hohem Lichtbogenstrom und eine höh« Lichtbogenspannung zu erzeugen bei relativ geringem Lichtbogenstrom, wobei die Lichtbogenktlhlflächen gegen Beschädigungen ausreichend geschützt werden und sich dar Betrag dar Strombegrenzung inden Entladungsstrecken laicht und genau steuern lässt für alle Entladungsströme.
Diese Massnahmen können hierbei mit gleichem Erfolg •owohl an üeberspannungsableiter für Oleichstromsysteme wie auch für andere Ueberspannungsableiter, beispielsweise für Miederspannungssysteme, getroffen werden.
Beispielsweise Ausfuhrungsformen das Erfindung»gegenatandea warden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es «eigen:
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Fig. 1 eine Seitenansicht eines Ueberspannungsableiters,
Pig. 2 eine Draufsicht auf eine der durch Platten des Ueberspannungsableiters gemäss Pig. I begrenzten Lichtbogenkammer, mit dargestelltem Lichtbogen in der Zündphase,
Fig. 3 und 4 eine Draufsicht auf die Anordnung gemäss Fig. 2 zur Veranschaulichung des Lichtbogenverlaufes in weiteren verschiedenen Betriebsphasen des Ueberspannungsableiters,
Fig. 5 eine AusführungsVariante einer in der Anordnung gemäss Pig. I verwendbaren Lichtbogenkammer und
Fig. 6 eine Seitenansicht im Schnitt entlang der Schnittlinie 6-6 in Pig. 3.
Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung umfasst eine Mehrzahl Isolierplatten 2 bis 7, welche jede herkömmliche Form aufweisen können und aus geeignetem Isoliermaterial bestehen, wie das etwa im US-Patent Nr. 3'151'273 beschrieben ist. Ein Paar elektrisch leitfähige Platten 8 und 9, welche als Endplatten für die EntladungsStreckenanordnung dienen, sind oben und unten der Anordnung vorgesehen. Mit der unteren Anschlussplatte 9 steht ein Körper 10 aus nichtlinearen Ventilwiderstandsmaterial in elektrischem Kontakt, wonaeh eine dritte, mit Erde verbundene Anschlussplatte 11 den Abschluss bildet.
In bekannter Weise begrenzen jeweils benachbarte Isolierplatten iwiachen sich Lichtbogenkammern, wie dies näher im vorgenannten US-Patent beschrieben ist. Zum Verständnis der vorliegenden Erfindung ist lediglich zu erwähnen, dass jede Lichtbogenkammer zwei einen sogenannten Hornspalt
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begrenzende Elektroden aufweist, welche dazu dienen, einen Lichtbogen zwischen den Hörnern nach aussen gegen die ümfangswandung der Kanuner zu treiben, um die Lichtbogenspannung für die Verursachung« einer Lichtbogenlöschung zu erhöhen. Die in Fig. 1 angedeuteten Elektroden 12, 13, 14 und 15 sind hierbei zwischen den Anschlussplatten 8 und 9 durch eine Mehrzahl Kupferstifte 16 bis 21 in bekannter Weise in Serie geschaltet. Ferner ist eine Spule 22 vorgesehen, welche mit den Stiften 18 und 19 verbunden ist, so dass sich diese in Serieschaltung mit der durch die Elektroden 12 bis 15 gebildeten Entladungsstrecke befindet.
Zum Verständnis der vorliegenden Erfindung genügt es, nachfolgend nur eine einzelne Entladungsstreckeneinheit nlher zu erläutern. Im praktischen Fall jedoch werden in der Regel immer eine Mehrzahl solcher Einheiten in Serieschaltung verwendet, wobei der gesamte Ableit-Btrom proportional ist der Anzahl der Ei; l?dungsstreckeneinheiten. Solche Anordnungen werden in bekannter Weise von einem geeigneten Isoliergehäuse umgeben, etwa einem Porzellanzylinder mit Anschlussmitteln am oberen und unteren Ende. Ein solches Gehäuse ist in Fig. 1 durch die Linie 23 angedeutet.
Wie der Fig. 2 mehr im einzelnen entnommen werden kann, weist die Oberseite der Isolierplatte 3 ein Paar Horn-Elektroden 12 und 12a auf, welche einen Lichtbogenüber-Bchlagsepalt 12b begrenzen. Parallel diesem Spalt 12b ist eine Vorionisationsvorrichtung 24 parallel mit einem Schirmwiderstand 25 angeschlossen. Die Vorionisationsvorrichtung 2* kann hierbei eine Ausbildung haben, wie
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das im USA-Patent Nr. 3 223 871* im einzelnen beschrieben ist. Letztere ist mit Stiften 16 und 17 durch geeignete Leitermittel 26 und 27 verbunden. Die Oberseite der Platte 3 umfasst eine flache Vertiefung 28, welche von einer erhöhten Randzone 29 umgeben .wird. In der Vertiefung erstrecken sich die vorgenannten Elektroden sowie von der Randzone abragende lichtbogenstreckende Zähne 30 bis 33, wie das im einzelnen im vorgenannten USA-Patent beschrieben ist. Obwohl die Ausbildung dieser Lichtbogenkühl- und Streckfläche im Innern der Lichtbogenkammer beliebig ausgebildet sein kann, hat sich die dargestellte Ausbildung als im vorliegenden Falle bevorzugt erwiesen.
Aus dem in Pig. 6 dargestellten Querschnitt der vorbeschriebenen Lichtbogenkammer lässt sich entnehmen, dass die obere Begrenzung der Kammer von der Isolierplatte 2 bewirkt wird, welche so ausgebildet ist, dass sie mit ihrer Randzone die Randzone 29 der Platte 3 übergreifen kann und ebenfalls angeformte Zähne 34 umfasst, welche in die Lücken zwischen den entsprechenden Zähnen 30 bis 33 der Platte 3 eingreifen.
Erfindungswesenlieh sind nun die in den Pig. 2 und 6 erkennbaren Wandungsmittel 35 in der Lichtbogenkammer zwischen den Elektroden 12 und 12a und der durch die Zähne 30 bis 33 gebildeten Lichtbogenkühlfläche. Vorzugsweise werden die Wandungsmittel 35 durch einen an der Oberseite der Platte 3 abragenden und angegossenen Vorsprung gebildet, der sich senkrecht von der Vertiefung der unteren Platte 3 gegen die Unterseite der Platte 2 erstreckt, wie Pig. 6 deutlich zeigt.
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Die genannte Wandung 35 kann aus Isoliermaterial bestehen oder aus elektrisch leitfähigem Material. Zweckmässig bestehen aber die Platten 2 und 3 aus porösem Isolationsmaterial und, da die Wandung 35 zweckmässig an der Platte 3 angegossen ist, ebenso die Wandung 35« Der Zweck der Wandung 35 besteht darin, die Bewegung eines Lichtbogens mit hohem Strom auf seinem Wege von den Elektroden 12-12a nach aussen zu hemmen, welche Bewegung unter der elektrodynamischen Wirkung der Hörner und der Treibkraft des durch die Spule 22 erzeugten magnetischen Feldes nach einem Uebersehlag zustande kommt. Es wurde gefunden, dass durch die Hemmung der Bewegung eines Lichtbogens in einer Löschfunkenstrecke der Aufbau namhafter Spannungen bei Entladung hoher Ströme begrenzt werden kann. Durch zweckmässige Bemessung der Hemmmittel für einen gegebenen Strom kann somit eine einwandfreie und schnelle Löschung der Entladungestrecke eines Ueberspannungsableiters erreicht werden nach einer Hochspannungsentladung, bei welcher ein hoher Liehtbogenstrom entsteht. Ferner wird die Lichtbogenkühlfläche gegen Zerstörung oder Erosion bei hohen Lichtbogenströmen geschützt, wie dies nachfolgend noch näher erläutert wird.
Dit Funktionsweise der Anordnung lässt sich anhand der Fig. 2, 3 und 4 verfolgen. Gemäss Fig. 2 befindet sich ■wischen den Elektroden 12 und 12a ein Lichtbogen 36 mit hohen Strom. Normalerweise wird bei einer Stossspannung über den Elektroden 12 und 12a und den übrigen seriegesohalteten Elektroden der Entladungsstrecke der Uebersehlag gealss Pfeil 12b an der engsten Stelle des Ueberschlags-
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spaltes stattfinden. Daraufhin bewirken die Horn-Elektroden infolge ihrer Ausbildung eine Bewegung des Lichtbogens nach aussen gegen die Zähne 30?33 in der Lichtbogenentladungskammer. ,Diese Bewegung wird zusätzlich unterstützt durch die elektrodynamische Treibwirkung des Magnetfeldes der Spule 22. Es kann nun ohne weiteres gesehen werden, dass es, wenn der Lichtbogen 36 rasch in die Zähne 30-33 getrieben wird, möglich ist, infolge der raschen Kühlwirkung der Zähne und infolge des hohen Lichtbogenstromes, dass eine übermässige Lichtbogenspannung auftreten kann. Da aber sowohl Strom als auch Spannung sehr hoch sind, ist auch der Anteil der zu vernichtenden Energie sehr hoch, was die Kühlzähne schnell überhitzt. Das kann zur Verschlechterung der Strombegrenzungsfähigkeit der Ueberschlagsstrecken führen, weld« Gefahr insbesondere in Oleichstromanlagen in Erscheinung tritt.
Die Wandung 35 weist nun eine solche Länge auf, dass die Lichtbogenenden zunächst gegen die dicken Hörnenden der Elektroden getrieben werden, ehe die äussersten Zonen des Lichtbogens 36 beginnen, sich um die Enden der Wandung 35 herumzulegen, wie Fig. 2 deutlich zeigt. Ferner weist die Wandung 35 von den Zähnen 31 und 32 eine solche Entfernung auf, dass zwischen den innersten Enden der Zähne 31 und 32 und der Rückseite der Wandung •in Durchgang gebildet ist, der klein genug ist, einem Lichtbogen 36 mit hohem Strom den Durchgang su verwehren, hingegen einem Lichtbogen 36a mit geringerem Strom den Durchtritt su gestatten, wie das Fig. 3 veranschaulicht. Diese Wirkung begründet sich darauf, dass die physikalische Dioke dta Lichtbogens eine Funktion sein·· Stromes ist.
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Ein höherer Lichtbogenstrom hat somit einen dickeren Lichtbogen zur Folge und ein solcher dickerem Lichtbogen kann dann nicht durch den relativ schmalen Durchgang zwischen der Innenfläche der Zähne und der Rückseite der Wandung hindurchgetrieben1werden. Somit wird im Betrieb der Lichtbogen J>6 mit seinem hohen Strom durch die Wandung 35 an seiner Bewegung zur Kühlfläche hin gehemmt, wobei der Lichtbogen zwischen den Enden der Wandung und den betreffenden Zähnen hängen bleibt, bis praktisch der gesamte Ueberstrom zur Erde abgeleitet würde. Ist diese Entladungsphase erreicht, fällt der Strom rasch auf den Normalpegel des Leitungssystems ab, so dass ein Lichtbogen 36a mit wesentlich geringerem Strom entsteht. Dieser Lichtbogen ist dann so dünn, dass er durch den beschriebenen Spalt getrieben werden kann und dann Schleifen gemäss der Darstellung in Pig. 3 bildet. Diese erhitzen und ionisieren diese Ionen und verursachen dann einen üeberschlag derart, dass der Lichtbogen dann eine Schleife entlang der gesamten Kühlfläche bildet und dann rasch gelöscht wird.
Aus dem Vorstehenden geht hervor, dass somit Steuermittel gebildet sind für eine gesteuerte Bewegung des Lichtbogens, welche bei einem Strom über einem Grenzwert die Bildung einer hohen Lichtbogenrückwirkungsspannung verhindern und ebenso für eine schnelle Bildung der Lichtbogenspannung sorgen, wenn der Strom unter einen vorgegebenen Grenzwert ftllt. Der Strom, bei welchem eine weitere Erhöhung der Rttckwirkungsspannung in der Entladungskammer verhindert werden soll, ist hierbei bestimmt durch die Länge der
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Wandung 35 und deren relative Lage bezüglich Elektroden und Kühlfläche.
Durch Ausführungsvarianten der die Lichtbogenbewegung hemmenden Mittel kann die Betriebseharäkteristik solcher Ueberepannungsableiter den Verwendungszwecken entsprechend geändert werden. Beispielsweise können gemäss Fig. 5 die die Lichtbogenbewegung hemmenden Mittel zwei Wandungsabschnitte 35a und 35b an der Platte 3a umfassen. Diese beiden Wandungsabschnitte begrenzen dann zwischen sich einen Durchlass 35c mit etwa der gleichen Ausdehnung wie die Durchlässe zwischen den äusseren Enden der Wandungsabschnitte 35a und 35b und den betreffenden Zähnen 30 bzw. 33.
Durch diese Massnahmen wird erzielt, dass nach vorbeschriebener Stromreduktion ein relativ dünner Lichtbogen geringen Stromes durch zusätzlich den mittleren Durchgang 35c hindurchgetrieben wird und so der Lichtbogen sehr rasch hinter die Wandabschnitte 35a und 35b gelangen kann. Ferner wird durch diese Anordnung ein wesentlich gröseerer Sektor der Kühlfläche abgeschirmt, was zur Folge hat, dass der dann gegen die Kühlfläche getriebene Lichtbogen geringeren Stromes mehr Kühlung erfährt, was einem rascheren Aufbau einer hohen Lichtbogenspannung dient. Ein weiterer Vorteil in der Aufteilung der Wandung 35 in mehrere Abschnitte besteht darin, Durchlasse verschiedener Dimensionen zu bilden, so dass zusätzliche Abschnitte der Randzone der Lichtbogenkammer zunächst abgeschirmt und dann für den Lichtbogen mit reduziertem Strom freigegeben werden können.
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Claims (8)

  1. Patentansprüche
    fl.j Ueberspannungsableiter mit einer Entladungsstreckenanordnung, die eine Mehrzahl Lichtbogenkammern umfasst, in denen je ein der Lichtbogenbildung dienendee Elektrodenpaar (12, 12a) angeordnet ist, welche Elektrodenpaare seriegeschaltet sind und eine Entladungsstrecke bilden, und in denen je Mittel (30-33) vorgesehen sind zur Längung der durch Ueberspannungen am Ableiter zwischen den Elektroden erzeugbaren Lichtbogen und zur Bewegung der gelängten Lichtbogen gegen öine in jeder Kammer gebildete Lichtbogenkühlfl'iche (31O, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Lichtbogenkammer zwischen dem Elektrodenpaar und der Lichtbogenkühlfläche die Lichtbogenbewegung hemmende Mittel (35; 35a, 35b) vorgesehen sind.
  2. 2. üeberspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Lichtbogenbewegung hemmenden Mittel einen von einer Kammerwandung abragenden Vorsprung (35) umfassen zur Hemmung der Bewegung von einen Strom über einer vorgegebenen Grosse führenden Lichtbogen gegen die Lichtbogenkühlfläche der Kammer.
  3. 3· Ueberspannungsableiter nach Anspnch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Lichtbogenbewegung hemmenden Mittel eine Wandung (35) zwischen den betreffenden Elektroden und der Lichtbogenkühlfläche von vorgegebener Länge und Breite umfassen.
  4. 4. Ueberspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Lichtbogenbewegung hemmenden
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    Mittel eine Mehrzahl Wandungsabschnitte (35a, 35b) mit einer vorbestimmten Tota,llänge umfassen, wobei die Wandungsabschnitte mindestens einen Durchgang (35c) begrenzen zur Hindurchbewegung von Lichtbogen mit einem Strom unterhalb einem Grenzwert gegen "die Lichtbogenkühlfläche.
  5. 5. Ueberspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung (35) aus dielektrischem Material besteht.
  6. 6. Ueberspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Lichtbogenkammer begrenzenden Mittel und die Wandung (35) aus porösem Isoliermaterial bestehen.
  7. 7. Ueberspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die de Lichtbogenkammer begrenzenden Mittel aus Isoliermaterial und die Wandung (35) aus elektrisch leit· fähigem Material bestehen.
  8. 8. Ueberspannungsableiter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung (35) und ein Teil der die Lichtbogenkammer begrenzenden Mittel aus einem einzigen Gussstück bestehen.
    Pe/cb/BE 13713
    3.Februar 1970
    109836/0556
    Leerseite
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