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Laufradantrieb und -Lagerung für einen Eran Die Erfindung betrifft
einen Laufradantrieb und -lagerung für einen Kran, bestehend aus einermit dem Laufrad
drehfest verbundenen Welle, die beidseitig des axial verschiebbaren Laufrades über
Wälzlager in Lageraugen des Kranträgers.
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gelagert ist, und einem Antriebsmotor, der über ein-Getriebe dem einen
Ende der Antriebswelle verbunden ist.
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Bei einem bekannten Laufradantrieb und einer -lagerung ist die Antriebswelle
axia 1 unverschiebbar in dem Kranträger gelagert und über eine Eerbza'hnverbindung
mit dem-Laufrad verbunden, welches auf diese Weise axial verschiebbar ist. Seitlich
am Kranträger ist ein Getriebe angeflanscht und an dieses der Motor. Über eine weitere
Kerbzahn.verbindung ist das eine Ende der hntriebswelie mit einem Bahnrad des Getriebes
drehfest verbunden. Dieser bekannte Antrieb ist jedoch wegen der~ Kerbzahnverbindungen,
die an Laufrad und Antriebswelle vorgesehen sein müssen, verhältnismäßig teuer in
der Herstellung.
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Auchengibt sich an der Kerbzahnverbindung ein Verschleiß, denn über
diese Kerbzahnverbindung wird nicht nur ein Drehmoment übertragen, sondern auch
die gesamte Achslast des Laufrades.
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Wegen dieser erheblichen Belastung kann es auch vorkommen, daß sich
das Laufrad auf der Antriebswelle festfrißt, was beim
Ausbau der
festgefressenen Welle erhebliche Schwierigkeiten bereiten kann. Auch der normale
Aus- und Einbau ist mit Schwierigkeiten verbunden, aa hierzu zunächst dcKs angeflanschte
Getriebe vom Kranträger abgeschraubt werden mu3, dann die Antriebswelle ausgebaut
werden murj und nun erst das Laufrad aus dem Kranträger herausgerollt werden karn.
Schließlich heat sich in der Praxis auch noch herausgestellt, daß das Getriebegehäuse
starken Stoß- und Schwingungsbelastungen ausgesetzt war und aus diesem Grund mehrfach
Brüche sn dem Flansch des Getriebegehäuses eingetreten sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen LcuCrcdantrieb und
eine -lagerung der eingangs erwähnten Bauart zu schaffen, die einfacher in ihrem
Aufbau und damit billiger in der Herstellung ist, die einem geringeren Verschleiß
lunterworfen ist und bei der ferner das Laufrad mit geringem Montageaufwand ein-
und ausgebaut werden kann.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung gekennzeichnet durch folgende
Merkmale: a) das Laufrad ist auf die Antriebswelle aufgcschrunpft oder besteht mit
dieser aus einem Stück Stahlguß; b) die Antriebswelle ist in ihrer Lagerung axial
verschiebbar gelagert; c) der außenring der Wälzlager ist in je einem Lagerdeckel
angeordnet, der mit einem Bund in das Lagerauge eingreift und nach dem Lösen von
Befestigungsschrauben axial verschiebbar ist; d) der Kranträger und die Lageraugen
sind mit einem waagerechten Schlitz versehen, der zum freien Ende des Kranträgers
hin eilen ist und dessen Breite größer ist als der Durchmesser der Antriebswelle;
e) das Getriebe mit dem angeflanschten Motor ist lösbar auf dem freien Ende der
Antriebswelle liegend engeordnet und gegen Drehbewegung durch einen mit dem Kranträger
verbundenw Anschlag gesichert, der eine Verschiebung des Getriebes in
Ächrichtung
der Antriebswelle zuläßt.
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Durch diese erfindungsgemäße Kombination werden zunächst die herstellungskosten
wesentlich gesenkt. Auf irgendwelche Lerbzahnverbindungen zwischen dem Laufrad und
der Antriebswelle wurde verzichtet. Ferner ist es auch nicht nötig, an dem Kranträger
einen geeigneten und genau bearbeiteten Befestigungsfleisch für das Getriebe vorzusehen.
Die Herstellungskosten können noch weiter verringert werden, wenn man das Eranlaufrad
und die Antriebswelle aus einem Stück Stahlguß herstellt.
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Es entfällt dann auch die Bearbeitung der Innenbohrung des Laufrades
und desenigen Teiles der Antriebswelle, auf die das Laufrad aufgeschrumpft wird.
Weiterhin weist der neue linuiradantrieb und die -lagerung eine hohe Lebensdauer
auf.
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An denjenigen Teilen, die das Drehmoment von der Antriebswelle auf
das Laufrad übertragen, tritt praktisch kein Verschleiß durch die Drehmomentübertragung
ein. Der Verschleiß durch Axialverschiebung der Antriebswelle in ihrer Lagerung
ist sehr gering. Schließlich ist bei dem neuen Laufradantrieb auch ein rascher Ein-
und Ausbau möglich. Es braucht lediglich die Verbindung zwischen dem Ende der Antriebswelle
und dem Getriebe gelöst zu werden, worauf das Getriebe zusammen mit dem angeflansehten
Motor abgenommen werden kann. Daraufhin werden die Befestigungsschrauben der Lagerdeckel
gelöst und diese aus den Lageraugen herausgezogen. Ist dies geschehen, so kann das
Laufrad zusammen mit der Antriebswelle auf der Kranlaufbalin aus dem Träger herausgerollt
werden. i?srner sind auch die Belastungen, welche auf das Getriebegehäuse einwirken,
wesentlich geringer, denn das Getriebegehäuse zusammen mit dem Motor wird von dem
freien sande der Antriebswelle getragen. Zwischen dem Kranträger und dem Getriebegehäuse
wirken lediglich Drehmomente, die von entsprechend ausgebildeten anschlägen übertragen
werden.
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Vorteilhaft wird die Antriebswelle axial verschiebbar in den Innenringen
des Wälzlagers gelagert. Hier ist infolge der Umfangslast das größere Spiel vorhanden.
Dagegen ist am Außenring, wo Punktlast besteht, eine enge Passung gewählt, was die
Lebensdauer der Wälzlager erhöht. Durch diese Anordnung lassen sich auch die Lagerdeckel
besonders einfach demontieren und montieren, denn die Lagerdeckel können zusammen
mit den in ihnen eng eingepaßten Wälzlagern bohne weiteres axial gegenüber der Antriebswelle
verschoben werden. Um das Abziehen der Lagerdeckel aus den Lageraugen zu erleichtern,
können vorteilhaft im Flansch der Lagerdeckel Gewindebohrungen für Abdrückschrauben
vorgesehen sein.
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Weitere Vorteile sowie Einzelheiten der Erfindung sind anhand eines
in der Zeichnung dargestellten Äusführungsb ei spieles im folgenden näher erläutert.
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Es zeiGen: 'ig. 1 einen Querschnitt durch den neuen Laufradantrieb
und die -lagerung; Fig. 2 einen Teilschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
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In der Zeichnung ist mit 1 ein Kranträger, beispielsweise der Kopfträger
eines Brückenkranes bezeichnet. Dieser Lopfträger ist in bekannter Weise in der
Nähe seines Endes mit Lageraugen 2 versehen. Die Lageraugen 2 dienen zur Aufnahnie
des Bundes 3 der Lagerdeckel 4 bzs. 4'. Eng eingepaßt in diese Lagerdeckel 4,4'
sind die Außenring 5 der Wäizlager 6.
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Die Antriebswelle 7 ist in den Innenringen 8 axial verschiebbtr gelagert.
Auf die Antriebswelle 9 ist das Laufrad cy aufgeschrumpft oder aber es besteht vorteilhaft
mit der Antriebswelle aus einem Stück. Der Kranträger 1 und c:ie L«;gerXugen 2 sind
je mit einen waagerechten Schlitz 10,11 versehen, der zum freien Ende 1a des Kranträgers
hin offen ist. Um das Eindringen von Wasser und Staub zu verhindern und außerdem
zur Anbringung eines Schienenreinigers und eines Puffers ist zweckmäßig das offene
Ende 1a des
Kranträgers durch eine abnehmbare AbschXußplatte 12
verschlossen, die mittels der Schrauben 13 an dem Kranträger befestigt ist.
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Die Antriebswelle 7 ragt mit ihrem einen Ende 7a aus dem Lagerdeckel
4' heraus. Auf diesem Ende.7a ist eine Hohlwelle 14 des Getriebes 15 zweckmäßig
über Ringspannelemente 16 befestigt.
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An das Getriebe 15, welches aus Blatzersparni sgründen und um weitüberkragende
Lasten zu vermeiden; zweckmäßig als Flachgetriebe ausgebildet ist, ist der Motor
17 angeflanscht. Zur Sicherung des Getriebes 15 gegen Drehbewegung ist an dem. Getriebegehäuse
ein Auge 18 befestigt, welches. auf einer sich senkrecht zum Kranträger 1 erstreckenden
land mit diesem verbundenen Stange 19 axial verschiebbar gelagert ist. Hierdurch
wird auf besonders einfache Weise einerseits eine Drehmomentabstützung des Getriebes
und andererseits auch seine axiale Verschiebbarkeit sichergestellt.
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Zur Begreaung der axialen Verschrebbarkeit des Laufrades 9 bzw. der
Antriebswelle 7 weist vorteilhaft das Laufrad 9 beidseitig einen Belag 20 aus verschleißfestem
Zehrschichtenmaterial auf. Bei Axialverschiebung des Laufrades kommt- je nach Bewegungsrichtung
der eine oder der andere Belag entweder an dem Lagerauge 2 oder an dem Deckel 4,4'
zur Anlage und damit ist die Axialverschiebung begrenzt.
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Die Zeichnung zeigt das Laufrad in eingebautem Zustand. Soll das Laufrad
wegen Verschleiß ausgewechselt werden, so wird der Kranträger 1 zunächst gegenüber
der Kranbahn~21. abgestützt, indem einfach zwischen die Kranbahn und die Unterseite
des Kranträgers 1 ein Keil eingeschlagen wird. Gegebenenfalls kann auch die Verwendung
dieses Keiles unterbeiben, falls der Kran eine genügende Steifigkeit aufweiset,
da er bei Ausbau eines Laufrades von den übrigen drei Laufrädern getragen wird.
Beim witeren Ausbau des Kranrades wird die Abschlußplatte 12 entfernt. Nach dem
Lösen der Halteschraube 27 kann das Getriebe 15 zusammen mit dem angeflanschten
Motor 17
von dem freien Ende 7a der Antriebswelle abgezogen werden.
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Dann di werden die Befestigungsschrauben 22 der Lagerdeckel 4,4' gelöst
und die Lagerdeckel werden aus den Lageraugen 3 herausgezogen, indem man beispielsweise
zwei der Befestigungsschrauben in Gewindebohrungen 24 der Lagerdeckel einsetzt und
durch Betätigung der Schrauben die Lagerdeckel von den Lageraugen abdrückt. Anschließend
kann das Laufrad zusammen mit der Antriebswelle 7 auf der Kranlaufbahn herausgerollt
wesen, wobei die Antriebswelle 7 durch den Schlitz 10,11 hindurchtritt.
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Die Breite B dieses Schlitzes braucht nur geringfügig größer sein
als der Durchmesser D der Antriebswelle. Der Einbau eines anderen Laufrades kann
in umgekehrter Weise ebenso einfach erfolgen.