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DE2005832A1 - Verfahren zur Herstellung von Titandioxydkonzentrat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Titandioxydkonzentrat

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DE2005832A1
DE2005832A1 DE19702005832 DE2005832A DE2005832A1 DE 2005832 A1 DE2005832 A1 DE 2005832A1 DE 19702005832 DE19702005832 DE 19702005832 DE 2005832 A DE2005832 A DE 2005832A DE 2005832 A1 DE2005832 A1 DE 2005832A1
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titanium dioxide
seed
ore
concentrate
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DE19702005832
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English (en)
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DE2005832C2 (de
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Shigeki Kyoto; Miyazawa Kokichi; Naka Hideaki; Yoshida Yoshio; Kusatsu Shiga Yamada (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ishihara Sangyo Kaisha Ltd
Original Assignee
Ishihara Sangyo Kaisha Ltd
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Publication date
Application filed by Ishihara Sangyo Kaisha Ltd filed Critical Ishihara Sangyo Kaisha Ltd
Publication of DE2005832A1 publication Critical patent/DE2005832A1/de
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Description

Verfahren zur Herstellung von Titandioxydkonzentrat
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Titandioxydkonzentrats aus einem tüanhaltigen Material.Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines Titandioxydkonzentrats mit einer starken Anreicherung mit Titandioxyd und einem geringeren Gehalt an anderen Komponenten oder Verunreinigungen aus einem titanhaltigen Eisenerz, z.B. Ilmenit, Leukoxen, Arizonit o.dgl. oder einem Material, das durch physikalische oder chemische Behandlung des vorstehend genannten titanhaltigen Eisenerzes hergestellt wurde.
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Bel der großtechnischen Herstellung von metallischem Titanund Titandloxydpigment nach dem Chloridverfahren ist eine Stufe zur Herstellung von Titantetrachlorid durch Chlorieren eines Titan enthaltenden Beschickungsmaterials und anschließendes Entfernen der Verunreinigungen erforderlich; um sich Jedoch die Verwendung einer großen Menge an kostspieligem Chlor zu ersparen, ist de Anwendung eines Titan enthaltenden Beschickungsmaterlals von höherer Qualität erforderlich, und dabei werden natürlich f vorkommende Rutilerze im allgemeinen als derartiges Beschickungsmaterial verwendet. Da jedoch die Vorräte an Rutilerz gering sind und das Erz vor kurzem nahezu erschöpft wurde, wurde versucht, eh Titandioxydkonzentrat durch Anreichern der Titangehalte in einem titanhaltigen Eisenerz, z.B. Ilmenit, der in der Natur reichlich vorkommt, obgldch sein Gehalt an Titan geringer ist, herzustellen.
Außerdem wurde eine große Menge von natürlich vorkommendem Rutilerz bisher als Rohmaterial für Schweißstäbe verwendet, jedoch wird aufgrund der vorstehend angegebenen Situation ein aus Ilmenit hergestelltes Ti- ' tandioxydkonzentrat anstelle des Rutilerzes verlangt.
Außerdem wird bei der Herstellung eines pigmentartigen Titandioxyds nach dem sogenannten Sulfatverfahren Titandioxyd durch eine Stufe hergestellt, wobei Ilmenit in konzentrierter Schwefelsäure gelöst und anschließend überschüssiges Eisen in Form von Kristallen von Elsensulfat entfernt wird. Jedoch ist eine derartige Arbeitsweise nicht immer für de Hersteller von pigmentartigem Titandioxyd wirtschaftlich vorteilhaft, da eine große Menge an konzentrierter Schwefelsäure erforderlich ist und die Verwendung eines Titandioxydkonzentrats von hoher Qualität auch auf diesem Gebiet verlangt wurde.
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Im Hinblick auf die vorstehend beschriebenen Zwecke wurden verschiedene Versuche für die Gewinnung eines Titandioxydkonzentrats durch Anreichern des Titanwertes in einem titanhaltigen Eisenerz, z.B. Ilmenit, das in der Natur reichlich vorkommt, vorgeschlagen. Es wurde beispielsweise ein Verfahren geschaffen, bei welchem der Titanwert oder Titangehalt in einem titanhaltigen Eisenerz, z.B. Ilmenit, durch Auslaugen des Erzes mit einer Mineralsäure und Entfernen durch Auflösen der Eisengehalte und anderer säurelöslicher Verunreinigungen hiervon angereichert wird.Bei einem weiteren Verfahren wird ein Titandioxydkonzentrat durch Bildung von geschmolzenem Eisen und einem geschmolzenen Titanhaltigen Schlakkenkonzentrat aus dem titanhaltigen Eisenerz und Entfernen des Eisengehaltes in Form von metallischem Eisen erhalten.
Insbesondere ist das vorstehend geschilderte Mineral säure-Auslaug- Ve rf ehren einfach im Betrieb; es ist jedoch mit derartigen Nachteilen verbunden, daß ein Titandioxydkonzentrat von höherer Qualität, z.B. oberhalb 80 Gew.-# Titandioxyd, unter üblichen großtechnischen Bedingungen nicht ohne weiteres erhalten wird und es besonders schwierig ist, wenn ein titanhaltiges Material von grober Korngröße verwendet wird.
Es wurden nunmehr Untersuchungen hinächtlich der Verbesserung des vorstehend beschriebenen Mineralsäure-Auslaug-Verfahrens zum Anreichern der Titangehalte ausgeführt, um ein wirtschaftlich annehmbares Verfahren zu erhalten und es wurde dabei überraschenderweise festgestellt, daß, wenn das titanhaltige Eisenerz einer
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Mineralsäureauslaugung in Gegenwart eines Impf- oder Keimmsterials zur Beschleunigung der Hydrolyse von Titansalz unterworfen wird,(A). das Ausmaß oder die Geschwindigkeit der Auflösung der Eisengehalte aus* dem titanhaltlgen Material, z.B. Ilmenit, erhöht wird, wodurch ein Titandioxydkonzentrat von hoher Qualität, das nach den gebräuchlichen Arbeitsweisen bisher niemals leicht erhältlich war, erhalten werden kann, und (B) die Bildung von Feinmaterialien beim Auslaugen verringert werden kann und demgemäß ein Titandloxydkon-W zentrat von hoher Qualität mit einer gewünschten Korngröße durch Auswahl der geeigneten Korngröße des titanhaltigen Materials erhalten werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung eines Titandioxydkonzentrats von hoher Qualität bei niedrigen Kosten und In technisch einfacher Arbeitsweise. Ein weiterer ^veck der Erfindung ist die Schaffung,eines Verfahrens zur Herstellung eines Titandioxydkonzentrate von hoher Qualität, das ftir die Herstellung von Titantetrachlorid, Schweißstäben und Titandioxyd nach einem Sulfatverfahren geeignet ist. Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung eines Titandioxydkonzentrats von groben Körnern durch Anreichern eines titanhaltigen Materials von groben Körnern. Ferner bezweckt die Erfindung die Schaffung eines Verfahrene zur Herstellung eines Titandioxydkonzentrate, das mühelos durchgeführt werden kann und für großtechnische Ausführung geeignet let.
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Die vorstehend beschriebenen Zwecke können gemäß der Erfindung durch ein Verfahren erreicht werden, bei welchem ein titanhaltiges Material mit einer Mineralsäure in Gegenwart eines Impf» oder Keimmaterials zur Beschleunigung der Hydrolyse von Titansalz ausgelaugt und eine Eisen enthaltende Lösung von dem Auslaugungsprodukt entfernt wird.
Das vorstehend angegebene Impf- oder Keimmaterial zur Beschleunigung der Hydrolyse von Titansalz 1st ein solches Material,das das Ausmaß oder die Geschwindigkeit der Hydrolyse eines Titansalzes, beispielsweise Titanylsulfat oder Titantetrachlorid, durch dessen Anwesenheit in der Wärmehydrolysestufe von einer wäßrigen Lösung des Titansalzes fähig ist und gewöhnlich in einen kolloidalen Zustand vorliegt·
Praktische Beispiele für derartige Impf- oder Keimmaterialien sind hydratisierte Metalloxyde mit der vorstehend genannten Impf- oder Keimbildungsaktivität, beispielsweise von solchen Metallen, wie Titan, Zinn, Niob, Tantal, Silicium ο.dgl··
Diese Impf- oder KeImmateriellen können z.B. nach folgenden Arbeltsweisen hergestellt werden:
(1) Ein kolloidales hydratisiertes Metalloxyd von Titan wird durch Neutralisieren einer wäßrigen Lösung eines Titansalzes, z.B. Titanylsulfat oder Titantetrachlorid, mit Ammoniak oder einem anderen alkalischen Material hergestellt. Erforderlichenfalls kann durch Altern des kolloidalen hydratisierten Titanoxyds dessen Impf- oder Keimbildungsaktivität im allgemeinen
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verbessert werden.
(2) Das kolloidale hydratleierte Titanoxyd wird hergestellt, indem man eine wäßrige Lösung eines Titansalzes, z.B. Titanylaulfat oder Titantetrachlorid, teilweise neutralisiert, anschließend erT hitzt oder die vorstehend genannte wäßrige Lösung
des Titansalzes zu heißem Wasser nach einem Vorerhitzen zugibt, wodurch der Titangehalt hydrolysiert wird.
(3) Das kolloidale hydratisierte Oxyd τοη Niob oder Tantal wird hergestellt, indem man eine wäßrige Lösung, z.B. eine wäßrige Fluorwasserstoffsäure enthaltende Lösung eines Niobsalzes, z.B. Niobpentachlorid, oder eines Tantalsalzes, z.B. Tantalpentachlorid, mit Ammoniak oder einem anderen alkalischen Haterial neutralisiert. Erforderlichenfalls kann die Impf- oder KeinbildungsaktiTität des kolloidalen hydratleierten Metal1-oxyds oder Alterung desselben im allgemeinen verbessert werden.
(4) Das kolloidale hydratieierte Oxyd von Zinn oder Silicium kann
(a) durch Zugabe einer Mineralsäure zu einer wäßrigen Lösung eines Stannats, s.B. Natriumstannat, oder eines Silicate, z.B. Natriumsillcat, oder
(b) durch Zugabe der wäfirigen Lösung dee Stannats oder des Silicate zu dem Syetem,das durch Auelaugen eineβ titanhaltigen Materials mit einer Mineralsäure erhalten wurde, hergestellt werden.
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Die vorstehend angegebenen Arbeitsweisen sind lediglich Beispiele für die Herstellung der vorstehend genannten Impf- oder Keimmaterialien, die gemäß der Erfindung verwendet werden sollen, wobei jedoch die gemäß der Erfindung verwendeten Impf- oder Keimmaterialien nicht auf diese praktischen Beispiele beschränkt sind und daher beliebige Materialien mit der vorstehend genannten Impf- oder Keimbildungeaktivität bei dem Vefahren gemäß der Erfindung verwendet werden können. Beispielsweise können auch Impf- oder Keimmaterialien verwendet werden, die nach den Arbeitsweisen, wie in Jelks Barksdale: "Titanium", 2.Ausgabe, S.264-278, herausgegeben 1966 von The Ronald Press Company, New York, beschrieben, hergestellt wurden. Das hydratislerte feine teilchenförmige Titandioxyd, das durch Auslaugen eines titanhaltigen Materials mit einer Mineralsäure gebiUet wurde, besitzt jedoch eine niedrige Keimbildungs- oder Impfaktivität und ist als solches zur Verwendung als Impf- oder Keimmaterial nicht geeignet.
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Die notwendige Zusatzmenge von dem -vorstehend beschriebenen Impf- oder Keimmaterial bei der SäureauslaugeBaktion gemäß der Erfindung hängt von der Art der zu verwendenden Rohmaterialien, den Arbeitebedingungen fUr das Auslagen od.dgl. ab, wobei jedoch der molare Prozenteatζ des Metalloxyds in dem Impf- oder Keimmaterial, bezogen auf den TiO2-Gehalt in dem Ausgangsmaterial, im allgemeinen im Bereich von 0,1 bis 10 %, vorzugsweise 0,3 bis 5,0 % liegt. Der Angabenbereich hängt natürlich von der Aktivität des Impf- oder Keimmaterials ab und der vorstehend angegebene Wert von 0,1 % ist die untere Grenze im Falle der Verwendung eines Impf- oder Keimmaterials mit einer verhältnismäßig hohen Aktivität. Mengen des Keim- oder Impfmaterials, die außerhalb des vorstehend angegebenen Bereichs liegen, können natürlich angewendet werden. Wenn jedoch die Menge kleiner! als 0,1 % ist, ist die Wirkung gemäß der Erfindung ungenügend und deren praktische Brauchbarkeit ist verringert, während, wenn die Menge höher als 10 Mol-96 ist, keine weitere Wirkungszunahme durch die "Erhöhung des Anteils an Impfoder Keimmaterial erzielt wird, was zu einer Verminderung des wirtschaftlichen Wertes führt.
Der geeignete Zeitpunkt für die Zugabe des vorstehend beschriebenen Impf- oder Keimmaterials zu dem Reaktionssystem hängt ebenfalls von der AusfUhrungsdauer der Umsetzung, der Arbeitstemperatur, der Säurefestigle It, der Korngröße des zu verwendenden Ausgangematerials und den Eigenschaften des gewünschten Konzentrats" ab. Wenn z.B. die AusfUhrungdauer der Umsetzung 6 Std, beträgt, 1st es erwünscht, das Keim- oder Impfmaterial dem Reaktionssystem zu einem Zeltpunkt im Bereich von dem Beginn der Umsetzung bis zu 2 bis- 3 Std. nach Beginn der Umsetzung zuzugeben.
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Der Reaktionsmechanismus oder die Wirkungswelse dee Impf- oder Keimmaterials ist im einzelnen noch nicht völlig geklärt, er wird jedoch wie folgt angenommen;
Es wird angenommen, daß die Wirkung von (A), wie vorstehend beschrieben, dadurch hervorgerufen wird, daß, während bei dem gebräuchlichen Verfahren die Konzentrierung von Titanionen in der AuslaugeflUssigkeit mit fortschreitender Konzentration ansteigt, wodurch die Auflösung von Eisen gestört wird, im Falle des Zusatzes des vorstehend beschriebenen Impf- oder Keimmaterials zu dem Reaktionssystem bei dem Verfahren gemäß der Erfindung die Hydrolyse von Titanionen in der AuslaugeflUssigkeit beschleunigt wird, wobei der Anteil an Titanionen in der Flüssigkeit außerordentlich herabgesetzt wird und dann eine Störung durch die Titanionen ausgeschaltet wird, wodurch die Auflösung von Eisen unter Schaffung des vorstehend beschriebenen Konzentrierungseffektes erhöht wird. Außer diesem Mechanismus wird Überdies angenommen, daß, während im Falle der Auslaugung mit Salzsäure bei dem gebräuchlichen Verfahren der Phosphorgehalt in· dem titanhalt igen Material, das als Rohmaterial verwendet wird, unter Störung der Auflösung von Elsen des Rohmaterials gelöst vtrd, im Falle der Zugabe des Impf- oder Kelmmateriais zu dem Reaktionssystem bei dem Verfahren gemäß der Erfindung der so gelöste Phosphorgehalt durch Absorbieren oder Ausfällen mit einer geringen Menge des hydrolysieren Produkts, das durch die Anwesenheit des Impf- oder Keimmaterials gebildet wird, entfernt wird, wodurch die vorstehend beschriebene Störungswirkung durch den Phosphorgehalt bei dem gebräuchlichen Verfahren ausgeschaltet werden kann, und der gewünschte Konzentrierungeeffekt erreicht wird.
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Es wird gegebenenfalls auch angenommen, daß der Vorteil (B), wie vorstehend beschrieben, dadurch bewirkt wird, daß die Hydrolyse des gelösten Titangehalte augenblicklich in der Oberfläche oder den Inneren der Teilchen des titanhaltigen Materials durch die Anwesenheit des Impf- oder Keimmaterials gemäß der Erfindung hervorgerufen wird, wobei die ursprüngliche Korngröße beibehalten werden kann.
Durch die Wirkung des vorstehend beschriebenen Keimoder Impfmaterials kann das Ausmaß der Auflösung des Eisengehaltes um gewöhnlich 5 bis 15 %9 in einigen Fällen um mehr als 2596 verglichen mit dem Fall, bei-welchem kein derartiges Impf- oder Keimmaterial verwendet wird, erhöht werden. Überdies kann, wie in dem nachstehenden Beispiel 3 gezeigt, bisweilen das Ausmaß auf ein Mehrfaches desjenigen der gebräuchlichen Arbeitsweise gesteigert werden. Wenn ferner das Ausgangsmaterial einmal auf ein derartiges Ausmaß konzentriert 1st, bei welchem keine feinen Teilchen in zu großer Menge gebildet werden und das Konzentrat dann mit Säure in Gegenwart' des vorstehend genannten Keim- oder Impfmaterials ausgelaugt wird, wird der Torteil (B), wie vorstehend beschrieben, ausgeprägter und in diesem Fall wird die Ausbeut· an groben Körnern für das Titandloxydkonzentrat mit einer guten Fließfähigkeit, beispielsweise um etwa 10 % erhöht, verglichen mit dem Fall, bei welchem kein Impfmaterial zugegeben wurde. Die Vorteile (A) und (B) werden entsprechend der Reaktionsbedingungen variiert und daher können die Reaktionsbedingungen in Übereinstimmung mit den Anwendungszwecken des herzustellenden Titandioxydkonzentrats zweckmäßig gewählt werden.
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200583
Da das Keim- oder Impfmaterial gemäß der Erfindung die Wirkung einer Beschleunigung der Hydrolyse des Titangehaltes als allgemeine Wirkung aufweist, besitzt es auch den Vorteil der Herabsetzung des Auflösungsverlustes von dem Titangehalt bei Auslaugen. Dieser Vorteil verbessert gleichzeitig die Ausbeute an Titandioxydkonzentrat sowie die Qualität des Titandioxyde in dem Konzentrat.
Der hier verwendete Ausdruck "titanhaltiges Material" bezeichnet (1) titanhaltige Eisenerze, z.B. Ilmeniter-fci Leukoxen, Arlzonit od.dgl. und (2) solche Materialien, die hergestellt wurden, indem man diese titanhaltigen Eisenerze einer chemischen oder physikalischen Behandlung unterwarf. '.
Beispiele für die' titanhaltigen Materialien, die der letzteren Gruppe angehören, sind (a) ein Material, das durch Reduzieren von im wesentlichen der gesamten Menge an Eisen(III)-Oxyd in dem Erz zu Elsen(II)-Oxyd hergestellt wurde,und (b) ein Material, das durch Entfernen eines Teils des Eisengehaltes in einem titanhaltigen Eisenerz durch Säureauslaugung hergestellt wurde.
Als titanhaltige Materialien gibt es ein sandartiges Material, das In einer Sandstrandablagerung vorkommt, ein Material vom massiven Typ, das in Gesteinsablagerungen auftritt und ein Material der feinen Pulverart, das durch Mahlen eines derartigen Materials erhalten wird. Wenn ein titanhaltiges Material mit einer Korngröße entsprechend einem Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,833 bis 0,74 am (20 bis 200 .mesh Tyler screen) verwendet wird, kann ein grobkörniges Konzentrat, das
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zweckmäßig fur die Ausführung von dessen Chlorierung in einem Wirbelschichtbettbetrieb verwendet wird, erhalten werden. Wenn ein titanhaltiges Material mit einer Korngröße» die durch ein Sieb mit einer lichten Maechenweite von 0,07^ mm (200 mesh Tyler screen) hindurchgeht, verwendet wird, kann ein Titandioxydkonzentrat von.hoher Qualität erhallen werden.
Als Mineralsäure für die Verwendung bei der Säurelaugung in dem Verfahren gemäß der Erfindung sind Schwefel· säure, Salzsäure und ein technisches Abfallmaterial, das eine derartige Säure enthält, z.B. Abfallschwefelsäure aus der Produktion von pigmentartigem Titandioxyd nach dem Sulfatverfahren und eine Fldcelabfallsäure anwendbar. Es können ausreichende Ergebnisse bei Verwendung einer technischen Abfallsäure, die Schwefelsäure enthält, erhalten werden und eine derartige Abfallsäure 1st ftlr die großtechnische Ausführung des Verfahrene gemäß der Erfindung ebenfalls geeignet.
Im allgemeinen ist die Konzentration der Säure während der Ausführung der Säurelaugung im Bereich von 100 bis 600 g/l, vorzugsweise 200 bis 500 g/l, bezogen auf die Konzentration der freien Schwefelsäure bei Verwendung von Schwefelsäure oder einer Abfallschwefelsäure und liegt oberhalb 100 g/l, vorzugsweise 150 bis 300 g/l, bezogen auf die Konzentration der freien Salzsäure, bei Verwendung von Salzsäure.
Daβ Verfahren gemäß der Erfindung kann natürlich praktisch ausgeführt werden, wenn die Konzentration' der Säure auch nicht in dem vorstehend angegebenen Bereich
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liegt. Wenn jedoch die Konzentration der Säure unterhalb der vorstehend genannten unteren Grenze liegt, wird der Eisengehalt nicht ausreichend herausgelöst, um ein Produkt oder Konzentrat von hoher Qualität zu ergeben, während, wenn die Konzentration von Schwefelsäure 600 g/l übersteigt, die Auflösung des Titandioxyds erhöht wird, wobei die Ausbeute an Titandioxydkonzentrat herabgesetzt wird und wenn die Konzentration an Salzsäure 300 g/l übersteigt, das Verfahren aufgrund der hohen Kosten von Salzsäure unwirtschaftlich wird.
Das Gefäß für die Säureauslaugung kann ein Gefäß der offenen Art oder ein Gefäß der geschlossenen Art sein. Die Arbeitstemperatur für die Säureauslaugung kann in einem Bereich liegen, der bei den gebräuchlichen Arbeitsweisen angewendet wird« Insbesondere kann, wenn die Säureauslaugung bei einer hohen Temperatur in einem geschlossenen Gefäß ausgeführt wird, die Reaktionszeitdauer verkürzt werden und ein Titandioxydkonzentrat von liBherer Qualität kann erhalten werden. Die Arbeitstemperatur für die Säureauslaugung liegt im allgemeinen erwünschter Weise und zweckmäßig oberhalt 800C und es werden bessere Ergebnisse erhalten, wenn die Arbeitstemperatur höher ist, wobei Jedoch gewöhnlich Temperaturen bis eu etwa 14O°C hinsichtlich der Beständigkeit des Gefässes gewählt werden.
Durch das gleichzeitige Vorhandensein von Fluorionen und/oder einem reduzierenden Material in dem Reaktionsaystem kann eine bevorzugtere oder günstigere Konzentrierungswirkung erhalten werden. Als Ausgangsma-
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terial für Fluorionen, wie gemäß der Erfindung verwendet, können Fluorwasserstoffsäure, Ammoniumfluorid, CaIciumfluorld oddgl. verwendet werden. Außerdem können als reduzierende Materialien gemäß der Erfindung Materialien verwendet werden, die in der LaugeflUsslgkeit gelöst werden können und einen Teil oder die Gesamtmenge -der in dem System vorhandenen Ferriformzu der Ferroform reduzieren können, z.B. metallisches Eisenpulver und ein Titan(III)-SaIz. Wenfi Serartiges Fluorionen enthaltendes oder ein reduzierendes Material verwendet wird, wird dieses dem Reaktionssystem zusammen mit dem oder vor oder nach der Zugabe des vorstehend genannten Impfmaterials zugegeben. Im allgemeinen beträgt der Anteil des vorstehend genannten Fluorionen enthaltenden Materials und des genannten metallischen Eisens 0,5 bis 10 Gew.-tf bzw. 0,5 bis 15Gey.-tf, bezogen auf dl· Menge des Rohmaterials. Ia Falle der Terwendung eines anderen reduzierenden Materials, beispielsweise des Titan(III)-salzes, 1st dessen Menge ebefcfali* derjenigen von Fe äquivalent.
Der feste Rückstand, der bei Entfernung de· Eisengehalt aus den titanheltigen Materialien, dl· nach einem derartigen Säurelaugeverfahren hergestellt wurden, erhalten wird, besteht aus einem Titandloxydkonzentrat von hoher Qualität, das zur Herstellung von Schweiistoffen für die Herstellung von Titantetrachlorid und für die Bildung von Titandioxyd nach einem Sulfatverfahren verwendet werden kann. * §■
Wenn die Reduktion des titanhaltigen Materials bei dem Verfahren gemäß der Erfindung ausgeführt wird, kann die Reduktion unter dem Zustand einer Reduktion des Elsen(III)-gehaltes oder der Ferriform zu einem Elsen(II)-
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gehalt oder einer Ferroform ausgeführt werden, wobei Keine derartigen Bedingungen zur Reduktion zu metallischen Eisen erforderlich sind. Demgemäß ist das Verfahren gemäß der Erfindung wirtscfe ftlich..
Verschiedene genaue Bedingungen bei der Reduktion können in Übereinstimmung mit einer Reduktionsfeaktion bestimmt werden und somit kann die Reduktion durch geeignete Auswahl der Art des Reduktonsmittele, der Betriebsdauer, der Arbeitstemperatur od/gl. ausgeführt werden. Als Reduktionsmittel werden bei dem Verfahren
gemäß der Erfindung Kohle, Holzkohle, Anthracit, Aktivkohle, Koks, Wasserstoffgas, Kohlenmonoxyd od.dgl. angewendet werden. Andere Reduktionsmittel, z.B. eine Mischung von Kohlenmonoxyd und Wasserstoff, die durch Wasserdampfreformieren von Erdgas oder Naphtha erhalten,wurde,und eine Mischung von Kohlenmonoxyd und Wasserstoff, die durch teilweises Oxydieren von Brennstoffölen erhalten wird, können bei dem Verfahren gemäß der Erfindung ebenfalls angewendet werden.
Die Erfindung vi rd nachstehend anhand von Beispielen näher erläutert. Die Zusammensetzungen der titanhaltigen Eisenerze, die in diesen Beispielen verwendet werden, sind in der- nachstehenden Tabelle I angegeben, worin das Erz 1 und das Erz 2 von Indien, das Erz 3 von Neuseeland und das Erz 4 aus Australien erhalten wurden und sämtliche Erze Korngrößen im Bereich entsprechend exiem Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,83 bis 0,07 mm (20 bis 200 mesh Tyler screen)aufweisen.
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(D Tabelle I I (4)
(Gew.-96) (Gew.-*J
\. Erz 59,03 54,26
24,68 (2) (3) 29,52
Komponenten^ 10,55 (Gew.-Ji) (Gew.-JC) 20,12
TiO2 23,66 54,12 45,08 19,84
Gesamt-Fe 0,43 29,39 32,39 1,50
FeO 0,37 21,74 37,35 0,00
Fe2O3 0,94 17,86 4,79 0,36
NnO 1,06 0,40 1,74 1,08
CaO - 0,18 0,95 1,13
MgO 0,17 1,40 - 0,07
Al2O3 1,15 2,44
V2O5 0,21 -
P2O 0,13 0,18
Die Zusammensetzungen der technischen Abfallechwefelsäuren, die aus den HydroIysestufen für die Herstellung von Titandiozyd nach dem Sulfatverfahren angegeben wurden und in den nachstehenden Beispielen als Auslaugesäure verwendet werden, sind in der nachstehenden Tabelle II angegeben.
Tabelle II
Freie Schwefel
säure (g/l)
Geaamt-Fe
(g/l)
TiO2
U/l)
Abfallschwefel
säure (A)
275 41
5,6
Abfallechwefel-
säure (B)
350 37 8,2
Abfallechwefel«*
säure (C)
450 38 8,9
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Die in den nachstehenden Beispielen verwendeten Impf- oder Keimmaterialien wurden, wie folgt hergestellt: In den nachstehenden Beispielen sind die verwendeten Impf- oder KeimmaterialJai durch die Bezeichnungen, wie in den nachstehenden Arbeitsweisen angegeben, bezeichnet; außerdem sind de in den Beispielen angegebenen Prozentsätze auf Gewicht bezogen, falls nichts anderes angegeben ist.
Impfmaterial S-1;
Das Impfmaterial wurde durch Neutralisieren einer Titanylsulfatlösung mit einer Konzentration γ»η 16O g/1 an TiOp » die mit Schwefelsäure angesäuert war, mit einer 10bigen Natriumhydroxydlösung und durch anschließendes Altern der sich ergebenden Lösung während 2omin bei B(K hergestellt.Das Impfmaterial enthielt 38g/l an TiO2.
Impfmaterial S-2:
Dieses Impfmaterial wurde hergestellt, indem eine Lösung von Titantetrachlorid mit einer Konzentration von 16O g/1 an TiOp, die mit Salzsäure angesäuert worden war, mit einer 10%igeri Natriumhydroxydlösung neutralisierte. Das Impfmaterial enthielt 34· g/l an TiOg.
Impfmaterial S-3:
Dieses Impfmaterial wurde durch Neutralisieren einer wäßrigen Natriumstannatlösung (Na2SnO,) mit einem Gehalt von 100 g/1 an SnO2 mit 20#iger Schwefelsäure bei 8O0C, Altern des Produktes während 2o min, bei der gleichen Temperatur und anschließendes äugen-
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blicklir-ches Kühlen hergestellt. Das Impfmaterial enthielt 80 g/l an SnO2.
Impfmaterial S-4;
Das Impfmaterial wurde durch Auflösen von Tantalpentachlorid in 55#iger Fluorwasserstoffsäure, Neutralisierung der Lösung mit einer wäßrigen 6%igen Ammoniumhydroxydlösung bei 80*C, Altern des Produktes . während 20 min bei der gleichen Temperatur und Waschen
* des Produktes durch Dekantieren hergestellt. Das so
hergestellte Impfmaterial enthielt 95 g/l an Ta2O5.
Impfmaterial S-5:
Das Impfmaterial wurde unter Anwendung der gleichen Arbeitsweise wie bei der Herstellung des Impfmaterials S-4 unter Verwendung von Niobpentachlorid anstelle von Tantalpentachlorid hergestellt und es enthielt 95 g/l von Nb2Oc.
Beispiel 1
Eine Mischung von 200 Gew.-Teilen des Erzes (1), wie in Tabelle 1 angegeben und 10 Gew.-Teilen Erdölkoks wurde in einen Reaktor eingebracht und das System wurde auf 900% während 1 Std. in einem Muffelofen erhitzt, um den Ferrieisengehalt im wesentlichen in Ferroeisengehalt überzuführen. Nach Kühlen des Systems unter Durchleiten von Stickstoffgas wurde der Überschuß von Koks oder Kohle von dem Reaktionsprodukt abgetrennt und das so erhaltene Produkt wurde als titanhaltiges Material in dem nachstehend beschriebenen* Versuch verwendet.
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In einen mit einem Rührer ausgestatteten und mit Blei ausgekleideten Autoklaven wurden 200 g des vorstehend hergestellten titanhaltigen Materials, 600 ml der Abfallschwefelsäure (B) und das in der nachstehendenTabelle III angegebene Impfmaterial eingebracht, worauf das System während 4 Std. unter Beibehaltung des Systems bei einer Temperatur von 13O1C und bei' einem Druck von 1,5 atü umgesetzt wurde. Bei Vervollständigung der Umsetzung wurde die Reaktionsflüssigkeit durch Filtration in einen festen Rückstand und in ein Filtrat getrennt. Nach Lufttrocknung des so abgetrennten festen Rückstandes wurden die Feinstoffe, die durch ein Sieb mit einer lichten Haschenweite von 0,074 mm(200 mesh) hindurchgingen, entfernt, und das zurückbleibende Konzentrat von groben Teilchen wurde während 2 Std. bei BOOC calciniert. Die Analysenergebnisse des so hergestellten Produktes sind in der nachstehenden Tabelle III angegeben.
Die in der nachstehenden Tabellen III bis VIII angegebene Menge an Impfmaterial ist die Menge an Metalloxyd in dem Impfmaterial in Mol-% , bezogen auf die in dem vorstehend angegebenen titanhaltigen Material enthaltene Titandioxydmenge.
Außerdem ist das Auflösungsverhältnis von Gesamteisen in den nachstehenden Tabellen der Gewichtsprozentsatz von dem gesamten gelösten Eisen, bezogen auf das in des verwendeten vorstehend beschriebenen titanhaltigen Material enthaltene gesamte Eisen. Ferner ist die Ausbeute für TiOp in den nachstehenden Tabellen als Gewichtsprozentsatz von Titandioxyd in dem so hergestalten Konzentrat,bezogen auf das Titandioxyd in dem titanhaltigen Material angegeben.
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Tabelle III
Versuch Nr.:
1 2 3 ,4 5 6
Impfmaterial
Auflösungs-
MengevMol-96; verhältnis
von Gesamt-Fe
TiOg-Ausbeute
grobes Konzentrat
S-1 η
S-3 S-4
S-5
0,5 1,0 1,0 1,0 1,0
47,6 70,6 78,6 67,1 78 * 75,0
96 90 87 84 96 85
TiO,
73,7
81,7
84,5
79,0
82,0
84,2
GesanrfeFe
j&
17,2
11,4
9,1
13,2
11,5
10,6
Gewicht i£}
161,5 136,6
126,9 132,0 145,4 125,2
ro
O CD
cn oo co ro
Beispiel 2
In einer Kugelmühle wurde das Erz (2) oder (3), wie vorstehend angegeben, gemahlen bis 65% durch ein Sieb mit einer lichten Haschenweite von 0,045 mm (325 mesh) hindurchgingen, und das so gemahlene Erz wurde als Ausgangsmaterial i.n" dem nachstehenden Versuch verwendet.
In einen Vierhalskolben, der mit einejrtn Thermometer, einem Rührer und einem RückflußkUhler ausgestattet war, wurden 300 ml der Abfallschwefelsäure (C), wie in Tabelle II angegeben, eingebracht, worauf das System erhitzt wurde. Wenn die Temperatur des Systems 9O3C erreichte wurden 100 g des vorstehend beschriebenen und gemahlenen Erzes dem Kolben zugegeben und der Inhalt des Kolbens wurde augenblicklich zum Kochen gebracht. In den Fällen der Vergleichsversuche Nr. 7 und Nr. 10 wurde das System im Siedezustand während 6 Btd. als solches gehalten, worauf die Umsetzung unterbrochen wurde. Andererseits wurde bei den Versuchen Nr· 8, 9, und 11 2 Std. nachdem das System den Siedepunkt schon erreichte, das vorstehend hergestellte. Impfmaterial S-1 dem Reaktionssystem zugeben,worauf das Reaktionssystem während 4 Std. im Siedezustand behalten wurde, um die Reaktion, auszuführen. Außerdem wurde bei Versuch Nr. 12 unmittelbar bevor das System den Siedezustand erreichte, metallisches Eisenpulver in einer Menge von 3 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des als Ausgangsmaterial verwendeten Erzes zugegeben und eine bestimmte Menge des Impfmaterials S-1 wurde dem System nach 2 Std. zugesetzt und überdies wurde das System unter Beibehaltung im Siedezustand während4 Std. um-
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gesetzt. Nach Beendigung der Reaktion wurde die Reaktionsflüssigkeit durch Filtration in ein Filtrat und einen festen Rückstand getrennt. Durch Calcinieren des Rückstandes während 2 Std. bei- 80O3C wurde ein Titandioxydkonzentrat erhalten. Die Mengen des Gesamt-Fe und des gesamten TiOp in dem Konzentrat wurden gemessen und die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in den nachstehenden Tabellen IV und V angegeben. . Die Zusatzmenge an Impfmaterial in den Tabellen IV und V sind die molaren Prozentsätze des Metalloxyds in dem zugesetzten Impfmaterial, bezogen auf die Menge an TiO2 in dem als Ausgangsmaterial verwendeten Erz und das AuflösungsmVerhältnis des gesamten Fe ist der Gewichtsprozentsatz des gesamten gelösten Eisens,bezogen auf die gesamte Eisenmenge in dem' als' Ausgangsmaterial verwendeten .Erz und die Ausbeute für TiOp ist der Gewichtsprozentsatz von Titandioxyd in dem konzentrierten Produkt, bezogen auf das Titandioxyd in dem Erz.
Überdies war die Ausbeute für Titandioxyd in der ι nachstehenden Tabelle in einem bestimmten Fall mehr al S1OO96, was durch das Titandioxyd in dem Impfmaterial und der Abfallschwefelsäure, die verwendet wurden, verursacht wurde.
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Tabelle IV
Zusatz
menge
(Verwendung von Erz TiO2-
Ausüeute·
(3))
Versuch
Nr.:
von
S-1
(Mol~90
Auflösungs
verhältnis
OO Analysenergebnis des
Konzentrats (96)
O von Gesamt-Fe
OO
66 TiO2 Gesamt-Fe
7 3 46,0 96 47,4 26,0
8 5 70,0 102 65.5 13,7
9 74,0 Tabelle V 70,3 11,5
(Verwendung von Erz (2))
Versuch Zusatz- Zusatzmenge Auflösungs-TiOp- Analysenergebnis Nr.: menge an metallischem verhältnis Aus- des Konzentrats(#)
von
S-1
Eisenpulver « .. von Ge-
00 samt-F·
(K) beute
(#)
TiO 2 Gesamt-Fe
(Mol-56) 44,0
10 O 48,5 75 59, 5 24,2
11 2 59,0 94 64, 1 20,8
12 2 Bei spiel 3 98 70, 6 1$#8
0
0
3
In «iner Kugelmühle wurde das Erz (3) gemahlen bis 7056 hiervon durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,045 mm (325 mesh) hindurchgingen,und das gemahlene Erz wurde als Ausgangsmaterial- wie in dem nachstehenden Versuch verwendet·
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In einen Vierhalskolben, der mit einem Thermomter, einem Rührer und einem Rückflußkühler ausgestattet war, wurden 400 ml einer 20<N»igen Salzsäure eingebracht und das System wurde erhitzt. Wenn die Temperatur der Salzsäure 900C erreichte(wurden 100 g des gemahlenen Erzes in den Kolben zugegeben, worauf das Reaktionssystem in dem Kolben augenblicklich in den Siedezustand gebracht wurde. Bei dem Vergleichsversuch 13 wurde das Reaktionssystem in der so erhaltenen Form · während 6 Std. umgesetzt, während bei dem Versuch Nr. 14 gemäß der Erfindung das Impfmaterial S-2 dem Reaktionssystem zugegeben wurde, wenn das System den Siedezustand erreichte, worauf das System während 6 Std. unter Beibehaltung im Siedezustand umgesetzt wurde. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 6 aufgeführt.
Zusatz
menge
Auflösungs
verhältnis
Tabelle 90 VI 2 des
Versuch
Nr.:
von
S-2
(Mol-90
TiO2- 95 ,5 Gesamt-Fe
0 von Gesamt-Fe w—*- Beispiel 4 ,4 3O1
13 1 . 14,9 Analyseergebnis
Konzentrats (%)
2,
14 98,8 TiO
45 ,4
82 ,3
Eine Mischung von 100 Gew.-Teilen des Erzes (1), wie in der vorstehenden Tabelle I angegeben» und 5 Gew.· Teilen Erdölkoks wurde in einen Reaktor eingebracht und die Mischung wurde auf 9000C während 1 Std. in einem
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Muffelofen erhitzt, um den Perrigehalt im wesentlichen zu einem Ferrogehalt zu reduzieren. Danach wurde das Produkt unter Durchleiten von Stickstoffgas gekühlt.
In einen mit Blei ausgekleideten Autoklaven, der mit einem Rührer versehen war, wurden 2 1 der Abfallschwefelsäure (a), wie vorstehend in Tabelle II angegeben, eingebracht und nach Zusatz von 400 g des reduzierten Erzes und 0,7 g des Impfmaterials S-1, bezogen auf Ti0„, wurde das System während 3 Std. bei 1300C und einem Druck von 1,5 atü umgesetzt. Nach Vervollständigung der Umsetzung wurde der Reaktionsschlamm durch Filtration in einen festen Rückstand und in ein Filtrat getrennt. Nach Lufttrocknung des so erhaltenen Rückstandes wurden die feinen Teilchen des Rückstandes, die durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,074 mm (200 mesh) hindurchgingen, entfernt, wobei 320 g eines groben Produktes erhalten wurden. Dieses Produkt wurde als titanhalfciges Material in den folgenden Versuchen verwendet.
(a) Vergleichsversuch 15
In, einen mit Blei ausgekleideten und mit einem Rührer versehenen Autoklaven wurden 600 ml der Abfallschwefelsäure (C), wie in Tabelle II beschrieben, eingebracht und nach Zusatz von 160 g des vorstehend hergestellten titanhaltigen Materials zu dem Autoklaven wurde das System während 3 Std. bei 13O0C und einem Druck von 1,5 atü umgesetzt. Nach Beendigung der Umsetzung wurde der Reak-ILonsschlamm durch Filtration in einen festen Rückstand und ein Filtrat getrennt. Nach Lufttrocknung des Rück-
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Standes wurde das Produkt gesiebt, zu Trennung von Probenteilchen,die auf einem Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,074 zurückgehalten wurden und von feinen Teilchen, die durch das genante Sieb hindurchgingen. Sowohl die Proben als auch die feinen Teilchen wurden während 2 Std. bei 8000C calciniert. wobei ein grobes Konzentrat und ein feines Konzentrat erhalten wurden. Diese Konzentrate wurden analysiert und die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehenden TabeHe VII augeführt.
(b) Versuch Hr. 16 gemäß der Erfindung
In einen mit Blei ausgekleideten und mit einem Rührer versehenen Autoklaven wurden 600 ml des Abfallschwefelsäure (C), wie in Tabelle II beschrieben, eingebracht und nach Zugabe von 160 g des vorstehend hefgestellten titanhaltigen Materials und des Impfmaterials S-1 wurde das System während 3 Std. bei 1300C und bei einem Druck von 1,5 atü umgesetzt. Nach Bendigung der Umsetzung wurde der Reaktionsschlamm der gleichen Behandlung ', .wie vorstehenden bei Vergleichsversuch 15 beschrieben, unterworfen. Die Ergebnisse sind ebenfalls in Tabelle VlI aufgeführt.
Die in Tabelle VII angegebene Zusatzmenge des Impfmaterials S-1' bezeichnet den Molprozentsatz an TitancLoxyd in dem zugesetzten Impfmaterial,bezogen auf das Gewicht des Titandioxyds in dem reduzierten Erz; das Auflösungsverhältnis des gesamten Fe bezeichnet den Gewichtsprozentsatz des gesamten gelösten Eisens bei der vorstehend beschriebenen ersten Behandlung und der vorstehend beschriebenen zweiten Behandlung, bezogen auf das gesamte Eisen in dem reduzierten Erz; die Aus-
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beute an grobem TiO2 bzw. feinem TiO2 ist der Gewichtsprozentsatz an TiO2 in dem vorstehend genannten groben Konzentrat, bzw. feinen Konzentrat·, bezogen auf die TiO2 Nenge in dem reduzierten Erz.
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Tabelle VII
Versuch Nr. Zusatzmenge von Auflösungs- TiOp-Ausbeute (%) Analysenergebnis des Kon-S--1 (Mol-96) Verhältnis ^^| ΤΣΤΤΓ zentrats (%)
yonCesamt-F grob fein.
>0.0 15 O 5 87, * -■ 85 15 TlU '2 lies
Fe
anrc- TlU 2 (iesa
Fe
jni S
GO 16 0, 88, 0 94 11 •9
8 87, 4 5 ,6 92 ,7 0, 5
90, 1 4 ,4 94 ,5 0, 8
ro ο ο
CX) OO
' Beispiel 5
Eine Mischung von 100 Gew.-Teilen des Erzes (4), wie in Tabelle I gezeigt,und 5 Gew.-Teilen Erdölkoks wurden in einen Reaktor eingebracht und das System wurde bei gOO^C während 1 Std. in einem Muffelofen gehalten, um den Ferrigehalt im wesentlichen zu Ferrogehalt zu reduzieren. Das Produkt wurde dann unter Durchleiten von Stickstoffgas gekühlt. Das Produkt wurde in einer Kugelmühle gemahlen, um Teilchen hiervon auszuwähl-en^o daß mehr als 65 % durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von etwa 0,045 mm (325 mesh) durchgehen konnten. Das Produkt wurde als titanhaltiges Material in dem nachstehenden Versuch verwendet.
In einen Vierhalskolben, der mit einem Thermomier, einem Rüher und einem Rückflußkühler ausgestattet war, wurden 300 ml der Abfallschwefelsäure (C), wie in Tabelle II beschrieben*,' eingebracht und das System wurde erhitzt. Wenn die Temperatur der ^bfallschwefelsäure 900C errreichte, wurden 10g des vorstehend besdriebenen titanhaltigen Materials zugegeben und der Inhalt des Kolbens wurde augenblicklich zum Sieden gebracht. Im Falle des Vergleichsversuches 1 7 wurde das System als solches während 6 Std. unter Sieden umgesetzt, während bei den Versuchen 18 und 19 gemäß derErfindung 2 Std. nachdem das System in den Siedezustand gebracht wjrden war, das Impfmaterial S-V Zugegeben und die Umsetzung während 4 Std. unter Sieden weiter fortgesetzt wurde. Bei dem Versuch Nr. 20 gemäß der Erfindung wurde unmittelbar bevor das System den Siedepunkt erreichte Ammoniumfluorid dem System in einer
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Menge von 5 Gew.-96, bezogen auf das Gewicht des vorstehend genainten^itanhaltigen Materials zugegeben. 2 Std. danach wurde das vorstehend genannte Impfmaterial zugegeben, worauf das System während 4 Std. unter Sieden weiter umgesetzt wurde. Nach Beendigung der Reaktion wurde das Produkt, wie in Beispiel 2 beschrieben, behandelt; die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle VIII angegeben.
Tabelle VIII Versuch Zusatz- Zusatz- Aufle-
menge des Impfmate rials (Mol-fl)
menge sungsvervon hältnis Ammonium- von Gefluorid samt-Fe
oo
TiO2
Ausbeute
Analysenergebnis des Konzentrats (%)
TiO
Geaamt-Fe
17 18
19 20
0 1 2 2
0 0 0 5
68 ;5 59 65,5
82 ,5 92 81,4
85 ,3 99 85,2
90 ,1 99 89,5
20,3 9,7 7,7 4,9
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1) Verfahren zur Herstellung von Titandioxydkonzentrat, dadurch gekennzeichnet, daß man ein titanhaltiges Material mit einer Mineralsäure in Gegenwart eines Impf- oder Keimmaterials für die Beschleunigung der Hydrolyse eines Titansalzes auslaugt und von dem so erhaltenen Produkt eineLösung mit Eisengehalten (iron values) entfernt und dabei ein Titandioxyd konzentrat erhält.
    2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Impf- oder Keimmaterial zur Beschleunigung der Hydrolyse des Titansalzes ein kolloidales hydratisiertes Metalloxyd verwendet. . '.
    3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man aisimpf- oder Keimmaterials zur Beschleunigung der Hydrolyse des Titansalzes kolloidales hydratisiertes Titanoxyd, Nioboxyd,Tantaloxyd oder kolloidales hydratisiertes Zinnoxyd verwendet;
    U) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet,daß man das Impf- oder Keimmaterial sin dem Auslaugesystern in solcher Menge verwendet, daß der molare Prozentsatz des Metalloxyds in dem genannten Impfmaterial 0,1 bis 10 Gew.-tf, bezogen auf die Menge des in den titanhaltigen Material enthaltenen Titandioxyds, beträgt.
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    5) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als titanhaltiges Material ein titanhaltiges Eisenerz verwendet.
    6) Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als titanhaltiges Eisenerz ein Erz verwendet, das als Strandsandablagerung auftritt.
    7) Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß man ein titanhaltiges Eisenserz mit einer Korngröße im Bereich entsprechend einem Sieb mit einem lichten Maschenweitenbereich von 0,833 bis 0,074 (20
    bis 200 mesh Tyler) verwendet.
    8) Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß man ein titanhaltiges Eisenerz mit einer kleineren Korngröße als entsprechende einem
    Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,074 m (200 mesh Tyler) verwendet. A .
    9) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mail als !Mineralsäure Salzsäure verwendet.
    10) Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Salzsäure eine Konzentration von 100 bis 300 g/l aufweist.
    11) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis ,8, da-• durch gekennzeichnet, daß man als Mineralsäure Schwefelsäure verwendet.
    12) Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwefelsäure eine Konzentration von 100 bis 600 g/l aufweist.
    009847/1548
    13) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als titanhaltiges Material ein solches verwendet, das durch Reduzieren eines titanhaltigen Eisenerzes mit Ferrigehalten in der Weise, das-ß im wesentlichen die gesamte Menge des' in dem Erz enthaltenen Ferrigehaltes in einen Ferrogehalt übergeführt ist, hergestellt wurde.
    14) Verfahren nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß man als titanhaltiges Material ein solches verwendet, das durch Entfernen eines Teils der Eisengehalte aus einem titanhaltigen Eisenerz durch Auslaugen mit einer Mineralsäure hergestellt wurde.
    15) Verfahren zur Herstellung von Titandioxydkonzentrat, dadurch gekennzeichnet, daß man ein titanhaltiges Material mit einer Mineralsäure in Gegenwart eines Impfoder Keinmaterials zur Beschleunigung der Hydrolyse eines Titansalzes und von Fluo.rionen auslaugt und eine Lösung mit Eisengehalten von dem Produkt entfernt und dabei ein Titandioxydkonzentrat .erhält.
    16) Verfahren zur Herstellung von Titandioxydkonzentrat, dadurch gekennzeichnet, daß man ein titanhaltiges Material mit einer Mineralsäure in Gegenwart eines Impfoder Keimmaterials zur Beschleunigung der Hydrolxyse eines Titansalzes und eines reduzierenden Materials auslaugt und eine Lösung mit Eisengehalten von dem Produkt entfernt und dabei ein Titandioxydkonzentrat !erhält.
    00984.7/1548
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