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Handgerät zum Aufbringen von Klebebändern auf Gegenstände.
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Die Erfindung bezieht stch auf ein Handgerät zum Aufbringen von Klebebändern
auf insbesondere geradlinige Gegenstände, wobei entweder einseitig klebende Klebebänder
oder zweiseitig klebende Klebebänder mit einseitiger Abdeckung einer klebenden Seite
verwendet werden können.
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Handgeräte zum Aufbringen von Klebebändern auf Gegenstände sind in
verschiedenen Ausrührungen bekannt. Bei einer bekannten Vorrichtung wird von einem
Rollenbehälter das Klebeband silber eine Gummiwalze gefUhrt und von Hand vorgezogen,
wobei der Abdeckstreifen durch ein Transportwalzenpaar, welches von der Gummiwalze
aus angetrieben wird, vom Klebeband getrennt und weggeführt wird. Zum Durchtrennen
einer gewünschten Länge eines Klebebandes ist ein feststehendes Messer vorgesehen,
Uber welches das Klebeband von Hand abgetrennt werden muß. Der Nachteil dieses Gerätes
besteht insbesondere darin, daß das Klebeband nur von Hand auf den Haftgrund, z.
B. einen'Gegenstand, auf geklebt werden kann.
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Weiterhin ist ein Handgerät bekannt, bei welchem einseitig klebende
abgedeckte Klebebänder verwendet werden.
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Bei diesem Handgerät wird das Klebeband mit vorgeschnittenen Teillängen
verarbeitet, indem das Klebeband über eine geriffelte Andrückwalze auf dem Haftgrund
aufgeklebt wird.
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Gleichzeitig wird über ein Transportwalzenpaar, welches von der Andrückwalze
für das Klebeband über einen Zahntrieb angetrieben
wird> der
Abdeckstreifen von der klebenden Seite des Klebebandes getrennt und weggeführt.
Auch bei dieser Vorrichtung ist ein feststehendes keilförmig ausgebildetes Messer
vorgesehen, welches den Klebebandstreifen von dem Vorrat trennt, wenn das Gerat
um etwa 90° verschwenkt worden ist. Der Nachteil dieses bekannten Geräts besteht
Snsbesondere darin, daß nach dem Trennen ein etwa lo cm langer Klebebandanfang herunter
hängt und zum Ankleben von Hand auf den Haftgrund bzw einen Gegenstand gedrückt
werden muß. Weiterhin hat dieses bekannte Gerät den erheblichen Nachteil, daß der
Abstand zwischen dem Trennmesser und der AndrUckwalzenmitte so groß ist, daß beim
Verkleben der Klebebandanfang von der Andrückwalze nicht auf den Haftgrund angedrückt
wird.
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Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß nach dem Verschwenken des
Gerätes zum Zwecke des Trennens des Klebebandes das Klebebandende von dem Hartgrund
wieder abgehoben wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Handgerät zum Aufbringen
von Klebebandern auf einen Haftgrund, 2. B.
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Qegenstände, zu schaffen, bei welchem einseitig oder zweiseitig klebende
Klebebänder (welche mit einem Abdeckstreifen versehen sind) durch ein einfache Bewegung
auf einen Gegenstand aufgeklebt werden und durch eine geringfügige Bewegung des
Geräts von dem Vorratsklebeband abtrennbar sind, wobei das Klebeband insgesamt auf
dem Haftgrund bzw. einem Gegenstand haften bleibt.
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Der vorliegenden Erfindung liegt ein neues Ldsungsprinzip zugrunde,
welches darin liegt, daß bei einem solchen Gerät eine Dreipunkt-Lagerung vorgesehen
ist, von der zwei Punkte vor dem Abtrennen des Klebebandes auf diesem aufliegen,
während der dritte Punkt der Dreipunkt-Lagerung Schwenkpunkt fUr das eigentliche
Gerät ist.
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Dabei ist einem Auflagerpunkt der Dreipunkt-Lagerung ein Messer zugeordnet,
durch das bei einer Relativschwenkbewegung um einen kleinen Winkel gegenüber dieser
Dreipunkt-Lagerung um den dritten Lagerpunkt das Klebeband durchgetrennt
wird.
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Nach einer praktischen Ausführungsform der Erfindung kann ein Auflagerpunkt
dieser Dreipunkt-Lagerung ein Umfangsteil einer Walze (Andrückwalze) sein, während
der zweite Auflagerpünkt beispielsweise durch eine oder mehrere Kufen gebildet ist,
in deren unmittelbarer Nähe ein Trennmesser o.dgl.
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etwas zürückversetzt angeordnet ist.
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Diese Dreipunkt-Lagerung kann nach einer Ausführungsform der Erfindung,dadurch
gebildet sein, daß an dem Handgerät ein zweiarmiger Hebel schwenkbar gelagert ist
(Lagerpunkt 1), wobei der eine Arm einen ersten AndrUckteil (z. B. die obengenannte
Andrückwalze, Lagerpunkt Z) trägt und der andere Arm den zweiten Andrückteil (Kufe,
Walze o. dgl, Lagerpunkt 3) trägt, gegenüber welchem ein Trennmesser etwas zurückversetzt
angeordnet ist.
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Nach einer welteren AusfUhrungsform der Erfindung kann die Dreipunkt-Lagerung
so ausgebildet sein, daß der Hebelarm des zweiarmigen Hebels, welcher den ersten
Andrückteil (Walze) trägt, kürzer als der Hebelarm ausgebildet ist, der den zweiten
Andrückteil (Kufe o. dgl.) sowie das Trennmesser trägt.
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Für die Erfindung ist nicht Voraussetzung, daß der zweite Andrückteil
als Kufe o.dgl. ausgebildet ist, es ist die Nbglichkeit gegeben, an dieser Stelle
statt einer Kufe auch einen Abrollteil {Rolle oder Walze) vorzusehen, vorausgesetzt,
daß dasxArbeitsende des Trennmessers gegenüber dem Auflagerpunkt dieser Walzeetwas
zurückversetzt ist.
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Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist bei Verwendung
von Klebebändern mit Abdeckstreifen in an sich bekannter Weise dafür Sorge getragen,
daß der Abdeckstreifen von dem Klebestreifen vor dem Aufbringen auf den zu verklebendekn
Gegenstand abgezogen wird.
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In der Zeicbnung -ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
zur Darstellung gebracht.
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Fig. I zeigt eine schematisch gehaltene Teilseitenan-sicht
eines
Handgerätes zum Aufbringen von Klebebändern in der Arbeitsstellung.
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Fig. II zeigt die gleiche Ausführung, Jedoch in der verschwenkten
Lage des Handgerates zum Durchtrennen des Klebestreifens.
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Das Handgerät besteht aus einem üblichen Gehäuse. 4> das zweckmäßig
flach ausgebildet ist und zwischen dessen Wandungen die Einzelelemente gelagert
sind. Die AusfUhrungsform ist eine solche, bei welcher von einer nicht dargestellten
Vorratsrolle ein einseitig mit einem Abdeckstreifen versehenes Klebeband 5 abgezogen
und der Klebestelle zugefUhrt wird. In dem Gehäuse ist eine mit 6 bezeichnete Walze
gelagert, die durch ein Zahnrad, Reibrad o.dgl. 7 von einer Andrück-bzw. Antriebswalze
8 angetrieben werden kann. Das -Zahnrad 7 steht mit einem Zahnrad (nicht dargestellt)
in Verbindung, auf dessen Achse eine Ablenkwalze 9 gelagert ist, dS mit einer im
Gehäuse gelagerten Gegenwalze lo antriebsmäßig verbunden ist.
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In dem Gehäuse 4 ist ferner ein Stellteil 11 gelagert, der eine Federzunge
12 trägt, die sich gegen die Rückseite des Klebebandes 5 federnd legen kann.
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Im hinteren unteren Teil des Gehäuses 4 ist eine Schwenkachse bzw.
ein Schwenklager 13 gelagert, welches einen zweiarmigen Hebel 14 trägt, der an einem
Ende auf einer Achse 15 eine Andrückwalze 16 drehbar trägt. Der andere Arm des Hebels
14 trägt ein Ansatzstück 17, an welchem ein oder zwei Kufen 18 befestigt sind. Ferner
trägt das Ansatzstück 17 ein mit 19 bezeichnetes Messer, das gegenüber den Kufen
18 etwas zurückstelit.
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Die Arbeitsweise des Handgerates ist rolgende: Zunächst wird ein
StUck Klebeband 5 mit einem Abdeckstreifen herausgezogen und um die Walze 6 gelegt;
der Abdeckstreifen wird zwischen die Walzen 9 und lo hindurchgeführt und das vordere
E:ntle des Klebebeldes 5 um die Antriebs-und Andrückwalze 8 gelegt, Dann wird das
Gerät durch Bewegen
(nach rechts) betätigt, wobei weiteres Klebeband
5 von ,der Vorratsrolle abgezogen wird; weiterhin drückt die Andrückwalze 16 das
Klebeband 5 auf den Haftgrund bzw. den zu verklebenden Gegenstand fest an. Nachdem
die gewünschte Länge Klebeband 5 auf den Haftgrund aufgebracht worden ist, wird
das Handgerät stillgesetzt und das-Gerät mit seinem Gehäuse 4 und den vorbeschriebenen
Teilenwum die Schwenkachse 15 in die in Fig. II dargestellte Stellung verschwenkt,
dergestalt, daß sich der zwischen der Andrückwalze 8 und der Kufe 18 befindliche
Teil des Klebestreifens mit dem Gerät 4 usw. nach oben bewegt und dadurch durch
das Messer 19 durchgetrennt wird. Der zweiarmige Hebel 14 macht dabei eine Schwenkbewegung,
durch die die Kufen o.dgl. 18 den Gegenstand berühren und ein Eindringen des Messers
19 in den Gegenstand selbst verhindern. Durch die -Schwenkbewegung des Hebels 14
dringt das Messer 19 in die Ebene des Klebebandes 5 ein und trennt dieses an seinem
hinteren Ende ab.
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Das Gerät ist dann für einen weiteren Klebevorgang wieder bereit,
indem das zwischen der Andrück- bzw. Antriebswalze 8 und dem Messer 19 befindliche
Stück auf einen weiteren Haftgrund- aufgelegt und das Gerät wieder in die Arbeitslage
gemäß Fig. I zurückverschwenkt wird. Die Ausführung ist zweckmäßig dabei so getroffen,
daß, nachdem das Gerät in Fig. II verschwenkt worden ist und die Trennung des Endes
des Klebrebandes vorgenommen worden ist, der Hebelarm 14 mit seinen Teilen selbsttätig
in die in Fig. I dargestellte Stellung zurückfällt.
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Wie ersichtlich; ist für die trennbewegung des Endes des aufgebrachten
Klebebandes nur eine geringe Verschwenkbewegung des Gerätes gegenüber der Dreipunkt-Lagerung
(in der Größenordnung von etwa 200) erforderlich.
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Die Vorteile des Geräts gegenüber den bekannten Geräten liegen insbesondere
.darin, daß beliebig lange Klebebandabschnitte auf irgendwelche Haftgründe bzw.
Gegenstände ge-' klebt werden können, ohne daß zusätzliche Hilfswerkzeuge
verwendet
werden müssen.
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Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß sowohl der Klebebandanfang
als auch das Klebebandende mit dem HaftgrunQbzw. dem Gegenstand fest verbunden werden.
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Schließlich besteht ein besonderer Vorteil darin, daß durch eine
nur geringe Schwenkbewegung des Gerätes gegenüber der Dreipunkt-Lagerung ein wirksames
Trennen des Klebebandes ermöglicht wird und daß anschließend sofort das vordere
Ende des noch mit der Rolle verbundenen Klebestreifens wieder auf einen Gegenstand
aufgebracht werden kann.