DE2004459A1 - Uberlagerungsbohrgerat und Verfahren zu seinem Betrieb - Google Patents
Uberlagerungsbohrgerat und Verfahren zu seinem BetriebInfo
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- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
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- E21B7/20—Driving or forcing casings or pipes into boreholes, e.g. sinking; Simultaneously drilling and casing boreholes
- E21B7/208—Driving or forcing casings or pipes into boreholes, e.g. sinking; Simultaneously drilling and casing boreholes using down-hole drives
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Description
- berlagerungsbohrgerät und Verfahren zu seinem Betrieb (Zusatz zur Patentanmeldung P 19 27 672.3) Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betrieb eines llberlagerungsbohrgerätes mit einer am vorderen Ende eines Außenbohrgestänges sitzenden Ringbohrkrone und einem mit einem Innenbohrgestänge verbundenen Innenbohrwerkzeug sowie einem zwischen Innenbohrgestänge und Innenb,ohrwerkzeug vorgesehenen Tieflochhammer, wobei das Innenbohrwerkzeug ein zwischen dem Tieflochhammer und der Innenbohrkrone angeordnetes SchlagstUck aufweist, welches huber Schlagränder o.dglO auf eine oder mehrere Innen schultern der Ringbohrkrone einwirkt.
- Ein solches Uberlagerungsbohrgerät ist in der Hauptanmeldung P 19 27 672.3 beschrieben. Dieses Uberlagerungsbohrgerät hat einen sehr hohen Wirkungsgrad, da die Innenbohrkrone und die Ringbohrkrone unter Vermeidung langer, elastisch nachgiebiger Übertragungswege gleichzeitig und gleichmäßig mit einem Tieflochhammer beaufschlagt werden können.
- Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß man mit einem Überlagerungsbohrgerät nach der Hauptanmeldung festes Gestein, welches von wenig festem Gestein überlagert ist, sehr wirtschaftlich durchbohren kann.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betrieb eines Überlagerungsbohrgerätes der vorgenannten Gattung zu schaffen, welches ein zeit- und kostensparendes ilberlagerungsbohren ermöglicht.
- Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß beim Durchbohren von lockerem Gestein sowohl das Außenbohrgestänge mit Ringbohrkrone als auch das Innenbohrgestänge mit Gieflochhammer und Innenbohrwerkzeug gleichzeitig vorgetrieben werden, daß beim Erreichen von festem Gestein das Innenbohrgestänge mit Tieflochhammer und Innenbohrwerkzeug gehoben und das Innenbohrwerkzeug gegen ein solches ausgetauscht wird, welches durch die Innenöffnung der Ringbohrkrone hindurchgeht, und daß beim Durchbohren des festen Gesteins das Außenbohrgestänge samt Ringbohrkrone im lockeren Gestein zu dessen Stützung stehenbleibt und nur das Innenbohrwerkzeug mittels Innenbohrgestänge und Tieflochhammer vorgetrieben wird.
- Das erfindungsgemäße Verfahren kann dahingehend weiter ausgestaltet werden, daß beim erneuten Erreichen von lockerem Gestein das Innenbohrgestänge samt Tieflochhammer und Innenbohrwerkzeug aus dem Bohrloch herausgezogen und gegen einen Uberlagerungsbohrsatz solchen Durchmessers ausgetauscht werden kann, daß dieser durch die Innenöffnung der ersten Ringbohrkrone'hindurchgeht.
- Die Erfindung bezieht sich auch auf ein-Überlagerungsbohrgerät nach der Hauptanmeldung, bei welchem der Außendurchmesser des Tieflochhammers kleiner als die Öffnung der Ringbohrkrone ist.
- Das erfindungsgemäße Verfahren wird nunmehr anhand der Zeichnung näher-erläutert, welche im Längsschnitt den unteren Teil eines Überlagerungsbohrgerätes wiedergibt, das im wesentlichen demjenigen nach der Hauptanmeldung entspricht.
- Das Überlagerungsbohrgerät, dessen unterer Teil in Fig. 1 im Längsschnitt dargestellt ist, besteht im wesentlichen aus einem Außenbohrgestänge 1, einem Innenbohrgestänge 2, einer Ringbohrkrone 3, einer Innenbohrkrone 4 und einem Tieflpchhammer 5. Die tingbohrkrone 3 ist mit dem Außenbohrgestänge 1 bei 6 beispielsweise durch Verschraubung verbunden. Der Tieflochhammer 5 sitzt am unteren Ende des Innenbohrgestänges 2.
- Mit dem Tieflochhammer 5 ist ein Schlagstück 7 drehfest, aberum einen kleinen Betrag in axialer Richtung relativ zum-Tieflochhammer 5 verschiebbar- verbunden. Innenbohrkrone 4 und schlagstück 7 bilden zusammen das Innenbohrwerkzeug.
- Das Schlagstück 7 ist so ausgebildet, daß es aufgrund seiner festen, aber lösbaren Verbindung mit der Innehbohrkrone 4 nicht nur auf diese einwirkt, sondern mit entsprechenden Schlagrändern 11 auch auf die Ringbohrkrone 3, die zu diesem Zweck mit einer ringsum verlaufenden Innenschulter 12 oder mehreren ringsum verteilten Innenschultern versehen ist.
- Die Innenbohrkrone 4 weist mehrere nicht dargestellte Auslässe für Luft- oder Wasserspülung auf, die mit einer durchgehenden Axialbohrung des Schlagstücks 7 in Verbindung stehen.
- Zum Rückführen des Spülgutes dienen Umfangsaussparungen am Schlagstück 7. Das Spülgut wird zwischen Außen- und Innenbohrgestänge 1, 2 zusammen mit dem Spülmedium und dem aus dem Tieflochhammer 5 ausgestoßenen Arbeits-Druckmittel nach oben gefördert, wie dies an sich bekannt ist.
- Beim Betrieb des Überlagerungsbohrgerätes werden Außen-und Innenbohrgestänge 1, 2 bei gleichzeitiger Beaufschlagung durch den Tieflochhammer 5 gemeinsam gedreht, und der Tieflochhammer 5 zieht beide das Bohrloch hinab.
- Wenn mit Ringbohrkrone 3 und Innenbohrkrone 4 beim Bohren festes Gestein erreicht wird, dann wird das Innenbohrgestänge 2 mit Tieflochhammer 5, Schlagstück 7 und Innenbohrkrone 4 herausgezogen, wobei das Außenbohrgestänge 1 zur Stützung des lockeren Bodens oder Gesteins stehenbleibt. Will man das Bohrloch, beispielsweise zum Einbringen von Verankerungen oder Sprengstoff, in das feste Gestein weiter vortreiben, so ersetzt man die Innenbohrkrone 4 mit dem Schlagstück 7 durch ein Innenbohrwerkzeug, welches durch die Innenöffnung 20 der Ringbohrkrone 3 hindurchgeht. Das Innenbohrwerkzeug 4,7 kann einstückig oder, wie dargestellt, auch mehrstückig sein.
- Beim Weiterbohren in festes Gestein wird nur das Innenbohrgestänge 2 vorgetrieben, während das Außenbohrgestänge 1 mit der Ringbohrkrone 3- stehenbleibt. Ist die gewünschte Tiefe des Bohrlochs erreicht, so wird das Innenbohrgestänge 2 samt Tieflochhammer 5 und Innenbohrkrone 4 herausgezogen, um das Bohrloch zweckentsprechend zu verwenden.
- Trifft man beim Weiterbohren nur mit dem Innenbohrsatz 2,5,4 erneut auf lockeres Gestein oder auf lockeren Boden oder Sand, d.h. wenn beispielsweise ein einzelner Pelsbrocken durchbohrt worden ist, so kann anstelle des Innenbohrsatzes 2,5,4 auch in teMskopierender Weise ein schmalerer kompletter Überlagerungsbohrsatz entsprechend dem in der Zeichnung dargstellten durch das Außenbohrgestänge- 1 und dle Ringbohrkrone 3 hindurch eingeführt werden, wobei man mit diesem in der vorbeschriebenen Weise weiterbohrt.
- Das erfindungsgemäße UberlWagerungsbohrverfahren ist besonders wirtschaftlich, da die Schlagkraft in jedem Fall in der Nähe der Bohrstelle auf die Bohrwerkzeuge übertragen wird.
- Di'e Erfindung betrifft auch Abänderungen der im beiliegenden Anspruch 1 umrissenen Aus'führungsform und bezieht sich vor allem auch auf alle Erfindungsmerkmale, die im einzelnen -- oder in Kombination--' in der gesamten Beschreibung und Zeichnung offenbart sind.
- Patentansprüche
Claims (2)
- Patentansprche 1. Verfahren zum Betrieb eines Uberlagerungsbohrgerätes mit einer am vorderen Ende eines Außenbohrgestänges sitzenden Ringbohrkrone und einem mit einem Innenbohrgestänge verbundenen Innenbohrwerkzeug sowie einem zwischen Innenbohrgestänge und Innenbohrwerkzeug vorgesehenen Tieflochhammer, wobei das Innenbohrwerkzeug ein zwischen dem Tieflochhammer und der Innenbohrkrone angeordnetes Schlagstück aufweist, welches über Schlagränder o.dgl. auf eie oder mehrere Innenschultern der Ringbohrkrone einwirkt, nach P 19 27 672.3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Durchbohren von lockerem Gestein sowohl das Außenbohrgestänge (1) mit Ringbohrkrone (3) als auch das Innenbohrgestänge (2) mit Tieflochhammer (5) und Innenbohrwerkzeug (4,7) gleichzeitig vorgetrieben werden, daß beim Erreichen von festem Gestein mas Innenbohrgestinge (2) mit Tieflochhammer (5) und Innenbohrwerkzeug (4,7) gehoben und das Innenbohrwerkzeug (4,7) gegen ein solches ausgetauscht wird, welches durch die Innenöffnung(20) der Ringbohrkrone (3) hindurchgeht, und daß beim Durchbohren des festen Gesteins das Außenbohrgestänge (1) samt Ringbohrkrone (3) im lockeren Gestein zu dessen stützung stehenbleibt und nur das Innenbohrwerkzeug (4,7) mittels Innenbohrgestänge (2) und Tieflochhammer (5) vorgetrieben wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim erneuten Erreichen von lockerem Gestein das Innenbohrgestänge (2) samt Tieflochhammer (5) und Innenbohrwerkzeug (4,7) aus dem Bohrloch herausgezogen und gegen einen tiberlagerungebohrsatz solchen Durchmessers ausgetauscht wird, daß dieser durch die InnenUffnung (20) der ersten Ringbohrkrone (3) hindurchgeht.3o Überlagerungsbohrgerät mit einer am vorderen Ende eines Außenbohrgestänges sitzenden Ringbohrkrone und einem mit einem Innenbohrgestänge verbundenen Innenbohrwerkzeug sowie einem zwischen Innenbohrgestänge und Innenbohrwerkzeug vorgesehenen Tieflochhammer, wobei das Innenbohrwerkzeug ein zwischen dem Tieflochhammer und der Innenbohrkrone angeordnetes Schlagstück aufweist, welches über Schlagränder o.dgl.auf eine oder mehrere Innenschultern der Ringbohrkrone einwirkt, nach P 19 27 672.3, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des Tieflochhammers (5) kleiner als die Öffnung (20) der Ringbohrkrone (3) ist.e
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