DE1355C - Hydraulische Rotations-Bohrmaschine - Google Patents
Hydraulische Rotations-BohrmaschineInfo
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Description
1877:
Klasse 5.
ALFRED BRANDT in HAMBURG. Hydraulische Rotations-Bohrmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. September 1877 ab.
Längste Dauer: 4. März 1892.
Die durch die Zeichnung dargestellte Drehbohrmaschine basirt auf folgendem Princip:
Die Schneiden eines Kernbohrers werden mittelst grofsen hydrostatischen Druckes in das zu
bohrende Gestein eingeprefst, während gleichzeitig die Rotation des Bohrers durch einen
hydraulischen Motor hervorgebracht, und somit ein ringförmiger Raum ausgebohrt wird. Das
Widerlager wird durch eine zwischen den Felswänden verspannte hydraulische Presse gebildet.
Das Arbeitswasser wird endlich, nachdem es die Motoren verlassen hat, zur permanenten
Reinigung des Bohrloches benutzt. Der eigentliche Bohrer a, auf dessen Gestalt es wesentlich
ankommt, besteht aus einem abgestumpften, schwach konischen Hohlkegel aus Stahl; das
Ende, welches den gröfsten Durchmesser besitzt, wird mit Zähnen versehen, welchen die
Function des eigentlichen Bohrers obliegt und die daher gehärtet sind; in das andere Ende
ist ein steiles Schraubengewinde eingeschnitten, welches zur Verbindung dieser Stahlkrone mit
einem Rohr, der Bohrstange b dient. Diese Bohrstange besteht aus einer Anzahl von Stücken,
welche ebenso oder mittelst Bajonnetkupplungen untereinander verbunden' werden. Jedes der
Stücke hat annähernd die Länge des Ausschubes der Bohrmaschine. Die Anzahl richtet sich
nach der Länge des abzubohrenden Loches. Diese Länge kann beliebig grofs gewählt werden,
da die Inanspruchnahme der Bohrstange auf Zerknickung verhältnifsmäfsig sehr gering
ist und dieselbe hauptsächlich nur der Torsion zu widerstehen hat. Mit dem Buchstaben c ist
der Gylinder bezeichnet, welcher den erforderlichen Druck auf die Bohrstange ausübt. Derselbe
bewegt sich auf dem feststehenden Kolben d gegen das Gestein, wenn durch das
Röhrchen e Druckwasser einströmt; läfst man dagegen dieses Wasser bei / ausfliefsen, so
wird der Cylinder zurückgezogen, da durch das Röhrchen g stets Druckwasser in den ringförmigen
Raum h eintreten kann. Der feststehende Kolben d wird auf dem als Bohrgestell
dienenden Cylinder i einer hydraulischen Presse festgeschraubt. Mittelst dieses Gestelles
wird auf einfachem Wege ein solides Widerlager gewonnen. Dasselbe mufs als wesentlicher
Bestandtheil gelten, weil gar nicht abzusehen ist, auf welche Weise sonst in den
auftretenden Pressungen entsprechendes zweckmäfsiges Widerlager herzustellen wäre. An zwei
Führungslinealen k k, welche sich zu einem, den Cylinder c umschliefsenden Halslager vereinigen,
sind zwei rechtwinklig gekuppelte Hydromotoren // befestigt, welche die Welle m in Rotation
versetzen. Die Bewegung dieser Welle wird mittelst Schraube und Schraubenrad η auf den
Cylinder c übertragen und dadurch die langsam rotirende Bewegung des Rohres hervorgebracht.
Die Führungslineale k gestatten die Vor- und Rückwärtsbewegung der Motoren mit dem Cylinder
c, verhindern jedoch jede Verdrehung derselben infolge des Seitendruckes der Schraubenwelle.
Das Druckwasser wird der Maschine durch drei schlauchartige Röhrchen op und q
zugeführt. Das gröfste derselben besteht aus Rohrstücken, welche mit Gelenken versehen
sind, mündet in das Ventil r und führt den beiden Motoren das erforderliche Wasserquantüm
zu. Das Röhrchen/, welches bei s in den fixen Kolben eintritt und sich daselbst in die
bereits erwähnten Stränge e und g theilt, leitet das zur Vor- und Rückwärtsbewegung des Prefscylinders
nöthige Druckwasser zu. Das dritte Röhrchen q endlich führt das zum Ausschub
des Prefskolbens des Gestelles nöthige Druckwasser bei t in dasselbe ein. Diese drei Röhrchen
verzweigen sich erst ganz in der Nähe der Bohrmaschine aus einem einzigen Rohr, welches das Wasser aus der Hauptleitung des
Tunnels entnimmt. Das Abwasser der Motoren gelangt durch kurze Schläuche, ferner durch
den hohlen Kolben d, durch das Röhrchen u und durch die hohle Bohrstange, indem es sich
einen Weg durch den zerbröckelten Kern und die Zwischenräume der Bohrschneiden sucht,
ins Freie, und reinigt dabei fortwährend das Bohrloch vom Bohrschmand. Die Maschine
ist auf einen mittleren Wasserdruck von 50 Atmosphären berechnet, und es ist angenommen,
dafs der Bohrer zehn Touren pro Minute ausführen wird. Diese Gröfsen können
indessen in ziemlich weiten Grenzen variirt werden.
Durch Versuche mit dieser Maschine ist be-
Claims (1)
- reits der Beweis geliefert, dafs mit derselben auch die festesten Gesteine ungleich vortheilhafter gebohrt werden, als mit einem Bohrer, welcher stofsend wirkt.In den Zeichnungen ist Fig. ι ein Aufrifs, Fig. 2 ein Schnitt und Fig. 5 eine obere Ansicht der hydraulischen Rotations-Bohrmaschine sammt Gestell. Fig. 3 zeigt das Wurmgetriebe, und Fig. 4 ist eine Endansicht des Bohrers. Fig. 6 zeigt das Bohrgestell im Schnitt.Patent-Anspruch: Die ganze Zusammenstellung einer hydraulischen Rotations-Bohrmaschine, wie beschrieben und dargestellt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1355T | 1877-09-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1355C true DE1355C (de) |
Family
ID=70846772
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000001355DA Expired - Lifetime DE1355C (de) | 1877-09-17 | 1877-09-17 | Hydraulische Rotations-Bohrmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1355C (de) |
-
1877
- 1877-09-17 DE DE000000001355DA patent/DE1355C/de not_active Expired - Lifetime
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