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DE2003932B - Verfahren zum Destillieren von Benzyl chlorid oder von dieses enthaltenden Ge mischen - Google Patents

Verfahren zum Destillieren von Benzyl chlorid oder von dieses enthaltenden Ge mischen

Info

Publication number
DE2003932B
DE2003932B DE2003932B DE 2003932 B DE2003932 B DE 2003932B DE 2003932 B DE2003932 B DE 2003932B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
benzyl chloride
mixtures
distillation
chloride
determined
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dr 4150 Krefeld Bockmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG

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Description

Bekanntlich spaltet Benzylchlorid, besonders bei hohen Temperaturen, verhältnismäßig leicht Chlorwasserstoff ab unter Bildung wertloser, meist tiefgefärbter Kondensationsprodukte. Diese Zersetzung wird schon durch Spuren von Metallen und ihren Verbindungen, insbesondere Eisenoxiden und -salzen, die in der Technik ohne großen Aufwand nie ganz vermieden werdsn können, stark gefördert.
Die Zersetzung des Benzylchlorids macht sich beim Destillieren desselben oder dieses enthaltender Gemische, z. B. Gemische mit Benzalchlorid und Benzotrichlorid, wie sie bei der technischen Her-Stellung des Benzylchlorids anfallen, besonders unangenehm bemerkbar, da sich die DeiHillierkolonnert durch Abscheidung der Kondensationsprodukte schon in verhältnismäßig kurzer Zeit zusetzen und sich im Sumpf undestillierbare Rückstände anreichern.
Gegenband der Erfindung ist daher ein verbessertes Verfahren zum Destillieren von Benxylchlorid oder von dieses enthaltenden Gemischen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in Gegenwart eines Lactams, zweckmäßig in einer Menge zwischen etwa 0,01 und etwa 1,0 Gewichtsprozent, destilliert.
Die Zersetzung des Benzylchlorids und die damit verbundenen Nachteile beim Destillieren werden durch den Zusatz eines Lactams weitgehend vermieden.
Geeignete Lactame sind z. B. Pyrrolidon-(2). p-Caprolactam, Capryllactam und <u-Laurinlactam.
Die stabilisierende Wirksamkeit tf ,K> Zusatzes von Lactamen zeigt der folgende Test:
Zu reinem Benzylchlorid wurden 1 Gewichtsprozent sublimiertes Eisen(III)-chlorid und 0,1,0,5 und 1,0 Gewichtsprozent verschiedener Lactame zugegeben. Dann wurde der Zersetzungsgrad des Benzylchlorids in Prozent nach 90 Minuten, yemessen an der Menge des abgespaltenen Chlorwasserstoffs, bei Raumtemperatur, bei 50 und bei 95° C bestimmt, wie aus der folgenden Tabelle hervorgeht:
Ohne 0,1 Raumtemperatur Zersetzungsgrad des Bcnzylchlonds 9; c
Zusatz Pyrrolidon-(2) 0,5 96 in % bei nicht bestimmt
1,0 10 50 C 96
0,1 8 nicht bestimmt 66
Caprolactam 0,5 10 91 13
i,0 94 15 nicht bestimmt
0,1 13 12 88
Capryllactam 0,5 13 nicht bestimmt 16
1,0 87 35 nicht bestimmt
0,1 8 21 75
Laurinlactam 0,5 8 95 17
1.0 72 70 nicht bestimmt
22 14 nicht bestimmt
10 94 30
94
17
Beim Destillieren von Benzylchlorid aus einem technischen Gesnisch von Toluol, Benzylchlorid, Benzalchlorid und Benzotrichlorid tritt in Gegenwart von nur etwa 0,01 bis etwa 0,05 Gewichtsprozent Caprolactam eine nur kaum noch meßbare Zersetzung ein. da das Ausgangsmaterial nur Spuren zersetzender Metallverbindungen enthält im Unterschied zu den obigen Tests, die mit einem vergleichsweise sehr hohen EisenchlortHßeliialt durchgeführt wurden.
Da die Siedepunkte der Lactame viel höher liegen als die der Toluolchlorierungsprodukte, ist es [ I'
ausgeschlossen, daß Lactamantcile mit überdestillieren. Auf diese Weise wird vermieden, daß die gewui.
zersetzungshemmendc Wirkung während der Destillation zu einer unerwünschten reaktionshemmenden Wirkung bei der Weitervefwendung des Benzylchlorids wird.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Destillieren von Benzylchlorid oder von dieses enthaltenden Geroischen, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart eines Lactams, zweckmäßig in einer Menge zwischen etwa 0,01 und etwa 1 Gewichtsprozent, destilliert.
    IO

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