DE2003548C - Verfahren zum Stabilisieren von S-BenzylS-furyl-methyl-cyclopropancarbonsäureestern - Google Patents
Verfahren zum Stabilisieren von S-BenzylS-furyl-methyl-cyclopropancarbonsäureesternInfo
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Description
CH3
in der entweder R1 und R1 je eine Methylgruppe
oder R1 ein Wasserstoffatom und R2 die Isobutenylgruppe
bedeuten, dadurch gekennzeichnet,
daß man den rohen Ester der allgemeinen Formel I entweder in einem Lösungsmittel
niedriger Polarität löst und mit Kieselgel oder mit einem Gemisch aus Kieselgel und aktiviertem
Aluminiumc xyd als Adsorptionsmittel behandelt, oder daL: man den rohen Ester bei
einer Temperatur, die zwischen dem Schmelz- und dem Zersetzungspunkt der Verbindung liegt,
mit Kieselgel oder einem Gemisch aus Kiesel gel und aktiviertem Aluminiumoxyd verrührt und
dann bei dieser Temperatur das Adsorptionsmittel abfiltriert, oder daß man ein Reaktionsgemisch,
das durch Umsetzung von 5-Benzyl-3-furylmethanol mit einer Cyclopropancarbonsäure der allgemeinen
Formel II
CH1-O-C-CH-
" 11 \
ο
H,C
R1
CH3 (1,
in der entweder R1 und R2 je eine Methylgruppe
oder R1 ein Wasserstoffatom und R2 eine Isobutenylgruppe
bedeuten.
Der 5-Benzyl-3-furylmethylchrysanthemsäureester
ist ein wertvolles bekanntes Insektizid, das gegenüber Warmblütern nichttoxisch ist (vgl. M. Elliott.
A. W. F a r η h a rn und Mitarbeiter,»Nature«.Bd. 213.
S.493 [1967]). Der Ester der allgemeinen Formel I. in der R1 und R je eine Methylgruppe bedeuten, ist
ebenfalls ein hervorragendes bekanntes Insektizid (s. französische Patentschrift 1 541 OfS).
Man kann die Ester der allgemeinen Formel 1 leicht durch Umsetzung von 5-Benzyl-3-furylmethano!
mit eincT Cyclopropancarbonsäure der allgemeinen
Formel II
| HOOC | -CH | H3C | C | -C |
| \ | 7 \ R2 |
|||
| XCH3 |
HOOC-CH — C (II)
H3C CH3
in der R, und R2 die oben angegebene Bedeutung
besitzen, oder mit einem reaktionsfähigen Derivat dieser Cyclopropancarbonsäure erhalten worden
ist, zunächst mit Toluol entwässert und anschließend mit Kieselgel oder einem Gemisch aus
Kieselgel und aktiviertem Aluminiumoxyd verrührt und hierauf das Adsorptionsmittel abfiltriert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man bei alleiniger Anwendung von
Kieselgel mindestens 1 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 10 Gewichtsprozent, oder bei Anwendung
eines Gemisches aus Kieselgel und aktiviertem Aluminiumoxyd mindestens 1 Gewichtsprozent,
vorzugsweise etwa 30 Gewichtsprozent, jeweils bezogen auf den Ester der allgemeinen Formel
I, einsetzt, wobei im letzteren Fall das Ge-Wichtsverhältnis des Kieselgels zum aktivierten
Aluminiumoxyd etwa 1 :2 beträgt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stabilisieren von S-Benzyl-S-furyl-methylcyclopropancarin
der R1 und R2 die vorgenannte Bedeutung haben,
oder mit einem reaktionsfähigen Derivat dieser Cyclopropansäure
nach an sich bekannten Kondensation.,-verfahren erhalten.
Die Ester der allgemeinen Formel 1 sind in reinem Zustand verhältnismäßig stabil; sie bilden weiße
Kristalle und ändern ihre Farbe und ihre anderen Eigenschaften selbst bei einer mehrwöchigen Lagerung
bei Raumtemperatur nicht. Die entsprechenden technisch hergestellten Ester sind jedoch hellgelbe, kri-
»' alline Substanzen, die sich rasch verfärben und nach
etwa einwöchiger Lagerung bei Raumtemperatur schwarzbraun sind. Außerdem bilden sich durch Berührung
mit Eisen, Kupfer oder bestimmten Kunststoffen aus graphitischem Material gummiartige Ablagerungen
auf dem Produkt, die die Qualität und somit den Verkaufswert als Insektizid wesentlich verringern.
Bisher ist kein Verfahren zum Stabilisieren von Verbindungen
der Formel I bekannt. Ein in dem Buch »Heterocyclic Compounds«, Bd. 1 (1950), S. 199, von
El der fie ld erläutertes Verfahren zum Stabilisieren
von Furan-2-carbonsäure, bei dem Harnstoff zur Anwendung kommt, befriedigt nicht, wenn es
auf die Verbindung der Formel I übertragen wird.
Es wurde nun ein Verfahren zum Stabilisieren von 5 - Benzyl - 3 - furyl - methylcyclopropancarbonsäureestern
der angegebenen allgemeinen Formel I gefunden, das die zeitbedingte Verfärbung und Qualitätsverschlechterung dieser Verb>ndungen verhindert.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Stabilisieren von 5 - Benzyl - 3 - furyl - methyleyclopropancarbon-
säureestern der allgemeinen Formel I
| CH3 | -0-C-CH Il \ |
C | -C / \ |
| Ii \ O |
' \ R2 |
||
| H3C | XCH3 (I) | ||
VCH/
in der entweder R1 und R2 je eine Methylgruppe oder
R1 ein Wasserstoftatom und R2 die Isobutenylgruppe
bedeuten, ist dadurch gekennzeichnet, daß man den rohen Ester der allgemeinen Formel 1 entweder in
einem Lösungsmittel niedriger Polarität löst und mit Kieselgel oder mit einem Gemisch aus Kieselgel und
aktiviertem Muminiumoxyd als Adsorptionsmittel behandelt, oder daß man den rohen Ester bei einer
Temperatur, die zwischen dem Schmelz- und dem Zersetzungspunkt dt - Verbindung liegt, mit Kieselgel
oder einem Gemisch aus Kieselgel und aktiviertem Aluminiumoxyd verrüh't und dann bei dieser Temperatur
das Adsorptionsmittel abfil.riert, oder daß man ein Reaktionsgemisch, das durch Umsetzung von
5-Benzyl-3-furylmethanol mit einer Cyclopropancarbonsäure der allgemeinen Formel II
HOCC-CH
H3C
(II)
CH3
in der R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung
besitzen, oder mit einem reaktionsfähigen Derivat dieser Cyclopiopancarbonsäure erhalten worden ist,
zunächst mit Toluol entwässert und anschließend mit Kieselgel oder einem Gemisch aus Kieselgel und aktiviertem
Aluminiumoxyd verrührt und hierauf das Adsorptionsmittel abfiltriert.
Alle drei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens können mit guter Wirkung leicht
technisch durchgeführt werden.
Als Lösungsmittel niedriger Polarität eignen sich
beispielsweise Benzol, Toluol, η-Hexan, n-Pentan, Tetrachlorkohlenstoff und Aceton.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren anzuwendende Menge an Kieselgel, gegebenenfalls im Gemisch
mit aktiviertem Aluminiumoxyd, ist nicht kritisch, solange sie genügt, die Verunreinigungen zu adsorbieren.
Im allgemeinen setzt man eine Kieselgelmenge von mindestens 1 Gewichtsprozent, vorzugsweise von etwa
10 Gewichtsprozent, bezogen auf den Ester der allgemeinen Formel I, ein. Bei Anwendung eines Gemisches
aus aktiviertem Aluminiumoxyd und Kieselgel wird dieses zweckmäßig in einer Menge von
mindestens 1 Gewichtsprozent, vorzugsweise von etwa 30 Gewichtsprozent, bezogen auf den Ester der allgemeinen
Formel I, verwendet, wobei das Gewichtsverhältnis des Kieselgels zum aktivierten Aluminiumoxyd
etwa 1 : 2 beträgt.
Das erfindungsgemäöe Verfahren kann auch auf die optischen Isomeren und Stereonomeren der Ester
der allgemeinen Formel I angewendet werden.
Es ist zwar bereits bekannt, färbende Stoffe oder andere Verunreinigungen aus z. B. organischen Lösungsmitteln
durch Behandlun3 mit einem Adsorptionsmittel, wie Kieselgel, abzutrennen.
Erfindungsgemäß handelt es sich jedoch um das anders gelagerte technische Problem, eine Zersetzung
der betreffenden Ester unter dem Einfl"ß von katalytisch
wirkenden Stoffen zu verhindern, welche erst während der Lagerung oder in Anwesenheit von z. B.
ίο Met; Len ihre Wirkung entfalten, überraschenderweise
gelingt es, diesen störenden katalytischen Einfluß durch das erfindungsgemäße Verfahren zu unterbinden.
Be is ρ iel 1
5-Benzyl-3-furylmethylchrysanthemat (F. = 55 bis 56 C). das durch Umsetzung von 26,4 g 5-Ber>2yl-3-furylmethanol
mit 28,0 g Chrysanthemsäurechiorid in üblicher Weise erhalten worden ist. wird in 150 g
ίο Toluoi gelöst. Aus 191 g dieser Lösung wird das
Wasser als azeotropes Gemisch im Vakuum abdestilliert, und anschließend werden dem Rückstand 5,3 g
Kieselgel und 10.5 g aktiviertes Aluminiumoxyd zugesetzt. Man rührt das Ganze 30 Minuten bei 20 C
und filtriert die Feststoffe unter vermindertem Druck ab. Nach Entfernung des Lösungsmittels erhält man
47,0 g des stabilisierten Esters.
Bei einem entsprechenden Vergleichsversuch wird auf die Behandlung mit Kieselgel und aktiviertem AIuminiumoxyd
verzichtet. Die Ausbeute betiägt dann 47,5 g.
In der nachstehenden Tabelle wird die zeitbedingte Verfärbung des erfindungsgemäß behandelten sowie
des unbehandelten 5-Benzyl-3-furylmethylchrysanthemsäureesters
gezeigt. Für diesen Versuch werden beide Verbindungen an der luft bei 25 bis 30 C in
einem Eisengefäß gelagert.
| 40 | Gemäß Beispiel 1 behandelter Ester |
Versuchs beginn |
Nach 10 Tagen |
2 | Nach 30 Tagen |
| Unbehandelter Ester | weiß | weiß | weiß | ||
| 45 | hellgelb | braun | schwarz braun. |
||
| gummi artig |
|||||
| 50 | Beispiel | ||||
98 g rohes S-Benzyl-S-furylmethylchrysanlhemat,
das wie im Beispiel 1 beschrieben erhalten worden ist, wird in 280 ml Toluol gelöst. Die Lösung wird mit
11 g Kieselgel versetzt und gründlich gerührt und anschließend zur Abtrennung des Kieselgels unter
vermindertem Druck filtriert. Nach der Entfernung des Lösungsmittels erhält man 97 g des gereinigten Esters.
Der gereinigte Ester zeigt selbst nach einer 30tägigen Lagerung bei Raumtemperaturen von 25 bis 30cC
nach der im Beispiel 1 erläuterten Methode keinerlei Verfärbung und Qualitätsverschlechterung.
98 g roher S-Benzyl-S-furylmethylchrysanthemsäureester,
der wie im Beispiel 1 beschrieben erhalten
worden ist, werden durch Erhitzen auf 60 C zum Schmelzen gebracht, mit 22 g aktiviertem Aluminiumoxyd
und 11 g Kieselgel versetzt und 30 Minuten bei 60°C gerührt. Die Feststoffe werden unter vermindertem
Druck abfiltriert. Man erhält 97 g der gereinigten Verbindung, die bei einem gemäß Beispiel
1 durchgeführten Lagerungsversuch keinerlei Verfärbung oder Qualitätsverschlechterung zeigt.
Ein gemäß einem der obigen Beispiele stabilisierter 5 - Benzyl - 3 - furylmethyl - tetramethylcyclopropancarbonsäureester
(F. = 34 bis 36°C) verhält sich wie der dort erhaltene S-Benzyl-S-furylmethylchrysanthemsäureesler.
Im Lagerungsversu.h gemäß Beispiel 1 tritt keine Verfärbung und Qualitätsverschlechterung
auf. κ
Zu einer Lösung von 90 g 5-Benzyl-3-furylmethyllelramethylcyclopropansäureester
(F. = 34 bis 36 C) in 270 ml Toluol setzt man eine Mischung aus 10 g Kieselgel und 20 g aktiviertem Aluminiumoxyd zu.
Man rührt 30 Miuuten lang bei Zimmertemperatur und filtriert dann die Feststoffe im Vakuum ab. Das
Filtrat wird aufkonzentriert, und man isoliert daraus 88 g des stabilisierten Esters, der den gleichen Schmelzpunkt
wie das Ausgangsmaterial hat (34 bis 36 C).
Selbst bei einer 30lägigen Lagerung des stabilisierten Esters in einem Eisenkessel an der Luft und bei
Umgebungstemperatur (10 bis 20'C) zeigt sich keine Verfärbung.
Claims (1)
1. Verfahren zum Stabilisieren von 5-Benzyl-3-furyl-methylcyclopropancarbonsäureestern
der allgemeinen Formel I
-CH1
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP643969 | 1969-01-28 | ||
| JP643969 | 1969-01-28 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2003548A1 DE2003548A1 (de) | 1970-08-06 |
| DE2003548C true DE2003548C (de) | 1973-03-15 |
Family
ID=
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