DE2002513B2 - Vorrichtung zur automatischen Anzeige des Anfangskurses an Bord beweglicher Körper, die gyroskopische Navigationssysteme verwenden - Google Patents
Vorrichtung zur automatischen Anzeige des Anfangskurses an Bord beweglicher Körper, die gyroskopische Navigationssysteme verwendenInfo
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- DE2002513B2 DE2002513B2 DE2002513A DE2002513A DE2002513B2 DE 2002513 B2 DE2002513 B2 DE 2002513B2 DE 2002513 A DE2002513 A DE 2002513A DE 2002513 A DE2002513 A DE 2002513A DE 2002513 B2 DE2002513 B2 DE 2002513B2
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung,
die durch Triangulation eine schnelle und sehr genaue Bestimmung der Ausrichtung eines beweglichen Körpers
im Stillstand gegenüber einer Bezugsrichtuni· ermöglicht, insbesondere des Anfangskurses eines
Luftfahrzeuges bestimmt.
Die Methoden zur Festlegung des Anfangskurses bestehen darin, entweder das Luftfahrzeug auf der
Startbahn, deren Orientierung bekannt ist, auszurichten oder die von einem Magnetkompaß gelieferte
Information an den Navigationsgeräten einzustellen. Ein genaueres Mittel ist die Verwendung eines Eichgyroskopes,
das ebenfalls Bezugsgyroskop und Fluchtungskreisel genannt wird. Dieses Eichgyroskop, in
dem ein ganz genauer Kurs eingespeichert bleibt, wird auf die Richtung, z. B. die geographische Nordrichtung,
eines fest verankerten Sockels in der Nähe der Startbahn eingestellt, anschließend in das Luftfahrzeug
transportiert und entsprechend der Längsachse desselben aufgestellt.
Das Eichgyroskop bestimmt die Orientierung des Luftfahrzeuges im Verhältnis zur Bezugsrichtimg des
Sockels, und die von ihm gelieferte Information dient
zur Neueinstellung der Navigationsgeräte auf diese Orientierung. Diese letztere Methode, die genauer ist
als die vorstehend genannten, verlangt sehr viel mehr Zeit: Anlassen des Gyroskopes, Stabilisierung.
Driftkorrektur; außerdem ist es eine schwierige Operation, die nur von qualifiziertem Personal durchgeführt
werden kann. Eine derartige Methode kann nicht für die Durchführung einer sehr genauen Kurscinstellung
mit einem Mindestmaß an Eingriffen und in sehr kurzer Zeit. /.. B. im Alarmfall, eingesetzt
werden.
Die vorliegende Erfindung hilft diesen Nachteilen dadurch ab, daß auf dem beweglichen Körper in seiner
Längsachse und im bekannten, konstanten Abstand voneinander zwei Markierungen angebracht sind,
daß im Abstand zum Körper zwei ebenfalls im hekannten. konstanten Abstand voneinander um
senkrechte Achsen schwenkbare Sensoren vorgesehen sind, mit denen die Markierungen im Körper angepeilt
und deren Peilwinke! bestimmt werden, und daß mittels eines Rechners, in dessen Speicher die Konstamen
und die ermittelten Winkelwerte gespeichert sind bzw. eingegeben werden, die Ausrichtung des
Körpers berechnet wird.
Die Sensoren können zwei Goniometer bekannter Bauart sein, die in Kursrichtung orientiert werden
ίο können. Die beiden Markierungen können, soweit es
sich bei dem Körper um ein Luftfahrzeug handelt. in der Bezugsachse der Navigationsgeräte ausgerichtet
sein. Die Goniometer bestimmen die Orientierungen der Markierungen des Luftfahrzeuges im Verhältnis
zu einer bekannten Richtung. Der Rechner, de: dem Kursgeber zugeordnet ist oder der Bordrechner des
Luftfahrzeuges oder auch der Rechner des Kontrollturmes sein kann, erhält diese Orientierungsinformationer.
und bestimmt den Kurs des Luftfahrzeuges, auf den sich die Navigationsgeräte neu einstellen.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die
beiden Goniometer bekannter Bauart drehbar und auf einem Schwenkträger montiert. Der Schwenkträger
ist im Verhältnis zu einer bekannten Richtung derart 01 ientiert, daß die beiden Goniometer, die ständig
Huf die Markierungen des Luftfahrzeuges eingeregelt sind, parallel zueinander stehen.
Auch hier werden die Informationen, welche die
Ausrichtungen des Trägers und der Goniometer im Verhältnis zum Träger definieren, an einen Rechner
gegeben, der mit dem Kursgeber verbunden oder der Bordrechner des Luftfahrzeuges oder der Rechner des
Kontrollturmes sein kann.
Dieser Rechner bestimmt den Kurs des Luftfahrzeuge:,,
auf den sich die Navigalionsgeräle reu einstellen.
Bei einer Variante, die insbesondere für eine Installierung auf Flugzeugträgern bestimmt und mit
einer Installation am Boden identisch ist. in der jedoch die Information, die dem von der ursprünglichen
Orientierungsachse dieser Triangulationsvorrichtung mit der Bezugsrichtung, z. B. der geographischen
Nordrichtung, gebildeten Winkel entspricht, von dem Kurszeiger des Schiffes geliefert wird, ändert
sich diese Information wie der Kurs des Flugzeugträgers. Wenn der Flugzeugträger Schlinger- und
Stampfbewegungen unterworfen ist. so ist jedoch der von der Triangulationsvorrichtung bestimmte Kurs
falsch, und für gewisse Stellungen des Schiffes kann diese Vorrichtung nicht verwendet werden. Für einen
Einsatz auf Flugzeugträgern ist es daher für die KursbcstiniiTiung
des Luftfahrzeuges unerläßlich, sich von den störenden Schlinger- und Siampfbewegungen des
Schiffes zu befreien.
Die Lösung, die darin bestünde. d;e gesamte I nangulationsvorrichtung
auf die Vertikale einzuregeln, kann aus Gründen der Steuerung, des Raumbedarfes
und des Gestehungspreises nicht berücksichtigt werden
I'm diesen Nachteilen abzuhelfen, werden erlindungsgemäß
die Vertikalinformationen verwendet, die /. B. von einem Horizontalkreisel geliefert werden,
um dem Rechner die Durchführung der erforderlichen
Korrekturen zu ermöglichen.
Die Triangulationsvorrichtung ist mil der vorstehend definierten identisch, aber in dem Augenblick,
in dem das Goniometer eine Markierung des Luftfahrzeuges erfaßt, fragt es den Vertikaldeteklor des
Schiffes ab. Die Vertikalinformation (Schlingern und
Stampfen) wird, zusammen mit der von einem Digilalkodierer
gelieferten Ortsinformation, in einen Speicher eingegeben, um anschließend von dem Rechner ausgewertet
zu werden, der die Projektion dieser Infor- s mation auf die Horizontalebcne durchführt, um mit
Präzision den wahren Kurs des Luftfahrzeuges zu bestimmen, auf den sich die Navigaiionsgcnite neu
einstellen.
Wird eine Vervielfachung der Stände für die Einstellung
des Anfangskurses auf einen Flugplatz gewünscht, so erfordert diese Anordnung ebenso viele
Kursgeber wie Stände vorhanden sind. Andererseits würde diese Losung, die sich als kostspielig erweist,
eine zu große Bodcnfiäche einnehmen.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hilft diesen Nachteilen dadurch ab. daß der Kursgeher
autonom gemacht wird, wobei er die Möglichkeit behält, für jeden neuen Standort seine neue
Orientierung im Verhältnis zu einer Bczugsrichtung
zu bestimmen.
Die Bezugsrichtung wird durch zwei Bodenmarkierungen gebildet, die auf dem Flugplatz oder in der
Nähe angebracht sind und sehr weit voneinander entfernt sein können.
Der Kursgeber, der sich beliebig versetzen läßt,
kann vorteilhaft auf ein Fahrzeug montiert werden, das die genannte Vorrichtung in die Nähe des Luftfahrzeuges
transportiert, dessen Kurs man bestimmen möchte. Das Fahrzeug und der Kursgeber wenkn im
Verhältnis zum Luftfahrzeug derart aufgestellt, daß die beschriebenen Messungen möglich sind.
Die beiden Goniometer, die in der Hauptsache den
Kursgeber bilden, erfassen die Bodenmarkicrungen und bestimmen die Winkel, unter denen sie die beiden
Bodenmarkierungen sehen. Die Winkelinforniatu-.nen
werden übertragen und in einem Speicher an ihrer jeweiligen Adresse gespeichert, um von einem Rechner,
der vorteilhaft der Rechner des Kontrollturmes sein kann, verarbeitet zu werden. Der im Besitz aller
dieser Informationen befindliche Rechner bestimmt den Winkel, den der Kursgeber mit der Bezugsrichtung
bildet.
In Abhängigkeit von der Position und der Orientierung des Kursgebers im Verhältnis zu den beiden
die Bezugsrichtung definierenden Bodenmarkierungen hat der Rechner sehr wenig unterschiedliche Gleichungen
zu lösen, die zuvor programmiert worden sind, wobei der Kursgeber selbst dem Rechner die
Gleichung angeben kann, die dieser zu lösen hat.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielshalber erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht einer
ernndungsgemäßen Vorrichtung zur Einstellung des Anfangskurses von Luftfahrzeugen:
F i g. 2 zeigt ein erklärendes Funktionsschema der in
F i g. 1 dargestellten Vorrichtung;
F i g. 3 stellt eine schematische Draufsicht einer anderen Variante ernndungsgemäßen Vorrichtung
zur Einstellung des Anfangskurses von Luftfahrzeugen dar:
Fig 4 zeigt ein erklärendes Funktionsschema der
in F i g. 3 dargestellten Vorrichtung:
Fig. 5 zeigt ein erklärendes Funktionsschema der
Tnangulationsvorrichtung. die insbesondere für die Einstellung des Anfangskurses von Luftfahrzeugen
an Bord von Flugzeugträgern bestimmt ist:
F i g. 6 zeigt eine schematische Draufsicht des erfindungsgemäßen Kursgebers zur Einstellung des Anfangskurses
und zur Erfassung der Bodenmaikierungcn:
1" i g. 7 zeigt ein erklärendes Funktionsschema des in F i g. (1 dargestellten Kursgebers für die Bestimmung
seiner eigenen Orientierung:
Fig. X zeigt eine schematische Draufsicht einer
anderen Variante der Erfindung entsprechenden Vorrichtung zur Hinstellung des Anfangskurses von Luftfahrzeugen:
F' i g. 9 zeigt cm Ubcrsichlsschema. das die Arbeitsweise
des in diesem letzteren Kursgeber verwendeten Dctcklorclcmcnics oder Goniometers zeigt:
F i μ. H) zeigt ein erklärendes Funktionsschema der in Fig. 8 dargestellten Vorrichtung zur Einstellung
des Anfangskurses von Luftfahrzeugen air. Boden:
F i g. 11 zeigt ein erklärendes Funktionsschema der in Fig. 8 dargestellien Vorrichtung zur Einstellung
des Anfangskurses von Luftfahrzeugen an Bord von
Flugzeugträgern.
In Fig. I besteht der Kuisgeber aus zwei Goniometern
1 und 2 an sich bekannter Bauart, die auf die Enden eines Armes 3 der Länge Λ B montiert'sind,
der in seinem Mittelpunkt 4 um seine Vertikalachse drehbar i>t. Ursprünglich ist dieser Arm 3 in einer
Richtung OS orientiert, die mit einer Bezugsrichtung
V(T. z. B. der geographischen Nordrichtung, einen Winkel -,, einschließt. Der Winkel ;,, ist im
Augenblick der Aufstellung der Vorrichtung ein Tür alle Male mit einer hohen Genauigkeit gemessen
worden: er kann gleich Null sein, wenn die Vorrichtung
ursprünglich in dieser Bezugsrichtung orientiert ist
Das Luftfahrzeug 5 wird auf eine Fläche 6 geführt,
die von den beiden Richtungen ΟΖλ und OZ2 abgegrenzt
und derart angelegt ist. daß. im Verhältnis zu den beiden Goniometern 1 und 2. die nachstehend
beschriebenen Mcssiineen stets möglich sind.
Die anfänglich in der Richtung OS ausgerichteten beiden Goniometer 1 und 2 können in eine Euiendrchbewcgung
um ihre vertikale Achse versetzt werden.
Die Inbetriebnahme der Anlage kann von einem Bedienungsmann, automatisch von dem Flugzeugführer
oder von dem Kontrollturm aus gesteuert werden, sobald das Flugzeug auf der Fläche 6 steht.
Die beiden Goniometer 1 und 2. deren Nullstellung im Verhältnis zu dem in der Richtung OA orientierten
Arm 3 markiert ist. erfassen während der Drehung die Markierungen 7 und 8 des Luftfahrzeuges, die von
Lichtquellen gebildet werden, die in den Punkten C" und E auf der Längsachse OZ des Luftfahrzeuges angeordnet
sind Diese beiden Lichtquellen können zur Erreichung einer höheren Genauigkeit auf dem Träger
der Gvroskopanlage befestigt werden. Das Goniometer 1 ist mit einem Interferenzfilter \ersehen, das
dieselbe Charakteristik aufweist wie dasjenige, das vor der Lichtquelle 7 angeordnet ist. wie auch das
Goniometer 2 und die Lichtquelle 8 je ein gleiches Interferenzfilter besitzen, dessen Charakteristik. Wellenlänge,
von den vorstehend genannten verschieden ist. so daß das Goniometer 1 nur die Lichtquelle 7
und das Goniometer 2 nur die Lichtquelle 8 erfaßt. Die Lichtquellen 7 und 8 können auch durch jedes
andere Kodiermittel unterschieden werden. Das Goniometer 1 wird in «2 und das Goniometer 2 in
<i, orientiert, und sie bleiben ständig und jeweils durch
eine nicht dargestellte Regelung auf ihre Lichtquelle 7 und 8 gerichtet In 1 i c. 2 nehmen die beiden Goniometer
1 und 2 bei ihrer Drehung die beiden Digital-
mil.
die die und .<, liefern. <( werden in 11
dieser beiden Signal steuert
kodiere;'9 und 10 bekannter Bauart
Informationen der Winkelsiellungen U1
Informationen der Winkelsiellungen U1
Diese beiden Informationen u, und
verglichen, und ein tier Differenz
Winkel proporlionales resultierende g
in der zweckmäßigen Richtung einen M'.tor 12 (die mechanischen Verbindungen sind gestrichelt dargestellt I. der in ι/, den bei 4 drehenden Arm 3 ausrichtet, damit die neuen Orientierungswinkel ,Γ, und u\ der beiden Goniometer 1 und 2 gleich sind. d. h.. daß die Ziellinien 13 und 14 parallel sind. Das Goniometer 1 gehl in die Stellung A' und das Goniometer 2 in die Stellung /}'. Der Kurswinkel des Luftfahrzeuges ist alsdann durch die folgende Formel gegeben:
verglichen, und ein tier Differenz
Winkel proporlionales resultierende g
in der zweckmäßigen Richtung einen M'.tor 12 (die mechanischen Verbindungen sind gestrichelt dargestellt I. der in ι/, den bei 4 drehenden Arm 3 ausrichtet, damit die neuen Orientierungswinkel ,Γ, und u\ der beiden Goniometer 1 und 2 gleich sind. d. h.. daß die Ziellinien 13 und 14 parallel sind. Das Goniometer 1 gehl in die Stellung A' und das Goniometer 2 in die Stellung /}'. Der Kurswinkel des Luftfahrzeuges ist alsdann durch die folgende Formel gegeben:
"t
Λ arc cos
/ sin <i,
- arc cos
/ sin
10
25
30
40
mit / - AH. Abstand /wischen den beiden Goniomeiern 1 und 2. ti -■ (Έ. Abstand /wischen den beiden
Markierungen 7 und 8 des Luftfahrzeuges, wnhei AB
gröltet ist als ti.
Wenn der Wm':el ><: gleich <i, ist. so erhält ein
Rechner 15 diese Winkelinformation. die Winkelinformation -/, des Armes 3. die von seinem Digitalkodicrer
16 geliefert wird sowie die konstanten Informationen
/. d und ;■,,. die vorher eingegeben werden können, um in dem genannten Rechner 15 eingespeichert
/u bleiben. Im Besitz aller dieser Informationen. bestimmt der Rechner 15 den Kurs C des I.uftfahrz.cuges
durch Losung der vorstehend angegebenen Gleichung, Die Information des Kurses C ist alsdann
verfügbar, um über Draht. Funk oder jedes andere
bekannte Mittel an die Navigationsgeräte des Luftfahrzeuges übertragen zu werden, die sich auf diese
Information einstellen.
Für eine Verwendung des soeben beschriebenen Kurseebers auf Flugzeugträgern wird die Information
;·,,. die ständig von tier Orientierung des Schiffes
abhängt, von dem Kurszeiger dieses Schiffes an den Rechner 15 gegeben.
In F i si. 3 besitzt der Kursgeber zwei Goniometer 101
und 102 bekannter Bauart, die an den Punkten A und H aufgestellt, um eine Länge D voneinander entfern!
und auf eine Richtung OX ausgerichtet sind,
die mit einer Be/ugsrichluiK' \(/. ζ B der geographischen
Nordnchlung. einen Winkel ;·„ bildet Der
Winkel ;·„ ist bei der Aufstellung der Vorrichtung
ein für alle Male mil sehr hoher Genauigkeit gemessen
worden: er kann gleich Null scm. wenn die Vorrichtung
anfänglich in diese Bezugsrichiung orientiert wird
Das Luftfahrzeug 103 wird auf cmc Fläche 104
geführt, die durch die beiden Richtungen OZ, und OZ1
abgegrenzt und im Verhältnis zu den beiden Goniomeiern 101 und 102 derart gelegen ist. daß die
nachstehend beschriebenen Messungen stets möglich sind
Die beiden ursprünglich in der Richtung OX ausgerichteten Goniometer 101 und 102 können in eine
Ligendrehbewegung um ihre verlikalc Achse und. für den Fall der Fig 3. in Uhrzeigersinn versetzt
werden. Die Inbetriebnahme dieser Vorrichtung wird von einem Bedienungsmann, automatisch von dem
Flugzeugführer oder von dem Konirolllurm aus gesteuert, sobald das Luftfahrzeug auf der Fläche 104
steht. Die beiden Goniometer 101 und 102. deren Nullpunkt der Ausrichtung auf OX entspricht, erfassen
bei ihrer Drehung die relative Orientierung der Markierungen 105 und 106 des Luftfahrzeuges, die
von Lichtquellen gebildet werden können, welche in den Punkten C und L·' entsprechend der Bezugsachse OZ der Navigationsgerät des Luftfahrzeuges
angebracht sind. Diebeiden Lichtquellen 105 und 106
können, zur Lneiehung einer höheren Präzision,
auf dem Träger der Gyroskopanlage angebracht sein. Das Goniometer 101 erfaßt die Orientierung der
Quelle 105 (Winkel u„l und anschließend die der Lichtquelle 106 (Winkelei,): desgleichen erfaßt das
Goniometer 102 die Orientierung der Lichtquelle 10* (Winkel ,,;,,) und anschließend die der Lichtquelle 1Oi
(Winkel ,ι1,). Für die Diskriminierung der Lichtquellen
105 und 106 werden diese durch vor ihner angebrachte Interferenzfilter oder durch jedes ändert
Kodieisystem differenziert.
Da ,<0. H1. ,;,,. ,;,. ;,, bekannt.sind, wird der Kurs
winkel C des Luftfahrzeuges folgendermaßen erreclv net:
AIiB -■-- μ
AC
AC
I ■ Ί
AB
woraus
sin .1W
■IC
I)
W:.
woraus ΙΌΙ·:ΐ
| 1/1 | |
| sin | AKB |
| sin ,; | |
| sin | (·ι, - |
woraus folgt
/. . I] '■ Ι': 2/, /: cosiu, .!,,·
sin 4CE sin (-/, - ·<,,)
sin Ai K --- ~ sin (-/,
(,, - arc sin " sin(<<, -<,,!
C ■-- ;·,, -l· -«,, aresin " sin ι«,
durch Lniuicklung von
c =- ;„ < -^ arc sin . sin (u,
509 507/
17 Γ sin/^i
\l [sin (,<,,- ,■;„)
\l [sin (,<,,- ,■;„)
sin
sin (π,
In F i g. 4 nehmen die Goniometer 101 mid 102. die
von einem Motor 107 in eine Drehbewegung um ihre vertikale Achse verset/l werden, ebenfalls und jeweils
die Digitalkodierer 108 und 109 bekannter Bauart mit, die in jedem Augenblick die Winkelstellung der
genannten Goniometer 101 und 102 definieren. Die mechanischen Verbindungen zwischen dem Motor
107, den Goniometern 101 und 102 und den Digitalkodierern 108 und 109 sind gestrichelt dargestellt.
Bei seiner Drehung und in dem Augenblick, in dem das Goniometer 101 die Lichtquellen 105 und anschließend
106 erfaßt, lösl es ein Signal aus. das ein
Tor UO öffnet, das in diesem Augenblick die Information der Position a0 und anschließend h, tiurehläßt.
die von seinem Digitalkodierer 108 definiert wird. Desgleichen läßt ein von dem Goniometer 102 gesteuertes
Tor 111 die Information der Position,;,, und anschließend ,;, durch, die von dem Digilalkodierer
109 definiert wird, sobald das genannte Goniometer 102 die Lichtquellen 105 und anschließend
106 erfaßt. Ein Rechner 112 besitzt einen Speicher 113. in den die Informationsfolgen u„, .»,. ,;„ und
/»', eingespeichert werden, ebenfalls die Information ;■„.
Im Besitz aller diesei Informationen errechnet er den
Anfangskurs C des Luftfahrzeuges durch Lösung der vorgegebenen Gleichung.
Die Information des Kurses C liegt alsdann vor. um über Draht. Funk oder jedes andere bekannte Mittel
an die Navigationsgeräte weitcrgcleitet zu v, erden,
die sich auf diese Information einstellen.
Bei einer Verwendung des soeben beschriebenen Kursgebers auf Flugzeugträgern, wird die Information
;·,,. die ständig von der Orientierung des Schiffes
abhängt, durch den Kurszcigcr dieses Schiffes an den
Rechner 112 übertragen.
In Fig. 5 versetzt eine Plattform 201 ein einem digitalen Winkelcodierer 204 zugeordnetes Goniometer
203 in eine Drehbewegung um die vertikale Achse 202. Wenn das genannte Goniometer 203 bei
seiner Drehung die Markierung 205 (Winkel;■,,) des
Luftfahrzeuges 206 erfaßt, das auf der begrenzten Fläche 207 steht, so gibt es ein Signal ab. das einerseits
das Tor 208 öffnet, das in diesem Augenblick die Information <i„ durchläßt, die von dem digitalen
Winkelkodicrer 204 definiert wird, und andererseits
«las Tor 209. das im selben Augenblick die Vertikal-. Schlinger- und Stampfinformationen durchläßt, die
Ständig von dem Vertikaldetektor 210 abgegeben werden. Diese Informationen, die den Winkel definieren,
unter dem die Markierung 205 des Luftfahrzeuges von dem Goniometer 203 gesehen wird, und die Stellungen
des Schiffes in dem Augenblick, in dem die
genannte Markierung 205 erfaßt wird, werden in einen Speichel 211 eingegeben. Das von dem Goniometer
203 kommende Signal kann ebenfalls und vorteilhaft zur Steuerung des Wählers 212 dienen, der alsdann
das geeignete Interferenzfilter 213 derart in den Strahlengang einschwenkt, daß das Goniometer 203 anschließend
die zweite Markierung 214 des Luftfahrzeuges erfassen kann. Das neue Signal, das von dem
Goniometer 203 in dem Augenblick abgegeben wird, in dem dieses die Markierung 214 des Luftfahrzeuges
erfaßt, öffnet die Tore 208 und 209. die die Informasin
,; sin ,;,
tion n, und die Vertikalinforniationen des Schiffes
im Augenblick dieser neuen Erfassung durchlassen.
Desgleichen steuert in dem Augenblick, in dem das
Min einer Plattform 216 in Drehbewegung versetzte
ίο Goniometer 215 die Markierung 205 oder 214 des
Luftfahrzeuges erfaßt, ein Signal einerseits das Tor 217.
das die von dem Digitalkodierer 218 abgegebene Positionsinformation ,-'0 oder (J1. Winkel, unter denen
die Markierungen 205 und 214 des Luftfahrzeuges \on dem Goniometer 215 erfaßt werden, durchläßt
und andererseits das Tor 209. das im selben Augenblick die Verlikalinformationen durchläßt. Dieses
selbe Signal kann vorteilhaft den Wähler 219 der Interferenzfilter 220 aus denselben Gründen wie den
vorstehend angegebenen steuern.
Der Rechner 222. der der des Luftfahrzeuges sein kann, empfängt von dem Speicher 211 die Positionsinformationen κ,,. H1. /i'„. ji, mit den Informationen über
die Stellungen des Schiffes bei Schlinger- und Slampfbewegungen, die jeder von ihnen entsprechen, und
schließlich die von dem Kurszeiger 223 des Schiffes gelieferte Information ;·„. Diese Informationen können
von den Sender-Empfängern 224 und 225 übertragen werden.
Ausgehend von den von den Digitalkodierein 203
und 215 gelieferten Positionsinformalionen führt der Rechner 222 mit Hilfe der Vertikalinformationen die
Projektion der Positionsinformationen auf die Horizontalebcne durch, um mit Genauigkeit den wirkliehen
Kurs des Luftfahrzeuges zu errechnen, auf den sich die Navigalionsgcräte einstellen.
In F i g. 6 sind zwei Markierungen 301 und 302 auf dem Boden jeweils in den Punkten Cund E angebracht,
und ihre Ausrichtung definiert eine Bezugsrichtung .VCr.
z. B. die geographische Nordrichtung. Der Kursgeber
303. der mit dem bei F i g. 3 und 4 beschriebenen identisch ist. wird. z. B. durch ein Fahrzeug, auf das
er fest montiert sein kann, in die Nähe des Luftfahrzeuges
304 transportiert, dessen Kurs C bestimmt werden soll. Der Kursgeber 303 wird im Verhältnis
zu dem Luftfahrzeug 304 aufgestellt, so daß die Ei fassung der Markierungen des Luftfahrzeuges unter
den besten Bedingungen erfolgen kann. Die in den Punkten A und ß angebrachten Goniometer 305 und
so 306 erfassen die Winkel, unter denen sie die Bodenmarkierungen
301 und 302 sehen, die \on zwei sein
starken Lichtquellen gebildet werden können, se
daß sie weit entfernt von den Orten aufgestellt werdet
können, an denen die Einstellung des Anfangskurse·
der Luftfahrzeuge vorgenommen wird, um die Prä zision der Messungen zu begünstigen.
Die Bodenmarkierung 301 is: mit einem Interferenz
filter 307 der Wellenlänge /., und die Bodcnmarkie
rung 302 mit einem Interferenzfilter 308 der Wellen länge /.2 ausgerüstet, um die genannten Bodcnmarkie
rungcn besser zu unterscheiden.
In den Strahlengang der Goniometer 305 und 30 werden nacheinander Interferenzfilter der Weiler
länge A1 und /: eingeschaltet, und die genannte Goniometer 305 und 306 erfassen die Bodenmarkit rungcn 301 und 302 und bestimmen die Winkel
<t ■ι,. /(„ und ,»,. unter denen sie die genannten Markii
ningcn sehen.
In F i g. 7 weiden die Winkelinformationen .i,,. U1.,;,,
und (i',, die jeweils von den den Goniometern 305
Lind 306 zugeordneten Digilalkodierern 309 und 310 abgegeben werden, über Tore 311 und 312 an ihre
jeweilige Adressen in dem Speicher 313 übertragen.
Die Adresse einer Winkelinformalion wird durch
die Charakteristik (Wellenlänge /., oder A2) des Inierferen/fillers
314 oder 315 definiert, das durch den Wähler 316 oder 317 in den Strahlengang des Goniometers
305 oder 306 gebracht wird, und durch das Goniometer 305 oder 306, das diese Informalion liefert,
die der Winkel ist, unter welchem eines der genannten Goniometer eine der beiden mit einem
interferenzfilter gleicher Charakteristik versehene Bodenmarkierung erfaßt.
Ein Rechner 318, der der Rechner des Flugplatzes sein kann, fragt den Speicher 313 ab und ermittelt
auf der Grundlage der von den Sender-F.mpfängern 319 und 320 oder von jeder anderen Vorrichtung
übertragenen Winkelinformationen no. α,. ,■;,, und ,;,
den Kurs ;·„ des Kursgebers.
Diese Information ;·„ wird in den Speicher 313 des
Kursgebers eingegeben, um später an den Bordrechner
des Luftfahrzeuges weitergegeben zu werden.
Der Kursgeber kann im Verhältnis zu den Bodenmarkierungen 301 und 302 verschiedene Positionen
einnehmen, wenn die Winkel d, und ,;,. unter denen
die Goniometer 305 und 306 die Markierung 302 erfassen, kleiner sind als 7; die Berechnung des
Winkels -■„ ist identisch mit der, die für den oben beschriebenen Fall bei F i g. 3 und 4 für die Berechnung
des Winkels /. angegeben ist. Für den Fall, daß diese
beiden Winkel größer als .7 sind, w ie in F" i g. 6 dargestellt,
oder größer als 3.7,2. ist die Berechnung unterschiedlich,
da einige Ausdrücke das Vorzeichen wechseln. Für alle dargestellten Fälle werden alle zu
lösenden Gleichungen programmiert, und in Abhängigkeil
von dem Wert der von den Goniometern erfaßten Winkel geben diese dem Rechner 318 die Gleichung
an. die er zu lösen hat.
In Fig. 8 umfaßt der Kursgeber zwei Goniometer
401 und 402 an sich bekannter Bauart, die in den Punkten A und B aufgestellt und voneinander durch
eine Länge D in einer Richtung OX getrennt sind, die mit einer Bezugsrichtung NG. z. B. der geographischen
Nordrichlung, einen Winkel ;· bildet. Der Winkel ;■ ist im Augenblick der Aufstellung der Vorrichtung
mil einer sehr hohen Präzision gemessen worden: er kann gleich Null sein, wenn die Vorrichtung
ursprünglich in diese Bezugsrichtung orientiert wurde. Für eine Verwendung auf Flugzeugträgern wird
der Winkel γ. der sich ständig ändert, von dem
Kurszeiger des Schiffes geliefert: die Richtung OA' ist die Längsachse des Schiffes.
Das Luftfahrzeug 403 wird auf eine begrenzte und im Verhältnis zu den beiden Goniometern 401 und 402
derart gelegene Fläche 404 geführt, daß die nachstehend beschriebenen Messungen stets möglich sind.
Die optische Achse des Goniometers 401 bildet mn
der Richtung ΟΛ' einen Winkel .i0 und die des Goniometers
402 einen Winkel ,;,,.
Die beiden jeweils in den Punkten C und E auge
brachten Markierungen 405 und 406 delinieren du Bezugslängenachse 07 des Luftfahrzeuges, die dit
Bezugsachse der Navigationsgeräte des Luftfahrzeuge: 403 ist. Die beiden Markierungen 405 und 406 könnei
Lichtquellen sein, die durch vorgeschaltete Inter
ferenztiiier oder jede andere Kodiervorrichtung differenziert
werden können, um sie besser unterscheider /u können. Die beiden Goniometer 401 und 402
deren Sehfeld die beiden Markierungen 405 und 40( des Luftfahrzeuges enthält, erfassen die Positior
dieser letzteren.
Das Goniometer 401 bestimmt den Winkel H1. untei
dem es die Markierung 405 erfaßt, und anschließenc den Winkel n,. unter dem es die zweite Markierung 40(
sieht: desgleichen bestimmt das Goniometer 41)2 dit Winkel ,>', und />',. unter denen es jeweils die Markie
rungen 405 und 406 erfaßt.
Da .I0. (I1. .I2. /ι',,, /ι',. /i2 und -/ bekannt sind, erfolg
die Berechnung des Kurswinkels C des Luftfahrzeuge: folgendermaßen:
ACB η = -I0 + />', -d, -,.;,
.4KD = .ν 4 α,-Λ,-,Η
.-K" 'AB
sin.-ißC sin.-lCß
woraus folgt
AC ~ I1 -= /)
sin(,.o - ,;
sin
■\E AB
sin.-!«/-: sin 1/;/)
40 woraus folgt Ali = /, = D
45
50
55 Cf = /. -■-- i /7 τ- /; - 2/, /, cos(.i: + -I1
sin ACE sin in2 + ·/, I
woraus folgt
woraus folgt
4CE- J sin (.I2 + α,)
/ = <*, — .ι, — arc sin 5 sin («-, ■+■
/ = <*, — .ι, — arc sin 5 sin («-, ■+■
und in entwickelter Schreibvveise
,- sin l,;() +-,-;,) ι /r si η l/i, -/.'■) T Γ sinlo-, 4-,",) Ί
sin κ +ί;-/;,,-,;, l - ' \ LsmK +V1 --i, - -^1)J [siiK^ + «,-,;,-,^]
2 sin (,^, - ,;, j sin (^1 + ,■;,)
sinf.i,, ι ,;, .ι, - Jin) sin (.I0 + «, - [I0 ,.2)
cos (α. + U-,).
Die Detektorelemenle 401 und 402 sind Goniometer
an sich bekannter Bauart, deren nachfolgende Beschreibung unter Bezugnahme auf F i g. 9 gegeben
wird, um das Verständnis der Arbeitsweise der Gesamtheit des Kursgebers zu erleichtern.
Das Detektorelement ist eine optische Vorrichtung, die einen Photovervielfacher 407 verwendet, der einer
geeigneten Elektronik 408 zugeordnet ist. Das Bild 409 der Markierung 405 des Luftfahrzeuges wird über eine
Kcmzentrationsoptik 410. die Funktion der Größe der Luftfahrzeugmarkierung, ihrer Entfernung und
ihrer Lichtstärke ist, auf die Photokathode 41Ϊ des Photovervielfachers 407 abgebildet. Von der Innenfläche
der Photokathode 411 werden Elektronen ausgesandt, die ein elektronisches Bild 412 bilden. Ein
elektrisches Feld beschleunigt und fokussiert dieses Bild 412: nur das auf die öffnung 413 abgebildete
Bild gelangt in die Beschleunigungsdynoden. Die Ausgangsspannung ist eine lineare Funktion des in
der öffnung 413 erscheinenden Bildausschnittes. Zwei Ablenkspulen, die eine vertikal 414. die andere horizontal
415. die von zwei Oszillatoren 416 und 417 gespeist werden, ermöglichen die vertikale und horizontale
Verschiebung des elektronischen Bildes beiderseits der öffnung. Die Horizontal- und Vertikalabtastung
erfaßt eine große Fläche 418. die die beiden Markierungen 405 und 406 des Luftfahrzeuges ohne
Rücksicht auf die Stellung umfaßt, die das Luftfahrzeug auf der begrenzten Fläche einnimmt. Pegelanzeiger
419 melden den logischen Schaltkreisen 420 den genauen Augenblick, in dem das elektronische
Bild 412 beobachtet wird, und die logischen Schaltkreise 420 fragen gleichzeitig die Ablenkvorrichtung
414 und 4!5 ab. um die Quer- und Vcrtikalstellung des elektronischen Bildes 412 in dem Augenblick zu
bestimmen, in dem es beobachte! wird. Das Abfragesignal 421 in transversaler Ablenkung ist die unmittelbare
Messung der Position der Markierung 405 des Luftfahrzeuges im Verhältnis zur optischen Achse des
Detektorelementes.
In Fig. 10 sind die beiden feststehenden Goniometer
401 und 402 in einer Richtung XX' aufgestellt. Die optische Achse des Goniometers 401 ist um H0
orientiert und die optische Achse des Goniometers 402 um i>0. Die Markierungen 405 und 406 des Luftfahrzeuges
definieren die Längsachse ZZ' des Luftfahrzeuges 403. Zwei Interferenzfilter 422 der Wellenlänge
/, und 423 der Wellenlänge /2 sind jeweils vor
die Lichtquellen 405 und 406 geschaltet. Ein automatischer Wähler 424 schalte' in den Strahlengang des
Goniometers 401 ein Interferenzfilter 425 der Wellenlänge/., ein, und das genannte Goniometer 401 ortet
die entsprechende Lichtquelle 405. Das Goniometer 401 gibt ein elektrisches Signal ab, das dem Winkel «,
proportional ist, W'nkel. unter welchem es diese genannte Lichtquelle 405 erfaßt; dieses Signal steuert
unter anderem den automatischen Wähler 424. der das Interferenzfilter der Wellenlänge λ2 vor das Goniometer
401 schaltet, das alsdann die zweite Lichtquelle 406 erfassen kann. Die elektrischen Signale,
die die Winkel <<, und .·<·. nach Kodierung in 426
definieren, weiden an ihre jeweiligen Adressen in dem Speicher 427 über! ragen.
Desgleichen erfaßt das Goniometer 402 die Lichtquellen 4(15 und 406 in Abhängigkeit von den Charakteristiken
der Interferenzfilter, die durch den automatischen Wähler 428 in seinen Strahlengang eingeschaltet
werden. Die elektrischen Signale, die die Winkel ,. und ,;, nacn Kodierung in 429 definieren, werden ai
ihre jeweiligen Adressen in dem Speicher 427 über tragen: die konstanten Informationen «„. ,.'„ und
werden vorher eingespeichert.
werden vorher eingespeichert.
Ein Rechner 430. der der Bordrechner des Luft fahrzeuges sein kann, erhäh über die Sender-Emp
fänger 431 und 432 von dem Speicher 427 die Infor mationen «,. u,. ,-;,. ,;,. «,,. /ί0 und y. um den Kurs de
ic Luftfahrzeuges durch Lösung der vorgegebenen Glei
chung /u r.estimmen.
Für eine Verwendung der Vorrichtung aul Hug/eug
trägern ist es erforderlich, die störenden Drehbewegun
gen des Schiffes aus/uschalten. Dieses wird dadurci erreicht, daß man die störenden Drehbewegungen de
Kursgebers und des Schiffes durch Verwendung eine Vertikaldetektorelemenlcs mißt, der mit dem genann
ten Schiff verbunden ist. und daß man das elektronisch« Bild korrigiert, indem man den Strahl in entgegen
gesetzter Richtung um einen Winkel ablenkt, dei der Ablenkung der Achse des Schiffes im Vcrhällni:
zur Achse des Vertikaldetektors gleich ist
In I- i Li. Il h.i der Kursgeber, der mit dem vorstehend
beschriebenen identisch ist. eine Achse Λ Λ . (in
sich mil der Schlingerachse des Schiffes deckt. In Vertikaldetektor 433. der der Hori/ontalkreisel de:
Schiffes sein kann, mißt die Winkel der Stampf- uiu
Schlingerbewegungen des Schiffes. Hin Detektor au jeder Achse des Veriikaldeteklors liefert elektrisch«
Signale, die jweils dem Slampfwinkel (7) und ikn
Schlingerwinkel (R) entsprechen, und die genannter
Signale werden an die entsprechenden Korrektur organe jedes der Goniometer 401 und 402 i'cgeben. im
den Elektronenstrahl der genannten Goniometer ir einer Horizontalebcne zu steuern.
Das Goniometer 401 ortet die Markierungen 40f und 406 des Luft fahrzeuges 403 und überträgt du
Winkelinformation «, und «,.die die Projektionen dei
jeweiligen Winkel «' und n" auf die Morizontalebem
sind. Desgleichen oitel das Goniometer 402 die Markierungen
405 und 406 und überträgt Winkelinformationen ..'| und ,μ. die die Projektionen der jeweiliger
Winkel ,;' und ,;" auf die Horizontalcbene sind.
Die elektrischen Signale, die die Winkel «,. , /(',. ,μ nach Kodierung in 426 und 429 definieren werden an ihre jeweiligen Adressen in den Speieher 42' übertragen sowie auch die von dem Kurs/eiger 43-des Schiffes gelieferte Information ;■. wobei dies«. Information ;· sich wie der Kurs dieses Schiffes ander' und die konstanten Informationen«,, und ,.,, \orhei eingespeichert sind.
Die elektrischen Signale, die die Winkel «,. , /(',. ,μ nach Kodierung in 426 und 429 definieren werden an ihre jeweiligen Adressen in den Speieher 42' übertragen sowie auch die von dem Kurs/eiger 43-des Schiffes gelieferte Information ;■. wobei dies«. Information ;· sich wie der Kurs dieses Schiffes ander' und die konstanten Informationen«,, und ,.,, \orhei eingespeichert sind.
Die Adressen der Winkel «,, n2 und />',. ,;: weider
durch das Goniometer 401 und 402 und durch du Charakteristik (Wellenlänge /., oder A2) des Filters 42f
definiert, der von den automatischen Wählern 42·-
und 428 jeweils in den Strahlengang der Goniometei 401 und 402 eingeschaltet wird. Ein Rechner 430
der der Bordrechner des Luftfahrzeuges sein kann empfängt über die Sender-Empfänger 431 und 43Ϊ
fco die Informationen <<,. «2, />',. /λ.. «„. />'„ und ;. um der
Kurs ties Luflfahr/euges durch Lösung der vorgegebenen
Gleichung /u errechnen.
Die Inbetriebnahme dieses Kursgebers für Luftfahrzeuge
wird von einem Bedienungsmann. automatisel von dem Flugzeugführer oder vom Konlrollturm au;
gesteuert, sobald das Luftfahrzeug auf der begren/ter Fläche steht.
Hierzu S Blatt Zeichnungen
Claims (17)
1. Vorrichtung, die durch Triangulation eine schnelle und sehr genaue Bestimmung der Ausrichtung
eines beweglichen Körpers im Stillstand gegenüber einer Bezugsrichtung ermöglicht, insbesondere
des Anfangskurses eines Luftfahrzeugs, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem
beweglichen Körper (5, 103, 206,304,403) in seiner Längsachse (O, Z; Z, Z') und im bekannten, konstanten
Abstand voneinander zwei Markierungen (7, 8; 105, 106; 205, 214; 405, 406) angebracht sind,
daß im Abstand zum Körper (5, 103,"206, 304, 403) zwei ebenfalls im bekannten, konstanten Abstand
voneinander um senkrechte Achsen schwenkbare Sensoren (1,2; 101,102;203,215;305,306;40L402)
vorgesehen sind, mit denen die Markierungen (7,8:
Ι05Γ106; 205, 214;405,406) am Körper (5JQ3,206.
304. 403) angepeilt und deren Peilwinkel bestimmt werden und daß mittels eines Rechners (15. 112.
221.222.318.430), in dessen Speicher (113.211.313,
427) die Konstanten und die ermittelten Winkelwerte gespeichert sind bzw. eingegeben werden, die
Ausrichtung des Körpers (5. "10*3. 206, 304. 403) berechnet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß die Markierungen (7. 8; 105. 106: 205, 214; 405, 406) des Luftfahrzeuges (5. 103,
206. 304. 403) von zwei Lichtquellen gebildet werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquellen auf dem Träger
der Gyroskopanlage in der Achse der Navigationsgeräte (O. Z; Z. Z') angebracht sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Interferenzfilter (422, 423) verschiedener
Wellenlängen vor die Lichtquellen gesetzt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sensoren (1,2; 101,102: 203. 215; 305, 306) zwei Goniometer sind, die auf einem
orientierten Sockel montiert sind und sich um ihre vertikale Achse drehen können.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebsorgan der beiden Goniometer ein Motor ist, dessen Steuerung von
einem Bedienungsmann oder automatisch auf Befehl des Flugzeugführers oder auf Befehl des
Kontrollturmes ausgelöst wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Sensor (101,102; 203,215;
305, 306) ein Digitalkodierer (9, 10; 108. 109; 204.
218: 309. 310) zugeordnet ist, der laufend die Information der Winkelstellung des Sensors um
seine vertikale Achse liefert, und daß jedesmal, wenn ein Sensor eine Lichtquelle erfaßt, sein Siunal
eine Torschaltung (110,111; 208. 217; 309.310) öffnet,
die die zugehörige Information seines Digitalkodierers
(108! 109; 208. 217: 311, 312) durchläßt, fto
S. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnel.
daß i:i den Speicher (113,211) die vier
von den Digitalkodieicm (108, 109: 204. 218) gelieferten
Winkcliiiformationcn und die konstante Information ;·,, eingespeichert werden, die den
Winkel definiert, den die Richtung, in der die
Sensoren (101, 102; 203. 204, 215. 218) ausgerichtet sind, mit der Bezugsrichlung. z. B. der geographischen
Nordrichtung, bildet, wobei der am Speichel zugeordnete Rechner (112, 221. 222) der Rechner
der Vorrichtung, der Bordrech 11 ung des Luftfahrzeuges
(103, 206) oder auch der Rechnung des Kontrollturmes sein kann.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8. dadurch gekennzeichnet,
daß, wenn die Vorrichtung auf Flugzeugträgern verwendet wird, die Information
;.·„, die ständig in Abhängigkeit vom Kurs des
Schiffes schwankt, von dem Kurszeiger (223) des genannten Schiffes an den Speicher (211) übertragen
wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden als Goniometer ausgebildeten Sensoren (1. 2) auf einem um eine senkrechte
Achse (4) schwenkbaren Arm (3) in gleicher Entfernung beiderseits der Schwenkachse (4) drehbar
ungeordnet sind, daß der schwenkbare Arm (3) und dk Sensoren (1. 2) dauernd derart nachgedreht
werden, daß die Ziellinien (13. 14) zu den am Luftfahrzeug angebrachten Markierungen (7,8) parallel
zueinander verlaufen und daß die so ermittelten Winkelwerte dem Rechner (15) zugeführt werden.
!1. Vorrichtung nach Anspruch 10. dadurch gekennzeichnet, daß vor jedes Coulometer ein
Interferenzfilter geschaltet wird, das dieselbe Charakteristik aufweist, wie das der Lichtquelle, die
es erfassen soll.
12. Vorrichtung nach Anspruch K). dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsorgan der beiden
Goniometer wenigstens von einem Motor (12) gebildet wird, dessen Steuerung von einem Bedienungsmann
oder automatisch auf Befehl des Flugzeugführers oder auf Befehl des Kontrollturmes
ausgelöst wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10. dadurch
gekennzeichnet, daß jedem Sensor (1. 2)ein Digitalkodierer (9. 10) zugeordnet ist. der im Verhältnis
zu dem Tragarm (3) den Winke! liefert, unter dem jeder der Sensoren eine der beiden Markierungen
(7. 8) erfaßt, wobei die von den beiden Digitalkodicrern
gelieferten Informationen in einem elektronischen Komparator (11) verglichen werden
und das resultierende elektrische Signal zur Steuerung eines Antriebsmotors (12) für die Drehbewegung
des Tragarmes (3) der Sensoren (1. 2) verwendet wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13. dadurch
gekennzeichnet, daß ein in der Drehachse (4) des Tragarmes (3) angeordnete Digitalkodierer (16) die
Orientierung dieses letzteren im Verhältnis zu seiner anfänglichen Orientierung definiert.
15. Vorrichtung nach Anspruch 10. dadurch
gekennzeichnet, daß in den Speicher des Rechners (15) die beiden von den Digitalkodierern (9,
10) gelieferten Winkelinformationen «2 und H1.
die konstanten Informationen der Entfernung zwischen den beiden Markierungen (7, 8). des Ahstanues
der beiden Sensoren 11. 2) voneinander und des Winkels eingespeichert werden, den der
Tragarm (3) anfänglich mit der Bezugsrichtung, z. B. die geographische Nordrichtung, bildet.
16. Vorrichtung nach Anspruch I bis 13. dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung an Bord
eines Schiffes jedesmal wenn ein Sensor (203. 215) eine Markierung (205. 214) des Luftfahrzeuges(207)
erfaßt und im gleichen Augenblick, in dem er die öffnung eines Tores (208. 217) steuert, das die von
dem diesem Sensor zugeordneten Digitalkodiercr (204. 218) gelieferte Positionsinformation durchläßt,
ein Vertikaldeiektor (21) abgefragt wird, alle
diese Daten in einem Speicher (211) gespeichert und dann einem Rechner (221) zugeführt werden,
der aus den Vertikalinformationen die Projektion der Positionsinformationen auf die Horizontalebene
vornimmt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurcn gekennzeichnet,
daß sie in die Nähe des Luftfahrzeuges (304), dessen Anfangskurs bestimmt werden
soll, transportierbar ist, daß zwei feste Bodenmarkierungen (301,302) vorgesehen sind, die durch
ihre Fluchtung eine bekannte Bezugsrichtung (£Ci bilden, und daß die Triangulalionsvorrichiung die
genannten P^denmarkierungen (301, 302) erfaßt. welche zwei starke und entfernt liegende Lichtquellen
sein können, daß anschließend die ermittelten Winkelinformationen einem Rechner (318)
zugeführt werden, der die Orientierung der Triangulationsvorrichtung im Verhältnis zur Bezugsrichtung ermittelt, wobei diese Informationen an
den Speicher (313) der genannten Triangulationsvorrichtung übertragen wird.
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Family Applications (1)
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1970
- 1970-01-21 DE DE2002513A patent/DE2002513C3/de not_active Expired
- 1970-01-21 GB GB2947/70A patent/GB1277182A/en not_active Expired
- 1970-01-22 US US4953A patent/US3664748A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |