DE19830150A1 - Transportables Trägheits-Vermessungssystem - Google Patents
Transportables Trägheits-VermessungssystemInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein transportables Trägheits-
Vermessungssystem der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art.
Typische Trägheitssysteme arbeiten so, daß sie die Ausgänge
eines Satzes von Dreiachsen-Kreiselgeräten und Beschleuni
gungsmessern integrieren, um Lagen- und Positionsinformationen
einer Plattform im Trägheitsraum zu gewinnen. Diese Trägheits
elemente haben zufällige Drift- und andere Fehler, die mit
der Zeit sehr schnell anwachsen können und als Ergebnis einen
erheblichen Fehler in die Positionsmessung einführen können.
Um ein Anwachsen dieser Fehler zu verhindern, kann ein Null-
Aktualisierungs-Stop-(ZUPTS-)Verfahren periodisch durchge
führt werden, um Geschwindigkeiten zurückzusetzen, um eine
Positionskorrektur durchzuführen und um die Sensor-Lage zu
korrigieren, wobei der vertikale Schwerkraftvektor und die
Erddrehgeschwindigkeit als Bezugswerte verwendet werden.
Allgemein steht die Meßgenauigkeit in direkter Beziehung zur
Häufigkeit von ZUPTS-Verfahren, d. h., wenn die Häufigkeit der
ZUPTS-Verfahren vergrößert wird, vergrößert sich auch die
Genauigkeit des Sensors. Um ein ZUPTS-Verfahren durchzuführen,
wird die Trägheitsplattform zum Stillstand gebracht und die
Sensorgeschwindigkeitsanzeigen werden auf Null gesetzt, um den
Geschwindigkeitsfehler zu beseitigen. Weiterhin können Posi
tionsfehlerkorrekturen auf der Grundlage des Geschwindigkeits
fehlers durchgeführt werden. Gleichzeitig kann die Lageein
stellung durch Vergleich der Sensor-Winkelmessung mit dem
bekannten Schwerkraft-Vertikalvektor durchgeführt werden.
Die Differenz zwischen diesen beiden Werten wird auf Null
gesetzt, um einen Winkel- oder Lagemeßfehler zu beseitigen.
Ein Abgleich kann auch unter Bezugnahme auf die Drehgeschwin
digkeit der Erde erfolgen. Wenn das ZUPTS-Verfahren abge
schlossen ist, kann der Sensor erneut bewegt werden, um mit
Trägheitsmessungen zu beginnen.
Eine weitere Form der Fehlerkorrektur umfaßt die Durchführung
eines Koordinaten-Aktualisierungs-Stopverfahrens (CUPTS), bei
dem Positionskoordinaten entsprechend der tatsächlichen bekann
ten Position aktualisiert werden. Bei der Durchführung eines
CUPTS-Verfahrens kann der Sensor an einer bekannten Position
zum Stillstand gebracht werden, wie z. B. an einer geodätischen
Marke, die am Boden befestigt ist. Das CUPTS-Verfahren kann
auch bei Empfang von Positionskoordinaten von einem globalen
Satelliten-Positionsbestimmungssystem (GPS) durchgeführt werden.
Trägheitssysteme wurden in Vermessungssystemen zur Schaffung
einer Vermessung von großen Landbereichen verwendet. Derartige
Systeme werden typischerweise in einem Motorfahrzeug oder Hub
schrauber befestigt und über das zu vermessende Land bewegt.
Um bei derartigen Systemen ein ZUPTS- oder CUPTS-Verfahren
durchzuführen, muß das Fahrzeug vorübergehend gestoppt werden
oder der Helikopter muß landen, worauf Geschwindigkeits- und
Winkelfehler auf Null gebracht werden. Wenn große Bereiche ver
messen werden müssen, können diese Stoppvorgänge unzweckmäßig
sein, weil sie einen beträchtlichen zusätzlichen Zeitaufwand
für das Verfahren ergeben. Als Ergebnis werden bei derartigen
Systemen die ZUPTS- und/oder CUPTS-Verfahren mit geringer
Häufigkeit durchgeführt. Weil der Sensorfehler von der Zeit
abhängt, kann diese geringe Häufigkeit der Fehlerkorrektur
erhebliche Fehler in die Vermessung einführen. Daher ergibt sich
aus der Unbequemlichkeit bei der Durchführung häufiger ZUPTS- und/oder
CUPTS-Verfahren bei diesen bekannten in Fahrzeugen
befestigten Systemen eine Beeinträchtigung der Genauigkeit der
Positions- und Winkelmessungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein transportables
Trägheits-Vermessungssystem der eingangs genannten Art sowie
ein Verfahren zur Trägheitsvermessung zu schaffen, bei dem
die vorstehend genannten Probleme im wesentlichen beseitigt
sind und mit dem in bequemer Weise eine hohe Genauigkeit er
zielbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 bzw. 23
angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen.
Das erfindungsgemäße System kann auf einem Fahrzeug transpor
tiert oder von einer Person getragen werden, die sich durch den
zu vermessenden Raum bewegt. Das transportable Vermessungs
system (PSS) der Erfindung schließt einen Trägheitssensor ein,
der mit einer Person verbunden wird, so daß er von dieser
getragen werden kann. Der Trägheitssensor stellt die Bewegung
fest, wenn sich die Person durch den Bereich bewegt, und erzeugt
ein Signal, das die Bewegung des Trägheitssensors anzeigt. Eine
Verarbeitungseinrichtung, wie z. B. ein Rechner, der ebenfalls
mit der Person verbunden werden kann, empfängt das die Sensor
bewegung anzeigende Signal und verarbeitet das Signal, um ein
zweites Signal zu erzeugen, das die Position des Sensors an
zeigt. Die von dem Prozessor erzeugte Positionsinformation wird
in einem Speicher gespeichert. Um Positionsfehler zu beseitigen,
schließt das System Einrichtungen zur Korrektur der in dem
Speicher gespeicherten Information ein, um Ungenauigkeiten der
Positionsinformation zu beseitigen. Diese Einrichtung zur
Korrektur der Positionsinformation kann beispielsweise eine
Einrichtung zur periodischen Durchführung von ZUPTS- und/oder
CUPTS-Verfahren sein, und sie kann von der Person aktiviert
werden, während die Person durch den zu vermessenden Bereich
schreitet.
Bei einer Ausführungsform sind der Trägheitssensor und die
Verarbeitungs- oder Prozessor-Elektronik in getrennten Ge
häusen angeordnet. Beispielsweise kann der Trägheitssensor
eine Trägheitsmeßeinheit (IMU) sein, die Dreiachsen-Kreisel
geräte und Beschleunigungsmesser einschließt, die in einem
ersten Gehäuse angeordnet sind, und die Verarbeitungselektronik
kann in einem zweiten Gehäuse enthalten sein. Der Sensor kann
an der Person befestigt sein, beispielsweise durch Riemen oder
durch Anklammern an den Schuh oder Stiefel der Person. Die
Verarbeitungselektronik kann in einer Transportpackung ent
halten sein, die auf dem Rücken der Person mit Riemen be
festigt werden kann. In diesem Fall werden die einzelnen
Gehäuse über Kabel verbunden. Bei einer speziellen Ausfüh
rungsform wird ein Lichtleitfaser-Kabel verwendet, um die
Gehäuse miteinander zu verbinden.
Bei einer Ausführungsform kann das System die Information
durch die Durchführung eines CUPTS-Verfahrens korrigieren,
während die Bewegung des Sensors gestoppt wird und die tat
sächliche Positionsinformation gewonnen wird. Bei einer Aus
führungsform schließt das CUPTS-Verfahren das Inkontaktbringen
des Sensors mit einer dauerhaften Markierung, wie z. B. einer
geodätischen Bezugsmarke auf oder unter dem Boden ein. Weil
diese Marken eine bekannte Position auf der Erde haben, kann
der Trägheitssensor mit der Marke in Kontakt gebracht werden
und die Position kann in das System eingegeben werden, bei
spielsweise dadurch, daß die Bedienungsperson einen Eingabe
schalter betätigt. In einem Fall, bei dem sich die geodätische
Bezugsmarke unter dem Boden befindet, kann das System einen
vorspringenden Teil einschließen, der den Boden durchdringen
kann, um mit der Marke in Kontakt zu kommen.
Das System kann weiterhin eine Antennenschnittstelle für ein
globales Satelliten-Positionsbestimmungssystem (GPS) derart
einschließen, daß Ist-Positionskoordinaten unter regelmäßigen
Zeitintervallen in das System eingegeben werden können. Bei
einer Ausführungsform werden GPS-Eingänge periodisch dazu
verwendet, um Positionsfehler zu beseitigen. Bei einer weiteren
Ausführungsform werden GPS-Eingänge kontinuierlich verwendet,
so daß das ZUPTS-Verfahren nicht ausgeführt werden muß.
Bei einer Ausführungsform kann der Trägheitssensor an einem
Spazierstock befestigt werden, der von der Person getragen
wird, während die Person durch den zu vermessenden Bereich
geht. Der Spazierstock kann eine Betätigungseinrichtung, wie
z. B. einen Druckknopfschalter einschließen, den die Person
verwendet, um ein ZUPTS- und/oder CUPTS-Verfahren einzuleiten.
Bei einer anderen Ausführungsform kann der Sensor am Fuß der
Person befestigt werden. In diesem Fall kann das ZUPTS- und/oder
CUPTS-Verfahren dadurch eingeleitet werden, daß die Person
einen Schalter in ihrem Stiefel drückt, wie z. B. dadurch, daß
die Absätze zusammengedrückt werden oder daß ein einziger Absatz
in den Boden gedrückt wird.
Sowohl im Fall der am Spazierstock befestigten als auch im
Fall der am Fuß befestigten Konfiguration kann die Aktivierung
des ZUPTS- und/oder CUPTS-Verfahrens bequem von der Person
durchgeführt werden. Beim Gehen wird der Fuß in natürlicher
Weise bei jedem Schritt zu einer stationären oder Ruhestellung
gebracht. Der Stock kann ebenfalls in einer derartigen Weise
getragen werden, daß der Stock für jeden Schritt zur Ruhe kommt.
In jedem Fall kann der Sensor in bequemer Weise im Ruhezustand
gehalten werden, während eine Korrektur durchgeführt wird.
Das erfindungsgemäße System kann weiterhin Höhenmessungen
liefern, derart, daß ein topographischer Umriß des Bereiches
geschaffen werden kann. Zusätzlich kann das System mit der
Möglichkeit einer Spracheingabe versehen werden, derart, daß
wenn das Konturprofil erzeugt wird, die Person verschiedene
Landmarken in dem Bereich dadurch identifizieren kann, daß sie
einen Spracheingang an eine synchronisierte Tonaufzeichnung
liefert. Beispielsweise kann die Person einen bestimmten Baum
in der Nähe einer Höhenänderung identifizieren, um das Land
konturenprofil verständlicher zu machen. Die Spracheingabe
einrichtung kann weiterhin als Einrichtung zur Aktivierung
des ZUPTS- und/oder CUPTS-Verfahrens verwendet werden. Das
heißt, daß der Benutzer in ein Mikrophon sprechen kann, um
eine Korrektur zu aktivieren, anstatt einen Knopf zu drücken
oder die Hacken zusammenzuschlagen.
Das erfindungsgemäße System kann auch zur Messung von Entfer
nungen zu entfernten Gegenständen verwendet werden. Bei einer
Ausführungsform kann der Trägheitssensor mit einem Zielfern
rohr ausgerüstet sein, das zur Erzielung einer präzisen Winkel
messung zu einem entfernten Objekt von zwei Punkten entlang
einer Basislinie verwendet werden kann. Die Länge der Basis
linie kann durch Abschreiten unter Verwendung des erfindungs
gemäßen Sensors bestimmt werden. Die von dem Sensor gemessene
Basislinien-Länge sowie die Winkelmessungen zu dem entfernten
Objekt können dann zur Berechnung der Entfernung zu dem Objekt
verwendet werden. Das transportable Trägheits-Vermessungssystem
und das Verfahren gemäß der Erfindung ergeben vielfältige Vor
teile gegenüber bekannten Systemen. Beispielsweise können,
weil es sich hierbei um ein tragbares, ggf. an einer Person
befestigtes System handelte ZUPTS- und/oder CUPTS-Verfahren in
bequemer Weise von der Person ausgeführt werden, während die
Person durch den Bereich schreitet. Weil die Korrekturen be
quemer durchzuführen sind, können sie häufiger ausgeführt
werden, so daß die Genauigkeit des Systems gegenüber an Fahr
zeugen befestigten Systemen des Standes der Technik verbessert
wird, bei denen die Durchführung einer Korrektur unbequem und
zeitraubend ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen noch näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische bildhafte Ansicht einer
Ausführungsform eines transportablen, insbesondere von einer
Person tragbaren Trägheits-Vermessungssystems gemäß der
Erfindung,
Fig. 2 eine schematische bildhafte Ansicht eines an
einem Spazierstock befestigten Trägheitssensors gemäß der vor
liegenden Erfindung,
Fig. 3 ein Blockschaltbild der Schaltung einer Aus
führungsform des transportablen Trägheits-Vermessungssystems
gemäß der Erfindung,
Fig. 4 eine schematische bildhafte Ansicht eines
Trägheitssensors gemäß der Erfindung, der mit einem Zielfern
rohr montiert ist, um Entfernungsinformationen gemäß der vor
liegenden Erfindung zu beschaffen.
Fig. 1 ist eine schematische Ansicht eines transportablen,
insbesondere von einer Person getragenen Trägheits-Vermessungs
systems gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Wie dies
gezeigt ist, kann das System 10 ein erstes Gehäuse 14 ein
schließen, das die Form eines Rucksackes haben kann, der auf
dem Rücken des Benutzers mit Hilfe von Schultergurten getragen
wird. Das Gehäuse 14 schließt Verarbeitungselektroniken,
Schnittstellenschaltungen, Batterien, Leistungsversorgungen
und andere elektronische Einrichtungen ein, die für den
Betrieb des Systems erforderlich sind. Das Gehäuse 14 kann
weiterhin eine Antennenschnittstelle 16 zur Verbindung mit
einer GPS-Antenne 18 einschließen.
Das System 10 schließt weiterhin einen Trägheitssensor 12
wie z. B. eine Trägheitsmeßeinheit (IMU) ein, die Trägheits
meßeinrichtungen einschließen kann, wie z. B. Dreiachsen-
Beschleunigungsmesser und/oder Kreiselgeräte. Die Kreisel
geräte können Lichtleitfaser-Kreiselgeräte sein, und der
Sensor kann mit dem Rucksackgehäuse 14 über ein Kabel 20
verbunden sein, das eine Lichtleitfaser-Leitung einschließt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Trägheitssensor
12 zur Befestigung an dem Benutzer oder einer Person ausge
bildet, die eine Vermessung durchführt. Zu diesem Zweck können
Gurtbänder 22 an dem Trägheitssensor 12 befestigt sein, um es
dem Benutzer zu ermöglichen, den Trägheitssensor 12 an seinem
Schuh oder Stiefel zu befestigen. Alternativ kann, wie dies
in Fig. 2 gezeigt ist, der Trägheitssensor 12 an einem
Spazierstock 24 befestigt werden, der von dem Benutzer ge
tragen wird, während der Benutzer durch den Bereich schreitet,
der vermessen wird.
Unter erneuter Bezugnahme auf Fig. 1 ist zu erkennen, daß
das System 10 weiterhin ein Betätigungselement 26 einschließen
kann, das von dem Vermesser verwendet wird, um Korrekturen, wie
z. B. ZUPTS- und/oder CUPTS-Verfahren durchzuführen, während die
Vermessung durchgeführt wird. Das Betätigungselement kann ein
Bauteil, wie z. B. einen Schalter 30 einschließen, der von dem
Vermesser betätigt wird, um die Korrektur einzuleiten. Das
Betätigungselement 26 kann weiterhin eine Einrichtung, wie
z. B. Bänder 28 einschließen, um es an dem Vermesser zu be
festigen. Der Vermesser kann das Betätigungselement 26 an
seinem Stiefel derart befestigen, daß, wenn eine Korrektur
durchgeführt wird, der Benutzer seine Hacken zusammenschlagen
kann oder einen Absatz auf den Boden drücken kann, um einen
Schalter 30 zu aktivieren. Das Betätigungselement 26 ist
elektrisch über ein Kabel 32 mit dem System gekoppelt, wobei
das Kabel mit dem Trägheitssensor 12 verbunden ist. Es ist
jedoch verständlich, daß das Kabel 32 auch mit dem Kabel 20
kombiniert und direkt mit der Elektronikeinrichtung verbunden
werden kann, die in dem Gehäuse 14 enthalten ist.
Das System 10 gemäß der Erfindung kann weiterhin eine optionale
handgehaltene Einheit 34 einschließen, die es dem Vermesser er
möglicht, mit dem System in Verbindung zu treten. Beispiels
weise kann die handgehaltene Einheit eine Anzeige 36 ein
schließen, die die Position, Geschwindigkeits- oder Winkel
ausrichtungs-Aktualisierungen und andere Informationen anzeigen
kann, wie z. B. eine Befehlsanzeige. Die handgehaltene Einheit
34 kann weiterhin eine Tastatur 38 einschließen, um es dem
Benutzer zu ermöglichen, Befehle und Informationen bezüglich
der durchgeführten Vermessung einzugeben. Beispielsweise kann
es die Tastatur 38 dem Benutzer ermöglichen, Landmarken ein
zugeben, während die Vermessung durchgeführt wird. Es kann
weiterhin ein Lautsprecher 42 vorgesehen sein, um eine Tonin
formation an den Benutzer zu liefern, beispielsweise ein
Pfeifsignal, wenn eine Korrektur abgeschlossen ist, um den
Benutzer zu informieren, daß die Vermessung fortgesetzt werden
kann. Weiterhin kann ein Mikrophon 40 vorgesehen sein, um eine
Spracheingabe von dem Benutzer zu einer synchronisierten Ton
aufzeichnung zu schaffen. Auf diese Weise kann während der
Durchführung der Vermessung der Benutzer Spracheingaben zur
Identifikation von Landmarken eingeben, um die Vermessung
vollständiger zu machen. Diese Einrichtung kann nützlich sein,
wenn eine Konturkarte eines Bereiches hergestellt wird, wobei
eine Wiedergabe der Tonaufzeichnungen vorgenommen wird, um die
Landmarken zu identifizieren.
Der Trägheitssensor 12 kann weiterhin einen zurückziehbaren
Vorsprung 44 einschließen, der zur Berührung mit Positions
bezugsmarken verwendet wird, wie z. B. geodätischen Marken auf
oder unter der Oberfläche des Bodens, der vermessen wird. Eine
Positionsaktualisierung kann bei diesem System dadurch erreicht
werden, daß die Marke berührt wird, deren Position bekannt ist.
Es kann dann ein CUPTS-Verfahren durchgeführt werden, um die
in dem System gespeicherte aktuelle Positionsinformation zu
aktualisieren. Weil die Bezugsmarke unterhalb der Erdoberfläche
liegen kann, ist der Stab oder Vorsprung 44 ausfahrbar, so daß
er in den Boden eingesteckt werden kann, um mit der Marke in
Berührung zu kommen.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 ist es zu erkennen, daß, wie oben
erwähnt, der Trägheitssensor 12 nicht an dem Benutzer angebracht
sein muß. Statt dessen kann er an einem Spazierstock 24 oder
einem anderen Stock befestigt werden, der von dem Benutzer ge
tragen wird, während die Vermessung durchgeführt wird. Während
der Benutzer durch den zu vermessenden Bereich schreitet, wird
der Stock von dem Benutzer getragen und schrittweise neben dem
Benutzer herbewegt. Alternativ kann der Stock ein oder mehrere
Räder einschließen, so daß er auf diesen Rädern von dem Benutzer
durch den Bereich bewegt werden kann, anstatt daß er getragen
wird. Um eine Korrektur durchzuführen, kann der Benutzer
vorübergehend stehenbleiben und den Stock 24 in einer statio
nären Position auf dem Boden halten. Die Aktivierungseinrich
tung 26A ist auf dem Handgriff 27 des Stockes 24 befestigt.
Die Aktivierungseinrichtung 26A kann in der vorstehend be
schriebenen Weise verwendet werden, um eine Korrektur einzu
leiten, wie z. B. durch Drücken eines Schalters 30A an der
Einrichtung 26A.
Fig. 3 zeigt ein Blockschaltbild des Systems 10 gemäß der
Erfindung. Wie dies in Fig. 3 gezeigt ist, schließt das
System einen Trägheitssensor 12 ein, der über eine Schnitt
stelle 53 mit Verarbeitungs-Elektronikeinrichtungen 14 über
ein Kabel 20 gekoppelt ist. Der Trägheitssensor 12 schließt
vorzugsweise Dreiachsen-Kreiselgeräte 50, die Lichtleitfaser-
Kreiselgeräte sein können, und Beschleunigungsmesser 52 ein.
Allgemein kann der Trägheitssensor 12 eine Trägheitsmeßeinheit
(IMU) sein und Beschleunigungsmesser einschließen, wie z. B.
einen QA-2000-Beschleunigungsmesser der Firma Allied Signal
Incorporated oder einen ADXL05-Beschleunigungsmesser der Firma
Analog Devices, Norwood, Massachusetts. Die Kreiselgeräte
können Lichtleitfaser-Kreiselgeräte sein, wie sie beispiels
weise von der Firma Fibersense Technology Corporation, Norwood,
Massachusetts oder von der Firma Andrew Corporation, Orland
Park, Illinois, hergestellt werden.
Der Sensor 12 kann weiterhin Temperatursensoren einschließen,
die allgemein mit 54 bezeichnet sind. Die Temperatursensoren
messen die Temperatur in dem gesamten Sensor 12, wie z. B. an
der Oberfläche des Sensors 12 sowie in der Nähe der Kreisel
geräte 50 und Beschleunigungsmesser 52. Temperaturmessungen
werden an die Verarbeitungsschaltung 14 übertragen, so daß
diese Messungen zur Durchführung einer Temperaturkompensation
zur Beseitigung von Fehlern in der Messung aufgrund von Tem
peratureffekten verwendet werden können.
Fig. 3 zeigt weiterhin die Betätigungseinrichtung 26, die
über ein Kabel 32 mit dem Trägheitssensor 12 gekoppelt ist.
Der Schalter 30 wird von dem Vermesser dazu verwendet, ein
Signal über die Leitung 32 an die Verarbeitungselektronik
14 zu senden, um eine Korrektur einzuleiten, wie z. B. nach
dem ZUPTS- oder CUPTS-Verfahren.
Die Verarbeitungselektronik 14 schließt eine Schnittstelle (I/F)
60 ein, die Signale entlang des Kabels 20 zu und von dem
Trägheitssensor 12 aussendet und empfängt. Die Elektronik 14
kann weiterhin einen Prozessor und einen zugehörigen Speicher
64 einschließen. In dem Speicher 64 gespeicherte Befehle und
Daten werden in dem Prozessor 62 dazu verwendet, Funktions
operationen des Sensors der Erfindung auszuführen. Signale
werden zwischen dem Prozessor 62 und dem Trägheitssensor 12
über die Schnittstelle 60 ausgetauscht.
Die Verarbeitungselektronik 14 kann weiterhin eine GPS-
Schnittstelle 66 einschließen, die eine GPS-Signalschnitt
stelle über einen GPS-Verbinder 16 an eine GPS-Antenne 18
ergibt. GPS-Positionssignale werden bei der vorliegenden
Erfindung dazu verwendet, die Positionsanzeige des Sensors
zu korrigieren und zu aktualisieren. Bei einer Ausführungs
form kann die GPS-Positionsbestimmung kontinuierlich ohne
die Notwendigkeit eines periodischen ZUPTS-Verfahrens ver
wendet werden. In den Fällen, in denen GPS nicht verwendet
wird, wie z. B. in städtischen Bereichen, in denen die GPS-
Signale durch Gebäude blockiert sind, kann das ZUPTS-Verfahren
zur Beseitigung von Positionsfehlern in dem System verwendet
werden. Das ZUPTS-Verfahren kann weiterhin zur Korrektur von
Positionsmessungen während Ausfallzeiten der GPS-Signale ver
wendet werden. Alternativ kann GPS zur periodischen Aktuali
sierung der Positionskoordinaten während einer Vermessung ver
wendet werden, um Positionsanzeigen zu ergänzen, die von dem
Trägheitssensor gewonnen werden. In diesem Fall wird das ZUPTS-
Verfahren zusammen mit dem CUPTS-Verfahren unter Verwendung der
GPS-Positionsbestimmung verwendet.
Die Verarbeitungselektronik 14 kann weiterhin eine Batterie
68 einschließen, die die gesamte Leistung für das System
liefert, so daß das System 10 vollständig tragbar ist. Die
Batterie 68 kann zur Speisung einer geregelten Gleichspannungs
leistungsversorgung 70 verwendet werden, die eine geregelte
Gleichspannungsleistung an die übrigen Elektronikeinrichtungen
liefert. Die Batterieleistung und/oder die geregelte Leistung
kann dem Trägheitssensor 12 über das Kabel 20 zugeführt werden.
Die handgehaltene Einheit 34 ist mit der Elektronik 14 über
eine Schnittstelle 72 innerhalb der Einheit 34 und eine ent
sprechende Schnittstelle 74 in der Elektronikeinheit 14
gekoppelt. Wie dies oben erwähnt wurde, kann die handgehaltene
Einheit 34 eine Anzeige 36, einen Laufsprecher 42, ein Mikro
phon 40 und eine Tastatur 38 einschließen, damit sich eine
vollständige Benutzerschnittstelle ergibt.
Bei einer weiteren Ausführungsform kann das System 10 gemäß
der Erfindung zur Bestimmung der Entfernung zu einem ent
fernten Objekt durch Triangulation verwendet werden. Bei
dieser Ausführungsform wird das System 10 zur Bestimmung
der Länge einer Basislinie sowie der Winkelrichtung zu dem
Objekt von entgegengesetzten Enden der Basislinie aus ver
wendet. Wenn die Länge der Basislinie und die beiden Winkel
richtungen bekannt sind, so kann eine Triangulations-Berechnung
für die Entfernung bis zu dem Objekt durchgeführt werden.
Fig. 4 ist eine schematische bildliche Darstellung, die eine
Ausführungsform des Trägheitssensors 12 des Systems 10 gemäß
der Erfindung zeigt, das zur Durchführung der Winkelmessungen
für die Triangulation ausgebildet ist. In dieser Ausführungs
form ist der Trägheitssensor 12 mit einem Zielfernrohr 82
versehen und auf einer Plattform 84 befestigt, die durch ein
Stativ 86 gehaltert ist. Das Stativ 86 wird auf der Basis
linie angeordnet, und ein entferntes Objekt wird durch das
Zielfernrohr 82 betrachtet. Der Trägheitssensor 12 und das
Zielfernrohr 82 sind um die vertikale Achse 80 drehbar, und
der Drehwinkel wird durch den Trägheitssensor 12 gemessen.
Der Trägheitssensor 12 kann um zwei Achsen gedreht werden,
d. h. er kann um die vertikale Achse 80 gedreht werden, und
er kann weiterhin zur Änderung seiner Elevation gedreht werden,
derart, daß Objekte mit unterschiedlichen Höhen angepeilt werden
können. Diese Winkelmessungen werden an zwei Enden der Basis
linie durchgeführt, und das System wird zur Bestimmung der
Länge der Basislinie dadurch bestimmt, daß die Basislinie mit
dem Trägheitssensor 12 und der Verarbeitungselektronik 14 in
der beschriebenen Weise abgeschritten wird. Das System kann
damit zur Gewinnung einer genauen Messung des Abstandes zu
dem Objekt verwendet werden.
Wie dies weiter oben beschrieben wurde, macht die Verwendung
von häufigen ZUPTS-Verfahren bei der vorliegenden Erfindung
diese extrem genau zur Vermessung eines Bereiches. Bei einer
Ausführungsform, bei der ZUPTS alle 10 Sekunden ausgeführt
wird, wird eine Genauigkeit im Zentimeterbereich erzielt.
Es sind verschiedene Anwendungskonfigurationen für das trans
portable Vermessungssystem der Erfindung möglich. Beispiels
weise kann es in Verbindung mit einem GPS-System betrieben
werden, wie es vorstehend beschrieben wurde. Das kombinierte
transportable Vermessungssystem (PSS) und das GPS-System er
gibt einen Positionsausgleich und eine Mehrpfadunterdrückung
und ergibt weiterhin eine Interpolation zwischen GPS-Lücken
und ermöglicht weiterhin eine Überbrückung längerer Unter
brechungen an Stellen, die nicht in eindeutiger Weise einen
vollständigen Satz von GPS-Satelliten empfangen. Das System
kann von einem Benutzer mit Gehgeschwindigkeit getragen wer
den. Bei dieser Verwendung wird der PSS-Teil des integrierten
PSS/GPS-Systems effektiv dauernd geeicht, solange wie ein voll
ständiger Satz von GPS-Satelliten in Sichtweite sind und die
PSS- und GPS-Systeme miteinander verbunden sind. Wenn Satelliten
nicht im Sichtbereich liegen oder wenn das GPS-System nicht
vorhanden ist, beispielsweise wenn Messungen im Schatten von
Gebäuden oder in bewaldeten Bereichen ausgeführt werden, so
wird die Systemgenauigkeit aufrechterhalten. Weiterhin ermög
licht bei langen Unterbrechungen der Satellitenverfolgung die
Lieferung der PSS-Positionsdaten eine schnelle GPS-Wiedererfas
sung ohne Trägerzyklus-Mehrdeutigkeitsfehler.
Bei dem kombinierten PSS/GPS-System sind ZUPTS-Verfahren nicht
erforderlich, wenn das GPS-System das PSS-System dauernd eicht.
Wenn jedoch die Satelliten für ein erhebliches Zeitintervall
verdeckt sind, so sollte das ZUPTS-Verfahren gestartet und
fortgesetzt werden, um die PSS-Genauigkeit aufrechtzuerhalten.
Das ZUPTS-Intervall sollte in Übereinstimmung mit der erwar
teten Unterbrechungszeit gebracht werden. Wenn daher zenti
metergenaue Messungen durchgeführt werden sollen, so sollte
ein kurzes ZUPTS-Intervall verwendet werden. Wenn keine
Messungen erforderlich sind, es jedoch wünschenswert ist,
sich zu einem anderen Punkt zu bewegen und die GPS-Position
sehr schnell wieder zu erfassen, so ist eine längeres ZUPTS-
Intervall akzeptabel, und zwar in Abhängigkeit von der er
warteten GPS-Unterbrechung. Es sei bemerkt, daß in einem
Breitspur-Doppelfrequenz-GPS-System sich bis zu 40 cm eines
PSS-Fehlers ansammeln können und dieses dennoch eine erneute
Erfassung ohne Doppeldeutigkeit ermöglichen kann. In diesem
Fall sind längere ZUPTS-Intervalle akzeptabel.
Bei einer anderen Konfiguration arbeitet das PSS als allein
stehendes System. Diese Konfiguration kann an Stellen verwen
det werden, an denen GPS nicht brauchbar ist, wie beispiels
weise im Inneren von Gebäuden, im Untergrund, in städtischen
Bereichen und in stark bewaldeten Bereichen. In dieser Kon
figuration wird das System an dem Benutzer befestigt und mit
Gehgeschwindigkeit mit einem kurzen ZUPTS-Intervall betrieben,
das mit dem Rhythmus des Gehens kompatibel ist. Daher ist ent
weder die Befestigung des Systems an dem Benutzer oder in
einer Konfiguration mit einer Befestigung an einem Stock
brauchbar.
Ein selbständiges System kann dazu verwendet werden, Ver
messungen mit hoher Dichte an kompakten Plätzen durchzuführen.
Ein Verfahren hierfür besteht darin, sehr schnell eine kleine
Anzahl von beispielsweise zwei bis vier Bezugspunkten fest zu
legen, die gleichförmig an dem Platz verteilt sind, und dann
zu diesen Punkten so oft wie zweckmäßig zurückzukehren, so daß
kurze Durchquerungen abgeschlossen werden. Unter Verwendung
dieser Technik als ein geeignetes ZUPTS-Intervall können
Genauigkeiten im Zentimeterbereich laufend erreicht werden.
Ein Beispiel für eine Durchführung einer Vermessung mit einem
unabhängigen System könnte wie folgt ablaufen:
- 1. Um die Vermessung zu beginnen, wird zunächst ein Haupt- Bezugspunkt an dem Platz dadurch festgelegt, daß das PSS-System von einer genau bekannten Stelle zu diesem Punkt bewegt wird, wobei ein Transportfahrzeug verwendet wird, wenn die Entfernung zu groß ist, und wobei ein kurzes ZUPTS-Intervall verwendet wird.
- 2. Unter Verwendung des PSS-Systems wird ein Netz von gleichmäßig verteilten sekundären Bezugspunkten auf dem Platz festgelegt, beispielsweise drei sekundäre Punkte, jeweils innerhalb einer kleinen Anzahl von beispielsweise drei kurzen ZUPTS-Intervallen von dem Haupt-Bezugspunkt.
- 3. Das System wird dann zur Durchführung von Messungen an anderen Punkten entsprechend der Notwendigkeiten der Vermessung verwendet, wobei ein kurzes ZUPTS-Intervall verwendet wird und das PSS-System zu einem primären oder zu einem sekundären Bezugspunkt zurückgebracht wird, wenn dies zweckmäßig ist, beispielsweise auf dem Weg oder in der Nähe des Weges zwischen einzelnen Punkten und während Unterbrechungen oder z. B. zumin dest nach 5 Minuten. Bei einer Ausführungsform können die primären und sekundären Bezugspunkte durch Bezugsmarken markiert werden, die von dem Vermesser angeordnet werden. Bei Rückkehr zu den Bezugspunkt kann die Bezugsmarke berührt werden, um die derzeitige Positionsinformation zu aktuali sieren oder zu korrigieren. Bei einer Ausführungsform be wirkt eine Berührung der Marke eine Abfrage der Marke, damit sich diese selbst gegenüber dem erfindungsgemäßen System identifiziert. Dies kann durch eine drahtlose Verbindungs strecke zwischen der Marke und dem erfindungsgemäßen System erfolgen. Jeder Marke kann eine eigene eindeutige Bezeichnung, beispielsweise "Marke Nr. 1", zugeordnet werden, die ihrer tatsächlichen Position derart entspricht, daß, wenn sie sich gegenüber dem System durch diese Bezeichnung identifiziert, eine Positionskorrektur durchgeführt werden kann.
- 4. Am Ende der Vermessung kann ein Rückwärts-Übergang des PSS-Systems von dem Haupt-Bezugspunkt zurück zu der bekannten Position durchgeführt werden, um die absolute geodätische Genauigkeit der gesamten Vermessung zu vergrößern.
Claims (38)
1. Transportables Trägheits-Vermessungssystem,
gekennzeichnet durch:
einen Trägheitssensor, der mit einer Person ver bindbar ist, wobei der Trägheitssensor die Bewegung des Trägheitssensors feststellt, während die Person durch einen Bereich schreitet, und ein erstes Signal erzeugt, das die Bewegung des Trägheitssensors anzeigt,
Verarbeitungseinrichtungen, die mit der Person verbindbar sind und das erste, die Bewegung des Trägheits sensors anzeigende Signal empfangen und aus diesem ein zweites Signal erzeugen, das eine Position des Trägheits sensors anzeigt,
einen Speicher zur Speicherung von Positionsinfor mation, die sich auf die Position des Trägheitssensors bezieht,
Einrichtungen zur Korrektur der in dem Speicher gespeicherten Positionsinformation zur Korrektur von Unge nauigkeiten der Positionsinformation, und
Einrichtungen zur Aktivierung der Korrektureinrich tungen für die Positionsinformation, wobei die Aktivierungs einrichtungen mit Signalen gekoppelt sind, die von der Person erzeugt werden, während die Person durch den Bereich schreitet.
einen Trägheitssensor, der mit einer Person ver bindbar ist, wobei der Trägheitssensor die Bewegung des Trägheitssensors feststellt, während die Person durch einen Bereich schreitet, und ein erstes Signal erzeugt, das die Bewegung des Trägheitssensors anzeigt,
Verarbeitungseinrichtungen, die mit der Person verbindbar sind und das erste, die Bewegung des Trägheits sensors anzeigende Signal empfangen und aus diesem ein zweites Signal erzeugen, das eine Position des Trägheits sensors anzeigt,
einen Speicher zur Speicherung von Positionsinfor mation, die sich auf die Position des Trägheitssensors bezieht,
Einrichtungen zur Korrektur der in dem Speicher gespeicherten Positionsinformation zur Korrektur von Unge nauigkeiten der Positionsinformation, und
Einrichtungen zur Aktivierung der Korrektureinrich tungen für die Positionsinformation, wobei die Aktivierungs einrichtungen mit Signalen gekoppelt sind, die von der Person erzeugt werden, während die Person durch den Bereich schreitet.
2. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor in einem ersten Gehäuse
angeordnet ist, und daß zumindest ein Teil der Verarbeitungs
einrichtungen in einem zweiten Gehäuse enthalten ist.
3. System nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Lichtleitfaserkabel die ersten
und zweiten Gehäuse miteinander verbindet.
4. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein in den Boden einsteckbarer
Vorsprung zur Berührung einer unter der Erdoberfläche liegenden
Marke zur Eingabe der Position dieser unter der Erdoberfläche
liegenden Marke vorgesehen ist.
5. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorsprung zur Berührung mit
einer Marke auf der Erdoberfläche vorgesehen ist, um die Posi
tion der Marke einzugeben.
6. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch Einrichtungen zum Berühren einer Bezugs
positions-Marke zur Eingabe der Position der Bezugspositions
marke.
7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Aktivierung
der Korrektureinrichtung für die Positionsinformation auf
einem Stock befestigt ist, wobei der Stock von der Person
getragen werden kann.
8. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Aktivierung
der Korrektureinrichtung für die Positionsinformation an einer
Fußbekleidung befestigbar ist, die von der Person getragen wird.
9. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Antennenschnittstelle für
eine Kommunikation mit einem globalen Satelliten-Positionsbe
stimmungssystem (GPS) vorgesehen ist.
10. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das zweite, eine Position des
Trägheitssensors anzeigende Signal die Winkelausrichtung
des Trägheitssensors anzeigt.
11. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die sich auf die Position des
Trägheitssensors beziehende und in dem Speicher gespeicherte
Positionsinformation sich auf die Winkelausrichtung des
Trägheitssensors bezieht.
12. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Trägheitssensor einen
Beschleunigungsmesser umfaßt.
13. System nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ungenauigkeiten der Positions
information zumindest teilweise durch die Drift des Beschleu
nigungsmessers über die Zeit hervorgerufen werden.
14. System nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Trägheitssensor ein Kreisel
gerät umfaßt.
15. System nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kreiselgerät ein Lichtleit
faser-Kreiselgerät ist.
16. System nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Ungenauigkeiten der
Positionsinformation zumindest teilweise aufgrund einer
Drift in dem Kreiselgerät mit der Zeit ergeben.
17. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Ungenauigkeiten der
Positionsinformation zumindest teilweise aufgrund einer Drift
in dem Trägheitssensor über die Zeit ergeben.
18. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Maßnahmen zur Korrektur der
Positionsinformation ein Null-Geschwindigkeits-Aktualisierungs-
Stop-(ZUPTS-)Eichverfahren umfassen, währenddessen ange
nommen wird, daß der Trägheitssensor stationär ist.
19. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Maßnahmen zur Korrektur der
Positionsinformation eine Winkelausrichtungseichung ergeben,
während der Trägheitssensor als stationär angenommen wird.
20. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Maßnahmen zur Korrektur der
Positionsinformation eine Vertikalausrichtungs-Eichung vor
sehen, während der Trägheitssensor als stationär angenommen
wird.
21. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Trägheitssensor ein Dreiachsen-
Trägheitssystem umfaßt.
22. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Zielfernrohr mit dem Träg
heitssensor gekoppelt ist, um ein Objekt zur Bestimmung der
Winkelmessung zu dem Objekt zu betrachten.
23. Verfahren zur Vermessung eines Bereiches,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
Verbinden eines Trägheitssensors mit einer Person,
Feststellung der Bewegung des Trägheitssensors, während die Person durch den Bereich schreitet, mit dem Trägheitssensor,
Erzeugen eines ersten Signals, das die Bewegung des Trägheitssensors anzeigt, mit diesem Trägheitssensor,
Verwenden des die Bewegung des Trägheitssensors anzeigenden ersten Signals zur Erzeugung eines zweiten Signals, das die Position des Trägheitssensors anzeigt,
Speichern der sich auf die Position des Trägheits sensors beziehenden Positionsinformation, und
Korrigieren der Positionsinformation zur Korrektur von Ungenauigkeiten der Positionsinformation, wobei die Korrektur durch Signale gesteuert wird, die von der Person erzeugt werden, während die Person durch den Bereich schreitet.
Verbinden eines Trägheitssensors mit einer Person,
Feststellung der Bewegung des Trägheitssensors, während die Person durch den Bereich schreitet, mit dem Trägheitssensor,
Erzeugen eines ersten Signals, das die Bewegung des Trägheitssensors anzeigt, mit diesem Trägheitssensor,
Verwenden des die Bewegung des Trägheitssensors anzeigenden ersten Signals zur Erzeugung eines zweiten Signals, das die Position des Trägheitssensors anzeigt,
Speichern der sich auf die Position des Trägheits sensors beziehenden Positionsinformation, und
Korrigieren der Positionsinformation zur Korrektur von Ungenauigkeiten der Positionsinformation, wobei die Korrektur durch Signale gesteuert wird, die von der Person erzeugt werden, während die Person durch den Bereich schreitet.
24. Verfahren nach Anspruch 23,
gekennzeichnet durch die Schritte der Anordnung des Trägheits
sensors in einem ersten mit der Person verbundenen Gehäuse und
der Anordnung einer Verarbeitungseinrichtung in einem zweiten
Gehäuse, das mit der Person verbunden ist.
25. Verfahren nach Anspruch 24,
gekennzeichnet durch die Verbindung des ersten Gehäuses über
ein Lichtleitfaserkabel mit dem zweiten Gehäuse.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorsprung zum Einsetzen in den
Boden vorgesehen wird, um eine unter der Erdoberfläche liegende
Marke zur Eingabe der Position der unter der Erdoberfläche lie
genden Marke zu verwenden.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25,
gekennzeichnet durch die Verwendung eines Vorsprunges zum
Berühren einer Marke auf der Bodenoberfläche zur Eingabe der
Position der Marke.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25,
gekennzeichnet durch das Berühren einer Bezugspositionsmarke
zur Eingabe der Position der Bezugspositionsmarke.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 28,
gekennzeichnet durch die Anordnung eines Betätigungselementes
an einem Stock, wobei der Stock von einer Person getragen wer
den kann und die Person das Betätigungselement verwendet, um
Signale zur Steuerung des Korrekturschrittes zu erzeugen.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 28,
gekennzeichnet durch die Verwendung eines Betätigungselementes
zur Erzeugung der Signale zur Steuerung des Korrekturschrittes,
wobei das Betätigungselement von der Person getragen werden
kann.
31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungselement mit einer von der Person getragenen
Fußbekleidung gekoppelt werden kann.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 31,
gekennzeichnet durch die Verwendung einer Antennenschnitt
stelle für die Kommunikation mit einem globalen Satelliten-
Positionsbestimmungssystem (GPS).
33. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 32,
dadurch gekennzeichnet, daß das zweite, die Position des
Sensors anzeigende Signal die Winkelausrichtung des Trägheits
sensors anzeigt.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 32,
dadurch gekennzeichnet, daß die gespeicherte Positionsinfor
mation auf die Winkelausrichtung des Trägheitssensors bezogen
ist.
35. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 34,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ungenauigkeiten der Positions
information sich zumindest teilweise aus der Drift des Träg
heitssensors mit der Zeit ergeben.
36. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 35,
dadurch gekennzeichnet, daß die Korrektur der Information die
Durchführung einer Nullgeschwindigkeits-Aktualisierungs-Stop-
(ZUPT-)Eichung umfaßt, während der Trägheitssensor als
stationär angesehen wird.
37. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 35,
dadurch gekennzeichnet, daß die Korrektur der Information die
Durchführung einer Winkelausrichtungseichung umfaßt, während
der Trägheitssensor als stationär angesehen wird.
38. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 35,
dadurch gekennzeichnet, daß die Korrektur der Information die
Durchführung einer Vertikalausrichtungseichung umfaßt, während
der Trägheitssensor als stationär angenommen wird.
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