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Die Erfindung betrifft einen Backofen
gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
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Stand der Technik und der Erfindung
zugrunde liegende Problemstellung.
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Der Backraum eines Backofens wird über elektrische
Heizkörper
oder durch Gasflammen erhitzt und die Temperatur wird durch Fühler gemessen.
Die Heizelemente und der Temperaturfühler bilden einen Regelkreis.
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Die Backraumbeleuchtung trägt mit zur
Erwärmung
bei. Beleuchtungseinrichtungen können
bis 150 W Leistung haben oder mehr. Im unteren Temperaturbereich
des Backraumes bei ca. 30 bis 60° C trägt die Backraumbeleuchtung
ganz wesentlich zur Erwärmung
des Backraumes bei. In diesem Temperaturbereich ist eine genaue
und schnelle Regelung der Backraumtemperatur durch Regelung der
Backraumheizung nur schwer möglich.
Um sehr niedrige Temperaturen regeln zu können ist es oft besser, die Backraumbeleuchtung
ganz abzuschalten. Bereits ohne eine Backraumheizung kann sich der
Backraum, je nach Gerätetyp,
bereits durch die eingeschaltete Backraumbeleuchtung auf über 60° C erwärmen.
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Die Backraumbeleuchtung beeinflusst
außerdem
die Wärmeverteilung
im Backraum. Seitlich im Backraum angeordnete Lampen der Backraumbeleuchtung
können
sehr nahe am Gargut liegen. Die Wärmestrahlung der Backraumbeleuchtung
kann zu einer verstärkten
Bräunung
des Gargutes führen.
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Der Backraum dient zum Backen, Braten, Grillen,
Dünsten,
Warmhalten usw. von Gargut.
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Um niedrige Temperaturen, ca. 30° D bis 60° C, regeln
zu können,
ist es bekannt, die Backraumbeleuchtung vollständig abzuschalten. Auch wäre es möglich, solche
niedrigen Temperaturen ausschließlich mit der Backraumbeleuchtung
als Heizelement zu regeln. Ein Nachteil dieser Methode wäre, daß der Anwender
zuerst einmal irritiert ist. Auf Anhieb ist nicht zu verstehen,
warum die Backraumbeleuchtung in manchen Betriebszuständen ausgeschaltet
ist oder sogar regelmäßig taktet.
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Weitere Nachteile sind, daß der Anwender bei
ausgeschalteter Backraumbeleuchtung das Gargut nicht ausreichend
beobachten kann. Außerdem ist
die Backraumbeleuchtung ein ganz wichtiger Hinweis für den Anwender,
daß der
Backofen in Betrieb ist und in der Regel dann auch ein Gargut enthält. Wenn
die Backraumbeleuchtung abgeschaltet ist, kann es leicht passieren,
daß das
Gargut vergessen wird. Dies hat normalerweise zur Folge, daß das Gargut
verbrennt oder zumindest ungenießbar wird.
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Durch die Erfindung soll die Aufgabe
gelöst werden,
den Backofen derart auszubilden, daß auch bei niedrigen Temperaturen,
z. B. im Bereich von 30° C
bis 60° C,
eine Regelung der Backraumtemperatur durch Regelung der Backraumheizung
möglich
ist, ohne daß diese
Regelung durch die Temperatur der Backraumbeleuchtung gestört wird,
wobei gleichzeitig der Anwender in der Lage sein soll, das Gargut
für eine
längere
Zeitdauer zu beobachten durch das Licht der eingeschalteten Backraumbeleuchtung. Ferner
soll eine Verunsicherung des Anwenders (Anwenderin) durch "seltsame" Beleuchtungsfunktionen wie
beispielsweise Flakern oder getaktetes Licht, vermieden werden.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch
die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind
in den Unteransprüchen
enthalten.
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Grundlage der Erfindung ist, daß das Licht
im Backraum nicht nur vollständig
ein und vollständig ausgeschaltet
wird, sondern entweder nach einer vorbestimmten Zeitdauer automatisch
auf eine geringere Lichtstärke
eingestellt wird und/oder die Veränderung der Lichtstärke nicht
plötzlich
erfolgt, sondern kontinuierlich vorzugsweise stufenlos durch eine Dimmereinrichtung.
In Kombination mit einer Dimmereinrichtung erfolgt das Ausschalten
ebenso wie das Einschalten durch langsame Veränderung der Lichtstärke. Zwischenstellungen
sind denkbar, z. B. nur eine ganz schwache Lichtstärke. Die
Veränderung der
Lichtstärke
erfolgt je über
eine vorbestimmte Zeitdauer und vorzugsweise stufenlos.
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Es sind mehrere Möglichkeiten der Beleuchtungssteuerung
denkbar.
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Bevorzugte Version 1: Bei jeder Betriebsart und
bei jeder Temperatur wird das Licht automatisch nach einer bestimmten
Zeit, z. B. nach 10 Sekunden, während
welcher kein Bedienelement oder anderes Ofenelement betätigt wird,
auf einen Minimalwert heruntergeschaltet, vorzugsweise heruntergedimmt. Wenn
ein beliebiges Bedienelement oder anderes Ofenelement betätigt wird,
z. B. ein Knebel, Knopf, oder die Backraumtür, so wird das Licht automatisch für eine bestimmte
Zeit, z. B. für
10 Sekunden, bis auf seinen Maximalwert heller eingestellt.
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Bevorzugte Version 2: In jeder Betriebsart, aber
nur im kritischen niedrigen Temperaturbereich, z. B. im Bereich
zwischen 30° C
und 60° C,
und bei bestimmten Betriebsarten, z. B, Garen oder Auftauen von
Gargut, wird die Backraumbeleuchtung auf einen Minimalwert heruntergefahren.
Durch Betätigung
irgendeines Bedienelementes oder anderen Ofenelementes wird das
Licht für
kurze Zeit, z. B. 10 Sekunden, wieder auf seinen Maximalwert hochgefahren.
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Vorteile der
Erfindung
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Temperaturregelung: Nicht nur im
oberen, sondern auch im unteren Temperaturbereich kann die Temperatur
im Backraum auf einfache Weise durch Regeln der üblichen Heizelemente geregelt werden.
Der Backraum wird nicht mehr über
den Sollwert hinaus aufgeheizt.
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Energiesparen: Durch das automatische
Herunterschalten der Lichtstärke
wird Energie gespart und der Anwender kann das Gargut bei reduzierter Beleuchtungsstärke immer
noch gut beobachten. Wenn zusätzlich
eine Dimmerfunktion eingebaut ist hat der Anwender Zeit, das Gargut
zunächst
bei hellerer Beleuchtung und dann reduzierter Beleuchtung zu beobachten
und bekommt durch die sich ändernde
Leuchtstärke
mitgeteilt, daß der
Backofen bestimmungsgemäß funktioniert.
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Betriebssicherheit: Dadurch, daß die Backraumbeleuchtung
nicht ganz abgeschaltet wird bleibt dem Anwender des Backofens immer
bewusst, daß der
Backofen eingeschaltet ist. Dadurch vergisst er nicht, den Backofen
rechtzeitig auszuschalten.
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Betriebssicherheit: Dadurch, daß die Lichtstärke der
Backraumbeleuchtung von größter Stärke auf
eine vorbestimmte reduzierte Stärke
heruntergefharen wird, vorzugsweise durch eine Dimmerfunktion kontinuierlich,
vorzugsweise stufenlos, heraufgefahren und vorzugsweise auch heraufgedimmt wird,
ist dem Anwender klar, daß sich
dahinter ein bewußter
Vorgang abspielt. Dies vermittelt ihm die Sicherheit, daß der Backofen
bestimmungsgemäß funktioniert.
Dies wird dem Anwender auch ohne Betriebsanleitung schnell klar.
Dadurch wird vermieden, daß der
Anwender Einschalte- und Ausschaltezyklen als Fehlfunktion interpretiert.
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Verbesserte Backergebnisse: Da das
Hochfahren und Herunterfahren der Lichtstärke der Backraumbeleuchtung
bei jeder Temperatur, insbesondere auch bei niedrigen Backraumtemperatur-Sollwerten
erfolgen kann, ist eine verbesserte Wärmeverteilung im Backraum möglich. Der
Einfluß der
Backraumbeleuchtung auf die Wärmeverteilung
im Backraum ist bei verringerter Lichtstärke wesentlich reduziert.
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Die Lampen der Backraumbeleuchtung
haben eine längere
Lebensdauer.
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Die Endung wird im Folgenden mit
Bezug auf die Zeichnung anhand einer bevorzugten Ausführungsform
als Beispiel beschrieben.
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In der Zeichnung zeigt
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1 schematisch
einen Vertikalschnitt durch einen Backofen gmäß der Erfindung.
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1 zeigt
schematisch im Querschnitt einen Backofen nach der Erfindung mit
einer Lampe 2 als Beleuchtung in einem Backraum 4.
Die Lampe 2 wird ebenso wie elektrische Heizelemente 6 der Backraumheizung
von einer elektrischen oder elektronischen Steuereinrichtung 8 ein-
und ausgeschaltet in Abhängigkeit
von der manuellen Bedienung von manuell bedienbaren Ofenelementen,
zum Beispiel ein manuelles Bedienelement 10 zum Ein- und
Ausschalten der Heizelemente 6 und zum Einstellen der Backraumtemperatur,
ferner ein manuelles Bedienelement 12 zur Einstellung der
Backraumbetriebsart, beispielsweise für Unterhitze oder Oberhitze
oder für Umluft
durch ein Gebläse 14,
und ein elektrischer Schalter 16, welcher von der Backraumtür 20 bei
deren Schließen
und Offnen betätigt
wird. Die Backraumtür 20 ist
somit ein "manuell
bedienbares Ofenelement".
Es ist in ausgezogenen Linien in der Schließstellung und in gestrichelten
Linien in einer teilweise offenen Stellung gezeigt,
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Die Steuereinrichtung 8 ist
derart ausgebildet, daß sie
die Backraumbeleuchtung 2 von einer vollen Lichtstärke auf
eine vorbestimmte niedrigere Lichtstärke automatisch reduziert,
die größer auf
Null ist, wenn nach ihrem Einschalten innerhalb einer vorbestimmten
Zeitdauer nicht wieder das, oder ein bestimmtes anderes, Ofenelement 14, 12, 16/20 manuell
betätigt
wird, jedoch die volle Lichtstärke
automatisch erneut eingestellt wird, wenn das, oder ein bestimmtes
anderes, der Ofenelemente 10, 12, 16/20 erneut
manuell betätigt
wird, außer
das betreffende Ofenelement, bei dem hier gezeigten Beispiel das Bedienelement 10 für das Ein-
und Ausschalten der Backraumheizung 6, wird bei dieser
erneuten manuellen Betätigung
in eine an ihm vorgesehene Ausstellung zum Ausschalten der Backraumheizung 6 gebracht.
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Es sind mindestens folgende Ausführungsformen
denkbar: Die Backraumbeleuchtung 2 wird immer dann automatisch
eingeschaltet, wenn eines der Ofenelemente 10, 12 oder 16/24 betätigt wird,
unabhängig
davon, ob die Backraumheizung 6 an dem Ofenelement bzw.
Bedienelement 14 eingeschaltet ist oder nicht, Gemäß anderer
Ausführungsform
ist es möglich,
daß die
Backraumbeleuchtung 2 durch das Betriebsarten-Bedienelement 12 und
die Backraumtür 20 bzw.
deren Schalter 16 nicht eingeschaltet oder ausgeschaltet
werden kann, wenn die Backraumheizung 6 nicht eingeschaltet
ist an dem hierfür vorgesehenen
Bedienelement 10. Diese Aufzählung schließt weitere
Ausführungsformen
nicht aus.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung enthält
die Steuereinrichtung 8 eine Dimmereinrichtung 22,
durch welche das Licht der Backraumbeleuchtung 6 bei ihrem
Ausschalten jeweils nicht plötzlich
erlischt oder plötzlich
auf die vorbestimmte niedrige Lichtstärke reduziert wird, sondern über eine
vorbestimmte, von einem Anwender erkennbare längere Zeitdauer jeweils automatisch kontinuierlich,
vorzugsweise stufenlos, schwächer werdend
eingestellt wird.
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Ferner kann die Dimmereinrichtung 22 derart ausgebildet
sein, daß das
Licht der Backraumbeleuehtung 6 beim Einschalten an einem
der Ofenelemente 10, 12, 16/20 jeweils
nicht plötzlich
die volle Lichtstärke
erreicht, sondern durch die Dimmereinrichtung jeweils über eine
vorbestimmte, von einem Anwender optisch erkeennbare längere Zeitdauer automatisch
kontinuierlich, vorzugsweise stufenlos, stärker werdend eingestellt wird. Ferner
kann die Steuereinrichtung 8 so ausgebildet sein, daß sie die vorbestimmte
niedrige Lichtstärke
nur einstellt, wenn die Temperatur in dem Backraum 4 innerhalb
eines vorbestimmten niedrigen Temperaturbereiches liegt, z. B. zwischen
30° C und
60° C, jedoch
nicht, wenn sie innerhalb eines vorbestimmten, darüber liegenden,
höheren
Temperaturbereiches liegt.