[go: up one dir, main page]

DE20023080U1 - Mehrlagige Verbundplatte - Google Patents

Mehrlagige Verbundplatte

Info

Publication number
DE20023080U1
DE20023080U1 DE20023080U DE20023080U DE20023080U1 DE 20023080 U1 DE20023080 U1 DE 20023080U1 DE 20023080 U DE20023080 U DE 20023080U DE 20023080 U DE20023080 U DE 20023080U DE 20023080 U1 DE20023080 U1 DE 20023080U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
wood
panels
inner layers
composite panel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE20023080U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IHD Institut fuer Holztechnologie Dresden gGmbH
Original Assignee
IHD Institut fuer Holztechnologie Dresden gGmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IHD Institut fuer Holztechnologie Dresden gGmbH filed Critical IHD Institut fuer Holztechnologie Dresden gGmbH
Priority to DE20023080U priority Critical patent/DE20023080U1/de
Priority claimed from DE10036034A external-priority patent/DE10036034C2/de
Publication of DE20023080U1 publication Critical patent/DE20023080U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B21/00Layered products comprising a layer of wood, e.g. wood board, veneer, wood particle board
    • B32B21/12Layered products comprising a layer of wood, e.g. wood board, veneer, wood particle board next to a particulate layer
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B21/00Layered products comprising a layer of wood, e.g. wood board, veneer, wood particle board
    • B32B21/02Layered products comprising a layer of wood, e.g. wood board, veneer, wood particle board the layer being formed of fibres, chips, or particles, e.g. MDF, HDF, OSB, chipboard, particle board, hardboard
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04GSCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
    • E04G9/00Forming or shuttering elements for general use
    • E04G9/02Forming boards or similar elements
    • E04G9/04Forming boards or similar elements the form surface being of wood
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B2607/00Walls, panels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

Mehrlagige Verbundplatte
Die Erfindung betrifft eine drei- oder höherlagige Verbundplatte entsprechend dem 5 Oberbegriff des Patentanspruches, deren Anwendung sich insbesondere bei hoher Belastung, z. B. als Schalungsplatte, anbietet.
Verbund- und Mehrschichtplatten sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt und gebräuchlich.
So beschreibt DE 4026347 ein Verfahren zum Herstellen einer Mehrschicht-Massivholzplatte durch Pressverleimen von mindestens zwei Lagen lamellenartiger Bretter, die durch spanlos schneidendes Zerteilen eines mit erhöhter Temperatur und Feuchte vorgedämpften Kantholzes erzeugt werden. In einer speziellen Anlage wird das Kantholz in Längsrichtung über eine Andruckvorrichtung gegen ein Messer geschoben und dabei durch ein vorgelagertes Gegendruckelement abgestützt. Die abgetrennten Lamellen werden vor der Beleimung einer Trocknung zugeführt. Zum Verfahren ist bekannt, daß das Kantholz beim Schneiden eine Temperatur von mindestens 400C aufweist (DE 3936312) und in möglichst gleichdicke Lamellen aufgeteilt werden sollte (DE 4026348).
Ein anderes Verfahren zum Herstellen einer aus mehreren Lagen bestehenden Massivholzplatte beschäftigt sich mit dem Manipulieren der Decklagen beim Zusammenlegen und beim Transport von der Leimauftragsmaschine in die Heißpresse unter Verwendung einer Zusammenlegevorrichtung (DE 4016633). Die Decklamellen können dabei mit ihren Sichtflächen übereinander gestapelt und im Block beleimt werden (DE 4010307).
Es ist auch bekannt, im Interesse einer besseren Verleimqualität die Fugen der Lamellen abzuschrägen und mit speziellen komplementären Profilierungen zu versehen, die beim Verleimen ineinander greifen (DE 3544845).
Nach DE 9313274 sind mehrschichtige, kreuzweise verleimte Massivholzplatten für einen Einsatz als Verlegeplatte durch unterschiedlich ausgebildete Kanten (z.B. Nut mit Feder, V-Nut mit V-Feder, Nutung mit loser Feder) gekennzeichnet.
Derart hergestellte 10 bis 50 mm dicke Platten können statische Funktionen im Bauwesen übernehmen.
Weiterhin werden Massivholzplatten hergestellt, deren Lamellen durch Dübel, die über die volle Lamellenbreite reichen, zusammengefügt werden (DE 3840093). Massivholzplatten nach einem anderen Verfahren sind durch mindestens eine, quer zur Faserrichtung liegende Bohrung mit eingeschobenem Stabilisierungstab gekennzeichnet (DE 8816092;EP 0903207 A2).
DE 9201177 beschreibt die Fertigung diagonal verleimter Massivholzplatten. Lamellen beliebiger Länge werden dabei durch Nut- und Federverbindung in einer Spezialverleimpresse so aneinandergeleimt, daß sich die Fläche als abgesetzte diagonale Oberfläche abzeichnet.
Aus G 92 13 183.2 ist eine zweilagige Verbundplatte mit wenigsten einer Deckschicht aus Holz und einer Unterschicht aus Holz oder einem nicht näher bezeichnetem Holzwerkstoff als nichttragendem Werkstoff für einen Einsatz im Fußbodenbereich bekannt. Die Deckschicht besteht aus bahnenförmig verlegten Hirnholzabschnitten mit abwechselnd gegenläufiger, schräg zur Unterschicht verlaufender Hauptfaserrichtung, die eine höhere mechanische Belastungsfähigkeit als herkömmliche längsgeschnittenen Vollholzabschnitte aufweisen. Im Grunde geht es um ein Hirnholz-Fertigparkett (Parkett-Tafeln).DE 39 08 851 A1 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von mehrlagigen Paneelbrettern bevorzugt für Fußböden, bei denen die nach Verklebung einer Mittellage (geschlitztes Vollholz) mit jeweils außenliegenden, gesperrt angeordneten Trittschichten entstandenen brettförmigen Verbundplatten über eine Kreissäge in der Symmetrieachse parallel zur Trittfläche aufgetrennt werden, um so verzugsfreie Paneele zu erhalten. Schließlieh wird in DE 41 22 365 A1 ein Verfahren zur Herstellung weitgehend formstabiler dreilagiger Massivholzplatten, deren Decklagen aus geschnittenen Lamellen (spanlos schneidendes Zertrennen) und deren Mittellagen aus nicht geschnittenen Lamellen (gesägte Lamellen) bestehen, vorgestellt.
Drei- oder mehrlagige Platten aus Vollholzlamellen, im weiteren gemäß DIN EN 844-4 als Massivholzplatten bezeichnet, haben in Abhängigkeit von Holzart, Holzqualität, Plattenaufbau, Format und Plattenqualität vielfältige Anwendungsgebiete im Möbelbau, Innenausbau und Bauwesen. Im Innenausbau stieg der Massivholz-
plattenanteil für die Herstellung von Tür-, Decken-, Wand-, Boden- und Treppenelementen deutlich an.
Im Fertig- und Holzhausbau sowie im Holzständer- und Holzrahmenbau werden sie zunehmend als tragende und aussteifende Elemente eingesetzt. Für einen derartigen Einsatz müssen die elasto-mechanischen Eigenschaften der Platten bekannt sein, um die statischen Nachweise der Standsicherheit und der Gebrauchstauglichkeit führen zu können. Aufgrund der großen Flächenanisotropie der oben beschriebenen Massivholzplatten weichen die Eigenschaften bei Belastung unter 0° bzw. 90° zur Faserrichtung der Decklage deutlich von den Eigenschäften herkömmlicher Holzwerkstoffe ab, was zu einer maßgeblichen Einschränkung der Einsatzmöglichkeiten dieser Platten führt.
Mehrlagige Massivholzplatten bestehen üblicherweise aus zwei gleichgerichteten Decklagen, die mit jeweils um 90° versetzten, oftmals vorgefertigten Mittel- bzw. Innenlagen in Ein- oder Mehretagenpressen mitteilweise zusätzlichen Druckelementen zur horizontalen Verdichtung der Decklagen flächig verklebt werden. Die Platten erhalten durch die Absperrung infolge der um jeweils 90° versetzt angeordneten Mittel- und Innenlagen eine höhere Steifigkeit in Querrichtung und weisen eine verbesserte Formstabilität im Gegensatz zu einlagigen Platten auf. Die Kenntnis über das Formänderungsverhalten von plattenförmigen Holzwerkstoffen unter dem Einfluss wechselnder Klimate bzw. bei Vorliegen plattenseitig unterschiedlicher Klimate ist in den Bereichen von Bedeutung, in denen es auf Maßhaltigkeit (z.B. Möbel- und Innenausbau) bzw. Gebrauchstauglichkeit (Holzbau) ankommt.
Untersuchungen zur Formstabilität vor allem von Spanplatten sind bereits seit den 60er Jahren bekannt; Aussagen zur Formstabilität von MDF und weiteren plattenförmigen Holzwerkstoffen (u.a. OSB, Langspanholz und mehrlagige Massivholzplatten) finden sich jedoch erst vereinzelt in jüngerer Zeit.
Bei der Herstellung der Lamellen für Massivholzplatten wird zwischen spanlosen und spanenden Verfahren unterschieden . Die spanlose Herstellung der Lamellen mittels spezieller Schneidmesser-Maschinen erfolgt im Unterschied zum spanenden Verfahren (z.B. Vielblattsägen, Dünnschnittgatter) nahezu verschnittfrei. Neben der optimalen Holzausnutzung zeichnet sich das Schneidverfahren durch ho-
OiJV
he Durchsatzleistungen aus, wodurch der aufgrund des notwendigen Vordämpfens des Holzes höhere Energieaufwand bei der Fertigung ausgeglichen werden kann. Als Nachteile des Verfahrens sind die im Holz durch die Vorspaltung entstehenden Risse und Fehlstellen anzusehen, die bei der maschinellen Weiterbearbeitung (z.B. Fräsen) hervortreten und im Ergebnis zu ungünstigen Oberflächeneigenschaften (z.B. beim Beschichten) führen können. Generell werden durch das Aufschneiden des Holzes in einzelne Lamellen holzeigene Spannungen reduziert. Ein österreichischer Hersteller hat ein abgewandtes Verfahren etabliert: Nach der Herstellung von Leimholzträgern werden diese mittels Blockbandsägen aufgetrennt. Die so entstandenen Querschnitte bilden anschließend die Decklagen der Massivholzplatten.
Das Spektrum der für die Massivholzplattenfertigung eingesetzten Holzarten ist breit gefächert. Nadelholzplatten werden überwiegend aus Fichte, Tanne, Kiefer und Lärche sowie aus Douglasie hergestellt. Bei Laubholzplatten dominiert der Einsatz von Buche und Erle, sowie von Ahorn, Kirsche, Eiche und in jüngerer Zeit Birke.
Im Interesse eines besseren Handlings fertigen Hersteller mehrlagiger Massivholzplatten zum großen Teil die Mittel- bzw. Innenlagen vor. Dabei werden in der Regel Polyvinylacetat- (PVAc-) Dispersionen (z.B. als D2-Qualität) eingesetzt. Eine gute Klima- und damit auch Feuchtebeständigkeit wird mit Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-(MUF)-Harzen, Phenol-Harnstoff-Formaldehyd-(PF)-Harzen sowie Isocyanat-Bindemitteln erreicht. Vor allem die Anwendung von PVAc-Dispersionen und MUF-Harzen ist bei der Herstellung mehrlagiger Massivholzplatten verbreitet, wobei ein exaktes Einhalten der Verarbeitungsvorschriften qualitätsgerechte Verklebungen sichert. Neben technologischen Prozessparametern wie Presstemperatur, -druck und -zeit bestimmen Holzart, Holzqualität, Holzfeuchte, Bindemittelart und Auftragsmenge entscheidend die entstehende Verklebungsqualität.
Die oben genannten Verschlage zur Verbesserung der elasto-mechanischen Eigenschaften und der Formstabilität der Platten implizieren grundsätzlich Hilfsmittel und Strukturveränderungen, die die Technologie der Herstellung solcher Platten
gegenüber herkömmlichen Massivholzplatten verkomplizieren. Andererseits zeigen Untersuchungen zur Formstabilität von herkömmlichen mehrlagigen Massivholzplatten im Differenzklima, daß abgesperrte, mehrlagige Massivholzplatten im Vergleich mit Spanplatten und OSB eine deutlich geringere Formstabilität aufweisen; ein Einsatz im Bauwesen ist damit vielfach ausgeschlossen. Zudem schwanken die Kennwerte mehrlagiger Massivholzplatten je nach Hersteller aufgrund des unterschiedlichen Aufbaus (Lamellendicken und -breiten) und des vollholzähnlichen Charakters stark, was zu einer deutlichen Verminderung der Einsatzbreite der Platten führt.
Durch die Gestaltung der Schmalflächen ist die Verbindung herkömmlicher Massivholzplatten in Plattenebene nur durch zusätzlichen technologischen Aufwand und mit Hilfs- und Verbindungsmitteln möglich.
Ziel der Erfindung ist es, eine mehrlagige Verbundplatte vorzuschlagen, die die angeführten Nachteile des Standes der Technik weitgehend beseitigt und kostengünstiger herstellbar ist. Dabei steht die Aufgabe, die elasto-mechanischen Eigenschaften einer solchen Platte bei erhöhter Formstabilität zu verbessern.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Außenlagen der erfindungsgemäßen Verbundplatte aus in der Ebene gleichgerichtet angeordneten fugenverklebten Vollholzlamellen und deren Mittel- bzw. Innenlagen aus partikel-, faser- oder Iagenförmigen Holzwerkstoffen bestehen. Bevorzugt werden als partikel-, faser- oder lagenförmige Holzwerkstoffe Spanplatten, Platten aus langen, ausgerichteten Spänen (OSB), Faserplatten, Sperrholz und Furnierschichtholz verwendet. Das Bindemittel ist dem geplanten Einsatz entsprechend zu wählen. Bei Platten für einen Einsatz im Innenraum erfolgt die Verklebung der Lamellen mit den partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffen mit PVAc-Dispersionen oder UF-[Harnstoff-Formaldehyd-] Harzen. Eine entsprechende Verklebungsqualität der Holzwerkstoffe ist gleichfalls ausreichend (z.B. mit UF- [Harnstoff-Formaldehyd-] Harzen für eine Verklebungsqualität V20 gemäß DIN 68 763). Ein Einsatz natürlicher Bindemittel (Stärke, Proteine, Tannine etc.) ist ebenfalls möglich. Die Vorzüge der entwickelten Verbundplatte prädestinieren für eine tragende und aussteifende Anwendung im Bauwesen. Bei erhöhten Anforderungen hinsichtlich der Verklebungsqualität ist sowohl für die Verklebung der Lamellen, die spanend
durch Schneiden oder spanlos durch Spalten hergestellt sind und eine dicke größer 3,5 mm und eine Breite größer 25 mm aufweisen, als auch für die Verklebungsqualität der eingesetzten partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffe die Verwendung von Bindemittelsystemen mit erhöhter Feuchtebeständigkeit (MUF- [Melamin-Hamstoff-Formaldehyd-], PF- [Phenol-Formaldehyd-], PRF-[Phenol-Resorcin-Formaldehyd-] bzw. PMDI- [Polymerer Diphenylmethan-4,4-diisocyanat-] Bindemittelsysteme) notwendig.
Durch den Einsatz von partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffen in der Mittel- bzw. den Innenlagen drei- oder mehrlagiger Verbundplatten mit Außenlagen aus Vollholzlamellen kommt es überraschenderweise zu einer Homogenisierung der Platteneigenschaften und, bei Einsatz gesperrter Holzwerkstoffe, zu einer eindeutigen Verbesserung spezieller elasto-mechanischer Eigenschaften, die den erfindungsgemäß hergestellten Werkstoff für einen Einsatz im Bauwesen prädestinieren. Die Vorteile der Vollholzeigenschaften (z.B. hohe elastische Eigenschaften in Faserrichtung) werden mit Vorteilen etablierter Holzwerkstoffe (z.B. quasi stufenlose Einstellung der Plattennenndicken, geringere Flächenanisotropie) verbunden.
Infolge des vorschlagsgemäßen Aufbaus der drei- und mehrlagige Verbundplatten mit Holzwerkstoff-Mittel- bzw. Innenlagen reduzieren sich, in Abhängigkeit vom eingesetzten partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoff, die Formänderungswerte in Differenz- und Wechselklimaten aufgrund des mehrlagigen Aufbaus und der teilweise gesperrten Struktur der Holzwerkstoffe sowie des Aufschlussgrades und des erhöhten Bindemittelanteils im Holzwerkstoff. Aufgrund der besseren Formstabilität eignen sie sich deshalb gleichfalls für einen Einsatz im Möbeluns Innenausbau.
Des weiteren ist mit versetzt angeordneten Mittel- bzw. Innenlagen die Verbindung der Platten in Plattenebene möglich.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Verbundplatte kommt es zu einer Einsparung an Lamellenmaterial (abhängig vom Aufbau und der Dicke der Platte) bis zu 70 %, der Vorfertigungsaufwand für die Mittel- bzw. Innenlage entfällt und
spürbare technologische Erleichterungen sind zu erwarten, da erstmals - obgleich eigentlich bereits seit langem möglich - die Veränderung der platteninhärenten Materialstruktur ohne Zuhilfenahme äußerer Mittel erreicht wird. Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dazu zeigt 5
Figur 1 Eine dreilagige Verbundplatte mit gesperrt orientiertem, nicht versetzt angeordnetem partikel-, faser- oder lagenförmigem Holzwerkstoff in der Mittellage 2
Figur 2 Eine dreilagige Verbundplatte mit gesperrt orientiertem, zur Verbindung der Verbundplatten in Plattenebene versetzt angeordnetem partikel-, faser- oder lagenförmigem Holzwerkstoff in der Mittellage 2 Figur 3 Eine fünflagige Verbundplatte mit gesperrt orientiertem, zur Verbindung der Verbundplatten in Plattenebene versetzt angeordneten partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffen in den Innenlagen 3 Figur 4 Eine fünflagige Verbundplatte mit gesperrt orientiertem, zur Verbindung der Verbundplatten in Plattenebene versetzt angeordneten partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffen in den Innenlagen 3 und gesperrt angeordneter Mittellage 2.
Die zur Verklebung kommenden Lamellen 1 werden vor der Verklebung auf eine Prozessfeuchte von 8 ... 10 ... 30 % (vorzugsweise 10 %) gebracht. Der zu wählende Feuchtegehalt hängt in starkem Maße vom eingesetzten Bindemittelsystem ab. Die Lamellenschmalseiten können je nach Einsatzanforderungen profiliert sein: Trapezförmig, getreppt, Nut-Feder-Profilierung. Je nach technologischen Gegebenheiten ist es möglich, die Lamellen auf der nach innen kommenden Breit- und einer Schmalfläche mit dem verwendeten Bindemittelsystem über Sprüh-, Gieß- oder Walzenauftrag zu beleimen. Es besteht andererseits die Möglichkeit, die zum Einsatz kommenden partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffe beidseitig auf deren Breitfläche mit o. g. Verfahren zu beleimen. Allerdings sind dann zusätzliche Maßnahmen zu treffen, um die Fugenverklebung der Lamellen zu sichern. Nach dem Legen der Lamellen, bei dem üblicherweise darauf geachtet wird, daß die kernzugewandte Seite der Lamellen nach außen kommt, erfolgt die Heißverpressung in Ein- oder Mehretagenpressen. Über zusätzlich angeordnete horizontale Druckelemente ist eine Verdichtung der Decklagen und gegebenen-
HF ·&KHgr;:
falls gleichorientierter innenliegender Lagen notwendig. Die Pressplatten werden auf vertikalen Kontaktdruck zusammengefahren (ca. 10-25 % des spezifischen Flächendrucks). Nach dem vollständigen Aufbau des horizontalen Seitendrucks wird der endgültige spezifische Flächendruck aufgebaut. Die Presstemperatur richtet sich nach dem eingesetzten Bindemittelsystem und den verwendeten Holzarten und liegt im allgemeinen zwischen 50 und 180 0C. Die Presszeit hängt von der Holzfeuchte und der Dicke der zu durchwärmenden Schichten ab. Nach der Verpressung haben Deck- und Mittellagen gleiche Abmessungen in der Ebene der Platte (vgl. Fig. 1).
Ist es geplant, die hergestellten Platten im späteren Einsatz in Plattenebene zu verbinden, so ist die versetzte Verlegung der Mittel- bzw. Innenlagen sinnvoll, um eine Nut-Feder-Verbindung auszuprägen (siehe Fig. 2, 3 und 4). Dabei ist zu beachten, daß der Leimauftrag auf den partikel-, faser- oder lagenförmigen HoIz-Werkstoffen erfolgt und daß die horizontalen Seitendruck- und Gegendruckelemente, der späteren Nut-Feder-Verbindung angepaßt, ausgebildet werden. An den Schmalflächen, an denen der Seitendruck nicht angreift, sind bei der Verpressung entsprechend geformte Beilagen zu verwenden.
Nach der Verpressung sollten die Platten mindestens 1 Woche im abgedeckten Stapel konditionieren (Feuchteausgleich), um Spannungen und Verwerfungen zu vermeiden. Danach kann der Schliff auf Enddicke und der Einschnitt auf spezielle Kundenmaße erfolgen. Die Schmalflächen sind dem späteren Einsatz entsprechend zu bearbeiten (Besäumen, Fräsen). Bei Verpackung und Versand ist auf eine feuchtesichere Umhüllung der Platten zu achten.
Die erreichbare Verbesserung spezieller elasto-mechanischer Eigenschaften der erfindungsgemäßen Verbundplatte ist abhängig von den gewählten Holzwerkstoffen. Die bei Massivholzplatten ohne innenliegende partikel- oder lagenförmige Holzwerkstoffe üblicherweise auftretenden Flächenanisotropien der Eigenschaften können in jedem Fall nachhaltig gesenkt und vergleichmäßigt werden. Durch die Verwendung herkömmlicher und preiswerter partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffe kommt es, neben einer bis zu 70 %igen Einsparung an Vollholzlamellen (abhängig von Struktur und Aufbau der Platten), gegenüber Platten ohne
Ij- j · j jj ··; ;#·
innenliegende Holzwerkstoffe gleicher Nenndicke zu einer Senkung der Produktionskosten aufgrund eines wesentlich einfacheren Handlings, der Verwendung von preiswerteren Holzwerkstoffen in den Mittel- bzw. innenliegenden Lagen und des Wegfalls des Vorfertigungsaufwandes für die Mittel- bzw. Innenlagen. 5
Bei versetzter Anordnung der Mittel- bzw. innenliegenden Lagen der erfindungsgemäß hergestellten Werkstoffe ist eine Verbindung der Platten in Plattenebene unproblematisch möglich.
Durch die gesperrte Anordnung von anisotropen partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffen in den Mittel- und Innenlagen wird die Formstabilität der vorgeschlagenen Verbundplatten gegenüber Platten ohne innenliegende Holzwerkstoffe gleicher Nenndicke deutlich verbessert. Bei versetzter Anordnung der Mittelbzw. Innenlagen ist die Verbindung der erfindungsgemäßen Verbundplatten in Plattenebene einfach möglich.

Claims (7)

1. Mehrlagige Verbundplatte, deren Außenlagen aus gleichsinnig in der Ebene angeordneten seitlich verklebten Lamellen (1) aus Massivholz und deren Mittel- (2) bzw. Innenlagen (3) aus Holzwerkstoffen bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die spanend durch Schneiden oder spanlos durch Spalten hergestellten Lamellen größer 3,5 mm dick und größer 25 mm breit und die Mittel- und/oder Innenlagen (2; 3) partikel-, faser- oder lagenförmig strukturiert sind.
2. Verbundplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen in Plattenebene durchgehend, keilgezinkt oder stumpfgestoßen und deren Schmalflächen gerade, trapezförmig, getreppt oder als Nut-Feder-Verbindung ausgebildet sind.
3. Verbundplatte nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verklebung der Lamellen untereinander und mit den partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffen eingesetzten Bindemittel PVAc-Dispersionen, UF-, MUF-, PF-, PRF-Harze oder PMDI-Klebstoffe zuzüglich entsprechender Härtersysteme oder Formulierungen auf Basis natürlicher Bindemittel (z. B. Tannine, Stärken, Proteine) sind.
4. Verbundplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verklebungen aus unterschiedlichen Bindemittelsystemen oder deren Mischungen bestehen.
5. Verbundplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Mittel- bzw. Innenlagen verwendeten partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffe Spanplatten, Platten aus langen ausgerichteten Spänen (OSB), Faserplatten, Sperrhölzer oder Furnierschichthölzer sind.
6. Verbundplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Mittel- bzw. Innenlagen verwendeten partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffe flächenanisotrop und in Richtung mit maximaler Zugfestigkeit um 90° versetzt zur Faserrichtung der Decklage angeordnet sind.
7. Verbundplatte nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausbildung von Nut und Feder in den Seitenflächen die in der Mittel- oder innenliegenden Lage verwendete(n) partikel-, faser- oder lagenförmigen Holzwerkstoffplatte(n) in Plattenebene gegenüber den Decklagen versetzt angeordnet ist (sind).
DE20023080U 2000-07-24 2000-07-24 Mehrlagige Verbundplatte Expired - Lifetime DE20023080U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE20023080U DE20023080U1 (de) 2000-07-24 2000-07-24 Mehrlagige Verbundplatte

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10036034A DE10036034C2 (de) 2000-07-24 2000-07-24 Drei-oder mehrlagige Verbundplatte
DE20023080U DE20023080U1 (de) 2000-07-24 2000-07-24 Mehrlagige Verbundplatte

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE20023080U1 true DE20023080U1 (de) 2003-01-09

Family

ID=26006503

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE20023080U Expired - Lifetime DE20023080U1 (de) 2000-07-24 2000-07-24 Mehrlagige Verbundplatte

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE20023080U1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2272662A1 (de) * 2009-06-22 2011-01-12 Courey, Stephen P. Plattenstruktur und Anordnung zum Abdecken einer im Voraus bestimmten Oberfläche

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2272662A1 (de) * 2009-06-22 2011-01-12 Courey, Stephen P. Plattenstruktur und Anordnung zum Abdecken einer im Voraus bestimmten Oberfläche

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3484703B1 (de) Brettsperrholz-platte
WO2011141171A1 (de) Mehrschichtiger furnierholz-formkörper
EP3797984B1 (de) Verfahren zur herstellung eines holzbauelementes sowie holzbauelement
EP1267010B1 (de) Grossformatige OSB-Platte mit verbesserten Eigenschaften, insbesondere für den Baubereich
EP2574455B1 (de) Leichte mehrschicht-holzwerkstoffplatte
EP0515875B1 (de) Lamellierte Holzprofilleiste zur Erstellung von Blend- und/oder Flügelrahmen bei der Herstellung von Bauteilen, insbesondere Fenstern und Türen sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
EP1176001B1 (de) Mehrlagige hölzerne Verbundplatte
EP2914786A1 (de) Holzverbundplatte
WO2017194630A1 (de) Bauelement mit deckplatten und rohrsegmenten aus einem holzwerkstoff
EP0708222B1 (de) Massivholztüre
EP3573895B1 (de) Palette mit platten und rohrsegmenten
DE3840093A1 (de) Massivholzplatte sowie verfahren zur herstellung derselben
AT15882U1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Brettsperrholzelementes
DE4244311A1 (de) Herstellung von Parkettlaminaten
DE20023080U1 (de) Mehrlagige Verbundplatte
EP2842707B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines aus mehreren Schnitthölzern bestehenden Konstruktionsschichtholzes
EP2837767B1 (de) Türblatt oder Türblattrohling, vorzugsweise ohne Rahmenfriese
DE102013103548B4 (de) Parkettträgerrahmen und Schichtparkettelement
EP2420644A2 (de) Verbundplatte mit Massivholzkante und Dehnungsnut
EP4166743A1 (de) Inlay für türen
AT524491A1 (de) Bretterpaar, Holzverbundplatte und Verfahren zu deren Herstellung
EP4570495A1 (de) Parkettdiele und verfahren zu deren herstellung
EP3743277A1 (de) Bodenplatte zur verwendung als laderaumboden und verfahren zur herstellung einer bodenplatte
DE202019002463U1 (de) Trägerelement für Decken, Zwischendecken, Ständergewerken und dgl.

Legal Events

Date Code Title Description
R207 Utility model specification

Effective date: 20030213

R156 Lapse of ip right after 3 years

Effective date: 20040203